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Forum>Software>Wie kann ich das Gendergaga unter iOS 15 abstellen?

Wie kann ich das Gendergaga unter iOS 15 abstellen?

Gfurther20.09.2123:09
Weiß jemand hier, wie ich die politische Genderagitation von Apple unter iOS 15 auf die normale deutsche Sprache umstellen kann? Davon ab, dass dies nicht gerade der Useability nützt, entwickele ich so langsam eine Aversion auf meine Applegeräte, wenn ich dauern so etwas wie Benutzer:innen lesen muss.
+71

Kommentare

beanchen21.09.2114:47
Weia
Dark Mode benutzen doch nur alte weiße Männer.
Offensichtlich auch alte, weiße Frauen.
+1
Weia
Weia21.09.2114:47
bernddasbrot
Nein, das gibt e nicht - der Duden ist eine Sammlung der gängigen Schreibweisen, die dieser vereinheitlicht. Der Duden ist eine ein deskriptives Werk. Es gibt in Deutschland keine Instanz, die eine bestimmte Schreibung vorschreibt!
Aber selbstverständlich gibt es die: den Rat für deutsche Rechtschreibung.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Weia
Weia21.09.2114:48
beanchen
Weia
Dark Mode benutzen doch nur alte weiße Männer.
Offensichtlich auch alte, weiße Frauen.
Du siehst das falschrum: Wenn Du den Dark Mode benutzt, bist Du per definitionem ein alter weißer Mann.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Plebejer
Plebejer21.09.2114:49
Irgendwo hat jemand geschrieben: „Für wie viele Menschen trifft das zu? 0,0x?“

Empathieloser geht es nicht.

Diese Menschen suchen eine Identität. Das Gendern soll verhindern, dass sie sich nicht ständig erklären müssen. Muss ich als Mann auch nicht.

Meine Frau ist eine von Milliarden. Ich würde nahezu alles für sie tun.

In der Sache geht es nicht um absolute Zahlen. Es geht um Menschen und ihre Geschichte. Wären wir so tolerant wie wir es immer behaupten, hätten wir die Diskussion nicht.

Denkt darüber nach, wenn ihr euch allein gelassen fühlt.

PS. Ich gendere nicht und werde es nie tun.
+1
iBert21.09.2115:03
dam_j
pocoloco
🚽Es ist mir völlig egal, auf welchem Klo ihr pinkeln geht.
Hauptsache, ihr setzt euch hin!
Alle!


Nicht immer alles so Bierernst sehen....
„Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.“
+2
Hot Mac
Hot Mac21.09.2115:06
Ich find die Nummer mit dem »Gendersternchen« et cetera fast ein wenig unhöflich.

Frauen haben sehr lange dafür gekämpft, dass sie gleichwertig behandelt werden und jetzt soll es politisch korrekt sein, dass die Frau immer an zweiter Stelle genannt wird.

Früher schrieb man, wenn man höflich war und die Regeln befolgte: »Sehr verehrte Freundinnen und Freunde ...«.
Und heute?
Und was ist mit den anderen Farben des Regenbogens?

Wenn schon, dann auch richtig, oder?!
+4
beanchen21.09.2115:15
Plebejer
Irgendwo hat jemand geschrieben: „Für wie viele Menschen trifft das zu? 0,0x?“

Empathieloser geht es nicht.
Da bin ich bei dir, mit absoluten Zahlen lässt sich das nicht begründen und damit natürlich auch nicht ausschließen.
Diese Menschen suchen eine Identität. Das Gendern soll verhindern, dass sie sich nicht ständig erklären müssen.
Das kann das Gendern aber nicht! In der Mehrzahl, bei der das Gendern gerade vorwiegend angewendet wird, muss sich niemand erklären. Hier wird automatisch eine Masse gleichgesetzt, also auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: die Lehrer – sagt nichts über die Befähigung, das Alter, den Lebensstand, die Hautfarbe oder das Geschlecht aus. Erst die willkürliche Unterteilung in Männer und Frauen, die in den meisten Zusammenhängen überhaupt keine Rolle spielt, lässt eine Lücke entstehen. In der Einzahl bei der eine Unterscheidung wichtig sein könnte, findet Gendern kaum statt. Wie auch, müsste ich doch bei der persönlichen Ansprache das Geschlecht kennen, was ich aber nicht voraussetzen darf. Also wenn Sprache angepasst werden soll, dann doch bitte bei der Anrede. Hätte auch den wunderbaren Nebeneffekt, dass bei Namen deren Geschlechtszugehörigkeit aufgrund anderer Herkunft nicht eindeutig ist.
+6
tjost
tjost21.09.2115:20
beanchen
. Also wenn Sprache angepasst werden soll, dann doch bitte bei der Anrede.

Wo liegt das Problem in folgender Situation:
"Guten Tag Herr Müller..."
"Frau Müller....."
"Oh Entschuldigung, Frau Müller, Guten Tag."
"Das macht nichts. Kein Problem, guten Tag Ihnen auch."
"Darf ich fragen?..."
"Ja ich bin gerade in einer Geschlechtsumwandlung, erst ein paar Wochen."
"Ah so. ok."

