Mac vs. PC und iPhone vs. Android: Wenn Mitarbeiter wählen dürfen

Viele Unternehmen erlauben es inzwischen, dass Mitarbeiter sich das Betriebssystem bzw. die Hardware selber auswählen können. Auch bei IBM, einst Inbegriff des Nicht-Apple-Computers, geht der Trend sehr stark hin zu Macs und iPhones. Eine neue Studie wollte in Erfahrung bringen, welche Plattformen die Mitarbeiter bevorzugen. Von den untersuchten Unternehmen erlaubten 52 Prozent freie Computer-Wahl, 49 Prozent schrieben keine Smartphone-Plattform vor.


Die Ergebnisse sind ziemlich eindeutig. Wenn zwischen Mac und PC ausgewählt werden konnte, so fiel in 72 Prozent der Fälle die Entscheidung zugunsten des Macs aus. Noch eindeutiger ist die Präferenz bei Smartphones geartet. 75 Prozent optierten für ein iPhone, nur 25 Prozent für ein Android-Gerät. 68 Prozent der Teilnehmer gaben an, mit der Wunsch-Plattform produktiver arbeiten zu können. Für 77 Prozent stellte derlei Freiheit sogar einen wesentlichen Wohlfühlaspekt dar, der für das Unternehme spreche.


Die Zahlen decken sich auch mit einer weiteren Beobachtung. Dominierten einst graue Windows-PC die Büro-Welt, so ist Apple in immer attraktiverer Partner für Unternehmen geworden. Dafür sorgte allerdings nicht der Mac an sich, sondern die enorm erfolgreiche iPhone-Plattform. Im vergangenen Jahr besagte eine Studie, dass sogar 82 Prozent aller Mobil-Aktivitäten in Unternehmen von iOS-Geräten aus erfolgen. Der Mac-Markanteil liegt zwar "nur" bei 25 Prozent, damit allerdings wesentlich höher als auf dem Gesamtmarkt.

IBM und Apple hatten vor ziemlich genau drei Jahren eine enge Kooperation verkündet, woraufhin IBM auch erstmals im großen Stile Macs anschaffte. Die Mehrzahl der Mitarbeiter bevorzugt seitdem Macs, nach eineinhalb Jahren hatte IBM schon mehr als 100.000 Computer von Apple erworben. Die Entscheidung für Macs war laut IBM sehr pragmatisch: Auf eine vierjährige Nutzungszeit gerechnet sei der Mac trotz höherer Anschaffungskosten zwischen 260 und 535 Dollar günstiger als ein PC. Nur 3,5 Prozent der Mac-Nutzer im Unternehmen benötigen Unterstützung durch die Technik-Abteilung, wohingegen sich 25 Prozent der PC-Nutzer an den Helpdesk wenden

Kommentare

jeti
jeti26.04.18 17:30
Die Entscheidung für Macs war laut IBM sehr pragmatisch: Auf eine vierjährige Nutzungszeit gerechnet sei der Mac trotz höherer Anschaffungskosten zwischen 260 und 535 Dollar günstiger als ein PC. Nur 3,5 Prozent der Mac-Nutzer im Unternehmen benötigen Unterstützung durch die Technik-Abteilung, wohingegen sich 25 Prozent der PC-Nutzer an den Helpdesk wenden

Mein Reden seit drei Jahrzehnten!

Aber mittlerweile habe ich meine "heilige Mission" aufgegeben,
werde ich gefragt teile ich natürlich gerne meine Ansichten und Erfahrungen mit.
Aber wissen muß es jeder selbst => im Zweifelsfall "lernen durch Schmerz"
+18
Mecki
Mecki26.04.18 17:40
Deckt sich mit meinen Erfahrungen. Als der "Nerd der Familie" kommen immer alle zu mir, egal ob ein Problem mit dem SmartPhone, den Tablet oder eben dem Computer ist. Wann immer was nicht mehr funktioniert, ich soll's richten, wann immer man nicht weiß wie was geht, ich soll's zeigen, usw. Diejenigen, die Windows PCs und Android Geräte einsetzen, die kommen ständig an und brauchen irgendwas, diejenigen, die Macs und iOS Geräte benutzten so gut wie nie.

