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TechTicker: Piega Wireless-Speaker, Cayin Dongle-DAC, Kickstand für TV-Zubehör, OWC Mac-mini-Dock und mehr

PIEGA ACE WIRELESS STAND- UND KOMPAKTLAUTSPRECHER VORGESTELLT
Mit den schlanken Lautsprechern Ace 50 Wireless und Ace 30 Wireless bringt PIEGA ein kompaktes All-in-One-Soundsystem mit diversen integrierten Streaming- Plattformen in den Handel.


Die Serie umfasst zunächst die Standlautsprecher Ace 50 Wireless und die kompakten Regallautsprecher Ace 30 Wireless. Den Lautsprechern gemeinsam sind die integrierten Streaming-Plattformen Google Chromecast, Spotify Connect (inkl. Spotify HiFi), Bluetooth, die In- tegrationsmöglichkeit in das Musikverwaltungssystem Roon („Roon Ready“) sowie die Einbindung eines TV- Geräts per HDMI eARC oder WiSA. Hinter WiSA verbirgt sich die internationale Wireless Speaker & Audio Association, die TV-Geräte, Verstärker, Streamer und Control Center zertifiziert, damit sich über diese Komponenten auch eine komplette Heimkino-Anlage kabellos betreiben lässt.


Ein Stereopaar Ace Wireless Lautsprecher besteht aus einem Tx- und einem Rx-Speaker. Der Tx (= Transmitter) sendet die Musik in High Definition-Qualität kabellos an einen (oder mehrere) Rx (= Receiver). Ein Ace Wireless Mehrkanal-System besteht hingegen nur aus Rx-Lautsprechern. Hier übernimmt die Sendefunktion ein WiSA-fähiger Fernseher oder ein WiSA-Hub. Die PIEGA Fachhändler stellen jedem Kunden die jeweils richtige Kombination individuell zusammen.


Preise:
Ace 50 Wireless: Tx Modell = 2.090 €/CHF* Rx Modell = 1.900 €/CHF*
Ace 30 Wireless: Tx Modell = 1.090 €/CHF* Rx Modell = 900 €/CHF*
* Schwarze und weisse Ausführung +50,– €/CHF Aufpreis pro Stück.



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CAYIN RU6 USB-DAC UND KOPFHÖRERVERSTÄRKER MIT HIGH-END-ANSPRUCH
Kleine D/A-Wandler mit Kopfhörerverstärker zur Verwendung mit Mobilgeräten wie iPhone oder iPad gibt es viele. Sie alle verfolgen das Ziel, die klanglichen Limitierungen einer herkömmlichen Kabel- oder Bluetooth-Verbindung von Smart-Devices zu umgehen und auch aus hochwertigen Kopfhörern den besten Klang zu holen. Der neue Cayin RU6 ist ein ganz besonderer Vertreter dieser Art.


Angeschlossen an die USB-Schnittstelle (oder per optionalem Kabel an Lightning) von Smartphones und Tablets wandelt der Cayin RU6 die darauf gespeicherten oder von einem Musik-Dienst gestreamten Songs mit einem von Cayin selbst entwickelten 24-Bit/384-kHz-DAC. Eine Besonderheit hier ist das sonst nur in wenigen, wesentlich teureren High-End-Geräten zu findende diskrete R-2R-Widerstandsnetzwerk des RU6.

Auch die integrierte Lautstärkeregelung des Cayin RU6 nutzt ein Widerstandsnetzwerk. Der Benutzer kann über eine einfache Menü-Einstellung zwischen dem Non-Oversampling- und dem Oversampling-Modus wählen.


Im Oversampling-Modus nimmt der Cayin RU6 ein Upsampling der digitalen Audiodaten auf 384kHz durch digitale Filterung vor. Dadurch wird die Auflösung erhöht, das Rauschen reduziert und das Anti-Aliasing des digitalen Signals verbessert. Der Oversampling DA-Modus verspricht eine Verbesserung der Detailwiedergabe und einen erweiterten Frequenzumfang des Audiosignals.

Der NOS-DA-Modus (NOS = Non Oversampling) hingegen behält die Abtastrate des ursprünglichen Bitstroms bei. Dadurch werden die digitalen Filter deaktiviert und das Signal bleibt in perfekter Zeitfolge erhalten. Das heißt, die Phasenverzerrung und der Jitter bleiben auf einem sehr niedrigen Niveau ohne Artefakte im Ausgangssignal. Die Wiedergabe erhält dadurch den natürlichen, organischen und kohärenten Klangfluß.


Viele USB-Dongle-DACs verlassen sich auf die potentiell sehr klangschädliche Lautstärkeregelung des angeschlossenen Mobiltelefons. Der Cayin RU6 nutzt hingegen eine sogenannte R-2R-Schaltung um einen möglichst hohen eingehenden Bit-Stream Pegel zu erhalten und eine analoge Lautstärkeregelung nach der D/A-Wandlung vorzunehmen. Deshalb empfiehlt Cayin für das Smart-Device eine Musikplayer-App, die Bit Perfect USB unterstützt und damit die Pegelregelung des Quellgeräts umgeht.

Zum Anschluss stehen zwei Kopfhörerausgänge mit 3,5-mm- und 4,4-mm-Klinkenbuchsen (Pentaconn) bereit. Die Ausgangsleistung liegt mit dem 3,5-mm-Anschluss bei 138 mW pro Kanal an 32 Ω bzw. bei 213mW pro Kanal an 32 Ω über den symmetrischen Pentaconn-Anschluss. Der Cayin RU6 ist ab sofort für 329 Euro (UVP) im Fachhandel oder über den Cayin Online-Shop erhältlich.


