Butterfly, my Butterfly: Apple bittet MacBook-Besitzer um Verzeihung

"Butterfly, my Butterfly, jeder Tag mit dir war schön", sang Danyel Gérard vor fast vierzig Jahren. Weniger schöne Tage erleben etliche Besitzer von MacBook Pro und MacBook Air: Deren Tastaturen, von Apple mit der dritten Generation der hauseigenen "Butterfly"-Technik ausgestattet, bereiten erhebliche Probleme. Jetzt hat das Unternehmen dafür um Entschuldigung gebeten.


Klemmende Tasten und Aussetzer
Bereits bei den vorherigen Ausführungen der flachen Keyboards klemmten häufig einzelne Tasten, gelegentlich kam es auch zu Aussetzern. Mit der dritten Generation sollten diese Probleme eigentlich ausgeräumt werden, allerdings beklagen einige Besitzer damit ausgestatteter MacBooks immer noch, dass die Tastaturen nicht fehlerfrei arbeiten. Unter anderem machte die Journalistin Joanna Stern, die für das Wall Street Journal arbeitet, in einem launigen Beitrag auf der Internetseite der Zeitung darauf aufmerksam. Diesen hatte sie - um das Tastaturproblem zu veranschaulichen - unter Verzicht auf die Buchstaben "E" und "R" verfasst, mit einem Klick auf eine entsprechende Schaltfläche konnten die Leser diese dann erscheinen lassen.


Joanna Stern machte auf das Problem aufmerksam

"Einige Benutzer haben Probleme"
Apple bat daraufhin in einer Mitteilung um Verzeihung. "Wir wissen, dass einige wenige Benutzer mit der dritten Generation der 'Butterfly'-Tastatur Probleme haben", heißt es darin. "Das tut uns leid." Allerdings betont das Unternehmen, dass die überwiegende Mehrzahl von Mac-Notebooks "positive Erfahrungen" mit den neuen Keyboards gemacht habe. Wem das Gerät Probleme bereite, der solle sich an den Kundenservice wenden.

Silikon-Membran ohne durchschlagenden Erfolg
Um die "Butterfly"-Keyboards zu verbessern, hatte Apple die dritte Generation mit Silikon-Membranen unter den Tastenkappen ausgestattet. Damit sollte verhindert werden, dass Staub und Krümel in die Mechanik gelangen und so zu Kontaktproblemen führen. Offenbar hat diese Maßnahme aber keinen durchschlagenden Erfolg gebracht, da sie das Problem anscheinend lediglich abgemildert, aber nicht vollständig beseitigt hat.

Kommentare

Steffen Stellen28.03.19 14:10
Ich verstehe nicht ganz was Apple mit dem "sorry" sagen will. Was bieten Sie den "wenigen betroffenen Kunden" denn jetzt an?

Gibt es das Problem bei den aktuellen Desktop-Tastaturen eigentlich auch? Wenn nein, könnten Sie doch einfach diesen Mechanismus verbauen. So dick trägt der ja auch nicht auf.
+5
chill
chill28.03.19 14:14
Warum nicht so machen wie bei meinem iBook. Da konnte man die Tastatur durch zwei Schieber entfernen, abduschen, und wieder einsetzen. Außerdem konnte man jede einzelne Taste unzerstört aus und einbauen. Aber Hilfe, das wäre ja Kundenfreundlich, und es wäre 0,5 cm zu dick.
"¿ssıəɥɔs ɹəp llos sɐʍ" :ʇƃɐs əsıəʍ ɹəp 'ßıəʍ sɐʍ ɹə sɐp ßıəʍ əƃnlʞ ɹəp
+13
Maniacintosh
Maniacintosh28.03.19 14:22
Apple, baut doch einfach bitte wieder die Tastaturen der MBP Retina ein und bei der Gelegenheit schrumpft doch auch das Trackpad wieder auf Maße, die einem das Tippen erlauben ohne die Handballen auf dem Trackpad lagern zu müssen. Wenn die Geräte dafür 2 bis 3 mm dicker werden, stört das gar nicht...
+30
Tekl
Tekl28.03.19 14:29
Ohja, das aktuelle Trackpad stört mich auch.
(hier könnte eine hippe, attributreiche Selbstdarstellung stehen)
0
Steffen Stellen28.03.19 14:30
Also ich habe keine Probleme mit dem aktuellen Trackpad, das alte war aber auch groß genug.
+6
marcol
marcol28.03.19 14:35
Der Original Artikel ist absolut Klasse zu lesen.
MTN: Warum kein Link dazu?