Jetzt kann man natürlich argumentieren "Es gibt halt Leute, die technisch fit sind und sich auskennen und die, die es nichts sind, das liegt also eher an an den Leuten als an den Systemen." Ja, da ist sicherlich was dran. Es gibt da nur ein Problem: Die Leute, die ich als totale DAUs bezeichnen würde, die gehören alle der Mac/iOS Fraktion an, die Leute der Windows PC/Android Fraktion sind alles solche, denen ich zumindest ein gewisses technisches Grundverständnis bescheinigen kann
+10
someone26.04.18 17:43
Mecki
Jetzt kann man natürlich argumentieren "Es gibt halt Leute, die technisch fit sind und sich auskennen und die, die es nichts sind, das liegt also eher an an den Leuten als an den Systemen." Ja, da ist sicherlich was dran. Es gibt da nur ein Problem: Die Leute, die ich als totale DAUs bezeichnen würde, die gehören alle der Mac/iOS Fraktion an, die Leute der Windows PC/Android Fraktion sind alles solche, denen ich zumindest ein gewisses technisches Grundverständnis bescheinigen kann
Womit du im Prinzip beweist dass Leute mit technischem Verstaendnis einen PC/Android waehlen, autsch
0
rene204
rene20426.04.18 17:46
someone
Womit du im Prinzip beweist dass Leute mit technischem Verstaendnis einen PC/Android waehlen, autsch
Ich geb es an Dich zurück....
"Und trotz des technischen Verständnisses mit dem PC/Android nicht zurechtkommen...."
autsch zurück....
Gelassenheit und Gesundheit.. ist das wichtigste...
+14
someone26.04.18 17:50
rene204
someone
Womit du im Prinzip beweist dass Leute mit technischem Verstaendnis einen PC/Android waehlen, autsch
Ich geb es an Dich zurück....
"Und trotz des technischen Verständnisses mit dem PC/Android nicht zurechtkommen...."
autsch zurück....
Moeglicherweise machen sie eben auch kompliziertere Dinge und nicht bloss Email und Webbrowser...
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andreas6326.04.18 18:04
Also die "Wahl" hängt doch auch ganz klar von den Anwendungen ab die auf dem System bei der Arbeit laufen!! Viele Anwendungen gibts schlicht nicht für Mac, spezielle Branchenanwendungen jenseits von Branchen aus Druck, Design, Video meist gar nicht. Finanzämter oder Behörden (Arbeistamt etc) die Macs einsetzen könnten? Eher gegen null. Insofern finde ich so Umfragen für den beruflichen Bereich eher seltsam.
Da gibts oft gar keine Wahl... was weniger am Mac (HW) selbst sondern an OS X liegt.
+6
George5526.04.18 18:08
Ich habe vor ca. vier Jahren meine Familie, Schwestern und Anverwandte auf MacOS / IOS umgestellt. Seitdem habe ich an der IT-Front Ruhe. Dass die HW-Plattform teuer war, hat eigentlich so richtig keinen gestört.
+7
ratti
ratti26.04.18 18:35
jeti
Die Entscheidung für Macs war laut IBM sehr pragmatisch: Auf eine vierjährige Nutzungszeit gerechnet sei der Mac trotz höherer Anschaffungskosten zwischen 260 und 535 Dollar günstiger als ein PC.

Mein Reden seit drei Jahrzehnten!
Naja, weil das halt nur für Unternehmen gilt, die Geräte abschreiben können und müssen.

Aus „privater“ Sicht sieht das halt anders aus. Ich muss meine Geräte komplett selbst bezahlen, und da sind zum Beispiel 4 Handys a 2 Jahre a 200 Euro billiger als ein 1200-Euro-Handy für 6 Jahre.

Das Unternehmen wird das teure Gerät nach 2-3 Jahren ausmisten, weil abgeschrieben. Ich kann das nicht, ich zahle auf die eine Art 800 Euro, auf die andere 1200 Euro UND habe dann ein Gerät, welches von Bluetooth über WLAN und externen Sensoren (NFC, Fingerprint,…) veraltet ist.
-2
Mecki
Mecki26.04.18 18:37
someone
Womit du im Prinzip beweist dass Leute mit technischem Verstaendnis einen PC/Android waehlen, autsch
Aber das ist doch auch oft so in der Praxis. Diese Leute haben Angst, Apple könnte sie in ihrer... nennen wir es mal "freien technischen Entfaltung" beschränken. Da kommen dann so Argumente wie "Wie jetzt? Ich kann nur Apps aus dem Store installieren und nicht von wo auch immer ich will? Und was für Apps in den Store kommen, das entscheidet ja ausschließlich Apple, oder? Mit anderen Worten, damit entscheidet Apple, was ich überhaupt für Sotware auf dem Gerät laufen lassen kann? No way! Das will ich schön selber bestimmen.". Haben sie natürlich nicht ganz unrecht.

