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Messebericht: Norddeutsche HiFi-Tage 2026 in Hamburg – Eiseskälte und heiße Klänge

Auf der ersten großen HiFi-Messe des Jahres, den Norddeutschen HiFi-Tagen in Hamburg, gab es wieder viel zu entdecken. Der Besuch erforderte allerdings aufgrund eisiger Temperaturen und einer haarigen Parkplatzsituation einiges an Überwindung. Doch es lohnte sich.

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Im letzten Jahr konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht dort sein, daher war der diesjährige Besuch der Norddeutschen HiFi-Tage im Hamburger Hotel Le Meridien direkt an der Alster auch für mich eine Premiere. Bei recht frischen -5°C und gefühlt eisigen -15° durch einen teils schneidenden Wind war die Anreise fast nur mit arktistauglicher Kleidung möglich. Wer mit dem Zug kam, konnte – gut eingemummelt – in ein paar Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof zum Veranstaltungsort gelangen. Auch mit den Öffis ist die Anreise gut möglich gewesen. Wer wie ich (und viele andere) von außerhalb mit dem Auto in die Hansestadt fuhr, brauchte allerdings im Hamburger Großstadtdschungel und den umliegenden Straßen etwas Glück, um einen geeigneten Parkplatz zu finden. Und dann waren es meist noch einige Minuten Fußmarsch bis zum Ziel.

Schon im letzten Jahr wagten die Messeveranstalter das Experiment, Eintritt zu verlangen. Obwohl mit Ausnahme der Leitmesse High End die Regionalmessen in aller Regel kostenlosen Zutritt gewähren. Scheinbar hat das Experiment funktioniert, denn auch in diesem Jahr kostete ein Ticket für Erwachsene stramme 15 Euro – plus 4 Euro für die Garderobe, wenn man sein Winterzeug nicht durch die Flure schleppen wollte, so wie ich Trottel. Weitere Kosten wie Kaffee oder Snacks natürlich nicht inbegriffen. Parkkosten erst recht nicht.

Wie bei derartigen Hotelmessen üblich verteilten sich die Aussteller über mehrere Stockwerke und im Foyer-Bereich, um ihre Neuheiten und Highlights zu präsentieren und oft auch vorzuführen. Das Le Meridien Hotel erweist sich dabei für meinen Geschmack als nicht wirklich ideal. Ist der Bereich im Erdgeschoss noch recht übersichtlich und in nicht allzu langer Zeit abgegrast, erfordert die Orientierung für Erstbesucher des Hotels einiges an räumlicher Vorstellungskraft und guten Kartenlese-Skills. (Das Programmheft mit Lageplänen gab's aber kostenlos. Noch.)

Die Etagen 2-6 sind entweder über Aufzüge zu erreichen, was in der Regel zu lange dauert, oder über teilweise unbeheizte Garagen-Treppenhäuser. Dazu sind die Ebenen in einen linken und einen rechten Bereich unterteilt, die nur im 3. Stock eine Verbindung miteinander haben. Ist der linke Bereich noch einigermaßen übersichtlich (weil nur wenige Räume), erweist sich der rechte Bereich als sehr verwinkelt, sodass man schnell die Orientierung verliert und einige Aussteller leicht übersehen kann. In manchen Bereichen hatten die Ausstellungsräume dafür größere Abstände zueinander, sodass sie sich mit ihren Vorführungen nicht gegenseitig stören konnten. Aber nicht überall.

Ich war am Sonntag dort. Wie mir gesagt wurde, war es am Samstag bis etwa 17 Uhr proppenvoll, sodass meine Wahl für den Sonntag wohl richtig war, denn die Besuchermassen und deren Verteilung waren überschaubar, und es kam in den Gängen nicht wie früher auf den NDHT im Holiday Inn üblich zu unangenehmen Gedrängen. Vom Ambiente her gefiel mir aber das Steigenberger Hotel Treudelberg – Austragungsort der NDHT im Jahr 2023 – deutlich besser. Doch dort war die Anreise eben sehr umständlich, wenn man nicht mit dem Auto fuhr. Das mitten in Hamburg an der Alster gelegene Le Meridien ist für alle besser erreichbar. Trotzdem: Richtig schön fand ich es nicht. Vor allem die unübersichtliche Raumanordnung und die teils eisigen Treppenhäuser empfand ich wenig einladend. Nur ein paar Häuser weiter ist übrigens auch das berühmte Hotel Atlantic, das schon Schauplatz für einen Bond-Film war und "wo Udo wohnt". Das aber nur am Rande. Für die NDHT kommt die Edel-Absteige kaum in Betracht.