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REFLECTA MEDIA ABLAGE MBB300 – ABLAGE FÜR TV-ZUBEHÖR
Wohin mit dem Apple TV oder der Fernbedienung? Eine kleine, unauffällige Ablagemöglichkeit in Form eines Kickstand bietet Reflecta mit der Media Ablage MBB300 an. – Ein kleines Bord für Mediaboxen, Receiver, Fernbedienungen oder andere kleine Gegenstände direkt über dem Fernseher.

Zwei Feststellknöpfe halten die Beine in Position, um die Ablage über dem Fernseher zu platzieren. Ein Werkzeug ist nicht erforderlich. Die Ablage ist auch gut für TV Stands geeignet, die über keinerlei Ablagefläche verfügen. Die Konstruktion bietet eine Tragfähigkeit von bis zu 6 kg und 300 mm x 127 mm Ablageplatz für Fernbedienungen etc. oder auch ein Familienfoto. Eine erhöhte Kante verhindert, dass Gegenstände versehentlich herunterfallen.


Die neue Media Ablage MMB300 passt sich nahezu an jeden modernen Flachbildfernseher mit einer Tiefe von mehr als 18 mm an. Allerdings sollte auf einen Wandabstand von mehr als 127 mm geachtet werden.

Die reflecta Media Ablage MMB300 ist ab sofort für 8,90 Euro erhältlich. (Reflecta bei Amazon.)


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OWC MINISTACK STX THUNDERBOLT 4 STORAGE UND HUB FÜR MAC MINI
Mit dem neuen miniStack STX bietet OWC eine interessante Aufrüstmöglichkeit speziell für Mac-mini-User an. Das miniStack STX-Gehäuse passt in der Form genau zu Apples kleinem Mac, ist aber leider nur in Schwarz erhältlich.


Es können mehrere Laufwerkskonfigurationen für das miniStack STX geordert werden. Verwenden Sie das SATA-Laufwerk für Time Machine- oder File History-Backups, während Sie mit dem NVMe-Laufwerk arbeiten. DasOWC miniStack STX eignet sich z. B. für die komprimierte 4K-Videobearbeitung mit mehreren Streams, Fotografie, Audio, virtuelle Maschinen und alltägliche Datenaufgaben.


Der OWC miniStack STX bietet außerdem drei Thunderbolt 4 (USB-C)-Anschlüsse für externe Komponenten. Das ermöglicht drei unabhängige Ketten mit bis zu fünf Thunderbolt-, USB- oder Display-Geräten zu erstellen. Es können auch Geräte aus einer Kette entfernt werden, ohne dass die andere(n) Kette(n) beeinträchtigt werden.

Die Highlights in der Übersicht:
  • Fügen Sie Ihrem Mac mini bis zu 200-fach größeren Datenspeicher hinzu.
  • Mega Thunderbolt: Nutzen Sie mehr Zubehör und Geräte mit drei Thunderbolt 4 (USB-C) Anschlüssen
  • Maximale Kompatibilität: Verwenden Sie mit Thunderbolt oder USB ausgestattete Macs, PCs, iPads, Chromebooks, Android-Tablets – praktisch alles, was externen Speicher unterstützt
  • Fügen Sie bis zu fünf Thunderbolt-Geräte, drei USB-Geräte und zwei Displays hinzu
  • Strom beim Arbeiten: 60 W Ladeleistung für Notebooks über Thunderbolt oder USB-C
  • Speichern/Zugriff/Backup von Daten und Bearbeiten von 4K-Videos mit bis zu 770 MB/s in der Praxis getesteter Leistung
  • Apple Time Machine geeignet
  • Datensicherheit: RAID 1-Unterstützung
  • Plug and Play: Thunderbolt-Kabel im Lieferumfang enthalten
  • Aluminiumgehäuse mit internem Kühlkörper und Lüfter für nahezu geräuschlosen Betrieb


Der OWC miniStack STX ist momentan nur in den USA zum Preis von 299 US-Dollar vorbestellbar.


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ZUBEHÖR-TIPP: BENFEI USB 3.0 AUF SATA ADAPTER
Es gibt zahlreiche Anbieter von USB/SATA-Adaptern zum Anschluss von SATA-Speicherlaufwerken an USB. Lösungen dieser Art kosten nicht viel Geld und sind eine praktische Möglichkeit, das System um externe Bus-Powered HDD oder SSD zu erweitern. Etwa für Time Machine Backups oder zum Anschluss eines Speichermediums an den HiFi-Streamer.

In letzter Zeit – genauer: seit dem Update auf Monterey – hatte ich jedoch mit genau so einem Adapter gewisse Schwierigkeiten. Mitten im Time Machine Backup wurde das Laufwerk plötzlich unerwartet ausgeworfen. Daten gingen dabei zwar nicht verloren, aber das Backup konnte schlicht nicht mehr bis zum Ende ausgeführt werden. Die Art und der Zeitpunkt des Auftretens des Problems ließ den Adapter zunächst nicht in Verdacht kommen. Doch nach Rücksprache mit Sonnett, an deren Thunderbolt-Hub Echo 11 (Amazon) ich das Laufwerk angeschlossen habe (siehe auch ergänzende Artikel unten), war sich der Support ziemlich sicher, dass es doch der besagte Adapter sein müsse. Ich erhielt daraufhin einen ähnlichen Adapter dieser Art von Benfei mit einer etwas kürzeren Anschlussleitung und einem Label "Tested with Sonnett Echo 11 and Samsung 850 Pro". Tatsächlich machte das Backup mit diesem Adapter fortan keine Probleme mehr.


Der BENFEI USB 3.0 zu SSD / 2,5-Zoll-SATA-Festplatten Adapter ist via Amazon für gerade mal 9 Euro erhältlich und funktioniert sicherlich auch mit anderen geeigneten SATA-Drives. Daher eine kleine Empfehlung meinerseits für dieses Produkt.