Aber wie schon Spiderman so schön sagte "Aus großer Macht folgt große Verantwortung." Ja, man kann es so sehen das Android einem "die Freiheit gibt, selber zu bestimmen woher man Apps installieren möchte", kann man machen, aber man kann es auch als "unter Android muss ich tierisch aufpassen aus welchen Quellen ich Apps installiere und ob die auch wirklich vertrauenswürdig sind." sehen. Für den einen ist das eine Freiheit, die sie sich wünschen, für den anderen ist es hingegen nur eine nervige Last! Manche sehen das als Bevormundung durch Apple, andere empfinden eher, dass Apple ihnen hier eine unliebsame Arbeit abgenommen hat. Will ich mich selber um die Sicherheit meiner Geräte kümmern oder bin ich froh, wenn mir jemand anderes die lästige Aufgabe abnimmt? Das sind zwei Seiten der selben Medaille.

Und seien wir mal ehrlich: Menschen neigen grundsätzlich immer dazu, ihre eigene Kompetenz zu überschätzen Sie glauben häufig sich deutlich besser mit einer Sache auszukennen und deutlich mehr Fertigkeiten auf einem Gebiet zu haben, als das in Wahrheit der Fall ist. Die meistens DAUs wissen, dass sie DAUs sind, weil sie wissen, dass sie sich kaum auskennen mit diesen ganzen Zeugs, gefährlich sind immer die Leute mit ein bisschen Wissen, weil die bilden sich dann immer ein, sie sind ja die Super-Checker, die alles wissen und können und brauchen sich von niemanden was sagen zu lassen, solange bis ihnen das Gerät dann schnell die Grenzen ihres Fachwissens aufzeigt Und dann will natürlich keiner zugeben, dass er mit dem Gerät überfordert ist und eigentlich vielleicht doch lieber die andere Wahl hätte treffen sollen. Niemand gesteht sich selber gerne das eigene Scheitern ein.
+10
ratti
ratti26.04.18 18:39
rene204
Ich geb es an Dich zurück....
"Und trotz des technischen Verständnisses mit dem PC/Android nicht zurechtkommen...."
autsch zurück....
Naja, an einem Auto, bei dem der Hersteller Lenkrad, Gangschaltung und Radio alternativlos unter seiner eigenen Kontrolle hat, kann halt nicht mehr viel schiefgehen — man kann aber auch vieles nicht damit machen.

Ich sag' das immer so schön über Content-Management-Systeme, die ich meinen Kunden verkaufe:

Der Vorteil ist, dass man alles selbst machen kann.
Der Nachteil ist, dass man alles selbst machen kann.
+5
An_Dy26.04.18 19:40
Eigentlich eine brauchbare Aussage, aber was macht Apple um attraktiv für die Unternehmen zu werden? Die Anschaffungskosten eines Mac's sind gar nicht so ohne, hinzu kommt der absolut beschränkter Service, der eigentlich diesen Namen gar nicht verdient, zumindest wenn man z.B. einen MBP im Unternehmen einsetzen möchte (kein VOS, RAM verlötet und die SSD hat einen völlig unbrauchbaren Anschluss und beim Defekt von dem Gerät muss man quasi seine eigene Daten in komplett fremde Hände geben, ein Ausbau vom internen IT-Service um die Daten zu schützen ist noch nicht einmal vorgesehen). Zum allen übel kommt dann natürlich die völlig bekloppte Aufpreispolitik und die Beschränkung bei den Anschlüssen.

Wenn Apple wirklich in Unternehmen möchten, dann müssen sie so einiges ändern, ansonsten braucht man über den Einsatz im Unternehmen gar nicht zu reden.

BTW wie man ins Unternehmen, FLÄCHENDECKEND, kommt kann sich Apple gerne mal die Konkurrenz (HP, DELL, Lenovo) anschauen. Dort gibt es selbst für kleine Betriebe eine passende Serie, die sich nach Bedarf auch aufrüsten lässt.

Mit friss oder stirb wird Apple niemals auf die Erfolge der Konkurrenten kommen, selbst in diversen Grafik-Buden steigen die Leute langsam auf andere Geräte um, weil sie einfach keine Leistung zu einem vernünftigen Preis bekommen (Mac Pro?)
+1
GoneFishing26.04.18 19:54
George55
Ich habe vor ca. vier Jahren meine Familie, Schwestern und Anverwandte auf MacOS / IOS umgestellt. Seitdem habe ich an der IT-Front Ruhe. Dass die HW-Plattform teuer war, hat eigentlich so richtig keinen gestört.