Die beschriebenen Umstände und der nach ein paar Stunden einsetzende Stalldrang sorgten dafür, dass wir (ich war mit meinem Bruder dort) die Messe schon deutlich vor Toresschluss (Sonntag um 16 Uhr) verließen und uns auf den Heimweg machten. So habe ich auch nicht jeden Raum bis ins kleinste Detail fotografiert und der Messebericht fällt entsprechend etwas knapper aus als üblich.


Hier die Entdeckungen und Highlights in Bildern:

Die Dänen der Audio Group Denmark, bekannt für ihren extremen und kompromisslosen Entwicklungsaufwand (und die damit verbundenen Preise) waren mein erstes Ziel im Erdgeschoss. Und das war auch eine der besten Vorführungen, bei der mein Bruder stehend hinter der letzten Sitzreihe anmerkte, dass es mit geschlossenen Augen durchaus mit einer echten Live-Auführung verwechselt werden könnte.

Vorgeführt haben die Dänen mit ihrer eigenen Elektronik der Marken Aavik und Zubehör/Kabel von Ansuz. Im Zentrum des Geschehens standen die Traumhaft schönen Børresen T5 Lautsprecher und der brandneue Subwoofer BM3 in "gefalteter Dipol"-Technik.

Gleich nebenan spielte die junge deutsche Firma Auer Acoustics (gegründet 2021) ihren Toplautsprecher in einem akustisch umfangreich optimierten Raum.

Ebenfalls noch blutjung ist die Marke AP Elektroakustik aus Neu-Ulm mit interessanten passiven und teilaktiven Lautsprechern, die statt auf Kalotte oder Bändchen auf einen Breitbänder für den Hochton setzen. Zu sehen waren diese Lautsprecher erstmals auch letzten Oktober auf der Messe Deutsche HiFi-Tage in Darmstadt (Messebericht).

Einer von mehreren Trends: Elektrostatische Lautsprecher sind wieder auf dem Vormarsch. Natürlich waren sie nie ganz verschwunden, besetzen aber stets nur eine Nische – was auch so bleiben wird. Trotz ihrer definitiv vorhandenen Qualitäten, wie hier bei den Lautsprechern von Final aus den Niederlanden zu hören war.

Ein weiterer Trend: Tonbandmaschinen gewinnen wieder deutlich an Beliebtheit. Kein Wunder, bieten sie doch wie Plattenspieler ein musikalisches, optisches und haptisches Gesamterlebnis. Hier ein von der HiFi-Zeile restauriertes Exemplar von Revox. Übrigens war Revox selbst auch auf der Messe vertreten und zeigte unter anderem die brandneue Bandmaschine B77 MK III. Und Revox stellt jetzt auch wieder Compact Kassetten her.

Noch ein Beispiel für die neue Tonbandleidenschaft.

Trend Nummer drei: Hörner! Dass auf den NDHT26 so viele davon zu finden waren, lag vor allem an der Präsenz der beiden Hornspezialisten Avantgarde Acoustic und Acapella (hier im Bild).

Fast schon ein moderner Klassiker sind die aktiven Avantgarde Acoustics ZERO, die erstmals im Jahr 2016 vorgestellt wurden, und die hier in ihrer neuesten Version dankend von Innuos gespielt wurden, um ihren neuesten High-End-Streamer vorzuführen. Das Gehörte war mir aber ein Stück zu aufdringlich. Die Lautsprecher brauchen größere Hörabstände.

In einem anderen Raum klappte das mit dem neuen kleineren Modell Opus 1 von Avantgade Acoustic deutlich besser. Diese schicken und durchaus noch wohnraumfreundlichen aktiven Hornlautsprecher konnte man sogar gewinnen.

