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Forum>Software>Wie kann ich das Gendergaga unter iOS 15 abstellen?

Wie kann ich das Gendergaga unter iOS 15 abstellen?

Gfurther20.09.2123:09
Weiß jemand hier, wie ich die politische Genderagitation von Apple unter iOS 15 auf die normale deutsche Sprache umstellen kann? Davon ab, dass dies nicht gerade der Useability nützt, entwickele ich so langsam eine Aversion auf meine Applegeräte, wenn ich dauern so etwas wie Benutzer:innen lesen muss.
+71

Kommentare

MaddinKI08.10.2120:23
Kommen jetzt auch hier die Dummen unter ihren Steinen hervor um sich über Gendern zu beschweren?

Ist das hier nicht ein Apple Forum?
-35
TheClaw08.10.2121:05
Sprache umstellen auf English ist derzeit leider die einzige Lösung. Ich lehne Gendern nicht generell ab. Aber mit dieser Schreibweise ":innen" kann ich mich in keinster Weise anfreunden, hat auch nichts damit zutun Frauen im speziellen hervorzuheben.
+12
Nebula
Nebula09.10.2103:39
Mal zurück zum Thema. Für macOS gibt es doch Tools, die unbenutzte Sprachen aus den Programm-Bundles entfernen, um Platz freizuschaufeln. Wenn das also nicht die Signatur ruiniert und Gatekeeper auf den Plan ruft (ansonsten wäre das Feature ja nutzlos), müsste man doch auch einfach das Gendern aus den Sprachdateien entfernen können. Beim Sealed System Volume dürfte das aber vermutlich schwer klappen. Gibt's vielleicht einen unabhängigen Ort, wo man Sprachdateien ablegen kann, etwa im Sandbox-Container einer Anwendung?
„»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein“
0
Weia
Weia09.10.2104:38
Nebula
Mal zurück zum Thema. Für macOS gibt es doch Tools, die unbenutzte Sprachen aus den Programm-Bundles entfernen, um Platz freizuschaufeln.
Ja, aber es gibt keine, um benutzte Sprachen zu modifizieren. Das muss man von Hand in Xcode machen und je nachdem, wie das Programm genau geschrieben ist, kannst Du keine, wenige, mehr oder alle Texte ändern. Dass die GUI dann nicht verrutscht und unansehnlich bis unbenutzbar wird, dafür gibt es auch keine Garantie. Je moderner der Programmcode ist, desto weniger wirst Du ändern können; in aller Regel wird die Lokalisierung damit korrumpiert und von macOS nicht mehr gelesen und beim nächsten Programmstart werden die von den Änderungen betroffenen GUI-Teile dann in Englisch, der Fall-Back-Sprache, dargestellt.

Außerdem wäre das eine tage-, wenn nicht wochenlange Sisyphusarbeit auch nur für die am häufigsten benutzen Programme. Und mit dem nächsten Update wäre alles wieder futsch.

Das nimmt ja wirklich völlig groteske Dimensionen an, in was Ihr Euch hier wegen der paar Doppelpunkte hineinsteigert. Gibt es wirklich keine lohnenderen Objekte für Eure überschüssige Energie? Was kommt als nächstes? Ein Antrag auf eine UN-Resolution? Macht Euch mal locker!
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-7
beanchen10.10.2118:02
Weia
Das nimmt ja wirklich völlig groteske Dimensionen an, in was Ihr Euch hier wegen der paar Doppelpunkte hineinsteigert.

Macht Euch mal locker!
Dafür, dass du bis vor kurzem noch nicht mal wusstest um was es geht und die Idee, mit dem Doppelpunkt sei das dritte Geschlecht gemeint, „absurd“ fandest, nimmst du den Mund jetzt ziemlich voll.
+9
LoMacs
LoMacs10.10.2118:15
Da inzwischen alles (aber noch nicht von jedem/r) gesagt ist, hier auch noch mein Senf:

Ja, die behutsame Sichtbarmachung der Frauen muss sein. Sie ergibt sich logisch aus den Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Schriftsprachlich habe ich nichts gegen Leser, LeserInnen, Leser:innen, Leser/innen, Leser*innen, was auch immer. Passt.

Eine sprachliche Katastrophe ist m.E. das "innen" im Mündlichen. Genau, mit dem Glottis-Schlag. Arbeiter innen, Berliner Innensenator, die Schüler innen (und außen?), die Steuer*hicks*innenzahler (Stilblüte von Baerbock), Leute, gehts noch?!

Arbeiterinnen und Arbeiter (vernuschelt zu Arbeiterinnarbeiter) empfinde ich als akzeptabel, die Innenarbeiter, die nicht nach draußen dürfen, nicht.

Erster und letzter Beitrag zu diesem aufgeheizten Thema, das anscheinend wieder mal nur schwarz und weiß kennt.
+5
Weia
Weia10.10.2118:35
beanchen
Weia
Das nimmt ja wirklich völlig groteske Dimensionen an, in was Ihr Euch hier wegen der paar Doppelpunkte hineinsteigert.

