Mac-Bereich: Massives Absatzplus trotz baldigem ARM-Umstieg

Ein neuer Bericht legt aktuelle Verkaufszahlen für Desktoprechner, Notebooks sowie Workstations vor. Die können sich durchaus sehen lassen – so mancher Hersteller verzeichnet ein sattes Wachstum, das vor allem auf den hervorragenden Absatz von mobilen Rechners zurückzuführen ist. Dieser legt nämlich kräftig zu – und Anbieter, die ein breites Produktportfolio aufweisen, profitieren von dieser Entwicklung deutlich. Apple stellt da keine Ausnahme dar – und kann den Marktanteil ein wenig ausbauen.


Krisengewinner Notebooks
Ein Bericht von Canalys legt nahe, dass es durchaus Branchen gibt, die von der gesamtwirtschaftlichen Talfahrt der letzten Monate kaum betroffen sind oder gar wachsen konnten. Canalys wirft einen näheren Blick auf die Zahlen für das dritte Quartal dieses Jahres für Desktopcomputer, Workstations sowie Notebooks – und verweist auf ein beeindruckendes Plus: 79,2 Millionen Einheiten konnten alle Hersteller in diesem Zeitraum absetzen – das Marktforschungsunternehmen spricht vom größten Wachstum des Marktes in den letzten zehn Jahren. Besonders auffällig ist der Boom an Notebooks, deren Verkauf im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28,3 Prozent angestiegen ist. Gegenläufig ist der Trend hingegen bei Desktop-Rechnern: In diesem Segment war die Nachfrage im selben Zeitraum eine ungleich andere; die Verkaufszahlen brachen um 26 Prozent ein.


Apple wächst – und sichert sich höhere Marktanteile
Mit über 19 Millionen verkauften Einheiten sichert sich Lenovo den Spitzenplatz vor HP. Platz drei geht an Dell – das US-Unternehmen muss einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent hinnehmen. Apple folgt auf dem vierten Platz – mit zirka 6,3 Millionen verkauften Einheiten sowie einem Marktanteil von 8,1 Prozent. Damit gelang Cupertino ein erstaunliches Wachstum, das 13,2 Prozent beträgt – nur Acer vermag im selben Zeitraum Apple mit 15 Prozent zu übertreffen. Beiden Herstellern ist gemein, dass sie ihren Marktanteil um einen Zehntel Prozentpunkt ausbauen konnten – was in den Top Five der Hersteller bemerkenswert ist: Lenovo, HP sowie Dell mussten Marktanteile abgeben. Ein wenig überraschend sind die hervorragendes Verkaufszahlen auch angesichts der Tatsache, dass so manche Anwender auf ARM-Macs warten – und den Neukauf eines Macs hinauszögern dürften.

Kommentare

erikhuemer
erikhuemer12.10.20 10:32
Wieso trotz? Wegen! Die nächsten zwei Jahre kaufe ich sicher keinen Mac. Die ersten Intels waren ja auch nicht gerade burner.
Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen. Albert Einstein
+12
Geegah12.10.20 10:32
Neben denen, die einen Neukauf hinausschieben, gibt es sicher auch zahlreiche, die jetzt noch ein ausgereiftes Produkt, auf dem das jetzige System läuft anschaffen um ihre Software sicher noch die nächsten 3-5 Jahre darauf nutzen zu können.

Ich würde bei uns in der Firma niemals in größerer Stückzahl auf 1st-Generation ARM Geräte umstellen.
Frühestens ab der zweiten!
+16
Geegah12.10.20 10:33
erikhuemer
Wieso trotz? Wegen!

Genau dasselbe hab ich mir auch gedacht
+7
fronk
fronk12.10.20 10:41
erikhuemer
Die ersten Intels waren ja auch nicht gerade burner.

