Der Schlüssel zum Erfolg: Weltweit bald 1,5 Milliarden Apple-Geräte im Einsatz

Ende September ist es soweit: Weltweit werden 1,5 Milliarden Geräte mit dem Apple-Logo aktiv genutzt. Der Meilenstein von einer Milliarde eingesetzter iPhones dürfte im März kommenden Jahres erreicht sein. Diese Zahlen erklären, weshalb Apple trotz eines schwächelnden globalen Smartphone-Marktes weiterhin Rekordergebnisse einfährt.


Nutzerbasis sorgt für exponentielles Umsatzwachstum
Die meisten Analysten nehmen Absatz- und Umsatzzahlen in den Blick. Der renommierte und vor allem auf Apple spezialisierte Branchenexperte Horace Dediu hat jetzt die Quartalsergebnisse des kalifornischen Herstellers in Beziehung gesetzt zur Zahl der weltweit eingesetzten Geräte. Seiner Auswertung zufolge steht der Erfolg des iPhone-Konzerns in direktem Zusammenhang mit der globalen Nutzerbasis. Diese vergrößerte sich in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich und linear. Letzeres galt bis 2015 auch für den Umsatz, seither machte dieser allerdings größere Sprünge nach oben.


Grafik: Horace Dediu

Dienste werden auch auf älteren Geräten genutzt
Der Grund für diese Entwicklung: Auch Nutzer älterer Apple-Geräte nehmen die zahlreichen Dienste des Konzerns in Anspruch. Schließlich lassen sich Apple Music oder iCloud nicht nur mit aktuellen Geräten wie einem iPhone XS oder einen neuen MacBook Air nutzen, sondern auch mit iPhone 6 oder einem Mac mini von 2012. Apple ist sich der Bedeutung dieser großen Nutzerbasis voll und ganz bewusst: Während der Bekanntgabe des jüngsten Quartalsergebnisses wies Tim Cook mehrfach darauf hin.

iPhone, Mac und iPad auf Allzeithoch
"Die Zahl der aktiv genutzten iPhones hat ein Allzeithoch erreicht", betonte der Apple-CEO. Auch die Menge der weltweit im Einsatz befindlichen Macs und iPads sei so groß wie nie zuvor, ergänzte Finanzchef Luca Maestri. Da Apple-Kunden ihre Geräte in der Regel vergleichsweise lange verwenden, bevor sie ein neues Modell kaufen, wächst die Nutzerbasis nach wie vor kontinuierlich, obwohl die Absatzzahlen insbesondere bei iPhones derzeit sinken. Das sorgt für den stetig steigenden Umsatz der Dienste-Sparte – und so für Apples anhaltenden Erfolg.

Kommentare

Aulicus
Aulicus02.08.19 11:18
...und wenn es nach meiner Frau geht, die Hälfte bei mir...
+1
macbeutling02.08.19 11:21
Aulicus
...und wenn es nach meiner Frau geht, die Hälfte bei mir...
...und die andere bei mir

Spaß beiseite: sehr guter Artikel, in dem ein überaus wichtiger Aspekt aufgegriffen wurde : Apple verdient an den Geräten auch über den Verkauf hinaus.

Welcher andere Player in diesem Bereich kann das auch?

Richtig, KEINER.

Samsung, Huawai und wie sie alle heißen, verdienen nur beim Verkauf der Geräte und dabei nicht gerade viel.

Google verdient im Laufe der Nutzung durch Werbung, Apps usw.

Apple sahnt doppelt ab: extrem gesunde Margen beim Verkauf und dann die Abos und Apps und Dienste und etc.

Das darf man bei der Bewertung des Aktienkurses nicht ausser Acht lassen
Glück auf🍀
+10
ocrho02.08.19 12:54
Das ist eine gute Nachricht, dass Apple endlich erkennt, dass lange genutzte Geräte das Ökosystem stärken und man gleichzeitig auch daran verdienen kann. Das Update für Apple TV der dritten Generation ist das gutes Signal – bisher erhielt eine Apple TV Generation meiste nur vier Jahre Updates (also viel weniger als bei den iOS-Geräten obwohl die Hardware-Anforderungen bei einen Apple TV viel langsamer steigen).

