Tech-Specs: Alte vs. neue Macs im direkten Vergleich

Apple wagte sich mit dem heutigen Event noch nicht an den wirklichen High-Performance-Bereich heran – wenngleich es während der Präsentation hieß, dass die Rechen- und Grafikleistung um ein Vielfaches zulegt. Keinen Zweifel gibt es daran, dass man mit den neuen M1-basierten Macs sehr viel mehr Performance pro Euro und Watt als zuvor bekommt. Dennoch bleibt es spannend, wie zu einem späteren Zeitpunkt dann MacBook Pro 16", iMac sowie Mac Pro abschneiden. Wir stellen in dieser Meldung gegenüber, wie sich die Intel- und die M1-Varianten bei den Specs schlagen.


MacBook Pro 13"
Die Akkugröße, das mitgelieferte Netzteil und das Gesamtgewicht sind gleich, allerdings verspricht Apple mehr "Performance per Watt". Die Apple-Chips können eindeutig ihre Effizienz-Vorteile ausspielen, denn die Akkulaufzeit stieg massiv. Bei Videowiedergabe hat sich diese schlicht verdoppelt.

MacBook Pro 13" (M1) MacBook Pro 13" (Intel)
Einstiegspreis 1.412,45 € 1.461,20 €
CPU Kerne 8 4
USB Ports 2x USB 4 2x USB 3.1 / 4x USB 3.1
Laufzeit drahtloses Surfen 17 h 10 h
Laufzeit Videowiedergabe 20 h 10 h
Akku-Größe 58,2 Wh 58,2 Wh
Netzteil 61 W 61 W
Gewicht 1,4 kg 1,4 kg

MacBook Air
Auch beim MacBook Air veränderte Apple nichts an Daten wie Gewicht und Akkugröße, allerdings kommt das kompakte Notebook ohne einen Lüfter aus. Unbekannt sind bislang Werte wie Taktrate und Performance im Vergleich zum MacBook Pro 13". Die Akkulaufzeit legt massiv zu, das MacBook Air hält ohne Netzteil wesentlich länger durch. Dabei sinkt der Einstiegspreis (in Euro) sogar geringfügig.

MacBook Air (M1) MacBook Air (Alt)
Einstiegspreis 1.100,50 € 1.168,75 €
CPU Kerne 8 2
USB Ports 2x USB 4 2x USB 3.1
Laufzeit drahtloses Surfen 15 h 11 h
Laufzeit Videowiedergabe 18 h 10 h
Akku Größe 49,9 Wh 49,9 Wh
Netzteil 30 W 30 W
Gewicht 1,29 kg 1,29 kg
Lüfter Nein Ja

Mac mini
Der Mac mini ist bislang Apples einziger Desktop-Mac mit M1-Chip. Viel gibt es im Vergleich zum vorherigen Mac mini mit Intel-Chip (Modelljahr 2018) nicht zu sagen. Der Einstiegspreis sank, Rechen- und Grafikperformance sollen deutlich zulegen.
Mac mini (M1) Mac mini (Alt)
Einstiegspreis 778,85 € 905,55 €
CPU Kerne 8 4
USB Ports 2x USB 4 / 2x USB-A 4x USB 3.1 2x USB A

Schon in der kommenden Woche will Apple mit der Auslieferung der neuen Macs beginnen. Dann zeigt sich auch, wie deutlich die Performance-Unterschiede zwischen den Geräten ausfallen. Da es im MacBook Air keinen Lüfter gibt, im MacBook Pro 13" aber sehr wohl, dürfte sich die Pro-Serie also abheben. Bislang sind die Lieferzeiten übrigens noch nicht in die Höhe geschossen – noch immer zeigt sich Apple offensichtlich zuversichtlich, aller Nachfrage Herr zu werden.