Macht Euch mal locker!
Dafür, dass du bis vor kurzem noch nicht mal wusstest um was es geht und die Idee, mit dem Doppelpunkt sei das dritte Geschlecht gemeint, „absurd“ fandest, nimmst du den Mund jetzt ziemlich voll.
Wo ist da ein Widerspruch?

Ich finde das ganze Thema nicht sonderlich wichtig ⇒
  • ich informiere mich nicht ausführlich darüber
  • ich verstehe nicht, wie man sich darüber so aufregen kann

Ist doch völlig konsistent?

Ich habe mich mittlerweile aber mal in meinem Umfeld umgehört und praktisch niemandem war bekannt, dass Nutzer:innen nochmal was anderes als NutzerInnen sein und der Doppelpunkt explizit für Diversgeschlechtliche stehen soll; eine einzige Person hatte davon gehört. (Und mündlich unterscheidbar ist spätestens das ja nun ohnehin nicht mehr). Das ist ein Diskurs, der an der Öffentlichkeit ziemlich vorbeigeht.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
marm10.10.2119:35
Apple geht es um das Nicht-Binäre. Hier ein Screenshot aus der iPad Mini-Präsentation (mit Mühe sogar lesbar).
Aus der Umfrage von Weia geht nur (nicht-repräsentativ) hervor: Das kapiert kaum einer. Insofern stimme ich zu: "Ein Diskurs, der an der Öffentlichkeit ziemlich vorbeigeht."

+5
Weia
Weia10.10.2119:49
marm
Apple geht es um das Nicht-Binäre. Hier ein Screenshot aus der iPad Mini-Präsentation (mit Mühe sogar lesbar).
Leider nicht so richtig lesbar. Gibt’s da einen Link? Hat Apple selbst das veröffentlicht und in welchem Kontext?
Aus der Umfrage von Weia geht nur (nicht-repräsentativ)
In der Tat nicht repräsentativ; das muss man natürlich berücksichtigen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
marm10.10.2120:07
Weia
Leider nicht so richtig lesbar. Gibt’s da einen Link? Hat Apple selbst das veröffentlicht und in welchem Kontext?

Wenn Du weit nach unten scrollst, wandern iPad Minis von links nach rechts und rechts nach links. Da ist dieses Bild dabei. (Quelle Apple)
Ich kann es lesen. Ein Google-Suche nach dem Text bringt kein Ergebnis.

Leseprobe, Spalte 2
"Es gibt viele verschiedene Identitäten- und Ausdrucksformen, die nicht binär sind. Einige Menschen sind nicht-binär, gehören keinem Geschlecht an oder sind Two-Spirited und könnten für sich andere Pronomen wählen. Transident (sic!) Personen entscheiden sich vielleicht für ein binäres Pronomen, das nicht dem Geschlecht entspricht, welches ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde."

Später im Text wird vorgeschlagen, dass ich mir angewöhne mein Pronomen zu sagen, auch wenn es eindeutig ist, aus Solidarität mit Nicht-Binären.

Das ist
Wol·ken·ku·ckucks·heim
/Wólkenkúckucksheim/
Substantiv, Neutrum [das]GEHOBEN
Fantasiewelt von völliger Realitätsferne, in die sich jemand eingesponnen hat
+10
Weia
Weia10.10.2120:27
marm
Wenn Du weit nach unten scrollst, wandern iPad Minis von links nach rechts und rechts nach links. Da ist dieses Bild dabei. (Quelle Apple)
Ah, danke!
Ich kann es lesen.
Viele liebe Grüße an Deine Augen!
Später im Text wird vorgeschlagen, dass ich mir angewöhne mein Pronomen zu sagen, auch wenn es eindeutig ist, aus Solidarität mit Nicht-Binären.
Was meinst Du mit mein Pronomen zu sagen?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-2
marm10.10.2120:34
Weia
Was meinst Du mit mein Pronomen zu sagen?
Stell dir vor, ich stehe an der Bar und sage bei der Vorstellung "Ich bin marm und mein Pronomen ist er". Zur Auswahl steht "er, sie, es, sier".
Und dabei gibt es noch mehr...
Oder ich schreibe hinter meinen Namen in der Geschäftssignatur "er".
+2
Weia
Weia10.10.2122:22
marm
Weia
Was meinst Du mit mein Pronomen zu sagen?
Stell dir vor, ich stehe an der Bar und sage bei der Vorstellung "Ich bin marm und mein Pronomen ist er". Zur Auswahl steht "er, sie, es, sier".
Ah, alles klar, danke.