Und dann geht man ganz normal miteinander um und niemand hat Probleme.
Entspannung in der Kommunikation ist hier das Zauberwort.

Nur meine 2 cent.
+2
tjost
tjost21.09.2115:28
Plebejer
Irgendwo hat jemand geschrieben: „Für wie viele Menschen trifft das zu? 0,0x?“

Empathieloser geht es nicht.

Diese Menschen suchen eine Identität. Das Gendern soll verhindern, dass sie sich nicht ständig erklären müssen. Muss ich als Mann auch nicht.

Meine Frau ist eine von Milliarden. Ich würde nahezu alles für sie tun.

In der Sache geht es nicht um absolute Zahlen. Es geht um Menschen und ihre Geschichte. Wären wir so tolerant wie wir es immer behaupten, hätten wir die Diskussion nicht.

Denkt darüber nach, wenn ihr euch allein gelassen fühlt.

PS. Ich gendere nicht und werde es nie tun.

Ich sehe keine wirkliche Aussage. Was ich aber sehe ist das Wort Toleranz.
Was bedeutet denn für Dich Toleranz?
+2
incredibleole21.09.2115:32
Ja, diese Leute haben ein Problem, aber man hilft ihnen nicht, indem man diese Spielchen mitspielt. Man muss als Mensch auch damit klarkommen, dass sich die Fremdwahrnehmung nicht immer mit der Selbstwahrnehmung deckt und das kann man nicht erzwingen. Die "Diversen" werden auch nur vorgeschoben, denn die Menschen, die biologisch tatsächlich in den Bereich Intersexualität fallen, sind erstens: sehr sehr sehr selten und zweitens wollen auch diese Menschen zu 99% als Mann oder Frau leben und sich einfach einem Geschlecht zuordnen. Die hippen "Nichtbinären" Leute in den sozialen Medien und sonstwo sind zu 99,9% ganz klar Männer oder Frauen, die aufgrund diverser Neurosen Probleme haben (ja, ist schlimm für die Betroffenen) und hoffen, dass es ihnen endlich besser geht, wenn Ihre Umwelt doch endlich XY machen würde und sie einmal was Besonderes sind (Opferpunkte in der Intersektionalismus-Hierarchie sind auch ein toxisches Anreizsystem). Wenn die anderen dann den Kotau mitmachen, merken Sie, dass es ihnen immer noch kacke geht und erfinden etwas neues. Das ist schlicht nicht zielführend und die Befindlichkeiten(!) Einzelner dürfen niemals zum Maßstab für alle werden. Ansonsten: Warum sind meine Befindlichkeiten, dass ich das Gendern scheiße finde und mich in seiner Penetranz langsam wirklich anwidert, weniger wert? Mich stresst diese Politisierung des Alltags durch Sprache, es gruselt mich. Exakt deshalb will ich das auch nicht auf meinen Geräten haben. Und im Falle Apple reicht das Argument, dass ich als Kunde viel Geld bezahlt habe und es nicht sein darf, dass die Funktionsweise meines Geräts davon abhängt, ob ich eine politisch umstrittene Sprache darauf akzeptiere.
Ich argumentiere allerdings nicht mit meinen Befindlichkeiten, weil die eben nicht der Maßstab sein sollten.
Es gibt eben gute profunde Argumente gegen das Gendern und auf der anderen Seite gibt es Befindlichkeiten und Assoziationsstudien, die einerseits bewusst ausblenden, dass Assoziationen etwas höchst subjektives sind und methodisch oft derart haarsträubend sind, dass man nicht fassen kann, dass so ein Murks überhaupt als Argument ins Feld geführt wird. Und ehrlich: Der Impuls einfach "nett" zu sein, hat mich zunächst gegenüber der Genderei, als es anfing, auch unkritisch sein lassen (habe es aber selbst nie angewendet), aber irgendwann kann man die logischen Widersprüche und das Vorgehen der Verfechter einfach nicht mehr ignorieren und merkt mal wieder, wie "gut gemeint" das Gegenteil von gut sein kann.
Plebejer
Irgendwo hat jemand geschrieben: „Für wie viele Menschen trifft das zu? 0,0x?“

Empathieloser geht es nicht.

Diese Menschen suchen eine Identität. Das Gendern soll verhindern, dass sie sich nicht ständig erklären müssen. Muss ich als Mann auch nicht.

Meine Frau ist eine von Milliarden. Ich würde nahezu alles für sie tun.

In der Sache geht es nicht um absolute Zahlen. Es geht um Menschen und ihre Geschichte. Wären wir so tolerant wie wir es immer behaupten, hätten wir die Diskussion nicht.

Denkt darüber nach, wenn ihr euch allein gelassen fühlt.

