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Die Kamerawelt hat ihren Reiz verloren – Oder kommt da noch was?

Tech-Talk über Kameras ist in vielen Foren – auch bei MTN – in den letzten Jahren immer seltener geworden. Mittlerweile sind beinahe alle Kameras auf einem sehr hohen Niveau. Sollten wir uns darüber nicht freuen? Doch ist der Reiz weg! – Wie geht es nun weiter?


Ich gebe ganz offen zu, dass ich in der letzten Zeit die Lust am Fotografieren mit der Systemkamera ziemlich verloren habe. Zunächst dachte ich noch, es liege am fortschreitenden Alter und der Tatsache, dass ich nicht mehr so gerne zig Kilo schwere Taschen und eventuell noch ein Stativ mitschleppen will. Das hat sicherlich seinen Anteil an meinem nachlassenden Interesse. Ebenso wie der Umstand, dass das iPhone inzwischen viele fotografische Situationen in exzellenter Qualität abbilden kann und sowieso immer dabei ist, ohne den geschundenen Rücken zu belasten. Aber es gibt auch einen anderen wichtigen Grund: Die Technik ist inzwischen einfach zu gut geworden!


Klingt absurd? Irgendwie schon, ich weiß. Doch es stimmt. Erinnern Sie sich noch an die Zeiten, als wir uns im Forum tagelang darum gestritten haben, welche Kamera (oder Marke) die Beste ist? Welcher Sensor am wenigsten rauscht? Welches die besten und unverzichtbarsten Funktionen sind, ohne die eine Kamera „nichts taugt“? Oder über das Rennen, welche Kamera die höchste Serienbildgeschwindigkeit bietet? Oder auch nur darüber, welches Dateiformat das Beste ist, und warum man unbedingt RAW fotografieren sollte, wenn man „ernsthafte“ Fotografie betreiben will? – Aus. Vorbei. Geschichte. Darüber kräht kein Hahn mehr.


Die Technik hat gewaltige Fortschritte gemacht und Systemkameras und deren Sensoren sind heute so ausgereift, dass man auch mit einer billigen Einsteigerkamera keine Sorge mehr haben muss, dass es bei ISO 6.400 mal zu doll rauscht. Zur Not helfen KI-gestützte Algorithmen, das Bild effektiv zu entrauschen. Auch sind alle Kameras heute schnell genug, um auch flotte Sport-Events verfolgen zu können. Ganz zu schweigen vom Autofokus. Okay, in dem Punkt gibt es vielleicht noch ein wenig Verbesserungspotential, aber was selbst günstige Kameras da heute leisten, ist bemerkenswert zuverlässig.


Dazu scheinen sich bei vielen die Prioritäten der Bilderzeugung verschoben zu haben. „Fotoapparate“ sind heute schließlich fast ausnahmslos auch hervorragende Videokameras, mit denen man kinoreife Filme drehen kann. Obwohl es, wenn überhaupt, meistens nur darum geht, seinen eigenen YouTube-Channel zu starten und sein Glück mit dem Horten von Anerkennung zu suchen. Fotografie? Ist irgendwie total Nebensache geworden, oder?

Offenbar bin ich auch nicht der Einzige, dem durch die technische „Gleichschaltung“ der Kameras irgendwie die Lust an der Sache abhanden zu kommen scheint. So hat der bekannte und ziemlich reichweitenstarke YouTube-Tester Gerald Undone gerade verkündet, künftig keine Kameras mehr testen zu wollen. Er ist damit durch. He's Done! Aus ähnlichen Beweggründen.


Dieser Abschied hat mir noch mal deutlich gemacht, dass es tendenziell bei mir ähnlich aussieht.

Alles besser – und langweiliger
Ursache und Wirkung scheinen hier in einem kuriosen Missverhältnis zu stehen: Die Kameras werden immer besser und deswegen lässt das Interesse nach? Klingt irgendwie paradox, ist aber so. Bei mir jedenfalls. Ich überlege ernsthaft, meine Kameraausrüstung zu verkaufen, solange sie noch einigermaßen aktuell ist. Die Objektive sind langlebiger als die Bodys und lassen sich sicher auch in ein paar Jahren noch gut absetzen, aber was soll ich damit, wenn ich die Kameras abgebe?

Und wird mir dann etwas fehlen, um a.) meine Arbeit zu machen und b.) interessante Motive einzufangen? Es scheint nicht so zu sein. Seit geraumer Zeit mache ich Produktfotos fast nur noch mit dem iPhone. Manche mögen einwenden, dass meine für die REWIND geschossenen Produktfotos früher irgendwie doch professioneller ausgesehen haben und dass das der Vollformat-Systemkamera zuschreiben wäre. Doch dem ist nicht so. Ich habe früher lediglich einen wesentlich größeren Zeitaufwand für die Nachbearbeitung der Fotos betrieben. Etwas, das aber – so traurig es klingt – nicht honoriert wird. Weder in Geld, noch einfach in der Würdigung der Bilder. Was ich mit dem iPhone fotografiere, ist meistens „out of the Cam“ direkt nutzbar, ohne dass ich erst jedes RAW-Foto einzeln aufwendig in Lightroom entwickeln und nachbearbeiten muss. Und bis jetzt hat sich auch noch niemand über die Qualität der iPhone-Aufnahmen beschwert.


