Bestätigt: Amazon kauft den Satellitenanbieter Globalstar – was bedeutet das für Apple?


Die Anfang des Monats aufgekommenen Berichte haben sich bewahrheitet. Amazon greift tatsächlich tief in die Taschen, um den Satellitenanbieter Globalstar zu übernehmen. Reuters
beziffert das finanzielle Volumen auf 11,57 Milliarden Dollar. Globalstar-Aktionäre können laut Deal entweder 90 Dollar in bar oder 0,3210 Amazon-Aktien je Globalstar-Aktie wählen. Der Abschluss wird erst für 2027 erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Freigaben und dem Erreichen bestimmter Meilensteine. Amazon will das Netzwerk unter der Marke "Leo" betreiben.
Was passiert mit Apples als Investor?Das wiederum wirft sofort Fragen auf, inwiefern Apple-Nutzer davon betroffen sind – immerhin ist Apple im Rahmen einer milliardenschweren Investition an Globalstar beteiligt. Allerdings muss man hier etwas präzisieren, denn es kursieren dazu missverständliche Angaben. Apple besaß nicht wie oft behauptet 20 Prozent an Globalstar als ganzem Unternehmen, sondern hielt eine 20-prozentige Beteiligung an jener Gesellschaft, über die der Ausbau des Satellitennetzes lief.
Amazon und Apple antworten...Als die Berichte rund um Amazons Kaufinteressen aufkamen, gab es Spekulationen, Apple nehme möglicherweise Abschied von Globalstar und wechsle zu Starlink. Die heutige Ankündigung enthält aber direkt die Antwort darauf. Amazon und Apple vereinbarten nämlich, dass Amazon Leo die Satellitenfunktionen für iPhone und Apple Watch weiterbetreibt und sogar ausbaut. Für Anwender bedeutet das somit Kontinuität, lediglich Apples Vertragspartner ändert sich.
...und wollen enger zusammenarbeitenZugleich wollen Amazon und Apple bei künftigen Satellitendiensten enger zusammenarbeiten. Für die nächsten Jahre könnte das deutlich mehr Potenzial als nur die Absicherung der bisherigen Notruffunktionen mit sich bringen. Wenn Apple statt auf einen vergleichsweise kleinen Spezialpartner irgendwann schrittweise auf Amazons größeres Satellitennetz aufsetzt, wären auf Dauer mehr Kapazität, höhere Zuverlässigkeit und vor allem zusätzliche Dienste denkbar. Amazon selbst stellt die Übernahme ausdrücklich mit dem Ziel des Ausbaus von Direktverbindungen zu Alltagsgeräten dar.