Es waren überdurchschnittlich viele Aktivlautsprecher unterschiedlicher Art und Größe zu entdecken. Neben den zuvor genannten Hörnern gehörten dazu auch die Lautsprecher der Marke Backes & Müller, die ihre zusammen mit dem Fraunhofer Institut entwickelten Linienstrahler spielten. Aufgrund der Musikauswahl empfand ich diese Vorführung allerdings sehr nichtssagend. Überhaupt wurden oft nur zwei Arten von Musik gespielt: Die Vorführ-Klassiker, die in jedem zweiten Raum zu hören waren, und viel minimalistisches Geplänkel, das wenig über die Gesamtfähigkeiten der Wiedergabekette aussagt. Zum Glück (und dank Streaming) konnte man fast überall Musikwünsche äußern, wovon auch oft Gebrauch gemacht wurde.

Fast schon deutsches Kulturgut und auf jeder wichtigen Messe präsent ist die Marke Canton, die hier ihr neustes kompaktes Reference-9-Modell in der überarbeiteten GS-Version in den Fokus stellten.

Vor dem AVM-Raum war das All-In-One-Topmodell der Marke zu sehen. Der AVM 30. Ein Streamer, CD-Player, Receiver, DAC und Vollverstärker Made in Germany. Hier mit der optional verchromten Front und einem Glasdeckel, der den Blick auf das komplexe Innenleben erlaubt.

Und noch ein Elektrostat. Diesmal von der legendären Marke Quad aus England, die das Wandlerprinzip in den 50ern berühmt machte.

Kurzer Blick über die teilweise zugefrorene Alster. – Brrr! Wo stehen eigentlich die warmen Röhrenverstärker? – Überall verteilt auf der Messe natürlich.

Immer wieder schön zu hören und auch sehr fotogen sind die "Männerlautsprecher" Pylon Jade 30 im Vertrieb bei Audium. Und hier auch ein schöner Röhrenverstärker von Fezz, an dem man sich die Hände wärmen konnte. … Aber nicht anfassen!

Noch mal Horn, diesmal in einem Workshop mit HiFi-Urgestein Ingo Hansen.

Natürlich gab es auch zahlreiche Kopfhörer, wie hier der außergewöhnliche Grell Audio OAE2. Ein Test in REWIND wird kommen, dauert aber noch ein bisschen.

Schon länger ein Geheimtipp: Die Lautsprecher von Voxativ. Gespielt wurde das fast 65.000 Euro teure Topmodell Elektra mit Feldspulentreiber, die ohne Frequenzweiche auskommen, sowie mit Dipol-Subwoofermodulen (ähnlich wie die Børresen oben) und Stromversorgung per Akku. Es klang verdammt gut hier!

Dass guter Klang nicht ausschließlich über hohe Preise und große Lautsprecher realisierbar ist, konnte man zum Beispiel bei KEF erleben. Hier wurden u. a. die erst kürzlich vorgestellten aktiven Coda W für 899 Eur das Paar gespielt (die kleinen Speaker), die auch für einen Test in REWIND vorgesehen sind.

Im Lautsprecherbau gibt es immer wieder sehr außergewöhnliche Designs, was nicht nur die Beleuchtung in diesem Raum unterstrich. Hier zu sehen sind die Vivid Audio Giya 2.


Was Gunter Kürten (ehemals u. a. ELAC) nach seiner Übernahme mit der Marke Thorens erreicht hat, verdient größten Respekt. Unter seiner Leitung lebte die traditonsreiche Plattenspielermarke wieder sensationell auf. Zu verdanken ist dieser Erfolg einer sehr liebevollen Modellpolitik, die immer auch die am meisten geschätzten Klassiker zitiert. Eines der modernsten Konzepte im Hinblick auf die Optik ist der hier gezeigte TD 404 DD. Das "DD" steht für Direct Drive. Und das Plattenteller-Design ist – wer hätte das gedacht – an Spulen von Tonbandmaschinen angelehnt. Ein Plattenspieler von der Sorte, bei der ich fast noch mal schwach werden könnte. Geil!