Rein dokumentarische Bilder, die etwa nur ein Produktdetail zeigen sollen, erfordern ebensowenig noch länger eine Systemkamera, wie Fotos, die mit mehr Ambiente daherkommen sollen. Das künstliche Bokeh aus dem iPhone ist inzwischen so gut, dass ein zigtausend-Euro-teures, super lichtstarkes Objektiv das auch nicht viel besser hinkriegt. Und 99,9% aller Betrachter erkennen da sowieso keinen Unterschied mehr. So What?


Mag sein, dass es für bestimmte künstlerische Ansprüche noch nicht reicht. So wird im MTN-Forum gerade in einer selten gewordenen Leidenschaft über den „Leica-Look“ diskutiert. (Obwohl auch diese Diskussion schon wieder merklich abgeflacht ist.) Aber über die reine Technik oder bestimmte Funktionen und welche Kamera sie hat oder nicht hat, wird heute fast gar nicht mehr gesprochen. Das macht auch die „Jagd“ nach immer besseren Kameras irgendwie sinnlos, denn inzwischen sind sie alle wirklich sehr gut. Selbst „Markenkriege“ wie zwischen Canon und Nikon sind damit praktisch Geschichte.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Ob Sie ähnlich darüber denken – und es sich selbst eingestehen, oder ob Sie nach wie vor der Ansicht sind, es lohnt sich, auf die nächste Kamera-Vorstellung der Lieblingsmarke hinzufiebern und schon mal Geld dafür zurückzulegen. (Wann kommt eigentlich mal wieder eine neue Kamera? Die Schlagzahl der Neuvorstellungen hat erheblich abgenommen.)


It Ain't Over 'til It's Over…
… sang Lenny Kravitz. Und das gilt irgendwie vielleicht auch für mich und meine Leidenschaft für die Fotografie. Nur hat sich der Fokus für mich unbestreitbar verschoben. Zuletzt dachte ich noch über die Anschaffung einer lichtstarken Festbrennweite im Bereich um 50 mm nach, doch die waren mir letztlich zu teuer für den Zweck. Dann stellte Canon das vergleichsweise extrem günstige RF 45mm F1.2 STM vor, das vielleicht nicht das technisch beste seiner Art ist, aber eben günstig und mit Charakter. Doch auch davon sah ich ab, weil mir letztlich irgendwie die Lust fehlte, wieder mit Kameratasche gezielt auf Motivsuche zu gehen. Zumal ich in meiner Gegend so ziemlich alles fotografisch abgegrast habe. Sicher, es gibt immer wieder mal spannende Motive, aber die tauchen meistens dann auf, wenn man NICHT gezielt nach ihnen sucht. Und dann ist die Kamera vermutlich nicht dabei, das iPhone aber schon.

Tatsächlich habe ich in letzter Zeit häufiger das Fernglas mitgenommen, als die Kamera. Irgendwie bezeichnend, oder? Es ist vertrackt. Komplett verabschieden möchte ich mich aus der Kamerawelt nicht. Ich werde sie auch weiterhin im Blick behalten und über die interessantesten Neuerungen in REWIND berichten. Aber es ist nicht zu leugnen: Ich bin nicht mehr so Feuer und Flamme für das Thema wie früher.

Und wie geht es Ihnen damit?

Kommentare

UBahn
UBahn25.04.26 08:38
Zustimmung.
Vor Jahrzehnten mit der Retinette II vom Vater gestartet. Dann eine Nikon F90x. Ein Traum! Irgendwann die Digitalen. Genial! Auf Hochzeiten, bei Freunden, überall fotografiert. Mehrere Kameras, Fotokoffer, mobiler Elinchrom Ranger Quadra ... was ein Spaß! Joe McNally hinterhergefiebert, DOCMA gelesen und jede neue Kamera gefeiert.

Dann kam das iPhone. Es war ein langer Prozess und hatte mehre Gründe. Doch irgendwann war für mich und das was und wie ich es mache das iPhone gut genug. Kein RAW, keine extra App. Foto. Maximal bisschen in den Einstellungen spielen. Fertig.

Allerdings fotografiere ich nun nur noch für mich und nicht mehr im Auftrag.

Was bleibt: Das gelernte (Bildgestaltung) kann ich natürlich auch im iPhone umsetzen. Diese Freude bleibt und das ist schön
+12
gstar6125.04.26 08:53
Ich glaube aber nicht, dass der Rückgang klassischer Kameras nur daran liegt, dass die Technik inzwischen so gut geworden ist. Natürlich spielt das eine große Rolle: Früher musste man sich viel intensiver mit Blende, ISO, Verschlusszeit und anderen technischen Details beschäftigen. Wer gute Bilder machen wollte, musste wirklich verstehen, wie eine Kamera funktioniert. Heute übernehmen moderne Kameras und Smartphones sehr viel davon automatisch. Die Technik ist so weit, dass viele dieser Grundlagen für den normalen Nutzer fast unwichtig geworden sind.

Dazu kommt natürlich, dass Smartphones immer besser werden. Für die meisten Menschen reicht die Smartphone-Kamera völlig aus, um Erinnerungen festzuhalten. Früher hatte man eher das Gefühl: Wenn ich wichtige Momente im Leben richtig festhalten will, brauche ich eine „richtige“ Kamera. Genau darüber sind sicher auch viele Menschen überhaupt erst in die Fotografie eingestiegen. Heute stellt sich diese Frage für den Durchschnittsnutzer kaum noch. Das Smartphone ist immer dabei, macht gute Bilder und ist bequem.