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NOBLEX FERNGLAS MIT LASER-ENTFERNUNGSMESSUNG
And now for something completely different…
Das iPhone ist dank seiner umfangreichen Sensorik und Optik zu einem echten Tausendsassa geworden. Aber es kann nicht alles. Beispielsweise wäre es hin und wieder praktisch, eine exakte Entfernungsmessung vornehmen zu können. (Die vorhandene Maßband-Funktion ist nur bedingt präzise.) Nicht nur, um beispielsweise Raumgrößen exakt zu ermitteln, sondern auch auf größeren Distanzen in der Natur.

Die auf optische Produkte spezialisierte Firma NOBLEX E-Optics GmbH aus Eisfeld in Thüringen hat ein neues Binokular mit eingebauter Laser-Entfernungsmesser für große Distanzen vorgestellt. Das ist zwar keine Weltneuheit, in dieser Preis/Leistungsklasse aber ein sehr spannendes Fernglas, nicht nur für Naturfreunde/schützer, sondern auch für Profis im Forst- und Jagdwesen, oder für diverse Sportarten wie Segeln.


Das Noblex NR 10x42 R advanced kann mit seinem integrierten Laser Distanzen bis maximal 2.300 Meter messen. – Ein entsprechend kontraststarkes Messziel vorausgesetzt. Außerdem ist es möglich, die Entfernung zum nächstgelegenen Punkt zu ermitteln, bspw. im Fall von gestaffelt entfernten Objekten. Das Messergebnis wird über ein in der Helligkeit einstellbares OLED-Display ins Sichtfeld eingeblendet. Die Messung soll dank verschiedener Messmodi auch unter widrigen Bedingungen wie leichtem Nebel oder sogar Regen möglich sein. Zusätzlich ist eine Winkelmessung möglich. Die Bedienung erfolgt über lediglich zwei Tasten.


Der Hersteller verspricht ein kontrastreiches und scharfes Bild von der Bildmitte bis zum Rand mit höchster Detailöschärfe. Brillenträger werden die herausdrehbaren Augenmuscheln zu schätzen wissen. Das Zubehör umfasst einen breiten Neoprentragriemen und eine Corduratasche. Verfügbar ist das neue NOBLEX NF 10x42 R advanced ab sofort im autorisierten Fachhandel für 1.099 UVP. Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben mag, mit einem Monokular zufrieden ist und Distanzen bis maximal 1.000 Meter messen will, findet im Noblex-Angebot das NR 1000 für 349 Euro.

Kommentare

froyo5211.12.21 08:48
Den Stack von OWC finde ich genial, habe diesen sofort bestellt.
+1
alf_bo11.12.21 09:03
Den fand ich ja schöner, ist aber ausverkauft.
https://satechi.net/products/stand-hub-for-mac-mini-with-ssd-enclosure?variant=39461828657240
+2
pit1958ffm
pit1958ffm11.12.21 09:16
Ich habe den hier:

War aber günstiger, ich meine 75€
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Legoman
Legoman11.12.21 09:16
MTN
Ein kleines Bord für Mediaboxen, Receiver, Fernbedienungen oder andere kleine Gegenstände direkt über dem Fernseher.
Muss daran denken, wie Mario Barth sich darüber aufgeregt hat, dass seine Freundin die Fernbedienung auf den Fernseher gelegt hat.
+1
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex11.12.21 09:27
alf_bo
Den fand ich ja schöner, ist aber ausverkauft.
https://satechi.net/products/stand-hub-for-mac-mini-with-ssd-enclosure?variant=39461828657240

Über den hat man aber viel negatives gelesen. Insgesamt soll die Qualität und Geschwindigkeit der Ports nicht sehr toll sein.
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steve.it11.12.21 11:29
alf_bo
Den fand ich ja schöner, ist aber ausverkauft.
https://satechi.net/products/stand-hub-for-mac-mini-with-ssd-enclosure?variant=39461828657240
Über USB-C hat man unter macOS weder TRIM noch SMART. Zumindest nach meinem letzten Stand.
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steve.it11.12.21 11:55
froyo52
Den Stack von OWC finde ich genial, habe diesen sofort bestellt.
Sieht auf den ersten Blick gut aus. Durch Thunderbolt hat man auch nicht diese USB-Limitierungen, die es offenbar immer noch gibt oder zumindest Probleme bereiten: Stichwort TRIM und SMART.

ABER: "Der OWC miniStack STX ist momentan nur in den USA zum Preis von 299 US-Dollar vorbestellbar."

299$ für ein Gehäuse. Dann hat man noch keinen Speicher.
Man stelle sich vor Apple würde das Mac mini Gehäuse ggf. etwas größer machen und vorsehen, dass der Anwender bei Bedarf eine zusätzliche SSD nachrüsten könnte. Dann würden für viele Interessierte solche teueren und externen Zusatzgeräte/Gehäuse entfallen...

