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Apple bestätigt: Siri und Foundation Models werden auf Google Gemini basieren

"Nach sorgfältiger Prüfung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Googles Technologie die leistungsfähigste Grundlage für Apple Foundation Models darstellt, und wir freuen uns auf die innovativen neuen Nutzungserlebnisse, die sie für unsere Anwender ermöglichen wird. Apple Intelligence läuft weiterhin direkt auf Apple-Geräten und Private Cloud Compute, um den bisherigen Datenschutz zu bieten", so heißt es inzwischen wenig überraschend von offizieller Seite. Die Berichte haben sich also bewahrheitet, Apple setzt (zunächst) nicht auf eine Eigenentwicklung, sondern vertraut sich Google für die Zukunft von Siri und Teilen rund um Apple Intelligence an. Im November hatte Bloomberg bereits berichtet, wonach eine entsprechende Entscheidung gefallen sei und Apple angeblich eine Milliarde Dollar pro Jahr dafür an Google entrichtet.


Google Gemini für Apple Foundation Models
Laut CNBC handelt es sich um eine mehrjährige Partnerschaft und nicht nur um eine kurzfristige Überbrückung. Apple werde Googles Gemini-Modelle als Basis für zukünftige Versionen der eigenen "Apple Foundation Models" nutzen. Ein genauer Termin fehlt bislang, allerdings peile Apple einen Zeitpunkt "later this year" an, so der Bericht. Recht wahrscheinlich ist damit eine Vorstellung entweder im Frühjahr (mit iOS und macOS 26.4) oder eine weitere Verschiebung der Siri-Pläne mit Präsentation im Sommer auf der WWDC 2026.

Google lieferte wohl am günstigsten
Wie es von Bloomberg vor zwei Monaten hieß, seien auch Lösungen von OpenAI und Anthropic im Gespräch gewesen. Allerdings waren die Gebühren zu hoch und Google konnte wohl vergleichsweise günstig liefern, wonach Apple suchte. Google entwickelt demnach eine spezielle Version für Apple, welche dann auf den "Private Cloud Compute"-Servern läuft. Das System verfüge über 1,2 Billionen Parameter, Apples eigener LLM-Ansatz weise nur 150 Milliarden auf, so der damalige Bericht.

Apple ersetzt nicht alles durch Gemini
Komplett auf Gemini setzt Apple übrigens nicht. Im Falle Siris sollen der "Query Planner" (wie eine Anfrage verarbeitet wird) und der "Summarizer" (Antwort formulieren sowie zusammenfassen) laut Bloomberg von Google stammen, jegliche On-Device-Verarbeitung bleibe jedoch bei Apples Technologien. Das betrifft auch den Zugriff auf persönliche Daten und andere Datenschutz-kritische Teile. Generell erhalte Google keinen Zugriff auf Nutzerdaten, sondern liefere nur die Technologien, betonte Bloomberg im November.

Man schaffte es offensichtlich nicht
Mit der nun bestätigten Gemini-Partnerschaft räumt Apple wohl offensichtlich ein, dass man die ganz großen KI-Modelle für Siri und Apple Intelligence derzeit nicht auf dem Niveau der Konkurrenz alleine umsetzen könnte – zumindest nicht rechtzeitig. Man holt sich für die Cloud-Ebene also fremde Hilfe ins Haus, verpasst den Plänen vom komplett selbst entwickelten KI-Stack damit aber einen deutlichen Dämpfer. Für Nutzer dürfte das aber der bessere Weg sein, als weiterhin auf eher halbgare Funktionen setzen zu müssen.