Ich finde den Artikel dazu nicht mehr wieder, aber ein sehenswertes Video von Frau Stern: .

Würde mich interessieren ob Jemand schon mal Probleme mit den Tastaturen ab 2016 MacBookPro und 2015 MacBook gehabt hat und wie die Lösung aussah.
+4
Wolpy28.03.19 14:42
Die fortschreitende Ive-isierung der Apple-Produkte bringt den Apple-Kunden ständigen Verdruss, Fehler, Ausfälle, Reparaturprobleme, fehlende Aufrüstmöglichkeit und überhöhte Kosten! – Eine Wende ist überfällig! Wann sieht das bei Apple endlich jemand ein?
+2
strellson28.03.19 14:45
Die Silikon Membranen haben allerdings zu einen weiteren Problem geführt. Dreck lässt sich nun nicht mehr wegblasen hat er sich einmal unter die Membrane geschoben …
+10
sierkb28.03.19 14:49
The Verge (27.03.2019): Apple apologizes for continued reliability problems with its MacBook keyboards
It’s time for a new keyboard design on Apple’s laptops

Daring Fireball, John Gruber (27.03.2019): ‘Appl Still Hasn’t Fixd Its MacBook Kyboad Problm’
John Gruber, 27.03.2019
Devestating column from Joanna Stern on the continuing saga of the unreliable keyboards in Apple’s MacBook lineup.

I consider these keyboards the worst products in Apple history. MacBooks should have the best keyboards in the industry; instead they’re the worst. They’re doing lasting harm to the reputation of the MacBook brand.


marcol
Der Original Artikel ist absolut Klasse zu lesen.
MTN: Warum kein Link dazu?

Ich finde den Artikel dazu nicht mehr wieder…

Hier ist er:

Wall Street Journal, Joanna Stern (27.03.2019): Appl Still Hasn’t Fixd Its MacBook Kyboad Problm
Apple’s third-generation butterfly keyboard was supposed to fix all the previous defects but buyers are still having problems
+2
uLtRaFoX!
uLtRaFoX!28.03.19 14:50
„Einige wenige User“ ... Soso! 😂
+5
Langer
Langer28.03.19 14:55
Großartig! Die anderen Video's von Ihr sind auch sehenswert!
marcol
...
Ich finde den Artikel dazu nicht mehr wieder, aber ein sehenswertes Video von Frau Stern: .
0
Dupondt28.03.19 15:04
marcol
Der Original Artikel ist absolut Klasse zu lesen.
MTN: Warum kein Link dazu?

Danke für den Hinweis. Ich habe jetzt den Link im Artikel gesetzt.
+3
Turm
Turm28.03.19 15:13
Ich hätte noch so ca. 12 kaputte Apple Keyboards im Angebot .. irgendwann pack ich die alle mal in ne Tasche fahr zu nem Apple Store und hau mit denen alles kurz und klein.
+6
Caliguvara
Caliguvara28.03.19 15:28
So sehr ich den Frust von betroffenen Usern verstehe, hier nur mal mein persönliches Feedback.

Bis diesen Sommer bin ich mit einem MacBook Pro late 2011 gefahren - kein Retina, kleines Trackpad, keine Butterfly Tastatur.
Diesen Sommer wurde der treue Gefährte also in Rente geschickt und gegen ein 2018er Model ausgetauscht - und ich bin durch die Bank hin und weg. 🙂 Das Trackpad ist wirklich amazing, mir persönlich auch nicht im weg - im Gegenteil, ich hab das Teil (ebenso wie die Touch Bar) dank BetterTouchTool mit Funktionen vollgestopft.

Auch die Tastatur finde ich nach guten 6 Monaten top! Man gewöhnt sich schnell an den kürzeren Tastenlauf. Bei mir hat das dazu geführt, dass ich auf die tasten weniger eindresche, sondern meine finger fast nur noch über die Tasten gleiten lasse mit minimalen Druckunterschieden wenn ich tippen will. Geht 10x angenehmer, und ich tippe so auch noch schneller. Neulich habe ich mal mein altes Magic Keyboard der ersten Generation rausgeholt - und schnell frustriert wieder weg gelegt. Mir fehlt die Touch Bar, und das Tippgefühl ist auf einmal ungenau und schlabberig.

