Sogar noch reicher als Apple: Google übertrifft Apple bei den Barreserven

Apple zählt nicht nur zu den finanziell wertvollsten Unternehmen der Welt, sondern verfügt zudem auch über Barreserven im dreistelligen Milliardenbereich. Mehrere Jahre lang war Apple damit das liquideste Unternehmen der Welt. Doch kürzlich verdrängte ein Silicon-Valley-Konkurrent Apple von der ersten Position, so die Financial Times. Googles Mutterkonzern Alphabet ist demnach inzwischen der „King of Cash“.


Alphabet mit 117 Milliarden US-Dollar Barreserven weltweit vorne
Apples Finanzreserven schmolzen demnach in den vergangenen Jahren auf mittlerweile noch 102 Milliarden US-Dollar zusammen. Die Gründe dafür sind ausgedehnte Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen. Den firmeninternen Höchstwert an Barreserven erreichte Apple Ende 2017. Seinerzeit waren es 163 Milliarden US-Dollar. Alphabet dagegen häufte im gleichen Zeitraum zusätzliches Barvermögen an. Während es 2017 noch etwas weniger als 100 Milliarden US-Dollar waren, stieg der Wert zuletzt auf 117 Milliarden US-Dollar an.

Alphabet könnte Teile der Reserven etwa für neue Großprojekte einplanen. Der Konzern investiert unter anderem intensiv in Grundstücke für neue Büro- und Forschungsgebäude für den AR-Sektor. Zudem benötigt der Google-Mutterkonzern mehr und mehr Datencenter und Fachkräfte. In der Europäischen Union sieht sich der Konzern darüber hinaus milliardenschweren Strafzahlungen ausgesetzt. Es bleibt abzuwarten, ob Investoren angesichts des großen Barvermögens fortan nicht verstärkt höhere Dividendenzahlungen oder Aktienrückkäufe von Alphabet fordern.

Alphabet hält sich bei Aktienrückkäufen zurück
Im Vergleich zu Apple hielt sich Alphabet in den letzten Jahren bezüglich der Aktienrückkäufe deutlich zurück. Seit der Konzern vor vier Jahren damit begann, eigene Aktien von Anlegern zu erwerben, gab Alphabet pro Quartal im Durchschnitt „nur“ 1,7 Milliarden US-Dollar dafür aus. Im gleichen Zeitraum machte der Konzern zudem mehr neue Aktienpakete – etwa in Form von Mitarbeiter-Benefits – verfügbar, als er über das Rückkaufprogramm erwarb.

Kommentare

verstaerker
verstaerker01.08.19 15:47
hier steht Apple würde 211 Milliarden besitzen
Derzeit verfügt Apple über ein Barvermögen von 211 Milliarden Dollar
+5
Nordelius01.08.19 15:50
verstaerker
hier steht Apple würde 211 Milliarden besitzen
Derzeit verfügt Apple über ein Barvermögen von 211 Milliarden Dollar

Mir fällt auch in jüngster Zeit auf, dass die Artikel wieder vermehrt Fehler beinhalten. Es sind übrigens Milliarden und nicht Millionen.
Liebe Redaktion: bitte arbeitet daran!
+4
eastmac01.08.19 16:05
verstaerker
hier steht Apple würde 211 Milliarden besitzen
Derzeit verfügt Apple über ein Barvermögen von 211 Milliarden Dollar

Na zum Glück, ich dachte schon die sind fast am Ende.
+5
eiq
eiq01.08.19 16:12
Die hier angegebenen Werte sind mit den jeweiligen Schulden von Apple bzw. Google verrechnet. Daher sind die Werte niedriger als sonst.
+5
MikeMuc01.08.19 17:15
Tja, der Unterschied zwischen Apple & Google ist leider: bei Apple haben wir bezahlt, Google bezahlten andere (und wir nur mit unseren Daten)
-1
Apple@Freiburg
Apple@Freiburg01.08.19 17:39
Von Schuldenbereinigt steht aber in dem Artikel nichts?
+2
Phileas01.08.19 17:56
MikeMuc
Tja, der Unterschied zwischen Apple & Google ist leider: bei Apple haben wir bezahlt, Google bezahlten andere (und wir nur mit unseren Daten)