Warum denke ich gerade an Buñuel-Filme?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+6
marm10.10.2122:41
Weia
Warum denke ich gerade an Buñuel-Filme?
Genau. Surreal, das alles.
+5
Weia
Weia10.10.2122:58
marm
Genau. Surreal, das alles.
Je länger ich ihn betrachte, desto mehr finde ich Ich bin marm und mein Pronomen ist er allerdings einen ausgesprochen interessanten Filmtitel.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+7
marm11.10.2100:38
Weia
Je länger ich ihn betrachte, desto mehr finde ich Ich bin marm und mein Pronomen ist er allerdings einen ausgesprochen interessanten Filmtitel.
Besser noch mit meinem früheren Pseudonym: „Ich bin papierlos und mein Pronomen ist er“. Ach und cisgender 😂
+1
dread_race
dread_race11.10.2108:57
Als dieser Thread hier vor drei Wochen angefangen hat, war ich ziemlich schockiert... wir leben ja alle irgendwie in unseren Blasen. So lange es hier "nur" um Technik ging, blieb das oft unsichtbar, ab und zu blitzten politische Meinungen oder ähnliches auf, wurde dann aber auch nicht so episch ausgebreitet wie nun hier.
Was hier größtenteils zu lesen ist, strotzt nur so vor Verächtlichkeit, Unverständnis und Aggressivität.
ich hoffe sehr, dass alleine die Beschäftigung mit dem Thema 'Inklusive Sprache' vielleicht bei manchen hier etwas verfängt.
-6
Schens
Schens11.10.2109:12
marm
Stell dir vor, ich stehe an der Bar und sage bei der Vorstellung "Ich bin marm und mein Pronomen ist er".

Ich empfinde das als Narzissmus* in der Endstufe.
In einem sozialen Beruf würde ich so einer Person unterstellen, dass das Patientenwohl nicht die #1 ist.
Gesteigert nur noch durch die Forderung, "ens" als geschlechtsneutrales GP vorzuschalten.





*Der Ausdruck Narzissmus (zu altgriechisch Νάρκισσος) steht alltagspsychologisch und umgangssprachlich im weitesten Sinne für die Selbstverliebtheit und Selbstbewunderung eines Menschen, der sich für wichtiger und wertvoller einschätzt, als urteilende Beobachter ihn charakterisieren.
Wikipedia
+9
Calibrator11.10.2109:15
Was ist eigentlich aus dem guten alten Pluralis Majestatis geworden, liebe Kaiser:Innen?
+4
Gfurther11.10.2111:49
Also muss ich mit iOS 16 rechnen, dass ich neben meinem Benutzernamen mein Pronomen zwingend mit angeben muss? Zumindest lässt doch die aktive Unterstützung von solchen Positionen durch Apple so etwas vermuten.
marm

Später im Text wird vorgeschlagen, dass ich mir angewöhne mein Pronomen zu sagen, auch wenn es eindeutig ist, aus Solidarität mit Nicht-Binären.
+5
tjost
tjost11.10.2112:35
dread_race
Als dieser Thread hier vor drei Wochen angefangen hat, war ich ziemlich schockiert... wir leben ja alle irgendwie in unseren Blasen. So lange es hier "nur" um Technik ging, blieb das oft unsichtbar, ab und zu blitzten politische Meinungen oder ähnliches auf, wurde dann aber auch nicht so episch ausgebreitet wie nun hier.
Was hier größtenteils zu lesen ist, strotzt nur so vor Verächtlichkeit, Unverständnis und Aggressivität.
ich hoffe sehr, dass alleine die Beschäftigung mit dem Thema 'Inklusive Sprache' vielleicht bei manchen hier etwas verfängt.

Geht man von ca. 60.000 Autisten aus die mit solchen Veränderungen noch mehr Probleme haben als andere Menschen (bis hin zu Anfällen) und der Zahlen aus den Standesämtern die gerade einmal ca. 200 Diverse eingetragen haben steht die ganze Debatte in keiner Relation.
Darum auch diese große Diskussion.
Abschaffen den Mist dann ist die Diskussion auch beendet.
Durch sprachliche Ausgrenzung wird man die Akzeptanz bei den Menschen auch nicht vergrößern. Und Iklusion muss auch immer von beiden Seiten kommen. Aber zwingen lassen möchte sich keiner.
+13
Foti
Foti11.10.2113:23
Calibrator
Was ist eigentlich aus dem guten alten Pluralis Majestatis geworden, liebe Kaiser:Innen?

Das Schnabeltier, das Schnabeltier
vollzieht den Schritt vom Ich zum Wir.
Es spricht nicht mehr nur noch von sich,
es sagt nicht mehr:"Dies Bier will ich!"
Es sagt:"Dies Bier,
das wollen Wir!"
Wir wollen es, das Schnabeltier!

(Robert Gernhardt)
+7
Weia
Weia11.10.2114:16
tjost
Zahlen aus den Standesämtern die gerade einmal ca. 200 Diverse eingetragen haben
Hast Du da eine Quelle?
Abschaffen den Mist dann ist die Diskussion auch beendet.
Wie willst Du denn offiziell etwas abschaffen, was offiziell noch gar nicht eingeführt ist?

