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Smartphone-Absatz: iPhones und Android-Geräte liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen in den USA

Apple sicherte sich in den zurückliegenden Jahren in den Vereinigten Staaten mit dem iPhone immer größere Marktanteile. Vor zwölf Monaten lagen die Smartphones aus Cupertino erstmals gleichauf mit der Konkurrenz aus dem Android-Lager. Diese Position hat sich jetzt stabilisiert, denn nach wie vor entscheiden sich zurzeit etwa 50 Prozent aller Käufer von Mobiltelefonen in den USA für ein iOS-Gerät. Der Erfolg ist unter anderem auf die große Markentreue der Apple-Kunden zurückzuführen.


iPhones und Androiden zum zweiten Mal gleichauf
Zum zweiten Mal in Folge entscheidet sich der jährlichen Untersuchung ( PDF-Datei) von Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) zufolge aktuell jeweils die Hälfte aller Smartphone-Käufer für ein iPhone. Das Marktforschungsunternehmen befragte für seine Analyse wie in den Jahren zuvor 500 US-amerikanische Verbraucher, welche von April bis Juni ein neues oder gebrauchtes Smartphone aktivierten. Dabei kamen iPhones und Android-Geräte auf jeweils 50 Prozent. Andere Systeme spielten erwartungsgemäß keine Rolle. Der anhaltende ausgeglichene Zustand ohne Gewinne oder Verluste für eine der beiden Plattformen lässt laut CIRP vermuten, dass ein gewisser Status quo erreicht ist, an dem sich in nächster Zukunft kaum etwas ändern dürfte.


Überwältigende Mehrheit hält Apple die Treue
Noch vor vier Jahren sah das Verhältnis deutlich anders aus – und zwar zugunsten von Geräten mit Googles Betriebssystem. Android-Smartphones hatten Ende Juni 2017 in den Vereinigten Staaten einen Marktanteil von fast 70 Prozent. In den folgenden drei Jahren konnte Apple mit den iPhones erheblich Boden gutmachen, 2020 schließlich entschied sich CIRP zufolge erstmals die Hälfte aller Smartphone-Käufer für ein Gerät aus Cupertino. Gleichzeitig stieg der Anteil der Kunden, die Apple beim Erwerb eines neuen oder gebrauchten Mobiltelefons die Treue hielten, signifikant an: Hatten Mitte 2018 rund 86 Prozent zuvor bereits ein iPhone besessen, sind es aktuell 93 Prozent. Bei Android-Smartphones hingegen schwankte dieser Wert in den vergangenen Jahren nur geringfügig.

Nur wenige Umsteiger zwischen den Systemen
Nur ein kleiner Teil der Smartphone-Käufer stieg der Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten auf ein anderes System um. Sieben Prozent der Kunden, die bislang ein iPhone besaßen, entschieden sich für ein Android-Gerät. Den umgekehrten Weg beschritten immerhin zwölf Prozent der Verbraucher. Laut Mike Levin, einem der Gründer von CIRP, hat Apple es vor allem dieser Tatsache zu verdanken, dass die iPhones beim Marktanteil nachhaltig zu den Android-Geräten aufgeschlossen haben.

Kommentare

Borimir
Borimir20.07.21 10:04
Die Gründe für die größere Verbreitung von iOS in den USA (z.B. Vergleich zu Deutschland) wäre interessant.
+1
Gusch20.07.21 10:12
@Borimir
Vielleicht weniger «Geiz ist geil» Mentalität und mehr die «auf Pump leben» Das ist jedoch nur eine Annahme ohne Hand und Fuss. Da die Android-Geräte meist günstiger sind – obwohl sich das mit dem ausgedehnten Line-Up von Apple schon ein wenig ausgeglichen hat.
+2
athlonet20.07.21 10:17
Oder Patriotismus.
Apple ist ein amerikanisches Unternehmen. Und die interessanten Android Geräte sind entweder von koreanischen oder chinesischen Unternehmen.

Sieht man auch an Motorola, die in den USA einen höheren Marktanteil (4%) haben als weltweit betrachtet (die komplette Lenovo-Gruppe, zu der auch Motorola gehört, kommt weltweit nur auf 3%).
+1
Borimir
Borimir20.07.21 10:32
@Gusch, @athlonet

Ja, beides hatte ich auch im Hinterkopf. Wobei dann wohl eher "auf Pump" zum tragen kommt.
Patriotismus könnte ich mir auch gut vorstellen. Da sind die Amerikaner uns Deutschen weit "voraus". Gibt es in Amerika übrigens auch wie bei uns in Deutschland diese Apple Hasser? Ich erlebe das täglich im Job (Technik Support), da lehnen Kunden/Kundinnen iOS ab weil Apple "so scheiße" ist. Ich vermute, dass dieser Umstand für die größere Verbreitung von Android bei uns verantwortlich ist.
+1
Florian Lehmann20.07.21 10:52
Borimir
Die Gründe für die größere Verbreitung von iOS in den USA (z.B. Vergleich zu Deutschland) wäre interessant.