Aber meiner Meinung nach gibt es noch einen anderen Punkt: Es hat eine gewisse Sättigung stattgefunden. Vor ein paar Jahren war Social Media voll mit Hobbyfotografen. Gefühlt war jeder, der sich eine Kamera gekauft hat, plötzlich Fotograf. Die Einstiegshürde war niedrig, und gleichzeitig gab es damals auch viele YouTuber mit Hunderttausenden Abonnenten, die einfach erklärt haben, wie man fotografiert. Heute interessiert das deutlich weniger Menschen.

Ich glaube außerdem, dass der Wechsel von Foto zu Video eine große Rolle spielt. Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube Shorts haben das Medienverhalten stark verändert. Fotos allein bekommen längst nicht mehr dieselbe Aufmerksamkeit wie früher. Wer kreativ sein will, greift heute wahrscheinlich eher zur Videokamera oder direkt zum Smartphone, weil dort auch die finanziellen Anreize größer sind. Viele wollen nicht mehr unbedingt Fotograf werden, sondern Influencer.

Mir fällt das auch persönlich auf: Früher bin ich vielen Hobbyfotografen gefolgt, die einfach ihre Bilder präsentiert haben, ähnlich wie ich selbst. Viele davon sind heute kaum noch aktiv. Nur wenige machen wirklich weiter.

Und jetzt kommt noch KI dazu. Ich glaube, dass diese Entwicklung dadurch sogar noch stärker wird. Der Respekt vor fotografischer Kunst könnte weiter abnehmen, gerade bei jüngeren Menschen. Es wird schwerer zu erklären, warum ein bestimmtes Foto besonders gut ist, wenn jemand denkt: „ChatGPT, Gemini oder irgendein Bildgenerator kann doch auch ein schönes oder sogar besseres Bild erstellen.“

Zusammengefasst: Systemkameras verschwinden nicht nur, weil die Technik besser geworden ist. Es liegt auch daran, dass sich Medienkonsum und Medienverhalten verändert haben. Smartphones sind stark genug für den Alltag, Video hat Foto auf vielen Plattformen verdrängt, Social Media funktioniert heute anders, und KI wird den Wert klassischer Fotografie vermutlich zusätzlich unter Druck setzen.

Tot sind Systemkameras vielleicht nicht komplett. Aber sie werden immer mehr zu einem Werkzeug für Menschen, die wirklich bewusst fotografieren wollen — und immer weniger zu etwas, das der normale Verbraucher überhaupt noch braucht.
+31
MrJava25.04.26 08:56
Der einzige Grund warum ich keine Kamera mehr habe ist, dass mir die Geo-Daten bei den Aufnahmen fehlen. Warum das kein Hersteller mehr einbaut, weiß ich nicht. Sind Pfennigartikel.
Hör auf Dich selbst, sonst hört Dich keiner!
+15
Dunnikin
Dunnikin25.04.26 09:04
Geht mir genauso. Und man wird alt und bequem. Ich habe auch keinen Bock mehr, Kamera und Objektive herumzutragen, wenn die technische Qualität eines iPhone-Fotos wirklich gut ist. Mit den Einschränkungen einer Smartphone-Kamera kann ich sehr gut leben und umgehen.

Meine Systemkamera ist mittlerweile älter, ebenso die drei Objektive. Genutzt habe ich das Teil schon lange nicht mehr.

Kleiner Tip zu Makro beim iPhone. Die 0,5-Optik verwenden, wenn es geht. Nur die hat einen richtigen Makro-Modus. Bei den anderen Objektiven wird ein Crop gemacht.
+1
haschuk25.04.26 09:06
Klingt wie Artikel über die Apple-Welt oder über die Entwicklung der iPhones aus diesem Hause…
-13
sonorman
sonorman25.04.26 09:24
gstar61
Den Punkt mit der Sättigung wollte ich eigentlich auch noch ansprechen, hab's dann aber im Schreibfluss vergessen.

Als ich hier mit Digitalfotografie ernsthaft etwa Anfang der 2000er angefangen habe, da gab es noch kaum gute Fotos im Netz. Da beeindruckte schon so manches (aus heutiger Sicht) laienhaftes Foto allein schon wegen seines tollen Looks (Bokeh) von der Kamera. Das fing für mich mit der EOS 20D auf dem Cover an.

Irgendwann explodierte aber die Anzahl der Fotos im Netz. Und zwar auch mit sehr guten Fotos, sodass man irgendwann selbst von den genialsten Fotos irgendwie gelangweilt war. In Zeiten der 20D war es noch ein großes Ding, sich hier über ein sich entzündendes Streichholz zu begeistern. Die Galerie ist voll davon, und hiermit fing es an
+9
alephnull
alephnull25.04.26 09:30
„Und wie geht es Ihnen damit?“

Eigentlich ganz genauso! Man hadert nur damit, es sich in dieser Deutlichkeit einzugestehen.

