1000 Dollar in Apple und Microsoft investiert – wer machte die Anleger seit Börsengang reicher?

Wer frühzeitig Apple-Aktien erwarb, konnte auch mit übersichtlichen Investition ziemlich viel Geld machen – vor allem dann, wenn der Kauf in jener Zeit erfolgte, als Apple kurz vor der Pleite stand. Oft ist daher zu hören, Apples Wertpapier habe die größte Erfolgsgeschichte im IT-Sektor hinter sich. Allerdings ist diese Feststellung sehr davon anhängig, welche Messpunkte man wählt. Ein Artikel von CNBC beschäftigt sich mit der Frage, was mit den Apple- und Microsoft-Aktien seit Börsengang passierte und vergleicht den Parkett-Aufstieg der beiden Unternehmen.

Gründung 1975 und 1976
Apple und Microsoft sind zwar ungefähr gleich alt (Apples Gründung erfolgte am 1. April 1976, Microsoft gibt es seit April 1975), dennoch betrat Apple das Parkett sehr viel früher. Microsofts Mitgründer Bill Gates wollte so lange wie möglich maximalen Einfluss wahren und zögerte daher sehr lange mit dem Börsengang. Das Unternehmen war so profitabel, dass man nicht frühzeitig nach Investorengeldern für weiteres Wachstum suchen musste. Erst seit 1986 gab es daher öffentlich gehandelte Microsoft-Aktien, also 11 Jahre nach der Geburt des Software-Konzerns. Apple ließ hingegen nicht viel Zeit verstreichen und gab schon im Dezember 1980 Anteilsscheine heraus – fünfeinhalb Jahre vor Microsoft und nur viereinhalb Jahre nach Unternehmensgründung.

Erster Börsentag jeweils ein großer Erfolg
Am Tag des Börsengangs schossen sowohl Apples als auch Microsofts Wertpapiere sofort nach oben. "AAPL" legte von 22 auf 29 Dollar zu, "MSFT" von 21 auf 25,50 Dollar. Betrachtet man nun jedoch die gesamte Wertentwicklung seit "IPO", also dem ersten Handelstag der Aktie, dann machte Microsoft die Investoren viel reicher. Aus den 1000 Dollar einer Apple-Aktie wurden bis Dezember 2018 rund 425.000 Dollar (oder mehr als 500.000 Dollar, betrachtet man den Kurs vor dem Absturz der letzten Wochen). Bei Microsoft wurden aus dem Aktienkauf in selbiger Höhe hingegen 1,7 Millionen Dollar. Die Entwicklung der letzten vier Jahre trug stark dazu bei, denn seit dem Wechsel an der Spitze (Ballmer zu Nadella) vervierfachte sich der Wert des Unternehmens.


Die Entwicklung seit 1980 und 1986
Microsofts Aktie bewegte sich zwischen 1986 und 2000 kontinuierlich nach oben, stagnierte dann zwischen 2001 und 2013 weitgehend, um anschließend zum Höhenflug anzusetzen. Etwas anders sieht es aus, vergleicht man den Verlauf des Apple-Wertpapiers. Deutliche Ausschläge nach oben gab es erst seit dem Erfolgszug mit dem iPod, dann mit dem iPhone. Die Phasen der deutlichsten Zugewinne fanden zwischen 2013 und 2015 sowie 2016 und Herbst 2018 statt. Die genannten Zahlen berücksichtigen sämtliche Aktien-Splits.

Kommentare

OpDraht
OpDraht07.12.18 11:37
... Vergangenheit?
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Rosember07.12.18 11:37
Ich kenne einen (tendenziell ja eher armen) Musiker, der hatte ca. 1998 mal 5.000 DM übrig und hat sich dafür Apple-Aktien gekauft. Vor ca. sechs Jahren hat er verkauft und sich eine schöne 120qm Altbaueigentumswohnung in Berlin davon gegönnt.
Mit MS hätte das nicht geklappt, weil die Aktie zu früh teurer geworden ist.
Glückliches Händchen (und bekennender Apple-Gebrauch) ...
+4
R-bert07.12.18 11:58
OpDraht
... Vergangenheit?
Was sonst, um die Historie zu betrachten?
+1
el_duderino07.12.18 12:27
und wer am 9.11.2018 beim eurojackpot 8 32 34 46 49 3 5 getippt hätte, wäre heute 90 millionen euro schwer.

ungleich interessanter wären natürlich die gewinnzahlen von heute abend ...
+4
tranquillity
tranquillity07.12.18 12:30
... kann ich dir morgen sagen!
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Technobilder
Technobilder07.12.18 12:41
Hätte hätte Fahrradkette
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ulfilas07.12.18 12:51
el_duderino
und wer am 9.11.2018 beim eurojackpot 8 32 34 46 49 3 5 getippt hätte, wäre heute 90 millionen euro schwer.

ungleich interessanter wären natürlich die gewinnzahlen von heute abend ...

Apropos. Heute ist Freitag
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Moka´s Onkel
Moka´s Onkel07.12.18 15:12
Sind bei dieser Berechnung eventuelle Aktiensplits mit eingerechnet worden?

Das würde wohl zur journalistischen Sorgfaltspflicht gehören. Da es im Artikel überhaupt nicht erwähnt wird, frage ich nur mal nach.

(Bei Apple ist mir zumindest ein Aktiensplit vor einigen Jahren im Verhältnis 1:7 im Gedächtnis. Ob es im Betrachtungszeitraum noch andere gab, weiß ich nicht.)
-8
Cupertimo07.12.18 15:16
Moka´s Onkel
Sind bei dieser Berechnung eventuelle Aktiensplits mit eingerechnet worden?

Das würde wohl zur journalistischen Sorgfaltspflicht gehören. Da es im Artikel überhaupt nicht erwähnt wird, frage ich nur mal nach.
Lesen hilft! "Die genannten Zahlen berücksichtigen sämtliche Aktien-Splits."
+3
Aphorism08.12.18 13:44
Geil, noch ein Vergleich, wo die Jungs besser dastehen.
Und das böse, böse Microsoft. Es ist immer gut auf der guten, besseren Seite zu stehen.

Muss jetzt mal lange schön warm duschen.
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