Und nein, die gegnerische Position in der Diskussion als Mist zu bezeichnen, trägt auch nicht zur Beruhigung der Diskussion bei. 🙄
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia11.10.2114:45
dread_race
Was hier größtenteils zu lesen ist, strotzt nur so vor Verächtlichkeit, Unverständnis und Aggressivität.
Ja, das ist leider der Fall, und ich staune schon, dass vielen nicht bewusst zu sein scheint, dass es eine gesellschaftliche Kontroverse nicht leichter macht, wenn man die gegnerische Postion immer wieder und ohne Not als „Mist“ etc. bezeichnet. Dass das strategisch ungeschickt ist, wenn man etwas in seinem Sinne erreichen will, sollte eigentlich jedem klar sein. Wenn man dann dennoch solche Formulierungen benutzt, hat das offenkundig einen anderen Grund, Abbau von Aggressionen oder was auch immer. Von denen dann wiederum ungeklärt ist, woher sie denn kommen. Alleine diese Gemengelage macht eine sachorientierte Diskussion schwierig.

Aber ein noch größeres Problem scheint zu sein, dass in dieser Diskussion höchst verschiedene Dinge durcheinandergehen, was mir in dieser Deutlichkeit auch erst durch diesen Thread klar geworden ist (insofern hat er ja durchaus auch seine Verdienste).

Rein kombinatorisch sind in dieser Diskussion bei den Gegnern des Genderns ja mindestens folgende Kombinationen möglich:
  • 1. Frauen sollten nicht wirklich gleichgestellt sein.
  • 2. Frauen sollten gleichgestellt sein, aber Gendern hilft dabei nicht (oder schadet sogar).
  • 3. Es geht gar nicht nur um Frauen, sondern auch um Diverse. Diverse gibt es aber gar nicht, das ist eine postmoderne Verzerrung der Fakten und/oder ein narzisstischer Defekt.
  • 4. Es geht gar nicht nur um Frauen, sondern auch um Diverse. Diverse gibt es zwar, das ist aber zahlenmäßig eine solch kleine Minderheit, dass eine generelle Umstellung der Sprache deswegen unangemessen wäre.
  • 5. Es geht gar nicht nur um Frauen, sondern auch um Diverse. Diverse gibt es und sie sollten auch ohne jede Einschränkung vollständig gleichgestellt sein, aber Gendern hilft dabei nicht (oder schadet sogar).
Und vielleicht habe ich jetzt auch noch weitere denkbare ablehnende Positionen übersehen.

Zu alledem kommt dann noch, dass Positionen, die gegen den Zeitgeist gehen (insbesondere die 1. und 3.), sich oft hinter anderen Varianten „verstecken“ werden, um nicht zu sehr anzuecken.

Das alles macht eine ruhige, sachorientierte Diskussion sehr schwierig – wie wir hier sehen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
nova.b11.10.2115:19


Die sprechen von 394 Personen mit Personenstandseintragung "Divers", 9 Neugeborene mit "DIvers".
+8
RammelHuber
RammelHuber11.10.2115:28
nova.b


Die sprechen von 394 Personen mit Personenstandseintragung "Divers", 9 Neugeborene mit "DIvers".

Wenn man sich das durch den Kopf gehen lässt, das wir uns immer mehr "Minderheiten" anpassen, braucht man sich nicht mehr über unsere "WohlstandsverblödeteIchbezogeneSpaßGesellschaft" wundern 🤦
+11
Weia
Weia11.10.2115:34
nova.b


Die sprechen von 394 Personen mit Personenstandseintragung "Divers", 9 Neugeborene mit "DIvers".
Danke! (Sind im Text 19 Neugeborene.)

Das Personenstandsgesetz wurde Ende 2018 novelliert, die Statistik ist vom September 2020, also knappe 2 Jahre später. Wenn man jetzt naiv 50% für das vergangene Jahr aufschlägt, kämen wir von der Größenordnung her also aktuell auf etwa 600 Personen mit Personenstandseintragung "Divers" und 30 Neugeborene mit "Divers".
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Weia
Weia11.10.2115:38
RammelHuber
Wenn man sich das durch den Kopf gehen lässt, das wir uns immer mehr "Minderheiten" anpassen
Wieso anpassen? Niemand fordert, dass sich die Mehrheit so wie die Minderheit verhalten sollte, lediglich, dass die Minderheit auch Berücksichtigung findet.

Und wieso setzt Du "Minderheiten" in Anführungszeichen? Meinst Du, in Wahrheit sei das nicht die Minderheit, sondern die Mehrheit?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
marm11.10.2115:57
Weia
Das alles macht eine ruhige, sachorientierte Diskussion sehr schwierig – wie wir hier sehen.
Weia, Du kannst hier selbst als Mittler nicht vermitteln.
Als Nicht-Betroffener wird Dir das Recht abgesprochen darüber zu (sachorientiert) zu diskutieren. Aus Sicht dieser Denkschule zählt nur, wie Betroffene über Benachteiligungen empfinden, selbst wenn dargelegt wird, dass es anders ist/gemeint ist/andere Ursprünge hat (generischer Maskulinum, Onkel Toms Hütte in Berlin, der Mohr bei Apotheken).
Dementsprechend gereizt reagieren Befürworter auf Einwände (check mal deine Privilegien = du weißt ja nicht wovon wir reden). Und beide Seiten mit Unverständnis.
Schlimmer wird es dann dadurch, dass die Gruppen sich dann noch gegenseitig in politische Schubladen stecken (links-grün vers...., rechts, Klimaleugner, Kapitalist etc. - hatten wir hier schon alles)
+11
NGA
NGA11.10.2116:33
Weia
nova.b


Die sprechen von 394 Personen mit Personenstandseintragung "Divers", 9 Neugeborene mit "DIvers".
Danke! (Sind im Text 19 Neugeborene.)

