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Grundsatzfrage: Was ist besser? All-In-One oder Einzelkomponenten? – Die Qual der Wahl

Die Frage ist nicht neu. Bestimmte technische Lösungen gibt es entweder als spezialisierte Einzelbausteine, oder es werden mehrere Funktionen in einem Gerät integriert. Schon in den Achtzigern stand für Bürotechnik oft die Frage im Raum, ob man Drucker, Scanner und Fax lieber einzeln oder kombiniert in einem Gerät kaufen soll.


Auch in der Computerwelt stellt sich diese Frage, jedoch heute immer seltener. Hier geht es eher um das Thema Modularität. Traditionell sind PCs oder auch der Mac Pro dafür ausgelegt, einzelne Komponenten wie Grafikkarten oder Festplatten je nach Bedarf einbauen zu können. Das Prinzip der Modularität gilt vielen als grundsätzlich überlegen, aber das ist es keineswegs. Zumindest nicht so pauschal. Bei Computern veralten beispielsweise die (nicht wechselbaren) Schnittstellen, sodass es mit der ewigen Aufrüstbarkeit und nachhaltigen Nutzung gar nicht so weit her ist. Zudem bedeutet eine sorgfältige Abstimmung aller Komponenten seitens des Herstellers oft eine bessere Gesamtperformance bei gleichzeitig höherer Effizienz und geringeren Maßen. Computer wie der Mac Studio oder auch iPhones sind der beste Beweis dafür. Modulare Systeme scheitern hingegen oft an ihrem Anspruch.

Ganz anders die Situation bei Unterhaltungselektronik, speziell Musikanlagen. Hier ist die Sache noch komplexer und der Kunde kann heute den Grad der Integration aller benötigten Baugruppen für eine Wiedergabekette sehr frei wählen. Es lassen sich nicht nur beliebig Einzelkomponenten zusammenstellen, diese können auch noch von vielen unterschiedlichen Herstellern stammen. Doch dazu muss man wissen, was man will und wo die Vor- und Nachteile der jeweiligen Lösung sind.


Die Kette ist lang
Zunächst sollte man sich darüber klar werden, dass eine Wiedergabekette für Musik aus ziemlich vielen Gliedern besteht. Und die sind nicht alle immer scharf voneinander trennbar. Ein einfaches Beispiel aus der analogen Ära: Für die Musikwiedergabe gab es schon beinahe immer integrierte Systeme, wie etwa Musiktruhen, die Schallplatten abspielen, das Signal verstärken und über integrierte Lautsprecher wiedergeben konnten. Aber es gab auch schon immer Einzelkomponenten. Also Plattenspieler, Verstärker und Lautsprecher getrennt.


Heute ist die Sache noch viel komplexer. Die digitale Musikreproduktion bedeutet mehrere Verarbeitungsschritte. So muss die digitale Datei erst mal an den Ort ihrer Verarbeitung gebracht werden. Es gibt also einen Datentransport, beispielsweise von einem Streamingdienst über das Internet oder lokal von einer Festplatte. Im Gegensatz zur Datenverarbeitung auf Computern enden dann aber schnell die Gemeinsamkeiten, denn die Musik wird nicht bis zum Ende in Datenpaketen, sondern in einem kontinuierlichen Datenstrom verarbeitet. Dieser Datenstrom muss zwangsweise irgendwann analog gewandelt werden, was in einem DAC (Digital-to-Analogue-Converter) geschieht. Der muss dann die analogen Signale gegebenenfalls im Pegel regeln (meistens dämpfen oder auch leicht vorverstärken) und an einen Leistungsverstärker weitergeben. Der wiederum schickt die Signale dann an die Lautsprecher.


Jeder einzelne dieser Schritte kann entweder von einer dafür spezialisierten Komponente übernommen werden, oder alle diese Schritte können in einem Gerät zusammengefasst werden. Oder bestimmte Gruppen von Schritten können kombiniert werden. Etwa der Part Streaming+DAC+Vorverstärker, oder DAC+Vor-/Endverstärker, oder DAC+Verstärker+Lautsprecher, oder, oder, oder…

Genaugenommen ist die Liste der möglichen Baugrupen noch länger. So könnte beispielsweise ein Phono-Entzerrer bzw. ein Phono-Vorverstärker benötigt werden, oder auch ein Kopfhörerverstärker. Digitale Geräte mit analogen Eingängen benötigen auch einen A/D-Wandler. Und selbst einzelne Baugruppen wie die Clock für das digitale Timing kann ausgelagert werden. Die Kombinationsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig.