Genauso hab ich es auch gemacht.
Bei uns ist das allerdings jetzt schon fast 10 Jahre her 😀 und das MacBook von meinem Dad läuft immer noch lediglich ne SSD und mehr RAM reingepackt. Mittlerweile haben alle Macs, iPhones und iPads und wollen nichts anderes mehr und da macht helfen Spaß.
+3
someone26.04.18 20:10
GoneFishing
Genauso hab ich es auch gemacht.
Bei uns ist das allerdings jetzt schon fast 10 Jahre her 😀 und das MacBook von meinem Dad läuft immer noch lediglich ne SSD und mehr RAM reingepackt. Mittlerweile haben alle Macs, iPhones und iPads und wollen nichts anderes mehr und da macht helfen Spaß.
Gibts denn da noch OS Updates bzw. Security Fixes fuer so alte Hardware?
-3
Dante Anita26.04.18 20:28
Die Hardware ist das eine, aber haben die auch gefragt, welches Betriebssystem auf den Rechnern dann läuft? Ich kann mir schwer vorstellen, dass IBM jegliche Software für Windows UND Mac OS X laufen hat. Was bei Individualsoftware bzw. angepasster Software ja oft gar nicht geht.

Wenn also die Mac-User am Ende erst wieder via Citrix/VMware auf Windows arbeiten, relativiert sich meine Meinung nach der Vorteil. Nicht dass ich gegen den Mac wäre, aber wie gesagt: Wie läufts dann in der Praxis?
+2
nacho
nacho26.04.18 20:50
Im privaten Bereich würden sich auch mehr für einen Mac entscheiden, aber Preis ändern dann viele wieder die Meinung.
+3
HomePod
HomePod26.04.18 20:55
ratti
Aus „privater“ Sicht sieht das halt anders aus. Ich muss meine Geräte komplett selbst bezahlen, und da sind zum Beispiel 4 Handys a 2 Jahre a 200 Euro billiger als ein 1200-Euro-Handy für 6 Jahre.

Umwelt und Nachhaltigkeit sind ja auch nur Buzzwords
+4
uni.solo26.04.18 21:11
ratti

Aus „privater“ Sicht sieht das halt anders aus. Ich muss meine Geräte komplett selbst bezahlen, und da sind zum Beispiel 4 Handys a 2 Jahre a 200 Euro billiger als ein 1200-Euro-Handy für 6 Jahre.

Diese Art Vergleiche. .. einerseits scheint Dir ein Androide für 200€ ausreichend für Deine Bedürfnisse, vergleichst diese Anschaffung aber mit einem iPhoneX in Maximalausstattung .

Du findest, vermutlich ohne große Abstriche an Deinen Bedürfnissen zu machen, gute Angebote mit iPhones die 2-3 Jahre alt sind und bist ab 300€ dabei. Wenn Du 2-3 Jahre "hinterherhinkst" und kaufst was Du wirklich brauchst, zahlst Du auch keine Apothekerpreise.

Meine Frau z.B. brauchte vor zwei Jahren ein "Smartphone mit Whatsapp". Es wurde ein iPhone6 16GB, das SE war ihr zu klein. iPhone weil es ins Ökosystem passt (7 Jahre altes MB Pro, iPad4) Aufgrund der Langlebigkeit der Produkte und bei guter Pflege und sachgemäßen Umgang ist das alles auch für das kleinere Budget gut zu stemmen. Man kommt sicher nicht billiger, aber den reibungslosen Betrieb mit eingerechnet, ist es gut angelegtes Geld.

Wenn Deine Welt ohnehin Android ist, ist das natürlich was ganz anderes, aber dann hinkt Dein Vergleich umso mehr...
+3
rene204
rene20426.04.18 21:21
@uni.solo.... stimmt genau !
Gelassenheit und Gesundheit.. ist das wichtigste...
+1
ratti
ratti26.04.18 22:07
HomePod
ratti
Aus „privater“ Sicht sieht das halt anders aus. Ich muss meine Geräte komplett selbst bezahlen, und da sind zum Beispiel 4 Handys a 2 Jahre a 200 Euro billiger als ein 1200-Euro-Handy für 6 Jahre.

Umwelt und Nachhaltigkeit sind ja auch nur Buzzwords
Nachhaltigkeit und Umwelt sind für mich durchaus ein Kriterium — wo das preislich machbar ist: Ökostrom, Bio-Bananen, Bio-Eier.