PS. Ich gendere nicht und werde es nie tun.
+16
deus-ex21.09.2115:32
Ich mag den Söder nicht, aber hier hat er recht. Es wurden Studenten (damit meine ich ALLE) Punkte abgezogen weil Sie nicht Gendergerecht schrieben. HALLO? Wo sind wir denn? Ist es dass was diese "Bewegung" möchte. Die Benachteiligung von Menschen die diese nicht verwenden möchten, oder können?
Was sind das für Sprach-Nazis?
14.01 Uhr: Markus Söder hält offenbar nicht viel vom Gendern. Deshalb soll es in Bayern auch keine Sanktionen für Schüler und Studenten geben, die in Prüfungen keine gendergerechte Sprache verwenden. »Das ist etwas, was nicht prüfungsrelevant sein darf«, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. Es dürfe nicht zu einer »Überforderung« der Gesellschaft durch das Gendern kommen. »Sprache ist frei«, sagte Söder.

Der CSU-Chef hatte jüngst auf einem Parteitag über Beschwerden von Studenten berichtet, denen in Klausuren Punkte abgezogen worden seien, weil sie nicht gendergerecht geschrieben hätten. Wie Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) nach der Kabinettssitzung einräumte, gab es dazu bislang aber in Bayern noch keine einzige konkrete Beschwerde über Prüfungsbewertungen. »Wir haben keine offizielle Beschwerde, aber wir haben viele Gespräche.«
+24
iBert21.09.2115:35
nova.b


Trotzdem ist die Rechtschreibung im deutschsprachigen Raum - also auch Austria und Schweiz - verbindlich geregelt.
bernddasbrot
Nein, das gibt e nicht - der Duden ist eine Sammlung der gängigen Schreibweisen, die dieser vereinheitlicht. Der Duden ist eine ein deskriptives Werk. Es gibt in Deutschland keine Instanz, die eine bestimmte Schreibung vorschreibt!
Bernd
Verarbeitest du hier gerade ein Grundschultrauma, ausgelöst durch die häufigen Diktate bzw der für dich nicht nachvollziehbaren schlechten Beurteilungen durch deine Lehrer:innen?
„Objektiv ist relativ, subjektiv gesehen.“
0
Peter Eckel21.09.2116:15
Hot Mac
Allerdings fahren in der Schweiz auch Busse zur Kirche, deren Passagiere sich dort Busse auferlegen lassen können.
Und danach trinken sie Bier in Massen. Oder in Massen, je nach Vorliebe.
„Ceterum censeo liberum facierum esse delendum.“
+1
maculi
maculi21.09.2116:27
Kann es sein, das es grundsätzlich Männer sind, die sich darüber aufregen (und die sich auch hier gegen das Gendern aussprechen)? Es könnte eine gute Idee sein, einfach mal mit Frauen darüber zu reden, wie die das empfinden.
-16
Weia
Weia21.09.2116:34
maculi
Kann es sein, das es grundsätzlich Männer sind, die sich darüber aufregen (und die sich auch hier gegen das Gendern aussprechen)?
Nein.

Frauen sind hier ja leider stark unterrepräsentiert, aber beanchen und Laton sind beides Frauen und haben sich ausdrücklich und mit klaren Argumenten gegen das Gendern ausgesprochen.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+13
FloLoL7921.09.2116:46
Habt ihr woken, hippen Menschen, denen das gendern so wichtig ist, eigentlich mal daran gedacht, dass man ua. Menschen, die unsere Sprache (Die 7. schwerste der Welt) lernen wollen, die ganze Sache noch schwerer macht und somit diskriminiert? Oder Leute die stottern oder zum stottern neigen etc., die wenn sie sowas lesen oder sprechen müssen, wahrscheinlich lieber gar nichts mehr sagen? Auch Diskriminierung.

Das sind nur zwei Beispiele von Bevölkerungsgruppen, die, mit Verlaub, wichtiger und schützenswerter sind als woke correctness.
+22
m1joe21.09.2116:46
Der Einstieg in die Diskussion ist schon recht aggressiv ("Gendergaga") und spricht den Freunden des Gendern den Verstand ab.
Ich weiß nicht, ob ich gendern mag, ich weiß aber, das durch Sprache die Realität beeinflusst wird.
Die wiederholten Hinweise in den Diskussionen auf das "generische" Maskulinum halte ich für irreführend.

Wenn früher Wähler angesprochen wurden, dann waren nur die Männer gemeint - es gab ja kein Frauenwahlrecht. Wir sprechen auch nicht von König Elisabeth II. und ihr Prinzgemahl konnte auch nicht weiblich sein.
Nur in typischen Frauenberufen gibt es eine geschlechtsgerechte Form (Krankenschwester oder Hebamme), die bierbrauenden Mönche waren dagegen nie Frauen.