Um nun entscheiden zu können, welche und wie viele dieser Elemente in einem Baustein zusammengefasst für den eigenen Bedarf am sinnvollsten sind, sollte man die Vor- und Nachteile der Integration kennen. Auch das möchte ich wieder anhand eines Beispiels erläutern. Und zwar an Lautsprechern.

In diesem Artikel habe ich schon einmal vor längerer Zeit aufgedröselt, welche Unterschiede es zwischen Aktiv- und Passivlautsprechern gibt, und wie sich das auf die Möglichkeiten und die praktische Nutzung auswirkt. Bitte gerne noch mal reinlesen. Der Text hat nichts an Aktualität verloren.


Die kurze Erkenntnis daraus ist, dass eine höhere Integrationsdichte zwar theoretisch eine bessere Qualität und Komfort verspricht bzw. weniger Aufwand erfordert (zumindest kurzfristig), mehr Individualkomponenten hingegen bieten mehr Wahlfreiheit und ermöglichen letztlich eine längere Lebensdauer der Kette. Wobei HiFi-Systeme hier nur schlecht mit „modularen“ Computerlösungen vergleichbar sind. Im HiFi veralten die wesentlichen Schnittstellen nicht so schnell.

Der goldene Mittelweg …
… ist meistens der Beste. Selbst nach jahrzehntelanger Erfahrung mit Audiosystemen unterschiedlichster Art kenne ich bis heute nicht die eine Kombination, die für alle Anwendungen und Ansprüche die Beste ist. Die wird es auch nie geben. Aber es gibt die Kunst des Kompromisses, wobei jeder für sich selbst den besten Kompromiss finden muss.

Meine Empfehlung lautet wie folgt: Sogenannte All-In-One-Komponenten (AIO) mögen zwar auf den ersten Blick attraktiv sein, aber sie versperren in aller Regel den Weg für künftige Aufrüstungen einzelner Baugruppen. Beispiel Streaming-Lautsprecher: Gibt es Neuentwicklungen im Bereich DAC oder eher noch Digital-Signal-Processing (DSP), kann man diesen Part nicht einfach austauschen. Und soll es irgendwann mal größere, leistungsstärkere Lautsprecher für die neue Wohnung sein, muss mit den alten Lautsprechern auch die gesamte Signalelektronik verworfen und neu gekauft werden.

Selbst wenn ein Hersteller Modularität und damit Aufrüstbarkeit verspricht (was es bei AIO-Komponenten so gut wie nie gibt), sollten Sie das mit Vorsicht genießen. Eine Garantie auf unendliche Aufrüstbarkeit gibt es nicht.

Greifen Sie lieber zu einer Lösung, die zumindest Lautsprecher und Elektronik trennt. Zwar werden manche Hersteller nicht müde, die technischen Vorteile von Aktivlautsprechern zu betonen, aber in der Praxis sind Passivlautsprecher mit guten vorgeschalteten Verstärkern nicht wirklich schlechter. Und vor allem gibt es hierfür eine wesentlich größere Auswahl.


Die zweite Entscheidung betrifft dann das „Front-End“, also alles, was vor den Passivlautsprechern liegt. Will man möglichst viel von dem Komfort von AIO-Lautsprechern beibehalten, ist ein streamingfähiger Vollverstärker wie etwa der eversolo PLAY eine gute Möglichkeit, das Setup überschaubar zu halten. Tatsächlich bietet eine solche Kombination aus Streaming-Amp und Passivlautsprechern sogar einen größeren Komfort als aktive, streamingfähige Lautsprecher, weil der Amp als zentrales Bedienelement und Verwalter für weitere Tonquellen (wie den TV) zentral eingesetzt werden kann, was den Verkabelungsaufwand deutlich geringer hält, als alle Strippen zu einem Lautsprecher verlegen zu müssen.

Passive Lautsprecher und ein Streaming-Vollverstärker sind sozusagen der kleinste gemeinsame Nenner für ein Wiedergabesystem aus Einzelkomponenten. Eine Alternative wären analoge Aktivlautsprecher in Kombination mit einem Streaming-DAC-Vorverstärker, wie den eversolo-Modellen DMP-A6/A8/A10 oder einem WiiM Ultra. Allerdings gibt es heute nur noch wenige rein analoge Aktivlautsprecher, weshalb diese durchaus sinnvolle Option nur schwer (oder für viel Geld) zu realisieren ist.


