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MacBook Neo und Datenbanken – schnell genug für "Big Data"?

In der ersten Woche seiner Verfügbarkeit musste das MacBook Neo bereits einige Geschwindigkeits- und Leistungstests durchlaufen. Die meisten fielen positiv aus, insbesondere in Anbetracht des niedrigen Preises. Nun wollte der Datenbank-Anbieter DuckDB wissen, wie sich Apples Einsteigergerät als lokale Big-Data-Maschine schlägt. Sein Resultat: In manchen Szenarien zeigte sich das Laptop schneller als dedizierte Cloud-Architekturen.


Das Experiment nahm Gábor Szárnyas vor, Leiter der Developer-Relations-Abteilung bei dem in Amsterdam ansässigen Datenbank-Anbieter DuckDB. Er wählte das MacBook Neo mit größerer SSD und führte mehrere etablierte Datenbank-Benchmarks durch. Für ClickBench trat Apples Einsteiger-Laptop gegen zwei Kontrahenten an: Die Cloud-Instanz c6a.4xlarge, welche 16 vCPU-Kerne in sich vereint und mit 32 GByte RAM ausgestattet ist, sowie c8g.metal-48xl mit 192 vCPU-Kernen nebst 384 GByte RAM. Auf allen dreien war DuckDB installiert.

Beim Kaltstart besser als Cloud
Der ClickBench-Test unterscheidet zwischen Kaltstart (Cold Run) und Datenbankabfragen nach einigem Vorlauf mit vorangegangenen Abfragen (Hot Run). Beim Kaltstart schlägt das MacBook Neo die Cloud-Instanzen um Längen. Das ist allerdings kein Wunder, gibt Szárnyas zu: Auf dedizierten Datenbank-Servern liegen die eigentlichen Daten auf per Netzwerk angebundenen Festspeichern, während das MacBook Neo direkt von mit 1,5 GB/s angebundenen internen SSD lädt. Beim „Hot Run“ liegen häufig abgerufene Daten im RAM-Cache – hier schlägt die hochwertige Cloud-Instanz mit 384 GByte RAM-Kontingent das günstige Apple-Laptop deutlich. Eine „Standard-Instanz“ mit 16 vCPUs und 32 GByte ist jedoch weiterhin langsamer.

Das MacBook Neo zeigt in ClickBench beeindruckende Werte.

Fazit: machbar
In einem weiteren Test namens TPC-DS war das MacBook Neo nicht sonderlich schnell, aber absolvierte alle Aufgaben problemlos. Allerdings musste die Datenbank hierbei häufig Daten auf der SSD zwischenlagern – mehr Arbeitsspeicher wäre hier definitiv hilfreich gewesen. Insgesamt rät Szárnyas bei regelmäßigen Big-Data-Analysen eher zu einem MacBook Air oder Pro, da hier mehr RAM, schnellere SSD-Anbindung sowie mehr Rechenkerne mächtiger vorhanden sind. Ein MacBook neo eigne sich jedoch durchaus für gelegentliche Datenbankabfragen. Es war nicht Szárnyas' erster Benchmark mit dem A18 Pro – vor 15 Monaten führte er bereits testweise Testsuiten auf dem iPhone 16 Pro durch – teilweise unter Zuhilfenahme von Trockeneis.

Kommentare

Legoman
Legoman18.03.26 16:07
Ich lese überall nur noch, was das Neo alles nicht kann.
Anspruchsvolle Spiele hier, komplizierte Rechenaufgaben dort, Kamera usw.
Ja natürlich, so ein Audi A1 fährt auch nicht so schnell wie ein RS6 und es passt auch viel weniger in den Kofferraum rein - aber dafür kostet er verdammt nochmal auch deutlich weniger und ist für eine ganz andere Zielgruppe gedacht. Aber welch Überraschung: Er fährt. Sogar auf der Autobahn und einigermaßen schnell mit etwas Anlauf. Hätte man jetzt ja nicht erwartet.
+13
sudoRinger
sudoRinger18.03.26 16:42
Legoman
Ich lese überall nur noch, was das Neo alles nicht kann.
Anspruchsvolle Spiele hier, komplizierte Rechenaufgaben dort, ...
Der Artikel ist doch überaus positiv geschrieben? Es geht darum, wie der Neo mit einer Datenbank von 100 Mio. Zeilen zurecht kommt.