Wir könnten immer die weibliche Form verwenden, der Herr Germanisikprofessorin müsste sich dann mit dem generischen Femininum bescheiden, er ist und war immer mitgemeint.
-10
alf_bo21.09.2116:59
Tirabo
Wenigstens die Sprache versucht das zu ändern, aber Du merkst ja, welch radikaler männlicher Gegenwind auch hier gerade herrscht. Deine Meinung als Frau tut eigentlich hier nicht zur Sache, außer dass sie den radikalen Patriarchen in der Durchsetzung Ihrer Sache auch noch einen Bärendienst erweist.
Sowas nannte Orwell "Neusprech". Das ist ja bei den Verfechtern des Genderns der Versuch, alle Kritiker in die rechte Ecke zu stellen. Ob heute Show, Xtra 3 oder etwa der Tagespiegel, der in einem großen Artikel nachweist, dass die AfD das Thema am meisten hochkocht. Nein, eine vermeintliche Elite versucht die Sprache zu vergewaltigen (Didi Hallervorden zum Gendern) und ist aber einfach nur elitär.
+17
alf_bo21.09.2117:01
m1joe
Wir könnten immer die weibliche Form verwenden, der Herr Germanisikprofessorin müsste sich dann mit dem generischen Femininum bescheiden, er ist und war immer mitgemeint.
Das generische Maskulinum "meint" die Frauen nicht mit. Es meint Frauen und Männer. Aber das ist der Trick der Hardcore-Genderer*innen: Sie machen eine falsche Aussage, die sie dann "richtig"-stellen wollen. Gut bei Trump gelernt.
+16
marm21.09.2117:10
Was über das Gendern behauptet wird, ist oft ahistorisch und es wird über eine patriarchalische Sprache spekuliert. Historisch sind die Grundformen geschlechtsübergreifend. Unsere Altvorderen waren wohl fortschrittlicher als manche denken. Die Artikel der, die, das sind übrigens neuhochdeutsch. Im Mittelalter gab es das nicht. (Quelle Wiki zu "Artikel")

Ich zitiere mal einen Artikel aus der FAZ
Seit Jahrhunderten, vermutlich seit Bestehen der deutschen Sprache, werden die Grundformen auch geschlechtsübergreifend verwendet. So werden sie z.B. im Nibelungenlied gebraucht, in der Szene, „wie Prünhilt in Worms empfangen wurde“. Da reiten die Burgunden den Isländern entgegen, dass Frauen dabei waren, geht aus dem Text hervor: die Frauen Prünhilts werden mehrfach erwähnt, die der Gastgeber sogar mit Zahlenangaben: 86 Frauen und 54 schöne Mädchen begleiten Kriemhilt, die Prünhilt mit den Worten begrüßt: „Ihr sollt in Burgund mir und ...allen unseren Freunden willkommen sein.“ Es gibt keinen Grund anzunehmen, der Dichter habe mit „Burgunden, Isländer und Freunde“ nur Männer gemeint.
Diese seit circa 1200 belegte inklusive Verwendung der Personenbezeichnungen wird nun von einer Minderheit von sich als Opfer fühlenden Feministen bestritten. Ein grammatisch maskulines Wort bedeute stets ‚männlich‘.
+16
marm21.09.2117:21
m1joe
Nur in typischen Frauenberufen gibt es eine geschlechtsgerechte Form (Krankenschwester oder Hebamme), die bierbrauenden Mönche waren dagegen nie Frauen.
Die bierbrauenden Mönche sind vor allem bayrisches Marketing. Genauso wie typisch bayrisches Essen und Bierzelt-Dirndl auch eher eine Erfindung der Nachkriegszeit ist.
-2
Weia
Weia21.09.2117:29
alf_bo
Nein, eine vermeintliche Elite versucht die Sprache zu vergewaltigen (Didi Hallervorden zum Gendern) und ist aber einfach nur elitär.
Ja was jetzt? Vermeintliche Elite oder tatsächlich elitär? Beides geht ja schlecht.

Was mich aber vor allem interessieren würde: Was hast Du gegen Eliten?

Bei Finanzeliten verstehe ich das, denn sie sind das Resultat von Verteilungsungerechtigkeit. Aber sonst? Ich würde es mir trostlos vorstellen, in einer Gesellschaft ohne künstlerische und intellektuelle Elite leben zu müssen. Woher sollen denn dann Impulse zur Fortentwicklung kommen?
alf_bo
Das generische Maskulinum "meint" die Frauen nicht mit. Es meint Frauen und Männer. Aber das ist der Trick der Hardcore-Genderer*innen: Sie machen eine falsche Aussage, die sie dann "richtig"-stellen wollen. Gut bei Trump gelernt.
Das ist unhistorisch gedacht. Das generische Maskulinum entstand, weil zur Zeit der Entstehung tatsächlich nur Männer damit gemeint waren. Als sich Frauen dann zunehmend Zugang zu immer mehr gesellschaftlichen Bereichen erkämpften, wurden sie in das „generische“ Maskulinum integriert.

Das ändert aber nichts daran, dass die Tatsache, dass unser generisches Genus das Maskulinum ist, Ausdruck patriarchaler Machtverhältnisse zur Zeit seiner sprachlichen Entstehung ist.

