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Forum>Fotografie>Auf der Suche nach dem „Leica-Look“!

Auf der Suche nach dem „Leica-Look“!

System 6.0.1
System 6.0.110.04.2611:31
Ausgehend von diesem Thread → Gibt es hier Leica Nutzer? will ich an dieser Stelle den oft zitierten, irgendwie auch ominösen „Leica-Look“ auf den Zahn fühlen. Ich bin auf Deine Meinung gespannt.

Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, den schwer zu beschreibenden „Leica-Look“ zu illustrieren. Er wird oft als „3D-Pop“ bezeichnet, und ich finde, das trifft es sehr gut. Es ist eine besondere Methode, Tiefe in ein Bild zu bekommen. Bilder anderer Objektive empfinde ich zuweilen als sehr flach, obwohl sie auch mit Unschärfen arbeiten können.

Meine Aufgaben an Dich ist (wenn Du teilnehmen möchtest) mindestens ein Bild zu finden, das Deiner Meinung nach diesem „Leica-Look“ zeigt.

Meine Methode:

Ich habe glass.photo besucht und mir dort Bilder von 50-MM-Objektiven zeigen lassen. Keines der hier platzierten Fotos davon gehört mir. Bitte lasst mich wissen, wenn das ein Problem für den Forenbetreiber ist. Danke. Und ja, Glass ist insofern problematisch, das es ein kostenpflichtiges Forum ist. Es gibt aber einen eingeschränkten, kostenfreien Zugang. Diese Hürde hat meines Erachtens einen sehr positiven Einfluss auf die Qualität der Beiträge dort. Darum meine Wahl.

Diese Objektive habe ich gewählt:
* Leica Summicron-M 50mm f/2
* Canon EF 50mm f/1.8 STM
* Nikon Nikkor Z 50mm f/1.8 S
* Sony FE 55mm 50mm f/1.8 Carl Zeiss Sonnar T*
* Fujifilm XF 35mm f/2 R WR (APS-C-Äquvalent zu 50 mm im Vollformat)

Meine Auswahl hat 3 Gründe:

1. Das gewählte Leica Objektiv ist von 1984, also bereits recht alt. Es zeigt den erwähnten Leica-Look, ohne die Perfektion heutiger Linsen, bzw. den fast übertriebenen „Leica Look“ des „King of Bokeh“ zu produzieren, der wahrscheinlich für die Wortschöpfung Leica-Look verantwortlich ist.
2. Das Summicron gilt als sehr gutes, aber (im Leica-Universum) günstiges Objektiv. Ich wollte vermeiden, dass Leica-Look ausschließlich als Preisfrage gesehen wird.
3. Alle weiteren Objektive sollten ebenfalls Festbrennweiten mit ähnlicher, maximaler Blende sein.

Ich kenne persönlich nur die Objektive von Sony und Leica. Möglicherweise habe ich für die anderen Hersteller eine ungünstige Wahl getroffen. Das tut mir leid. Sollte es bessere Kandidaten geben, schreibe es bitte in die Kommentare. Melde Dich bitte auch, wenn Du Bilder zu den jeweiligen Objektiven kennst, die besser die gewünschte Qualität zeigen. Am Ende finden wir noch ein billiges China-Objektiv mit dem Leica-Look. 👍

Die Bilder haben Namen und keine Nummern. Ich wollte jeden Anschein von „Bewertung“ oder „Reihenfolge“ in der Benennung vermeiden. Hier sind die Bilder:



Hier kannst Du Deinen Kandidaten für den Leica-Look wählen.

Ich freue mich natürlich auch über einen regen und gesitteten Austausch. Die Auflösung poste ich, wenn die Diskussion leer läuft. Wer es vorab wissen will, kann mich gerne direkt anschreiben. Aber dann auch bitte nicht verraten. Danke
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+1
Umfrage

Auf der Suche nach dem „Leica-Look“!

  • Plaza
    11,5 %
  • Torbogen
    7,7 %
  • Gelb
    32,1 %
  • Badekappe
    12,8 %
  • Drache
    6,4 %
  • Ich erkenne nirgends den „Leica-Look“
    26,9 %
  • Alle haben den „Leica-Look“
    2,6 %

Kommentare

Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex10.04.2612:00
Oh, das wird spaßig 😁

Schön wäre ein Voigtländer VM und Zeiss ZM in der Reihe gewesen.

