Apple sperrt New York Times im chinesischen App Store

Wie die New York Times berichtet, hat Apple die gleichnamige App im chinesischen App Store gesperrt, nachdem man sich in Cupertino offenbar einer Forderung der chinesischen Behörden gebeugt hat. Mit der Entfernung der App zu Weihnachten gibt es für Apple-Nutzer in China keine Möglichkeit mehr, ohne technische Kniffe auf das Angebot der New York Times zuzugreifen.

Bereits 2012 hatten die Behörden begonnen, gegen die New York Times vorzugehen, nachdem dort eine Serie von Artikeln über das ungewöhnlich große Vermögen von Spitzenpolitikern erschienen war. Entsprechend hat Apple auch die Sperrung begründet, wonach laut behördlicher Verfügung der New York Times verboten sei, chinesischen Nutzern Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Zu Nachfragen nach der Verfügung und zuständigen Behörde wollte sich Apple gegenüber der New York Times nicht äußern. Die New York Times wurde eigenen Angaben zufolge nie von Behörden bezüglich der App kontaktiert, obwohl man ein Büro in Peking unterhält. Das Blatt vermutet aber ein im Juni 2016 in Kraft getretenes Gesetz "Verordnung über die Verwaltung von Informationen mobiler Internet-Anwendungen" (移动互联网应用程序信息服务管理规定), welches der zuständigen Internet-Abteilung des Staatsrat der Volksrepublik China die volle Kontrolle über App-Inhalte im Land zusichert.

Es ist unklar, ob Apple die behördliche Verfügung geprüft oder gegen diese Widerstand geleistet hat. In der Vergangenheit wurden bereits zahlreiche andere Apps von Medienanbietern aus dem chinesischen App Store entfernt, wobei auch hier eine konkrete Begründung ausblieb.

Kommentare

Lefteous05.01.17 09:07
Und was macht Apple, wenn die chinesische Regierung verlangt, dass einmal die Woche vor jedem chinesischen Apple Store ein Mitarbeiter ausgepeitscht werden soll?

Als es für Apple darum dem FBI das iPhone zu entsperren, war die Reaktion eine andere. Man sieht schon sehr klar, wer von wem abhängig ist.
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Alex.S
Alex.S05.01.17 09:13
Also ich finde auf 9to5mac.com bekommt man Info über diesen Thema.
Quelle

Apple Sprecher
“We have been informed that the app is in violation of local regulations,” Fred Sainz, an Apple spokesman, said of the Times apps. “As a result, the app must be taken down off the China App Store. When this situation changes, the App Store will once again offer the New York Times app for download in China.”
Ms. Murphy
“The request by the Chinese authorities to remove our apps is part of their wider attempt to prevent readers in China from accessing independent news coverage by The New York Times of that country, coverage which is no different from the journalism we do about every other country in the world,” Ms. Murphy said in a statement.

kann ja sein das beim copy und past was schief gegangen ist.
Not so good in German but I do know English and Spanish fluently. Warum ich es mit dem Deutsch überhaupt versuche? Weil ich in Deutschland arbeite! Lechón >:-]
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deppenapostroph's05.01.17 09:14
Schöne neue Welt...

Ein Grund mehr offene Systeme zu nutzen und zusätzlich auf Diversität zu setzen.
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Alex.S
Alex.S05.01.17 09:20
Lefteous
Und was macht Apple, wenn die chinesische Regierung verlangt, dass einmal die Woche vor jedem chinesischen Apple Store ein Mitarbeiter ausgepeitscht werden soll?

Als es für Apple darum dem FBI das iPhone zu entsperren, war die Reaktion eine andere. Man sieht schon sehr klar, wer von wem abhängig ist.
Lese doch mal den Artikel auf NY Times ganz durch da findest du Information über die FBI und das entsperren des iPhones. Dann kommentieren.
Not so good in German but I do know English and Spanish fluently. Warum ich es mit dem Deutsch überhaupt versuche? Weil ich in Deutschland arbeite! Lechón >:-]
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Stereotype
Stereotype05.01.17 09:54
Lefteous
Und was macht Apple, wenn die chinesische Regierung verlangt, dass einmal die Woche vor jedem chinesischen Apple Store ein Mitarbeiter ausgepeitscht werden soll?

Als es für Apple darum dem FBI das iPhone zu entsperren, war die Reaktion eine andere. Man sieht schon sehr klar, wer von wem abhängig ist.


Beeindruckend dummer Kommentar.
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macbeutling05.01.17 10:17
JEDE Firma, die IN und MIT China Geschäfte machen will, muss sich an die dortigen Gepflogenheiten halten.
Das schliesst leider auch die dortige Zensur und die Einschränkungen der Informationsfreiheit mit ein.