Worüber man sich streiten kann, ist, ob diese Entstehungsgeschichte heutzutage keinerlei Rolle mehr spielt oder unbewusst eben doch noch mitgehört wird. Hier gehen die Auffassungen auseinander, aber legitim sind zunächst mal beide.

Das ist alles so schwierig, weil es eben tief in unsere Sprache verwoben ist. Schönes Beispiel sind Jungen und Mädchen. Jungen sind einfach nur jung und könnten von daher ganz problemlos generisch verwendet werden, so wie bei Tierjungen. Bei Menschen werden sie aber nur für das männliche Geschlecht verwendet; junge weibliche Menschen sind grundsätzlich Mädchen, was etymologisch eine Verkleinerungsform von Magd ist, also einem Menschen in klar untergeordneter Position. Und da kommt dann noch zu allem Überfluss hinzu, dass dieses Wort auch gerne für sexuell attraktive junge Frauen verwendet wird (oder zumindest bis vor kurzem verwendet wurde), was dann endgültig ein ziemlich unangenehmes Assoziationsgeflecht ergibt.

Du kannst natürlich auch hier den Standpunkt vertreten, dass das heute alles nicht mehr mitgemeint ist, aber so leicht sind der Sprache ihre ideologischen Untertöne vermutlich leider nicht auszutreiben.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-1
Weia
Weia21.09.2117:35
FloLoL79
Habt ihr woken, hippen Menschen, denen das gendern so wichtig ist, eigentlich mal daran gedacht, dass man ua. Menschen, die unsere Sprache (Die 7. schwerste der Welt) lernen wollen, die ganze Sache noch schwerer macht und somit diskriminiert? Oder Leute die stottern oder zum stottern neigen etc., die wenn sie sowas lesen oder sprechen müssen, wahrscheinlich lieber gar nichts mehr sagen? Auch Diskriminierung.

Das sind nur zwei Beispiele von Bevölkerungsgruppen, die, mit Verlaub, wichtiger und schützenswerter sind als woke correctness.
Ernsthaft? Stotternde und Fremsprachler sind als Bevölkerungsgruppen wichtiger und schützenswerter als Frauen?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-11
JanWellem21.09.2117:39
Von den Befürwortern des Gender-Doppelpunkts hat leider hier noch niemand ein Argument dafür genannt, warum dieser verpflichtend ist. Was spricht gegen eine Option in den Einstellungen, so dass jeder frei entscheiden kann? Steckt dahinter womöglich die Befürchtung, dass eine übergroße Mehrheit – wie im täglichen Sprachgebrauch auch – solche Konstrukte nicht verwenden möchte?
+6
alf_bo21.09.2117:45
Weia
alf_bo
Nein, eine vermeintliche Elite versucht die Sprache zu vergewaltigen (Didi Hallervorden zum Gendern) und ist aber einfach nur elitär.
Ja was jetzt? Vermeintliche Elite oder tatsächlich elitär? Beides geht ja schlecht.
Ich antworte einfach mal mit Wikipedia:
Elite (urspr. vom lateinischen eligere bzw. exlegere, „auslesen“) bezeichnet soziologisch eine Gruppierung (tatsächlich oder mutmaßlich) überdurchschnittlich qualifizierter Personen (Leistungseliten, Funktionseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten, ökonomische, juristische Eliten[1]) einer Gesellschaft.
---
Diesen Habitus bezeichnet man überwiegend negativ mit dem Adjektiv elitär, wenn diese Funktionen nur unvollständig oder widersprüchlich erfüllt werden, beispielsweise bei Arroganz hinsichtlich der Abgrenzung nach „unten“ oder bei Unzeitgemäßheit identitätsstiftender Mythen (zum Beispiel Glaube an Auserwähltheit).
https://de.wikipedia.org/wiki/Elite
+1
Weia
Weia21.09.2117:45
JanWellem
Von den Befürwortern des Gender-Doppelpunkts hat leider hier noch niemand ein Argument dafür genannt, warum dieser verpflichtend ist.
Ich gehöre zwar nicht zu den Befürwortern des Gender-Doppelpunkts, aber das Argument habe ich genannt: Sprache muss einheitlich geregelt sein, um als effizientes und verständliches Kommunikationsmittel zu taugen. Es gibt ja auch keine Option, nach wie vor daß statt dass zu schreiben.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
incredibleole21.09.2117:50
Stell dir mal vor, auch Frauen können Fremdsprachler sein und stottern! Sogar ggf. alles in einer Person!
Dass die gefühlte Diskriminierung von Frauen (oder wer sich dafür gerade hält) wichtiger ist, als die realen Probleme beim Spracherwerb und von Behinderten, offenbart die verlogene Agenda von der ach so "gerechten, inklusiven" Sprache besser als irgendwas sonst!
Weia
FloLoL79
Habt ihr woken, hippen Menschen, denen das gendern so wichtig ist, eigentlich mal daran gedacht, dass man ua. Menschen, die unsere Sprache (Die 7. schwerste der Welt) lernen wollen, die ganze Sache noch schwerer macht und somit diskriminiert? Oder Leute die stottern oder zum stottern neigen etc., die wenn sie sowas lesen oder sprechen müssen, wahrscheinlich lieber gar nichts mehr sagen? Auch Diskriminierung.