Das Personenstandsgesetz wurde Ende 2018 novelliert, die Statistik ist vom September 2020, also knappe 2 Jahre später. Wenn man jetzt naiv 50% für das vergangene Jahr aufschlägt, kämen wir von der Größenordnung her also aktuell auf etwa 600 Personen mit Personenstandseintragung "Divers" und 30 Neugeborene mit "Divers".


Anmerkungen:
(1) Anzahl Personenstandseintragungen »Divers« ≠ Anzahl tatsächlicher Menschen »Divers«, da nach wie vor viele Hürden – und auch Diskriminierung – in der Akzeptanz und Möglichkeit der Änderungen vorhanden sind.

(2) Zusätzlich zum Thema Gendern: es gibt eine klare Befürwortung des Gendersterns (*) bei Non-Binaries und Trans-Menschen, da nur so auch alles zwischen (dem binären) ♀ und ♂ mitgemeint wird. Der Doppelpunkt wird tendenziell eher abgelehnt, da er durch sich selbst als Zeichen des Binären gelesen wird. es geht also insgesamt darum für alle – nicht nur für Frauen – mitgenannt, und damit dann auch gesehen, zu werden. Alles andere ist ein ausschließen und unsichtbar machen.
-3
Weia
Weia11.10.2117:52
NGA
Anmerkungen:
(1) Anzahl Personenstandseintragungen »Divers« ≠ Anzahl tatsächlicher Menschen »Divers«
Stimmt, steht ja auch so in dem Quellenartikel.
(2) Zusätzlich zum Thema Gendern: es gibt eine klare Befürwortung des Gendersterns (*) bei Non-Binaries und Trans-Menschen, da nur so auch alles zwischen (dem binären) ♀ und ♂ mitgemeint wird. Der Doppelpunkt wird tendenziell eher abgelehnt, da er durch sich selbst als Zeichen des Binären gelesen wird.
Ich finde – aus völlig anderen Gründen – den Stern auch besser als den Doppelpunkt, aber einen Doppelpunkt aufgrund der zwei Punkte jetzt als „versteckt binär“ wahrzunehmen, fällt in einen derart subjektiven Bereich des Assoziativen, dass er sich kaum mehr als objektivierbare Grundlage einer Diskussion nutzen lässt.
es geht also insgesamt darum für alle – nicht nur für Frauen – mitgenannt, und damit dann auch gesehen, zu werden. Alles andere ist ein ausschließen und unsichtbar machen.
Dass das die These ist, ist schon klar. Die Frage ist halt, ob sie stimmt bzw. ob es überhaupt sinnvoll ist, eine rein introspektive Identität eines Menschen sprachlich zu objektivieren.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
Eventus
Eventus11.10.2123:37
NGA
Der Doppelpunkt wird tendenziell eher abgelehnt, da er durch sich selbst als Zeichen des Binären gelesen wird. es geht also insgesamt darum für alle – nicht nur für Frauen – mitgenannt, und damit dann auch gesehen, zu werden. Alles andere ist ein ausschließen und unsichtbar machen.
Meine Güte. Der Stern ist nur ein Zeichen, also zu ein-deutig. Der Doppelpunkt ist wegen des Doppelten zu binär. Also, meine Tastatur hätte noch viele Sonderzeichen. Welches darfs sein?
„Live long and prosper! 🖖“
+4
Calibrator12.10.2107:35
Gelebte Wirklichkeit:
Registriere ich mich bei einem Shop mit Herr Annamaria Musterfrau, wird das in den allermeisten Fällen akzeptiert und die Rechnung und Lieferung erfolgt entsprechend.
Somit ist den pronomialen Wünschen der Kundschaft recht getan und alle sind glücklich oder schmunzeln drüber.
Dass "Fräulein" nicht mehr angeboten wird, haben wir mittlerweile auch gelernt, obwohl darin eine für den Erhalt der Menschheit durchaus wichtige Information enthalten ist. Nun ja - wir sind eh schon zu viele

In der Ausgangsfrage ging es wohl um das Abstellen des "Gendergaga", was wohl nicht möglich ist.
Bleiben letztlich nur wegbleiben als Kunde und bei vorhandenen Energiereserven politische Aktivitäten.