Mehrere hundert Euro mehr für ein Luxus-Lifestyle-Handy, dessen „mehr“ an Prozessorpower ich nicht brauchen kann, aber dessen Konnektivität zur Hälfte seiner Lebenszeit veraltet ist: Das ist der Grund, warum wir in Deutschland Nachhaltigkeit nicht auf die Reihe bekommen: Weil es Nachhaltigkeit, wenn überhaupt, nur bei phantasievoll überpreisten Luxusprodukten gibt. Demeter-Würstchen, Rolex-Uhren, E-Auto für den, der schon alles andere hat.

Weil die Rahmenbedingungen dafür in den Händen von Technik-Konzernen wie BMW, Mercedes oder Apple liegen. Wie gern würde ich ein E-Auto fahren! Aber es werden ja nur E-Schmuckstücke gebaut, aber kein E-Käfer zu einem 4stelligen Preis, der einfach die Familie samt Einkauf von A nach B fährt, ohne elektronische Sitzheizungshöhenverstellung in 7-Kanal-Dolby-Surprise-Sound mit böse-Augen-Scheinwerfern, Einpark-Roboter und Neu-PVC-Geruchsdeo bei der Geburt…verzeihung, bei der Übergabe an den Kunden. Einfach nur 4 Räder und ein Elektromotor! Scheibe kann ich selber kurbeln, Tür kann ich selber aufmachen, Radio will ich gar nicht.

Unser CNG-Erdgas-Auto ist nun langsam „durch“, den nächsten TÜV wird es nicht überleben. Und unser Familienbudget für einen Ersatzwagen ist ziemlich genau der Preis für ein iPhone X. Manchmal habe ich in diesem Forum das Gefühl, dass einigen Leuten überhaupt nicht klar ist, was Menschen in normalen Berufen so verdienen, und was mit Kind davon übrig bleibt.
+8
teorema67
teorema6726.04.18 22:18
MTN
Viele Unternehmen erlauben es inzwischen, dass Mitarbeiter sich das Betriebssystem bzw. die Hardware selber auswählen können.

Was sind denn das für neue Töne?

Bei uns gibt es noch klare Ansagen, die jeder versteht:
Auf dem Schreibtisch Windows. Macintosh? Nicht kompatibel.
In der Tasche iPhone. Android? Des Teufels, viel zu unsicher.
BYOD? Nie gehört, was ist das?
«Tutte le famiglie felici si assomigliano fra loro, ogni famiglia infelice è infelice a suo modo.» (Lev Tolstòj)
0
ratti
ratti26.04.18 22:28
uni.solo
ratti

Aus „privater“ Sicht sieht das halt anders aus. Ich muss meine Geräte komplett selbst bezahlen, und da sind zum Beispiel 4 Handys a 2 Jahre a 200 Euro billiger als ein 1200-Euro-Handy für 6 Jahre.

Diese Art Vergleiche. .. einerseits scheint Dir ein Androide für 200€ ausreichend für Deine Bedürfnisse, vergleichst diese Anschaffung aber mit einem iPhoneX in Maximalausstattung .

Du findest, vermutlich ohne große Abstriche an Deinen Bedürfnissen zu machen, gute Angebote mit iPhones die 2-3 Jahre alt sind und bist ab 300€ dabei. Wenn Du 2-3 Jahre "hinterherhinkst" und kaufst was Du wirklich brauchst, zahlst Du auch keine Apothekerpreise.

Ich habe derzeit mit einem 250-Euro-Handy von BQ (Aquaris X5+) ein „vollkommenes“ Benutzererlebnis. Das Gerät kann, was ich will. Es macht alles „sofort“. Der Akku reicht bei normaler Nutzung etwa 1,5 Tage. Der Hersteller unterstützt aktiv das Rooten des Geräts, es gibt alle 2-3 Monate Sicherheitsupdates, es wird irgendwann Ende dieses Sommers Android Oreo für das Gerät geben, ich habe dank SD-Slot „genug“ Speicher für Wanderkarten, Musik und Fotos. Wenn BQ keinen Bock mehr auf Support hat — es gibt schon jetzt LineageOS dafür, damit kann man das Gerät noch viele Jahre auf einem Patchlevel halten, der besser ist als auf einem original Google-Device.

Im 2-3 Jahren ist das Gerät vielleicht runtergefallen, oder mir fehlt „Bluetooth 2011 Deluxe“, oder 6G-Mobilfunk, oder Petabit-WLAN. Dann habe ich für 2-300 Euro wieder so ein Ding in dieser Art. Und sollte das BQ dann nicht kaputt sein, dann wird es (wie jetzt mein altes Nexus 4) genutzt als Wander- oder Auto-Navi, Mediaplayer meiner Tochter, Schnappschuss-Fotoapparat oder wasserdicht in ein Kondom verpackt als Action-Cam im Aquarium.

