Apple TV+: Cupertino möchte mit mehr Spielfilmen überzeugen

Apples hauseigenes Video-on-Demand-Angebot scheint nicht so recht in Fahrt zu kommen: Zwar finden sich sehr hochwertig produzierte Inhalte bei Apple TV+, allerdings ist der Katalog noch immer ziemlich klein. So verwundert es auch nicht, dass der Marktanteil für die Plattform in den USA bei etwa drei Prozent herumdümpelt. Auch die Zahlungsbereitschaft lässt zu wünschen übrig: Etwa zwei von drei Abonnenten beziehen den Dienst kostenfrei und 30 Prozent davon zeigen sich nicht bereit, nach Ablauf der Probephase für TV+ zu bezahlen. Nun versucht Cupertino, das Angebot vor allem auf Spielfilme auszuweiten.


Mehr Spielfilme für Apple TV+
Wer den Katalog von TV+ durchforstet, wird vor allem auf viele Serien stoßen: Neben dem unkonventionellen Neuzugang Calls finden sich Inhalte, die nahezu alle Genres abdecken: Für Anhänger spannungsgeladener Unterhaltung hält Cupertino beispielsweise Teheran, Losing Alice und Servant bereit, Humorvolles gibt es unter anderem in Gestalt der preisgekrönten Serie Ted Lasso. Bei Spielfilmen sieht die Lage hingegen etwas dürftig aus: Nur wenige Filme wie Palmer, Cherry und Greyhound bereichern das Angebot. Einem Bericht von The Information zufolge möchte Cupertino nachlegen: So habe das Unternehmen mitgeteilt, mehr als zehn bis zwölf Eigenproduktionen pro Jahr veröffentlichen zu wollen, um mit Konkurrenten wie Netflix, Hulu und Disney+ besser mithalten zu können. Zudem heuerte Apple Jessie Henderson an, die zuvor bei HBO Max für das Angebot an Spielfilmen verantwortlich zeichnete.

Neue Inhalte folgen – in Form von Serien
Mit Blick auf die Inhalte der kommenden Monate zeigt sich, dass erneut Serien vorherrschend sind: The Line handelt von der wahren Geschichte des Eddie Gallagher, der als Kriegsverbrecher angeklagt und anschließend freigesprochen wurde. Die vier Episoden sollen laut Variety ab Herbst bereitstehen. Ebenfalls ab Herbst verfügbar: The Problem with Jon Stewart mit dem aus der Daily Show bekannten Moderator. The Hollywood Reporter zufolge wird Stewart pro Folge ein Thema behandeln, das breit diskutiert wird. Außerdem produziert Apple gerade die ersten zehn Folgen der ersten Staffel der Anthologie-Serie The Crowded Room: Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Einen Termin für die Veröffentlichung dieser Serie gibt es bislang nicht.

Kommentare

Borimir
Borimir12.04.21 20:08
Das Mini-Serien Format finde ich extrem interessant. Hier kann eine Story deutlich besser als im Film-Format (90-120 Minuten) verarbeitet werden.
Andererseits wird das Ganze nicht unendlich in die Länge gezogen. Gibt viele Serien die irgendwann völlig uninteressant werden und man merkt, dass es "nur noch" um Kohle geht.
+12
kommunikatio
kommunikatio12.04.21 20:37
Wann beginnt endlich die Foundation? Habe gerade die Bücher nochmal gelesen
Es gibt keinen tieferen Sinn.
+11
Borimir
Borimir12.04.21 20:50
kommunikatio
Wann beginnt endlich die Foundation? Habe gerade die Bücher nochmal gelesen
WIE BITTE? Alle Bücher? Das sind 23 Bücher!
Ich habe tatsächlich erst mit der Ankündigung seitens Apple mit der Reihe angefangen...Ich finde die Bücher so gut, dass ich nicht weiß ob ich in Vorfreude schwelgen oder Angst vor der Verfilmung haben soll.
+2
skipper12.04.21 21:43
Bei dem Tempo wird der Katalog noch 10 Jahre brauchen bis genug Inhalt vorhanden ist, dass Leute bereit sind für ein Abo zu bezahlen.
+5
shotekitehi
shotekitehi12.04.21 21:54
hat nichts mit Apple TV+ zu tun, aber die Serie "Mandalorian" hat mit wesentlich besser gefallen, als die Filme die in letzter Zeit im Star Wars Universum erschienen sind...

