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Brain Drain: Apple verliert noch mehr Mitarbeiter in der KI-Sparte

Selten kann man bei Apple so öffentlich ein Scheitern in einem bestimmten Marktsegment miterleben. Der Konzern kündigte im Sommer auf der Worldwide Developers Conference 2024 eine neue KI-Plattform namens "Apple Intelligence" an – und das wichtigste Feature sollte eine teilweise auf KI basierende neue Siri-Generation sein. Doch die Entwicklung lief nicht wie gewünscht – und Anfang 2025 musste Apple bekannt geben, den angepeilten Veröffentlichungstermin nicht halten zu können und verzögerte das Projekt auf 2026. Intern fielen aufgrund der Entwicklungsprobleme mehr als deutliche Worte.


Doch damit war die Misere nicht ausgestanden, denn erst kürzlich gab der Konzern bekannt, dass man nicht auf eine eigene Lösung setzt, sondern auf Google Gemini, um die nächste Siri-Generation zu entwickeln. Viele Marktbeobachter sehen diesen Schritt als deutliches Zeichen dafür, dass die internen Entwicklungen von Apple nicht konkurrenzfähig sind.

Viele Mitarbeiter aus der Sparte verlassen Apple
Wie Bloomberg nun erfahren hat, verlassen Entwickler reihenweise das Unternehmen. Yinfei Yang, Haoxuan You, Bailin Wang und Zirui Wang wenden sich laut dem in der Vergangenheit gut informierten Mark Gurman nun anderen Aufgaben zu. Yang will eine eigene Firma gründen, während You und Bailin Wang zu Meta wechseln. Zirui Wang hingegen wechselt zu Google DeepMind – und hier handelt es sich genau um die Sparte bei Google, welche Gemini und andere KI-Modelle entwickelt.

Top-Manager geht ebenfalls
Doch nicht nur Entwickler verlassen die KI-Sparte bei Apple, sondern auch Manager: Stuart Bowers, welcher direkt unter dem Siri-Chef Mike Rockwell arbeitet, verlässt ebenfalls das Unternehmen. Zuvor arbeitete Bowers an Apples gescheitertem Auto-Projekt mit, welches der Konzern nie öffentlich ankündigte. Bowers geht, genau wie Zirui Wang, zu Google DeepMind und kümmert sich um die Weiterentwicklung von Gemini.

Kann es Apple noch schaffen?
Entwickler im Feld der Künstlichen Intelligenz sind rar gesät – und momentan bieten sich diesen ausgezeichnete Weiterentwicklungs- und Gehaltsperspektiven. Für Apple sind derartige Weggänge mehr als schädlich, da dem Unternehmen viel Wissen verloren geht. Momentan scheint Apple den Anschluss im KI-Rennen der Big-Tech-Konzerne komplett verloren zu haben – und das Abwandern von Entwicklern wird die Zukunftsperspektive mit Sicherheit nicht verbessern. Ob es Apple in einigen Jahren schafft, eigene, konkurrenzfähige KI-Lösungen auf den Markt zu bringen, wird immer fraglicher.

Kommentare

Frank Drebin
Frank Drebin02.02.26 08:46
Ich finde es merkwürdig, dass bei Apple immer so heftig auf die Personalien geschaut wird. Es sind nicht die Häuptlinge, die wichtig sind, sondern die vielen Indianer. Und Apple ist so gut aufgestellt, zudem reden wir hier von einem Weltkonzern, da gehen täglich Leute und neue kommen hinzu. Es ist auch immer fraglich, was die Leute wirklich geleistet haben, nur weil sie auf wichtigen Positionen sind, bedeutet es nicht, dass sie ihren Job auch gut machen.
+1
Embrace02.02.26 08:58
Wie gut Apple aufgestellt ist, sieht man daran, dass es auf Gemini setzt …
+5
Metty
Metty02.02.26 09:37
Zuvor arbeitete Bowers an Apples gescheitertem Auto-Projekt mit, welches der Konzern nie öffentlich ankündigte.
Vielleicht war dieser Manager doch nicht so gut wenn er bei zwei Projekten beteiligt war, die alle beiden den Bach runter gingen.
Ich lese hier dauernd, dass Apple Top-Genies abhanden kommen, aber wenn das alle so Top-Genies sind, warum läuft es bei Apple's KI Bestrebungen dann so schlecht? Vielleicht weil diese Leute am Ende doch nicht so genial sind?
Der KI Bereich ist immer noch komplett neu und fast jede Woche kommt irgendeine Innovation von irgendwo her. Vielleicht ist es ganz gut, dass Apple hier einen Schritt langsamer macht und all die anderen ihr Geld verbrennen lässt, um am Ende zu schauen womit sich wirklich etwas verdienen lässt. Denn neben all der Faszination, die KI auslöst, am Ende geht es darum ob sich die Investitionen lohnen und da stehen derzeit alle auf ganz dünnem Eis.
+2
sonnendeck02.02.26 09:45
am Ende könnte sich das für Apple noch als Glücksfall rausstellen, Nvidia friert gerade den 100 Mrd Deal mit OpenAi ein und die Stimmen werden immer lauter die hinterfragen wo denn die Umsätze und der Tatsächliche Nutzen sei, ausser wie wild gigantische Rechenzentren aufzubauen.
+2
Tommy1980
Tommy198002.02.26 09:52
sonnendeck
am Ende könnte sich das für Apple noch als Glücksfall rausstellen, Nvidia friert gerade den 100 Mrd Deal mit OpenAi ein und die Stimmen werden immer lauter die hinterfragen wo denn die Umsätze und der Tatsächliche Nutzen sei, ausser wie wild gigantische Rechenzentren aufzubauen.

Na, Quatschvideos für TikTok zu Hauf produzieren natürlich!

AI-Slop everywhere.
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