Das sind nur zwei Beispiele von Bevölkerungsgruppen, die, mit Verlaub, wichtiger und schützenswerter sind als woke correctness.
Ernsthaft? Stotternde und Fremsprachler sind als Bevölkerungsgruppen wichtiger und schützenswerter als Frauen?
+6
incredibleole21.09.2118:00
Und noch was: Ich habe Apples Initiativen zur Barrierefreiheit immer sehr begrüßt. Hier schaffen sie es, Ihre Geräte wirklich benutzerfreundlicher für alle Menschen zu machen und teilweise teure Spezialgeräte überflüssig zu machen. Das ist wirklich unterstützens- und lobenswert. Allerdings hätte ich auch hier ein Problem, wenn mein Bildschirm standardmäßig invertierte Farben mit Schriftgröße 50 anzeigen würde. Aber hier lässt Apple mir die Wahl. Beim Gendern nicht. Wenn sich einige gefühlt diskriminierte Schneeflöckchen darüber freuen würden - es sei ihnen gegönnt, es juckt mich nicht. Aber ich will es nicht, ich will es abschalten können und ich kann im Systemeinstellungsmenu inzwischen weiß Gott sonst fast alles abschalten, was ich nicht haben will. Nur beim Gendern wird es mir zwangsweise reingewürgt und ich bin mir recht sicher, dass es exakt mit dem zu tun hat, was JanWellem oben gesagt hat. Die meisten würden es nämlich abschalten. Ohne die ständige Zwangsfütterung wäre der Genderkram so erfolglos, wie die dreißig Jahre davor und das ertragen Ideologen nicht. Die Tatsache, dass sie Ihre Weltsicht nur mit Zwang vebreiten können, weil sie sonst damit nicht erfolgreich wären.
Weia
JanWellem
Von den Befürwortern des Gender-Doppelpunkts hat leider hier noch niemand ein Argument dafür genannt, warum dieser verpflichtend ist.
Ich gehöre zwar nicht zu den Befürwortern des Gender-Doppelpunkts, aber das Argument habe ich genannt: Sprache muss einheitlich geregelt sein, um als effizientes und verständliches Kommunikationsmittel zu taugen. Es gibt ja auch keine Option, nach wie vor daß statt dass zu schreiben.
+8
m1joe21.09.2118:05
Danke, da kriege ich durch dein Belehrungen ja noch richtig historisches Wissen...welch ein Glückstag...
marm
m1joe
Nur in typischen Frauenberufen gibt es eine geschlechtsgerechte Form (Krankenschwester oder Hebamme), die bierbrauenden Mönche waren dagegen nie Frauen.
Die bierbrauenden Mönche sind vor allem bayrisches Marketing. Genauso wie typisch bayrisches Essen und Bierzelt-Dirndl auch eher eine Erfindung der Nachkriegszeit ist.
-3
marm21.09.2118:10
m1joe
Danke, da kriege ich durch dein Belehrungen ja noch richtig historisches Wissen...welch ein Glückstag...
Gern. Nennt sich Mansplaining
-3
Weia
Weia21.09.2118:17
incredibleole, Hervorhebung von mir
Das die gefühlte Diskriminierung von Frauen (oder wer sich dafür gerade hält) wichtiger ist, als die realen Probleme beim Spracherwerb und von Behinderten, offenbart die verlogene Agenda von der ach so "gerechten, inklusiven" Sprache besser als irgendwas sonst!
Das merkst Du jetzt aber selbst, dass Du Deine Sicht der Dinge bereits in die Formulierung hineinsteckst und dann – Überraschung! – als Ergebnis wieder triumphierend herausziehst?

Reale Probleme sind immer wichtiger als gefühlte, das ist vollkommen trivial. Aber es ist eben zunächst mal lediglich Deine Position, dass die sprachliche Diskriminierung von Frauen nur ein gefühltes Problem ist. Wäre das so, dann wäre es in der Tat natürlich keines. Doch die Position der Gendering-Befürworter ist natürlich, dass es kein nur gefühltes, sondern ein reales Problem ist. Und wenn das so wäre, wären ihre Forderungen nach Deiner Logik gerechtfertigt.

Womit wir wieder am Ausgangspunkt der Diskussion wären …

Ich bin keine Frau und ich habe kein Problem mit Stottern. Es ist mir aber zunächst mal nicht intuitiv einsichtig, dass es viel schlimmer sein soll, wegen Stotterns diskriminiert zu werden als wegen seines Geschlechts. Das Argument mit den Fremdsprachen finde ich an den Haaren herbeigezogen. Wer es insgesamt schafft, leidlich Deutsch zu lernen, für den stellt Gendern ganz bestimmt keine großartige zusätzliche Hürde dar.