Jede weitere Auftrennung der Kettenglieder (Streaming, DSP, DAC, Vorverstärker, Endverstärker…) ist eine Frage des individuellen Bedarfs und Anspruchs. Technisch gesehen kann es Vorteile haben (aber auch Nachteile), wenn beispielsweise der Streaming-Part vom DAC getrennt ist, weil der DAC äußerst empfindlich auf elektromagnetische Beeinflussung reagiert. Je isolierter er ist, desto besser. Sinnvoller und klanglich ergiebiger ist aber die Abtrennung der Leistungsverstärker. Eine Kombination aus Streaming-DAC-Vorverstärker mit einer Stereo-Endstufe oder gar Mono-Leistungsverstärkern bietet viel Potenzial für Klangsteigerungen. Doch wer an dem Punkt angelangt ist, steckt meist schon tief genug in der Materie, um sich der Vorteile aber auch des zusätzlichen Geräteaufwands bewusst zu sein.


Zusammenfassung
Aus Sicht dieses Autors sind sogenannte All-In-One-Musiksysteme ok, wenn es um beispielsweise Bluetooth-Lautsprecher oder andere einfachere Lifestyle-Lösungen ohne höheren Klanganspruch geht. Auch eine Soundbar kann dann eine Lösung sein. Für höhere Ansprüche, mehr Flexibilität bei der Auswahl und mehr Zukunftssicherheit ist ein höherer Grad an Separation der einzelnen Bausteine aber sinnvoll. Ein paar passive Stereoboxen (immer noch die beste Lösung für besten Klang) kombiniert mit einem Streamingvollverstärker sind der goldene Mittelweg. Sowohl bei Passivlautsprechern als auch bei Streaming-Vollverstärkern ist die Auswahl groß und es gibt für jeden Anspruch und Geldbeutel eine Lösung.

Jede weitere Auftrennung der Glieder bringt mehr Potenzial für technische Aufrüstung, aber auch einen höheren Aufwand an Komponenten und Verkabelung. Außerdem erhöht sich damit die Wahrscheinlichkeit, Geräte zu kombinieren, die klanglich nicht gut harmonieren. Das bedeutet, man muss mehr selbst testen und hören. Das ist der Punkt, an dem aus einer reinen Zwecklösung ein echtes Hobby wird, das viel Spaß macht, aber auch teuer werden kann.

Kommentare

Froyo521922.11.25 08:21
Bin mir meiner Combo aus Eversolo Play und Q-Acoustic 3010i höchst zufrieden.
+1
Greasel22.11.25 08:54
Froyo5219
Bin mir meiner Combo aus Eversolo Play und Q-Acoustic 3010i höchst zufrieden.

Dem kann ich vollumfänglich zustimmen!
Ich betreibe die Q-Acoustics 3030c am Eversolo Play und bin ebenfalls begeistert.
+1
machilly
machilly22.11.25 09:09
…und zum dritten: Q-Acousitic am Cambridge Verstärker und Ifi Zen V2 Dac
Papa was a Rolling Stone? Ja - aber er küsste eine Crazy Mama. © Philipp Methling/Qobuz :-P
+1
Calibrator22.11.25 10:07
Danke für den guten Artikel. Ich habe hier mehrere Anwendungsszenarien im Einsatz.

Passiv
Wohnzimmer - Eversolo Play mit Nubert Nuline. Ist Ersatz für meinen AVR und derzeit nur Stereo. Die Nulines ersetzen auch den Sub. Sehr gute und preisoptimale Lösung mit geringem Verkabelungsaufwand. Hier hoffe ich auf gute und preiswerte Mehrkanallösungen und nicht so sehr auf die dicken AVR-Kisten.

Aktiv
PC-Arbeitsplatz - Eversolo DMP A6 mit Neumann KH120 II, eingemessen und mein absoluter Klangfavorit. Nahfeld und somit auch geringer Verkabelungsaufwand, Strom und Analogaudio sowie Strom, LAN und USB am Eversolo.