Ich weiß natürlich, wie du es meinst. Nur: Die Unternehmen bezahlen Google zwar aus ihren Marketingbudgets – aber diese sind in den Dienstleistungen und Produkten eingepreist, die wir kaufen.
0
zwirn
zwirn01.08.19 18:05
Wär schön, wenn zumindest ein Teil des Geldes für Umweltmaßnahmen verwendet werden würde. Apple betreibt seine Rechenzentren ja angeblich ausschließlich mit erneuerbaren Ressourcen. Wie sieht’s da bei Google aus?
http://www.youtube.com/watch?v=HGmjr4p34Y8
+2
sierkb01.08.19 18:23
zwirn
Wär schön, wenn zumindest ein Teil des Geldes für Umweltmaßnahmen verwendet werden würde. Apple betreibt seine Rechenzentren ja angeblich ausschließlich mit erneuerbaren Ressourcen. Wie sieht’s da bei Google aus?

Google macht's genauso und schon länger als Apple, macht halt nur nicht so einen Marketing-Wind und Gewese darum wie Apple – sie tun's einfach.
Außerdem verdient Google nicht schlecht und nicht wenig gerade auch an und durch Apple – indem u.a. Apple seine Cloud bei ihnen zu einem nicht winzigen Teil hostet.
+1
verstaerker
verstaerker01.08.19 18:50
sierkb
zwirn
Wär schön, wenn zumindest ein Teil des Geldes für Umweltmaßnahmen verwendet werden würde. Apple betreibt seine Rechenzentren ja angeblich ausschließlich mit erneuerbaren Ressourcen. Wie sieht’s da bei Google aus?
Google macht's genauso und schon länger als Apple, macht halt nur nicht so einen Marketing-Wind und Gewese darum wie Apple – sie tun's einfach.
Außerdem verdient Google nicht schlecht und nicht wenig gerade auch an und durch Apple – indem u.a. Apple seine Cloud bei ihnen zu einem nicht winzigen Teil hostet.

wenn man das macht, sollte man das auch sagen - schon als Ansporn für andere Firmen und alle Menschen.

Du sagst das so selbstsicher, ich hab noch nie von Google Umweltengagement gehört.
Woher weisst du das?
+1
Kapeike
Kapeike01.08.19 19:04
Ich bin da etwas naiv, aber wie muss ich mir "Barreserven" eigentlich vorstellen? Wie Dagoberts Geldspeicher? Wo liegt das rum? Wir haben zu Hause ein Kleingeldglas am Eingang, gleich beim Schlüsselbrett, da kommt alles rein, was abends noch in den Hosentaschen ist. Da sind immer hunderte Geldstücke und -stückchen drin, aber wie müsste das Glas für 211.000.000.000 einzelne Dollarmünzen aussehen? Kann das bitte jemand ausrechnen?

+4
sierkb01.08.19 19:06
verstaerker:

Ich lese halt nicht nur MTN oder Apple-spezifische Seiten. Andere Seiten berichten darüber seit Jahren, u.a. Seiten, die sich mt Rechenzentren und Groß-Clustern beschäftigen und Einblicke gewähren (u.a. drüber berichten, wie in Googles Rechenzentren deren Abwärme wiederverwendet (z.B. durch Wärme-Kraft- bzw. Kraft-Wärme-Kopplung) wird oder bei zu großer Wärme, die Last und der Traffic on-the-fly auf ein anderes Rechenzentrum in einem kühleren Teil der Welt umgeschaltet wird bzw. sie mit städtischem Brauchwasser kühlen, Strom mit Wasserkraft erzeugen, Solar- und teilweise eingekauften eigenen Offshore-Windkraftanlagen).