Das ist zunächst mal ein Grund, warum mich iOS gar nicht interessiert. Warum soll ich 300 Euro für ein veraltetes iPhone ausgeben, wenn ich ich für 250 Euro ein aktuelles Gerät bekomme?

Der zweite Punkt ist noch gewichtiger: Ich finde iOS ganz furchtbar.

Bitte, das soll kein Apple-Bashing sein, ich bin zufriedener Anwender von macOS, aber iOS scheidet für mich schon in der Vorrunde aus. Kein Gerät ohne root. Das ist Killerkriterium. Wenn man Androiden nicht mehr rooten könnte, wäre ich da auch raus. Dem Kriterium „root“ muss sich alles andere unterordnen. Ich muss mein Device an mich anpassen können.

Ich bin seinerzeit mit dem Google NexusOne in die Smartphone-Welt eingestiegen, als Androiden noch teurer waren als iPhones. Da hat sich im Prinzip für mich bis heute nichts dran geändert: Solange das bezahlbar ist, würde ich Android immer bevorzugen. Mir gefällt das System signifikant besser.
+1
RyanTedder
RyanTedder26.04.18 23:15
Was manche Leute meinen an ihrem Smartphone alles „individualisieren“ zu müssen. Das sind in meinen Augen immer Verschlimmbesserungen und das Gerät wirkt am Ende wie aus einer Wundertüte. Viel Spielerei in minderwertiger Qualität oder eher minderwertiger Optik. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten 🤷‍♂️
-2
uni.solo26.04.18 23:19
@ratti
ist absolut nachvollziehbar. Wir sind in verschiedenen Welten zuhause, jeder in der für ihn besten, alles super 😊

Nur deine Kategorie veraltet vs. neu teile ich nicht, das greift zu kurz und diese denke zeigt mir eher wie wenig nachhaltig es in der Androidwelt zugeht... Ich kaufe ein Gerät von dem ich weiß was es leistet zu einem Preis den ich zu zahlen bereit bin und ja ich weiß das neuere gibt. Aber das ist irrelevant für meine Kaufentscheidung. Bei einem Gebrauchtwagen ist es doch genauso. Du kannst einen neuen Dacia o. ä. kaufen und damit zufrieden sein. Ich zahle für eine 10 Jahre alten Benz vielleicht etwas mehr und hab dennoch nicht das Gefühl ein veraltetes Auto zu fahren. Ja ich weiß, Autovergleiche und hinken...
+2
iBert27.04.18 06:22
ratti
Ich sag' das immer so schön über Content-Management-Systeme, die ich meinen Kunden verkaufe:

Der Vorteil ist, dass man alles selbst machen kann.
Der Nachteil ist, dass man alles selbst machen kann.

Eigentlich solltest du sagen;
Der Vorteil ist, dass man alles selber machen kann.
Der Nachteil ist, dass man alles selber können muss.

Experimentiere ja auch liebend gerne mit Computern rum, allerdings dann lieber mit Linux. Das fing an mit ner D-Box und Neutrino
über Routererweiterungen, NAS-Systemen oder PI usw. Macht mir auch nen Riesen Spaß in der Freizeit.
Im "normalem" Computeralltag bin ich an schnellstmöglicher Erledigung der anstehenden Aufgaben interessiert. Da braucht man eigentlich nicht mehr, als macOS oder iOS bieten, mal abgesehen von spezieller (Firmen)Software welche nur auf Win laufen, dafür gibt es dann allerdings Boot Camp.

MFG

PS: Selbst Android läuft ganz passabel via Bluestacks.
Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.
+1
ratti
ratti27.04.18 06:24
uni.solo
Nur deine Kategorie veraltet vs. neu teile ich nicht, das greift zu kurz und diese denke zeigt mir eher wie wenig nachhaltig es in der Androidwelt zugeht... Ich kaufe ein Gerät von dem ich weiß was es leistet zu einem Preis den ich zu zahlen bereit bin und ja ich weiß das neuere gibt. Aber das ist irrelevant für meine Kaufentscheidung. Bei einem Gebrauchtwagen ist es doch genauso. Du kannst einen neuen Dacia o. ä. kaufen und damit zufrieden sein. Ich zahle für eine 10 Jahre alten Benz vielleicht etwas mehr und hab dennoch nicht das Gefühl ein veraltetes Auto zu fahren. Ja ich weiß, Autovergleiche und hinken...
Naja, der Vergleich hinkt wirklich…

Wenn ich plötzlich und unerwartet ein altes Auto erbe, das 30 Jahre lang fast unbenutzt in der Garage stand, dann würde ich mir vermutlich ein Loch in den Bauch freuen. Der alte Wagen fährt mit aktuellem Sprit auf aktuellen Straßen, alles gut.

