Dienstag, 23. Juni 2015

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist bekannt, dass die NSA vor kaum einem Mittel zurückschreckt, wenn es um die Überwachung von Nutzern, Unternehmen und Staaten geht. Der größte Auslandsgeheimdienst der USA hat zu diesem Zweck sogar systematisch Antiviren-Software gehackt, wie Dokumente jetzt belegen.

Zusammen mit ihrem britischen Pendant, dem GCHQ (Government Communications Headquarters), nahm die NSA unter anderem die russische Antiviren-Software Kaspersky Labs ins Visier. Mittels Nachkonstruktion der Kaspersky-Anwendung suchten die Geheimdienste nach möglichen Lücken, über die sich die Software korrumpieren lässt und schafften es, Daten abzufangen, die zwischen den Kaspersky-Apps und den Servern des Unternehmens ausgetauscht wurden.
Weiterlesen: Wie NSA und GCHQ Antiviren-Software hacken
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Ungeachtet der jüngsten Probleme mit der ursprünglich beauftragten Baufirma schreiten die Bauarbeiten zur Errichtung des zukünftigen Apple-Hauptquartiers stetig voran. Ein neues Video zeigt das weit fortgeschrittene Fundament, die ersten Wände des ringförmigen Hauptgebäudes und Arbeiten an einer der Tiefgaragen. Die etwas mehr als dreiminütige Hubschrauberaufnahme ist der neueste Clip aus einer Reihe von Videos, die in den letzten Monaten regelmäßig den Baufortschritt des Campus 2 dokumentieren. Die verwendete Kamera ist eine 5K Red Epic Dragon, die an einer von Skycore entwickelten Vorrichtung am Helikopter befestigt war.


Apple trennte sich vor kurzem aus unbekanntem Grund von dem Joint Venture aus DPR Construction und Skanska USA; stattdessen übernimmt das Bauunternehmen Rudolph & Sletten die Arbeiten. Die Kosten des ursprünglich auf 3 Milliarden Dollar geschätzten Bauvorhabens belaufen sich nach neuesten Rechnungen bereits auf 5 Milliarden Dollar. Ob der Bau tatsächlich, wie geplant, noch 2016 abgeschlossen werden kann oder sich wegen der Querelen mit den beteiligten Unternehmen auf 2017 verzögert, ist noch ungewiss.
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Spätestens nachdem mithilfe von Hacks einfache iOS-Apps auf der Apple Watch lauffähig sind, dürfte klar sein, dass es sich bei der Apple Watch um ein vollwertiges Mobilgerät mit etwas zu kleinem Display handelt. Wie weit man es treiben kann, zeigt nun ein Entwickler anhand eines Macintosh-Emulators. Mithilfe einer WatchKit-App auf Basis von vMac ist es ihm gelungen, das 20 Jahre alte Mac OS "System 7.5.5" auf der Apple Watch zu starten, was als Beweis auch auf Video festgehalten wurde.


In dem Video wird deutlich, dass man aufgrund des kleinen Displays das System natürlich nicht ernsthaft verwenden kann. Zusätzlich muss immer wieder die Digital Crown berührt werden, damit sich das Display während des Startvorgangs nicht abschaltet. Demonstriert wird aber damit die rasante Entwicklung in 30 Jahren Computertechnik, durch die man nun einen Macintosh Plus mit System 7.5.5 am Handgelenk tragen kann.

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Dass China für Apple inzwischen zu einem der wichtigsten Märkte überhaupt wurde, ist hinlänglich bekannt. Beispielsweise verkauft Apple inzwischen mehr iPhones in China als auf dem heimischen US-Markt. Für alle Produkte gesehen stellt China den zweitgrößten Absatzmarkt dar. In einem Interview mit der BusinessWeek hat Tim Cook angegeben, wie stark die Bedürfnisse Chinas inzwischen in Apples Produktentwicklung einfließen. Beispielsweise fußte die Entscheidung, mit dem iPhone 5s erstmals auch ein goldenes Gehäuse anzubieten, eindeutig auf die Beliebtheit dieser Farbe unter chinesischen Kunden.