Weiterer PC-Arbeitsplatz - da geringere Ansprüche 2 aktive Adam Audio D3V via USB. Preiswert und gut. Verkabelung 1 x Strom, 1 x USB und Audiolink zwischen den Böxlein.

Wo machen aktive Systeme noch Sinn? Klar. Hier in der Küche ein Elac Z3 und im Bad ein Bluesound Pulse Flex, beide seit gefühlt 10 Jahren im Einsatz. Anschluss jeweils Strom und WLAN.

Alles zusammen wird via Roon bedient und alles könnte gleichzeitig das Haus beschallen. Bedienungsfavorit ist der Bluesound Flex mit seinen Programmtasten.

Schon erstaunlich, wie preiswert man heutzutage wirklich gute Musikwiedergabe hinbekommt und das kompakt und energiesparsam.

Gar nicht bewährt hatten sich die Boxen von Apple. Zu viele Einschränkungen und für mich klanglich nicht ok.
+8
warp1022.11.25 11:05
machilly
…und zum dritten: Q-Acousitic am Cambridge Verstärker und Ifi Zen V2 Dac
... und zum vierten: Q Acoustics Concept 500 am Technics SU-R1000 und SL-G700 MII
+1
MLOS22.11.25 11:06
Sehr schöner Artikel. Für meinen Geschmack geht nichts über gute aktive Full-Range-Lautsprecher, auch wenn die Unabhängigkeit bei Amp o.ä. dadurch komplett verloren geht. Für mich überwiegt da aber der Komfort: Aufstellen, einmessen, Musik genießen.
+3
h.ml22.11.25 13:55
Ich fahre eigentlich mehrgleisig, einerseits mit einer klassischen HiFi Anlage mit Vollverstärker, SACD und passiven Lautsprechern die in den letzten Jahren mit Streaming ergänzt wurde.
Anderseits aber auch mit aktiven „kabellosen“ Lautsprechern inklusive Subwoofer die per App Streaming beherrschen oder mit dem TV als Soundbar genutzt werden, praktisch eine „kleine“ Anlage.

Wenn man mal von den Receivern von früher absieht die Verstärker und Tuner vereinten, hatte ich noch nie eine dieser klassischen All-In- One Hifi-Anlage, da sie für mich immer einen Kompromiss darstellten.
+3
mikeboss
mikeboss22.11.25 14:05
die werbung war nicht von memorex

+5
Bitsurfer22.11.25 14:47
Sehr gut beschrieben. Alleine schon weil passiv den Aktivlautsprechern eher vorzuziehen sind.

Wobei, ich mach hier mal eine Tür auf. Geschätzt 95% der heutigen Aktivlautsprecher sind im ursprünglichen Sinn keine Aktivlautsprecher sondern Lautsprecher mit eingebautem Verstärker. Die Bezeichnung „aktiv“ kam von der aktiven Frequenzweiche. Und die ist vor den Endverstärkern. „Den“ weil so jedes Chassis einen eigenen Verstärker hat.

Und um das auf die Spitze zu treiben, es steht nirgends dass in einem Aktivlautsprecher die Verstärker im Gehäuse sein müssen. Es gab schon aktive Frequenzweichen im 43cm Gerätebreite die man sich auf den Turm stelte wo man Übergangsfrequenz, Flankensteilheit und Lautstärke der einzelnen Chassis einzeln einstellen konnte und das an einzellne Verstärker übertrug. Ergo hat man dann bei einer 4-wegebox auch 4 Stereoendstufen. Kosten? Irgendwo im Nirwana.

Ich hab selbst aktive Dynaudios. Und die nur am Cambridge CXN. Ob ich das nochmals? Schwierig. Selbst der neue CXN hat mich enttäuscht. Ich hatte den Vorgänger, da hat sich nach irgend 10 Jahren das Netzwerk verabschiedet. Warum enttäuscht? Der alte hatte einen USP. Den konnte man vollständig einfach am Gerät mit dem Push-dial Drehknopf bedienen. Haben sie abgeschafft. Dafür braucht man jetzt Handy oder eine Fernbedienung die nicht mehr dabei ist. Die kann ich jetzt vom alten benutzen welche ungebraucht herumlag.

