MacBook mit Nanotexturglas im Vergleich: Ideal für widrige Lichtverhältnisse?


Als Apple 2019 das Pro Display XDR vorstellte, war dies das erste Produkt des Unternehmens, welches sich optional mit einem Nanotextur-Display ausstatten ließ. Mittlerweile können sich Käufer eines Studio Display, MacBook Pro, iMacs und sogar iPad Pro für diese Variante entscheiden – beim Kauf des Tablets muss es sich aber mindestens um die 1-Terabyte-Version handeln. Der Software-Entwickler und Blogger
Jonathan Borichevskiy ging der Frage nach, wie sich ein MacBook Pro mit einem solchen Bildschirm im Alltag schlägt. Trotz einiger kleiner Nachteile, die mit dem Panel einhergehen, fällt Borichevskiys Fazit überaus positiv aus.
Nanotexturglas: Für den Einsatz im Freien bestens geeignetApple rät zu einem Nanotexturglas, wenn Nutzer wenig Einfluss auf die Lichtverhältnisse in der Umgebung haben. Es handelt sich dabei nicht um eine gesonderte Beschichtung: Die Oberfläche des Panels wird durch winzige Ätzungen so verändert, dass eingehende Lichtstrahlen in verschiedenen Winkeln reflektieren. Das Licht streut folglich und reduziert Blendungen erheblich. Borichevskiy begab sich mit seinem alten MacBook Pro (2021) mit herkömmlichem Bildschirm sowie einem neuen Modell aus dem Jahr 2024 mit Nanotexturglas in die Sonne, um die Unterschiede besonders deutlich sehen zu können. Tatsächlich leistet das Nanotextur-Display ganze Arbeit: Spiegelungen werden auf ein Minimum verringert. Inhalte sind so wesentlich besser erkennbar.
Links: MacBook Pro (2021), rechts: MacBook Pro (2024) mit Nanotextur-Display
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jon.bo Nachteile: Erhöhter Pflegebedarf, zusätzliche KostenBorichevskiy gibt zu bedenken, dass schwarzer Text auf weißem Hintergrund besser geeignet ist als der umgekehrte Fall. Er rät zudem, die Hintergrundbeleuchtung auf mindestens 90 Prozent anzuheben und den Winkel je nach Lichteinfall entsprechend anzupassen. Für Outdoor-Sessions sei das Glas hervorragend geeignet. Cafés und Büros mit Oberlicht stellten ebenfalls kein Problem mehr dar. Der Entwickler nennt aber auch einige Nachteile: Fingerabdrücke und Flecken auf dem Bildschirm würden im Freien fast schon grell wirken, außerdem habe er mehr Sorge um die Unversehrtheit des Displays. Ein herkömmliches Mikrofasertuch sei zur Reinigung nicht geeignet, stattdessen empfiehlt Apple das hauseigene Poliertuch und verweist auf den
erhöhten Pflegeaufwand. Ferner müssen Käufer für die Nanotextur-Option tiefer in die Tasche greifen: Ein MacBook Pro M5 kostet beispielsweise 190 Euro mehr, wenn das Gerät mit dem speziellen Bildschirm ausgeliefert werden soll.