Push-Nachrichten von MacTechNews.de
Würden Sie gerne aktuelle Nachrichten aus der Apple-Welt direkt über Push-Nachrichten erhalten?

Einschränkungen des MacBook Neo – im Vergleich zum MacBook Air

Apple erweitert sein Laptop-Angebot nach unten: Dies besteht nun nicht mehr nur aus dem MacBook Air und MacBook Pro, denn am unteren Ende der Produktpalette reiht sich nun das MacBook Neo ein. Dies kommt, statt mit einem M-Chip, mit einem A18 Pro daher, welchen der Konzern im iPhone 16 Pro und 16 Pro Max einsetzte. Zuvor waren in der Gerüchteküche Preise zwischen 599 und 799 Dollar für das neue MacBook diskutiert worden – und Apple überraschte trotz steigender Speicherpreise mit einem Preis von nur 599 Dollar exkl. MwSt. bzw. 699 Euro inkl. MwSt.


Doch natürlich muss der Kunde bei dem günstigen MacBook Neo mit einigen Einschränkungen leben. Lesen Sie hier, wie sich das MacBook Neo im direkten Spezifikationsvergleich mit dem MacBook Air schlägt.

Der Prozessor
Das MacBook Neo bringt einen Apple A18 Pro mit 6 Prozessorkernen (2x Performance, 4x Effizienz) und 5 GPU-Kerne mit. Beim gerade gestern aktualisierten MacBook Air kommt ein M5 mit 10 Prozessorkernen (4x Performance, 6x Effizienz) und 8 bzw. 10 GPU-Kernen zum Einsatz. Die CPU-Kerne des A18 Pro sind eine Generation älter als die des M5, was sich in der Single-Core-Performance bemerkbar macht: In einem iPhone 16 Pro erreicht der A18 Pro rund 3.500 Zähler – der M5 in einem MacBook aber rund 4.300 Punkte. Wie hoch der A18 Pro im MacBook Neo taktet, ist noch nicht klar.

Auch bei der GPU dürfte das MacBook Neo spürbar langsamer sein: Es stehen nur die Hälfte der GPU-Kerne zur Verfügung – und diese sind auch eine Generation älter im Vergleich zum M5. Daher ist davon auszugehen, dass der A18 Pro in etwa 40 Prozent der GPU-Leistung eines M5 bietet.

Arbeitsspeicher
Das MacBook Neo kommt mit 8 GB RAM daher – und es gibt keine Möglichkeit, dies beim Kauf oder im Nachhinein zu erweitern. Das MacBook Air hingegen bringt standardmäßig 16 GB RAM mit – und lässt sich bei Kauf auf 24 oder 32 GB erweitern. Die ersten Macs mit M-Chip kamen im Jahr 2020 mit 8 oder 16 GB RAM auf den Markt – und diverse Aufgaben lassen sich durchaus mit 8 GB RAM bewerkstelligen, zumal auch das Auslagern bei Arbeitsspeicher-Knappheit auf die SSD lange nicht mehr so viel Zeit in Anspruch nimmt, wie dies früher beim Einsatz von normalen Festplatten der Fall war. Trotzdem sollte man sich hier im Klaren sein, dass das Arbeiten mit mehreren, anspruchsvollen Programmen beschwerlicher wird.

Die SSD
Der Käufer hat beim MacBook Neo die Wahl zwischen 256 oder 512 GB SSD – und die 512-GB-Variante bringt Touch ID auf der Tastatur mit, auf welches man beim 256-GB-Modell verzichten muss. Beim MacBook Air ist stets Touch ID verbaut – und die Standardausführung kommt mit 512 GB SSD daher, welche auf bis zu 4 TB erweitert werden kann.

Bei beiden Geräten ist die Erweiterung der SSD-Kapazität praktisch ausgeschlossen, da die Speicherbausteine fest auf dem Logic Board verlötet sind. Ohne entsprechendes Equipment und sehr viel Erfahrung im Löten ist eine Erweiterung unmöglich.