Appropos Lautsprecher. Ich war letzthin an der Finestaudio in Regensdorf/Zürich. In den ersten Abhörraum rein, auf dem Absatz gedreht und zur Frau, „is nix“. Der nette Herr an der Türe, warum. Ich mag den Bassreflex Sound nicht. Er hat mich angeschaut als käm ich vom Mond.
Aber eigentlich hat mich vieles enttäuscht. Bin nur bei einem Hersteller ein zweites mal hin ob das wahr ist. Der Name ist mir entfallen. Die bauen aber Lautsprecher wie seinerseits Tannoy. Konuslautsprecher und in der mitte des Lautsprechers der Hochtöner. Sind Engländer und die Entwicker waren bei Tannoy.
0
iBär
iBär22.11.25 14:53
Danke für den guten Artikel....

Ich hatte mich auch, nach deinem Bericht und Vorstellung vom Eversolo Play, in selbigen verguckt. Auch die Tipps zu den Q-Acoustics haben mich in den Bann gezogen. Danke dafür! Ich habe in meiner Nähe glücklicherweise die Möglichkeit gefunden beides probe zu hören. Auch die Wharefdale Evo LS konnte ich hören. Im Endeffekt habe ich mich ganz klar gegen den Play entschieden. Zum einen weil ich einen Atoll in100/200 Probehören durfte und mich gleich verliebt habe. Und zum anderen ich Vinyl hören möchte und das Streaming doch nur nebenbei meine Wahl der Quelle ist und bleiben wird. Ein gebrauchter IN200 mit Digitalboard ist es dann geworden... somit kann ich via USB auch hochauflösend Streamen, nur nicht so komfortabel wie mit dem Play.
Jetzt fehlen mir noch das LS upgrade.... 5040 oder 5050.... ich kann mich noch nicht recht entscheiden, letztere habe ich hören dürfen... sehr sehr angenehm!!! Mal sehn was die Weihnachtszeit so bringt...... ich muss mich entscheiden..... gar nicht so einfach 🤣
+1
sonorman
sonorman22.11.25 15:25
mikeboss
Ahh, ich wusste doch, es war irgendwas mit "M" und irgendwas mit Kassetten. 😊
+3
mk170122.11.25 15:37
Zunächst einmal auch von mir Danke für den Artikel und die Auseinandersetzung mit dem Thema. Leider sind meiner Meinung nach ein paar Punkte zu pauschal betrachtet worden.

So stehen z.B. moderne, hochwertige Aktivlautsprecher nicht nur für „All-In-One“, sondern sind ein zentraler Bestandteil einer komplett digitalen Kette. Nehmen wir als Beispiel mal die Canton Smart Serie. Dort gibt es keinen DAC und dieser ist auch nicht notwendig. Das ist mehr als nur ein Verstärker in einem Lautsprecher.

Oder die vielgepriesenen Eversolos. Zumindest bei den kleineren Modellen A6 und A8 erfolgt bei digitalen Zuspielern zwingend die Ausgabe analog über den internen DAC. Wenn jemand schon eine weitgehend digitale Kette hat, z.B. durch entsprechende Aktivboxen oder durch einen vorhandenen DAC, und einen Streamer sucht, der sollte die Finger weg lassen von diesen Eversolo Modellen. Zumindest wenn man den Eversolo als zentralen Hub nutzen möchte und z.B. CD-Player, TV usw. auch dort anschließen möchte.

Das sind nur ein paar Punkte, die aufzeigen, dass das Thema komplexer sein kann als im Artikel dargestellt.
+1
sonorman
sonorman22.11.25 15:49
mk1701
Zunächst einmal auch von mir Danke für den Artikel und die Auseinandersetzung mit dem Thema. Leider sind meiner Meinung nach ein paar Punkte zu pauschal betrachtet worden.

So stehen z.B. moderne, hochwertige Aktivlautsprecher nicht nur für „All-In-One“, sondern sind ein zentraler Bestandteil einer komplett digitalen Kette. Nehmen wir als Beispiel mal die Canton Smart Serie. Dort gibt es keinen DAC und dieser ist auch nicht notwendig. Das ist mehr als nur ein Verstärker in einem Lautsprecher.

Oder die vielgepriesenen Eversolos. Zumindest bei den kleineren Modellen A6 und A8 erfolgt bei digitalen Zuspielern zwingend die Ausgabe analog über den internen DAC. Wenn jemand schon eine weitgehend digitale Kette hat, z.B. durch entsprechende Aktivboxen oder durch einen vorhandenen DAC, und einen Streamer sucht, der sollte die Finger weg lassen von diesen Eversolo Modellen. Zumindest wenn man den Eversolo als zentralen Hub nutzen möchte und z.B. CD-Player, TV usw. auch dort anschließen möchte.