Raid-1: Das ist überspitzt gesagt Technik aus dem letzten Jahrhundert, wenn man sich moderne Konzepte mit z.B. Checksummen wie bei ZFS ansieht. Hier hat meiner Kenntnis nach Apple bei APFS versäumt vergleichbares einzuführen, weswegen man in der Apple Welt noch "supermodernes" RAID hat (oder man nutzt einen externen Server z.B. via TrueNAS).
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marm
marm11.12.21 12:53
steve.it
Raid-1: Das ist überspitzt gesagt Technik aus dem letzten Jahrhundert, wenn man sich moderne Konzepte mit z.B. Checksummen wie bei ZFS ansieht. Hier hat meiner Kenntnis nach Apple bei APFS versäumt vergleichbares einzuführen, weswegen man in der Apple Welt noch "supermodernes" RAID hat (oder man nutzt einen externen Server z.B. via TrueNAS).
Ich könnte mir vorstellen, dass es einen Unterschied macht, ob ein Dateisystem für Rechenzentren ausgelegt ist (ZFS) oder ob es zum größeren Teil auf internen Speichern von iPhone und Apple Watch läuft (APFS).
+1
MacRS11.12.21 13:11
MTN
Aluminiumgehäuse mit internem Kühlkörper und Lüfter für nahezu geräuschlosen Betrieb
Das bin ich von OWC leider anderes gewöhnt in Sachen Lautstärke. Warum macht man nicht Kühlkörper auf die SSD und gut. Warum braucht es da eine aktive Kühlung?
+1
don.redhorse11.12.21 14:45
42$ Versandkosten... also 340$ rd. 300€. Würde mich mal echt interessieren wo das Ding in D. landet (war Alternate nicht OWC Distributor?)

Das Dock scheint aber endlich das zu erfüllen was ich suche, wobei ich immer noch der Meinung bin, dass Apple so nen blöden M2 Slot im Mini hätte verbauen können. Ist echt ne Sache bei der ich nen dicken Hals bekomme und dem Laden am liebsten den Rücken zeigen würde..
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steve.it11.12.21 15:10
marm
steve.it
Raid-1: Das ist überspitzt gesagt Technik aus dem letzten Jahrhundert, wenn man sich moderne Konzepte mit z.B. Checksummen wie bei ZFS ansieht. Hier hat meiner Kenntnis nach Apple bei APFS versäumt vergleichbares einzuführen, weswegen man in der Apple Welt noch "supermodernes" RAID hat (oder man nutzt einen externen Server z.B. via TrueNAS).
Ich könnte mir vorstellen, dass es einen Unterschied macht, ob ein Dateisystem für Rechenzentren ausgelegt ist (ZFS) oder ob es zum größeren Teil auf internen Speichern von iPhone und Apple Watch läuft (APFS).
Nein, macht es nicht. Apple hat solche Features meiner Kenntnis nach einfach nicht (vollwertig) implementiert. Punkt.
ZFS läuft auch sehr gut auf normaler Hardware. Da werden viele Mythen gestreut, die so nicht stimmen (ZFS Deduplication ist z.B. optional). Und andere Dateisysteme wie Btrfs sind ja ebenfalls in dem Punkt weiter als Apple...
+1
marm
marm11.12.21 15:37
steve.it
Nein, macht es nicht. Apple hat solche Features meiner Kenntnis nach einfach nicht (vollwertig) implementiert. Punkt.
ZFS läuft auch sehr gut auf normaler Hardware. Da werden viele Mythen gestreut, die so nicht stimmen (ZFS Deduplication ist z.B. optional). Und andere Dateisysteme wie Btrfs sind ja ebenfalls in dem Punkt weiter als Apple...

Dazu kann ich mir kein Urteil erlauben. Ich kann nur zitieren...
Eclectic Light
APFS does currently perform limited integrity checking on certain of the file system metadata, but that’s as far as it goes. This may seem a major shortcoming in a new file system, but you’ve got to remember that APFS, unlike ZFS, isn’t primarily designed for large server systems, but has to scale down to the Apple Watch and AppleTV: you’d hardly want your Watch to stop telling the time for an hour while it performs a full scrub.
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steve.it11.12.21 15:47
Ich mag falsch liegen aber man muss solche Features ja nicht auf Geräten, auf denen es keinen Sinn macht (wie eine Watch) nutzen. Und wenn eine Watch den Ton angibt und die Baseline für die komplette Mac-Palette festlegt (z.B. für einen MacPro)... naja.... aber so könnten wirklich zu dem Zeitpunkt die Prioritäten bei Apple gelegen haben (auch wenn ich nach wie vor nicht glaube, dass das aus technischer Sicht so sein muss). Btrfs kann Checksummen und läuft auch auf Kleinkram (auch wenn ich noch keine Watch damit gesehen habe).

Ich halte es übrigens auch für ziemlich wahrscheinlich (hoffe ich irre mich), dass zukünftige Mac Pros mit Apple Silicon möglicherweise kein ECC-Ram mehr haben. In dem Fall wird es dann wahrscheinlich auch passende "Begründungen" geben und ECC als unnütz oder so hingestellt werden... damit die Apple-Welt wieder passt.

Und nein: ECC-Ram ist keine Voraussetzung für ZFS, Btrfs, etc. Nur falls damit jemand um die Ecke kommt (gibt dazu sogar einen Artikel von einem ZFS-Entwickler selber, der dieses Mythos aufräumt).
+2
don.redhorse11.12.21 16:11
ECC RAM macht eigentlich immer Sinn. Bei den Mengen an Speicher die man heute nutzt sind Bitflips eher wahrscheinlich als selten. Ist IMHO einer der größten Merkwürdigkeiten das ECC nicht überall verwendet wird. AMD Hardware unterstützt ECC bei so gut wie allen CPUs, aber bei weitem nicht alle Mainboards und bei den wenigstens ist es im BIOS (uEFI) dargestellt. Dazu kommt, die meisten Tools die ECC Unterstützung anzeigen können lesen es aus dem BIOS aus, kann also gut sein das man ein Mobo hat das ECC verträgt, es genutzt wird, man es aber nicht wirklich überprüfen kann. Ist also ein ganz ganz weites Thema. Ebenso wichtig finde ich CoW mit folgender Prüfung, oder eben Checksummen wie ZFS sie hat. Wenn man heute xx TB hin und her kopiert gehen dabei immer Daten drauf. Oder sind Dateien eine Zeit X auf einer Platte gespeichert, steigt mit der Zeit die wahrscheinlich das ein Teil davon kaputt ist. bitrot. Ich habe einige alte JPEGs mit Fehlern, die waren auf einmal kaputt. Deswegen speichere ich jetzt alles auf einen ZFS Eigenbau NAS (OmiOS mit napp-IT). Das rennt gut.
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steve.it11.12.21 16:22
don.redhorse
Deswegen speichere ich jetzt alles auf einen ZFS Eigenbau NAS (OmiOS mit napp-IT). Das rennt gut.
Sicherlich allgemein eine sehr gute Lösung. Allerdings auch als Macuser?