Beruflich nutze ich allerdings noch sehr häufig den Weitwinkelbereich von 11-14mm meines alten Conon 11-24, also den Bereich, den das iPhone nicht bietet. Daneben gewährt mir der Kamersucher immer noch den authentischeren „Blick auf die Welt“ als das Handydisplay - ist aber möglicherweise (für die meisten Fotos) am Ende auch nur Gewohnheitssache.

Privat tue es mir schon seit einiger Zeit - wie im Artikel beschrieben - ebenso kaum noch an, das ganze Geraffel durch die Gegend zu wuppen. Hat aber vielleicht auch schlicht damit zu tun, dass meine Ambitionen, in Freizeit und Urlaub DAS Foto zu ergattern, mit zunehmendem Alter stark abgenommen haben. Für den „Rest“ reicht dann eben das iPhone.

Aus dem Augenwinkel beobachte ich immer noch ein bißchen den Kameramarkt, in der vagen Hoffnung auf eine „eierlegende Wollmilchsau“, die so klein und leicht wie eine Kompakte ist und Objektivleistungen bietet, die die Handys (noch) nicht haben. Aber abgesehen davon, dass der Kompaktkameramarkt ja ohnehin schon so gut wie vollständig erledigt ist, hänge ich damit wahrscheinlich auch bloß an einem Kameragefühl, das man über Jahrzehnte lieb gewonnen hat und von dem man bloß noch nicht lassen kann.😥
+5
euroinsel25.04.26 09:31
Ich bin noch jemand der vor 3 Jahren wieder in eine neue Kameraausrüstung investiert hat.
Für die schnellen Schnappschüsse oder kurz Trips habe ich ein iPhone 11pro, das Telefon wird zu 70% zum Telefoniren genutzt. Für gute Fotos schleppe ich meine Ausrüstung mit. Solche Bilder dauern für eine Aufnahme auch gerne mal 2 Stunden und mehr und bestehen aus ca. 100 - 200 Einzelaufnahmen.

Hier ein Beispiel. Für diese Bild wurden insgesamt 220 Bilder aufgenommen und davon 120 verwendet, gestapelt und dann bearbeitet.

Leider kann ich das Bild nicht voller Auflösung

+44
MrBravissimo25.04.26 09:38
Volle Zustimmung!

Mit 17 fand ich den Zugang zum Fotografieren, den roten Raum und die Freude an dieser Kunst. Danach hatte ich Fotografierzyklen, angelehnt an den Schweinezyklus. Erster Höhepunkt war mit 20/21 Jahre, der zweite mit 26/27, dann ein letzter mit 30/31. zuletzt vor ca. 10 Jahren hatte ich einen Schub mit der X-T3. Aber alle diese Wellen wurden immer flacher.
Wo ich früher immer die Kamera dabei hatte, ist heute mein iPhone dabei ( soll jetzt keine Werbung sein), und künstlerisch kann ich mich damit auch austoben. Ich habe meine festen Apps auf die ich mich verlassen kann.
Ich war neulich in der Hafen City, und da kam wieder dieses „feeling“ auf, aber das war ein bewusster, eingeplanter Fotonachmittag.
Es fehlt mir zunehmend schwer mich zu motivieren „das grosse Paket“ zu schleppen, will sagen, die always ready Kamera ist jetzt das iPhone geworden.
Aber, der Hafen City Trip hat bei mir etwas aus der Vergangenheit geweckt, vielleicht wiederhole ich es wieder, ist mittlerweile auch schon fast 2 Jahre her.
+3
horst125.04.26 09:38
So viele machen Astrofotografie auch nicht.
Ich habe meine Sony A6700 auch nur noch wegen Tierfotografie.
Habe ich daran kein Interesse mehr reicht mir auch mein iPhone 17 Pro.

Damit kann man mit der richtigen App auch gute Fotos und auch Videos machen.
+1
sonorman
sonorman25.04.26 09:43
Euroinsel

Super Bild!
Aber die Fotografie an sich war auch gar nicht gemeint, sondern die irgendwie stagnierende Kameraentwicklung und die Lust an der Hardware. Ein Foto wie Deines, so schön es auch ist, hätte man durchaus auch mit einer EOS 20D aus dem Jahr 2005 hinbekommen.

Und auch Astro-Fotografie ist irgendwie unglaublich inflationär geworden, sodass es für mich mit Ausnahme von eher wissenschaftlichen Aufnahmen von großen Teleskopen wie Hubble, Webb & Co. auch nicht mehr so faszinierend ist. Gibt's halt überall im Netz. Aber den Spaß daran, solche Fotos selbst zu schießen, will ich natürlich niemandem vermiesen.

Meine Anlaufstelle für Astrofotografie ist Astronomy Picture of the Day (APOD)
+11
flowyrob25.04.26 09:46
kann ich verstehen. deshalb bin ich zurück zur DSLR. habe mein ganzes sony mirrorless equipment verkauft (weltklasse, würde ich jederzeit wieder kaufen, also kein hate gegen sony) und mir eine neue nikon d850 zu einem spotpreis sowie die besten objektive auf dem markt (diese hingegen 2nd hand) auch zu spotpreisen gekauft. warum? die mirrorless macht es einem zu einfach. bei der DSLR sind tendenziell mehr skills gefordert. ich entdecke meine kreativität wieder und der body als solches macht auch einfach viel mehr spass. ein weiteres plus, ich habe equipment im wert von fast 20k für unter 5k gekauft und habe mit abstand die besten objektive für den nikon f mount. durch diese entscheidung fotografiere ich wieder mehr, nehme wieder aufträge entgegen etc.
+7
Uwe Kempf25.04.26 09:49
Ich stimme voll und ganz zu. Sehr guter Artikel! 🤩

Bei mir spielen drei Sachen eine Rolle.

