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Bericht zur Zukunft von Apple TV unter John Ternus

Mit John Ternus rückt bekanntlich ein Vertreter des Hardwarebereichs an Apples Spitze. Das löst aber nicht nur Freude, sondern bei anderen Beobachtern auch etwas Sorge aus: Einem Bericht zufolge stellt man sich in Hollywood beispielsweise erneut die alte Frage, wie dauerhaft Apples Engagement bei Apple TV und anderen Diensten wirklich ist. Manch einer befürchtet, es handle sich eher um ein Prestigeprojekt von Tim Cook, das angesichts des Führungswechsels in seinem Stellenwert degradiert werden könnte.

Das Branchenmagazin Deadline beschäftigt sich mit genau dieser Sachlage und beruft sich auf Unternehmensstimmen, wonach Ternus den Streamingdienst Apple TV für alles andere als nur eine kleine Nebensache hält. Stattdessen verfolge er das Angebot aktiv selbst und wolle es in Zukunft "wettbewerbsfähiger" machen.


Unklar, wie es um Investitionen in Contentproduktion steht
Zugleich bleibt der Bericht vorsichtig, was Apples Film- und Serienambitionen angeht. Deadline erwähnt ausdrücklich, dass Apples Bekenntnis zum Filmgeschäft trotz des Erfolgs von F1 unklar bleibe. Ob Apple unter Ternus bereit bleibt, weiter große Summen in teure Eigenproduktionen wie Severance, Masters of the Air oder The Morning Show zu stecken, müsse sich erst zeigen. Das Vorhaben, Apple TV wettbewerbsfähiger zu gestalten, könnte nämlich genauso gut bedeuten, stärker auf Kennzahlen und Effizienz zu achten. Apple TV werde unter Ternus allerdings wohl kein Amazon-artiges Umschwenken erleben, bei dem plötzlich Werbegeschäft und aggressive Monetarisierung in den Vordergrund rücken – so lautet zumindest die Erwartung unter Brancheninsidern.

Hollywood äußert sich optimistisch
Ternus wird auch von Stimmen aus Hollywood als technisch stark, offen für neue Ideen, detailversessen und persönlich gut angesehen beschrieben. Tendenziell liest man seine Ernennung als Zeichen, dass Apple sich wieder stärker über neue Geräte und Produkte definieren will — ohne dabei Dienste fallenzulassen oder zweitrangig zu behandeln. Das Diensteangebot gelte als wirkungsvolles Mittel, mit dem Apple Nutzer an Hardware binde. Genau deswegen versteht man den Hardware-Hintergrund des neuen CEOs nicht als ein Argument gegen die bisherige Aufstellung. Selbst unter einem "hardwarezentrierten CEO" hänge Erfolg also ebenso sehr an Diensten wie an Geräten selbst.

Kommentare

fronk
fronk23.04.26 13:47
Also sagen die Einen so und die Anderen so? Wie immer, wenn man keine Glaskugel hat …
„Love had surely made us all and hate would surely make us fall.“ Elvis Presley
-4
Deichkind23.04.26 13:57
Ich erkenne keine unüberbrückbaren Gegensätze zwischen den Stimmen. Sie besprechen unterschiedliche Aspekte.
+5
morpheus
morpheus23.04.26 14:02
"...stärker auf Kennzahlen und Effizienz zu achten" Mehr als Tim Cock???
Coffee is always the solution
+2
konnektor23.04.26 15:14
morpheus
Tim Cock
Cook!
+6
Spacely23.04.26 15:37
Man darf auch nicht jeden Dienst, jedes System als abgeschottete Einheit versuchen zu berechnen. Manchmal ist es auch die Summe die gebildet werden sollte.

Gibt ja auch Menschen die einen nicht so recht rentablen Dienst streichen und sich dann wundern warum weniger Geräte verkauft werden.

Man kann sich ja auch mal die Werbung als Vorbild nehmen. Die ist sowas von unrentabel. Nicht eine müde Mark macht man damit. Nur Ausgaben, Ausgaben, Ausgaben.
+4
Estacado23.04.26 18:02
Ich denke, es ist heutzutage eine Herausforderung, allen gerecht zu werden und ein breites Spektrum an Inhalten anzubieten. Apple müsste, ähnlich wie Netflix, ein vielfältiges Programm produzieren, was bei der bisherigen Qualität recht kostspielig wäre. Wenn es nach mir ginge, würde ich mich an den Stil der letzten Jahrzehnte vor der alternativen/Woke-Bewegung orientieren.
-4
Jannemann24.04.26 13:03
Spacely
Man kann sich ja auch mal die Werbung als Vorbild nehmen. Die ist sowas von unrentabel. Nicht eine müde Mark macht man damit. Nur Ausgaben, Ausgaben, Ausgaben.
Die Geschäftsidee dahinter ist u.a. ja auch, mit Werbefreiheit Geld zu verdienen.
+1

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