Ascendo ist vor allem im professionellen Bereich wie Kino eine bekannte Größe. Der Hersteller baut vielleicht die bestklingenden Kinolautsprechersysteme überhaupt und hält den Weltrekord für den größten Subwoofer-Treiber (100 Zoll). Doch auch HiFi liegt Ascendo-Chef Stefan Köpf (hier im Bild) sehr am Herzen. Hier erklärt er seinen aktiven Live 6 Humming Bird Aktiv Lautsprecher, die sich dank DSP und Einmessung flexibel an unterschiedliche Wohnraumverhältnisse anpassen lassen. Das klang vielversprechend, aber auch hier war die Musikauswahl für meinen Geschmack nicht aussagekräftig genug. Nichtsdestotrotz ein spannendes System!

Journalisten-Kollegen rieten mir dringend zu einem Besuch des Raums von Progressive Audio, deren Vorführung überragend gut klingen solle. Hmm, vielleicht hatte ich wieder nur ein wenig Pech mit der Musik und der Platzwahl. Wirklich gut klingt es bekanntlich nur am Sweet Spot und auch nur dann, wenn man keine Sitzriesen in der Reihe vor sich hat, zwischen denen man hindurch hören muss. Das sind eben die Einschränkungen einer gut besuchten Messe, die man berücksichtigen muss. Zwar ließen die kleinen Aktivlautsprecher mit Coax-Treiber riesiges Potenzial erkennen, aber die Vorführ-Speaker erzeugten auch ein kleines Rappeln von der Rückseite eines der Lautsprecher. Für so etwas bin ich überempfindlich. Dennoch erstaunlich, was aus diesen kompakten Boxen kommt – auch in Sachen Bass.

Fazit: Gelungener Messe-Saisonauftakt mit kleinen Schwächen
Auf den Norddeutschen HiFi-Tagen gab es auch diesmal wieder viel zu entdecken und zu bestaunen. Mag sein, dass mir der Besuch der Messe in Darmstadt letzten Oktober, die auch bei deutlich freundlicheren Temperaturen stattfand, ein zu hoher Maßstab als Austragungsort ist. Jedenfalls finde ich das im Erdgeschoss und in den Treppenhäusern sehr zugige und in der Raumaufteilung sehr verwirrende Le Meridien nicht optimal für eine HiFi-Messe. Doch von meinem persönlichen Befindlichkeiten abgesehen war es inhaltlich wieder ein sehr lohnender Besuch.

Kommentare

wackenfan
wackenfan07.02.26 09:38
Vielleicht passt hier der Hinweis auf die gestern von Steven Wilson gelaunchte Seite Headphone Dust, auf welcher er anfängt seine eigenen Projekte wie auch von ihm aufgearbeitete Klassiker in Studioqualität digital zu vertreiben.

Mir fehlt aktuell die Hardware um die Qualität beurteilen zu können, aber unter den Lesern mag sich ja wer berufen fühlen.
Viel Spaß
+1
sonorman
sonorman07.02.26 10:45
Ich gestatte mir mal, den Link dazu nachzureichen.
+2
Tech Berater07.02.26 11:57
Unvergessen (ca. 7-8 Jahre her) die Kabelständer für 99,- das Stück. Damit werden Lautsprecherkabel vom Fussboden entkoppelt (Erdstrahlung) für einen besseren Klang. Hat besonders gut im 6. Stock der Holiday Inn funktioniert!

Aber mal im Ernst. Ich selten einen so guten Klang wie bei den Elektrostaten erlebt.
Kopfhörer wie Lautsprecher.
0
sonorman
sonorman07.02.26 12:41
Tech Berater
Unvergessen (ca. 7-8 Jahre her) die Kabelständer für 99,- das Stück. Damit werden Lautsprecherkabel vom Fussboden entkoppelt (Erdstrahlung) für einen besseren Klang. Hat besonders gut im 6. Stock der Holiday Inn funktioniert!
Mit Erdstrahlung hat das rein gar nichts zu tun, aber Voodoo ist es auch nicht, sondern die Berücksichtigung rein physikalischer Vorgänge bei der Signalübertragung per Kabel. Dazu gehört u. a. die Tatsache, das jedes elektrische Kabel ein elektrisches Feld um sich herum erzeugt. Das sollte so ungestört wie möglich sein, weil es sonst Auswirkungen auf das Signal hat. Auf dem Boden liegende Kabel sind so ähnlich, wie Störungen (etwa Felsen) auf einem Flussgrund, die an der Wasseroberfläche deutliche Verwirbelungen verursachen. Dieser Einfluss ist auch in Kabeln messbar und – in entsprechend sorgfältig abgestimmten Systemen – auch hörbar.