Davon aber mal ganz abgesehen - so dicke Schnitzer wie mit der Butterfly 1st Gen dürf(t)en natürlich nicht passieren. Einmal mehr sollte man aber auch die Tastaturprobleme gegen die Verkaufszahlen ausspielen, und da wirkt das schon wieder geringer. Das MacBook Pro 2011 hatte mit seinem Grappa Fehler deutlich gravierendere und verbreitetere Probleme, finde ich. 🙂 Ich bin happy mit dem Book und seiner Tastatur!
Don't Panic.
+8
mschmahl
mschmahl28.03.19 15:42
Ich habe mir wegen Tastatur-Problemen Ende Dezember ein neues MacBook Pro mit Touchbar zugelegt und war erst sehr begeistert. Mittlerweile zickt die Tastatur extrem. Und genau auf diese bin ich als Journalist angewiesen. vor allem R und I funktioniert gar nicht oder wird mehrfach getriggert. Was ein Glück hilft hier meist noch die Rechtschreibprüfung. Der Support erzählt, dass das Problem mehr als bekannt ist und sie mir natürlich die Tastatur ersetzen (reparieren an einem neuen Gerät). Aber nach zwei bis drei Wochen würde das Problem wieder eintreten. Der beste Spruch: "diese Generation an Laptops sind nicht zum Tippen ausgelegt - hierfür sollten sie sich eine externe Tastatur zulegen. Die meisten User der MacBook Pro Reihe nutzen den Computer nur zum Surfen und YouTube schauen. Und hierfür ist die Tastatur mehr als ausreichend". Danke Apple
+17
jmh
jmh28.03.19 15:47
ganz klar hoehere gewalt! aber vielleicht gibt es ja fuer betroffene demnaechst trotzdem als kompensation ein halbes jahr streaming umsonst ...
+2
marcel15128.03.19 15:56
mschmahl

Das war nicht ernsthaft der Kommentar von Apple zu einem MacBook Pro(!)?
+2
AppleUser2013
AppleUser201328.03.19 16:13
Apple meint also, ein über 2000 Euro Mackbook Pro, ist nicht zum Tippen geeignet, sondern zum Surfen und Youtube schauen. Beim Iphone 4, haben sie ja einen Bumper beigelegt.
Vieleicht liegt jetzt dann bei jeden MBPro eine externe Tastatur bei....
+1
ricoh28.03.19 16:16
uLtRaFoX!
„Einige wenige User“ ... Soso! 😂

Also ich kenne viele, die die betroffenen MacBooks nutzen, aber noch keine hatte Probleme damit. Wenn jemand betroffen ist, bedeutet das nicht, dass es allen so geht.

Erfahrungsgemäß schreiben in Foren diejenigen, die ein Problem haben. All die anderen melden sich nicht zu Wort.
+2
sierkb28.03.19 16:23
ricoh
Erfahrungsgemäß schreiben in Foren diejenigen, die ein Problem haben.

Und diejenigen, die kein Problem haben. Siehe oben.
All die anderen melden sich nicht zu Wort.

Auf beiden Seiten – sowohl auf der Seite derjeniger, die kein Problem haben als auch auf der Seite, die ein Problem haben (sprich: es gibt eine – offenbar nicht kleine – Dunkelziffer). Und erst recht melden sich diejenigen nicht zu Wort, die ein Problem haben, sich aber nicht trauen, es offen zu sagen und drüber zu reden, aus Angst, sonst desavouiert oder gar niedergebrüllt zu werden von jenen, die das nicht hören wollen und jegliche bad news gleich abkanzeln, da bad news (die eben auch zur Realität gehört) deren heile Welt stören würde.
0
mschmahl
mschmahl28.03.19 16:29
marcel151
mschmahl

Das war nicht ernsthaft der Kommentar von Apple zu einem MacBook Pro(!)?

