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Vor 25 Jahren: iTunes wird vorgestellt und begeistert die Applewelt

Im Jahr 1999 hatte Cassady & Greene ein kleines Musikprogramm namens SoundJam vorgestellt, welches es rasch zu hoher Beliebtheit brachte – unter anderem als Programm des Jahres von der MacWorld ausgezeichnet. Schneller Zugriff auf Musiktitel, einfaches Abspielen, so lautete das Konzept. Doch nicht nur Nutzer, auch Apple war auf die Software aufmerksam geworden und erwarb Anfang 2000 die Rechte an SoundJam MP. Gleichzeitig wechselten die Entwickler nach Cupertino. SoundJam sollte zur Basis dessen werden, was Apple dann vor 25 Jahren auf der MacWorld San Francisco präsentierte: iTunes 1.0.


Es war tatsächlich eine Revolution
"Es wird in die Geschichte eingehen als Wendepunkt der Musikindustrie. Das ist das Zeug, aus dem Meilensteine gemacht sind", versprach Steve Jobs damals. Kaum jemand ahnte jedoch, zu welchem Stellenwert es iTunes eines Tages bringen sollte. "Rip, Mix, Burn" lautete der einst gewählte Slogan, iTunes machte aus dem Mac eine Medienzentrale ("Digital Hub"). Von Nutzern wurde iTunes von Anfang an mit Begeisterung aufgenommen. Übersicht, schnelles Filtern und Finden, einfacher Import, unkompliziertes Brennen – all das war ziemlich einmalig.

Bei 50:40 beginnt der Abschnitt zur Musikstrategie

Im Oktober desselben Jahres lieferte Apple zudem die passende Hardware, nämlich den ersten iPod. Hardware und Software ergänzten sich optimal, was einer der wesentlichen Gründe war, warum der Musikplayer zu einem solchen Erfolg wurde.


Die erste Version von iTunes

Die Folgejahre: iTunes Music Store, Windows, Serien, Filme
Von nun an ging es Schlag auf Schlag. 2003 ging mit zwei wesentlichen Ankündigungen einher, Apple brachte nämlich den in iTunes integrierten iTunes Music Store sowie iTunes für Windows auf den Weg. Die Software nahm einen immer höheren Stellenwert ein und galt längst schon nicht mehr als eine Apple-App unter vielen. Weitere Mediengattungen sollten folgen, denn ab 2005 gab es Podcasts und TV-Serien, ab 2006 erste Spielfilme.


2008: und dann sogar Apps
Sucht man nach einem Zeitpunkt, an dem Apple mit iTunes möglicherweise falsch abgebogen ist, so dürfte das Jahr 2008 als Beispiel gelten. "Wir haben eine Plattform zum Vertrieb von digitalen Inhalten, warum nicht auch noch iPhone-Apps darüber verkaufen?", so die Entscheidung. Das mochte zum Befüllen des iPhones mit allen möglichen Inhalten bequem erscheinen, so langsam kam immer mehr Kritik auf, wie überfrachtet (und zunehmend lahm) die einst so schlanke Software geworden war. Die Wahrnehmung begann zu kippen, die Beschwerden nahmen zu. Jahre folgten, in denen Apple immer weitere Funktionen einführte (u.a. Genius, iTunes LP, Ping, iCloud, Mini-Player, den Streaming-Dienst iTunes Music).


2019: Der Wendepunkt: das iTunes-Aus auf dem Mac
Während der Präsentation von macOS 10.15 Catalina scherzte Craig Federighi persönlich über das mögliche weitere Wachstum des Programms. Am Anfang sei man "completely focussed" auf Rip, Mix, Burn gewesen, konzentrierte sich also auf die Hauptaufgabe: Schnelle Organisation der Musik-Bibliothek, zügige Suche, einfache Synchronisation, komfortables CD-Brennen. Nach Musikverwaltung seien der iTunes Music Store mit Musikkauf, Podcasts, Filme und neben iPod- auch iPhone-Synchronisation auch der App Store hinzugekommen – doch könnte iTunes nicht noch mehr erledigen? Zur Belustigung der Zuschauer zählte Federighi Kalender (alle Termine und auch noch die besten Lieder in nur einer App!), Mail und Safari auf. Wie man zwischen diesen Bereichen wechsele? Ganz klar, iTunes erhalte noch ein eigenes Dock! Natürlich handelte es sich dabei nur um Selbstironie, denn Apple hatte die Entscheidung getroffen, iTunes in einzelne, spezialisierte Programme pro Mediengattung aufzuspalten. Was auf dem iPhone immer der Fall gewesen war, sollte auch auf dem Mac Einzug halten.