Auch der Triboelektrische Effekt () spielt dabei eine Rolle, so wie noch andere Parameter. Und das alles in komplexer Abhängigkeit vom Leiteraufbau, dem Dielelektrikum und der Abschirmung gegen Einstrahlung, falls vorhanden.

Aber zugegeben, in solchen Umgebungen wie einer Messe sind solche in ihren Auswirkungen eher geringfügigen Maßnahmen, nicht wirklich nötig. Und ob die so teuer sein müssen, ist auch sehr fraglich. Cable Supports konnte man auch auf der NDHT in einigen Räumen sehen. Wie etwa bei Ascendo. Siehe Bild oben. Und das sind wahrlich keine Esoteriker.

Du wirst lachen, aber ich setze eine kleine Eigenkonstruktion für diesen Zweck ein, die sich als wirkungsvoll erwiesen hat. Und ganz nebenbei hilft das auch beim Staubsaugen, weil das gerade hoch genug ist, dass ich mit dem Sauger unter den Kabeln entlang fahren kann!
+4
THH
THH07.02.26 12:50
Herzlich willkommen im kalten Hamburg.

Ein toller Beitrag finde ich.
Ich bin immer wieder begeistert, was es doch für bewundernswerte Musik-Technik gibt.
0
lillylissy
lillylissy07.02.26 13:06
sonorman
Und ob die so teuer sein müssen, ist auch sehr fraglich.
Nein, müssen sie nicht.
Ich klaue mir hierfür seit jeher, die LEGO-Duplo Bausteine meiner Kinder.
+4
Bitsurfer07.02.26 14:16
Ich war im November hier in der Schweiz an der Hifi Ausstellung Regensdorf. Ich war schon x Jahre oder Jahrzehnte auf keiner Ausstellung mehr und wollte mich mal schlau machen was sich da im Lautsprecherbau getan hat. Ich war überrascht, aber nicht im positiven Sinne. Bei den meisten in den Abhörraum und wieder raus. Bei vielen lief irgendwelche Musik die zwar ordentlich tönte aber nix Livehaftiges.
Der einzige Hersteller bei dem ich zweimal war, war Fyne Audio mit ihren Koaxialtreibern wie Tannoy das anbietet. Das stand so eine kleine Box auf Ständern, die 500 SP und oben drauf ein zusätzlich zu erwerbender Superhochton treiber. Ich hab erst ungläubig herumgeschaut ob da noch was anderes mitläuft. Nö.
Was ich mitgenommen habe ist ein Photo. Ein Photo einer Tidal Playlist was da so vorgetragen wird was bei einem Hersteller vorgeführt wird. Zuhause ausprobiert. Ja klar mit solch selektiven Auswahlen tönen die allermeisten Lautsprecher gut.

Aber die Fyne Audio. Da muss ich nochmals zum Fachhändler.
+1
TorstenW07.02.26 14:38
Bitsurfer
Was ich mitgenommen habe ist ein Photo. Ein Photo einer Tidal Playlist was da so vorgetragen wird was bei einem Hersteller vorgeführt wird. Zuhause ausprobiert.

Magst du das posten? Würde mich tatsächlich interessieren.
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Bitsurfer07.02.26 14:57
TorstenW
Bitsurfer
Was ich mitgenommen habe ist ein Photo. Ein Photo einer Tidal Playlist was da so vorgetragen wird was bei einem Hersteller vorgeführt wird. Zuhause ausprobiert.

Magst du das posten? Würde mich tatsächlich interessieren.