Kommentare

macfreakz12.01.26 16:58
Braucht Google wirklich $1 Mrd Dollar jährlich oder will Google die Partnerschaft nur stärken, damit Google Suche weiterhin die Standardsuche auf iOS bleibt? Oder gibt‘s einen Gewinn aus Sicht Google? Marketing wie „Apple setzt auf unser Modell“?
+1
aMacUser
aMacUser12.01.26 17:05
Der Betrieb von KI ist extrem teuer. Die ganzen Enduser-Tarife von ChatGPT & Co sind, Berichten zu folge, die man immer mal wieder sieht, alle nicht kostendeckend. Deswegen kommen einem 1Mio$ schnell sehr viel vor. Auf der anderen Seite weiß Google aber auch, dass Apple nicht groß die Wahl hat. Gibt ja nur drei, die in Frage kommen: Google Gemini, OpenAI GPT, Anthropic Claude.
0
alpi
alpi12.01.26 17:07
enttäuschende Leistung von Apple
+3
darkov
darkov12.01.26 17:28
Was heisst eigentlich Apple Intelligence? Ich dachte, das wäre eigenes KI .. Name tönt im Moment irgendwie peinlich.
+4
MLOS12.01.26 17:35
darkov
Was heisst eigentlich Apple Intelligence? Ich dachte, das wäre eigenes KI .. Name tönt im Moment irgendwie peinlich.

Was vorne rauskommt, entscheidet Apple und verkauft das unter der Marke Apple Intelligence. Was hinten dran technisch wie und wo arbeitet, hat damit nichts zu tun. Die meisten KI-Funktionen von irgendwelchen Apps oder Integrationen ins Ökosystem laufen technisch im Hintergrund auch mit einem großen Modell von OpenAI, Anthropic oder Google oder mit einem Open-Source-Modell. Kaum jemand trainiert seine eigenen Modelle. Wenn, dann kommt Finetuning vorhandener Modelle zum Einsatz.
Ich finde das auch gar nicht schlimm, dass Apple das aktuell nicht komplett selbst macht. Das hätten sie von Anfang an so machen sollen um schneller eine konkurrenzfähige Lösung anbieten können. Das, was die apple-Modelle bisher leisten, ist ein Witz.
+9
Wellenbrett12.01.26 17:53
"Im November hatte Bloomberg bereits berichtet, wonach eine entsprechende Entscheidung gefallen sei und Apple angeblich eine Milliarde Dollar pro Jahr dafür an Google entrichtet."
Das ist ja ein Schnäppchen für Apple, im Vergleich zu den 20 Mrd. Dollar, die Google an Apple entrichtet, damit Safari voreingestellt mit Google sucht.
+4
tranquillity
tranquillity12.01.26 17:58
Apple Intelligence habe ich nach drei Wochen auf meinem neuen MBA deaktiviert. Was war denn das bitte? Selten so etwas nutzloses und nicht funktionierendes von Apple gesehen. Siri 2.0 sozusagen …
+2
MacNu9212.01.26 18:05
Meine Meinung: Man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Natürlich treibt es Innovationen voran, wenn Apple, Google, Open AI, Deep Seek miteinander um die beste Technologie wetteifern. Kritische Börsianer warnen jedoch davor, dass die kautellen finanziellen Investitionen sich für die KI-Erfinder nicht ansatzweise werden monetarisieren lassen. Insofern halte ich es aktuell für besser, dass Apple zugunsten von Schnelligkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit auf Google setzt, statt weiter eigenes Geld in einer kaum zu schaffenden Aufholjagd verheizt.
+7
euha0112.01.26 18:12
macfreakz
Braucht Google wirklich $1 Mrd Dollar jährlich ?

$1 Mrd $ ist für Apple ein Schnäppchen (wie auch im Artikel erwähnt). Für Goggle ist es Prestige - "wir wollten den Deal mit Apple". Nötig haben sie die Mrd nicht wirklich
+8
ttwm12.01.26 18:18
alpi
enttäuschende Leistung von Apple
Wie setzt Du denn diese Alltags-KI ein und warum bist Du enttäuscht, dass nun eine Google-KI dahintersteht und nicht eine Apple-KI, bzw. was hättest Du Dir von der Apple-KI besseres erhofft?
+6
Perry Goldsmith
Perry Goldsmith12.01.26 18:23
Bei den miesen Ergebnissen die ich immer von Gemini bekomme, halte ich das jetzt tatsächlich für die schlechteste Entwicklung in dieser langen Findungsphase.
0
aerdbaer
aerdbaer12.01.26 18:43
ttwm
alpi
enttäuschende Leistung von Apple
Wie setzt Du denn diese Alltags-KI ein und warum bist Du enttäuscht, dass nun eine Google-KI dahintersteht und nicht eine Apple-KI, bzw. was hättest Du Dir von der Apple-KI besseres erhofft?