Bei einer so unscharfen Problemlage dem Diskussionsgegner Verlogenheit zu unterstellen, trägt jedenfalls nicht gerade zu einer konstruktiven Diskussion bei. Das sind erstmal einfach nur Menschen, die an dieser Stelle eine andere Wahrnehmung der Problemlage haben als Du.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+1
incredibleole21.09.2118:27
Es gibt diverse lingusitische und historische Argumente, warum diese Diskriminierung nur gefühlt ist.
Es geht eben um Befindlichkeiten. Aber dass du ernsthaft meinst, dass das Problem eines Stotterers, dem damit wirkliche Teilhabe erschwert wird, geringer ist, als bei einer Frau, die mit der Sprache nach wie vor alle Ausdrucksmöglichkeiten hat, ist schon hart und da fehlen einem dann fast die Worte und wie gesagt, frag mal einen Blinden, was er davon hält, in einem Text X-mal Wörter wie "fahrzeughaltende Person" statt "Fahrzeughalter" vorgelesen zu bekommen und ob er mit seiner Zeit eventuell besseres anfangen könnte... DAS ist verlogen.
Weia
incredibleole, Hervorhebung von mir
Das die gefühlte Diskriminierung von Frauen (oder wer sich dafür gerade hält) wichtiger ist, als die realen Probleme beim Spracherwerb und von Behinderten, offenbart die verlogene Agenda von der ach so "gerechten, inklusiven" Sprache besser als irgendwas sonst!
Das merkst Du jetzt aber selbst, dass Du Deine Sicht der Dinge bereits in die Formulierung hineinsteckst und dann – Überraschung! – als Ergebnis wieder triumphierend herausziehst?

Reale Probleme sind immer wichtiger als gefühlte, das ist vollkommen trivial. Aber es ist eben zunächst mal lediglich Deine Position, dass die sprachliche Diskriminierung von Frauen nur ein gefühltes Problem ist. Wäre das so, dann wäre es in der Tat natürlich keines. Doch die Position der Gendering-Befürworter ist natürlich, dass es kein nur gefühltes, sondern ein reales Problem ist. Und wenn das so wäre, wären ihre Forderungen nach Deiner Logik gerechtfertigt.

Womit wir wieder am Ausgangspunkt der Diskussion wären …

Ich bin keine Frau und ich habe kein Problem mit Stottern. Es ist mir aber zunächst mal nicht intuitiv einsichtig, dass es viel schlimmer sein soll, wegen Stotterns diskriminiert zu werden als wegen seines Geschlechts. Das Argument mit den Fremdsprachen finde ich an den Haaren herbeigezogen. Wer es insgesamt schafft, leidlich Deutsch zu lernen, für den stellt Gendern ganz bestimmt keine großartige zusätzliche Hürde dar.

Bei einer so unscharfen Problemlage dem Diskussionsgegner Verlogenheit zu unterstellen, trägt jedenfalls nicht gerade zu einer konstruktiven Diskussion bei. Das sind erstmal einfach nur Menschen, die an dieser Stelle eine andere Wahrnehmung der Problemlage haben als Du.
+4
Weia
Weia21.09.2118:32
incredibleole
Und noch was: Ich habe Apples Initiativen zur Barrierefreiheit immer sehr begrüßt. Hier schaffen sie es, Ihre Geräte wirklich benutzerfreundlicher für alle Menschen zu machen und teilweise teure Spezialgeräte überflüssig zu machen. Das ist wirklich unterstützens- und lobenswert. Allerdings hätte ich auch hier ein Problem, wenn mein Bildschirm standardmäßig invertierte Farben mit Schriftgröße 50 anzeigen würde. Aber hier lässt Apple mir die Wahl. Beim Gendern nicht.
Lustige Assoziation: Befürworter von Gendering sind wie Behinderte. Merkst Du eigentlich, was Du da schreibst?

Witzigerweise zitierst Du am Fuße Deines Beitrags sogar noch mein Argument dafür, warum Apple Dir hier keine Wahl lässt: Weil Sprache keine Frage des Geschmacks ist, sondern einheitlicher Regeln, und daher mit so etwas wie Optionen bei der Bildschirmdarstellung überhaupt nicht vergleichbar.

Ja, es gibt unscharfe Übergangsphasen. Mit dem Duzen und Siezen ist das ja im Deutschen auch gerade so. Und war es mit alter und neuer Rechtschreibung. Hättest Du auch noch Optionen dafür haben wollen, ob Du in der GUI geduzt oder gesiezt wirst und ob alte oder neue Rechtschreibung verwendet werden soll? Ist Dir der immense Aufwand für solche Lokalisierungsoptionen innerhalb einer Sprache überhaupt klar? (Auch der ist um Größenordnungen höher als eine Skalierung der Displayanzeige.)
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-7
Weia
Weia21.09.2118:42
incredibleole
Es gibt diverse lingusitische und historische Argumente, warum diese Diskriminierung nur gefühlt ist.
Und es gibt diverse Argumente, warum das nicht so ist.