Dasda
+3
TorstenW07.02.26 15:27
Bitsurfer
Dasda

Vielen lieben Dank dir!

Befremdliche Auswahl..
Gut, ist jetzt nur ein Ausschnitt aus der Playlist, aber da ist ja kaum mal ein komplexes oder dynamisch herausforderndes Stück dabei...
Scheint mir alles ein bisschen auf "Guck, wie toll unsere Bässe klingen" ausgerichtet, mit den Miller und Wooten Songs und den tiefen Stimmen.
Aber selbst da geht es halt auch nicht so "richtig" tief runter.
Wenn ich mal wieder Lautsprecher testen gehen würde, wäre glaub ich keins dieser Stücke auf meiner Liste..
0
Pallllo07.02.26 15:31
Interessante Playlist, da liebt jemand wohl tiefe Männerstimmen

Ich konnte alle finden bis auf „scarecrow“. Welcher Künstler ist das?
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sonorman
sonorman07.02.26 15:33
Pallllo

Ich konnte alle finden bis auf „scarecrow“. Welcher Künstler ist das?
+1
Calibrator07.02.26 18:09
Ab welcher Lautsprecherpreisklasse sind diese Kabelstützen spürbar?
+1
Black Coffee07.02.26 20:41
Ab jeder Preisklasse!
Die Bühne erweitert sich, die Darstellung wird deutlich “ausfinnesierter“ (© Mr. M. Böde)

Aber in Wirklichkeit nur, wenn Du auch entsprechenden Feinsicherungen, einen “audiophilen“ Router und laufrichtungsgebundene LAN-Kabeln einsetzt...

Und natürlich die Aktivator-Technik vom Hohepriester der Esoterik... äähh vom “Hifi-Urgestein“ Ingo H.

PS.: Ein Abonnement bei “hörerlebnis.de“ ist auch prägend... so oder so!

Soll heißen:
1.: Raumakustik
2.: Stereodreieck

Den Rest kannste (weitgehend) vergessen!
+5
sonorman
sonorman07.02.26 20:59
Black Coffee

Soll heißen:
1.: Raumakustik
2.: Stereodreieck

Den Rest kannste (weitgehend) vergessen!
Ja, wenn man keine höheren Ansprüche hat, dann auf jeden Fall.
-3
Black Coffee07.02.26 21:08
Warum?
die meisten real existierenden Räume sind suboptimal (zu klein, sollen “wohnlich“sein, WAF usw usf.)

Das Bild vom Raum Audio Group Denmark zeigt doch schon, so kann das nicht gut gehen...
Ist aber im reellen Leben eben auch nicht einfach...

Also: Raumakustik optimieren & sehen, daß man ein gutes Stereodreieck hinbekommt anstatt “irgendwie Raumbeschallung“!

Vorher sind doch Kabelbrücken & Co. absolut Mumpitz!
+5
sonorman
sonorman07.02.26 21:19
Black Coffee
Stereodreieck und Raumakustik sind die Grundvoraussetzungen. Ohne das, braucht man sich natürlich auch keine Gedanken über darüber hinaus gehende Optimierungen der Anlage zu machen. Dazu kommt übrigens nächste Woche ein eindringlicher Artikel in REWIND.

Aber nur weil das so wichtig ist, heißt das im Umkehrschluss natürlich NICHT, dass alles andere außer Stereodreieck und Raumakustik unwichtig wäre und keinen Einfluss hat.

Dass man auf Messen mit Einschränkungen rechnen muss, sollte auch jedem klar sein. Davon abgesehen klang es aber bei Audio Group Denmark im Raum trotzdem verdammt gut.
0
Black Coffee07.02.26 21:48
sonorman
Dazu kommt übrigens nächste Woche ein eindringlicher Artikel in REWIND.

freue mich drauf!
sonorman
Aber nur weil das so wichtig ist, heißt das im Umkehrschluss natürlich NICHT, dass alles andere außer Stereodreieck und Raumakustik unwichtig wäre und keinen Einfluss hat.