Es geht vermutlich viel mehr darum, dass Apple es großspurig angekündigt hat.
Insbesondere sollte ja alles besser werden. Bessere Leistung, besserer Datenschutz.
Das wird jetzt schwierig bis gar nicht umzusetzen sein.
+2
Marhow
Marhow12.01.26 18:46
Vielleicht machen Sie es ja wie damals mit Google Maps. Erst mal etwas einkaufen, damit es funktioniert und dann im Hintergrund selbst etwas zur Marktreife bringen.
+3
Sitox
Sitox12.01.26 18:57
Marhow
Vielleicht machen Sie es ja wie damals mit Google Maps. Erst mal etwas einkaufen, damit es funktioniert und dann im Hintergrund selbst etwas zur Marktreife bringen.
Wann hat Apple Google Maps eingekauft?
0
mark hollis
mark hollis12.01.26 19:15
Ein guter und richtiger Schritt, der eigentlich viel eher hätte kommen müssen.
+1
Peanuts
Peanuts12.01.26 19:39
Sitox
Marhow
Vielleicht machen Sie es ja wie damals mit Google Maps. Erst mal etwas einkaufen, damit es funktioniert und dann im Hintergrund selbst etwas zur Marktreife bringen.
Wann hat Apple Google Maps eingekauft?

Die ersten Jahre gab es auf dem iPhone kein Apple Maps sondern nur Google Maps.
+4
Huba12.01.26 19:47
Wann immer ich in die Verlegenheit komme, etwas bei Google zu suchen, erschrecke ich mich über das, was Gemini an vermeintlichen Fakten ausgibt: Viel zu oft ist es hanebüchener Unsinn und hat mit Fakten wenig zu tun.
Insofern graust mich diese Ankündigung.
+1
Wanderstein12.01.26 20:16
Hm… zweischneidiges Schwert.

Wenn ich Gemini sage:“ erstelle mir einen Bericht über die Paktwette von Goethes Faust und gehe auf die Diskrepanz in der Literatur ein, ob es sich eher um einen Pakt oder eine Wette handelt“, dann arbeitet Gemini auf Uni Niveau.

Wenn ich frage, welcher Tag heute ist, kann es sein, dass Gemini antwortet: 12.01.2026. es kann aber auch sein, dass er sagt 23.12.2024.

Gemini kann mir ein Script in Python schreiben, das ohne mein Zutun funktioniert (ich kann nicht programmieren). Aber wenn ich ihn bitte, eine Websuche auszuführen, kann es sein, dass er heuristische Links generiert, die ins Leere führen.

Wenn ich frage: Was ist die perfekte Kerntemperatur für Medium Rare Rinderfilet, antwortet er 52-57 Grad, was richtig ist. Frage ich: wer ist Präsident von Venezuela, wird er ohne weiteres Zutun „Maduro“ antworten (zumindest bei mir). Fatal wird es dann, wenn ich nach der aktuellen Situation von Venezuela frage, da er dann Daten aus seinem Traningsspeicher munter mit Daten der Webrecherche verbindet und als Quelle heuristische Links ausgibt. Das Ergebnis sieht gut und belastbar aus, ist aber völlig falsch und die Links laufen ins Leere.

Es kommt also sehr darauf an, welche Funktionen Apple implementiert. Übersetzen, zusammenfassen, auswerten, reformulieren: das kann er sehr gut. Das ist eine echte Hilfe. Neue Daten generieren oder Aktuelle abfragen: Absturz.

Allerdings mutmaße ich mal, dass wir nicht Gemini 3 in einem iPhone sehen werden, sondern Gemini 4 oder höher.

