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Pegasus-Spyware: Updates für iOS 14 und macOS 11 schließen massive Sicherheitslücke

Auch wenn aktuell der Fokus auf macOS Monterey sowie iOS und iPadOS 15 liegt: Gestern veröffentlichte Apple erst einmal ein Sicherheitsupdate für die aktuellen Betriebssysteme. Neben dem iPhone, iPad und der Apple Watch wurde auch der Mac mit einer Aktualisierung bedacht: macOS 11.6, das Sicherheitsupdate 2021-005 für Catalina und die Version 14.1.2 für Safari unter Catalina und Mojave stopfen Sicherheitslücken. Wie sich nun herausstellt, geht es dabei vor allem um die Spyware „Pegasus“ der NSO Group.


FORCEDENTRY umgeht Apples „BlastDoor“
Pegasus findet mittlerweile in so einigen Ländern Verwendung – unlängst wurde bekannt, dass auch das deutsche Bundeskriminalamt seit zirka einem halben Jahr auf die Software setzt (siehe hier). Das kanadische Forschungsinstitut „The Citizen Lab“ identifizierte eine neue Schwachstelle, die zumindest seit Februar dieses Jahres von Pegasus ausgenutzt wird. Es handelt sich um einen Zero-Day-Exploit bei iMessage namens FORCEDENTRY. Die Forscher unterzogen das iPhone eines saudischen Aktivisten, welches von der Spyware infiziert worden war, einer genaueren Analyse: FORCEDENTRY räumt auf betroffenen Geräten den Zugriff auf die Kamera, das Mikrofon sowie Nachrichten, Telefonanrufe und E-Mails ein. Ein durchaus bemerkenswerter Vorgang, da Apple vor einiger Zeit mit „BlastDoor“ ein System einführte, das Angriffe dieser Art auf iMessage zu verhindern sucht (siehe hier).

Infizierte PDF-Datei ausreichend
The Citizen Lab wies Apple eigenen Angaben zufolge vergangene Woche auf die Details der Sicherheitslücke hin. Wie Cupertino erklärt, reicht eine präparierte PDF-Datei aus, um die Schwachstelle auszunutzen. Anwendern wird daher dringend empfohlen, ihre Geräte auf den neuesten Stand zu bringen: Das Update steht auf allen mit iOS und iPadOS 14 kompatiblen Geräten zum Download bereit, bei der Apple Watch ist mindestens die Series 3 Voraussetzung. Mac-Nutzer sollten ebenfalls die Systemeinstellungen bemühen und die entsprechenden Updates umgehend installieren.

Kommentare

stefan14.09.21 12:45
Ist damit nur die Lücke geschlossen, oder wird Pegasus auch unschädlich gemacht, wenn es schon auf dem iPhone ist?
+3
Wiesi
Wiesi14.09.21 12:59
Habe meine iGeräte aktualisiert. Das volle ipsw-Paket ist etwa 5 GB lang.
Der erste Hochlauf nach dem Update war auf meinem iPad Pro ungewöhnlich lang. Sonst keine besonderen Vorkommnisse.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
+2
rafi14.09.21 13:53
Als Benutzer der iOS 15 Beta hört ihr mich ganz ganz leise wimmern 😅
Oder ist das Update da eventuell schon drin? Wäre ja möglich.
0
Deichkind14.09.21 14:24
rafi
Über die eine im Zusammenhang mit Pegasus genannte Lücke wurde Apple angeblich erst am 7. September informiert. Wenn Apple nicht vorher schon selber darauf gekommen war, dann wohl eher nicht.
+1
TotalRecall
TotalRecall14.09.21 17:17
Mmmmm hier noch nix: Mojave 10.14.6

> Nur Safari Update 14.1.2
> Beim iPhone nur 14.8
0
--Q--14.09.21 18:43
stefan
Ist damit nur die Lücke geschlossen, oder wird Pegasus auch unschädlich gemacht, wenn es schon auf dem iPhone ist?
Soweit ich das mitbekommen habe, hat Pegasus keine Persistenz auf dem Gerät. Dh einmal Neustarten reicht.
0

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