In USA gibt es mehr hochsubventionierte Handyverträge als in Deutschland. Deutschland ist das Geiz ist Geil Land.
+2
MacRS20.07.21 10:54
Hier mal eine andere Quelle, die vielleicht hilft herauszufinden, was dazu führt, dass eher iPhones als Android gekauft wird.
Ein Kriterium ist erst mal ganz klar das verfügbare Geld (Schweiz als Beispiel):
In Japan gibt es traditionell einen hohen Qualitätsanspruch:
Die Preis/Qualitätspräferenz und der Nerdfaktor ist in Deutschland bekanntermaßen recht hoch, daher ein gemischtes Bild:
Länder in denen nicht viel Geld da ist, kaufen zwangsweise Android-Geräte:

Der gleiche Statistikanbieter sieht allerdings in den USA iOS noch ein wenig stärker als CIRP:
0
Borimir
Borimir20.07.21 11:09
Florian Lehmann
Borimir
Die Gründe für die größere Verbreitung von iOS in den USA (z.B. Vergleich zu Deutschland) wäre interessant.
In USA gibt es mehr hochsubventionierte Handyverträge als in Deutschland. Deutschland ist das Geiz ist Geil Land.

Was haben den "hochsubventionierte Handyverträge" mit "Geiz ist geil in Deutschland" zu tun? "Geiz" ist in USA genau so "geil". Geh in USA mal in einen Supermarkt und schau dir an was der Durchschnittsbürger/in dort für Lebensmittel ausgibt. Und ich rede nicht von denen, die aus Wirtschaftlichen Gründen (gibs hier wie dort) keine andere Wahl haben.
+2
Ely
Ely20.07.21 11:19
Die Deutschen haben vor allem beim Auto einen Patriotismus, den sogar die US-Amerikaner blaß werden läßt.
+6
tranquillity
tranquillity20.07.21 13:05
→ Ely
Ja, das stimmt. Da können die dt. Hersteller noch so viel betrügen und negativen Einfluss auf die Politik nehmen. Hat sich VW eigentlich mittlerweile einmal entschuldigt? Ich meine nicht bei den Käufern ihrer Pkw, sondern bei allen, die durch die erhöhten Abgasemissionen Nachteile haben?
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tk69
tk6920.07.21 14:40
Borimir
Die Gründe für die größere Verbreitung von iOS in den USA (z.B. Vergleich zu Deutschland) wäre interessant.
Einige Dienste sind in den USA als Vollversion im Vergleich zu den anderen Ländern erhältlich, zB. die App Karten, News usw.
+3
Bitsurfer20.07.21 14:40
Ely
Die Deutschen haben vor allem beim Auto einen Patriotismus, den sogar die US-Amerikaner blaß werden läßt.
Ja wie ich sehe in Deutschland wenn mann solche Preise Ausruft und dann noch technlogisch hinterherhinkt. Da nützt es nix wenn die Spaltmasse stimmen.

Bsp. Bekannter hat neu einen Audi Q3 Plugin. Wenn der ohne Strom nur mit dem Verbrenner fährt hat er einen Verbrauch von mind. 10 Litern, eher 12 oder mehr. Das Ding säuft wie eine Kuh. Und das in der Schweiz. Und beim Beschleunigen auf der Autobahnauffahrt muss er sehen wie er einfädeln kann. Sicher nicht mit 120 weil die Leistung nicht ausreicht. Dynamik = 0.
Plugins stehen bei Audi wie Blei in den Regalen. Kauf kein Mensch. so 1-2%, mehr nicht. Aber Hauptsache "Fortschritt durch Technik".
Im Gegensatz zu meinem XC60 Plugin. Der geht wie die Feuerwehr wenn er muss und der Verbrauch ist mit leerem Akku immer noch zwischen 7.5 und 8 Litern. Ansonsten hab ich in einem Jahr einen Verbrauch von gut 3.2/100km Litern gehabt. Bei 30'000 Km p.a. Und das ist eine andere Fahrzeugklasse wie der Q3. Mein Händler hat letztes Jahr einen Anteil der verkauften Stecker-Volvos von 48% gehabt.
Aber der XC60 ist auch Europaweit der mit Abstand meistverkaufte Plug-In. Aber Volvo weiss wie das geht, bauen die doch seit 10 Jahren Plugins als das noch kein Mensch interessiert hat.
Und wo ist Deutschland?
-3
David_B
David_B20.07.21 15:05
tk69
Einige Dienste sind in den USA als Vollversion im Vergleich zu den anderen Ländern erhältlich, zB. die App Karten, News usw.

Gerade Apple Karten sind in den USA um Längen besser als in D.
+2
adiga
adiga20.07.21 21:08
David_B
tk69
Einige Dienste sind in den USA als Vollversion im Vergleich zu den anderen Ländern erhältlich, zB. die App Karten, News usw.

Gerade Apple Karten sind in den USA um Längen besser als in D.
Nicht nur dies. Auch andere Möglichkeiten sind in den USA viel besser ausgebaut. Oder sogar nur dort erhältlich. Man kann sich auch die letzten Keynotes anschauen und gucken, was nur in den USA erhältlich ist. Vieles kommt nie (Apple Card, Apple Cash), einiges sehr spät und unterschiedlich in die anderen Staaten (Apple Pay) usw. Da gibt es einiges, was hier auch in Europa gut anstehen würde, aber nicht erhältlich ist. Da hat Apple mehr Macht Sachen einzukaufen oder verwendbar zu machen, als das Android Lager, welches zu sehr aufgesplittert ist.
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