Test: Wie gut die Tastatur des MacBook Pro 2018 gegen Schmutz geschützt ist

Wie bereits berichtet hat Apple Vermutungen bestätigt, dass die Silikonmembran unterhalb der Tasten des neuen MacBook Pro nicht vorrangig zur Geräuschreduzierung konzipiert wurde. Stattdessen dient sie dazu, Schmutzpartikel davon abzuhalten, sich den Weg hin zur Tastenmechanik zu bahnen und diese dann möglicherweise stillzulegen. Genau dies war in den vergangenen beiden Jahren Anlass vieler Tastaturdefekte, seitdem Apple das MacBook Pro (Produktseite: ) auf den Butterfly-Mechanismus umgestellt hatte. Nachdem iFixit bereits vor einigen Tagen mit der üblichen Zerlege-Galerie aufwartete und einen Blick ins Innenleben des MacBook Pro warf, folgt nun ein weiterer Test. Die Fragestellung: Wie gut ist das neue MacBook Pro tatsächlich gegen Schmutz und Staub geschützt?


Um eine Aussage zu treffen, wurden die Geräte des Jahres 2017 und 2018 mit Staub- bzw. Sandpartikeln beschossen. Angesichts der deutlich sichtbaren Ablagerungen lässt sich damit gut feststellen, wo die Reise der Krümel endete. Erwartungsgemäß bot das MacBook Pro 2017 fast keinen Schutz und nach kürzester Zeit war das Innere "geflutet", wie iFixit feststellte. Es ließ sich auch der direkte Nachweis erbringen, dass nun einige Tastenanschläge bereits ausreichen konnten, die Mechanik zu blockieren. Ganz anders hingegen die neue Serie mit schützenden Membranen unterhalb der Tasten. Diese hielten dem Beschuss nahezu vollständig stand und sammelten den Schmutz außerhalb der Mechanik. Nur über die kleinen Einstanzungen war es möglich, einige Partikel durchdringen zu lassen.

Dieser Sand wäre 2016 und 2017 in der Mechanik gelandet

Erst Langzeittests werden zeigen, wie zuverlässig die Tastatur damit in der Praxis ist. Allerdings dokumentiert iFixit mit dem Versuch, dass signifikante Verbesserungen zu erwarten sind. Bekanntlich ist es leider nicht möglich, die 2016er und 2017er Tastaturen durch ein 2018er Modell zu ersetzen, da Apple angesichts der veränderten Bauweise weitere Anpassungen vornehmen musste. Zwar handle es sich laut iFixit nur um ein "minimales Redesign" – aber eben ausreichend, damit die neuen Tasten nicht in ältere Geräte passen. Die Tastenhöhe sank von 1,5 auf 1,25 mm, andernfalls wäre nicht dieselbe Bauhöhe möglich gewesen.

Kommentare

rmayergfx
rmayergfx20.07.18 10:01
fen
aber eben ausreichend, damit die neuen Tasten nicht in ältere Geräte passen. Die Tastenhöhe sank von 1,5 auf 1,25 mm
Ob es damit in Zukunft dann das Problem gebrochener Tasten gibt? Durch das neue Design sollen diese zumindest leichter austauschbar sein, ohne den Butterfly Mechanismus zu beschädigen. Hätte Apple gewollt das diese Tastatur auch in den älteren Geräten als Austausch verbaut werden kann, so würde dies mit Sicherheit nicht an der Bauhöhe der Tasten scheitern, dafür würde es eine Lösung geben.
Der Computer soll die Arbeit des Menschen erleichtern, nicht umgekehrt !
-3
eliotmc20.07.18 10:15
Sorry, aber das ist doch lächerlich.
Ich nutze seit 1986 Computer und hatte noch nie Sorgen mit der Tastatur. Da muß erst Apple mit seinen dollen „Innovationen“ kommen, dass eine Selbstverständlichkeit nicht mehr gültig ist. Nen bissel weniger Design und mehr robuste Technik bitte. Beim Desktop bin ich mittlerweile komplett auf Linux, wenn Apple so weiter macht, wirds beim Laptop wohl ähnlich laufen.
-6
MacGay
MacGay20.07.18 10:49
Warum es wird nachgebessert ... ist beim iPhone auch oft so gelaufen...
Immer eine Weiterentwicklung. Klar etwas schwach die Tastatur nicht genug getestet zu haben... oder alles mit Absicht, wie oft wurde jetzt über die Geräte berichtet?!
-2
Boney20.07.18 15:17
Die Konstruktion ist wohl nur bedingt geeignet.
Neue MacBook-Pro-Tastatur: Membranriss macht Topcase-Austausch notwendig


Es wäre besser, Apple würde eine verkapselte Tastatur entwickeln, wie man es von Tablettastaturen kennt. Somit würde Schmutz erst gar nicht in die Zwischenräume gelangen.
+2
BigLebowski
BigLebowski20.07.18 22:48
Boney
Neue MacBook-Pro-Tastatur: Membranriss macht Topcase-Austausch notwendig


"Dies geht aus einem internen Supportdokument hervor, das MacRumors vorliegt. Darin heißt es lapidar an die Reparaturmitarbeiter: "Seien Sie vorsichtig, dass Sie die Membran nicht zerreißen. Eine zerrissene Membran führt zum Austausch des Topcase."

Naja...ist wohl eher ein Problem für den Mitarbeiter.

Was ich interessant finde ist das 4 jährige Programm für die "alten" MacBook Pro Tastaturen. Man hat jetzt 4 Jahre ruhe...aber danach
Solche Dinger würde ich nie im Leben gebraucht kaufen. (und neu schon gar nicht )

Ich frage mich, wenn es tatsächlich nur eine kleine Anzahl an Geräten betrifft (laut Apple), wozu überarbeitet man die Tastatur mit solch einer aufwendigen Kondom Hülle?
+2
JoMac
JoMac23.07.18 13:52
BigLebowski
"Dies geht aus einem internen Supportdokument hervor, das MacRumors vorliegt. Darin heißt es lapidar an die Reparaturmitarbeiter: "Seien Sie vorsichtig, dass Sie die Membran nicht zerreißen. Eine zerrissene Membran führt zum Austausch des Topcase."

Naja...ist wohl eher ein Problem für den Mitarbeiter.
Die Frage ist: Merkt man denn als Kunde danach, ob eine Membran von einem Mitarbeiter angerissen / zerrissen wurde, nachdem alles wieder verschlossen ist? (damit er keinen Ärger bekommt, falls es ihm passiert ist)
Oder erst viel später, wenn Dreck in die Tastatur gelangt ist?
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