Der chinesische Geschmack
Die Entscheidung stellte sich als richtig heraus, denn nirgendwo sonst ist der Anteil goldener Gehäuse höher als in China - sowohl beim iPhone als auch beim iPad. Ganz ähnlich beim Mac: Da inzwischen fast ein Drittel des Mac-Umsatzes in China erzielt wird, war die zusätzliche Farboption beim MacBook ebenfalls naheliegend. Apple wolle aber noch weiter in China expandieren.
Weiterlesen: Apples Schuloffensive, Mehr anfängliches Entwicklerinteresse an Apple Watch als an iPhone und iPad
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Zahlreiche Nutzer melden, dass iMessage seit mehreren Stunden nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Angesichts der Vielzahl der Beschwerden handelt es sich wohl um ein etwas weiter verbreitetes Problem - allerdings sind nicht alle Nutzer davon geplagt, bei vielen funktioniert iMessage wie gewohnt. Ist man davon betroffen, so lassen sich Nachrichten weder via iMessage verschicken noch empfangen. Auf der iCloud-Statusseite dokumentiert Apple den Fehler noch nicht - meistens tauchen Probleme dort aber auch meist erst mit ziemlicher Verzögerung auf.

In den vergangenen Monaten kam es mehrfach zu größeren Ausfällen der verschiedenen iCloud-Dienste und Stores. Am 2. Juni waren gleich 25 Dienste nicht mehr zu erreichen, darunter auch App Store und Mac App Store. Auch im März und im Mai musste man mehrere Stunden lang auf den Zugriff verzichten - mehr als zehn Dienste trugen damals den Vermerk "momentan nicht verfügbar". Der heutige Ausfall scheint jedoch nur iMessage zu betreffen.

Aktualisierung 1
Anscheinend werden die iMessage-Probleme momentan etwas weniger. Zumindest deutet die stark sinkende Anzahl an Beschwerden auf Twitter darauf hin. Apples Statusseite erwähnt die Probleme weiterhin mit keinem Wort.

Aktualisierung 2
Weiterhin keinerlei Meldung von Apple - aber iMessage läuft auch bereits wieder sehr viel stabiler. Einige Nutzer berichten, dass Nachrichten jetzt ankommen - im Gegensatz zu heute Morgen.
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Montag, 22. Juni 2015

Der Homebutton ist eines der letzten Relikte des ersten iPhones. Zwar kam 2013 mit Touch ID eine komfortable Fingerabdruck-Technologie dazu, aber ansonsten ist die Funktionalität des physischen Buttons in den letzten acht Jahren praktisch unverändert geblieben. Seit Jahren wird daher schon darüber spekuliert, wann Apple das Defekt-anfälligste Bauteil des iPhones auf das Display verlagert und in die Touch-UI von iOS integriert.

Apple arbeite schon seit längerem an der notwendigen Technologie (Touch and Display Driver Integration, TDDI), so eine Meldung. Die hauseigene TDDI-Einzelchiplösung biete sogar den Fingerabdrucksensor Touch ID und ermögliche noch flachere iPhones, deren Displays fast direkt mit dem Gehäuserand abschließen können. Apple hat bereits Patente für die Fingerdruckerfassung auf iPhone-Displays inne – daran würde es nicht scheitern. Angaben zur Marktreife der Technologie und konkrete Pläne Apples zur Umsetzung sind aber noch nicht verfügbar.

Aktualisierung
AppleInsider hat die Meldung konkretisiert und will nun auch aus eigenen Quellen erfahren haben, dass Apple einen integrierten Homebutton plant. Allerdings sei die Umstellung weder für das iPhone 6s, noch für die neue iPhone-Generation des Jahres 2016 vorgesehen. Erst ab 2017 könne mit mit dem ersten iPhone ohne mechanischen Button rechnen - zuvor falle der Komponentenpreis zu hoch aus und die Zuverlässigkeit könne noch nicht in ausreichendem Maße garantiert werden.
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Da Apple keine offiziellen Verkaufszahlen der Apple Watch bekanntgibt, spekulieren Marktbeobachter seit Verkaufsbeginn (24. April) über Erfolg oder Misserfolg der smarten Uhr aus Cupertino. Die Schweizer Uhrmacher spüren die Auswirkungen der Apple-Watch-Markteinführung jedenfalls schon. Zwischen April und Mai sank der Uhrenexport aus der Schweiz um 8,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar und ist damit erstmals seit 2009 wieder rückläufig. Das gab der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) bekannt.

Insbesondere im günstigeren Preissegment scheint die Apple Watch den Traditionsmarken aus der Schweiz Konkurrenz zu machen: „Uhrenexporte in die USA im niedrigeren Preisbereich könnten auch unter der Einführung der Apple Watch gelitten haben“, so Marktexperte Patrik Schwendimann. Uhrenlieferungen aus der Schweiz in die USA verringerten sich zwischen April und Mai um 14 Prozent, der Export nach Hongkong ging gar um 34 Prozent zurück.