Problem derzeit: Vollständige Halluzinationen und aus Trainingsdaten generierte Halbwahrheiten sind noch systemimmanent. Es könnte sein, dass das auch so bleibt. Dann würde Apple Funktionen, bei denen das Risiko hoch ist, besser nicht implementieren. Mir hat Gemini mal einen Weg zur Erstellung eines PDF aus 2000 Mails empfohlen, der zu 2000 PDF auf meinem Mac geführt hätte. Wenn die KI Systemzugriff hat und sowas einfach auf Nutzerbitte macht und den falschen Weg wählt, wird der Ärger groß sein. Andere Funktionen sind aber solide genug. Es kommt also sehr darauf an, was wie implementiert wird.

Derzeit geht die KI-Rechnung, so wie ich es verstehe, etwa so: Es kommt weniger auf die Architektur an, sondern auf Trainingsdaten und Rechenpower. Je mehr von diesen beiden, desto „schlauer“ wird das System. Mehr braucht es nach Meinung von Alphabet, Anthropic, Open AI & Co nicht. Der Sprung zur nächsten Intelligenzstufe steht kurz bevor, deshalb bauen alle Rechenzentren wie blöd. Selbst wenn Apple jetzt noch eigene Forschung betriebe, wären sie so weit hintan, dass alle anderen bereits auf dem Mars spazieren fahren, während Apple noch Fahrräder baut.

Ich habe mir die Kosten meines Abos von Gemini mal ausrechnen lassen. Wenn man seinen Pro Account voll ausnutzt, macht Alphabet damit zwischen 8 und 15€ Verlust pro Nutzer im Monat. Allerdings tut das nicht jeder, wodurch der Verlust darunter anzusetzen ist, vermutlich deutlich unter 8€/Monat/Nutzer. Die Mrd kann da den Unterschied machen zwischen kleinem Verlust und einer Nullsummenrechnung.
+11
WahrFa12.01.26 20:31
Heißt: erst lässt sich Apple von Google ständig verspotten und jetzt das. Ich sage es nicht gern, aber man kann mit Recht sagen unter Steve Jobs hätte es das nicht gegeben. Der hätte Google zur Hölle gejagt, wo dieser monopolistische machtgeile Konzern hingehört. Und hätte lieber Anthropic oder Perplexitiy mehr Geld gezahlt und deren KI genutzt (oder was eigenes).

Aber dafür gibt es jetzt wenigstens was konkurrenzfähiges. Schließlich soll Google für Apple ein komplett neues besonders leistungsfähiges Modell entwickelt haben.
+1
eastmac
eastmac12.01.26 20:32
Möchte ich, dass meine Anfragen zu Google geschickt werden oder läuft das alles abgeschirmt?
0
Nescio12.01.26 20:46
eastmac
Möchte ich, dass meine Anfragen zu Google geschickt werden oder läuft das alles abgeschirmt?
„ Generell erhalte Google keinen Zugriff auf Nutzerdaten, sondern liefere nur die Technologien, betonte Bloomberg im November.“ - das steht im Artikel.
Genaueres werden wir sicher erst wissen, wenn Apple sich mal offiziell selbst geäußert hat. Liest sich bisher aber alles so, als würde Google die Modelle „nur“ zuliefern und Apple sie auf eigener Hardware abgeschirmt von Google betreiben. Das erklärt wohl auch den günstigen Preis. Die Betriebskosten dürfte Apple selbst tragen.
+8
Nescio12.01.26 21:00
WahrFa
Aber dafür gibt es jetzt wenigstens was konkurrenzfähiges. Schließlich soll Google für Apple ein komplett neues besonders leistungsfähiges Modell entwickelt haben.
Soll Google das? Woher stammt denn diese Info? Ich halte das für wenig glaubwürdig. Zum einen ist das Training von High-end Foundation Modellen zu aufwendig und teuer, um es mal eben schnell für Apple „komplett neu“ zu machen. Zum anderen wird Google sicherlich nicht Apple für einen Spottpreis leistungsfähigere Technologie liefern als es selbst nutzt.
Wahrscheinlich ist, dass es sich einfach um die jeweils aktuelle Gemini-Modelle handelt. Worin sich die Apple-Variante unterscheiden könnte, dürfte vor allem das Finetuning sein. Also z.B. der Antwortstil (z.B. knapp/präzise/sachlich vs. freundlich/empathisch/weitschweifend) oder die hinterlegten Restriktionen (bei denen Apple sicherlich risikoaverser sein dürfte als Google selbst).
+1
Nescio12.01.26 21:24
MacNu92
Meine Meinung: Man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Natürlich treibt es Innovationen voran, wenn Apple, Google, Open AI, Deep Seek miteinander um die beste Technologie wetteifern. Kritische Börsianer warnen jedoch davor, dass die kautellen finanziellen Investitionen sich für die KI-Erfinder nicht ansatzweise werden monetarisieren lassen. Insofern halte ich es aktuell für besser, dass Apple zugunsten von Schnelligkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit auf Google setzt, statt weiter eigenes Geld in einer kaum zu schaffenden Aufholjagd verheizt.
Hhm, kann gut sein dass eine ganze Weile so gut geht. Wenn Foundation-Modelle absehbar weiterhin eine Art Commodity bleiben, also von mehreren konkurrierenden Anbietern in vergleichbarer Qualität und weitgehend diskriminierungsfrei allen Kunden zur Verfügung gestellt werden, kann sich die Strategie für Apple voll auszahlen.