Natürlich nicht… aber die Relevanz von Kabelbrücken, Feinsicherungen, laufrichtungsgebundene Kabeln
und “audiophilen“ Netzwerkkompnenten darf ich schon mal in Frage stellen?
sonorman
Dass man auf Messen mit Einschränkungen rechnen muss, sollte auch jedem klar sein.

völlige Zustimmung…. obwohl wg. der Einschränkungen diese Messen “hörtechnisch“ völlig sinnbefreit sind…
+4
Calibrator07.02.26 22:10
Gibt es denn irgendwelche objektiven Messungen/Vergleiche, die belegen, dass sich das Verhalten der Lautsprecherkabel mit/ohne Kabelbrücken ändert?

Was wäre, wenn die Lautsprecherkabel verspannt, also ohne Boden/Wandberührung verlegt würden?
0
sonorman
sonorman07.02.26 22:21
Black Coffee
… aber die Relevanz von Kabelbrücken, Feinsicherungen, laufrichtungsgebundene Kabeln
und “audiophilen“ Netzwerkkompnenten darf ich schon mal in Frage stellen?


völlige Zustimmung…. obwohl wg. der Einschränkungen diese Messen “hörtechnisch“ völlig sinnbefreit sind…
Na klar, man darf alles in Frage stellen, von dem man nicht sicher ist, ob es richtig ist. Aber etwas in Frage zu stellen oder leicht despektierliche bis sarkastische Kommentare dazu liefern, sind zwei unterschiedliche Dinge. Letzteres ist eine Wertung und quasi eine Vorverurteilung. Das finde ich nicht so gut.

HIFi-Messen sind übrigens nicht wirklich dazu gedacht, den Hörern das beste Klangerlebnis ihres Lebens zu bescheren. Jeder Aussteller weiß das und würde das auch nie ernsthaft behaupten. (Außer vielleicht aus übertriebenem Marketing-Ambitionen.) Diese Messen dienen dazu, Interessenten einen besseren Gesamtüberblick zu ermöglichenu und Faszination zu schaffen, denn selbst der beste und größte Händler hat nicht so viel an Ware. Und es soll natürlich auch neugierig und Appetit machen. Selbstverständlich wollen die am Ende alle was verkaufen. That's the point!
+3
Feldmann0107.02.26 23:00
Mich hat das Publikum bei den Vorführungen amüsiert. Überwiegend männlich, jenseits der 60 Lenze lauschen andächtig HiFi Porn (sorry anders kann ich manchen Geräte wirklich nicht mehr bezeichnen) obwohl ganz offensichtlich ihr Hörvermögen diametral zu ihren monetärem Möglichkeiten steht. Aber ist wohl bei den aufgerufenen Preisen auch verständlich.
+2
RMR08.02.26 00:20
Schon wieder ein falsches „scheinbar“: Wann endlich lernen Sie das? Ihr „scheinbar“ geglücktes Experiment hätte nicht geglückt, denn Sie schreiben das Gegenteil des eigentlich Gemeinten. Übersetzung im print-DUDEN: Nur dem Scheine nach! Sie meinten „anscheinend“, die subjektive Sicht, die sprachlich offen läßt, wie es tatsächlich ist. Gar nicht schwer, endlich nicht mehr nur Dummdeutsch zu plappern!!!
-13
ws_br08.02.26 07:34
Ein Erfahrungsbericht zu HiFi Kabeln, deren Abschirmung und weiteren Klang-Optimierungen aus Ende der 90er Jahre. Ich durfte die fertige Anlage ausgiebig hören und bin seitdem ein wenig geheilt von HiFi-Optimierungen und fokussiere mich mehr auf "Musik"-Hören. Aber es war ein echtes Klang-Erlebnis


Was in dem Bericht nicht erwähnt wird ist, dass bei allen Geräten elektronische Modifikationen/Optimierungen vorgenommen wurden. Wohnzimmertauglich war die Anlage auch nur für echte HiFi Enthusiasten.