Außer der Apple Watch sind auch Währungsschwankungen für den nachlassenden Export mitverantwortlich. Der starke Dollar treibe viele asiatische Touristen nach Europa statt in die USA, da der vergleichsweise schwache Euro mehr Konsummöglichkeiten biete. Auch das sei ein Faktor für den geringeren Uhrenexport in die USA, so Bloomberg-Expertin Deborah Aitken. Ein weiterer Grund für das Abflauen des Exports sind die im Vergleich zum Vorjahr wenigeren Arbeitstage im Mai.
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Nicht nur für viele Apple-Fans war Steve Jobs eine Lichtgestalt des Unternehmertums. Egal ob iPod, iPhone oder iPad – alles was er anfasste, schien sich für das Unternehmen aus Cupertino in Gold zu verwandeln. Auch die weltweite Trauer nach dem Tod des Apple-Mitbegründers und früheren CEOs war beispiellos für einen Firmenchef.

Allerdings hatte Jobs unternehmerisches Genie auch seine Schattenseiten; Mitarbeiter monierten hinter vorgehaltener Hand immer wieder die Wutausbrüche, Überheblichkeit und Ungeduld ihres Chefs. In die gleiche Kerbe schlägt jetzt Erin Caton.

Die ehemalige Apple-Mitarbeiterin vergleicht Jobs mit dem japanischen Fantasiemonster Godzilla; statt Städte zu zertrampeln, habe Jobs in der Gefühlswelt seiner Angestellten eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Durch sein Verhalten rund um den missglückten Start des Internetdienstes MobileMe (2008) habe sich Jobs als „gigantischer Arsch“ geoutet. Catons Eindruck sei ohnehin schon negativ gewesen, da ihr Chef sich in einer der Apple-Cafeterien einmal brüsk an der ehemaligen Apple-Mitarbeiterin vorbeigedrängelt hatte.
Weiterlesen: MobileMe-Desaster und Steve Jobs' wutentbrannte Schuldzuweisung
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Drei Monate nach Vorstellung des neuen MacBooks gibt es jetzt erste Hinweise, dass die stark ausgeprägten Lieferprobleme in absehbarer Zeit verschwinden - oder zumindest weniger extrem ausfallen. Stand die Lieferprognose bis zum Wochenende bei "drei bis fünf" Wochen, so sind es laut Produktseite im Apple Store ungeachtet der Gehäusefarbe oder Konfiguration jetzt nur noch "drei bis vier" Wochen. Die vorherige Prognose hatte sich seit April nicht verändert. Der Verkaufsstart des 12"-MacBooks erfolgte am 10. April, hierzulande begann Apple ab der zweiten Maiwoche mit der Auslieferung.

Präsentiert hatte Apple das MacBook auf dem "Spring Forward"-Event am 9. März. Apple zufolge stelle das MacBook die Zukunft portabler Computer dar. Apple verbannte sämtliche Anschlüsse bis auf einen Port des Typs USB-C, um das Gerät so leicht und so dünn wie möglich fertigen zu können. Genau dieser Punkt ist allerdings besonders umstritten - viele Nutzer halten dies für eine zu radikale Entscheidung und hätten zumindest gerne einen weiteren (Standard-)Anschluss. Auch die Preisgestaltung, 1449 Euro werden mindestens fällig, schreckte sicher manch potenziellen Käufer ab. Besitzer des neuen MacBooks zeigen sich hingegen fast ausnahmslos begeistert von Mobilität, Handlichkeit und Verarbeitung.
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Das Vertrauen in die Sicherheit von iOS und OS X wurde letzte Woche erschüttert. Sicherheitsexperten wiesen Apple zwar schon im Herbst 2014 auf eine schwerwiegende Sicherheitslücke im Zusammenhang mit dem Auslesen von Kennwörtern hin – einen Bugfix blieb das Unternehmen aus Cupertino aber schuldig. Inzwischen scheint aber Bewegung in die Fehlerbehebung zu kommen.

Apple hat die "XARA-Sicherheitslücke“ mittlerweile offiziell bestätigt und versichert, an einem Fix zu arbeiten: „Wir haben im Mac App Store eine Server-seitige Sicherheitsaktualisierung implementiert, die App-Daten schützt und Anwendungen mit Sandbox-Konfigurationsproblemen blockt“, so ein Apple-Sprecher. „Wir arbeiten mit den Forschern zusammen, die uns auf das Problem aufmerksam machten. Es werden noch weitere Fehlerbehebungen folgen."