Vor allem den ZMs wird nämlich der 3D Pop auch nachgesagt. Wie ziemlich vielen anderen Objektiven (auch modernen). Das ist nichts Leica eigenes.
+4
tpau17
tpau1710.04.2612:09
System 6.0.1
Ausgehend von diesem Thread → Gibt es hier Leica Nutzer? will ich an dieser Stelle den oft zitierten, irgendwie auch ominösen „Leica-Look“ auf den Zahn fühlen. Ich bin auf Deine Meinung gespannt.
Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, den schwer zu beschreibenden „Leica-Look“ zu illustrieren. Er wird oft als „3D-Pop“ bezeichnet, und ich finde, das trifft es sehr gut. Es ist eine besondere Methode, Tiefe in ein Bild zu bekommen. Bilder anderer Objektive empfinde ich zuweilen als sehr flach, obwohl sie auch mit Unschärfen arbeiten können.

Der Leica-Look lässt sich für mich durch eine besondere Räumlichkeit erklären, du hast 3D-Pop geschrieben, die nicht auf purer Unschärfe basiert.
Am Beispiel des SL APO 90mm ( aber auch dem SL APO 75mm, ich habe glücklicherweise derzeit beide)- sieht man das perfekt.
Kontrast statt Matsch: Das Bokeh entsteht hier durch gezielten Kontrastverlust, nicht durch das völlige Auflösen des Hintergrunds. Da gehen die Objektive von MeyerOptik einen anderen (wertfrei!) Weg, siehe auch
Struktur & Kontext: Die Umgebung bleibt erkennbar, was dem Bild Tiefe verleiht. Das Motiv wird nicht isoliert, sondern ästhetisch eingebettet.
Plastizität: Bei gigantischer Schärfe im Fokus findet das Auge einen festen Anker. Da der Hintergrund seine Struktur behält, wirkt das Bild dreidimensional (dein „3DPop-Effekt“), ohne unruhig zu sein.
Mein Fazit: Der Look ist die Kunst, Schärfe und Umfeld so zu kombinieren, dass der Raum trotz Freistellung spürbar bleibt, entsprechend bin ich auf die Auflösung nächste Woche gespannt und ob meine Auswahl richtig war... Danke für die Beispielbilder bzw. die Zusammenstellung!

Und ja, es könnte eine Chinaobjektiv geben, dass nicht zu unterschätzen ist: Mandler (ich hatte aber noch keines bisher, aber man liest interessantes dazu). Der Name Mandler ist nicht zufällig, er war in Ontario damals der Leica.Optik.Ing. und hat klasse Linsen entwickelt, tw. ware es ein Battle mit Wetzlar Leica-intern. Aber auch die Voigtländer-Linsen sind ausgezeichnet und kommen für mich ganz nah an Leica-Linsen dran, insbesondere das APO28er für den M-Mount, ich bin immer wieder hin und weg von den Ergebnissen.
+2
System 6.0.1
System 6.0.110.04.2612:11
Gammarus_Pulex
Oh, das wird spaßig 😁

Schön wäre ein Voigtländer VM und Zeiss ZM in der Reihe gewesen.

Vor allem den ZMs wird nämlich der 3D Pop auch nachgesagt. Wie ziemlich vielen anderen Objektiven (auch modernen). Das ist nichts Leica eigenes.

Spaß muss sein, sonst kommt ja niemand zur Beerdigung. Ich habe versucht diesen ZM/VM-Aspekt mit dem Sony FE 55mm 50mm f/1.8 Carl Zeiss Sonnar T* hineinzubringen. Dieses Objektiv gibt es für unterschiedliche Kameras und hat AF.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex10.04.2612:16
Weiß ich doch.
Ich war nur nie ein Freund des 55er Sony Zeiss. Ja, das ist sehr kontrastreich, aber auch voller Farbränder. Hat mir damals keinen Spaß bereitet.

tpau17
Am Beispiel des SL APO 90mm ( aber auch dem SL APO 75mm, ich habe glücklicherweise derzeit beide)- sieht man das perfekt.
Kontrast statt Matsch: Das Bokeh entsteht hier durch gezielten Kontrastverlust, nicht durch das völlige Auflösen des Hintergrunds.