Ansonsten meine ich, das die der Deibel holen soll.
+2
Eventus
Eventus12.10.2110:52
Calibrator
Registriere ich mich bei einem Shop mit Herr Annamaria Musterfrau, wird das in den allermeisten Fällen akzeptiert und die Rechnung und Lieferung erfolgt entsprechend.
Das wird meistens nicht beachtet bzw. automatisch übernommen. Und selbst wenns jemandem auffällt, wirds als unwesentlicher Fehler hingenommen.
„Live long and prosper! 🖖“
+3
piik
piik12.10.2111:09
Weia
... in aller Regel wird die Lokalisierung damit korrumpiert und von macOS nicht mehr gelesen und beim nächsten Programmstart werden die von den Änderungen betroffenen GUI-Teile dann in Englisch, der Fall-Back-Sprache, dargestellt.
...
Das wäre für mich eine Alternative. Im Englischen existiert das Problem so nicht. Deswegen plädiere ich hier für eine ökonomische Sprachreform im Deutschen statt der in Mode kommenden Flickschusterei.
-1
NGA
NGA12.10.2112:26
Mal so in den Raum geworfen, da es zum Thema passt:

»Designing for gender neutrality – How innovative thinking can define the visual future«
»Gender equality is not only a fundamental human right, but a necessary foundation for a peaceful, prosperous and sustainable world«
— The United Nations
+1
deus-ex12.10.2112:43
NGA
Mal so in den Raum geworfen, da es zum Thema passt:

»Designing for gender neutrality – How innovative thinking can define the visual future«
»Gender equality is not only a fundamental human right, but a necessary foundation for a peaceful, prosperous and sustainable world«
— The United Nations
Ich habe hier keinen Beitrag gelesen der sich gegen Gleichberechtigung ausspricht. Im Gegenteil. Aber da hilft es nicht Schlagmichtot:Innen zu schreiben und zu sprechen. Besonders bei Sprechen erwirkt man genau das Gegenteil. Während man sich über die Endung -er aufregt und behauptet das damit nur Männer gemeint sind ist mit der Endung :Innen aber alles in Ordnung? Schwachsinn!
+16
Weia
Weia12.10.2121:39
piik
Im Englischen existiert das Problem so nicht.
Das stimmt einfach nicht. Das Problem ist nur etwas weniger häufig. Angelsachsen haben exakt dasselbe Problem wie wir mit den Personalpronomina und es gibt genau dieselben hitzigen Diskussionen (zumindest an den Unis). Nur das Problem mit den Nomina-Endungen haben sie nicht.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia12.10.2121:44
Eventus
Calibrator
Registriere ich mich bei einem Shop mit Herr Annamaria Musterfrau, wird das in den allermeisten Fällen akzeptiert und die Rechnung und Lieferung erfolgt entsprechend.
Das wird meistens nicht beachtet bzw. automatisch übernommen. Und selbst wenns jemandem auffällt, wirds als unwesentlicher Fehler hingenommen.
Ich mache sehr häufig Screensharing via Nachrichten mit mehreren Freundinnen. Da bekomme ich beim Verbindungsaufbau immer sowas zu lesen wie:

Martina möchte seinen Bildschirm mit dir teilen.

Allerdings noch in Mojave. Ob Apple das wohl im gendersensitiven Monterey gefixt hat?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-2
piik
piik12.10.2122:00
Weia
piik
Im Englischen existiert das Problem so nicht.
Das stimmt einfach nicht. Das Problem ist nur etwas weniger häufig. Angelsachsen haben exakt dasselbe Problem wie wir mit den Personalpronomina und es gibt genau dieselben hitzigen Diskussionen (zumindest an den Unis). Nur das Problem mit den Nomina-Endungen haben sie nicht.
Soso.
Erstens: Die Endungen sind DAS Problem für die deutsche Sprache in diesem Kontext. Dein "nur" ist völlig unangebracht.
Zweitens: Die Pronomen bzw. die damit verbundenen Probleme sind mit 1. verglichen winzig und unbedeutend. Hier wäre ein "nur" adäquat.
Ergo: Die Behauptung, dass im Englischen das Problem so nicht existiert, stimmt eben doch.
Dein Gegenargument gleicht der Suche nach Kommafehlern, wenn man kein richtiges Gegenargument findet.

Warum? Das Genderproblem bei Pronomen bezieht sich z.B. auf den Sachverhalt, dass wenn man z.B. "This engineer invented the new xyz algorithm in 1995." und dann weiter geht mit "Ten years later he/she/* realized that it was buggy.", dass sich dann bei der Wahl des Geschlechts des Pronomens die Divers-Frage auftut. Es ist also nur in der dritten Person Singular problematisch.
Dies ist aber eine Winzigkeit von Problem, zumal sich das für nichtbinäre Fälle mit der singulären Verwendung von "they" kurz und elegant lösen lässt und keine unökonomischen Sprachmonster schafft. Wenn es anders wäre, gäbe es im englischen Sprachraum eine ebenso umfangreiche Diskussion über Gendersternchen und Äquivalente wie in D, was aber nicht der Fall ist. Das Ganze hat viel mit der Redundanz und Unsystematik der deutschen Sprache (und etlichen, aber nicht allen anderen europäischen Sprachen) zu tun. Es "macht" einfach keinen Sinn, Begriffen ein grammatikalisches Geschlecht zu verleihen, wo diese Information selbst keinen Sinn beiträgt. Deshalb plädiere ich für eine am Englischen angelehnte, pragmatische Reform. Sie würde nicht nur viele typisch deutsche Debatten überflüssig machen, sondern unsere Sprache von nutzlosem Ballast befreien, was das Wichtigere wäre in meinen Augen.