Und da Apple seine Cloud-Dienste u.a. bei Google laufen hat (u.a. MTN berichtete da auch drüber, Apple ist einer der größten Cloud-Kunden von Google), würde mich nicht wundern, wenn in Apples 100%-Bilanz deswegen unterm Strich eigentlich auch u.a. Googles Server mit eingepreist sind, denn wären sie es nicht, und liefen jene nicht mit 100% erneuerbarer Energie, könnte Apple nicht 100% behaupten, sondern dann müssten mindestens jene dann abgezogen werden von ihrer Gesamtbilanz. N'est pas?
0
Stef_Berlin01.08.19 19:20
@Kapeike:
Damit sind liquide Mittel gemeint, also neben Bargeld (z.B. in den Kassen diverser Apple Stores) auch Kontoguthaben und handelbare/kurzfristig liquidierbare Wertpapiere die nicht dem Anlagevermögen zugerechnet werden (z.B. Aktien, Anleihen, Commercial Papers etc.).

Im englischen Speachraum heißt das halt vereinfacht „Cash“, umfasst aber deutlich mehr als „reines“ Bargeld (Münzen, Scheine). Bargeld dürfte vermutlich <1% der liquiden Mittel ausmachen.

Siehe auch
0
dan@mac
dan@mac01.08.19 20:19
sierkb
zwirn
Wär schön, wenn zumindest ein Teil des Geldes für Umweltmaßnahmen verwendet werden würde. Apple betreibt seine Rechenzentren ja angeblich ausschließlich mit erneuerbaren Ressourcen. Wie sieht’s da bei Google aus?

Google macht's genauso und schon länger als Apple, macht halt nur nicht so einen Marketing-Wind und Gewese darum wie Apple – sie tun's einfach.
Außerdem verdient Google nicht schlecht und nicht wenig gerade auch an und durch Apple – indem u.a. Apple seine Cloud bei ihnen zu einem nicht winzigen Teil hostet.
2017:
+1
sierkb01.08.19 20:25
dan@mac:

Wir haben 2019 nicht 2017.
Zudem, nochmal: wie 100% sind Apples behauptete 100%? Sind da u.a. Googles und Amazons Rechenzentren, auf denen Apples Cloud-Dienste laufen, mit eingerechnet, oder nicht? Wenn nein, sind die 100% fraglich. Wenn ja, ist es ein weiteres Indiz dafür, dass auch dort gegrünt und regeneriert wird (und Apple sich folglich darauf stützen kann).
Nicht nur Apple ist an der Front tätig und sehr rührig. Andere auch (Microsoft versenkt seine Server inzwischen sogar im Meer, um sie dort zu kühlen). Teilweise bekommen sie inzwischen anders auch gar keine Genehmigung zum Bau aufgund von gesetzlichen Auflagen, wenn sie das nicht täten.
+1
sierkb01.08.19 21:09
dan@mac:

Danke für den Link (auch wenn 2 Jahre alt und in 2 Jahren bei diesen Unternehmen sicher Einiges weiter passiert ist an der Front, aber es ist ein Anhalt, eine Momentaufnahme). Ich sehe darin (in den Abschnitten "Renewable Energy & Climate Change" , ) meine obig gemachten Aussagen, dass Apple nicht das einzige Unternehmen mit derlei Bemühungen und Umsetzungen ist und dass Apple nicht das einzige Unternehmen ist, dass diese Themen mit z.T. vorbildhafter Führungsrolle aggressiv und mit großem Engagement schon seit Jahren angeht und umsetzt, bestätigt. Verbesserungspotential und noch Luft nach oben gibt es immer. Und überall. Bei jedem.
0
dan@mac
dan@mac01.08.19 23:55
Von 2017 ist der letzte Bericht. Mit der Greenpeace Kampagne fing das alles ja bei Apple vor Jahren an. Das ging groß in der Presse rum. 2006 oder früher. Seit dem erst engagiert sich Apple da verstärkt. Damals war Apple auf den letzten Rängen. Dem ist heute definitiv nicht mehr so.
0
coin_op
coin_op02.08.19 15:34
Das sind Dimensionen...
Ja Gips denn so was... :D
0

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.

OK MacTechNews.de verwendet Cookies unter anderem für personalisierte Inhalte, Seitenanalyse und bei der Auslieferung von Google-Anzeigen. Dies war zwar schon immer so, auf Wunsch der EU muss nun jedoch explizit darauf hingewiesen werden. Durch Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen