Die Börsen-Billionäre: Apple, Amazon – und ganz vorne jetzt Microsoft

Es ist eine rein symbolträchtige Schwelle, an der Börse mehr als eine Billion wert zu sein. Bis es dem ersten US-Unternehmen gelang, als "Trillion Dollar Company" in die Geschichte einzugehen, musste es August 2018 werden – Apple entschied das Rennen für sich, nachdem die Aktienkurse seit 2008 stark, seit Ende 2011 sprunghaft zulegten. Allerdings blieb es bis zum Schluss spannend, denn gleich vier Unternehmen kämpften um den prestigeträchtigen Titel des ersten Börsenbillionärs. Neben Apple bewegten sich auch Amazon, Microsoft und Google auf die Marke zu. Ein Dreivierteljahr nach der Kür des Erstplatzierten steht jetzt das gesamte Siegertreppchen fest, denn ab sofort gehört auch Microsoft zum illustren Club.


1. Apple, 2. Amazon, 3. Microsoft
Amazon wurde einen Monat nach Apple zur Trillion Dollar Company, Microsoft verhalfen in dieser Woche die sehr guten Quartalszahlen zum Aufstieg. Gleich um fünf Dollar legte der Eröffnungskurs im Vergleich zum Schlusskurs zu, dies entspricht einem Plus von rund vier Prozent. Damit ist Microsoft nun nicht nur mehr als eine Billion Dollar wert (würde man zum aktuellen Preis alle Aktien kaufen), sondern überholte auch Apple deutlich. Cupertinos Aktien-Gesamtheit bringt es momentan "nur" auf 968 Milliarden Dollar, Amazon liegt bei 936 Milliarden Dollar.

Microsoft überstand das Börsenbeben am besten
Die teils turbulenten Kursbewegungen nach unten, welche man im vergangenen Herbst beobachten konnte, rissen zahlreiche Tech-Papiere mit. Amazons Kurs sank beispielsweise von 2003 Dollar auf 1377 Dollar, Apples Aktie von 225 Dollar auf 148 Dollar. Wer allerdings die Chance zum Nachkaufen nutzte, kann sich seitdem wieder über starken Zuwachs freuen. Microsoft überstand die Börsenbeben fast unbeschadet und das Wertpapier setzte dennoch seit Oktober zum steilen Flug nach oben an. Die konsequente und erfolgreich umgesetzte Dienste- und Cloud-Strategie des Ballmer-Nachfolgers Satya Nadella brachte das Unternehmen wieder vorne – nach vielen Jahren der Stagnation.

Kommentare

Steffen Stellen26.04.19 13:49
Welche Aussagekraft hat so eine Meldung in einer Welt, in der es offenbar immer mehr Geld gibt?
+2
desko7526.04.19 14:18
Steffen Stellen
Welche Aussagekraft hat so eine Meldung in einer Welt, in der es offenbar immer mehr Geld gibt?
Die Geldmenge wird nicht größer. Das Geld sammelt sich lediglich zunehmend bei den großen Akteuren unserer Wirtschaftsordnung und wird so dem Geldkreislauf entzogen. Wenn es nicht investiert wird, kommt es zu sozialen Spannungen. Das nennt man Kapitalismus im Endstadium.
+12
FreddieP26.04.19 14:33
Steffen Stellen
Welche Aussagekraft hat so eine Meldung in einer Welt, in der es offenbar immer mehr Geld gibt?
Wüsste nicht, dass ich immer mehr Geld hätte, und den meisten andern geht es ebenso. Darüber hinaus, siehe "desko75".
+5
macerkan
macerkan26.04.19 14:37
https://www.mactechnews.de/account/profile/desko75-168 195.html
Die Geldmenge wird nicht größer. Das Geld sammelt sich lediglich zunehmend bei den großen Akteuren unserer Wirtschaftsordnung und wird so dem Geldkreislauf entzogen. Wenn es nicht investiert wird, kommt es zu sozialen Spannungen. Das nennt man Kapitalismus im Endstadium.

Das stimmt so nicht. Es ist nur Buchgeld, kein wirkliches Geld. Buchgeld kann beliebig erhöht werden, da es nur eine Zahl in irgendeinem Computer ist. Zum Geld wird es erst dann, wenn jemand das Geld von seiner Bank abheben will und kann.
Das fatale an diesem System ist jedoch, dass das Buchgeld das reale Geld derzeit weit über den Faktor 1000 überschreitet, mit weiter stark zunehmender Tendenz.
Das Buchgeld übersteigt schon heute den Wert aller Sachen auf Erden um mehr als das 100fache.
Zum Vergleich: Der Bip, z.B. von Portugal beträgt nur ca. 1/4 des Wertes von Microsoft.
+4
iBert26.04.19 14:37
desko75
Steffen Stellen
Welche Aussagekraft hat so eine Meldung in einer Welt, in der es offenbar immer mehr Geld gibt?
Die Geldmenge wird nicht größer. Das Geld sammelt sich lediglich zunehmend bei den großen Akteuren unserer Wirtschaftsordnung und wird so dem Geldkreislauf entzogen. Wenn es nicht investiert wird, kommt es zu sozialen Spannungen. Das nennt man Kapitalismus im Endstadium.
Das ist so nicht richtig!
Mit jedem Kredit wird das Geld in dem Moment der Kreditgewährung gedruckt. Dadurch steigt die Geldmenge sehr wohl.
Richtig ist natürlich, dass sich das Geld bei großen Akteueren sammelt und dem Kreislauf entzogen wird, weil die mindestens 5% Rendite wollen. Bei einen Wirtschaftswachstum von 1- 2% (meist weniger) führt dies natürlich zu einem Zielkonflikt und wird zwangsläufig zum crash des Wirtschaftssystems führen.....
Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.
-3
ApfelHandy4
ApfelHandy426.04.19 14:41
iBert
Das ist so nicht richtig! Mit jedem Kredit wird das Geld in diesem Moment der Kreditgewährung gedruckt.

Hast du dafür eine Quelle? Würde mich wirklich brennend interessieren, ob das stimmt. Fällt mir nämlich schwer, das zu glauben ...
+2
iBert26.04.19 14:53
ApfelHandy4
iBert
Das ist so nicht richtig! Mit jedem Kredit wird das Geld in diesem Moment der Kreditgewährung gedruckt.

Hast du dafür eine Quelle? Würde mich wirklich brennend interessieren, ob das stimmt. Fällt mir nämlich schwer, das zu glauben ...
Gerne, das ganze nennt sich Giralgeldschöpfung, wenn du wirklich interessiert bist wirst du da etliche Infos im Netz finden mit ein wenig suchen. Als Grundinfo verlinke ich mal Wikipedia:

"Wie entsteht Geld?" ist auch immer ein guter Suchbegriff....

....aber mach mich nicht verantwortlich, wenn du danach nicht mehr gut schlafen kannst.
Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.
+1
My2Cent26.04.19 15:04
Steffen Stellen
Welche Aussagekraft hat so eine Meldung in einer Welt, in der es offenbar immer mehr Geld gibt?
Ja aber nur virtuelles Geld.

Am 15. August 1971 wurden die Voraussetzungen für die virtuelle Geld schöpfung geschaffen. Der damalige US-Präsident Richard Nixon hob an diesem Tag die Goldbindung des Dollar auf.

In einer Fernsehansprache an sein Volk ließ er auch die Welt eindrücklich wissen, dass sich die USA von nun an weigern würden, den Dollar jederzeit gegen eine festgelegte Menge des Edelmetalls einzutauschen.
+3
ApfelHandy4
ApfelHandy426.04.19 16:13
iBert
ApfelHandy4
iBert
Das ist so nicht richtig! Mit jedem Kredit wird das Geld in diesem Moment der Kreditgewährung gedruckt.

Hast du dafür eine Quelle? Würde mich wirklich brennend interessieren, ob das stimmt. Fällt mir nämlich schwer, das zu glauben ...
Gerne, das ganze nennt sich Giralgeldschöpfung, wenn du wirklich interessiert bist wirst du da etliche Infos im Netz finden mit ein wenig suchen. Als Grundinfo verlinke ich mal Wikipedia:

"Wie entsteht Geld?" ist auch immer ein guter Suchbegriff....

....aber mach mich nicht verantwortlich, wenn du danach nicht mehr gut schlafen kannst.

