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Watch-Tipp: "Taptische Zeit" sorgt für stumme Zeitansage

Ein regelmäßiger Blick auf die Uhr ist den meisten Menschen in Fleisch und Blut übergegangen. Das ist bei Trägern einer Apple Watch nicht anders als bei Liebhabern analoger Zeitmesser. Zuweilen wird man aber als unhöflich angesehen, wenn man Chronometer oder Smartwatch allzu ostentativ oder häufig konsultiert. Das jeweilige Gegenüber könnte das, beispielsweise in Meetings oder auch beim Smalltalk, als Ausdruck von Langeweile beziehungsweise Ungeduld oder unausgesprochene Aufforderung zur Beendigung der Konversation auffassen. Was sich bei herkömmlichen Uhren nicht vermeiden lässt, also die verräterische Handbewegung, kann man bei der Apple Watch hingegen mit einer weithin unbekannten Einstellung elegant umschiffen.


Stumme Zeitansage mit wenigen Fingertipps aktivieren
Der smarte Zeitmesser aus Cupertino verfügt nämlich über eine Funktion namens "Taptische Zeit". Mit diesem etwas sperrigen und möglicherweise nicht auf Anhieb verständlichen Begriff bezeichnet Apple die Möglichkeit, sich mit Vibrationssignalen über die aktuelle Uhrzeit informieren zu lassen. Die stumme Zeitansage kann man relativ einfach in den Einstellungen der Apple Watch konfigurieren. Sie ist zwar etwas in den Tiefen der Konfiguration versteckt, lässt sich aber mit einigen wenigen Fingertipps aktivieren.

1. Drücken Sie die digitale Krone und öffnen Sie die Einstellungen.
2. Scrollen Sie nach unten und wählen Sie "Uhr".
3. Deaktivieren Sie "Zeitansage".
4. Tippen Sie auf den Eintrag "Taptische Zeit" und aktivieren Sie die Option.

Damit ist die grundsätzliche Einrichtung der Option abgeschlossen. Durch zweifaches Drücken kehren Sie zur Anzeige der Uhrzeit zurück. Gestartet wird die stumme Zeitansage, indem man zwei Finger kurz auf das Display der Apple Watch legt.


Drei Vibrations-Möglichkeiten stehen zur Auswahl
Apple wäre allerdings nicht Apple, gäbe es bei der taptischen Zeit nicht verschiedene Informationsmethoden. Zur Verfügung stehen drei Möglichkeiten. Bei "Zahlen" erfolgt die stumme Zeitansage mithilfe von unterschiedlichen Signaldauern. Zunächst wird gegebenenfalls die Zehnerstelle der aktuellen Stunde mit einer langen Vibration angezeigt, dann folgen kurze Taps für die jeweiligen Einerstellen. Anschließend wiederholt sich das für die Minuten. Ist es also beispielsweise 15:46 Uhr, vibriert die Apple Watch wie folgt: 1 x lang, 5 x kurz, 4 x lang, 6 mal kurz. Die Option "Morsecode" meldet die Uhrzeit mit den Signalen des vor allem in der Schifffahrt gebräuchlichen gleichnamigen Systems. "Kurz" ist eher etwas für Nerds, hierbei markiert die Apple Watch jede volle fünfte Stunde mit einem langen Tap, alle anderen mit einem kurzen. Zusätzlich informiert die Uhr mit langen Vibrationen über die angefangenen Viertelstunden.

Kommentare

birdzilla
birdzilla18.04.22 14:59
Vielen Dank, interessanter Tipp. Kannte ich bisher nicht 😉
+1
Cyman18.04.22 16:35
Warum die letzte Kommunikationsweise der stummen Zeitansage etwas für Nerds sein soll, erschließt sich mir nicht ganz. Klingt doch logisch. Werd ich auf jeden Fall gleich mal ausprobieren.
0
zwirn
zwirn18.04.22 17:13
„ Apple wäre allerdings nicht Apple, gäbe es bei der taptischen Zeit nicht verschiedene Informationsmethoden.“

Genau das Gegenteil WAR früher der Fall! Die endlos verfügbaren Optionen, mit denen der Normal-User meist überfordert ist, waren in der Vergangenheit stets ein Windows-Kennzeichen.
S. Jobs trat immer für das Gegenteil ein. „People pay us to make these decisions!“, war sein Motto.
Lang ist’s her.
http://www.youtube.com/watch?v=HGmjr4p34Y8
+4
jeti
jeti18.04.22 18:31
Ich nutze lediglich die stündliche Kenntlichmachung zur vollen Stunde.
Einstellungen / Uhr / Windspiel => ein => Vögel
Empfinde ich sehr angenehm zur vollen Stunde „geweckt“ zu werden.
„ Apple wäre allerdings nicht Apple, gäbe es bei der taptischen Zeit nicht verschiedene Informationsmethoden.“

Genau das Gegenteil WAR früher der Fall! Die endlos verfügbaren Optionen, mit denen der Normal-User meist überfordert ist, waren in der Vergangenheit stets ein Windows-Kennzeichen.
S. Jobs trat immer für das Gegenteil ein. „People pay us to make these decisions!“, war sein Motto.
Lang ist’s her.