Die Sättigung mit Millionen Fotos, die man überall inflationär zu sehen bekommt.

Das iPhone ist einfach zu gut. Und es gibt soooo gute Foto Apps, die dann auch noch zusätzlich „künstlerische Looks“ mitbringen. Ich liebe die überteuerte Leica App 😅
Bringt mich dazu, deutlich mehr zu fotografieren.

Und zu guter letzt: ich mag es mittlerweile nur noch kompakt. Damals schleppte ich meine Canon 5D mkII samt 24-70 2.8 überall mit hin. Heute „nur“ noch meine Fuji x-t30 mk III mit einer kompakten Festbrennweite.

Mittlerweile ist es so viel wichtiger für mich, ob die Kamera sich für mich gut anfühlt, gut zu mir passt und sich intuitiv für meine Hände bedienen lässt. Denn gute Fotos machen alle.

Aber ganz ohne Kamera könnte ich nicht. Auch wenn ich deutlich weniger Fotos mache als noch vor zehn Jahren.
+4
Peanuts
Peanuts25.04.26 10:03
Mir ging es vor 2-3 Jahren so, aber dieses Jahr bin ich zurück zur Kamera gewechselt. Ja, mit dem iPhone kann man super tolle Fotos machen, es ist klein und vor allem immer dabei. Aber mit einer Kamera guckt man doch anders hin, achtet mehr auf was man genau wie im Bild einfangen will. Und der Urlaub über Ostern hat mir das auch an den Bilder gezeigt. Die wirken deutlich interessanter und insgesamt besser.

Ich bin aber auch kein Fan von Videos, schon gar nicht diese kurzen bei Social Media. Ich mag unbewegte Fotos angucken und mir Zeit dafür lassen.
+13
elscod
elscod25.04.26 10:06
gstar61
Ich glaube aber nicht, dass der Rückgang klassischer Kameras nur daran liegt, dass die Technik inzwischen so gut geworden ist. Natürlich spielt das eine große Rolle: Früher musste man sich viel intensiver mit Blende, ISO, Verschlusszeit und anderen technischen Details beschäftigen. Wer gute Bilder machen wollte, musste wirklich verstehen, wie eine Kamera funktioniert. Heute übernehmen moderne Kameras und Smartphones sehr viel davon automatisch. Die Technik ist so weit, dass viele dieser Grundlagen für den normalen Nutzer fast unwichtig geworden sind....
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Volle Zustimmung, der Markt ist übersättigt und das Nutzerverhalten hat sich komplett geändert. Ein Foto hat auch nichts mehr mit dem zu tun, was es eigentlich wirklich ist. Die KI beschleunigt jetzt noch das ganze in Richtung fake pictures.

Eine F90x habe ich noch zu beginn meiner Ausbildung verkauft. Meine letzte analoge SLR war eine Nikon F100, meiner Meinung nach, die beste KB-SLR die jemals gebaut wurde. Wenn man alle Aspekte betrachtet, war die F100 der beste Allrounder im mittleren bis höheren Preissegment. Darüber nur noch Geräte, die den gewerblichen Nutzer angesprochen haben, darunter nichts wirklich spannendes. lange her...

Die digitale Fotografie hat den ersten Teil des Untergangs der Fotografie als Hobby ausgelöst. Auch wenn es Anfangs einen Schub gegeben hat. Es war die neue Technologie, der Zugang wurde erleichtert, jeder konnte am PC auch das eigene Bild optimieren. Aus der Optimierung wurde eine Religion, das RAW-Format wurde erfunden. Ja, viele technische Grenzen wurden verschoben. Plötzlich konnte man mit HDR einen nie da gewesenen Kontrastumfang in Bildern darstellen, mittlerweile macht das iPhone ein Auto-HDR. Die PCs immer leistungsstärker, die Kameras immer "besser", das Produkt Foto ist in der Masse eigentlich zu einem Computer-Hobby geworden. Meine subjektive Wahrnehmung ist die, dass der Fokus sich auf die Nachbearbeitung bewegt hat. Ich kann es ja nachbearbeiten, also bringt man aus einem 14 Tägigen Urlaub auch über 1000 Bilder mit. Wer hat als Otto-Normal-Mensch im Urlaub über 30 Filme belichtet?

Am Ende sind viele Bilder toll anzuschauen, aber es ist ziemlich langweilig geworden. Der Reiz der neuen Technologie ist weg, die Smartphones haben die Immer-Dabei-Kamera abgelöst und sind so gut, dass auch ambitionierter fotografiert werden kann. Wir haben uns auch an die völlig übersättigten Bilder gewöhnt. Sogar Fernseher haben in die Kerbe geschlagen, wer was von sich hält, konsumiert HDR beim TV.