iTunes-Sektion bei 1:43:45

Fazit: Die (wenig überzeugenden) Erben von iTunes
Was sich durchaus seit Jahren viele gewünscht hatten, also die Aufsplittung, sorgte aber für eine gewisse Ernüchterung. Schnell und übersichtlich wurde es dadurch leider nicht, denn die verschiedenen Apps sind auch Jahre später noch von sehr durchwachsener Qualität. Oft hört man, Apple habe so ziemlich jeden einzelnen Bestandteil aus iTunes damit ruiniert. Der Versuch, alles neu zu erfinden, ging oft mit dem Wegfall bewährter Funktionen oder schlechterer Umsetzung derselben einher. Wie es scherzhaft einmal in einer unserer Redaktionsbesprechungen hieß: "Wir haben wohl damals zu viel gemeckert und wussten nicht, was wir hatten!". Wäre es nicht wünschenswert, heute wieder ein Programm zu haben, das so großartig ist, wie iTunes vor mehr als zwei Jahrzehnten war?

Kommentare

Moka´s Onkel
Moka´s Onkel07.01.26 13:29
Leider ist der Nachfolger - die Musik App - seit macOS 26 vollkommen unbrauchbar geworden. Es ist nur noch zum Heulen! Meine Liste an nicht funktionierenden Funktionalitäten würden die Kommentarspalte sprengen.
+22
milk
milk07.01.26 13:34
Mir war damals Audion von Panic lieber.
+4
Calibrator07.01.26 13:36
Empfand ich damals als ein sehr gut brauchbares Programm. Irgendwann wurde es mir zu viel und seit "Music" würde ich das Ding am liebsten deinstallieren - geht leider nicht.
+7
Sitox
Sitox07.01.26 13:39
milk
Mir war damals Audion von Panic lieber.
Ja, die hatten sehr nette Skins.
Hat uns SoundJam MP eigentlich diesen grauenhaften (ja, Geschmackssache) Brushed-Metal-Look eingebrockt?
0
Frank Drebin
Frank Drebin07.01.26 13:41
Also ich finde tatsächlich die TV.app und Musik.app gut und die Glorifizierung von iTunes stelle ich mal dahin. Eher ist das Redesign in Tahoe das was mich stört. Besonders auf dem Mac. Die Abspielmenüleiste unten im Fenster positioniert ist ein formaler Fehlgriff und sollte hoffentlich bei der nächsten Version wieder Geschichte sein...
+5
Peanuts
Peanuts07.01.26 13:57
iTunes und der iPod haben mich damals von Windows zu Apple gebracht. Erst mit iTunes unter Windows, dann ein Jahr später mein erster Mac.

iTunes war so schön einfach, übersichtlich und gleichzeitig gab es viel nette Funktionen die eigene Musik zu Organisieren.
+14
macfreakz07.01.26 14:00
Das UI von iTunes fand ich damals sehr cool und übersichtlich, vor allem die Filterfunktion. Heute ist der Musik App eher mehr für Streaming optimiert und finde es nicht so gelungen, aber Features wie Abspielen von Lyrics finde ich super.
+4
tbaer
tbaer07.01.26 14:06
Schnell und übersichtlich wurde es dadurch leider nicht, denn die verschiedenen Apps sind auch Jahre später noch von sehr durchwachsener Qualität. Oft hört man, Apple habe so ziemlich jeden einzelnen Bestandteil aus iTunes damit ruiniert. Der Versuch, alles neu zu erfinden, ging oft mit dem Wegfall bewährter Funktionen oder schlechterer Umsetzung derselben einher

Wie wahr und zutreffend.

Leider hat Apple offenbar auch kein Interesse, die bewährten Funktionen nachzurüsten.
+10
Mad Doc
Mad Doc07.01.26 14:10
milk
Mir war damals Audion von Panic lieber.