Ein interessantes Video zum Thema HiFi-Tuning vs Voodoo:
+1
Calibrator08.02.26 10:21
Gibt es hier Mitforisten, die sich eine wirklich teure Anlage geleistet haben - so 100 k€ oder mehr? Dazu den passenden Hörraum?
Wieviel Zeit verbringt Ihr tatsächlich für den Hörgenuss mit diesem Raum?
0
sonorman
sonorman08.02.26 12:38
Calibrator
Dazu wird sich wohl kaum jemand hier outen. Aber ja, die gibt es. Ich habe mit einigen gelegentlich Kontakt. Die wollen sich dazu in der Regel nicht äußern, weil sie sehr genau wissen, wie leicht das zu beknackten Neiddebatten und abwertenden Kommentaren führt. Wer sich das Hobby in einem so gehobenen Preisbereich leistet, geht damit nicht hausieren oder prahlen. Dafür sind andere Hobbys besser geeignet.
0
Calibrator08.02.26 13:11
@sonorman
Verständlich, wäre trotzdem interessant.
Auf den Messen werden ja durchaus eindrucksvolle Dinge gezeigt, die viel Ingenieurs-, Musik-, Ton-, Akustikwissen und Handwerkskunst verkörpern.
0
Michael Lang08.02.26 13:28
Ich habe schon einige teure Komponenten besessen und auch mit einigem Voodookram rumexperimentiert.
Gute Kabel kann man durchaus (er)hören. Feinsicherungen bei entsprechenden Voraussetzungen (gute Verkabelung der Steckdosen vom Sicherungskasten aus) können auch eine Nuance bringen. Kabelbrücken konnte ich nicht als eindeutig klangfördernd identifizieren (wobei der Grundgedanke dabei schon passt). Habe auch keine armdicken Kabel a la Inakustik Air o.ä.

Grundsätzlich bringen all die Tuning-Maßnahmen erst was, wenn der Rest der Anlage absolut passt. Also erstens Top-Lautsprecher (die müssen nicht unbedingt 10K oder ein Vielfaches kosten), gute Elektronik (im Vernunftrahmen um die 1K €, mehr geht immer). Korrekte Aufstellung im Raum. Dann kann man evtl. Kabel oder Untersteller verbessern. Am meisten bringt Investition in Raumakustik. Dazu zähle ich auch gute Einmesssysteme. Das hat bei mir am meisten gebracht.
Alles andere läßt sich kaum verifizieren oder bringt nur minimalen Gewinn gemessen am Geldeinsatz. Aber es ist halt Hobby und somit wie bei allem jedem selbst überlassen, was man bereit ist zu machen und zu investieren. Und natürlich welche finanziellen Möglichkeiten man hat.

Man kann auch für relativ kleines Geld eine tolle HiFi Anlage zusammenstellen. Ganz ohne Voodoo (wobei das einfach ein wenig Würze ins Hobby bringt)
- Das größte Maul und das kleinste Hirn,wohnen meist unter derselben Stirn. - Hermann Oscar Arno Alfred Holz, (1863 - 1929), deutscher Schriftsteller
+1
Uschaurischuum!
Uschaurischuum!09.02.26 00:38
Mal unabhängig vom Klang, Marke und Preis – das Design empfinde ich herausfordernd in der Vorstellung mein Wohnraum damit zu schmücken. ... aber schon klar, es geht um den Sound
Brauchen wir alles was wir können?
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sonorman
sonorman09.02.26 09:12
Uschaurischuum!
Mal unabhängig vom Klang, Marke und Preis – das Design empfinde ich herausfordernd in der Vorstellung mein Wohnraum damit zu schmücken. ... aber schon klar, es geht um den Sound
Welches Design? Es gibt quasi JEDES Design und damit für jeden Geschmack etwas. Von unsichtbaren Einbausystemen, über Retro, Modern, dezent, opulent, bis hin zu extrem extravagant.
+1
Calibrator09.02.26 13:09
Wenn ich mir die großen Lautsprechersysteme so ansehe, so können die (hoffentlich) verzerrungsfrei, phasentreu und linear bis in die 120er dBA tönen.

Gibt es denn Musik auf Medien und Streams, die derartige mögliche Dynamik überhaupt bieten bzw. wirklich anbieten?
Ich meine dabei nicht die technisch mögliche Dynamik sondern die Musikstücke an sich.
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