Doch waren sie, die wurden ziemlich heiß, so dass Apple den Begriff Laptop aus ihrem Sprachgebrauch strichen.
+2
odi141012.10.20 10:44
Vielleicht interessiert die große Masse einfach nicht ob ARM oder Intel inside ist.
+9
Absalom12.10.20 10:45
Wer weiterhin Windows nutzen will/muss, wird jetzt kaufen
+3
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck12.10.20 10:53
Entschuldigung, aber zum aktuellen Zeitpunkt einen Intel-Mac zu kaufen, ist aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten keine kluge Entscheidung. Wenn man sofort einen neuen Mac braucht – dann hat man keine Wahl. Wenn man aber warten kann, sollte man warten. Selbst wenn die kommenden ARM-Macs nicht den eigenen Ansprüchen entsprechen, kann man die vorherige Intel-Generation günstiger als Restposten kaufen.
+7
awk12.10.20 11:08
Ich verstehe das Argument Kaufzurückhaltung wegen Umstieg auf ARM nicht. Das Gegenteil könnte genauso gut der Fall sein. Der Umstieg bedeutet Unsicherheit, was da genau kommt weiß keiner so genau, alles nur Spekulationen. Also kauft man sich jetzt noch ein Gerät, und hat für die nächsten 3 bis 4 Jahre das was man kennt.
Der durchschnittliche Kunde hat von dem Umstieg vielleicht nie etwas gehört. Zudem nutzt mir ein Rechner in 1 bis 2 Jahren nichts, wenn ich ihn jetzt benötige.
+2
Charlie212.10.20 11:09
Der Gesamtmarkt ist um 12,7% und Apples Absatz nur leicht stärker um 13,2% gestiegen. Wenn man berücksichtigt, dass die Books bei Apple einen großen Anteil an den Verkäufen haben, ist das angesichts des gestiegenen Home-Office-Bedarfs nachvollziehbar.

Warten oder Nichtwarten auf ARM dürfte also keinen Einfluss gehabt haben. Das spielt sich wohl mehr in unseren Köpfen hier ab
+7
awk12.10.20 11:12
Mendel Kucharzeck
Entschuldigung, aber zum aktuellen Zeitpunkt einen Intel-Mac zu kaufen, ist aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten keine kluge Entscheidung.

Der Meinung bin ich nicht. Für einen Profi ist Verlässlichkeit das Wichtigste. Hätte ich nicht im August letzten Jahres ein neues Gerät gekauft, würde ich es spätestens jetzt tun. Das ist der Spatz in der Hand. Den benötige ich für die Arbeit. Eine Taube nützt mir da gar nichts.
+7
Klappermaus
Klappermaus12.10.20 11:13
Ich werde ohne eine Sekunde zu überlegen mir den ARM MacBook Pro kaufen. Schlimmer als mein aktueller 2018er kann es Performance-mäßig nicht werden - im Gegenteil. Deshalb volle Fahrt Richtung ARM. Irgendwann endet mal jede Ära.
-4
andreas_g
andreas_g12.10.20 11:13
Ob sich das Warten auf die ARM-Macs lohnt, hängt wohl sehr stark vom Nutzungsszenario ab.
Wenn ich meinen Mac für die Arbeit benötigen würde und viel Software von Drittherstellern hätte und außerdem für eine kurze Nutzungsdauer planen würde (3 Jahre), würde ich jedenfalls auch noch einen Intel-Mac kaufen.
Da ich meinen Mac aber ausschließlich privat nutze, relativ wenige Softwareprodukte im Einsatz habe und eine Nutzungsdauer von 10 Jahren plane, werde ich auf jeden Fall auf den ARM-Mac warten.
Richtig oder falsch gibt es hier nicht.
+8
Crypsis8612.10.20 11:14
vermutlich war es der cleverste Zeitpunkt von Apple, auf ARM umzusteigen. Hat Billy gut gemacht mit seinem Corona-Virus (ne Spaß!!!!)

Jetzt wo Notebooks weggehen wie warme Semmel wurde man noch den Intel-Kram los bzw. konnte jegliche Negativeffekte, so es die denn überhaupt gegeben hätte, kaschieren durch den massiv erhöhten Bedarf. Und wenn dann die ARM-Books kommen, greifen die "Warter" wieder zu, parallel zum weiterhin hohen Bedarf, so denn Corona noch länger anhält.