Dein Wunsch wäre fast in Erfüllung gegangen.
Zitat wikipedia: "Both companies were vying to be acquired by Apple, but since Panic was already discussing a buyout with AOL, and since Robbin and Kincaid were ex-Apple employees, Apple chose to buy SoundJam in 2000"

Wenn ich tief in meinen Archiven grabe, finde ich mit Sicherheit noch meinen Registration-Key von SoundJam MP wieder.
Diese Nachricht wurde umweltfreundlich aus wiederverwerteten Buchstaben und Wörtern weggeworfener eMails geschrieben. Sie ist daher voll digital abbaubar.
0
Moranai
Moranai07.01.26 14:11
Auch wenn iTunes am Ende sehr überladen war, war es mir lieber damit zu arbeiten als jetzt mit den getrennten Apps. Music ist ein Armutszeugnis. Nichts funktioniert so richtig. Meine Synchronisierung funktioniert nicht korrekt und ständig haben meine Alben neue und falsch zugeordnete Cover. All die Arbeit zum Sortieren und Pflegen damals in iTunes war umsonst...
+23
evanbetter
evanbetter07.01.26 14:19
Music, Finder, Journal, Clips, Freeform, Mail, Safari, Photos,... alles Apps, die mehr oder weniger stiefmütterlich behandelt werden. Und genau hier könnte Apple jetzt richtig punkten: Apps, deren Bedienung eine Freude ist, und die perfekt funktionieren, würde ich jedem gesparten Nanometer an Gehäusedicke und einer 200MP Cam vorziehen. Nicht, dass Letzteres schlecht wäre, aber Apple geht es irgendwie zu sehr darum.
Wer zuletzt lacht, hat's zuletzt geschnallt.
+19
BlueVaraMike
BlueVaraMike07.01.26 14:31
Auch mir hat es bei der Umstellung, die Musiklibrary teilweise zerschossen. Dabei habe ich immer peinlich auf gerade diese Datenbank geschaut.
Plötzlich wurden neue Unterordner angelegt und dadurch Playcounts und oft sogar neue Käufe aus dem iTunes Store nicht mehr synchronisiert.
Die Cover wurden komplett falsch zugeordnet usw.
Ich musste fast alles wieder manuell neu herrichten.
… und bin immer noch dabei. (Cover)
🤬
Ich werde das Gefühl irgendwie nicht los, dass Apple zum eigenen Streamingdienst leiten möchte.

Ich denke sowas normal nie, aber …
Wenn das unter Steve Jobs passiert wäre …. (der liebte Musik ja außerordentlich)
Do what you want, but harm no one!
+10
Peanuts
Peanuts07.01.26 14:52
Moranai
All die Arbeit zum Sortieren und Pflegen damals in iTunes war umsonst...
Das ist auch mein Problem. Wenn man das Synchronisieren aber in iOS und auf dem Mac abschaltet, dann kann man die eigene Bibliothek noch erhalten und von Apple Music getrennt halten. Synchronisiere die Musik dann nur per Kabel zum iPhone.

Leider kann man dann natürlich keine eigenen Playlists für Apple Music erstellen.
+2
Metty
Metty07.01.26 14:58
Ich kann natürlich in diesen Tauergesang mit einstimmen, aber was mich mehr interessiert wäre was für brauchbare Alternativen Ihr kennt. Habt Ihr eine Lösung gefunden, mit der ihr die Musik App ersetzen konntet? Was für mich wichtig wäre:

- Import von CDs mit automatischer Titelerkennung und vielleicht sogar Suche nach Covern
- Möglichkeiten eines Exports von einzelnen Dateien, Alben oder Playlists
- Unterstützung von mehreren Dateiformaten MP3, AIFF, FLAC, etc.
- Kategorisierung nach Musikrichtung
- Suche nach Titeln, Interpreten, Komponisten, etc.
- Erzeugen von Playlists
- Synchronisation mit iPhone/iPad
- Import bestehender Daten der Musik-Datenbank

Egal ob Open-Source oder kommerziell, ich wäre für jeden Erfahrungsbericht dankbar.
+3
Phil Philipp
Phil Philipp07.01.26 15:12
Peanuts
iTunes und der iPod haben mich damals von Windows zu Apple gebracht. Erst mit iTunes unter Windows, dann ein Jahr später mein erster Mac.