PS: Ich bin durchaus für Inklusion und Vermeidung von impliziter Ausgrenzung, allerdings heiligt der Zweck nicht die Mittel. Für mich ist das *Innen eine sehr schlechte Lösung. Zumal das bei den Pronomen eh nicht geht, also das Problem nicht völlig löst. Das was das Sternchen löst, hat sprachliche Kollateralschäden zur Folge, die ich nicht gut finde.
+5
Weia
Weia13.10.2100:43
piik
Erstens: Die Endungen sind DAS Problem für die deutsche Sprache in diesem Kontext. Dein "nur" ist völlig unangebracht.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum Du die Endungen für ein größeres Problem hältst als die Pronomen.

sein/ihr Mac finde ich eher sperriger als Nutzer:in.
Zweitens: Die Pronomen bzw. die damit verbundenen Probleme sind mit 1. verglichen winzig und unbedeutend. Hier wäre ein "nur" adäquat.
Ergo: Die Behauptung, dass im Englischen das Problem so nicht existiert, stimmt eben doch.
Und warum kommt es dann unter Angelsachsen zu denselben erregten Diskussionen wie hier?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
Calibrator13.10.2108:32
Es gibt noch so viel zu "reparieren":
Dämlich und herrlich z.B.

Weiter oben werden Zahlen zu als "divers" gemeldeten Neugeborenen genannt.
Kann man das in dem Alter, also nach der Geburt feststellen? Fehlt dem Kind irgendwas oder was denken sich die Eltern dabei?
-2
ww
ww13.10.2108:44
Calibrator
Es gibt noch so viel zu "reparieren":
Dämlich und herrlich z.B.

Weiter oben werden Zahlen zu als "divers" gemeldeten Neugeborenen genannt.
Kann man das in dem Alter, also nach der Geburt feststellen? Fehlt dem Kind irgendwas oder was denken sich die Eltern dabei?

Was ist mit dämlich nicht in Ordnung? Kommt NICHT von Dame, sondern von dämeln (taumeln)!

Genauso verhält es sich mit herrlich! Kommt von "hehr" (erhaben)!


Leute lernt Deutsch!
+17
micheee13.10.2109:29
Calibrator
Kann man das in dem Alter, also nach der Geburt feststellen? Fehlt dem Kind irgendwas oder was denken sich die Eltern dabei?
Ja das gibt es tatsächlich, in der Regel wird das Geschlecht dann relativ zeitnah nach der Geburt operativ dem angeglichen was am ehesten "passt", siehe z.B.
(Tagesspiegel) oder (Zeit)

In deutlich weniger Fällen wird das Geschlecht nicht angeglichen und stattdessen [i]divers[/i] eingetragen.

Gesamtgesellschaftlich sicher kein Riesenproblem, für die Betroffenen aber ganz sicher ein komplexes Problemgeflecht von großer Tragweite, dem man durchaus mit etwas Sensibilität begegnen könnte.
+7
Vermeer
Vermeer13.10.2110:58
ww
Calibrator
Es gibt noch so viel zu "reparieren":
Dämlich und herrlich z.B.

Weiter oben werden Zahlen zu als "divers" gemeldeten Neugeborenen genannt.
Kann man das in dem Alter, also nach der Geburt feststellen? Fehlt dem Kind irgendwas oder was denken sich die Eltern dabei?
Was ist mit dämlich nicht in Ordnung? Kommt NICHT von Dame, sondern von dämeln (taumeln)!
Genauso verhält es sich mit herrlich! Kommt von "hehr" (erhaben)!
Leute lernt Deutsch!
Bin an dem Gegensatzpaar auch gelegentlich mal hängen geblieben, habe dann aber nicht weiter verfolgt, was es damit auf sich hat. Also Danke für die Aufklärung!
Vielleicht kleine Anregung für die Diskussion hier: Man kann Sprachbetrachtung auch freundlicher im Umgang miteinander machen als es hier in vielen Beiträgen geschieht. (Und besserwisserischen Ton wie "Leute lernt Deutsch" kann man einfach weglassen).
+8
Schens
Schens13.10.2112:30
Vermeer
Man kann Sprachbetrachtung auch freundlicher im Umgang miteinander machen als es hier in vielen Beiträgen geschieht.