Andererseits: Gerade wenn KI-Marktführer das nicht ziemlich schnell ziemlich krass monetarisiert bekommen (wofür aus meiner Sicht einiges spricht), dürfte doch OpenAI und Anthropic irgendwann das Geld ausgehen. Sie haben im Gegensatz zu Google kein höchst lukratives Kerngeschäft, aus dem sich die KI-Entwicklung über Jahre querfinanzieren lässt, sondern verbrennen rasend schnell das Geld ihrer Investoren. Wenn die beiden also irgendwann mindestens mal deutlich die Ausgaben reduzieren müssen und mit Google in der Leistungsfähigkeit ihrer Modelle nicht mehr mithalten können, wird es schnell vorbei sein mit dem 1-Mrd-Schnäppchenpreis für Apple.
Und dann wäre es schon besser, wenn Apple auch was eigenes entwickeln würde, um nicht komplett von Google abhängig zu sein.
+6
esc
esc12.01.26 21:49
Marhow
Vielleicht machen Sie es ja wie damals mit Google Maps. Erst mal etwas einkaufen, damit es funktioniert und dann im Hintergrund selbst etwas zur Marktreife bringen.

Dann hoffe ich mal, dass man nicht wie bei Maps ständig hinterherhinkt.
+1
spheric
spheric12.01.26 21:50
Sitox
Marhow
Vielleicht machen Sie es ja wie damals mit Google Maps. Erst mal etwas einkaufen, damit es funktioniert und dann im Hintergrund selbst etwas zur Marktreife bringen.
Wann hat Apple Google Maps eingekauft?

2007 bis 2012.
Früher war auch schon früher alles besser!
+5
Krypton12.01.26 23:18
Einerseits etwas schade, ich hätte gern gesehen, ob Apple das besser kann. Andererseits war das zu erwarten. Die Art, wie aktuelle Modelle erstellt und trainiert werden, braucht 5 Dinge, die Apple so nicht hat:
1. Daten
2. Mehr Daten
3. Noch viel mehr Daten
4. Billig ausgenutzte Clickworker in den 3. Welt-Ländern, welche die Modelle trainieren
5. Dicke Rechenzentren mit nVidia Chips

Google, X, und Meta, speziell aber Google haben einfach eine Unmenge an Daten fürs Training zur Verfügung. Angefangen bei allen Webseiten, die Google über die letzten Jahrzehnte indiziert hat, alles aus Maps, Daten aus Google Mail und Docs, welche sie je nach Einstellung zu Trainingszwecken verwenden «durften». Daten aus dem Google Books Projekt, aus YouTube, die dort transkribierten Untertitel, Daten von diversen «heruntergeladenen» eBook-Paketen, Daten von Android-Phones, Google Photos etc. Ob auch Songs von Google Play Music und Filme von Google TV eingesogen wurden? Liegt ja alles vor. Das Wort Datenkrake hängt Google ja schon lange an, hier konnten sie das dann auch mal verwenden.