Ich persönlich hab mein Intel MB Pro vor kurzem verkauft um die Kriegskasse für ein ARM-Book zu füllen, in der Hoffnung, dass es nicht das 12er MB wird sondern wenigstens ein Air oder noch besser ein Pro. Nutze das nur privat mit Office, FCPX und Xcode/Android Studio. Ausser Android Studio dürfte wohl alles als ARM-Version zum Verkaufsstart vorliegen.
+2
Thyl12.10.20 11:30
Interessant finde ich den dramatischen Anstieg der Kategorie "Others". Das dürften wahrscheinlich hauptsächlich Billigprodukte sein und zeigt für mein Gefühl, dass viele Menschen einfach irgendein Geräte für Homeoffice brauchten, aber keine Lust hatten, viel Geld dafür auszugeben,evtl weil sie die Corona-Krise als kurzfristig eingestuft haben.

Vor dem Hintergrund ist die Steigerung bei Apple durchaus beachtlich.
+3
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck12.10.20 11:31
awk
Ich sag doch gar nicht was besser ist. Nur wenn eine neue Generation erschienen ist, wird die alte günstiger.
0
jmh
jmh12.10.20 12:02
panikkaeufe? ohne natives windows sind manche mac-user ARM dran!
+2
Bodo_von_Greif12.10.20 12:08
Ein gewisser Grund wird sein dass die ARM Geräte völlig verdongelt sein werden.

Wie bei mir also:

iMac, mit 1 TB Platte.

Erstmal was billiges mit 4-8 TB rein (3 waren mir zu wenig)

Dann in aller Ruhe warten bis 8 TB SSD bezahlbar sind

...wird da nicht mehr möglich sein.

Gruss,

Bodo

PS: Nein, will kein NAS
[x] nail here for new monitor
-1
Der echte Zerwi12.10.20 12:12
Habe eben noch für den beruflichen Einsatz ein 16" MB Pro mit i9 bestellt und dann ist erst mal für die nächsten Jährchen Ruhe. Kompatibilität (Software, aber auch Windows) ist im beruflichen Umfeld das Wichtigste, und da sind die Intel einfach ausgereift.

ARM-Experimente kann ich ja dann im privaten Bereich machen...
+2
Dante Anita12.10.20 12:48
Wenn Geld egal wäre, hätte ich mir schon den aktuellen iMac geholt. Nachdem dem nicht so ist, wird eben gewartet.

Die guten Zahlen bei den Books sind mit Sicherheit zum Großteil der Pandemien geschuldet. Wo man früher um einen Laptop betteln musst, gabs mit Covid plötzlich nur mehr: Nimm das Ding und hau ab ins HomeOffice.
+1
68040
6804012.10.20 13:42
Ich glaube das viele Anwender die auch gerne Windows auf ihrem Mac nutzen müssen/möchten gerade jetzt einen Intel-Mac kaufen. Hätte Appel die letzen Intel iMacs schon im neuen Formfaktor (ohne "Doppelkinn" und vielleicht in 32 ") gebracht, hätte ich mit Sicherheit auch zugeschlagen. Die Verkaufszahlen wären durch die Decke gegangen und das Betriebssystem wäre noch 5 Jahre gepflegt worden auf Grund der großen Nutzerbasis + 2 Jahre security updates. Dann wäre ich die nächsten 7 Jahre safe gewesen. So warte ich mal ab was da denn so kommt und hoffe dass es irgendeine Lösung für Windows Software gibt sonst muss ich firmenmäßig auf ein PC umsteigen und das ist nicht lustig wenn sonst nur mit Apple Geräten (iPhone/iPad) gearbeitet wird.
+1
herzogar
herzogar12.10.20 14:29
Absalom

Stimmt und weil ich jetzt einen schnellen Mac brauchte, habe ich mir einen iMac 27“ 5K zugelegt.
Übrigens nicht neu sondern ein 2019er Modell mit 8 GB RAM bei asgoodasnew den ich selbst auf 64 GB aufgerüstet habe und mit 30 Monaten Garantie für 1.735€
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herzogar
herzogar12.10.20 14:30
awk

👍
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herzogar
herzogar12.10.20 14:31
awk

👍
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Noname081513.10.20 08:26
Meine Softwarehersteller benötigen jetzt schon ein viertel Jahr um auf dem aktuellen System zu funktionieren. Wenn sich der Prozessor ändert ist nicht sicher wann oder ob überhaupt eine Anpassung erfolgt. Es betrifft Software von Steinberg und iZotope. Ohne diese Software kann ich meine Arbeit nicht sinnvoll fortführen. Daher wird der Apple Silicon wohl noch einige Zeit aussen vor bleiben.
+1

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