Ich glaube eine einseitige Entgleisung der woken Seite zu beobachten. Beleidigt wurde von Seite 1 weg nur in eine Richtung.
+1
Florian Ebeling13.10.2113:05
Wieso lassen die Moderatoren überhaupt Beiträge bzw. Überschriften zu, die eindeutig auf Provokation und Abwertung des Andersdenkenden abzielen? Die Diskussion um das "Gendern" muss mit dem Bemühen geführt werden, das Gegenüber zu verstehen. Ansonsten bleibt es bei machtgeiler Rechthaberei. Gute Beiträge zur Identitätspolitik finden sich z.B. in der September-Ausgabe des Merkur: https://www.merkur-zeitschrift.de/2021/08/24/am-stammtisch-der-sachlichkeit-markiertes-sprechen-in-deutschland/
Mein Vorschlag: Erst mal lesen, zu verstehen versuchen und dann sich an der Diskussion beteiligen, ohne das Niveau zu sehr zu unterbieten.
-10
marm13.10.2113:21
Florian Ebeling
in der September-Ausgabe des Merkur
Der Text liest sich wie ein Feuilleton-Artikel, bei dem der Leser stolz auf sich sein darf, dass er bis zum Ende durchgehalten hat und viele Fremdwörter und Querverweise verstanden hat. In einem auf Klarheit bemühten Text bliebe wohl nicht viel übrig.
+4
Schens
Schens13.10.2113:29
Florian Ebeling
Wieso lassen die Moderatoren überhaupt Beiträge bzw. Überschriften zu, …?

Artikel 5, Absatz 1 GG
+3
piik
piik13.10.2113:29
Weia
piik
Erstens: Die Endungen sind DAS Problem für die deutsche Sprache in diesem Kontext. Dein "nur" ist völlig unangebracht.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum Du die Endungen für ein größeres Problem hältst als die Pronomen.

sein/ihr Mac finde ich eher sperriger als Nutzer:in.
Zweitens: Die Pronomen bzw. die damit verbundenen Probleme sind mit 1. verglichen winzig und unbedeutend. Hier wäre ein "nur" adäquat.
Ergo: Die Behauptung, dass im Englischen das Problem so nicht existiert, stimmt eben doch.
Und warum kommt es dann unter Angelsachsen zu denselben erregten Diskussionen wie hier?
Das ist Eristik Deinerseits.
Mann muss sich wirklich anstrengen, um nicht mitzubekommen, dass sich in D fast ausschließlich und vehement nur über "*Innen" gestritten wird. Weil es ein Sprachungetüm ist. Die angeblichen wilden Diskussionen über Pronomina existieren höchstens in kleinen, eher akademischen Zirkeln, spielen aber eine für die Bevölkerung fast unsichtbare Nebenrolle. Das zu bezweifeln ist schon eine größere Verbiegungsleistung.
Ebenso die Diskussion in z.B. den USA: Sie dreht sich kaum um Grammatik, sondern um den Kern der Problematik: die gender equality und die damit verbundenen Positionen und Theorien. Das aber ist etwas Anderes und man kann nicht willkürlich differenzieren und vermengen, wie es der eigenen Überzeugung nach passt.
Sprachkritik und Gesellschaftskritik sind zwar nicht vollkommen othogonal, aber identisch sind sie sicher nicht.
Du liegst schlicht falsch. Und Du kriegst es sichtbar nicht hin, das zu akzeptieren. Im besten Falle wirfst Du Dinge durcheinander und Dir war nicht klar, dass Du das tust.
Zu den Pronomen: Da habe ich auch noch keine überzeugende Lösung gesehen, halte sie aber für machbar, selbst wenn man dafür eine artifizielle Neuschöpfung kreiert. Das Resultat verhunzt die Sprache nicht, ist höchstens etwas gewöhnungsbedürftig. Bei der dritten Person Singular kann man sicher brauchbare und ökonomische Lösungen hinbekommen. Schließlich sind im Genitiv und Dativ maskuline und neutrale Formen gleich - ein Durcheinander. Letztlich ist es bei den Personalpronomen ebenfalls nicht einzusehen, warum da immer ein Geschlecht transportiert werden muss, obwohl es in der Regel nichts zur Sache tut. Man könnte einfach die neurtale Form verwenden und das gleich in einem Aufwasch mit der Strechung geschlechtsspezifischer Artikel und Endungen machen. Letztlich ist das Sprachproblem mit den Pronomen der 3. Person Singular eh eine Folge der unsinnigen Geschlechtsattribution der Substantive. Also ebenfals redundant.
Wie Du siehst, kann man Equality-Fragen und die Frage, wie man das sprachlich optimal umsetzt, getrennt betrachten. Bei der Sprache gibt es eben mehr als den Gender-Aspekt, da spielen andere Aspekte wie Ökonomie und Ästhetik durchaus gewichtig mit. Bei der Sprache alle anderen Gesichtspunkte dem Gender-Aspekt unterzuordnen ist totalitäre Logik und ganz gewiss nicht libertär.
-1

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