Auch Meta und X haben (wie öfters berichtet) auf alle möglichen legalen und illegalen Quellen zurückgegriffen, um an Daten zu kommen. Dazu noch Facebook, WhatsApp, Insta, X, etc.

Apple hingegen setzt auf Datenschutz und möchte weder die Daten der Nutzer anfassen, keine illegalen Quellen nutzen und vielleicht auch die mehr als prekär beschäftigten Clickworker nicht direkt verbunden an der Backe haben. Das ist alles sehr nobel und löblich, das aktuelle Rennen kann man damit aber nicht gewinnen.
Da könnte man auch in der Formel 1 mitfahren wollen, aber ohne Sprit zu verbrennen, Gummiabrieb und Bremsstaub zu erzeugen. Das Elektro- oder Pedalbetriebene Fahrzeug mit Holzrädern und Induktionsbremse würde sicher ein paar Runden fahren können, aber halt nicht gewinnen.

In sofern bin ich gespannt, was Apple aus den Modellen herausholen kann und wie sich die neue Siri entwickeln wird.
+8
Weia
Weia12.01.26 23:41
Das ist jetzt aber mehr als peinlich. Wer erinnert sich noch, dass Apple im letzten Herbst verlautbaren ließ, sie hätten sich zwar bei ihrer Ankündigung 2024 (die selbstverständlich keine Vaporware gewesen sei) verkalkuliert, jetzt aber laufe die eigene KI-Entwicklung sogar besser als antizipiert?

Apple hat also wiederholt in derselben Sache gelogen. Wer jetzt noch nicht sieht, dass es innerhalb von Apple unter dem jetzigen Management gewaltig knirscht, der will es nicht sehen.
„Meinung“ ist das Foren-Unwort des Jahrzehnts.
+6
Frost13.01.26 01:33
Huba
Wann immer ich in die Verlegenheit komme, etwas bei Google zu suchen, erschrecke ich mich über das, was Gemini an vermeintlichen Fakten ausgibt: Viel zu oft ist es hanebüchener Unsinn und hat mit Fakten wenig zu tun.

Ich persoenlich finde auch Gemini als das schlechteste Modell mit dem ich ab und zu in Beruehrung komme. Ich nutze diese Google Dienste nicht, jedoch bekommt man ja Gemini manchmal bei einer Suchanfrage als Antwort praesentiert und kann von dort aus dann auch in einen Chat einsteigen.
Was da dann in der Regel als Ergebnis herauskommt finde ich eher unterdurchschnittlich.
Selbst nutze ich am meisten Claude und ChatGPT wobei Claude mit Claude Code beim Programmieren eindeutig bei mir die Nase vorn hat. ChatGPT finde ich mehr fuer allgemeine Fragestellungen und Web Recherche geeignet, das Google Modell benoetige ich selbst ueberhaupt nicht.
0
Raziel113.01.26 07:04
darkov
Was heisst eigentlich Apple Intelligence? Ich dachte, das wäre eigenes KI .. Name tönt im Moment irgendwie peinlich.

Weil es trotz Google model immer noch eigenständig ist und vor allem Apples Privacy und Dataprotection Ansatz verfolgt und auf eigenen lokalen Servern laufen wird. Etwas das do in der Form bei den anderen nicht bekommst.
+2
Moranai
Moranai13.01.26 07:55
War Gemini am billigsten für Apple? Oder wie kommt man zum Schluss, dass das das richtige für Apple sei? So im täglichen Gebrauch finde ich ChatGPT, Claude oder le Chat besser. Vor allem habe ich bei diesen noch keine toten Links generiert bekommen bei Quellenangaben. Oder ist das Premium Modell von Gemini deutlich besser als die kostenlose Version? Habe diese noch nie von Gemini getestet.
+2
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