Kommentare

Mia
Mia10.11.20 21:22
Die Zahlen sind beeindruckend. Ich bin auf die ganzen Reviews nächste Woche gespannt.
+9
miro2810.11.20 21:25
Ich bin von dem Event heute doch schon sehr beeindruckt gewesen. Zack. 3 Macs auf den neuen Chip umgestellt. Ich freue mich auf jeden Fall total auf den neuen iMac nächstes Jahr
+5
scheubo10.11.20 21:43
Cool! Notebooks mit 50 kWh und 60 kWh Akkukapazität! Das sind Größenordnungen, die man auch in aktuellen E-Autos findet. Nur wiegen da die Akkus mehrere 100 Kilogramm und bringen die Gefährte mehrere 100 Kilometer weit!
+9
becreart
becreart10.11.20 21:44
Preise sind Top! ein voll ausgestatteter Mac mini kostet nur noch so viel wie ein iPad Pro!

Bin auf den iMac gespannt un der Chip der im iMac sein wird.
+1
mabi10.11.20 21:49
scheubo
Cool! Notebooks mit 50 kWh und 60 kWh Akkukapazität! Das sind Größenordnungen, die man auch in aktuellen E-Autos findet. Nur wiegen da die Akkus mehrere 100 Kilogramm und bringen die Gefährte mehrere 100 Kilometer weit!

Dauert halt auch über nen Monat (1000 Stunden), bis die Dinger voll geladen sind mit dem mitgelieferten Netzteil! Vielleicht liefert Apple ja aber den Adapter für nen Tesla-Supercharger mit, dann gehts flotter!
+8
Peter Eckel10.11.20 21:51
Ach was, einfach aufs Induktionsfeld legen und das Ding ist in Windeseile voll. Qiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!
Ceterum censeo liberum facierum esse delendam.
+2
Moka´s Onkel
Moka´s Onkel10.11.20 21:52
Was ist „w“ eigentlich für eine Maßeinheit?

Ich kannte immer nur „W“.

Technikblog eben.
+1
fuffzichMark10.11.20 21:53
Starke Zahlen. Bin auf die tatsächlichen Berichte gespannt.
+1
Lacsap10.11.20 22:00
scheubo
Cool! Notebooks mit 50 kWh und 60 kWh Akkukapazität! Das sind Größenordnungen, die man auch in aktuellen E-Autos findet. Nur wiegen da die Akkus mehrere 100 Kilogramm und bringen die Gefährte mehrere 100 Kilometer weit!

Danke, habe es behoben.
+2
slmnbey
slmnbey10.11.20 22:15
Kurz und ziemlich knackig war die Keynote. Meine Erkenntnis: Ein MBP 13“ M1 mit 16GB und 1TB SSD — Bestellt
Angedacht war ein älteres gebrauchtes zu kaufen. Aber bei den relativ günstigen Preisen (Preis-Leistung) lag die Entscheidung nicht fern. Mal sehen, wann er geliefert wird. *freu*
+2
iRadio10.11.20 22:17
Ich finde es interessant, dass die alten MacBooks eine längere Lieferzeit haben als die neu vorgestellten.
+3
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex10.11.20 23:25
Wie ist das jetzt eigentlich bei diesen Vergleichen gemeint?

Bei Intel heißen vier Kerne ja mittlerweile immer, dass es vier reale und vier „virtuelle“ Kerne sind. Mein 16 Kerner zeigt auch 32 Threads an - richtige Wortwahl, oder?

Beim M1 Chip wird nun von vier Kernen ins vier Performances Kernen gesprochen...
+1
massi
massi10.11.20 23:57
Ich warte auf den Tag, an dem Macs gar keine Schnittstellen mehr haben...
+1
Charlie211.11.20 06:11
Gammarus_Pulex:
Ein Thread (Faden) ist ein Prozess, ein Job, also ein noch nicht beendeter Software-Vorgang.
Ein virtueller Kern ist ein vorgegaukelter Kern. Er ist nicht tatsächlich vorhanden, aber nach außen hin wird er so verkauft und funktioniert auch so. Ob er die volle 100%-Leistung bringt, oder nur ein Slot ist, der ab und an mal zur Verfügung steht, wenn der Kern Zeit hat, weiß ich nicht.