Doch. Ich wusste nicht, was ihr hierauf antworten soll. 😲
+1
marcol
marcol28.03.19 16:35
Ich habe mir aufgrund der fehleranfälligen Tastaturen ein MacBook Pro 15" von 2014 geholt mit 1 TB SSD, ein 2015 habe ich leider nicht bekommen können.
Guter Nebeneffekt: Es hat noch alle Anschlüsse und SD Card Reader eingebaut die ich benötige. Ich bin sehr zufrieden damit und die Leistung reicht mir gut aus. Allerdings wüsste ich wirklich nicht was ich danach als MacBook Pro kaufen sollte, die Jahre 2016-1018 scheiden schon mal aus, ich habe keine Lust das hohe Reparaturrisiko der Tastatur zu tragen. Was ist in 5 Jahren mit den Geräten?
+2
verstaerker
verstaerker28.03.19 16:44
Tekl
Ohja, das aktuelle Trackpad stört mich auch.
es braucht nur verdammte 2mm kleiner zu sein, alles wäre gut

ich vermute , würde man die alte Tastatur einbauen würde das MBP maximal 1mm dicker werden. Das wäre mir völlig recht , wenn man dafür ne zuverlässige Tastatur bekommt
+3
fadenschein28.03.19 17:20
Ich hab' hier ein 2013er Macbook Pro, auf dem ich soviel tippe, dass ich in der ersten Taste (linke Befehlstaste) bereits Löcher hab'. Trotzdem funktionieren alle Tasten tadellos.

Gäbe es ein aktuelles Macbook mit einer Tastatur, der ich extreme Beanspruchung zutrauen würde, hätte ich mir längst ein neues gekauft.
+4
Luxer28.03.19 17:44
Macht Apple die Books billiger oder verlängert die Garantie auf die entsprechenden Books? Nein, Apple macht nichts.
Als Geschädigter kann man sich mit dem "Verzeihen" den Hintern abwischen.
+7
Schnitter
Schnitter28.03.19 17:51
mschmahl
Doch. Ich wusste nicht, was ihr hierauf antworten soll. 😲

Aber das ist einfach: Du gibst dem Hersteller zweimal Gelegenheit zur Nachbesserung (§440 BGB), dann bestehst Du auf Nacherfüllung = Neulieferung (§439 BGB). Sobald der Defekt noch mal auftritt, trittst Du vom Kauf zurück und erhältst den Kaufpreis erstattet. Damit Du während dieses Brimboriums ein verlässliches Arbeitsgerät zur Verfügung hast, besorgst Du Dir ein vernünftiges Thinkpad. Anders ist dem Sauhaufen, der sich Apple nennt, inzwischen nicht mehr beizukommen.
Jeder ist ein Planet und wird von einem Menschen bewohnt.
+6
sierkb28.03.19 18:41
Übrigens am Rande, Meldung von heute:

Motherboard (28.03.2019): Internal Documents Show Apple Is Capable of Implementing Right to Repair Legislation
A leaked internal document obtained by Motherboard outlines a program that looks almost exactly like the requirements of right to repair legislation that has been proposed in 20 states.

während Apple gleichzeitig das hier tut:

Motherboard (18.05.2017): Apple Is Lobbying Against Your Right to Repair iPhones, New York State Records Confirm
Behind the scenes, Apple is trying to kill legislation that would make it easier for normal people to fix iPhones. Lobbying records in New York state show that Apple, Verizon, and the tech industry's largest trade organizations are opposing a bill that would make it easier for consumers and independent companies to repair your electronics.
+2
hakken
hakken28.03.19 22:17
Es sind ja nicht nur die Tastaturen. Auch die neueren Generationen leiden leider immernoch unter sich ablösenden Displaybeschichtungen und Grafikkartendefekten (die 2015ner kommen jetzt öfter deswegen). Außerdem prophezeie ich ausgeleierte USB–C–Buchsen.
+2
rene204
rene20429.03.19 06:50
mschmahl
marcel151
mschmahlDas war nicht ernsthaft der Kommentar von Apple zu einem MacBook Pro(!)?
Doch. Ich wusste nicht, was ihr hierauf antworten soll. 😲
Genau DIESE im Support getroffene Aussage an Tim Cook per Email oder twitter schicken.
Sio etwas sollte ganz oben aufgehangen werden.
Gelassenheit und Gesundheit.. ist das wichtigste...
+1
ocrho29.03.19 07:20
Beim iPhone hat Apple ein iPhone 5 SE neu aufgelegt: Langsam wäre es an der Zeit ein "MacBook Pro SE" neu aufzulegen für die Power-User für die der Formfaktor von 2012 (mit Retina-Display) vollkommen ausreichend mobil ist und dafür viele andere Probleme nicht haben wollen: Preiswerte Reparaturen statt Komplettaustausch mit Mainboard bei Fehler in SSD, Tastatur usw. — von der Aufrüstbarkeit von RAM und SSD ganz zu schweigen.
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