iTunes war so schön einfach, übersichtlich und gleichzeitig gab es viel nette Funktionen die eigene Musik zu Organisieren.
same here ... ja, im Vergleich zu den damaligen Media-Playern auf Windows hat mich diese schlichte Ästhetik und Funktionalität total begeistert. Oder auch, dass die Musiktitel aus der Datenbank gesucht und gleich richtig eingetragen wurden und nach dem rippen nicht einfach nur "Song1" usw. hiessen. Vom Importieren zum Brennen war jeder einzelne Schritt der Bedienung offensichtlich sorgfältig durchdacht worden. Kein Click zu viel.
+6
beyermann07.01.26 15:29
Metty
Ich kann natürlich in diesen Tauergesang mit einstimmen, aber was mich mehr interessiert wäre was für brauchbare Alternativen Ihr kennt. Habt Ihr eine Lösung gefunden, mit der ihr die Musik App ersetzen konntet?

Wir hatten die Diskussion hier schon in unterschiedlichen Threads. Es gibt viele Alternativen, aber allen krankt es an einem nicht unerheblichen Fakt: Das Abspielen von DRM-geschützten Tracks funktioniert nur mit Apple Music oder Playern, die auf dieses Framework zugreifen können.
+2
MetallSnake
MetallSnake07.01.26 15:34
Metty
Ich kann natürlich in diesen Tauergesang mit einstimmen, aber was mich mehr interessiert wäre was für brauchbare Alternativen Ihr kennt. Habt Ihr eine Lösung gefunden, mit der ihr die Musik App ersetzen konntet?

Ich bin zu Navidrome gewechselt. Läuft auf dem NAS im Docker Container, die Musik wird von da zu meinen Geräten "gestreamt" (mit Optionen für Download oder temporärer Cache).
Erfüllt aber nicht alle deine Punkte, insbesondere weil Navidrome nur lesend auf die Musikdateien zugreift. Tagging muss man mit anderen Programmen machen. Ich rippe CD mit XLD, Tagge sie mit Yate und schiebe sie dann in den Musikordner, und dann sind sie in Navidrome abspielbar.
Es gibt verschiedene Clients für alle möglichen Geräte (ich verwende Feishin am Mac, und Arpeggi und Musiver am iPhone), und auch eine Weboberfläche.

Zum migrieren der Daten (Bewertung, hinzugefügt Daten, Wiedergabezähler, zuletzt gespielt) habe ich mir ein Skript geschrieben.
Keine Ahnung ob es mit der aktuellen Navidrome Version noch so funktioniert oder ob was angepasst werden muss. Aber zumindest könnte man darauf aufbauen.

Ist sicher nicht für jeden, aber für mich nahezu perfekt.
Wer kann mir helfen? - 'Nicht richtig gelesen. Setzen, sechs.', wo ist mein Fehler? https://www.mactechnews.de/news/article/S-187416.html#newscomment1621890
0
L-E07.01.26 15:43
Bei Apple scheint sich niemand mehr so richtig um die Musik App, bzw. den iTunes Store zu kümmern.
Kaufen von Musik wird zunehmend nervig. Warum ein Album einer Band, das 2021 veröffentlicht wurde, immer noch unter "Alternative" > "Neuheiten" angezeigt wird, das Album von 2025 mit dem gleichen Musikstil aber unter Rock oder auch gar nicht angezeigt wird, lässt sich nur mit völligem Desinteresse Apples an einer sinnvollen Sortierung erklären. Auch andere Alben, 2021 veröffentlicht, laufen immer noch unter "Neuheiten".

Dafür heißen "Neuheiten" in anderen Genres "Neue Musik" oder "Neueste Veröffentlichungen". Mal so, mal so.

Klickt man eine Band an, erscheinen die Alben erst nach "Bestseller" sortiert. Wählt man dann nach "Erscheinungsdatum", klickt dort auf ein Album und geht einen Schritt zurück, landet man meist nicht wieder bei "Erscheinungsdatum", sondern wieder "Bestseller". Manchmal funktioniert es aber auch und man landet wieder bei "Erscheinungsdatum". Scheint auch völlig willkürlich und ohne Sinn zu sein.

Das optische Erscheinungsbild scheint bei Apple auch niemanden so richtig zu interessieren. Seit Jahren! ist es so, dass bei dunkler Album-Ansicht die Bewertungsstriche unter "Beliebtheit" nicht zu sehen sind, denn die sind ja auch dunkel. Das Suchfeld mit dem Lupensymbol oben links ist ohne Such-Funktion. Wurde aus unerfindlichen Gründen geändert. Jetzt muss man in der Fenstermitte oben eingeben, was man sucht, was aber wiederum nicht heißt, dass sich die Suchfunktion merkt, wo man sucht – ob Mediathek oder Store. Ein Klick weiter, einer zurück und der Suchort kann geändert sein.