Ich hoffe, dass Apple auch bei den iOS die Update-Dauer verlängert. Mir ist es unbegreiflich wie tadellose iOS-Geräte nur 5-7 Jahre Updates erhalten. Apple sollte wie bei den MacBooks auch bei den iOS-Geräten nach sieben Jahren noch 3 Jahre Sicherheitsupdates nachreichen – insbesondere wenn man iCloud-Dienste benutzt, dann will man schon maximale Sicherheit bei TLS und WLAN. Auch bei iMessage, AirDrop und Bluetooth gibt es immer wieder Sicherheitslücken die man auch bei älteren Geräten gefixt haben will.

Bei den MacBooks sollte Apple auf 10 Jahre Update gehen plus 3 Jahre Sicherheitsupdates. Dann wäre die gesamte Lebensdauer eines MacBooks abgedeckt. Mir wird es in 10 Jahren leid tun tadellose MacBooks zu verschrotten, weil die heutige Möglichkeit nach Ablauf der macOS-Sicherheitsupdates ein Linux auf dem MacBook zu installieren seit dem T2-Chip nur noch eingeschränkt möglich ist.

Mit der neuen EU-Richtlinie 2019/770 über die "Bereitstellung digitaler Inhalte und digitaler Dienstleistungen" gibt es aber endlich einen juristischen Hebel Updates und Sicherheitsupdates über 5 bzw. 10 Jahre zu verlängern. Eine Kurzfassung findet sich hier:
Der Link zum deutschen EU-Amtsblatt ist hier:
+4
MikeMuc02.08.19 14:01
Also zZ eine knappe 1 Mrd iPhones und nur 500 Mio Macs. Sind das wirklich aktuell aktive Geräte oder lediglich alle jemals verkauften? Irgendwie kommen mir die Zahlen komisch vor.

ocrho:
Also Apple ist mit seinen Updates ja für alte iPhones doch jetzt schon führend. Und niemand zwingt dich, die älteren Mac und iPhones zu entsorgen, nur weil es keine Update mehr dafür gibt. Wenn ich wollte (und der mitspielt), könnte ich auch meinen alten SE30 wieder in Betrieb nehmen. Soll Apple für den auch noch Updates liefern nur weil er hier noch laufen könnte? Deine Zeiträume für Updates ist doch Träumerei
-3
ocrho02.08.19 14:47
MikeMuc
ocrho:
[...] niemand zwingt dich, die älteren Mac und iPhones zu entsorgen, nur weil es keine Update mehr dafür gibt. [...] Deine Zeiträume für Updates ist doch Träumerei

Ich sitze an einem MacBook Pro aus dem Jahre 2010, dass ab September 2020 keine Sicherheitsupdates mehr erhält. Ohne Sicherheitsupdates wird der Weiterbetrieb grob fahrlässig. Von der CPU-Geschwindigkeit und SSD-Geschwindigkeit ist das Gerät vollkommen ausreichend. Und die Hardware wird sicherlich noch 3-5 Jahre weiter halten. Aus Umweltgesichtspunkten ist das auch sinnvoll, so ein Gerät nicht vorzeitig zu entsorgen. Ich selber reiche meine Hardware gerne an die Verwandtschaft weiter. Durch die SSD-Traumpreise habe ich den Neukauf einige Jahre vertagt. Vor ein paar Wochen gab es endlich die SSD-Preisanpassung und ich werde demnächst wechseln und ärgere mich, dass ich dem Beschenkten "nur noch ein Jahr Restlaufzeit" zusichern kann.
+2
dsieb02.08.19 15:56
ocrho sehe ich absolut genau so.
Ich habe gestern meinen iMac Late2009 27" i7 Vollausstattung mit 1TB SSD verkauft. Für meine Anforderungen hätte der mehr als gereicht, aber in einem Jahr ist es vorbei mit Sicherheitsupdates. Das Risiko damit zu arbeiten wird mir dann doch irgendwann zu groß.
+1

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