Das möchte ich mit einem saloppen Jein beantworten.

Ja Steve Jobs bzw. Apple war seit jeher bekannt für „It just works“
und einfach und intuitiv zu bedienende Produkte herzustellen.

Andererseits stelle ich immer wieder fest das sich Menschen
nicht genug mit dem auseinandersetzen was sie täglich nutzen.
In Teilen sogar verdutzt dreinschauen:
"Ups das geht!? – Wußte ich überhaupt nicht."
0
Kapeike
Kapeike18.04.22 18:47
Wer hat eigentlich dieses Wort verbrochen: Taptisch?! Ein neues deklinierbares Adjektiv der deutschen Sprache? Hat uns gerade noch so gefehlt...

Schon klar, dass da ein Wortspiel mit "haptisch" drinsteckt, aber "taptisch" ist in meinen Augen eine ausgesucht dämliche Hässlichkeit von allerfeinsten.
-1
Fatty&Little
Fatty&Little18.04.22 21:49
Kapeike
Wer hat eigentlich dieses Wort verbrochen: Taptisch?! Ein neues deklinierbares Adjektiv der deutschen Sprache? Hat uns gerade noch so gefehlt...

Schon klar, dass da ein Wortspiel mit "haptisch" drinsteckt, aber "taptisch" ist in meinen Augen eine ausgesucht dämliche Hässlichkeit von allerfeinsten.
Es ist m.E. eine Kunstwort aus Haptisch und Taktil.
+2
thb18.04.22 22:52
Kapeike

👍
-1
MKL
MKL19.04.22 08:07
Hm, ist es nicht auch auffällig, wenn ich mit zwei Fingern auf die aW tippe? da sieht man ja auch, dass man mit der aW interagiert.

Unauffälliger wäre es, wenn ich zB durch kurzes und dezentes Klopfen mit der flachen Hand diese Art der Zeitansage aktivieren könnte...
+1
Cyman19.04.22 18:08
Fatty&Little
Es ist m.E. eine Kunstwort aus Haptisch und Taktil.

Das ist wohl eher von “tap” (antippen) und “haptic” abgeleitet - da hätte man im Deutschen schlecht tipptisch oder haptipp oder so draus machen können.
+1
Kapeike
Kapeike19.04.22 18:31
Fatty&Little
Es ist m.E. eine Kunstwort aus Haptisch und Taktil.

Aber das macht es doch nicht besser oder weniger hässlich! Außerdem hinkt dieser Erklärungsversuch doch arg, denn dieser hier
Cyman
Das ist wohl eher von “tap” (antippen) und “haptic” abgeleitet - da hätte man im Deutschen schlecht tipptisch oder haptipp oder so draus machen können.

ist nicht nur im englischen Original wesentlich logischer, sondern beschreibt vor allen Dingen, warum es das "deutsche" Wort so schwer hat (man müsste in der Tat "tipptisch" als Übersetzung nehmen) und sich so bescheuert anhört, besonders wenn es auch noch gebeugt wird: die taptische Zeit, der taptischen Zeit, etc.

Wörter zusammengesetzt aus englischen Vollverben und deutschen Adjektivierungssuffixen sind einfach nix.

Die "taptic engine" der diversen Apple Geräte nennen wir doch auch nicht "taptische Maschine".
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Cyman20.04.22 18:19
Kapeike
Fatty&Little
Es ist m.E. eine Kunstwort aus Haptisch und Taktil.

Aber das macht es doch nicht besser oder weniger hässlich! Außerdem hinkt dieser Erklärungsversuch doch arg, denn dieser hier
Cyman
Das ist wohl eher von “tap” (antippen) und “haptic” abgeleitet - da hätte man im Deutschen schlecht tipptisch oder haptipp oder so draus machen können.

ist nicht nur im englischen Original wesentlich logischer, sondern beschreibt vor allen Dingen, warum es das "deutsche" Wort so schwer hat (man müsste in der Tat "tipptisch" als Übersetzung nehmen) und sich so bescheuert anhört, besonders wenn es auch noch gebeugt wird: die taptische Zeit, der taptischen Zeit, etc.

Wörter zusammengesetzt aus englischen Vollverben und deutschen Adjektivierungssuffixen sind einfach nix.

Die "taptic engine" der diversen Apple Geräte nennen wir doch auch nicht "taptische Maschine".

Hybride aus Deutsch und anderen Sprachen zu schöpfen, ist tatsächlich oftmals grauenvoll. Geupdatet? Upgedatet? Oder gar mit d am Ende? Gescannt? Gegoogelt? Gegooglet? Gegoogled? Oder wenn die Wörter zusammen geschrieben werden. Ich setze da grundsätzlich Bindestriche zwischen die beiden Komponenten, schon wegen des Leseflusses.

PS: Es wäre wohl eher ein taptischer Antrieb/Motor. 😉
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