Filme sind "primär" was für die große Leinwand, das Kino - Serie bietet sich für das Streaming an...jede Woche eine neue Folge um die Leute bei der Stange zu halten.
Auf der Schachtel stand: ‘Benötigt Windows XP oder besser’. Also habe ich mir einen Mac gekauft.
+4
milk
milk12.04.21 22:09
shotekitehi
[...] jede Woche eine neue Folge um die Leute bei der Stange zu halten.
Wie alt bist du denn? Selbstverständlich kuckt man eine Staffel am Wochenende durch, bis die Augen brennen.
+7
MrWombat
MrWombat12.04.21 23:41
shotekitehi
hat nichts mit Apple TV+ zu tun, aber die Serie "Mandalorian" hat mit wesentlich besser gefallen, als die Filme die in letzter Zeit im Star Wars Universum erschienen sind...
Da bin ich ganz deiner Meinung - Mandalorian ist für mich von der Atmosphäre vergleich bar mit den ersten drei gedrehten Filmen. Freu mich schon auf die 2. Staffel.

Kann aber auch am Eismacher liegen (für Insider).
+1
morpheus
morpheus13.04.21 03:03
MrWombat
Da bin ich ganz deiner Meinung - Mandalorian ist für mich von der Atmosphäre vergleich bar mit den ersten drei gedrehten Filmen. Freu mich schon auf die 2. Staffel.

Die 2te Staffel gibt es schon
carpe diem
+3
Manuel01018013.04.21 05:51
Apple sollte MGM übernehmen und neue Filme und Serien von Stargate produzieren
0
BWeigelt13.04.21 07:19
Manuel010180
Apple sollte MGM übernehmen und neue Filme und Serien von Stargate produzieren

Da bin ich sofort dabei!
0
d2o13.04.21 09:09
Ein Zusammenschluss mit den großen Filmeanbietern wäre, bis Apple evtl. genügend eigenes Material am Start hat, hilfreich.
Auf der anderen Seite muss Apple auch dann noch überzeugen, warum man gerade Apple TV+ abonnieren soll, und nicht einen von den zig bisherigen Anbietern.
+2
MacKaltschale13.04.21 10:11
milk
shotekitehi
[...] jede Woche eine neue Folge um die Leute bei der Stange zu halten.
Wie alt bist du denn? Selbstverständlich kuckt man eine Staffel am Wochenende durch, bis die Augen brennen.

Was hat das denn bitte mit dem Alter zu tun? Ich bin 51 und beim Komaglotzen dabei, seit es irgendwie möglich ist. Von V in den 80ern auf VHS, über Lost in den Nullern auf DVD und iTunes und schliesslich alles, was es wert ist, seit das legale Streaming-Age Ende 2010 in Deutschland mit LOVEFiLM (heute Amazon prime) begann. Auch die Underdogs wie Watchever wurden von mir sofort abonniert und bei Apple TV+ gehöre ich zu den wenigen Kunden, die das tatsächlich ca. 2-3 Monate pro Jahr bezahlen, um For all Mankind zu sehen. (was nevt, weil man wöchentlich au neue Folgen warten muss. Aber sonst würde ich Apple TV+ auch nur ein bis zwei Tage abonnieren, denn länger braucht man für einen Stafel nicht.) Das hat überhaupt nichts mit dem Alter zu tun. Meine fast 80-jährige Mutter hat vor ein paar Jahren z.B. alle Staffeln von Battlestar Galactica in einer Woche geschaut. Das Tempo hat sie immer drauf, wenn ihr eine Serie gefällt. Was manche Leute für merkwürdige Vorstellungen vom Alter haben.

Altersdiskriminierung, geht gar nicht - egal ob jung oder alt. Das ist die schlimmste Diskriminierung von allen, da irgendwann jeder betroffen ist.
-4
matt.ludwig13.04.21 10:28
MacKaltschale
Das Tempo hat sie immer drauf, wenn ihr eine Serie gefällt. Was manche Leute für merkwürdige Vorstellungen vom Alter haben.

Altersdiskriminierung, geht gar nicht - egal ob jung oder alt. Das ist die schlimmste Diskriminierung von allen, da irgendwann jeder betroffen ist.

Du solltest einen Gang runterschalten, keine Ahnung warum du das so ernst nimmst ... so war es sicherlich nicht gemeint.
+5
DTP
DTP13.04.21 10:32
MacKaltschale
Altersdiskriminierung, geht gar nicht - egal ob jung oder alt […] da irgendwann jeder betroffen ist.
Stimmt, manchmal sogar mehrfach

Damals, als ich große Firmen beraten habe, wie sie die digitale Transformation angehen könnten, oft gehört: "Du bist ja nicht mal 30, woher willst du das überhaupt wissen?"