Gerade in den letzten 2-3 Jahren, dank zunehmender Rechenleistung in den Smartphones, hat das Endprodukt Foto an subjektiver Qualität zugenommen. Und genau hier stirbt jetzt die klassische digitale Kamera zu ende. Das Foto aus dem Smartphone ist fertig nachbearbeitet. Das Bild aus einer Digitalkamera muss noch bearbeitet werden. Selten, dass es uns mit dem neu eingestellten Auge auf anhieb zusagt.

Der Aufwand ist hoch für einen Markt, der immer schneller konsumiert. Das Interesse ist schlicht weg nicht mehr da. Damit möchte ich nicht in die Kerbe "früher war alles besser" hauen. Es war anders und ein Foto musste entschleunigt umgesetzt werden, abgesehen von Schnappschüssen auf Feiern oder wo auch immer. Beim Blick durch den Sucher sich Gedanken um Kontrastumfang machen, ggf. mit AE-Sperre einen Schwerpunkt setzen oder auf die Matrix-Messung vertrauen. Kippe ich die Kamera? Ich war immer ein Freund der Gitter-Mattscheibe. Beim Blick durch den Sucher den Schärfebereich im Blick halten, ggf. Abblenden, lässt das Licht ein Abblenden zu? Vielleicht sogar mit der Abblendtaste die Schärfentiefe prüfen. Das Ganze hat uns gezwungen sich mit der Materie zu beschäftigen, wenn man einen etwas höheren Anspruch an ein Bild gestellt hat. Einmal gemacht, musste es passen. Dieses sich damit beschäftigen ist gestorben, das ist meine Wahrnehmung.

Selber bin ich als 1976er Jahrgang in einem Alter, wo es auch mal bequemer sein darf. Meine Sony Systemkamera habe ich letztes Jahr im Herbst verkauft und laufe nur noch mit dem iPhone rum. Und ich habe zu jedem Zeitpunkt den "optischen" Sucher der Sony gehasst, aber das ist mein persönliches Problem. Die Systemkamera war der Versuch, mit reduziertem Gewicht wieder mit Ausrüstung loszuziehen. Hat nicht geklappt... Behalten habe ich noch eine zur IR umgebauten Nikon, das Thema reizt mich nach wie vor. Meine ersten Infrarot Bilder habe ich aus Neugier mit dem Kodak HIE geschossen und bin sehr dankbar über die digitale Möglichkeit und die Ergebnisse, die eine Digitalkamera im Vergleich zur Analogen in diesem speziellen Bereich bietet.

Ich glaube auch, dass der Kameramarkt sich weiter verkleinern wird. Vielleicht sehen wir noch den ein oder anderen alten Hasen an Kamera-Hersteller pleite gehen. Es ist nicht auszuschliessen. Ein Aussterben wird es nicht geben, die "goldenen" Jahre sind jedoch für alle Zeiten abgehakt. Dafür hat sich das Produkt als solches zu stark verändert.
+2
ckingpin25.04.26 10:12
Fotografieren entwickelt sich meiner Meinung nach zur Nische. Einerseits werden die Produkte absurd teuer und noch schwerer als die "alten" SLRs und dann tendiert wohl der Markt eher Richtung Video oder halt zum Smartphone. Die Branche steht sich in Teilen selbst im Weg - einige Kameras haben "Handbücher" von 1.000 Seiten und mehr - ne, is klar. Wenn man die Fülle der chinesischen Objektive sieht, meist nur Festbrennweite, ahnt man wohin die (individuelle) Reise geht. schau mer mal, was passiert
+2
Bluebox3425.04.26 10:30
Super Artikel! Nicht weil ich inhaltlich zustimme (habe auch das RF45 1.2), sondern es sind genau solche Überlegungen die einem zum Nachdenken anregen und kontroverse Diskussionen ermöglichen. Ich war erst gestern wieder bei einem Konzert (Echoes in der Harmonie Bonn). Früher schmuggelte ich minidisk-Rekorder in Konzerte rein um Bootlegs anzufertigen, heute reicht ein iPhone was auch noch knackscharfes Video dazu legt und Hintergrundgeräusche und das berüchtigte Klirren über -6db eliminiert. Ich liebe es. Gleichzeitig liebe ich es aber auch mich in Urlauben oder langen Wochenenden wieder mit der Systemkamera zu beschäftigen. Ja sie sind komplex und vieles machen sie einfacher aber das tut das iPhone ja auch. Ich aber schalte das gerne alles ab und mach das von Hand. Meine erste Kamera war eine Praktica MTL-5B (bin aber kein Ossi). Ich liebte die Einfachheit und Robustheit. Im Prinzip war für gute Bilder einfach nur das Zusammenspiel aus Verschlusszeit und Blende massgebend. Das kann ich am iPhone nicht so schön aber mit der Systemkamera. Klar gibt es hervorragende Apps die das können ABER es ist das Zusammenspiel aus Mechanik und Haptik. Software allein kann das nicht ersetzen. Ganz einfach Knipsen wenn man grade keine Zeit hat und ansonsten manuell. Ich liebe das. Und ich mag dass es das alles gibt.
+5
Nasso25.04.26 10:38
Interessantes Thema, das mich auch grad beschäftigt.

Ich habe letzte Woche die Oly E-M5 wieder rausgekramt.
Dabei ist mir wieder aufgefallen, was mich schon lange an den digitalen gestört hat: Die gewaltigen Einstellungsmenus.
Das hatte mir schon mal den Spaß verdorben.