Das sind nur ein paar Punkte, die aufzeigen, dass das Thema komplexer sein kann als im Artikel dargestellt.
Ich fürchte, da vermischt Du so einiges.
Die Canton Smart-Lautsprecher haben sehr wohl einen DAC, und zwar in jedem Lautsprecher. Und als „Smart"-Speaker können sie auch streamen. Daher handelt es sich um das, was ich im Artikel als „All-In-One" bezeichne.

Dass der eversolo A6 und A8 nur analoge Signale ausgeben, ist genau der Sinn dieser Geräte. Die Größeren können zwar auch Digitale Signale ausgeben, aber das ist nur ein Zusatzfeature. Nutzt man das, ist der interne DAC arbeitslos. Wenn man NUR digitale Ausgänge braucht, um den beispielsweise an Aktivlautsprecher mit internem DAC (aber ohne eigenes Streaming) anzuschließen, dann gibt es von eversolo auch ein passendes Gerät dafür, nämlich den T8.

Im Grunde genommen widerspricht nichts im Artikel dem von Dir gesagten. Zumindest nicht dem Teil, der Sinn ergibt.
+2
aibe
aibe22.11.25 16:38
Da ich bisher noch nie Probleme hatte, setze ich nur noch auf aktive Lautsprecher.

Erst die KEF LS50WII, dann erweitert um den KC62 Sub. Mittlerweile die 50 durch die LS60 ersetzt.
Für den TV die KEF XIO Soundbar.
Am Mac die KEF LSX.

Irgendwann noch einmal auf Verstärker/AVR zurückzugreifen stellt für mich eigentlich keine Option mehr dar.
+2
The_Others22.11.25 17:47
Bitsurfer
Bin nur bei einem Hersteller ein zweites mal hin ob das wahr ist. Der Name ist mir entfallen. Die bauen aber Lautsprecher wie seinerseits Tannoy. Konuslautsprecher und in der mitte des Lautsprechers der Hochtöner. Sind Engländer und die Entwicker waren bei Tannoy.

Das klingt, als würdest du Fyne-Audio meinen.
0
cheers22.11.25 18:05
iBär
...weil ich einen Atoll in100/200 Probehören durfte und mich gleich verliebt habe. Und zum anderen ich Vinyl hören möchte und das Streaming doch nur nebenbei meine Wahl der Quelle ist und bleiben wird. Ein gebrauchter IN200 mit Digitalboard ist es dann geworden... somit kann ich via USB auch hochauflösend Streamen, nur nicht so komfortabel wie mit dem Play.
Jetzt fehlen mir noch das LS upgrade....
Glückwunsch zum Atoll, hatte ich mir Anfang des Jahres gekauft. Vinyl hängt auch dran über das entsprechende Board - vielleicht nicht high end, aber ich bin zufrieden. Gestreamt wird momentan ebenfalls über das Digitalboard mit 'nem MacBook, da kommt in Zukunft noch etwas anderes, evtl. auch Atoll. LS sind bei mir die Acoustic Energy 520 geworden - sehr geil, gerade weil die auch leise sehr gut klingen.
Kannst ja mal berichten, wie's bei Dir weitergeht...
0
Nebula
Nebula22.11.25 18:19
Ich bin eher Freund von reduzierten Lösungen, ich habe sogar meinen separaten Roon-Server (Linux PC) abgeschafft und betreibe den Server jetzt lokal auf meinem Mac, weil ich ohnehin meistens davor sitzen, wenn ich Musik höre.

Außerdem läuft er ohnehin nach Feierabend oft noch für Updates, Downloads oder sonstwas, sodass er dann parallel auch noch Musik servieren kann. Insgesamt spare ich Strom und auch das Hinzufügen von neuer Musik ist deutlich weniger umständlich, da ich weiterhin die Musik-App von Apple nutze, um unabhängig zu bleiben. Roon indexiert dann einfach meine Musik-Library. Zuvor musste ich die noch zum Roon-PC synchronisieren.