Heute, "Sie sind ja schon über 30, woher wollen Sie das überhaupt alles wissen?"
+2
MetallSnake
MetallSnake13.04.21 10:32
matt.ludwig
Du solltest einen Gang runterschalten, keine Ahnung warum du das so ernst nimmst ... so war es sicherlich nicht gemeint.

Alte Leute sind halt schneller mal gereizt
Die Menschheit ist eine völlig außer Kontrolle geratene Primatenspezies.
+1
MrWombat
MrWombat13.04.21 10:34
morpheus
Die 2te Staffel gibt es schon
Stimmt - meinte die 3. Staffel
0
MacKaltschale13.04.21 11:32
matt.ludwig
MacKaltschale
Das Tempo hat sie immer drauf, wenn ihr eine Serie gefällt. Was manche Leute für merkwürdige Vorstellungen vom Alter haben.

Altersdiskriminierung, geht gar nicht - egal ob jung oder alt. Das ist die schlimmste Diskriminierung von allen, da irgendwann jeder betroffen ist.

Du solltest einen Gang runterschalten, keine Ahnung warum du das so ernst nimmst ... so war es sicherlich nicht gemeint.

Weil ich immer öfter vergleichbares irgendwo lese und man das nicht unkommentiert stehen lassen sollte. Vielleicht mal drüber nachdenken, ob der Spruch auch durchgegangen wäre, wenn statt Alter, die Rede von sexueller Präferenz oder Herkunft gewesen wäre.
+2
Manuel01018013.04.21 11:58
d2o
Ein Zusammenschluss mit den großen Filmeanbietern wäre, bis Apple evtl. genügend eigenes Material am Start hat, hilfreich.
Auf der anderen Seite muss Apple auch dann noch überzeugen, warum man gerade Apple TV+ abonnieren soll, und nicht einen von den zig bisherigen Anbietern.

Apple hätte einen Deal abschließen sollen mit Sony wie es nun Netflix getan hat aber unter der Bedingung, es gilt weltweit und nicht nur USA.
-1
DTP
DTP13.04.21 11:58
MacKaltschale
Weil ich immer öfter vergleichbares irgendwo lese und man das nicht unkommentiert stehen lassen sollte. Vielleicht mal drüber nachdenken, ob der Spruch auch durchgegangen wäre, wenn statt Alter, die Rede von sexueller Präferenz oder Herkunft gewesen wäre.
Einer der Gründe warum ich gerne für große amerikanische Firmen arbeite; denn die haben meistens ein großes Diskriminierungsbewusstsein sowie Maßnahmen dagegen, egal ob es Alter, Geschlecht, Hautfarbe, religiöse Ausrichtung, sexuelle Präferenz, Herkunft usw. angeht. Oder einfach die mentalen Herausforderungen würdigen sowie die mentale Gesundheit während einer Pandemie fördern.

Bei uns gibt es sogar seit neuestem eine geförderte "Zugehörigkeitsgruppe" für junge Berufsstarter:innen.

Bevor ich je bei einer amerikanischen Firma gearbeitet hatte, empfand ich das immer als befremdlich (das wirkt ja fast schon sektenmässig), aufgesetzt, unnötig (wir sind doch in Europa alle tolerant und aufgeklärt), potentiell andersherum diskriminierend ("all lifes matter") etc; heutzutage würde ich mir wünschen, dass auch viele europäische Firmen solche Initiativen leben würden.

Aber back to topic.
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MacBlack
MacBlack13.04.21 12:49
DTP
Bevor ich je bei einer amerikanischen Firma gearbeitet hatte, empfand ich das immer als befremdlich (das wirkt ja fast schon sektenmässig), aufgesetzt, unnötig (wir sind doch in Europa alle tolerant und aufgeklärt), potentiell andersherum diskriminierend ("all lifes matter") etc; heutzutage würde ich mir wünschen, dass auch viele europäische Firmen solche Initiativen leben würden.

Es ist in meinen Augen auch aufgesetzt und beinhaltet ein hohes Maß an sozialer Kontrolle (was nicht von jeder/m geschätzt wird), aber die Langzeitwirkung gibt dir wahrscheinlich recht: Gerade die Dummen, die Vieles nur nachschwätzen, werden so (durch ständige Wiederholung der Normen und gegenseitige Kontrolle) auf andere Werte eingestimmt.