Also jetzt, keine große Einstellerei. Fokus auf A,B und P und einfach aufs Bild.

Heute Morgen war ich unterwegs und habe Straßenfotos gemacht. Mir gehts da anders als dem elcot. Mir fehlt der Sucher beim Smartphone. Ich liebe den. Und das satt in der Hand liegende Gehäuse. Hat der Flachcomputer auch nicht.
+3
gorgont
gorgont25.04.26 10:45
Kann ich auch so bestätigen.
Ich war über Ostern in New York und hatte meine Leica SL2S dabei mit einem 20-200er Sigma., ebenso auch ein iPhone 17 Pro.
Meine Frau und Tochter hatten ihre iPhone's um den Hals.
Die Leica Fotos sind vom Detail und Reinzoomen schon noch etwas "feiner" aber die iPhone Fotos kommen sehr nah dran, vor allem wird es mit jeder iPhone Generation besser und der Abstand immer geringer.
Den grossen Vorteil den ich bei der Kamera gesehen habe ist der einfache und schnelle Akkuwechsel
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+4
Der echte Zerwi25.04.26 10:52
Volle Zustimmung.

Jeden (größeren) Urlaub überlegen wir, ob wir uns das antun, das Kameraequipment mitzunehmen. Meist bleibt das dann zuhause, denn iPhone 16 pro und 17 pro sind dabei und reichen an sich für alles. Der 8-fach Zoom des 17 pro war dann noch der Gamechanger.

Angefangen hat der Trend bei uns 2019 mit dem iPhone 11 Pro. Wir waren in Südostasien und haben danach festgestellt, dass wir mehr und mehr iPhone Fotos gemacht haben als mit der „richtigen“ Kamera.

Und die iPhones sind halt immer dabei. Die Kamera muss man schon bewusst mitnehmen.

Irgendwie aber auch schade. Aber gut, Zeiten ändern sich eben.
+2
pit1958ffm
pit1958ffm25.04.26 10:55
Ich bin gerade an der Nordsee und habe eine Olympus PEN-F, eine Olympus XZ-2 und eine CampSnap Kamera dabei.

Die Kameras habe ich noch nicht ausgepackt und morgen geht's wieder nach Hause.

Für Erinnerungsfotos ist die Handy Kamera mehr als ausreichend.
Einziger Nachteil ist der fehlende Sucher, wenn die Sonne scheint.
+3
Thyl25.04.26 11:05
Dass es einen Leica-Look gibt, würde ich sofort bestätigen, denn ich bevorzuge den Zeiss-Look, und muss also einen Unterschied wahrnehmen, wenn auch subtil.

Interessanterweise gibt es mindestens einen Gegentrend zu dem, was der Autor geschildert hat. Kleine Kompaktkameras haben gerade eine Art Boom. Mich hat das total überrascht, denn ich dachte auch, diese Kategorie wäre nach den Smartphones tot. Vielleicht, weil es den Geist in eine andere Verfassung bringt als einfach mit dem Telephon zu photographieren? Keine Ahnung.

Es gibt noch einen anderen Trend, der die Überlegungen zur Überperfektion der heutigen Automaten bestätigt, nämlich deutliche Preissteigerungen bei älteren Kameras, die noch mehr Eingriffe erfordern, so als WOLLTEN die Leute mit ihren Kameras interagieren und Entscheidungen treffen. Mir ist das bei den Preisen von Mittelformatobjektiven alter Systeme wie Hasselblad V oder Rollei 600x aufgefallen. Der Hammer war aber ein Ebay-Angebot für eine Rollei Hy6 (Prototyp) OHNE Filmmagazin, für über 11000 Euro? Hä? Wahnsinn.
+5
Thyl25.04.26 11:09
Nasso
Interessantes Thema, das mich auch grad beschäftigt.

Ich habe letzte Woche die Oly E-M5 wieder rausgekramt.
Dabei ist mir wieder aufgefallen, was mich schon lange an den digitalen gestört hat: Die gewaltigen Einstellungsmenus.
Das hatte mir schon mal den Spaß verdorben.
in der Tat, die anhaltende Featuritis kann einem total den Spaß an der Sache verderben. Wird aber anscheinend grad von Techno-Nerds, die sich auch hier im Forum tummeln, verlangt. Ich hab erst bei der vierten Digitalkamera, die ich gekauft habe, den Eindruck, dass die Menus auf das Wesentliche reduziert sind, und ich sie trotz nicht stundenlanger Verwendung jeden Tag halbwegs in den Griff bekomme. Ich weiß aus entsprechenden Foren, dass es vielen Nutzern dieses Systems genauso geht, meist sogar Berufsphotographen.
+3
Esterel
Esterel25.04.26 11:34
MrJava
Der einzige Grund warum ich keine Kamera mehr habe ist, dass mir die Geo-Daten bei den Aufnahmen fehlen. Warum das kein Hersteller mehr einbaut, weiß ich nicht. Sind Pfennigartikel.

Das können die Sony Kameras wenn du auf dem iPhone/Android die Sony Creative App laufen hast, dann Snyct er die Geolocation des Smartphones mit der Kamera.


