OpenAI entwickelt angeblich eigenes Smartphone – und beendet exklusive Partnerschaft mit Microsoft


OpenAI arbeitet bekanntlich nicht nur an Software, sondern auch an Hardware. Hier ist unter anderem das von Jony Ive und Sam Altman gemeinsam vorangetriebene, allerdings weiterhin ominöse KI-Device zu nennen. Laut
Ming-Chi Kuo gibt es jedoch ein weiteres ambitioniertes Projekt, denn angeblich entwickelt OpenAI zusammen mit MediaTek und Qualcomm ein eigenes Smartphone. Die Massenproduktion sei für 2028 geplant, Spezifikationen und Zulieferer sollen Ende 2026 oder im ersten Quartal 2027 feststehen.
Dabei würde es sich um einen bemerkenswerten Kurswechsel handeln, denn bislang gab es immer wieder die offiziellen Aussagen, an jenem Markt nicht interessiert zu sein. OpenAI scheint aber davon auszugehen, dass Smartphones weiterhin die zentrale KI-Plattform bleiben und nicht durch andere Hardware ersetzt werden. OpenAI benötige laut Kuo umfassende Kontrolle über Hardware und Software, um einen KI-Agenten mit den erforderlichen Fähigkeiten zur Bedienung des gesamten Systems zu ermöglichen.
Exklusive Partnerschaft zwischen OpenAI und Microsoft endetMicrosoft und OpenAI lockern ihre bislang sehr enge Partnerschaft deutlich. Microsoft bleibt zwar weiterhin der wichtigste Cloud-Partner von OpenAI, verliert aber den exklusiven Zugriff auf OpenAIs Modelle und Produkte. In der gemeinsamen
Mitteilung heißt es hierzu, OpenAI dürfe fortan alle Produkte über jeden Cloud-Anbieter anbieten.
Allerdings: Für Microsoft bleibt trotzdem ein erheblicher Teil der Partnerschaft erhalten, denn das Unternehmen behält die Lizenz auf OpenAIs geistiges Eigentum bis ins Jahr 2032. Finanziell gibt es dennoch Änderungen. Microsoft entrichtet künftig keinen Umsatzanteil mehr an OpenAI, die wiederum jedoch bis 2030 noch Zahlungen an Microsoft zu leisten haben.
Damit endet eine der wichtigsten Exklusivbindungen der KI-Branche, OpenAI bekommt den Spielraum, den es für Amazon, Unternehmenskunden und weiteres Wachstum braucht. Gleichzeitig wird die Beziehung politisch und regulatorisch leichter zu verteidigen, weil OpenAI nun sichtbarer mit anderen Cloud-Anbietern arbeiten darf.