Genau das meinte ich in meinem Post aus dem anderen Thread: Was du beschreibst trifft vollkommen zu. Aber es gibt halt auch die komplett konträre Objektivausrichtung bei Leica und auch denen wird ein Leica Look angedichtet. Wenn überhaupt, kann es nur mehrere Leica Looks geben. Und alle könnten unterschiedlicher nicht sein
+3
System 6.0.1
System 6.0.110.04.2612:23
tpau17
Und ja, es könnte eine Chinaobjektiv geben, dass nicht zu unterschätzen ist: Mandler (ich hatte aber noch keines bisher, aber man liest interessantes dazu). Der Name Mandler ist nicht zufällig, er war in Ontario damals der Leica.Optik.Ing. und hat klasse Linsen entwickelt, tw. ware es ein Battle mit Wetzlar Leica-intern. Aber auch die Voigtländer-Linsen sind ausgezeichnet und kommen für mich ganz nah an Leica-Linsen dran, insbesondere das APO28er für den M-Mount, ich bin immer wieder hin und weg von den Ergebnissen.

Das oben erwähnte Leica Summicron-M 50mm f/2 (ich habe Version IV) wurde vom erwähnten Dr. Walter Mandler → in Ontario/Canada entwickelt.

Den Namen „Mandler“ als Markennamen für einen Nachbau zu verwenden, finde ich hingegen unanständig. Aber auf mich hört ja wieder keiner …
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+3
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex10.04.2612:27
Das Mandler 35mm F2 ist offen wohl sogar einen Tacken schärfer als das Leica Original. Gibt da schon diverse Vergleiche und für den Preis der Hommage ist das ein No Brainer, wenn man die Ästhetik mag. Beide sind halt offen "joa" und haben ihren eigentlichen Look für den sie bekannt sind bei Blende 4.
+1
Roony10.04.2614:09
genau das ist mein iPhone Look.
einfach wahllos ausgewählte Fotos.
In meinen Augen eine völlig unsinnige Diskussion hier.
Für manche mag dieser Austausch Spaß sein, aber für echte Fotografen ist sowas völlig absurd und irrelevant.
"Marketing" läßt grüßen.
Aber ich gebe zu: Spaß muss sein ! Gerade in diesen Zeiten.
Na dann wünsche ich hier Allen ein schönes WE.
-4
globalls
globalls11.04.2611:29
Kleine Anmerkung meinerseits als Wiener zum Bild Torbogen: Das Bild zeigt die Gloriette in Schloßpark Schönbrunn, und das sind keine Torbögen, sondern Arkaden. Im übrigen sind dort keine Tore weit und breit….
Sorry…
„Muss ich denn alles selber machen?“
+3
System 6.0.1
System 6.0.111.04.2613:14
globalls
Kleine Anmerkung meinerseits als Wiener zum Bild Torbogen: Das Bild zeigt die Gloriette in Schloßpark Schönbrunn, und das sind keine Torbögen, sondern Arkaden. Im übrigen sind dort keine Tore weit und breit….
Sorry…

Wieder was gelernt. Danke!
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+2
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System 6.0.111.04.2613:16
Roony
genau das ist mein iPhone Look.
einfach wahllos ausgewählte Fotos.
In meinen Augen eine völlig unsinnige Diskussion hier.
Für manche mag dieser Austausch Spaß sein, aber für echte Fotografen ist sowas völlig absurd und irrelevant.
"Marketing" läßt grüßen.
Aber ich gebe zu: Spaß muss sein ! Gerade in diesen Zeiten.
Na dann wünsche ich hier Allen ein schönes WE.

Ich hatte auch auf mindestens einen Kommentar wie diesen hier gehofft. Danke.

Bist Du „Fotograf“?

📸
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+2
Roony11.04.2613:59
Yupp!
0
pogo3
pogo311.04.2618:03
Bist Du „Fotograf“?
Fotograf kann heute jeder.
„Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.“
+1
System 6.0.1
System 6.0.111.04.2618:26
pogo3
Bist Du „Fotograf“?
Fotograf kann heute jeder.

Aber echter Fotograf? So richtig mit Ausweis und Ausbildung und „treten Sie zu Seite, ich bin Fotograf!“ ist dann doch nicht jeder.