Erbe ich stattdessen eine 30 Jahre alte Waschmaschine, werde ich einen Teufel tun und das Ding benutzen. Die Energiekosten lägen so hoch, dass es einfach besser und günstiger wäre, das Ding zu entsorgen und sich eine neue zu kaufen.

Smartphones verändern sich als relativ neue Geräteklasse noch rasend schnell. Jedesmal, wenn ich ein älteres Gerät in die Hand nehme, stört mich sofort irgendwas: Das alte Handy ist kleiner. Ach ja, das alte Handy hatte ja nur so wenig Speicher. Ach Mist, das hat ja gar keine SD-Karte. Wieso habe ich auf dem Balkon jetzt keinen WLAN-Empfang…—… ach ja, bis da kam ja nur das 5GHz-Netz, und das hat der noch nicht. Patsch hintendrauf — ach ne, kein Fingerabdruckscanner…

Das wird in einigen Punkten für das seinerzeit schon hochpreisige iPhone nicht gelten, in anderen Punkten aber schon. Bildschirmdiagonale, Kamera, Sensoren — da tut sich noch wahnsinnig viel, und Geräte aus diesem Jahr sind signifikant besser als die vom letzten Jahr.

Bei Rechnern sieht das anders aus. Mein 2013er MacBook fühlt sich performancemässig an wie ein Neugerät, und ich freue mich über die vielen Anschlüsse. Von dem Punkt sind wir bei Handys noch weit entfernt.
+2
ratti
ratti27.04.18 06:44
iBert
ratti
Ich sag' das immer so schön über Content-Management-Systeme, die ich meinen Kunden verkaufe:

Der Vorteil ist, dass man alles selbst machen kann.
Der Nachteil ist, dass man alles selbst machen kann.

Eigentlich solltest du sagen;
Der Vorteil ist, dass man alles selber machen kann.
Der Nachteil ist, dass man alles selber können muss.

Genau das soll es implizieren, ich finde meine Formulierung allerdings schöner.

„Früher“ (TM) war mit der Technik auch der Inhalt in der Hand von Experten. Jetzt gibt es Software-Werkzeuge, die Laien ermöglichen, Sachen selber zu machen — und so sehen sie dann auch manchmal aus.
iBert
Experimentiere ja auch liebend gerne mit Computern rum, allerdings dann lieber mit Linux. Das fing an mit ner D-Box und Neutrino
über Routererweiterungen, NAS-Systemen oder PI usw. Macht mir auch nen Riesen Spaß in der Freizeit.
Im "normalem" Computeralltag braucht man eigentlich nicht mehr als macOS oder iOS bieten, mal abgesehen von spezieller (Firmen)Software welche nur auf Win laufen, dafür gibt es dann allerdings Boot Camp.
Ja, Nein, beides… also:

Grundsätzlich gehe ich von der Idee aus, dass ICH auf meinem Gerät ein besseres Benutzererlebnis habe, wenn ICH das für MICH so hinbaue, wie ICH das haben will. Und nicht wie Designer in Cupertino das haben will.

Ich will keine reduzierten, einfach Interfaces. Ich will komplexe Tools, in die ich mich vielleicht einarbeiten muss, die mir dann aber mehr „Bumms“ in die Hand geben. Knüppelschaltung statt Automatik.

Natürlich hat das seine Grenzen — ich erledige zwar am Mac vieles im Terminal statt im Finder, weil ich „find“ und „xargs“ oftmals besser kann als Spotlight und Finder — aber sicherlich würde ich meine dateibasierte Fotosammlung nicht mit „cp“ und „mv“ sortieren wollen.

Ich will ein Gerät, das sich meinen Bedürfnissen unterordnet. Ich bevorzuge nach einer Fotosession, die Bild per Kabel vomGerät zu holen, also läuft auf dem Handy ein sshd für meinen ftp-Client. Ich will die nach meinen Regeln Backupen, sortieren und betrachten, als nutze ich meinen eigenen Webserver statt iCloud, rsync statt Google Backup, mein php-Album statt Google Photos.