Mein 5.1-System habe ich vor Jahren gegen 2.1 ersetzt. Es sind "dumme" Aktiv-Speaker, sodass ich (oder Gäste) auch einfach mein iPhone anschließen kann. Verstärker, Endstufen, Vorstufen, zusätzliche DACs gibt es alles nicht mehr. Meine Ohren brauchen das alles nicht, die Abacus-Aktivboxen klingen ausreichend gut mit Apples DACs. Oft höre ich nachbarschaftsfreundlich auch einfach über die internen Speaker das MacBooks. Reicht beim Arbeiten. Manchmal trage ich Over-Ears mit Kabel und AirPods gibt's auch noch für's Putzen. Mehr brauche ich nicht mehr.

Allerdings bin ich auch ein emotionaler Hörer und nehme eher die Musik wahr als den Klang. Sweetspot und letztes Quäntchen Details sind für mich selten relevant.
»Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.« – Steve Jobs
+3
Bitsurfer22.11.25 18:28
The_Others
Bitsurfer
Bin nur bei einem Hersteller ein zweites mal hin ob das wahr ist. Der Name ist mir entfallen. Die bauen aber Lautsprecher wie seinerseits Tannoy. Konuslautsprecher und in der mitte des Lautsprechers der Hochtöner. Sind Engländer und die Entwicker waren bei Tannoy.

Das klingt, als würdest du Fyne-Audio meinen.
Genau das wars. Kennst du die?
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claudiusw
claudiusw22.11.25 19:58
Ich bevorzuge Einzelkomponenten, da leichter über Zeit anpassbar: Ganz klasisch mit Mission Cyrus 8vs Vollverstärker an B&W 600 Serie bi-wired, NAD Tuner, alle digitale Quellen gehen durch einen Cambridge Audio DAC in den Verstärker.
You can­not cre­ate good ty­pog­ra­phy with Arial.
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andreas_g
andreas_g22.11.25 20:41
mikeboss
die werbung war nicht von memorex


Stimmt, das war Maxhell:

(Stammt aus dem Film „Stay Tuned“.)
+2
svenski23.11.25 00:05
Irgendwie bleibt immer der Vollverstärker übrig. Weil er halt immer schon gut (genug) war, unzerstörbar ist und ich mich auch nicht trennen kann... NAD oder Creek... und dann baut man halt drumherum. Streamingkästchen oder TV davor, Boxen dahinter und die Musik läuft...
...aber klar, AIO hat auch seine Berechtigung...irgendwann wird der geerbte Schneewittchensarg von braun wieder in Betrieb genommen...

Guter Artikel, danke!

Gruß, svenski.
+1
mk170123.11.25 06:05
sonorman
Ich fürchte, da vermischt Du so einiges.
Die Canton Smart-Lautsprecher haben sehr wohl einen DAC, und zwar in jedem Lautsprecher. Und als „Smart"-Speaker können sie auch streamen. Daher handelt es sich um das, was ich im Artikel als „All-In-One" bezeichne.

Dass der eversolo A6 und A8 nur analoge Signale ausgeben, ist genau der Sinn dieser Geräte. Die Größeren können zwar auch Digitale Signale ausgeben, aber das ist nur ein Zusatzfeature. Nutzt man das, ist der interne DAC arbeitslos. Wenn man NUR digitale Ausgänge braucht, um den beispielsweise an Aktivlautsprecher mit internem DAC (aber ohne eigenes Streaming) anzuschließen, dann gibt es von eversolo auch ein passendes Gerät dafür, nämlich den T8.

Im Grunde genommen widerspricht nichts im Artikel dem von Dir gesagten. Zumindest nicht dem Teil, der Sinn ergibt.

Bezüglich des DAC‘s liegst du aber falsch. Bei den Canton Smart Lautsprechern ist definitiv kein DAC verbaut. Zumindest ist mir das so vom Canton Support übermittelt worden. Ich zitiere mal:

Nein, es erfolgt keine Digital – Analog – Wandlung in der Smart A 45. Die Signalverarbeitung von einem digitalen Eingang über den DSP bis zu den Endstufen (Texas Instruments PurePath® Digital) ist und bleibt digital. Lediglich das verstärkte digitale Signal nach den Endstufen wird durch Tiefpassfilter und Schwingspule der Treiber in ein analoges Signal gewandet bzw. genauer gesagt, das PWM-Trägersignal (384kHz oder höher) wird herausgefiltert. Daher ist die Nutzung eines der digitalen Eingänge in jedem Fall dem eines Analogen vorzuziehen, da hier zwei Umwandlungen (DA und AD) vermieden werden können.
0
sonorman
sonorman23.11.25 09:52
mk1701
Ah, dann verwendet Canton ein ähnliches Verstärkerkonzept, wie Lyngdorf oder auch Technics. Das war mir nicht bekannt.

