Neues MacBook Air: SSD langsamer als beim 2018er Modell

Apple überraschte letzte Woche mit einem neuen MacBook Air, das ein True-Tone-Display bietet und dessen Einstiegspreis um 100 Euro niedriger ist als bei der 2018er Variante. Doch ersten Benchmark-Ergebnissen zufolge gibt es auch Nachteile im Vergleich zum Vorgänger. Die verbaute SSD ist demnach hinsichtlich der maximalen Lesegeschwindigkeit deutlich langsamer als beim MacBook Air von 2018.


1,3 GB/s beim 2019er Modell, 2 GB/s bei der 2018er Variante
Consomac nutzte den Blackmagic Disk Speed Test, um die SSD-Geschwindigkeit beider Generationen des MacBook Air zu vergleichen. Laut den veröffentlichten Werten bringt es das mit einer 256-Gigabyte-SSD ausgestattete aktuelle MacBook Air auf bis zu 1,3 GB/s (Lesen) und 1 GB/s (Schreiben). Zum Vergleich: Der mit der gleichen SSD-Kapazität versehenen 2018er Variante gelingen 2 GB/s (Lesen) beziehungsweise 0,9 GB/s (Schreiben). Während das Tempo beim Schreiben minimal ansteigt (was auch mit kleineren Messungenauigkeiten zu erklären wäre), müssen Nutzer beim Lesen von Daten einen Rückgang um 35 Prozent in Kauf nehmen.

Alltagsbetrieb leidet kaum unter Rückgang der Geschwindigkeit
Im Alltagsbetrieb dürfte die reduzierte Geschwindigkeit kaum auffallen, da 1,3 GB/s immer noch eine so schnelle Datenverarbeitung garantiert, dass in vielen leistungsintensiven Anwendungsfällen eher die CPU oder die Grafikkarte als bremsende Faktoren wirken sollten.

Bei normalen Alltagsanwendungen wie Internet-Browsing lässt sich ohnehin kaum ein Unterschied dahingehend bemerken, ob die verbaute SSD maximal 1,3 GB/s oder 2 GB/s schafft. Die langsamere SSD des 2019er MacBook Air reicht entsprechend locker für die meisten Anwendungsszenarien aus, ohne dass Nutzer Einschränkungen spüren.

Apple nutzt im aktuellen MacBook Air womöglich billigere SSD-Komponenten, um das Gerät 100 Euro unter dem Preis des 2018er Modells anbieten und trotzdem eine ähnliche Marge wahren zu können. Zuvor kostete das Einstiegsmodell im Apple Store 1.349 Euro – nun können Kunden das aktualisierte MacBook Air in Deutschland ab 1.249 Euro erwerben. Für den Preis gibt es aber noch nicht die genannte Variante mit 256 Gigabyte Speicher, sondern nur 128 Gigabyte.

Kommentare

ocrho15.07.19 19:54
Bei der SSD würde es sich generell anbieten diese in zwei verschieden Geschwindigkeiten anzubieten. Ähnlich wie CPU oder Grafikkarte.

Warum ein MacBook Air genauso schnelle SSD erhält wie die Pro-Geräte ist nicht einleuchtend.
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johnnytravels
johnnytravels15.07.19 20:01
Ahja, „so schnelle SSDs so günstig, blabla, nach der Preissenkung teuer, aber nicht mehr dreist“
‚Tim Cook ist kein Produkt-Mensch.‘ — Steve Jobs
+1
Mr BeOS
Mr BeOS16.07.19 01:43
Puuuuh,
da bin ich aber beruhigt, das man mit einer Lesegeschwindigkeit von 1,3GB/s doch noch annehmbar im Internet surfen kann. 😱

Im Ernst,
das ist alles schon so unfassbar schnell, dass es selbst den Anbietern immer schwerer fällt Inhalte zu erschaffen, welche das dann doch noch ausbremsen können...
Dafür gibt es dann APFS und den T2.
http://www.youtube.com/watch?v=ggCODBIfWKY ..... “Bier trinkt das Volk!“ - Macht Claus Nitzer alkoholfrei :-P
+1
ExMacRabbitPro16.07.19 05:38
Mit anderen Worten, die Preissenkung des Air war gar keine Preissenkung. Man bekommt für weniger Geld einfach weniger Leistung.
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becreart
becreart16.07.19 07:37
ocrho

da die SSD ausschlaggebend ist, was die (gefühlte) Geschwindigkeit des Systems angeht, ist es durchaus sinnvoll, dass hier immer auf die schnellste mögliche Variante gesetzt wird.

Wenn dies beim billigen Einstiegsmodell nicht der Fall ist, ist das vielleicht auch ok. Je nachdem wie man es sieht.

Mr BeOS

würde ich so nicht sagen.
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johnnytravels
johnnytravels16.07.19 10:12
Lesegeschwindigkeit ist nicht unbedingt das Problem, wie viele zurecht schreiben, genügt die gebotene Geschwindigkeit mehr als ausreichend für weniger datenintensive Anwendungen.
Aber das Argument, dass Apple durch die Bank nur das Beste vom Besten verbaue, weshalb die Dachschadenpreise für die SSDs gerechtfertigt wären (und sich zudem zwischen den einzelnen Ausführungen nicht unterscheiden), ist damit fehlerhaft.
‚Tim Cook ist kein Produkt-Mensch.‘ — Steve Jobs
+4
Deppomat16.07.19 12:47
Klar nicht schlimm, aber schon interessant. Da haben sie also bewußt billiger eingekauft, um den Preis senken zu können.
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ocrho16.07.19 21:16
Deppomat
Klar nicht schlimm, aber schon interessant. Da haben sie also bewußt billiger eingekauft, um den Preis senken zu können.
Ich würde die Realität anders interpretieren: Die Realität sagte Apple, da gibt es eine Kundengruppe den 100 Euro weniger preislich wichtiger ist, als die absolute theoretische Performance die sie mit der Einsteigerklasse "Air" im Regelfall nie erleben werden, weil sie gar nicht die Anwendungen starten die diese Performance benötigen. Apple hat sich jetzt der Realität genährt. Beifall gibt es von mir, wenn nach diesem ersten Schritt auch der zweite Schritt folgt und eine preiswerte (und dafür etwas langsamere) 256 GB SSD angeboten wird ohne 250 Euro Aufpreis. Ich kenne persönlich Studenten die Ihr MacBook mit 128 GB SSD zuhause lassen und mit dem älteren MacBook mit mehr Speicher (im Festplattenformfaktor) in die Uni gehen. Das ist auch kein Fortschritt für Apple. Dies Erlebnis zeigt mir, dass eine angemessene Mindestgröße der SSD wichtiger ist als viele andere Ausstattungsmerkmale an einem MacBook. Um solche nachhaltigen negativen Erlebnisse bei den Einsteiger zu vermeiden, sollte das Einstiegsgerät für die Masse (und Air ist für die Masse) mit 256 GB ausgestattet sein. Die 128 GB-Klasse wurde ich gar nicht anbieten.

Nur für Firmen-Mitarbeiter die aus Security-Vorgaben nix auf dem Gerät speichern sollen sind 128 GB ausreichend. Das 128 GB-Modell sollte nur für Firmenkunden angeboten werden.
+1
bit.trash
bit.trash16.07.19 21:57
wir haben 2019 und das sind premiumgeräte und ssds kosten nix mehr, also alles unter 1 tb is nen witz
+2

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