Benötigt man mehr als 512 GB Speicherplatz, bleibt nur der Kauf eines MacBook Air – oder der Anschluss einer externen Festplatte bzw. SSD.

Der Bildschirm
Das MacBook Air kann wahlweise mit 13,6"- oder 15,3"-Bildschirm geordert werden – beim MacBook Neo steht nur ein 13"-Display zum Kauf bereit. Das 13,6"-Display des Air bietet 2560x1664 Pixel, der 15,3"-Bildschirm 2880x1864 Pixel. Beim 13" MacBook Neo leuchten 2408x1506 Bildpunkte. Hinsichtlich der Helligkeit gibt es aber keinen Unterschied: Bei allen Displays gibt Apple 500 Nits an.

Beim MacBook Neo kommen noch zwei weitere Einschränkungen hinzu: TrueTone wird nicht unterstützt, genauso wenig wie der P3-Farbraum. Beim Neo muss man sich mit dem sRGB-Farbraum begnügen.


Der Akku
Macs mit Apple Silicon bieten alle beeindruckende Batterielaufzeiten – doch im Vergleich zum MacBook Air muss man sich beim Neo mit etwas weniger zufriedengeben: Apple gibt an, dass das MacBook Air 13" 18 Stunden Video-Streaming und 15 Stunden drahtloses Surfen bietet – beim Neo sind dies 16 Stunden Streaming oder 11 Stunden Surfen.

Der A18 Pro ist hier deutlich effizienter, da das MacBook Neo einen Akku mit nur 36,5 Wattstunden mitbringt – beim MacBook Air sind es 66,5 Wattstunden. Auf das Schnellladen muss man übrigens beim Neo verzichten, denn dies wird nur vom MacBook Air mit einem 70-Watt-Netzteil unterstützt.

Kommentare

Spacely04.03.26 16:50
Ich hoffe ja nicht das Apple ihr Geld bald anders verdienen muss/will bei diesem Gerätepreis.

Wie machen Meta, Google, und die ganzen Konsortien noch mal ihr Geld?

Ist nur so ein Bedenken bei den letzten Signalen.
-16
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck04.03.26 16:53
Spacely
Bedenke, dass sich beim MacBook Neo die Entwicklungskosten stark in Grenzen gehalten haben, denn der A18 Pro ist anscheinend unverändert vom iPhone 16 Pro übernommen. Es ist denkbar, dass Apple hier auf einen gewissen Prozentsatz Marge verzichtet – aber verdienen werden die trotzdem noch gut.

Außerdem sind deine Bedenken bereits Realität, wenn du dir mal anschaust, was Apple mit der Service-/Dienste-Sparte im vergangenen Quartal umgesetzt hat.
+8
MrJava04.03.26 16:56
Ich finde das Neo sehr "sympathisch". Mit dem einen oder anderen Rabatt wird das Geräte das eine oder andere iPad ersetzen. Für die meisten Standardsachen reicht das Ding. Besonders Gelb finde ich ansprechend, vor allem kein Plastik. Bin auf die ersten Tests gespannt.
Hör auf Dich selbst, sonst hört Dich keiner!
+8
thomas b.
thomas b.04.03.26 17:03
Nur €100 Aufpreis von 256 auf 512 GB SSD? So günstig waren 256 GB mehr bei Apple noch nie.
+10
froyo5204.03.26 17:04
Das wird im Bildungsbereich (dort bin ich tätig) ein Renner. Dort reichen 8GB RAM allemale aus. Endlich kann ich kostenmässig auch mal einen Apple-Rechner empfehlen.
+8
skipper04.03.26 17:06
Spacely
Ich hoffe ja nicht das Apple ihr Geld bald anders verdienen muss/will bei diesem Gerätepreis.

Wie machen Meta, Google, und die ganzen Konsortien noch mal ihr Geld?

Ist nur so ein Bedenken bei den letzten Signalen.

