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OpenAI: Sora-App wird überraschend eingestellt – dafür an einer "Super-App" gearbeitet

Sora ist OpenAIs Plattform für KI-generierte Videos. Das System kann aus Textbeschreibungen kurze Filmszenen erzeugen und galt bei seiner Vorstellung durchaus als spektakuläres Projekt – mit mehr als einer Million neuen Nutzern nur eineinhalb Wochen nach Freischaltung der iOS-App im September 2025. Allerdings handelte es sich nur um eine ziemlich kurze Produktära, denn das Unternehmen kündigte das Aus an. Die offizielle Abschiedsbotschaft des Sora-Teams klingt dabei sehr nach einer vollständigen Einstellung.

OpenAI spricht nicht nur vom Ende der Sora-App, sondern kündigt auch Zeitpläne für App und API sowie Möglichkeiten zur Sicherung bestehender Inhalte an. Medienberichte von Reuters und dem Wall Street Journal deuten darauf hin, dass OpenAI sämtliche Sora-bezogenen Angebote streicht. Sam Altman soll unternehmensintern angegeben haben, der Schritt mache Ressourcen für die nächste Generation von KI-Modellen frei. Die Entscheidung ist durchaus überraschend, denn Berichten zufolge hatten Disney und OpenAI an einem milliardenschweren Sora-Deal gearbeitet – der nun aber auch hinfällig wird.


Super-App für den Desktop geplant
Dafür gibt es aber ein anderes großes Projekt, in das OpenAI viel Energie investiert. OpenAI will die bisher getrennten Desktop-Angebote ChatGPT, die Coding-Plattform Codex und den KI-Browser Atlas in einer einzigen Desktop-Anwendung als "Super-App" zusammenführen. Ziel sei, die Nutzererfahrung zu vereinfachen und die bisherige Fragmentierung der Produktpalette zu reduzieren. Besagte Pläne richten sich ausschließlich an Macs und PCs, nicht an Mobilplattformen.

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es aber weder Screenshots noch andere bestätigte offizielle Informationen zum Projekt. Reuters zufolge bestätigte OpenAI aber, tatsächlich an einer solchen Super-App zu arbeiten. In zahlreichen Einschätzungen wird das als Reaktion auf wachsenden Konkurrenzdruck gelesen, vor allem durch Anthropic und deren Coding-Offensive.

Kommentare

trigunas10826.03.26 12:45
Kann mir gut vorstellen das nach einem anfänglichen Hype und krassen Nutzerzahlen das ganze auch ganz schnell wieder abgeflacht ist. Es besteht einfach für die wenigsten ein dauerhafter Mehrwert. Mal ganz zu schweigen von einem funktionierenden Businessmodel dahinter.
+1
basisbild
basisbild26.03.26 14:21
Sora 2 war einfach zu viel teuer (Credits) und die Ergebnisse bei "Image-to-Video" waren teilweise wirklich sehr schlecht im Vergleich zu Google Veo, Kling, etc …
Habe mich immer gefragt wer das freiwillig eingesetzt hat.
+3
RaphaS
RaphaS28.03.26 05:50
Qualitativ war es echt die Kategorie Glückstreffer. Manche Videos waren unfassbar gut, die Meisten aber eher mittelmässig.

Ich glaube der grösste Killer waren die ständigen Prompt-Rejections wegen angeblicher Content-Violation – wo aber nie so richtig klar wurde, warum das jetzt nicht erlaubt war.

Plus es gab keine Chance das Wasserzeichen zu entfernen, nicht mal mit dem 200$ Pro Abo…
Völlig egal was Du über Dich und andere denkst – Du wirst immer Recht behalten.
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