Ich warte also weiter auf Roony‘s Antwort. Ich bin ja hier um zu lernen, und nicht um Schabernack zu trei… äh, letzteres doch. 🥸

Ah! Vollkommen überlesen: Er ist!
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
0
System 6.0.1
System 6.0.111.04.2620:46
Ronny
Für manche mag dieser Austausch Spaß sein, aber für echte Fotografen ist sowas völlig absurd und irrelevant.

Nun, ich gehe davon aus, dass es dem professionellen Fotografen „völlig absurd und irrelevant“ ist, weil das auch für deren Kunden zutrifft, oder?

Dem möchte ich entgegensetzen (obwohl es noch nicht bestätigt ist), dass es Zeitschriften und vor allem Magazine gibt, die das ganz anders sehen. Ich habe meine ersten fotografischen Drogen durch Magazine wie National Geographic, Stern oder Life verabreicht bekommen.

Für die waren solche „Details“ höchstwahrscheinlich weder irrelevant noch absurd.
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+1
pogo3
pogo312.04.2623:25
Fotograf kann heute jeder.
Die hatte ich wieder vergessen: . Aber es ist wahr, jeder fühlt sich dazu bemächtigt, oder ertüchtigt, oder wie auch immer. Man will mir immerzu dieses eine wichtige Foto zeigen, zumeist auf einem Handy, zu jedem dummen Zeitpunkt. Ich mach mir schon immer einen Spaß daraus: "Du wirst es nicht finden". Und tatsächlich, nach 10 Minuten suchen unter den 3.449 Fotos auf dem iPhone oder egal welchem, wird es aufgegeben, mit der wiederholenden Anmerkung einer erwartbaren Anmerkung: "Das kann doch jetzt nicht sein, wo ist dieses Foto jetzt ? Ich schick dir das dann morgen mal vorbei." Morgen hat er/sie es dann schon wieder vergessen.

Fotograf kann heute jeder.
„Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.“
+2
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex12.04.2623:49
Dabei du funktioniert die Inhaltssuche in der Handygalerie doch mittlerweile echt gut
+1
pogo3
pogo313.04.2613:23
Dabei du funktioniert die Inhaltssuche in der Handygalerie doch mittlerweile echt gut
Ja, aber wenn sie suchen vergessen sie die Suche mit der Inhaltssuche. 🥴🤷🏻‍♂️
„Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.“
+3
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex13.04.2615:37
In der Hoffnung, dass der Upload die Qualität nicht gänzlich schreddert: Hier mal drei Aufnahmen zum Thema Plastizität. Alle so bearbeitet, dass die Farben zumindest annähernd gleich erscheinen. Findet jemand den Leica Look?

+2
macbacchi13.04.2615:47
den leica look gibts auf dem konto. der rest ist grösstenteils phantasie. ich nutze M leicas seit 45 jahren. R übrigengs auch. und wenn ich im leica forum bilder anschaue finde ich 80% peinlich, und könnte das mit einem modernen iphone auch. von pixel peeping mal abgesehen.
und ich habe auch eine M11M und Summiluxe und Summarite und antike gläser und china nachbauten. die leica kauft man weil es so nett ist sie zu nutzen. und bewusst zu fotografieren. aber leica look? etwas wunschdenken und rechtfertigung der aufgerufenen preise führt zu zahlreichen fiktionalien. just my two cent.
+11
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex13.04.2615:52
macbacchi: Da musst du nur mal ins entsprechende rote Forum schaun. Richtig tolle Fotos, an denen man hängen bleibt, sind auch da die große Ausnahme.
+2
platti14.04.2609:10
Gammarus_Pulex
macbacchi: Da musst du nur mal ins entsprechende rote Forum schaun. Richtig tolle Fotos, an denen man hängen bleibt, sind auch da die große Ausnahme.
So ist es.
0
pogo3
pogo314.04.2616:45
macbacchi: Da musst du nur mal ins entsprechende rote Forum schaun. Richtig tolle Fotos, an denen man hängen bleibt, sind auch da die große Ausnahme.
Naja, das ist halt immer enorm geschmäcklerisch, und selbst der Geschmack ist geschmäcklerisch. Alle großen Fotografen waren stets auch "Produkt" eines gesellschaftlichen Geschmacks, und der war immer auch Produkt von zeitgeistigen Phänomenen. Mir kommen da z.Bsp. immer die "Supermodels" der 90-er in Sinn, die Lindbergh in Szene gesetzt hat. Heute wäre das naja, etwas zu banal, zu soft. Aber so ist das ja mit allem.
„Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.“
+1
tpau17
tpau1714.04.2618:48
Gammarus_Pulex
Da musst du nur mal ins entsprechende rote Forum schaun. Richtig tolle Fotos, an denen man hängen bleibt, sind auch da die große Ausnahme.
Ja, dort findet sich die volle Bandbreite – wirklich ausgezeichnete, extrem hochwertige Bilder (Bsp: Robb, #373 ff z.B.), diese gefallen mir (ist aber auch Geschmacksache) und bei manchen Sammelthreads bin ich gnadenlos enttäuscht oder erreichen mich einfach nicht,, aber oft steckt eine Geschichte dahinter, die wir nicht kennen. Und bei anderen Fotoforen ist es doch ähnlich, also kein Leica-Phänomen .... darf man einfach nicht vergessen!
Mein Favorit für wirklich gute Fotos ist 1x.com . Im Unterschied zu gewöhnlichen Fotoseiten werden hier nicht alle Uploads automatisch veröffentlicht – jedes Bild muss einen anspruchsvollen Selektionsprozess bestehen. Mitglieder und auch Master-Kuratoren prüfen jede Einreichung. Angeblich nur etwa 5% aller eingereichten Werke schaffen es zur Veröffentlichung, aber auch bei 15% ist es einfach ein anderer Level.
+2
System 6.0.1
System 6.0.114.04.2619:24
„Wenn es doch in Sachen des Geschmacks oder der Kritik überhaupt ein Ober-Appellations-Gericht gäbe!“

Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799)
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
-1
System 6.0.1
System 6.0.114.04.2619:35
tpau17
Mein Favorit für wirklich gute Fotos ist 1x.com . Im Unterschied zu gewöhnlichen Fotoseiten werden hier nicht alle Uploads automatisch veröffentlicht – jedes Bild muss einen anspruchsvollen Selektionsprozess bestehen. Mitglieder und auch Master-Kuratoren prüfen jede Einreichung. Angeblich nur etwa 5% aller eingereichten Werke schaffen es zur Veröffentlichung, aber auch bei 15% ist es einfach ein anderer Level.

Dann hat sich 1X geändert. Als ich die ersten Links zu 1x.com bekam, fand ich dort ein Sammelbecken von außergewöhnlich furchtbaren Bildern vor, die alle nur deshalb gepostet waren, weil man zahlende Kunden hatte.

Dann kann man da ja wieder mal vorbeischau'n …
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
-2
tpau17
tpau1714.04.2619:53
pogo3
Naja, das ist halt immer enorm geschmäcklerisch, und selbst der Geschmack ist geschmäcklerisch. Alle großen Fotografen waren stets auch "Produkt" eines gesellschaftlichen Geschmacks, und der war immer auch Produkt von zeitgeistigen Phänomenen. Mir kommen da z.Bsp. immer die "Supermodels" der 90-er in Sinn, die Lindbergh in Szene gesetzt hat. Heute wäre das naja, etwas zu banal, zu soft. Aber so ist das ja mit allem.
Du bringst es auf den Punkt: Alle großen Fotografen waren Produkt ihrer Zeit. Lindberghs Supermodels der 90er hätten heute eine ganz andere Wirkung. Aber das ist ja das Spannende, ,unser Geschmack verschiebt sich, die Technik ermöglicht neue Möglichkeiten, und beides formt sich gegenseitig. Deshalb kann buw. darf man das Gestern nicht einfach mit den Maßstäben von heute messen.
Und ich möchte ergänzen, dass hier auch eine künstlerische Unschärfe ansetzt.. Wenn man alte Negative und Dias mit heutigen Megapixeln vergleicht, sieht man, wie sehr Technik und Zeitgeist zusammenhängen. Die Analog-Ästhetik hatte ihre Grenzen, aber auch ihre Qualitäten – und das hat den visuellen Geschmack geprägt.
+1
barfoo25.04.2609:37
Leica hat über viele Jahrzehnte eine ganze Reihe von sehr unterschiedlich konstruierten Objektiven herausgebracht. Von daher gibt es nicht DEN Leica look. Der Look hängt auch stark vom Motiv ab. Für den 3d-look braucht man z.B ein Objekt im Vordergrund, einen Hintergrund mit idealerweise unterschiedliche Tiefe. Dann kann man die nachlassenden Schärfe wahrnehmen. Das (oft in der Mitte) scharfe Objekt steht dann sichtbar abgesetzt in einer Umgebung mit nach Tiefe nachlassender Schärfe.
D.h. ein bekannter "Leica Look", der auch hier wieder anscheinend gemeint ist, das der ist der Look von Summilux-Objektiven, "wide-open" bei f1.4. Es gibt aber auch andere Looks, wo helle Kanten "glühen" (Leica Glow), der träumerische/romantische Look von Objektiven mit f1.0 (Noctilux) oder Schwarz-Weiss-Bilder mit hohem Kontrast. Ein wesentlicher Faktor sind die Qualitäten von Festbrennweitenobjektive. Viele Zoom-Objektive haben keinen vergleichbaren optische Charakter. Aber sehr gute Festbrennweitenobjektive mit ähnlichen Charakteristiken gibt es auch von anderen Herstellern.