...

Ach, keine Lust mehr, weitere Mängel aufzuzählen und mich über diesen Mist aufzuregen. Hat eh keinen Sinn weil sich ja nichts ändert. Ich hatte auch mehrfach versucht, Apple über solche Mängel zu informieren, interessiert aber ja niemanden. Der Store scheint auch ohne Moderation Geld aus vollen Rohren in Apples Kassen zu spülen. Warum sollte man da also Arbeit reinstecken?

ich überlege tatsächlich, ob ich nicht wieder CDs kaufen sollte und einspeichern. Einen CD-Player habe ich nicht mehr, nur ein Laufwerk in einem älteren Rechner.
+12
Retrax07.01.26 16:28
Das mit der falschen Zuordnung von Cover war seit den Anfängen von iTunes so.
Ist natürlich keine Entschuldigung dass es immer noch die gleichen Probleme macht.

Am meisten hat mich gestört, dass bei einem Neu-Importieren der Songs in eine jungfräuliche iTunes Library die sauberst gepflegten Meta Tags einfach weg waren.

Die Meta Tags wurden einfach teilweise nicht in den Songs gespeichert, was dann zu viel Arbeit führte wenn plötzlich Titel oder Künstler oder Albumname oder alles zusammen fehlte, und man dann heraushören musste um welchen Song es sich letztlich handelte.

Das ist zum Glück bei Music nicht mehr der Fall.
-2
esc
esc07.01.26 16:56
Ich weiss nicht, wie viele Stunden ich in das Bearbeiten meiner Bibliothek gesteckt habe, um jetzt bei Streamingdinsten zu landen
+1
LoMacs
LoMacs07.01.26 17:09
Warum sind die Videos der Keynotes der frühen 2000er eigentlich so verpixelt? Es gibt doch sicher noch Mitschnitte zumindest in PAL-Qualität?
+1
ERNIE07.01.26 17:19
Viel schlimmer als Music ist die Bücher-App. Auch nach so vielen jahren kann sie keine ID3-Tags und Cover editieren. Sterne-Bewertungen und intelligente Wiedergabelisten für (Hör-)Bücher sind auch nicht in Sicht.
+2
evanbetter
evanbetter07.01.26 19:14
Eben, die Software ist so offensichtlich vernachlässigt, dass man nicht von einem Übersehen ausgehen kann. Ich frag mich, wie die Äpfel mailen, Musikhören etc. – kommt da nicht mal der Tim Cook und meint so: "Wieso kann ich ein Bild, das mir Herr Trump irgendwann im Oktober gemailt hat, und von dem ich nur weiss, wie es aussieht, aber nicht wie es heisst, in Mail nicht einfach finden?" Worauf Craig rufen würde: "Und wieso kann ich in Photos nicht ganz einfach ein paar Photos auswählen, diese mit Hintegrundmusik versehen und mit hübschem Aus-/Einblender (auch akustisch!) zu einem kurzen Video machen, das ich dann via Nachrichten auch androiden Freunden senden kann?", dann käme eine junge Dame aus der Marketingabteilung und fragte: "Tim, sag mal, habt Ihr diese !*ç&=+$£-Systemsounds eigentlich auch schon vor 30 Jahren gehabt?" Ein musikbesessener Programmierer würde einbringen, dass er Music nicht bedienen kann, obwohl er doch eigentlich UX-mässig einigem ausgesetzt sei...
Einer aus der Buchhaltung würde das System "Stage Manager" und "Window Management" im Finder hinterfragen und der Facility Manager beklagte sich über immer wieder abbrechende Verbindungen innerhalb des HomePod-Universums. Und dann müssten sie alle ein paar Flaschen guten(!) kalifornischen Weins öffnen und sich fragen, in welchem Koma sie die letzten Jahre verbracht haben. Einer murmelte noch was von "flüssigem Glas", welches mehrere UI-Elemente jetzt elegant überlappt, würde aber mit von Fragezeichen geschwängerten Blicken der anderen verstummen.
Wer zuletzt lacht, hat's zuletzt geschnallt.
+7
murnoggerl07.01.26 19:26
Metty
Ich kann natürlich in diesen Tauergesang mit einstimmen, aber was mich mehr interessiert wäre was für brauchbare Alternativen Ihr kennt. Habt Ihr eine Lösung gefunden, mit der ihr die Musik App ersetzen konntet? Was für mich wichtig wäre:

- Import von CDs mit automatischer Titelerkennung und vielleicht sogar Suche nach Covern
- Möglichkeiten eines Exports von einzelnen Dateien, Alben oder Playlists
- Unterstützung von mehreren Dateiformaten MP3, AIFF, FLAC, etc.
- Kategorisierung nach Musikrichtung
- Suche nach Titeln, Interpreten, Komponisten, etc.
- Erzeugen von Playlists
- Synchronisation mit iPhone/iPad
- Import bestehender Daten der Musik-Datenbank

Egal ob Open-Source oder kommerziell, ich wäre für jeden Erfahrungsbericht dankbar.
Import von CD: freac
Synchronisieren iPhone/iPad: MusicStreamer (ok ist nicht direkt ein synchronisieren, sondern direkter Zugriff auf Mac/NAS und wenn man will Download von einzelnen Titeln oder Alben oder ganzen Playlists)
Alles andere: Swinsian

Schau auch mal hier ins Forum da läuft gerade ein Thread „Alternativen zum Musik app gesucht“
0
wi36807.01.26 20:11
...immer mehr Kritik auf, wie überfrachtet (und zunehmend lahm) die einst so schlanke Software geworden war.
Diese Aussage ist immer wieder in der Presse zu lesen, allerdings fehlt da jedesmal der Kontext: Diese Kritik kam aus dem Windows-Lager, weil iTunes unter Windows einiges an zusätzlicher Software installierte (die unter macOS schon vom Betriebssystem vorinstallierte war). Unter macOS lief iTunes immer sehr flink.

Die im Artikel aufgeführten später hinzugefügten Funktionen hätte noch ein Lob an Apple ganz gut getan wie gut konform zum Gesamtkonzept diese hinzugefügt worden sind: Als Benutzer gab es dann zwar neue Funktionen und Bereiche, aber als Benutzer musste ich nicht umlernen, alles was vorher da war blieb an seinem Platz. Wenn Apple heute neue Funktionen ein der Software hinzufügt, dann werden diese oft sehr prominent auf den Bildschirm platziert und andere vertraute Funktionen muss man dann suchen um diese wiederzufinden.

iTunes war ein so großer Erfolg und mit einen einfachen Benutzungskonzept so mächtig nutzbar, dass wir alle dachten, der beste Ort um Content zu verwalten ist eine Bibliothek. Auch Delicious Library habe ich damals aus dieser Library-Technologie-Begeisterung genutzt wie die Aperture-Library. Herausragend an iTunes war, dass die Metadaten grundsätzlich (wenn keine Bugs) immer sofort auch in die jeweilige Datei reingeschrieben worden sind, so dass auch wenn die Bibliothek kaputt geht, eine neue Bibliothek aus den Dateien sich automatisch wieder aufbaute.

Inzwischen gewöhnt uns Apple die gute Library-Technologie ab und ich muss wieder wie zuvor unter Windows mehr im Dateisystem speichern und organisieren.

Ich habe schon zahlreiche Programme gekauft die auch Meta-Daten von Dateien editieren und parsen können, aber so richtig wohl fühle ich mich nicht. Viele meiner Meta-Daten werden auch optimiert auf das verwendete Werkzeug und deren Begrenzungen in der Anzeige-Umfang / Suchkomfort.

Das ist eine Aufgabe des Betriebssystem und da kommt von Apple wie auch bei den anderen Betriebssystemen im Wettbewerb eine Vernachlässigung, weil irrtümlich angenommen wird, dass das Dateisystem schon ausentwickelt ist. Die Herausforderung ist, ein Dateisystem zu entwickeln, dass Library-Technologie besitzt. Ein Dateisystem kombiniert mit der richtigen Library-Technologie wäre auch der Durchbruch für mobile Plattformen, weil auf kleinen Bildschirmen über Meta-Daten das arbeiten mit vielen ähnlichen leichter von der Hand geht. Das Konzept des Albums habe ich für vieles Zweckentfremdet ebenso das Feld Liedtext (mit scheinbar unbegrenzter Texteingabefeld).