Den massiven Hass, der einem im Internet entgegenschlagen kann, gibt es ja (zum Glück) auf offener Straße weniger – weil hier die Gefahr des Widerspruchs (oder im schlimmsten Falle, eins auf die Backe zu kriegen) besteht. Man sollte nicht unterschätzen, wie viele Menschen keinen inneren Kompass haben, sondern sich an äußeren Dingen orientieren.
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DTP
DTP13.04.21 13:01
MacBlack
Gerade die Dummen, die Vieles nur nachschwätzen, werden so (durch ständige Wiederholung der Normen und gegenseitige Kontrolle) auf andere Werte eingestimmt.
"Schlau" ist doch nicht äquivalent mit diskrimierungsfrei? Oder meinst du, schlaue Menschen sind sturrköpfiger und bleiben immer bei ihrer anfänglichen Meinung?

Ich sehe den Vorteil von Wiederholung von Werten für uns alle. Ein wiederholtes Reflektieren sowie Überdenken und Verifizierung der eigenen Position schafft und festigt doch gerade neue Werte. Geh mal zB 100 Jahre zurück; die Werte, an die die Mehrzahl heute glauben, war ja in keiner intellektuellen Schicht bereits vorhanden.

"Anpassung" an neue Gegebenheiten, Empathie und gesellschaftlicher Konsens sind doch wahrscheinlich die drei wichtigsten Eigenschaften, die Überleben und Erfolg der Menschheit ausmachen.
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MacBlack
MacBlack13.04.21 13:30
DTP
MacBlack
Gerade die Dummen, die Vieles nur nachschwätzen, werden so (durch ständige Wiederholung der Normen und gegenseitige Kontrolle) auf andere Werte eingestimmt.
"Schlau" ist doch nicht äquivalent mit diskrimierungsfrei? Oder meinst du, schlaue Menschen sind sturrköpfiger und bleiben immer bei ihrer anfänglichen Meinung?

Ich sehe den Vorteil von Wiederholung von Werten für uns alle. Ein wiederholtes Reflektieren sowie Überdenken und Verifizierung der eigenen Position schafft und festigt doch gerade neue Werte. Geh mal zB 100 Jahre zurück; die Werte, an die die Mehrzahl heute glauben, war ja in keiner intellektuellen Schicht bereits vorhanden.

"Anpassung" an neue Gegebenheiten, Empathie und gesellschaftlicher Konsens sind doch wahrscheinlich die drei wichtigsten Eigenschaften, die Überleben und Erfolg der Menschheit ausmachen.

Das ist ja ein weites Thema, auf das ich hier (off topic) nur verkürzt eingehen kann. Also: Ich sehe "schlau" nicht äquivalent mit "diskrimierungsfrei". Das Deutsche kennt ja z. B. das Wort "Bauernschläue", was nicht auf hohe Intelligenz, sondern die Fähigkeit hinweist, seine Interessen durchzusetzen.

Auch "intellektuell" trifft es nicht. Intellektuelle stehen oftmals ebenso (du schreibst es ja) unter dem jeweiligen Zeitgeist.

Ich sehe "dumm" im Gegensatz zu "bewusst" – also auch den Regungen des Herzens nachspürend, der "Seele" Raum lassend. Hier kommen wir uns ja nahe, wenn du von "Überdenken und Verifizierung der eigenen Position" und "Empathie" schreibst. Das sind Eigenschaften, die meines Erachtens Bewusstheit voraussetzen. Insbesondere die Empathie.

Und wer diese Fähigkeit nicht hat, der wird m. E. immer von (zumeist emotional unterlegten) Meinungsströmungen mitgerissen werden. Da sind mir dann "politisch korrekte" Strömungen auch lieber als irgendwelches diskriminierende Zeugs.

Insofern kann ich deiner Antwort auch überhaupt nicht widersprechen.
+1
MacBlack
MacBlack13.04.21 14:11
BILD-TV

Weniger off-topic ist die Nachricht vom heutigen Tage, dass der Springer-Konzern seine Marke "Bild" auch als Fernsehsender etablieren will.

„Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt soll wohl inhaltlich gesamtverantwortlich sein.

Damit würde der Verlag mit der wiederholt persönlichkeitsrechtsverletzenden Berichterstattung seinen Einfluss auf die gesellschaftlichen Meinungsströme noch erheblich ausbauen.
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awk13.04.21 17:41
TV+ hat zu viele preisgekrönte Produktionen. Das hört sich immer schön an, hat aber in der Regel einen gewissen Gähn-Faktor.
-4
holk10028.04.21 14:24
Zum Thema Alter. Man muss wirklich nicht immer gleich die Diskrimierungskeule rausholen. Denke, das schon beruflich oder familiär bedingt Ältere nicht so viele Serien „durchsuchten“ wie Jüngere. Allerdings vielleicht doch mehr als viele Denken. Ich bin auch jenseits der 50 und kann eine richtig gute Serienstaffel auch schon mal an 3 bis 4 Abenden oder einem Wochenende erledigen.
+1

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