glass.photo benutze ich auch. Viele Fotos dort sind aber nur begrenzt aussagekräftig (auch wegen der speziellen JPEG-Kompression) und viele Motive haben auch eher Schnappschusscharakter.

Die interessanteste Fotos findet man eher in der Galerie von LFI-ONLINE.de .
+2
Roony25.04.2612:44
Die einzige Firma, die mir heute einfällt ist FUJIFILM. Diese versteht es genau so wie Leica, clever den Begriff "LEICA-LOOK", bzw. "FUJI-LOOK" marketing-relevant einzusetzen.
Seit wann gibt es überhaupt diesen Begriff ?
weiß das Jemand ?
Heutzutage wird sogar Geld mit "Leica-LUTs" gemacht.
0
System 6.0.1
System 6.0.125.04.2620:32
Leica-Look, da war doch was … Moment, ich? Ach so, ja klar: Ich muss ja die Auflösung anbieten. Hier ist sie:



Und was sagt mir das? Nun, dass der „Leica-Look“ ganz offensichtlich verwechselt wird mit Bokeh:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bokeh
Bei der Fotografie bestimmter Motive wird der Hintergrund gerne bewusst unscharf gehalten, um die Ablenkung des Betrachters vom Hauptmotiv zu mindern und um eine plastische Wirkung der Aufnahme zu bewirken.

Weil das so ist, habe ich das Bild „Gelb“ in die Gruppe aufgenommen. Und es hat entsprechend die Stimmen auf sich gezogen. Auch das Bild „Drache“ passt in diese Kategorie. Es gibt hier ebenso sehr scharfe und unscharfe Anteile. Dabei bleiben die Bereiche sichtbar voneinander getrennt.

Die anderen Bilder gehören in unterschiedlichen Abstufungen in dieselbe Gruppe: Es gibt bei ihnen ebenfalls einen eindeutig scharfen, und drumherum einen ebenso eindeutigen unscharfen Bereich.

Bei dem Bild „Badekappe“ ist das — in meinen Augen — anders. Der Vordergrund wird von einer „sanften Schärfe“ bestimmt, der Hintergrund ist, trotz Blende f 2.4, „leicht“ unscharf.



In meinen Augen macht das den Leica-Look aus. Es ist die Plastizität der Menschengruppe im Vordergrund. Es geht hier nicht um Schärfe/Unschärfe, sondern darum, dass dieses Bild „räumlicher“ wirkt, als alle anderen.
https://www.presseportal.de/pm/160372/5625114
Für den "Leica-Look" ist die hervorragende Technik des Herstellers verantwortlich, die immer wieder neue Maßstäbe in der Branche setzt. Vor allem die asphärischen Linsen und die erreichten Lichtstärken tragen zu den atemberaubenden Ergebnissen bei. Für die Objektive von Leica werden dafür allerdings mehrere tausend Euro fällig. Das ist wohl der Hauptgrund, warum viele Fotografen versuchen, eine Alternative für die Technik des Herstellers zu finden, beispielsweise Presets. In diesem Zusammenhang sollte jedoch erwähnt werden, dass die Leica-Objektive zwar die technischen Voraussetzungen liefern, letztlich muss jedoch der Fotograf die Einstellungen wählen. Der "Leica-Look" ist demnach auch immer ein Ausdruck des Talents des Fotografen.