Der Bug im Zusammenhang mit Cross-App Resource Access (XARA) ermöglicht es Apps, die Sandbox von iOS und OS X zu durchbrechen und von anderen Programmen gespeicherte Passwörter auszulesen. Auch Kennwörter und Zugangsdaten, die per Browser im Schlüsselbund abgelegt wurden, sind betroffen. Bisher gibt es keinen wirksamen Schutz gegen XARA – die ausschließliche Verwendung vertrauenswürdiger Apps bekannter Hersteller minimiert aber zumindest die Angriffsfläche.
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In wohlhabenderen Ländern haben Android-Geräte iPhones noch lange nicht den Rang abgelaufen. Dieses Ergebnis liefert eine Studie, welche die mobile Internetnutzung in Skandinavien, Australien, Taiwan, Ägypten und Indien untersuchte und auswertete. Die Zahlen stammen vom Marktforschungsunternehmen 51Degrees.

Länder mit einem vergleichsweise niedrigen Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt haben einen riesigen Android-Marktanteil. In Ägypten etwa nutzen 9 von 10 Smartphone-User ein Android-Gerät, beim Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt liegt das afrikanische Land im weltweiten Vergleich laut Quelle aber nur auf Platz 120 (Wikipedia: Platz 100). In Indien ist es ähnlich: 88,71 Prozent des Marktanteils verbucht Android für sich, beim BIP pro Kopf liegt das Land auf Rang 142 (Wikipedia: 140).

In Staaten mit einem wesentlich höheren Bruttoinlandsprodukt ist der Android-Anteil dagegen ungleich geringer. In Norwegen (BIP pro Kopf: Platz 2) und Schweden (BIP pro Kopf: Platz 6) verwenden nur weniger als ein Drittel aller Smartphone-Nutzer ein Android-Produkt. In Taiwan (BIP pro Kopf: Platz 35) sind es sogar lediglich 20 Prozent.

Zwar laufen weltweit 4 von 5 der verkauften Smartphones mit Googles Android-Betriebssystem, Apple dominiert dagegen den Premium-Sektor und die 10 wohlhabendsten Volkswirtschaften der Welt – daher schöpft das Unternehmen aus Cupertino mit dem iPhone auch über die vergleichsweise hohen Margen mehr als 90 Prozent der Gewinne auf dem weltweiten Smartphone-Markt ab.
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Aus einem veröffentlichten Patentantrag geht hervor, dass Apple über die Streifen im Gehäuse des iPhone 6 nicht unbedingt glücklich ist und deswegen an Möglichkeiten forscht, um auf die Aussparungen zugunsten eines schlichteren Designs verzichten zu können. Hauptproblem ist bislang, dass Metall als Gehäusematerial die Funkfrequenzen abschirmt, weswegen Apple Streifen ohne Metall im Gehäuse belassen muss. In dem eingereichten Patent beschreibt Apple nun ein neues Produktionsverfahren, um Funkfrequenz trotz eines optisch geschlossenen Metallgehäuses durchlassen zu können. Die Zeit der von vielen als unschöne angesehenen Streifen könnte also mit einer der kommenden iPhone-Generationen bereits wieder vorbei sein.

Dazu setzt Apple auf mehrschichtige Aussparungen, die zwar die Funkfrequenzen der Antennen hindurchlassen, gleichzeitig aber dank hauchdünner Außenschicht eine optische Einheit mit dem übrigen Gehäuse bilden. So wird eine transparenter Werkstoff auf das gesamte Metall aufgetragen, um eine einheitliche optische und strukturelle Erscheinung anzunehmen. Anschließend wird das Metall in den Bereichen der Antennen wieder so abgetragen, dass der halbtransparente Werkstoff für Funkfrequenzen durchlässig wird. Um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen, wird zum Abschluss unter den Aussparungen eine reflektierende Schicht gegeben, mit der die metallische Erscheinung wiederhergestellt werden kann.


Wichtig bei diesem Ansatz sind die von Apple zusätzlich aufgeführten Einsatzmöglichkeiten. So kann das Verfahren beispielsweise auch mit Färbungen umgehen und neben Funkfrequenzen auch magnetische Felder hindurchlassen, wie sie bei Touch-Screen und Trackpad zum Einsatz kommen. Neben unauffälligen Antennen-Aussparungen wären damit also auch möglicherweise neuartige Trackpads und sogar Touch-ID-Sensoren möglich.