Beim M1 sind es ja wirklich vorhandene 8 Kerne. Angaben, wie hoch die Taktung, der Verbrauch und die Geekbenchwerte von den 4 Performance- und den 4 Efficiency-Kernen sind, kenne ich auch nicht.
0
gfhfkgfhfk11.11.20 07:38
Charlie2
Beim M1 sind es ja wirklich vorhandene 8 Kerne. Angaben, wie hoch die Taktung, der Verbrauch und die Geekbenchwerte von den 4 Performance- und den 4 Efficiency-Kernen sind, kenne ich auch nicht.
Man spricht bei so einer Aufteilung üblicherweise von 4+4 Kernen. ARM hatte auch die Begrifflichkeit big.LITTLE geprägt.
0
mamfred
mamfred11.11.20 07:58
Lohnt sich in euren Augen ein Upgrade? Ich war vor vier Monaten gezwungen mein treues MBA 2015 aufgrund eines Wasserschadens zu ersetzen. Die Überlegung ist nun mein "neues" MBA 2020 in meiner Familie mit 50-100€ Verlust weiterzugeben und direkt den Umstieg auf ARM mit einem neuen MBA durchzuziehen?!
-1
elscod
elscod11.11.20 08:22
Beeindruckend finde ich die Akkulaufzeit. Die Performance mal aussen vor, ob beim Surfen oder Netflix glotzen alles spürbar schneller läuft halte ich für fraglich dass man da einen Unterschied merkt. Natürlich anders bei leistungshungrigen Aufgaben. Für mich wäre das kein Unterschied im Alltag. Ich arbeite den ganzen Tag am Mac, nur brauche ich keine High-Performance.

Gefühlt habe ich gestern gedacht "Apple is back"... mit dem M1 sind die innovativer und raus aus dem Massenvergleich.

Das MacBook Air profitiert mal richtig davon, ist schon krass. Das Ding wird sich verkaufen wie warme Semmeln.
0
aMacUser
aMacUser11.11.20 09:55
MTN
2x USB 4 / 2x USB-A || 4x USB 3.1 2x USB A
Ihr solltet die USB-Angaben beim Mac Mini nochmal überarbeiten. USB 4 / USB 3.1 sind Protokolle und USB-A eine Bauform. Während USB 4 nur USB-C erlaubt, ist das bei USB 3.1 und USB-A nicht so eindeutig. Sind die 2x USB-A jetzt USB 3.0, USB 3.1 oder USB 3.2? (bin mir gerade nicht sicher, ab wann USB-C Pflicht ist). Also am besten nur Protokolle oder nur Bauformen angeben wie bei den anderen
0
BaciVE11.11.20 10:01
Viel interessanter als die reinen Leistungswerte ist in der nächsten Zeit ja erstmal die Kompatibilität mit Drittanbietersoftware. Wer nur mit Apple Software arbeitet, wird vielleicht sofort umsteigen können. Alle anderen fahren vielleicht besser, noch ein paar Jahre ihre alte Hardware weiter zu nutzen. Als Aktionär freue ich mich über jeden Neukauf, ob der aber sofort nötig ist, bezweifle ich jedoch stark.
-1
CJuser11.11.20 10:13
Ich denke so einfach wie oben in der Tabelle darf man es sich dann doch nicht machen. Erstmal Benchmarks abwarten. Die geben bestimmt auch Aufschluss darüber, wie der M1 (in den verschiedenen Auslegungen) getaktet ist.
0
Pallllo11.11.20 10:19
Welche Software läuft?

Ich wundere mich dass niemand über die Software redet. Nachdem was man bisher weiß laufen keine systemnahen Programme mehr wie z.B. Cryptomator oder VeraCrypt.

Und Druckertreiber für ältere Drucker?

Das bedeutet für mich momentan ein NoGo...
+2
MichaelKnight
MichaelKnight11.11.20 17:55
und die Kompatibilität ist endgültig dahin.. mal sehen was da kommt...
.... one man can make a difference!
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