Ob uns oder Apple das gefällt oder nicht, tut erst einmal nichts zur Sache.
Womit ändert man Dinge, die sich mit Geld nicht ändern lassen?...........mit VIEL Geld
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Black Mac
Black Mac05.01.17 10:32
Wenn es in China die Gesetze so vorschreiben, dann ist das eben so und Apple hat sich daran zu halten. Damit habe ich kein Problem. Das hat uns auch nicht zu interessieren, China ist nicht unser Land.

Sonst könnten wir in Europa ja gleich die Scharia einführen, weil Leute aus anderen Kulturen darauf beharren, dass sie das einzig massgebliche Gesetz ist.
P.S.: Apple kann keine Dienste.
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iMäck
iMäck05.01.17 10:36
Was soll denn auch Apple machen?
Mal im Ernst🤔

Wenn sich was in China ändern soll müssen Mio Chinesen los marschieren.
Und das wird schon kommen spätestens wenn die Jobs nicht mehr da sind dank Roboter und die Unzufriedenheit steigt.

Schlimmer finde ich da Waffenlieferung vom Westen an "Partner" a la Saudi Arabien etc.

Eine WM in einem Land wie Katar das den terror unterstütz.

Westliche Netzwerkausrüster/ kommunikationsunternehmen die autoritären Staaten "behilflich" sind die Opposition & Co. abzuhören und zu überwachen.
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alephnull
alephnull05.01.17 10:47
macbeutling
JEDE Firma, die IN und MIT China Geschäfte machen will, muss sich an die dortigen Gepflogenheiten halten.
Das schliesst leider auch die dortige Zensur und die Einschränkungen der Informationsfreiheit mit ein.

Niemand wird gezwungen, mit China Geschäfte zu machen.
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iMäck
iMäck05.01.17 10:49
alephnull

Genau und dich "zwingt" niemand zur Arbeit zu gehen😎
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Siganomas
Siganomas05.01.17 10:55
Deutschland will Facebook und Twitter vorschreiben was zu zensieren ist und was nicht.
China macht das mit Apple.

Muss ich nicht gutheißen, wenn das aber dort so üblich ist, sag ich auch nichts dagegen.

Nichts ist richtig oder falsch nur weil wir denken das müsste so sein.
Ich werde mich diesem verbrecherischen Missbrauch nicht beugen.
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macbeutling05.01.17 11:04
alephnull
macbeutling
JEDE Firma, die IN und MIT China Geschäfte machen will, muss sich an die dortigen Gepflogenheiten halten.
Das schliesst leider auch die dortige Zensur und die Einschränkungen der Informationsfreiheit mit ein.
Niemand wird gezwungen, mit China Geschäfte zu machen.

Deshalb schrieb ich auch "will", eben weil Apple mit China Geschäfte machen WILL.
und ich hab bislang keine Beschwerde von Seiten Apples vernommen.
Womit ändert man Dinge, die sich mit Geld nicht ändern lassen?...........mit VIEL Geld
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alephnull
alephnull05.01.17 11:08
iMäck
alephnull

Genau und dich "zwingt" niemand zur Arbeit zu gehen😎

Doch.
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iMäck
iMäck05.01.17 11:12
Siganomas

+1

Man sieht es doch auch an dieser Phrase "Beeinflussung" von Wahlen durch Hacker,
Pure Verlogenheit.

Ob da Sachen von einem Untersuchungsausschuss des Bundestages
Oder emails von Hilary Clinton rauskommen:

A)Politiker denken nur:
"Scheiße da kommt was raus, wir müssen UNS schützen, die lästige Bevölkerung rollt auf uns zu "


B) Bevölkerung stellt sich frage:
Ob die Daten echt sind oder nicht.
Und sind dann zu recht empört was da verheimlicht wurde!

Die interessiert es nicht ob es russische, südafrikanische, iranische oder Hacker vom Mond waren.

Die Beeinflussung der Bevölkerung fand schon statt als Politiker die Sachen verheimlicht hatten😎
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Richard
Richard05.01.17 11:21
Tja, für Geld tun die wirklich alles. Aber das ist ja nichts Neues.
iMac 27 :: MacBookPro Retina :: OS X 10.12
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cube4you05.01.17 12:52
Was bedeutet denn bitte konkret "die App ist gesperrt"? Kann ich sie derzeit in China nur nicht kaufen oder sie wird von Apple ferngesteuert gelöscht oder zeigt sie keine Inhalte an?
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deppenapostroph's05.01.17 13:14
Siganomas
Deutschland will Facebook und Twitter vorschreiben was zu zensieren ist und was nicht.
China macht das mit Apple.

Äpfel...Birnen.
+1

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