Apple nutzt im SMB-Protokoll ihre eigenen Erweiterungen. In SAMBA baut man diese nach (vfs_fruit *). Solaris hingegen kann bzw. konnte das nicht, weswegen SMB unter Solaris mit Mac schlechter laufen sollte (wobei nicht jeder Linux-Server/NAS aus Mac-Sicht richtig konfiguriert ist... ). Keine Ahnung, wie der aktuelle Stand ist. Ich bilde mir ein, dass ich vor einiger Zeit gelesen habe, dass auch Solaris zwischenzeitlich auch ein paar Besonderheiten unterstützt und so z.B. auch TimeMachine läuft.
Kennst du den aktuellen Stand (Solaris-eigene SMB-Implementierung)? Ist der gleichwertig zu Samba?

Und wie sieht es mit serverseitigem Spotlight aus? Bei Samba geht das prinzipiell, auch wenn es noch nicht in den "Fertig-NAS-Distributionen" OOTB drin ist (aber vermutlich nur eine Frage der Zeit).

Ich glaube beim Thema Stromverbrauch wird die Solaris-Lösung auch nicht so gut abschneiden. Unter Linux kann man mit Powertop noch so richtig nachhelfen...
Und napp-it wird ja meist virtualisiert (hat zwar Vorteile - aber aus Stromverbrauchssicht daheim IMHO eher ein Nachteil).

Aktuell nutze ich TrueNAS Core. Werde früher oder später aber wohl auf TrueNAS Scale wechseln (das dann auf Linux-Basis läuft).

Napp-IT habe ich mir aus den obigen Gründen nicht angesehen, auch wenn das abgesehen von meinen obigen Bedenken sicherlich eine Top-Lösung ist. Kommt natürlich hinzu, dass es wieder ein anderes OS ist (Solaris).



*
"[i]The vfs_fruit module of the IBM Spectrum Scale SMB server provides enhanced compatibility for Apple SMB2 clients by implementing a set of SMB2 protocol extensions added by Apple to their SMB client and server.

These extensions help to increase the browsing speed in the Apple Finder application on network shares by enhancing directory listings and Apple metadata handling. This metadata is Apple specific information on files like coloring for example (in contrast to file system metadata like i-nodes, timestamps, etc. that is not affected). Without these extensions Mac SMB2 clients store their Apple file metadata in accompanying files for each file (resource fork, file names starting with “._”).
[/i]"
https://www.ibm.com/docs/en/spectrum-scale/5.0.5?topic=services-support-vfs-fruit-smb-protocol

vfs_fruit — Enhanced OS X and Netatalk interoperability
https://www.samba.org/samba/docs/current/man-html/vfs_fruit.8.html
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steve.it11.12.21 16:34
Spotlight with Elasticsearch Backend
https://wiki.samba.org/index.php/Spotlight_with_Elasticsearch_Backend

Bei Samba geht das prinzipiell, auch wenn es noch nicht in den "Fertig-NAS-Distributionen" OOTB drin ist (aber vermutlich nur eine Frage der Zeit).
"It was decided to not make such a change in our 12-stable branch at that time. We try to be pretty conservative there with changes to core services.
I can see about it in 13-stable. Spotlight support is already compiled into SCALE."
https://www.truenas.com/community/threads/spotlight-search-over-smb.96477/
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don.redhorse11.12.21 17:04
die SMB Lösung via Solaris ist eigentlich die performanteste überhaupt, schon weil alles im Kernel sitzt. OmniOS selbst ist ja nochmal genau für diesen Zweck angepasst, sprich es ist soviel Solaris wie als Fileserver benötigt wird (just the features you need).
Time Machine läuft mit OmniOS, habe eigentlich keinen Unterschied zur Nutzung einer TC gesehen. Wird unter TimeMachine angezeigt, man wählt das Laufwerk aus und los geht es.
Es ist halt nichts für Leute die nicht auch Hand anlegen wollen, da OmniOS sich nicht so ohne weiteres per klick und wisch bedienen lässt. Ätzend finde ich diese ACL Geschichte, unter Napp-IT leider nur in der kauf Version eingebunden. Man kann es zwar von "Hand" übers CLI machen, ist aber schon echt ne Arbeit.
Mein "Server" ist eine ESXi Kiste, darauf läuft eben die VM von OmniOS und noch eine VM mit Linux fürs SmartHome. Zwischendurch setze ich immer mal ne neue VM auf um etwas auszuprobieren und zu testen. Die VMs liegen auf ner SSD, der ESXi wird von einer internen SD-Card gebootet und 5 6 TB Platten an einem SAS Controller stellen mein NAS. Stromsparend ist das alles nicht. Weil es nicht die aktuellste Hardware ist könnte man das sicherlich noch sparsamer hinbekommen, aber die kostet auch. Stellt man sich ein OOB NAS in die Bude, dazu 10 Gateways für die ganzen SmartHome Geschichten, kommt man sicherlich auf ähnliche Verbräuche und beim Eigenbau kann man es in die Richtung bauen in der man es auch haben möchte. Muss man aber auch definitiv als Hobby ansehen, also wer da keinen Spaß dran hat sollte es erst gar nicht in Erwägung ziehen, dann tut es auch ein QNAP oder eben eine Synology.
Ich wollte aber eben ZFS haben, da ZFS einfach nur GEIL ist. Es ist, mal wieder, eine Technologie die Sun auf die Welt losgelassen hat, lange, lange, lange bevor andere über so etwas nachgedacht haben. Ebenso, Docker heute in aller Munde, aber bei Sun im Solaris schon seit 2005. Wenn man sich dann noch NFS vs. SMB anguckt... Hätte Apple damals nur Sun gekauft und nicht dieser Technologie Vernichter und OSS Hasser Oracle.
Neben DEC und Digital Research zähle ich Sun als die größten Verluste an IT KnowHow die wir in den letzten 30 Jahren verloren haben. Statt dessen haben wir M$, Meta und Oracle, Seuchen und Kraken sind es...
+2
steve.it11.12.21 17:38
Ich habe auch meinen Selbstbau.

