iPhone 2019 erhält angeblich bessere Antennen für Indoor-Navgation

Neue Information über die iPhones für 2019 und 2020 hat Aktien-Analyst Ming-Chi Kuo veröffentlicht. US-Medien melden, er habe „große Veränderungen“ beim Antennendesign der Smartphones angekündigt. Der Technologiewechsel erhöht jedoch auch die Fertigungskosten und zeigt seine Qualitäten hauptsächlich im Indoor-Bereich.


Ältere Technologie für mehr Geld
Bei den aktuellen Modellen setzt Apple auf die LCP-Antennentechnologie auf Flüssigkristallbasis. Das organisches Substrat kostet wenig und verhält sich über den gesamten Hochfrequenzbereich konstant. Zudem habe LCP sehr geringe Verluste und einen niedrigen thermischen Ausdehnungskoeffizienten. Die flexible Module finden sich seit dem iPhone X in den Geräten. Zuvor hat Apple Polymid-Komponenten (PI) verbaut. Kuo denkt, die Führung in Cupertino habe sich zurückbesonnen und wolle ab der kommenden Reihe eine modifizierte Form von PI verwenden. Zuletzt hatte er berichtet, Apple nehme den neuen alten Werkstoff, um mehr Lieferantenauswahl und niedrigere Kosten zu erreichen. Nun heißt es, durch Aufrüstungen im Ultrabandbereich steigen Herstellungskosten der Bauteile um etwa 10 bis 20 Prozent. Insgesamt liegen sie damit aber anscheinend immer noch unter den Kosten für LCP-Antennen.

4G-Leistung entspricht der alten Methode
Der Vorteil der Aufrüstungen liege in der höheren Leistung im Nahbereich, so der Bericht weiter. Speziell bei der Indoor-Navigation sollen sie ihre Vorteile ausspielen. Bei LTE werde der Kunde keine Unterschiede zu den LCP-Modulen bemerken. Auf dem Papier scheinen die technischen Vorteile aufseiten der Flüssigkristall-Methode zu liegen, daher geht die Branche davon aus, dass Apple – sollten die Gerüchte stimmen – auf eine Mischung zwischen den beiden Antennenarten setzt. Spätestens beim Übergang auf 5G-Technologie werde der Hersteller wieder komplett auf LCP-Systeme zurückgreifen, lautet die Prognose des Investment-Experten. Der Grund liegt in der niedrigen Verlustrate des Materials, speziell bei mmWave-Übertragungen, die für 5G maßgeblich sind. LCP bietet zudem eine überlegene Frequenzdämpfung, Wärme- und Feuchtigkeitsbeständigkeit und könnte durch seine positiven Eigenschaften die Spezifikationen für USB 3.2 und Thunderbolt-Entsprechungen erhalten.

Dieses Jahr weniger iPhone-Verkäufe, nächstes Jahr eventuell 200 Millionen
Wie einige andere Analysten geht der Berater von TF Securites von einer stagnierenden Nachfrage für die kommenden iPhones 2019 aus. Da die Verkäufe der aktuellen Serie mehrfach ins Stocken geraten waren, sind das zunächst schlechte Nachrichten für Tim Cook & Co. Mit den 5G-Modellen, deren Erscheinen im Herbst 2020 erwartet wird, zeigt sich Kuos Prognose optimistischer: Der Wechsel auf den neuen Übertragungsstandard könne demnach Apple helfen, 200 Millionen iPhones im Jahr 2020 zu verkaufen.

Kommentare

Singdudeldei06.05.19 09:05
Ich dachte, dieser „Apple-Prophet“ zieht sich zurück?

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sierkb06.05.19 09:33
Steht obige Meldung mit dieser hier von vor wenigen Tagen

MTN (30.04.2019): Ausgewiesener Funktechnik-Experte hat Apple verlassen

in evtl. Zusammenhang?
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