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Apple arbeitet an Bildschirm mit A13-Prozessor

Wer gerne Apple-eigene Displays einsetzt, hat aktuell nur eine sehr teure Option: Das 2019 vorgestellte Apple Pro Display XDR. Dies hatte Apple bereits zusammen mit dem 2019er Mac Pro präsentiert und kostet mit Standardglas 5.499 Euro, mit Nanotexturglas 6.499 Euro. Der Standfuß schlägt noch einmal mit 1.099 Euro zu Buche. Andere, insbesondere kostengünstigere Bildschirme bietet Apple aktuell nicht zum Kauf an.


9to5Mac will erfahren haben, dass Apple aber aktuell an der nächsten Generation Bildschirme arbeitet. Diese sollen dem Bericht nach über einen internen Apple-A13-Prozessor verfügen, welchen der Konzern auch beim iPhone 11 einsetzte. Das Projekt läuft laut 9to5Mac bei Apple intern unter dem Kürzel "J327".

Grund für den Prozessor unklar
Leider konnte 9to5Mac nicht herausfinden, warum Apple einen derart schnellen Prozessor im neuen Bildschirm einsetzten will. Möglicherweise soll dieser die Steuerung der Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung übernehmen. Hierbei müsste der Chip das Bildsignal analysieren und die gewünschte Helligkeit der Mini-LED-Gruppen errechnen.

Unwahrscheinlich ist, dass Apple diesen Chip für On-Screen-Menus oder ähnliches einbaut, da Apple-Bildschirme meist über den angeschlossenen Mac konfiguriert werden und daher keine On-Screen-Menus benötigen.

Als GPU-Unterstützung taugt der A13 hingegen nicht, da die M1-Macs eine deutlich schnellere Grafikeinheit mitbringen. In der Vergangenheit kamen nämlich Gerüchte auf, dass Apple an externen Displays mit integrierter Grafikeinheit arbeitet – doch der A13 ist hierfür nicht geeignet. Ferner unterstützen die aktuellen M1-Macs gar keine externen GPUs und es ist aktuell unklar, ob Apple diese Option in Zukunft wieder anbieten will.

Günstigeres Display?
Schon länger kursieren Berichte, dass Apple in den kommenden Jahren wieder erschwinglichere Bildschirme anbietet. Doch bei "J327" handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um den Nachfolger des Pro Display XDR, da Apple bei günstigeren Displays auf eine teure Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung verzichtet. Wann und ob Apple tatsächlich wieder Bildschirme für "Normalkunden" anbietet, steht aktuell in den Sternen. Viele Kunden trauern den damaligen Cinema- und Thunderbolt-Displays nach, da diese perfekt auf das Design der damaligen Macs abgestimmt waren.

Kommentare

uLtRaFoX!
uLtRaFoX!26.07.21 08:49
Auf meinem Tisch stehen noch zwei 27" Apple Cinema Displays. Funktionieren bis heute tadellos, mittlerweile hängt allerdings eine Windows Maschine dran.
+4
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck26.07.21 08:57
uLtRaFoX!
Auf meinem gar zwei 24" Cinema Displays von 2008 als Zweitschirme – funktionieren ebenfalls noch wunderbar
+3
subjore26.07.21 09:10
Vermutlich ist dort der Prozessor eingebaut, damit man es über Funk anschließen kann und kein Kabel mehr einstecken muss.
+7
Weia
Weia26.07.21 09:32
Mendel Kucharzeck
Auf meinem gar zwei 24" Cinema Displays von 2008 als Zweitschirme – funktionieren ebenfalls noch wunderbar
Bei mir arbeiten nach wie vor vollkommen einwandfrei 2 30"-Cinema-Displays von 2006/2007 als Erst-(und Einzig-)Schirme an meinen beiden Mac Pros 2012. Unter 30" würde ich nimmer zurückgehen. Da mir Retina schon fehlt, hatte ich eigentlich auf das XDR spekuliert, aber diese Lichthöfe der Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung sind ein absolutes No-Go für mich und ja leider nicht abschaltbar. Dann lieber kein Retina …
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+2
mk27ja95
mk27ja9526.07.21 09:44
Hier werkelt noch immer das Apple LED Cinema Display FUL HD an meinem M1 Mac Mini
0
andreas_g
andreas_g26.07.21 09:56
Der A13 beschäftigt sich vielleicht mit der Verteilung von Daten zwischen unterschiedlichen Schnittstellen, der integrierten Webcam, Audio-Sachen, Farbdarstellung, FaceID, etc ...
0
didimac26.07.21 10:35
Wird das dann Apples nächster Monitor mit eingebautem Lüfter? Finde es immer unglücklich, in Geräte, die eigentlich sehr lange in Gebrauch sein könnten, zusätzliche Verschleißteile einzubauen.
0
Lailaps
Lailaps26.07.21 10:39
uLtRaFoX!
Auf meinem Tisch stehen noch zwei 27" Apple Cinema Displays. Funktionieren bis heute tadellos, mittlerweile hängt allerdings eine Windows Maschine dran.

Schande! Ist da kein Chip eingebaut der Windows-Videosignale blockt?
Her mit der Pizza-Mix
+3
CJuser26.07.21 10:48
Ein Leaker hat mal etwas von 1.500 US$ geschrieben. Dafür sollte es dann aber schon ein 27 Zoll 5K Display sein, mit echten 10 Bit Farbtiefe, HDR und FALD (ob grob - LED - oder fein - Mini-LED).
Ein Traum wären passend dazu 34 Zoll mit 6.880 x 2.880
0
Oceanbeat
Oceanbeat26.07.21 13:26
Früher nannte man so etwas iMac
Wenn das Universum expandiert, werden wir dann alle dicker...?
+1
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex26.07.21 13:42
CJuser
mit echten 10 Bit Farbtiefe, HDR und FALD

Wie sollen sie HDR realisieren, wenn sie nur 1500$ dafür berechnen dürfen?
MiniLED und OLED werden sicher teurer in so einem Display.
0
Weia
Weia26.07.21 15:13
CJuser
Dafür sollte es dann aber schon ein 27 Zoll 5K Display sein, mit echten 10 Bit Farbtiefe, HDR und FALD
Bloß nicht! FALD ist die Pest – wie soll man mit so etwas vernünftig arbeiten? Das ist reine Effekthascherei für Kontrastfetischisten, bei Consumergeräten wie Fernsehern meinetwegen, aber doch nicht für Werkzeuge. Wie soll ich denn bitte während der Bildbearbeitung entscheiden, ob die relative Helligkeit eines Pixels nun von den RGB-Werten oder der LED-Fläche dahinter abhängt?

Und wozu das Ganze? Unser Gesichtssinn hat einen automatischen Kontrastabgleich – zur korrekten Bildbeurteilung ist es vollkommen wumpe, ob der Kontrastumfang 1000:1 oder 100.000:1 beträgt, nur der Wow-Effekt ist größer bei dem größeren Kontrast.

Einen Ausgleich für verschieden helle Hintergrundquadrate hat unser Gesichtssinn hingegen nicht. Von daher war mir völlig unverständlich, dass Apple für sein XDR-Display auf diese Technologie setzte. Wieder mal ein Apple-Produkt mit einem ziemlich hohen Tim-Cook-Faktor (überteuert, technisch unsinnig, aber reißerisch).
Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)
+2
alpeco
alpeco26.07.21 23:17
Naheliegend wäre ja, dass der A13 FaceID-Erkennung macht…?
+1

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