"die SMB Lösung via Solaris ist eigentlich die performanteste überhaupt, schon weil alles im Kernel sitzt. "
Ob das auch für macOS gilt?
Ich mag falsch liegen aber genau diese Solaris-eigene-SMB-Lösung im Kernel habe ich bisher als Nachteil gesehen, weil zumindest früher (aktueller Stand kenne ich nicht) eben die macOS-Eigenheiten meiner Kenntnis nach gefehlt haben. Kann sein, dass dies mittlerweile anders ist. Mir ist der aktuelle Stand immer noch nicht klar - würde mich interessieren. Für Windows mag das anders aussehen (und man da einiges Vorteile hat z.B. bei den Rechten). Aber was interessiert mich Windows als macOS (und Linux)-Nutzer?

Und wenn serverseitig indiziert wird und man ganz normal per Spotlight suchen kann, dann finde ich das super cool. Bei SAMBA prinzipiell schon heute bzw. seit gestern möglich, nur eben nicht in den Fertig-Lösungen bisher OOTB drin. Da bin ich aber recht guter Dinge, dass das nur eine Frage der Zeit ist und das dann per Mausklick geht. Ob man da bei Solaris zeitnah nachzieht?

ESXi ist sicherlich geil, wenn man es braucht und wirklich nutzt.

Aber mir ist es eben wichtig, dass die Kiste möglichst stromsparend läuft. Und durch den Einsatz von ESXi hat man AFAIK automatisch schonmal direkt einen höheren Stromverbrauch. Ich vermute, dass Solaris hinsichtlich stromsparen auch eher schlecht ist und man tiefe c-states eher nicht erreicht. Ich mag falsch liegen. Nur ist doch Solaris vermutlich rein auf Enterprise ausgerichtet und da hat man dann das nicht so sehr im Blick.

Und ich vermute, dass die Kombi (ESXi + Solaris) dann im Stromverbrauch doch einiges mehr verbraucht, als z.B. ein Linux, bei dem man noch mit Powertop nachgeholfen hat bzw. nachhelfen kann.

Ich kenne von früher viele Posting von dem napp-it Entwickler (gea). Der ist natürlich super Kompetent und der Ansatz mit ESXi und die SMB-Kernelargumentation mag auch ichtig sein (bzw. ist in entsprechenden Szenarien vermutlich auch besser). Im Kontext von macOS und der Nutzung zudem daheim als privater Nutzer (Stromverbrauch), bin und war ich davon nicht so überzeugt (auch wenn es wohl mittlerweile besser als früher ist, siehe TimeMachine). Selber genutzt habe ich diese Lösung allerdings noch nicht.
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steve.it11.12.21 17:53
@don.redhorse: Wenn du nähere Infos hast, gerne posten. Prinzipiell bin ich für andere Lösungen wie napp-it offen, wenn die zu meinem Nutzungsszenario passen.
Edit:
Habe mal Quergelesen: Aus ein paar Postings in diversen Foren könnte man zumindest deuten, dass Omnios mit den Apple "Eigenheiten" zwischenzeitlich nachgezogen hat ("Apple extensions").
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don.redhorse11.12.21 18:17
Also der Stromverbrauch ist definitiv ein totales Nogo für reinen privaten Nutzen, es sei denn, man ist ein Spielkind. Die Kiste zieht immer den Idle Verbrauch, so richtig tief weg packt er sich nicht. Liegt aber auch an der Hardware, IvyBridge aka Xeon E3 1220v2 ist ne kleine Saufziege. Um Spotlight habe ich mich in diesem Kontext noch gar nicht gekümmert, da es bisher eigentlich noch nie vernünftig via Netzwerk funktioniert hat, also nie so das es nicht eben doch rumgezickt hat. Aber wenn die Linux Gemeine dran ist, dann kommt das auch noch ins OmniOS, die sind da eigentlich recht fix bei.
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steve.it11.12.21 23:02
Ich habe zwei 12 TB Enterprise-HDDs, die mit Helium gefüllt sind. Im Idle verbrauchen die jeweils um die 5 Watt (ich glaube irgendetwas zwischen 4 und 5 Watt). Das restliche System sollte dann um die 10 Watt verbrauche. Dann hätte man 20 Wat IDLE für 12 TB im Mirror mit ZFS bei 24/7 und durchlaufen Platten.
Unter Linux sollte das mit einem stromsparenden System bzw. Board machbar sein. So war meine Rechnung. Mit TrueNAS, das auf FreeBSD setzt, hat man auch einen etwas höheren Stromverbrauch. Mit meinem System lande ich da glaube ich knapp unter 25 Watt. Habe aber mich noch nicht mit den Details beschäftigt, ob ich da noch etwas rausholen könnte. Aber nach allem was ich weiß, kann man da nicht so tief runter kommen.
Wenn ich auf Linux gehe bzw. TrueNAS Scale, werde ich vermutlich schaffen bei 20 Watt (ggf. auch drunter) im IDLE bei durchlaufenden HDDs zu landen (Powertop).