Was MTN nur am Rande erwähnt sind die 1,5 GB/s des internen Speichers. Da ist selbst das Macbook Air M1 annähernd doppelt so schnell. Die Geschwindigkeit hat in der Praxis vermutlich wenig Auswirkungen, aber oftmals ist langsamer Speicher bei NAND-Flashs auch weniger haltbar, weil QLC statt TLC verbaut wird (aber hier verfüge ich über keinerlei nähere Hinweise).

Eigentlich verstehe ich die Euphorie für das Macbook Neo nicht. Es ist ein sparsam ausgestattetes Gerät. Vielleicht wird es sogar mein nächstes Macbook in zwei Jahren. Aber so eine Begeisterung für 200 eingesparte Euros?
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michimaier18.03.26 16:48
Ok, ich kapier es nicht.
Habe einen verhältnismässig "schwachen" Linux Server (AWS, 2 Core, 8GB) - der macht SQL/MariaDB/Post/etc abfragen schneller als mein M1 PRO ( war auch mit Intel schon so ) - egal ob wir von einer "kleinen" oder "grossen" DB sprechen. Ich war immer der Meinung das liegt am OS und nicht an der Hardware?
Sorry für mein Unwissen...
-1
MrJava18.03.26 16:50
Legoman
Ich lese überall nur noch, was das Neo alles nicht kann.
Anspruchsvolle Spiele hier, komplizierte Rechenaufgaben dort, Kamera usw.
Ja natürlich, so ein Audi A1 fährt auch nicht so schnell wie ein RS6 und es passt auch viel weniger in den Kofferraum rein - aber dafür kostet er verdammt nochmal auch deutlich weniger und ist für eine ganz andere Zielgruppe gedacht. Aber welch Überraschung: Er fährt. Sogar auf der Autobahn und einigermaßen schnell mit etwas Anlauf. Hätte man jetzt ja nicht erwartet.

👍🏼
Hör auf Dich selbst, sonst hört Dich keiner!
-3
MacSquint
MacSquint18.03.26 17:35
sudoRinger
Legoman
Ich lese überall nur noch, was das Neo alles nicht kann.
Anspruchsvolle Spiele hier, komplizierte Rechenaufgaben dort, ...
Der Artikel ist doch überaus positiv geschrieben? Es geht darum, wie der Neo mit einer Datenbank von 100 Mio. Zeilen zurecht kommt.

Was MTN nur am Rande erwähnt sind die 1,5 GB/s des internen Speichers. Da ist selbst das Macbook Air M1 annähernd doppelt so schnell. Die Geschwindigkeit hat in der Praxis vermutlich wenig Auswirkungen, aber oftmals ist langsamer Speicher bei NAND-Flashs auch weniger haltbar, weil QLC statt TLC verbaut wird (aber hier verfüge ich über keinerlei nähere Hinweise).

Eigentlich verstehe ich die Euphorie für das Macbook Neo nicht. Es ist ein sparsam ausgestattetes Gerät. Vielleicht wird es sogar mein nächstes Macbook in zwei Jahren. Aber so eine Begeisterung für 200 eingesparte Euros?

Wie oft muß man eigentlich erwähnen, dass das Neo mit 512 GB nicht 200€ sondern 400€ günstiger ist?
Es ist falsch, den billigsten Strassenpreis des MBA mit dem offiziellen Preis des Neo von Apple zu vergleichen.
Entweder man vergleicht Listenpreis mit Listenpreis oder Strassenpreis mit Strassenpreis. Alles andere ist faktisch falsch!
Warten wir mal ab, wo der Strassenpreis des Neo in ein paar Wochen landet…
+2
sudoRinger
sudoRinger18.03.26 17:42
Kann es sein - wenn ich mir die Bewertungen so anschaue - dass nicht klar wurde, dass das Macbook Neo schneller war (Hot Run) als eine Cloud-Instanz eines 16 AMD EPYC vCPU cores mit 32 GB RAM? Was sagt mir das über die Lesekompetenz?
Wie oft muß man eigentlich erwähnen, dass das Neo mit 512 GB nicht 200€ sondern 400€ günstiger ist?
Ich habe 1000 Euro mit 800 Euro verglichen. Vielleicht sind es auch 300 Euro Realunterschied. Basiert darauf die Euphorie? Ich darf daran erinnern, dass das günstigste Macbook soeben erst aus dem Programm genommen wurde. Der neue Einstieg oberhalb ist erst jetzt das MacBook Air M5.
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