Das Prinzip der Giralgeldschöpfung ist mir nicht fremd. Neu wäre mir nur, dass die Zentralbanken jeden per Kredit vergebenen Euro in Bargeld drucken. Das ist so einfach nicht richtig.
+3
virk
virk26.04.19 16:15
Meiner Ansicht nach können solche Meldungen bzgl. Kapitalisierungen nur von drei Personenkreisen kommen:
1) Von denen, die mit eben diesen Meldungen (weiteres) Geld verdienen wollen.
2) Von denen, die das System nicht verstanden haben.
3) Von denen, die sowohl 1) als auch 2) zugehörig sind.

Ich möchte zur vierten Gruppe gehören
Schön fand ich damals: Auf die Dauer hilft nur Power!
0
pogo3
pogo327.04.19 01:11
Es führt immer zu einem Crash. Immer. Das was die einen als Gewinn verbuchen wollen, wird immer irgendjemandem weggenommen. Und irgendwann, werden die, die immer geblutet haben für die Hoffnung auf eine besseres Leben, selbst dieses "bessere" Leben nicht mehr haben wollen, weil der Preis dafür zu hoch ist. Und weil der Preis dafür zu hoch war, werden sie zu den Gewehren greifen. Weil die Kinder trotzdem hungern, weil die Müttern jammern dass die Brut nicht zu ernähren sei. Dann geht der Mann an die Waffen. So einfach ist die Welt. Es ist das Grundprinzip jeglichen Seins.

Wir haben uns an die Millionäre gewöhnt, wir haben uns an die Milliardäre gewöhnt, jetzt sollen wir uns an die Billionäre gewöhnen. Viele finden das irgendwie Geil. Warum ? Das weiß keiner so wirklich, aber es scheint ein Naturgesetz zu sein. Es wird aber der Moment kommen, an dem einer in die Geldbox schaut, und meint: was ist den drin ? Und ? Es wird nichts drin sein. Es waren alles nur Schulden. Man wird sich wundern, warum man sich nichts davon kaufen kann. Weder Hoffnung, noch Liebe, noch Nahrung. Jeder Cent der gewonnen wird, ist nur so viel Wert, wie der nächste Schuldner, der den Cent wieder kaufen will. Wenn aber niemand mehr kaufen kann, ist der Cent keinen Cent mehr wert. Er lässt sich nicht ver - werten. Jeder Cent Vermögen erschafft einen Cent Schuld. Also wird man vor Billionen stehen, aber der Magen wird trotzdem nichts davon abhaben können. Es waren nur Schulden. Die ganze Angeberei, das ganze Geschrei um eine wenig mehr Ruhm, Geltung, Aufmerksamkeit war umsonst. Man wird betteln gehen.

Dann wird alle Welt wütend werden. Jeder auf jeden. Helfen wir es nicht, weil es keine Hilfe gibt, außer der Vernichtung. Alles was man sich irgendwie angehäuft hat, ist nichts mehr Wert, weil es keiner mehr kaufen will. Es muss vernichtet werden. Dann fängt alles wieder von vorne an. So war es nach jedem Krieg, es wird wieder aufgebaut. Die Wiederaufbauhilfe. Das beste Geschäft aller Geschäfte. Man hat vorher vom Wiederaufbau gelebt, dann von der Aufrüstung, dann von der Vernichtung, und sodann wieder vom Wiederaufbau. Ein fortwährender Kreislauf. Hätten wir kein Bewusstsein, es wäre das Paradies. Wir wären Tiere. Wir könnten unendlich Wiederaufbau betreiben, ohne Gewissensbisse. Der Kreislauf würde unentwegt kreisen, ohne zu hadern. Aber leider, leiderer Gottes, es geht nur unter Tränen.

Fressen und gefressen werden. Die Hoffnung ist mehr Wert als alles Leid des Krieges. Der Geist ist befähigt in Lichtgeschwindigkeit zu vergessen. Lasst uns mehr Geld erschaffen. Lass uns Geldmengen vermehren, nur des Vermehren wegen. Wenn etwas mehr wird, ist es an sich schon mehr geworden, ganz egal ob das Mehr zu irgendwas gut ist. Das fünfte Schnitzel macht nicht viel Sinn, wenn man schon am Zweiten verzweifelt. Aber es macht Spaß zu wissen, dass man sich das Fünfte gönnen könnte, wenn man möchte.