Wenn ich das System auf ein ESXi packe, dann steigt der Stromverbrauch bestimmt um mindestens 5 Watt (würde ich schätzen).

Ohne es wirklich zu wissen, denke ich wird Solaris beim Stromverbrauch eher mit BSD vergleichbar sein (oder ggf. sogar noch schlechter sein?). Solche Geschichten würden mich echt mal interessieren. Auf einmal gäbe es wider erwarten doch eine positive Überraschung. Glaube aber eher nicht, da ich vermute, dass man Solaris nicht darauf optimiert. Im Rechenzentrum ist es wohl egal, ob ein besonders tiefer c-state erreicht wird und das System dann im IDLE 5 oder 10 Wallt mehr verbraucht bzw. so richtig zum IDLEN kommt es da vermutlich eh eher selten.

Wenn man kein ZFS braucht und man Platten auch anhalten möchte, ist Unraid ein interessantes System für daheim.


Spotlight: Da waren Synology die ersten. Das ist so ziemlich das einzige, was ich an einem Synology NAS beneide.
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don.redhorse12.12.21 00:00
mit ESXi bist du da weit drüber, der Ansatz ist ja ein ganz anderer als etwas bare metal aufzusetzen. Vorteile hat man halt dadurch das man schnell mal was ausprobieren kann und PCIe passthrough läuft da ganz easy. Sobald man virtualisiert geht der Idle Verbrauch hoch. Alleine die 5 Platten ziehen bestimmt schon 20-25 Watt.
Die C-States werden aber schon recht gut erreicht, also die CPU taktet schon recht weit runter. Nur soll sie ja auch noch reagieren und wenn in einer VM eine Watchdog läuft war es das mit dem schlafen.

Platten parken ist das Ende einer jeden Platte, es sei denn die wird nicht viel benutzt. Aber 24/7 Systeme sollte man nicht andauernd schlafen legen. Diese ewige rauf und runter von den Rampen macht die Platten kaputt.
Bisher hatte ich NAS4Free laufen, auf zwei Systemen und jetzt eben Napp-IT (OmniOS). Runder ist definitiv die letztere Lösung, weil es halt echtes ZFS ist, die BSD Variante war ja nie ganz so sauber wie die Solaris Version. Aber da Oracle ja alles eingestellt hat ist das jetzige ZFS in freier Wildbahn ja ebenfalls "nur" ein Fork und derer gab es drei, ZoL, BSD ZFS und eben OpenSolaris/ OpenIndiana/ OmniOS ZFS. aber es wird jetzt ja alles wieder auf eine Codebasis gestellt und was Oracle macht interessiert niemanden mehr.
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steve.it12.12.21 00:16
don.redhorse
Alleine die 5 Platten ziehen bestimmt schon 20-25 Watt.
Bin von meinem System ausgegangen. Ich wollte ganz bewusst kein System mit vielen Platten. Die 5 Watt waren positiv geschätzt. Weiss nicht, wo ich da wirklich landen würde.
Ja, ich will die Vorteile von ESXi garnicht wegdiskutieren. Und das im Zusammenspiel mit Napp-IT hat schon seine Vorteile. Keine Frage. Aber dafür halt mehr Stromverbrauch (wie viel ist unklar). Und das summiert sich... deswegen habe ich bisher weder ein ESXi noch ein Proxmox genutzt.

Zu dem Platten anhalten: Die Meinungen gehen da auseinander. Ich lasse die auch durchlaufen und hatte mir damals extra möglichst stromsparende deswegen rausgesucht. Bei Enterprise-HDDs könnte das wirklich nicht so gut sein, weil die ja für RZ ausgelegt sind (ich glaube der Unterschied ist die Firmware gegenüber den NAS-Varianten, bin mir aber nicht sicher).

Bei Unraid ist es allerdings offenbar so, dass man da so eine Art Cache aus SSD hat und da die ganzen Daten, auf die man ständig zugreift, liegen. So sollen da die Platten nicht permanent hochdrehen. Das soll schon ziemlich gut gemacht sein. Habe mich aber weder im Detail damit beschäftigt noch es selber ausprobiert. Ich wollte halt ZFS wegen der Datenintegrität. Bin von OMV via Proxmox-Kernel und ZFS zu TrueNAS gegangen. Dank OpenZFS kein Problem.

In OpenZFS 3.0 kommt glaube ich nativer macOS-Support rein.
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don.redhorse12.12.21 01:03
OpenZFS wird richtig gut.
Also einen ESXi setzt man privat nur zum spielen ein und spielen kostet Geld. Wenn man ein NAS haben will das mit Energie umgehen kann, muss man bare metal gehen und ganz genau auf die Komponenten achten. Die Helium Enterprise Platten sind eigentlich alle super, nur das rumgeparke mögen die nicht. Wenn du deinem NAS eine SSD, oder besser Intels Optane gibst kannst du auch die Platten parken. Kostet aber auch gut Geld das Zeug und ob es für privat Sinn macht, weiss nicht. ESXi ist einfach dann gut wenn man schnell die Hardware etc. wechseln will. Umstecken das Zeug und wieder geht der wilde Ritt. Baremetal bist da ja erstmal wieder bei. Aber lösbar ist das alles und ZFS Platten baut man ja einfach ein startet irgendwas und bindet die wieder ein. Ist ja alles kein Hexenwerk und funktioniert echt gut.
Habe zum Test (mit alten 2 TB Platten) allen möglichen Kram ausprobiert um das ganze aus der Ruhe zu bringen. Mitten beim schreiben zwei Platten einfach rausgezogen, oder das Ding im vollen lauf vom Netz getrennt, oder Strom abgeschaltet oder ne Platte raus, ne andere rein, eine gelöscht und dann halt ersetzt etc. Da ist nie was böses passiert. Auch die Platten in einem System, eingerichtet, im Betrieb rausgenommen und in einem anderen System wieder eingebunden. Alles ohne Probs. ZFS ist so was von zäh. Also wegen ner kaputten Platte muss man sich echt keine Sorgen machen. Nen Scrub per Cron und alles ist gut. Kein Bitrot mehr keine Datenverluste. Habe noch nie eine defekte Datei von einem ZFS gehabt, aber schon diverses Zeug das von ner Backup Platte nicht mehr lesbar bar.
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steve.it12.12.21 01:36
Wenn du deinem NAS eine SSD, oder besser Intels Optane gibst kannst du auch die Platten parken.