Mit dem Gerät werden Leute abgeholt, die sonst wohl zu einem Windows Laptop gegriffen hätten, weil ihnen 1200€ für ein Air zu teuer sind.

Und sicherlich sind dann die Schüler die größte Zielgruppe dafür und was werden die sich dann später wohl einmal kaufen, wenn sie etwas mehr Geld haben und einen Computer brauchen?

Es ist langfristig schon sehr richtig in diesem Preissegment ein gutes Produkt zu haben.
+11
macwiz04.03.26 17:08
Und selbst wenn das Gerät nur für Upselling gut ist, ich warte auf den Sprung beim Aktienkurs.
+1
Deppomat04.03.26 17:10
Das Geräte wäre ein No-Brainer für z.B. meine Mutter, meine Geschwister oder ehrlich gesagt auch für meine Freundin. Sie hat nach 3 Jahren noch keine 200GB vollgekriegt von den 2TB in meinem 2018er MacBook Pro, das sie übernommen hat. Den meisten Leuten reicht sowas hier.
+12
mazun
mazun04.03.26 17:17
Für mich ist es ganz einfach die aktuell sympathischste Möglichkeit kostengünstig weiterhin bei Apple bleiben zu können. Für das bisschen Office-Kram, Surfen, Email, Banking und Fotos verwalten scheint es mir geeignet.
Wenn ich irgendwann mal in die Lage komme mit dem Mac wieder Geld zu verdienen, dann kann ich mir ja immer noch ein dafür passendes Pro-Gerät besorgen.
+4
Spacely04.03.26 17:24
Hoffen wir mal. Macht schon Sinn so was als Lockstoff zu nehmen und die Leute kaufen sich dann später mal teurere.
Ich meine ja nur das Apple in letzter Zeit viel mit anderen Dingen Geld verdienen will. Muss ja nicht schlimm sein.
Nur gibt es da halt auch die auf der anderen Seite. Und die mag ich gar nicht.
0
Dunnikin
Dunnikin04.03.26 17:28
Zwei von den gelben Kisten (512 GB) bestellt. Für meine bessere Hälfte, wo es nur um die Musik- und Foto-Mediathek geht und etwas Internet und meine Eltern, wo es auch nur um Kleinkram wie Foto-Mediathek und Surfen geht. Da wir ausschließlich iPhones und Apple Watches haben, ist das Ding hier die richtige Ergänzung. Es macht einiges leichter, weil sich alles hübsch synchronisiert.

Dafür reicht es dicke und dafür ist es wohl auch gemacht.
+1
DreamwaverTR04.03.26 17:30
Hallo, ich finde es interessant das auf dem A18 Pro MacOS läuft und dieses auch daran angepasst ist. Wir kommen der Zusammenfassung von Tablett und Macbook auf MacOS Basis näher.
Also iPhone 16 mit MacOS **grins**
-2
macfreakz04.03.26 17:33
Es wäre schon erwähnenswert, dass der neue Macbook Neo nur 599 € mit Bildungsrabatt kostet.

Zweiteres wäre gut zu wissen, wie schnell die verbauten SSDs sind. Ich gehe davon aus, dass sie langsamer sind als die von Macbook Air.
+2
vismed.
vismed.04.03.26 17:34
Für Office-Sachen vollkommen ausreichend und außerdem kann das automatisch mehr als ein iPad Pro … ich prophezeie das Apple, das Teil, wie geschnitten Brot verkaufen wird.
+5
adiga
adiga04.03.26 17:35
Wie läuft eigentlich FamiltyTree (oder MacStammbaum) auf dem neo? Schon Tests gemacht?
-1
OliverCGN04.03.26 17:37
WOW was für ein geniales Teil für einen genialen Preis!
Aber ich denke, dass es den MacBook Air Markt ein wenig kannibalisieren wird:
Bisher mussten die Leute zum Air greifen, wenn sie einen günstigen mobilen Mac brauchten. Gerade viele Schüler, Studenten oder ältere Leute bekommen damit einen günstigen Mac an die Hand.
0
Stefanie Ramroth04.03.26 17:42
Kannibalisieren sicherlich. Aber mit einem Gerät in der Preisklasse kann Apple natürlich auch viel mehr Kunden ansprechen, die eben nicht >1.000 € locker haben. Und ich denke, Apple versteift sich nicht auf die Gewinne aus einem Modell sondern die Summe aller Mac Modelle macht es am Ende aus.