(Hervorhebung von mir)

Mir haben Umfrage und Kommentare gezeigt, diese Plastizität im Bild kann entweder nicht jeder „sehen“ bzw. sie wird intrinsisch „abgelehnt“, und erzeugt heftige Reaktionen bei denen, die ihn nicht wahrnehmen wollen oder können. Das Hauptargument ist typischerweise „Abzocke“.

Aber egal. Für mich war das hier sehr lehrreich.

Ich habe meine Wahl getroffen. Ich kaufe lieber sehr wenig (und ausnahmslos gebrauchtes), dafür aber hervorragendes Equipment. Ich will nicht nochmal von einem Hersteller in ein Rabbit-Hole aus mehr und noch mehr, und NOCH viel mehr Equipment, mit immer neuen Versionen in Einsteiger-, Enthusiast- und Profi-Versionen des immer selben Materials gezogen werden. Und das nächste Modell macht dann endlich Bilder, wie ich sie möchte?

Danke, aber Danke nein.

📸
„„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998“
+1
photoproject
photoproject26.04.2608:16
Für Leica Interessierte empfehle ich einen Besuch auf der Seite messsucherwelt.com
(Disclaimer: ich bin mit dem Betreiber weder verwandt noch verschwägert)
Dort findet man (meiner bescheidenen Meinung nach) Beispiele zum "Leica-Look", vor allem im Artikel zum Noctilux-M 35 f/1.2.
+5
Roony26.04.2617:20
ja is klar:
. . . dass der "Leica-Look" sogar wissenschaftlich mit Lasern nachgewiesen werden konnte.
Sind wir nicht alle ein bischen BLUNA ?!
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex27.04.2610:32
Es ist die Plastizität der Menschengruppe im Vordergrund. Es geht hier nicht um Schärfe/Unschärfe, sondern darum, dass dieses Bild „räumlicher“ wirkt, als alle anderen.

Damit hast du wunderbar beschrieben, was allgemeinhin auch als Zeiss Look beschrieben wird.

Und wenn man diesen "Look" im Leica Repertoire sucht, wird man auch fündig. Aber eben nicht allgemeingültig. Ein 35mm Steel Rim wird überwiegend als eine Leica Look Ikone betitelt, hat bei 1.4 aber mehr Glow und Weichheit als sonst irgendwas. Schärfe und Mikrokontrast findet man da erst bei 2.0 – dann aber gnadenlos.

Oder das 35mm Summicron in Version 4 – von einem Blogger mal aus der Hüfte als King of Bokeh bezeichnet – trägt diesen Titel wegen seines angenehmen Unschärfeübergangs bei ~F/4.0, und nicht bei Offenblende. Da ist das Bokeh derart unruhig und harsch...

Beide zeigen Leica Look, aber keines ist vergleichbar.

Das hat auch nichts mit Ablehnung, Abzocke oder Lobhudelei zu tun. Leica hat einfach nur so oft derart verschieden ausgerichtete Objektive auf den Markt gebracht, dass man durch die Bank nicht von einem einzigen Look sprechen kann. Und schon gar nicht von einem Look, den’s nur bei Leica gibt.
+4
konnektor27.04.2613:56
System 6.0.1
Ach so, ja klar: Ich muss ja die Auflösung anbieten. Hier ist sie: „Badekappe“
Zum Glück bin ich mit meiner Abstimmung nicht allein. Dieses Bild finde ich so schlecht, dass es als gutes Beispiel herhalten kann, (sehr) gute Ausrüstung macht noch keinen guten Fotografen oder Foto. Sollte hier irgendein Look enthalten sein, geht er in der schlechten Komposition und Belichtung unter.

tpau17
Die Analog-Ästhetik hatte ihre Grenzen, aber auch ihre Qualitäten – und das hat den visuellen Geschmack geprägt.
Eine Qualität war es die Grenzen verschieben zu können. Gerade erst wieder festgestellt, rein rechnerische Auflösungsvergleiche bringen gar nichts, aus einem groben Korn bekomme ich auf analogem Weg trotzdem noch gute Ergebnisse, bin ich bei einzelnen Pixeln angelangt, ist einfach mal Ende.
+1

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