Apple hat den Patentantrag bereits am 25. Februar 2014 eingereicht. Da zu diesem Zeitpunkt die Produktionsvorbereitungen für das iPhone 6 bereits im vollen Gang waren, kam das beschriebene Produktionsverfahren leider nicht mehr zur Anwendung.
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Während der Verhandlungen rund um Apple Music galt vor allem eine Sache als großer Verhandlungserfolg für Apple. So gelang es, die Labels nicht nur von einer dreimonatigen, kostenlosen Testphase zu überzeugen - Apple rang den Rechteinhabern sogar die Zusage ab, dass Apple in dieser Zeit keinerlei Gebühren entrichten muss. Apple sicherte sich damit die Möglichkeit, einen weitgehend risikoarmen Marketingfeldzug beginnen zu können, denn Nutzer zu einem Testabo zu bewegen hätte keinerlei Lizenzzahlungen für Apple bedeutet.

Sehr schnell wurde jedoch Kritik an den Vertragsbedingungen laut. Vor allem kleinere Labels und unabhängige Künstler beschwerten sich, nicht drei Monate auf Einnahmen verzichten zu können. Zudem sei es der falsche Weg, dass die Künstler einem derart reichen Unternehmen die Werbung bezahlen und das Risiko tragen. Eine knappe Woche vor dem Start von Apple Music hat Apple auf den Protest reagiert und einen Kurswechsel angekündigt - eine Künstlerin hatte Apple fast im Alleingang in die Knie gezwungen.
Weiterlesen: Wie Taylor Swift Apple zum Umdenken brachte
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Sonntag, 21. Juni 2015

Einleitung: Drei Kopfhörer, drei Geschmacksrichtungen


Kompakt
Marke Ultrasone
Bezeichnung Performance 880
Art Bügelkopfhörer, geschlossen
Empf. Preis (€) 379
Verfügbarkeit sofort
Im September 2014 stellte der deutsche Kopfhörerspezialist Ultrasone unter der Bezeichnung „Performance“ drei neue Bügelkopfhörer vor, die sich äußerlich – bis auf ein paar Designakzente – sehr ähnlich sind, preislich aber eine Spanne von 239 bis 379 Euro abdecken. Das ist einerseits der unterschiedlichen Ausstattung mit Zubehör geschuldet, anderseits dem Aufwand bei der Membrankonstruktion und der Abstimmung.

Die in geschlossener Over-Ear-Bauweise konstruierten Modelle Performance 840, 860 und 880 berücksichtigen eine einfache Tatsache: Klang ist relativ. Unterschiedliche Musikhörer haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was genau einen guten Kopfhörer auszeichnet. Der Eine bevorzugt die möglichst lineare und unverfälschte Wiedergabe, der Nächste mag es lieber etwas kräftiger und „bassiger“, auch wenn das im Original so gar nicht vorgesehen ist, und wieder andere wollen jedes noch so kleine Detail heraushören und den bestmöglichen Dynamikumfang erleben.


Um möglichst jeden (Kopf-) Hörergeschmack abzudecken, verfolgen die Hersteller unterschiedliche Ansätze zur Erreichung dieses Ziels. Sennheiser und beyerdynamic bieten beispielsweise mit den Modellen HD630 VB und Custom Studio Kopfhörer mit anpassbarem Bassbereich an. Beide mit sehr unterschiedlichen Herangehensweisen: Sennheiser versucht es auf elektronischem Wege, beyerdynamic mittels Anpassung über einen variablen Akustikfilter. Ultrasone hat sich hingegen dazu entschlossen, einfach drei entsprechend unterschiedlich abgestimmte Modellvarianten anzubieten, denn hat der Kunde erstmal „seinen Sound“ gefunden, ändert er ihn gewöhnlich nicht mehr, oder nur noch selten. Auf spezielle Elektronik oder Gehäusefilter kann daher bei den Performance-Modellen verzichtet werden. Der Nachteil liegt auf der Hand: Der Kunde muss vorher wissen, welche Abstimmung ihm am ehesten liegt, oder es durch Ausprobieren herausfinden.

Das ist übrigens auch der Grund, warum es so etwas wie einen objektiven Klangtest niemals geben kann. Egal wie umfangreich die Klangbeschreibungen oder wie viele Seiten Messprotokolle beigefügt wurden: Am Ende muss jeder Kunde erst mal für sich selbst herausfinden, welcher „Klangtyp“ er oder sie ist. Das gilt auch für Lautsprecher, aber Kopfhörer, die nicht der Variable namens Raumakustik unterliegen, lassen sich etwas leichter kategorisieren.

