Pressekonferenz: Apples wichtigste Aussagen zu den Quartalszahlen


Nach der Verkündung des Abschneidens im abgelaufenen Quartal gibt es wie immer auch eine Pressekonferenz, in der das Unternehmen die Zahlen diskutiert und oft noch weitergehende Einblicke ermöglicht. Außerdem haben zugeschaltete Marktbeobachter die Möglichkeit, Fragen an CEO Tim Cook und den Finanzchef Kevan Parekh zu richten.
Wir fassen in dieser ständig aktualisierten Meldung zusammen, welche Themen zur Sprache kommen, wie Apple das letzte Quartal bewertet und in welcher Weise man die aktuelle Marktlage sowie zukünftige Entwicklungen einschätzt. Angesichts des höchsten Umsatzes der Unternehmensgeschichte kann das Unternehmen optimistisch auf die Situation blicken.
- Wie üblich begleiten CEO Tim Cook wie auch CFO Kevan Parekh durch den heutigen Conference Call
- Besonders in China konnte Apple im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich zulegen, denn die Umsätze stiegen hier um 37,9 Prozent. In Europa legte Apple um 12,7 Prozent zu, in den USA um 11,2 Prozent
- Für die hohe Umsatzsteigerung in China sei vorrangig das iPhone verantwortlich gewesen
- Die Verkaufszahlen des iPhone 17 haben deutlich über den internen Prognosen von Apple gelegen, so Cook
- Noch nie hat Apple so viel Geld mit dem iPhone verdient wie im abgelaufenen Quartal
- Apple konnte bei Diensten, zu denen unter anderem der App Store, Apple Music, Apple TV+ usw. gehört, die Umsätze um 14 Prozent im Jahresvergleich steigern
- Obwohl die Umsatzzahlen beim Mac leicht fielen, haben noch nie mehr Menschen einen Mac besessen als zum aktuellen Zeitpunkt. Im Vorjahresquartal stellte Apple neue MacBook-Pro-Modelle mit M4, M4 Pro und M4 Max und einen neuen iMac vor – im abgelaufenen Quartal aber nur das Einstiegsmodell des MacBook Pro mit M5
- Die Umsätze beim iPad stiegen – und hierfür sind laut Cook hauptsächlich Käufer verantwortlich, welche ein älteres Modell ersetzen
- Zum aktuellen Zeitpunkt sind 2,5 Milliarden Apple-Geräte im Einsatz
- Cook sagt, dass die Großzahl der Nutzer Apple Intelligence auf dem iPhone nutzen – wenn das Gerät Apple Intelligence unterstützt
- Auch den Google-Deal bezüglich der nächsten Siri-Generation spricht Cook an, denn diese wird auf Google Gemini basieren
- Apple konnte im abgelaufenen Jahr die Zuschauerzahl bei Apple TV+ um 36 Prozent steigern
- Seit 2008 haben Entwickler im App Store 550 Milliarden Dollar umgesetzt
- Auch mit Apple Music ist Apple weiterhin erfolgreich, denn noch nie haben mehr Kunden den Dienst genutzt – genaue Zahlen nennt Apple hier leider nicht
- Cook betont, dass die Server für Apple Intelligence in den USA hergestellt werden – und erwähnt auch Apples bestreben, eine Lieferkette für die Chipfertigung in den USA zusammen mit Partnern aufzubauen
- Über alle Produkte und Dienste hinweg lag Apples Marge bei 48,2 Prozent. Bei Hardware erzielte Apple eine Marge von 40,7 Prozent, bei Diensten 76,5 Prozent
- Kostensteigerungen musste Apple jedoch hinnehmen, denn Kosten für Forschung & Entwicklung stiegen laut CFO Parekh deutlich
- Fast die Hälfte der Mac-Käufer haben zuvor nie einen Mac besessen
- Apple ermittelte beim Mac eine Kundenzufriedenheit von 97 Prozent, beim iPad 98 Prozent und bei der Apple Watch 96 Prozent
- Mit der Wearables-Sparte verdiente Apple 2 Prozent weniger – und dies lag laut Parekh an Lieferproblemen bei den AirPods Pro der dritten Generation
- Aktuell verfügt Apple über 145 Milliarden Barvermögen – und dem gegenüber stehen 91 Milliarden Dollar Schulden
- Für das kommende Quartal erwartet Apple ein Wachstum von 13 bis 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal – und die Marge soll zwischen 48 und 49 Prozent verbleiben. Diese Einschätzung trifft Parekh jedoch unter der Annahme, dass sich die wirtschaftlichen Bedingungen nicht eintrüben
- Für das laufende Quartal schlagen sich die am Markt deutlich gestiegenen Speicherpreise aufgrund von langfristigen Verträgen noch nicht auf Apples Ergebnis nieder – doch für das darauffolgende Quartal will Cook diesbezüglich keine Einschätzung abgeben
- Beim iPhone 17 kämpft Apple immer noch mit Lieferschwierigkeiten die Nachfrage zu decken. Apples Optionen in der Lieferkette haben sich hier laut Cook eingetrübt, da wenige Firmen die fortschrittlichen Fertigungsmethoden anbieten
- Das iPad sei in China das mistverkaufte Tablet, der Mac mini der mistverkaufte Desktop-PC
- Auf die Frage eines Analysten, welche Features des iPhone 17 zu den deutlich besser als erwarteten Verkaufszahlen führten, antwortet Tim Cook leider sehr ausweichend und gibt keine konkrete Antwort
- Ein Analyst erkundigt sich, wie es zu der Partnerschaft bezüglich Siri mit Google kam – und Cook antwortet, dass Google hier mit Gemini die beste Grundlage liefert. Cook betont, dass Apple Intelligence weiterhin entweder auf dem Gerät läuft – oder eben auf Apples Infrastruktur, welche sehr auf Datenschutz ausgelegt ist. Genaue Details bezüglich der Verträge mit dem Suchmaschinengiganten will Cook nicht nennen.
- Noch einmal betont Cook, dass man die Preisentwicklung am Markt, besonders bezüglich Speicher, für das laufende Jahr kaum abschätzen kann – und daher sei auch eine Prognose über das laufende Quartal hinaus kaum möglich. Man verfüge aber noch über einige Möglichkeiten, die Preise zu beeinflussen – Details möchte Cook aber nicht nennen
- Cook sagt, dass man bezüglich der Zusammenarbeit mit Google eher von einer Kooperation sprechen sollte anstatt von einer Nutzung der Google-Technologien
- Gegenüber einem Analysten betont Cook noch einmal, dass momentan die Lieferkette schwieriger zu managen sei als sonst – besonders, wenn die Verkaufszahlen über den Prognosen liegen wie beim iPhone 17. Cook spricht hier konkret Apples Prozessoren in 3nm-Fertigungsweise an, welche aktuell nur bei TSMC gefertigt werden können
- Apple habe, da der Konzern seine eigenen Prozessoren und Grafikkerne entwickelt, gigantische Vorteile am Markt gegenüber der Konkurrenz, welche meist auf Dritthersteller angewiesen sind
Die Telefonkonferenz bezüglich der Quartalszahlen ist nun beendet