Es ist ein hoffnungsvoller, aber leider vergeblicher Wunsch zur vierten Gruppe gehören zu wollen, weil die nicht existiert. Der Wunsch ist Wunsch. Illusion. Real ist die Wahrheit. Und die Wahrheit ist grauenvoll. Die Liebe. Die alles beseelende, geifernde, fiebernde Liebe. Flüchtig wie der Wind, aber mächtig. Mächtiger noch wie die Gestirne. Es dient alles nur einem "Zweck". Jedes Gefühl ist nur ein Mittel zum "Zweck", der Zweck ist DAS Naturgesetz. Der Zweck ist der Fortbestand einer zweifelhaften Schöpfung. Sicher, mit besten Werkzeugen ausgestattet, aber unendlich Brutal zu sich selbst. Weil es sein MUSS. Ohne wäre nichts. Es wäre nichts erschaffen, es wäre nichts entstanden. Fragt Gott warum er das so erschaffen hat. Wir suchen, aber finden - nichts. Wir stöbern in schwarzen Löchern danach, die bleiben dunkel und schwarz. Nichts erhellendes, nur Hilflosigkeit.
Wann hört es endlich auf zu dauern.
+2
Ely
Ely27.04.19 16:25
Mein Lebensziel besteht nicht darin, Konsumgüter oder massenhaft Geld anzuhäufen. Wir leben in einem kleinen Häuschen das uns gehört, 80 m2 für zwei Menschen. Reicht dicke.

Die meisten Menschen haben doch einen Job, den sie hassen, um Krempel zu kaufen, den sie nicht brauchen, um Nachbarn zu beeindrucken, die sie nicht mögen.

Nichts für mich.

Was braucht man zum Leben? Eine warme Bude, ordentliche Lebensmittel, echte soziale Kontakte, gesichertes Alter. Der Rest ist entbehrlich.
Wer gegen Datenschutz ist, weil er ja nichts zu verbergen habe, ist auch gegen Meinungsfreiheit, weil er ja nichts zu sagen habe.
+1
pogo3
pogo330.04.19 14:12
Ely
Mein Lebensziel besteht nicht darin, Konsumgüter oder massenhaft Geld anzuhäufen. Wir leben in einem kleinen Häuschen das uns gehört, 80 m2 für zwei Menschen. Reicht dicke.
Das meinen viele, und würden es auch vehement so verteidigen. Schon der Rest deines Beitrags zeigt aber den Konflikt:
Was braucht man zum Leben? Eine warme Bude, ordentliche Lebensmittel, echte soziale Kontakte, gesichertes Alter. Der Rest ist entbehrlich.
Es liegt in der Natur des "Zweckes" das diese Parameter des Lebens alle Individuen für sich selbst bestimmen, oder Glauben das zu können. In Wirklichkeit ist der Parameter "gesichertes Alter" schon die erste Problemstelle. "Sicherheit" ist ein äußerst diffuser und fragiler Anspruch, oder Bedarf, der jederzeit völlig neu definierbar ist. Je nach diversen Alltagsumständen einer Gesellschaft, oder deiner Person, kann sich das Bedürfnis nach Sicherheit schlagartig verändern. "Ich bin schwanger" - kann das Bedürfnis Sicherheit augenblicklich nach oben schnellen lassen. Schon aus diesem Grunde haben Frauen ein höheres Sicherheitsbedürfnis. Andere aber empfinden das Gefühl "Sicher" zu sein erst, wenn sie genügend Sicherungsmittel, z.Bsp. Geld, Konsumgüter etc., zur Absicherung "zurückgelegt" haben, und sei es nur um attraktiv zu gelten. Attraktivität ist auch eine From von Sicherheit. Es symbolisiert Potenz. Und der potentere, attraktivere Partner kann die Familie besser be-schützen. Wieder anderen können niemals Sicherheit empfinden, auch wenn sie noch so viele Versicherungen abschließen, oder schon Milliarden an Geld gehortet haben. Diese Milliarden an Geld müssen auch wieder be-sichert werden, oder ver-wertet. Es geht immer so weiter. Alles dient dem "Zweck", dem Überleben.
Wann hört es endlich auf zu dauern.
0

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.