Apples neuer U1-Chip aus dem iPhone 11 analysiert: Ultra-Breitband-Modul ist eine Eigenentwicklung

Sowohl das iPhone 11 als auch die Flaggschiffe iPhone 11 Pro und 11 Pro Max verfügen über eine Fähigkeit, die Apple "räumliches Bewusstsein" nennt. Gemeint ist damit, dass die Smartphones in der Lage sind, andere Apple-Geräte genau zu lokalisieren. Zuständig für diese Funktion ist ein Ultra-Breitband-Chip, den der kalifornische Hersteller selbst entwickelt hat.


Apple setzt auf eigenes Chip-Design
Da Ultra-Breitband-Funk (UWB) keine neue Technik ist, hätte Apple für die neuen Smartphones auch auf Chips anderer Hersteller zurückgreifen können. Das kalifornische Unternehmen hat sich aber entschieden, eine Eigenentwicklung einzusetzen. Das zeigt ein Vergleich mit einem Modul von Decawave, den iFixit jetzt vorgenommen hat. Den Teardown-Experten zufolge unterscheiden sich die Chips deutlich.


Apples neuer U1-Chip
Bild: iFixit

Alle relevanten Standards eingehalten
Allerdings hat Apple beim Design des hauseigenen U1-Chips offenbar alle relevanten UWB-Normen eingehalten. Das Apple-Modul sei kompatibel zum Standard 802.15.4z, erklärte Decawave gegenüber iFixit. iPhone 11 und 11 Pro (Max) dürften somit zukünftig in der Lage sein, über UWB nicht nur mit Apple-Geräten zu kommunizieren, sondern auch mit Devices anderer Hersteller.

BIld: TechInsights

Erweiterung von AirDrop
Aktuell nutzt Apple UWB in den neuen iPhones ausschließlich zur Verbesserung von AirDrop. Um etwa Fotos zu übertragen, kann man ein iPhone 11 einfach auf ein anderes richten. Dieses wird dann automatisch erkannt und sein Name erscheint an erster Stelle in der Liste der Geräte, an welche sich die Dateien übermitteln lassen. Die Technik eignet sich aber auch für die präzise Ortung von smarten Etiketten; allgemein wird erwartet, dass Apple derartige Tags in nicht allzu ferner Zukunft vorstellt.


Sehr präzise Ortung möglich
Im Unterschied zu Funktechniken wie Bluetooth oder WLAN ist UWB in der Lage, die Signallaufzeiten zu ermitteln, was sehr präzise Ortungen erlaubt. Allerdings ist die Reichweite äüßerst begrenzt, was unter anderem auf die verwendeten Frequenzbereiche zwischen 3,1 und 10,6 GHz und die sehr geringe Sendeleistung von 0,5 Milliwatt zurückzuführen ist. Mit UWB sind jedoch sehr hohe Übertragungsraten möglich. Das erklärt, weshalb Apple die Technik zunächst zur Erweiterung von AirDrop einsetzt.

Kommentare

mobileme14.10.19 11:06
Super! Möglichst unabhängig werden...
+1
Steph@n
Steph@n14.10.19 12:07
Das könnte den Pfeil mit Punkten im teilen Menü ein wenig erklären.

Die Punkte drehen sich in Abhängigkeit zu Bewegung des Gerätes.
So ist es allerdings erstmal noch sinnlos.
-3

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