Da ist zwar kein herkömmlicher DAC drin, aber stattdessen arbeitet der integrierte Class-D-Amp mit einer sehr hohen Schaltfrequenz, über die das Signal analog moduliert wird – was auch so eine Art D/A-Wandlung bedeutet. Das ungefilterte PCM-Signal wäre nur lautes Rauschen. Vielleicht nutzt Canton da sogar die Technik von Lyngdorf, die das erfunden haben. Muss ich mal nachforschen.

Davon abgesehen: Dass man in die Lautsprecher besser keine Analogsignale einspeist, unterscheidet sich nicht von den meisten andern heutigen Aktivlautsprechern. Dir arbeiten nämlich überwiegend mit einem DSP-basierten (also digitalen) Klangtuning, wozu sie alle analogen Eingangssignale erst mal digitalisieren. Insofern sind die Canton nichts besonderes.

Also auch wenn man Aktivboxen mit herkömmlichen DAC-Chips kaufst, sollte man da immer nur digitale Signale einspeisen, wie etwa von dem besagten eversolo T8 Streamer. (Es sei denn, der Hersteller wirbt explizit damit, dass es einen rein analogen Signalweg gibt.) Oder, wenn es All-In-One-Lautsprecher sind, die selbst streamen können, braucht man davor gar keinen separaten Streamer.
+1
TorstenW23.11.25 14:06
Guter Artikel, dem ich zwei Aspekte hinzufügen möchte, die nicht oder wenig zur Sprache kamen:

Ich denke einer der größten Vorteile von Systemen, die mehrere Geräte vereinen (also z.B. Aktivlautsprecher) ist für viele Menschen schlichtweg der Platz.
Wenn ich Einzelkomponenten habe, brauche ich auch immer Stellfläche. Viele Hersteller nutzen auch unterschiedliche Formate, so dass bei einem Austausch der Komponenten vllt der Platz gar nicht mehr reicht, wenn ich ein kleines Gerät gegen ein Größeres tausche. Mit einem All-in-One Gerät spart man sich viel Platz und auch viele Überlegungen über Abstimmung etc pp.

Der zweite Aspekt ist die Frage, wie schnell Komponenten veralten.
Gute Lautsprecher veralten z.B. so gut wie gar nicht. Bei mir stehen 20 Jahre alte Speaker und tun ihren Dienst tadellos und klingen fantastisch.
Gleiches gilt auch für viele Verstärker.
Im Gegensatz dazu sehe ich viele der digitalen Komponenten wie Streamer etc. Da muss man davon ausgehen, dass diese entweder Pflege durch Updates brauchen, wenn etwa Streamingservices Änderungen vornehmen oder Technologien weiterentwickelt werden. Diese Komponenten haben für mich ein viel früheres Verfallsdatum. Ich denke nicht, dass ich meinen Streamer in 20 Jahren noch verwenden kann. Meine Boxen vermutlich schon.
Insofern trenne ich das hier scharf an der Stelle: Alles was langlebig ist und für den Klang zuständig ist, aber ich würde nie eine Box mit eingebautem Streamer kaufen, wo ich davon ausgehe, dass das keine 10 Jahre hält. Zumindest nicht für viel Geld.
+2
t-kal23.11.25 16:16
Einzelkomponenten, aber dennoch kompakt und auf das Wesentliche reduziert:
Sonos Amp (als Streamer und Amp in einem) und die Ausgabe erfolgt über Q Acoustics 3030i.
Ich behaupte mal ganz frech, dass gut 90% der Menschen davon qualitativ genauso beeindruckt sein würden wie ich selbst.
Plattenspieler klemme ich bei Nostalgie-Vinyl-Bedarf auch mal dran. That´ s it …
0
System 6.0.1
System 6.0.124.11.25 12:23
Oh, muss ich meine alte REVOX-Anlage (B780 und B710, mit Player von Micro Seiki) jetzt aufgeben?

Mist.
„A lot of times, people don't know what they want until you show it to them.“ Steve Jobs, 1998
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