Und wer mit dem Mac arbeitet und einen günstigen Urlaubs-Mac als iPad Alternative gewünscht hat, kann nun endlich den 3.000+ € Rechner Zuhause lassen und mit einem Rechner in Urlaub fahren/fliegen, bei dem der Verlust oder ein Schaden durch Pool-/Meerwasser nicht mehr zu wochenlang schlechter Laune führen muss ☺️
+1
Skywalker0404.03.26 17:44
adiga
Wie läuft eigentlich FamiltyTree (oder MacStammbaum) auf dem neo? Schon Tests gemacht?

Kann ja noch gar nicht gehen, das Gerät ist heute erst vorgestellt worden.
+1
SMP04.03.26 17:47
skipper

ich habe mir vor kurzem ein MacBook Air mit M3 für 799€ gekauft und es ist davon auszugehen dass auch die M4 Version in Kürze zu attraktiven Promopreisen abverkauft wird … aber wer nicht mehr als 699€/799€ ausgeben will/kann ist natürlich als Zielgruppe sehr willkommen
+1
berstema
berstema04.03.26 17:50
Spannend auch das Thema Updates. Ich bin gespannt wie viele Jahre der Software Support anhält und ab wie vielen Jahren neue Funktionen von macOS nicht dafür unterstützt werden.

Dennoch, für Schüler, Studenten und Menschen, die nicht so hohe Ansprüche haben und trotz Allem auf Apple setzen möchten, eine echt gute Alternative!

Der Aufpreis für die 512GB und Touch ID ist auch fair.
0
iEi
iEi04.03.26 17:52
Ich hoffe die Freude am Laptop verblasst nicht schnell. Die Specs sind halt eigentlich schlechter als das M1 von 2020.
Ich hoffe man kauft sich hier nichts was in 2-3 Jahren dann eine schlechte Experience nach sich zieht. A Prozessor und 8GB sieht für mich nicht Zukunftssicher aus ehrlichgesagt.
+1
MacNu9204.03.26 18:05
DreamwaverTR
Hallo, ich finde es interessant das auf dem A18 Pro MacOS läuft und dieses auch daran angepasst ist. Wir kommen der Zusammenfassung von Tablett und Macbook auf MacOS Basis näher.
Also iPhone 16 mit MacOS **grins**

macOS lief meines Wissens bereits auf dem A12. Das war, wenn ich mich recht entsinne, der Prozessor, der im Mac mini verbaut war, den Apple den Entwicklern zur Verfügung stellte.
+1
TMS
TMS04.03.26 18:06
Maximal 8GB RAM? Das ist maximal blöd.
0
berlin7904.03.26 18:06
@iEi

Mir macht es eher etwas Hoffnung, dass die M1 Geräte durch die Vorstellung des MacBook Neo ggfs sogar etwas länger unterstützt werden.
'daß' gibt es seit 1996 nicht mehr. https://www.das-dass.de/
0
MrJava04.03.26 18:12
DreamwaverTR
Hallo, ich finde es interessant das auf dem A18 Pro MacOS läuft und dieses auch daran angepasst ist. Wir kommen der Zusammenfassung von Tablett und Macbook auf MacOS Basis näher.
Also iPhone 16 mit MacOS **grins**
Das habe ich mir auch schon gedacht! Ich denke auch, dass MacOS und iPAD-OS irgendwann verschmelzen werden (wenn auch über eine Art Emulator bzw. Rosetta).
Hör auf Dich selbst, sonst hört Dich keiner!
0

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.