Dieses Kulturwissen aus iTunes hätte Apple einfach nach iOS portieren können in seine Datei-App und dort ausbauen können. Stattdessen erhielt dieses Kulturwissen unter iOS ein Hausverbot. Metadaten dürften in vielen Fällen nur am Mac bearbeitet werden und so verlernten wir es über die Jahre.
+4
rkb0rg
rkb0rg07.01.26 20:17
Ich kann MusicBrainz Picard zum erkennen mittels akustischem Fingerabdruck und ID3 taggen empfehlen. Ist Open Source und kostenlos. Deren Datenbank ist riesig und man kann die Einträge auch selbst editieren. Sucht auch Covers und findet unterschiedliche Versionen eines Albums oder Einzeltitel. Ziemlich genial finde ich.

Ist für mich in Kombination mit Plex als Server und Plexamp als iOS Client unschlagbar.
Einzig der Import/Export von Playlisten mit Plex könnte meiner Meinung nach noch verbessert werden.
0
pogo3
pogo307.01.26 21:01
evanbetter

Großartig. Es fehlt aber doch noch irgendwas mir KI, oder so. Wer würde da kommen ? Mit guten kalifornischen Wein lässt sich gut Koma-Saufen. Das kann zu Problemen der Wahrnehmung führen.
über immer wieder abbrechende Verbindungen innerhalb des HomePod-Universums
Und ich dachte schon das wäre ein Problem meiner spezifischen Raumsituation. Jetzt bin ich geheilt, meine Paranoia hat sich erledigt. Hu-rraaaaahhhhh. Ich bin nicht allein.
Ich schmeiss alles hin und werd Prinzessin.
0
sphilipp07.01.26 23:27
Moka´s Onkel
Leider ist der Nachfolger - die Musik App - seit macOS 26 vollkommen unbrauchbar geworden. Es ist nur noch zum Heulen! Meine Liste an nicht funktionierenden Funktionalitäten würde die Kommentarspalte sprengen.

Da muss ich dir uneingeschränkt recht geben. Aus der Musik-App ist die Murks-App geworden. Ich kann mich auch nicht daran gewöhnen, dass der Abspielbereich nach unten wandern musste, nachdem er zwei Jahrzehnte lang oben war – und es gut so war.
+6
WolfLe08.01.26 02:41
Für DJs ist die Musik-App zum Vorsortieren inzwischen fast unbrauchbar:
- Kann im Gegensatz zu iTunes nicht mehr flüssig mit mehreren Bibliotheken umgehen
- verschenkt unendlich viel Platz durch eine riesengoße Kopfleiste (die nichts anderes enthält als 4 zusammengestellte Cover)
- die Suchfunktion ist wesentlich schlechter als früher
- immer noch keine FLAC-Kompatibilität
- kein Unterschied in der Dateiendung von lossless ALAC und lossy AAC (was mit ".m4a" und ".aac" einfachst zu machen wäre) (aber das gab es auch bei iTunes nicht).
- das einzig Positive ist, daß es inzwischen intelligente Playlist gibt - das ist echt cool.
Leider ist Music die einzige App, deren Datenbank auch von DJ Traktor zur Weiterverarbeitung eingelesen wird.

All diese Probleme sind bekannt - leider ist Apple beratungsresistent. Während es früher die Software war, die trotz schwächelnder Rechner dafür gesorgt hat, dem Apfel treu zu bleiben, ist es heute umgekehrt: tolle Rechner und miese Software.
+8
Topper Harley
Topper Harley08.01.26 03:16
iTunes war einst grafisch und technisch ein spektakuläres Programm, eine neue aufregende Ära im Musikbereich, heute ein Schatten, und seit macOS Tacho ein Krüppel seiner selbst, da funktioniert fast gar nichts mehr.

Bin froh dass unter macOS Sequoia das nötigste funktioniert, da muss man schon fast vom Glück reden heute bei Apple.

Vermisse auch den Visualizer von iTunes damals

Beim Streaming habe ich nach einem Tag bei Apple Music sofort wieder gekündigt, grafisch, furchtbar, funktionell überhaupt nicht vergleichbar mit Spotify, da kann man Apple nur abstrafen. Und dann noch diese Fehlentwicklung mit der Musik App. Aber immerhin wir haben heute diese ganzen lustigen Animojis … es ist zum heulen
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