Jedesmal, wenn ich auf ein neues oder zurückgesetztes Gerät erstmal wieder meine alternative Benutzerobefläche einspiele, denke ich „Wie können die Leute mit dem Mist arbeiten?“ — das fühlt sich an, als wäre man versehentlich ohne Adblocker ins Web gegangen und hätte spiegel.de aufgerufen. OhMeinGott—es gibt Leute, die lesen da SO?

De Facto ist das aber alles „fertig“. Ich nutze seit Jahren die gleichen Tools. Ich brauche zwar ein paar Tage, um ein leeres Neugerät da hinzukriegen, aber dann ist mit Basteln Schluss. Dann ist das „fertig“. Es kommt dann nur noch ganz selten vor, dass ich z.B. im Terminal per ssh als root auf das Gerät draufgehe und nachschaue, ob sich in ~/Android/data nicht irgendwelcher Datenmüll angesammelt hat. Auf dem Mac gucke ich ja auch immer mal wieder in ~/Library/Caches und ärgere mich, dass phpStorm seine fetten alten Ordner nie wegräumt.
+2
olilech27.04.18 07:13
Ich würde mich in der Arbeit auch für nen Mac entscheiden. Die Kisten sind so lahm, da kann ich öfters ne Kaffeepause machen. Dank der schlechten Ergonomie, Stichwort Monitor nicht höhenverstellbar, kann ich zuhause meinen Krankenstand genießen. Und ich brauche nach Feierabend zum Näschen pudern keinen Spiegel, das kann ich direkt vor dem Monitor machen. Hat eigentlich nur Vorteile so ne Kiste.
0
Michael Fuchs27.04.18 07:34
Wenn ich richtig gelesen habe, dann geht aus dem Artikel vor, dass sich die Leute für Mac & iOS nur dann entscheiden, wenn sie es nicht bezahlen müssen. Mich würde wirklich interessieren, wie viele davon dann "produktiver" arbeiten und was davon man genau so gut mit einem Windows-Rechner hätte erledigen können.

Vielleicht kenne ich nur Banausen, aber ich kenne kein einzigen Apple-User, sei es mit Mac oder mit iOS-Geräten, der für das, was er macht, unbedingt ein Apple-Gerät braucht. Ich empfinde es eher als ein Livestyle-Produkt, welches ich den Leuten auch gönne. Ich selbst kann es mir nicht vorstellen, wieder Hardware von Apple zu kaufen,
weil ich es eben mit einem Bruchteil des Geldes auch wo anders mindestens genau so gut habe.

uni.solo
Diese Art Vergleiche. .. einerseits scheint Dir ein Androide für 200€ ausreichend für Deine Bedürfnisse, vergleichst diese Anschaffung aber mit einem iPhoneX in Maximalausstattung .

Du findest, vermutlich ohne große Abstriche an Deinen Bedürfnissen zu machen, gute Angebote mit iPhones die 2-3 Jahre alt sind und bist ab 300€ dabei. Wenn Du 2-3 Jahre "hinterherhinkst" und kaufst was Du wirklich brauchst, zahlst Du auch keine Apothekerpreise.
Aber auch dann hat man ein iPhone mit allem, was Apple dazu diktiert.
Das tolle an einem Android ist doch, dass der Rechner es erkennt und ich darauf Zugriff habe, wie auf ein USB-Stick. Ebenso die Speichererweiterung, wenn du mehr willst, eine SD mit 256 GB kostet um die 50€ und kann jederzeit einfach nachgerüstet werden. Mein zwei Jahre altes Smartphone läuft wie am ersten Tag und der Akku hält locker zwei Tage durch. Dafür habe ich bezahlt genau 200€. Wenn es noch über ein Jahr hält, dann habe ich in zehn Jahren 600€ bezahlt.. Dass ein Android unsicher ist,
das höre ich immer von Leuten, deren Passwort 1234 lautet. Dabei bietet Android die Verschlüsselung an, aber das wollen nur wenige wissen, weil eben, auch wenn ich hier weit aushole, es an unserer Zeit liegt, dass man die Verantwortung für sein eigenes Handeln gern den anderen überlassen will.
+2
Michael Fuchs27.04.18 07:35
@olilech
0
ratti
ratti27.04.18 08:18
Michael Fuchs
Das tolle an einem Android ist doch, dass der Rechner es erkennt und ich darauf Zugriff habe, wie auf ein USB-Stick.

Leider nicht (mehr) unter macOS, weil Apple nur noch eigene Protokolle einbaut, aber keine allgemeinen Medienprotokolle.
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