Im Alltag nutzte ich auch meine iPhone für Fotos, doch es gibt Tage da nehme ich zum Wandern, CityTrip, Urlaub etc. gezielt meine Kamera mit, mit einem Objektiv, das ich voher bewusst auswähle, für CityTrips meistems das 24mm F1.4 / 35mm F1.4.

Den ich finde das bewusste fotografieren macht mir mehr Spaß als mit dem iPhone, das liegt daran, dass das iPhone zwar gutes Fotos bei Tageslicht machen kann, aber ist ein Allroundgerät das ich für alles nutzte und das mir beim Fotografieren (weil ich es täglich 100 mal in der Hand hab) keine Freude beim Fotografieren bereitet wenn ich das Motive Auswähl und abdrücke.

Ausserdem mag ich die kaputten Smartphone Farben nicht, es dürfen keine dunklen Schatten im Bild sein, alles muss aufgehellt sein.
+5
sudoRinger
sudoRinger25.04.26 11:38
Fotografieren mit der großen Kamera ergibt mittlerweile das gleiche Gefühl wie ein Sudoku zu lösen und sich anschließend zu fragen: warum?
0
OliverCGN25.04.26 11:51
Mein 13jähriger Sohn hatte letztens den Wunsch geäussert eine SLR haben zu wollen. Als ehemals sehr begeistertem Hobby-Fotograf ist er da bei mir natürlich auf offene Ohren gestossen.
Da ich aber weiß wie enthusiastisch er sein kann, habe ich vorgeschlagen, dass wir erst mal mit einer günstigen Gebrauchten anfangen und dann schauen, wie sehr er bei der Sache bleibt.

Bei der Recherche ist mir aufgefallen, dass sich 20 Jahre alte Digital SLR derzeit einer gewissen Beliebtheit erfreuen und es da sogar einen kleinen Retro-Hype zu geben scheint: Die Qualität ist - trotz des Alters - gut genug. Man hat das Gefühl wieder richtig zu fotografieren anstatt nur einen Computer zu bedienen. Und die Kamaras sind unter 100 € haben - teilweise sogar mit richtig guten Objektiven.

Ich glaube, für bewusste Fotografie ist eine SLR das Non-Plus-Ultra.
Im Alltag und Urlaub möchte ich dennoch nicht auf ein leichtgewichtiges Smartphone verzichten. (Auch wenn mir bewusst ist, dass das eher eine digitale Aufbereitung als ein Foto ist.)
+7
AppleUser197425.04.26 12:14
Es gibt zahlreiche aktuelle Artikel zum Hype um die analoge Fotografie, der besonders unter der Generation Z boomt und als Gegenpol zur digitalen Perfektion gilt. Dieser Trend wird als Comeback mit Fokus auf Authentizität und filmischer Ästhetik beschrieben.

Ich glaube das ist ein Trugschluss oder Bubble Denken, nur weil es "hier" im Forum nicht mehr besprochen wird. Schaut man sich die Absatzzahlen von Fuji an, dass z.b. Menschen bis zu 12 Monate auf die X 100 VI warten mussten, oder fast den doppelten Preis gezahlt haben um schnell eine zu bekommen. Auch Leica schreibt ein Rekordjahr nach dem anderen. Vielleicht findet das Thema eben nur hier aktuell keinen Platz?
+14
Büffelchen
Büffelchen25.04.26 13:01
Meine Frau braucht ihre Systemkamera mit Teleobjektiv, um ihrem Hobby der Vogelfotografie nachzugehen. Handys haben wir hauptsächlich nur für die 2F Autentifizierung . Sonst ging es auch ohne Handys.
Ich beobachte auch schon seit längerer Zeit, daß Handys für eine neue Komunikationsform benutzt werden: zbsp. Zwei Handyhalter untereinander„Schau mal. So sah unser Menü aus“ usw.
>>> Du hast keine Chance- aber nutze sie. <<< ( Achternbusch )
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G_Adorf25.04.26 13:53
Ich bin ein "Foto-Dino", der seit ca. 60 Jahren mit diesem Hobby unterwegs ist.
Agfa-Box, Rollei 35, Konica Spiegelreflex, Minox 8x11, Minox 35, verschiedene Digital-Kameras und irgendwann dann bei Leica gelandet.
Inzwischen habe ich aber auch keine Lust mehr, das ganze Equipment herumzuschleppen - das iPhone ist ja eh dabei!
Um noch so etwas "Fotofeeling" zu haben habe ich mir den Leica LUX Grip und die Leica Photo-App geleistet. Es macht halt Spaß, die verschiedenen Objektiv-Simulationen auszuprobieren und z.B. mit einer Leica I zu fotografieren.
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morpheus
morpheus25.04.26 14:01
gstar61
Ich glaube aber nicht, dass der Rückgang klassischer Kameras nur daran liegt, …
wollen — und immer weniger zu etwas, das der normale Verbraucher überhaupt noch braucht.

Für ist ganz klar der Preispunkt der Systemkameras der Killer schlechthin.

Minimum €2.500,- für ein Gehäuse plus die völlig irren Preise für Objektive haben auch mir den Spaß verdorben. Alle bewegen sich in Leica Regionen. Da ist eine Leica SL fast ein Schnäpchen.
Mich Hartz das nur noch genervt.
Ich selbst machen 90% mit den iPhone und der Rest dann mit einer Leica Q.
Coffee is always the solution
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