Da ich Ihnen die Entscheidung über die Art der Abstimmung ohnehin nicht abnehmen kann, habe ich mich für den Test lediglich eines Modells der Ultrasone Performance-Serie entschlossen, nämlich des Spitzenmodells 880. Dieser dürfte mit seinem „audiophilen“ Charakter (er soll die größte Bandbreite aller Performance-Modelle bieten, kommt aber ohne Bassbetonung aus) am ehesten meinen Geschmacksnerv treffen. Unter Berücksichtigung dieses individuellen Faktors will ich auf den folgenden Seiten versuchen, Ihnen den Ultrasone Performance 880 so objektiv wie möglich zu beschreiben.

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Samstag, 20. Juni 2015


Auch wenn das Wetter hier in Norddeutschland derartige Gedanken kaum aufkommen lassen mag: so langsam macht sich das Sommerloch bemerkbar. Technik-News gab es natürlich auch in dieser Woche, aber die Zahl der Produktvorstellungen ist in den letzten Tagen und Wochen kontinuierlich zurückgegangen.

Interessanterweise gibt es in diesem Jahr relativ wenige Neuheiten aus dem Bereich Sommer-Gadgets. Der in dieser Ausgabe vorgestellte Fun-Lautsprecher UE-ROLL ist da schon eine echte Ausnahme. Letztes Jahr wurden in diesem Zeitraum deutlich mehr Produkte für Spiel & Spaß im Freien vorgestellt. Aber vielleicht setzt auch hier eine gewisse Sättigung ein, denn ist der Markt für kleine, mobile Bluetooth-Lautsprecher oder wasserdichte In-Ear-Kopfhörer wirklich so groß, um jede Saison Dutzende neue Modelle in den Markt zu drücken? Ich denke, eher nicht. Zumindest kenne ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis nicht viele Personen, die sich unbedingt einen kleinen Brüllwürfel an den Rucksack hängen oder damit baden gehen wollen. – Womit ich natürlich niemandem, der Spaß daran hat, zu nahe treten will.


Weiter in vollem Gange ist hingegen die Konsolidierung der Computermonitor-Sparte. 4K/UHD ist nach anfänglichen Verzögerungen mangels ausreichend geeigneter Grafikkarten/Schnittstellen derzeit stark im Kommen. Nachdem zunächst nur 4K-Monitore im gehobenen bis oberen Preisbereich angeboten wurden, folgt nun eine wahre Schwemme von Geräten in der Preisklasse um oder unter 600 Euro und in verschiedenen Displaygrößen, meist zwischen 24 und 28 Zoll. Samsung ist in dieser Woche mit zwei 4K Gaming-Monitoren am Start.

Dass doch noch nicht ganz Sommerloch ist, beweist die letzte Meldung über die DxO ONE Kamera. Hier empfehle ich allen iPhone- und iPad-Usern einen genaueren Blick, die sich eine bessere Bildqualität wünschen. – Viel Spaß beim Schmökern!

Die Produkthighlights der Woche:

  • Yamaha: Soundbar und Sounddeck für Heimkino-Einsteiger
  • booq: Neue Kameratasche und MacBook-Sleeves (Shop: )
  • Audio Exklusiv: Verstärker pur – mit DAC- und Phono-Option
  • UE ROLL: Mini-Lautsprecher Just For Fun
  • Canon: Superzoom-Kompaktkamera mit 1"-Sensor (Vorbestellen: )
  • Samsung: Zwei neue 4K Gaming-Monitore (Shop: )
  • DxO One: Brandneue Connected Kamera nur für iPhone und iPad

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Apple Music ist da - Ihre ersten Erfahrungen?

  • Perfekt! Darauf habe ich lange gewartet!12,4%
  • Macht einen ziemlich guten Eindruck, das werde ich sicher abonnieren19,2%
  • Ist in Ordnung, werde ich vermutlich abonieren14,2%
  • Ist in Ordnung, aber werde es wohl nicht abonnieren16,1%
  • Geht so, bin noch nicht überzeugt9,6%
  • Gefällt mir nicht - will keine Streaming-Plattform nutzen20,2%
  • Gefällt mir nicht - Apples Umsetzung ist schlechter als bei anderen Streaming-Angeboten4,1%
  • Gefällt mir nicht - sonstiger Grund4,1%
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