Wie meinst du das?
ESXi ist einfach dann gut wenn man schnell die Hardware etc. wechseln will. Umstecken das Zeug und wieder geht der wilde Ritt. Baremetal bist da ja erstmal wieder bei.

Bei mir liegt das OS selber (TrueNAS Core) auf einer NVMe-SSD. Und die Config + Encryption-Key habe ich gesichert. So ein TrueNAS ist ja ruckzuck aufgesetzt, so dass ich hier für ESXi maximal einen kleinen Vorteil sehe. ESXi ist halt interessant, wenn man bewusst einiges trennen möchte oder halt spielen und ausprobieren. Wobei letzteres bei TrueNAS auch geht (Virtualisierungslösung ist aber wohl eher so OK) und bei TrueNAS Scale AFAIK auf KVM-Basis (+ natives Docker etc.).

Klingt gut dein Hardcore-Test für ZFS:

Ich will mir eigentlich früher oder später noch ein zweites System zusammen stellen für Backups => Snapshots per ZfsSend (bzw. dann würde das jetzige System das Backup-System werden).
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Tom Macintosh12.12.21 13:15
Hallo Steve.it,

danke das du mir den Sonntag jetzt versaut hast

Ich habe hier noch einen Testrechner - HP I5 rumzustehen. Da mein QNAP 453+ schon in die Jahre gekommen ist und mein Windows da drauf (für die Wärmepumpe) gefühlt immer langsamer wird (trotz ssd) +. TrueNAS gezogen und nun gehts los... Scheint etwas tricky zu sein mit der Installation... Wir probieren gerade den 3. ten USB Stick...
Irgendwie scheint TrueNAS nicht alle USB Sticks für die Installation zu nehmen.

Ich bin gespannt. Danke für deinen Tipp mit TrueNAS. Die Beschreibung sieht jedenfalls gut aus. Vielleicht schmeisse ich das NAS raus und hänge mir lieber einen kleinen 19" Server ins Rack. Sieht besser aus und macht eigentlich auch mehr Sinn.
Die schnellen QNAPs sind mir einfach zu teuer.
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steve.it12.12.21 13:58
@Tom Macintosh:
Deine Installationsprobleme wundern mich. Ist bei mir mittlerweile etwas her aber das lief problemlos und war schnell eingerichtet.
Nutzt du TrueNAS Core (FreeBSD und stable) oder TrueNAS Scale (Linux/Debian und noch nicht stable)? Ich habe TrueNAS Core (12.0-U7) am laufen. Mittelfristig werde ich wahrscheinlich auf Scale wechseln.

Ich hatte eher "Probleme" da ich ein Netzwerkchip im System habe, der damals von TrueNAS OOTB nicht unterstützt wurde. Da musste ich in der Shell nachhelfen und den Treiber manuell einbinden. Mittlerweile ist der aber in TrueNAS drin bzw. lässt sich per Tunables aktivieren.
Vielleicht schmeisse ich das NAS raus und hänge mir lieber einen kleinen 19" Server ins Rack. Sieht besser aus und macht eigentlich auch mehr Sinn.
Die schnellen QNAPs sind mir einfach zu teuer.
So etwas finde ich i.d.R. deutlich besser als diese Fertig-NAS.
Dann würde ich aber ein System mit ECC-Ram aufbauen und auch auf den Stromverbrauch achten.
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Tom Macintosh12.12.21 14:02
Hi Steve.IT

wir haben nun 5 USB-Sticks und 1 Festplatte und 1 SSD probiert. Zur Zeit steckt die SSD 1TB sogar im Rechner direkt. Wir bei einigen Reboots schon mal eine andere Meldung erhalten, die aber auch ein Fehler war.
Hier, so sieht das bei uns aus. Verstehe ich ja nun gar nicht. Wir haben im Bios vom dem HP Secure Boot und alles andere ausgeschaltet.

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Tom Macintosh12.12.21 14:04
Ja, ECC ist wichtig. Hatte mal eine grosse Owncloud Installation. Die hatte immer mal wieder Datenbankfehler... nach wechsel auf ECC war damit ruhe.
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steve.it12.12.21 14:04
Seltsam. Image auf dem USB-Stick in Ordnung? Lass das vielleicht mal nach dem Schreiben verifizieren, falls du es nicht gemacht haben solltest (geht mit den üblichen Tools wie balenaetcher normalerweise).
Solche Probleme mit USB-Stick kenne ich nicht. Vielleicht mal dein Problem im Forum posten?

Oder probiere mal ein anderes System aus vom USB-Stick zu installieren. Vielleicht liegt das Problem wo ganz anders?

z.B. OMV: https://www.openmediavault.org (von OMV 6 gibt es einen RC; stable ist OMV 5)

TueNAS Core:
TueNAS Scale:
TrueNAS Forum:
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