Was soll so eine Diskussion?
A: Ich behaupte, dass X der Fall ist.
B: Es gibt Argumente dagegen.


Aber dass du ernsthaft meinst, dass das Problem eines Stotterers, dem damit wirkliche Teilhabe erschwert wird, geringer ist, als bei einer Frau, die mit der Sprache nach wie vor alle Ausdrucksmöglichkeiten hat, ist schon hart
Und schon wieder dieselbe rhetorische Figur: dem Stotterer wird die wirkliche Teilhabe erschwert, die Frau bildet sich das alles nur ein und steht sich selbst im Weg, denn in Wahrheit hat sie nach wie vor alle Möglichkeiten.

Von Untersuchungen zum Thema Aktive Entmutigung durch Sprache scheinst Du noch nichts gehört zu haben.
DAS ist verlogen.
Du tust Deiner Position mit Deiner Wutschäumerei keinen Gefallen. Du hast einen ziemlich einseitig ausgerichteten Blick auf die Dinge. Das ist legitim. Andersdenkende sofort der Verlogenheit zu bezichtigen, hingegen nicht.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-6
incredibleole21.09.2119:00
Ja, exakt so ist es. Sie bildet sich das im wesentlichen Ganze ein. Für einen radikalen Konstruktivisten aus einer universitären postmodernen Bubble, mag man sowas dekonstruktivistisch relativieren und gleichsetzen können. So ist es aber nicht. Die Frau ist in dem Fall die, die sich in Anwesenheit eines Rollstuhlfahrers über Diskriminierung beschwert, wegen 0,5 Sekunden zu viel in der Vorauswahl nicht beim Hundertmeterlauf mitmachen zu dürfen. So ist das, so absurd. Ich möchte die Frau finden, die einem Stotterer erklärt, dass er Gendern soll, weil sie sich sonst diskriminiert fühlt. Die gibt es eventuell auf Twitter, im wahren Leben meiden die meisten jedoch solche Leute.
Weia
incredibleole
Es gibt diverse lingusitische und historische Argumente, warum diese Diskriminierung nur gefühlt ist.
Und es gibt diverse Argumente, warum das nicht so ist.

Was soll so eine Diskussion?
A: Ich behaupte, dass X der Fall ist.
B: Es gibt Argumente dagegen.


Aber dass du ernsthaft meinst, dass das Problem eines Stotterers, dem damit wirkliche Teilhabe erschwert wird, geringer ist, als bei einer Frau, die mit der Sprache nach wie vor alle Ausdrucksmöglichkeiten hat, ist schon hart
Und schon wieder dieselbe rhetorische Figur: dem Stotterer wird die wirkliche Teilhabe erschwert, die Frau bildet sich das alles nur ein und steht sich selbst im Weg, denn in Wahrheit hat sie nach wie vor alle Möglichkeiten.

Von Untersuchungen zum Thema Aktive Entmutigung durch Sprache scheinst Du noch nichts gehört zu haben.
DAS ist verlogen.
Du tust Deiner Position mit Deiner Wutschäumerei keinen Gefallen. Du hast einen ziemlich einseitig ausgerichteten Blick auf die Dinge. Das ist legitim. Andersdenkende sofort der Verlogenheit zu bezichtigen, hingegen nicht.
0
Weia
Weia21.09.2119:10
alf_bo
Weia
Ja was jetzt? Vermeintliche Elite oder tatsächlich elitär? Beides geht ja schlecht.
Ich antworte einfach mal mit Wikipedia:
Ja, da hast Du natürlich recht. Da hat mir meine Aversion gegen das augenblicklich allgegenwärtige Geraune über Eliten das Hirn getrübt; sorry.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+3
Weia
Weia21.09.2119:24
incredibleole
Ja, exakt so ist es. Sie bildet sich das im wesentlichen Ganze ein.
Ich gehe davon aus, dass Du ein Mann bist. Du sprichst also einem jedenfalls nicht unwesentlichen Teil einer Gruppe von 50% der Gesamtbevölkerung, zu der Du nicht gehörst, ihre Wahrnehmungen und Empfindungen rundheraus schlicht ab.

Unter dieser Voraussetzung ist Deine Position bezüglich Gendering natürlich recht schlüssig.

Dir muss doch aber klar sein, dass das eine extreme Voraussetzung ist, mit der Du in dieser Form niemals zu einem gesellschaftlichen Konsens wirst kommen können?

Solch drastische Unterstellungen, die für die andere Seite zwangsläufig ausgesprochen verletzend sein müssen – was soll das bringen? Ich verstehe Dich da nicht, aber gut, ich verstehe ja die Emotionalität dieser Debatte insgesamt nicht.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
-2
incredibleole21.09.2119:41
Die Mehrheit aller Frauen lehnt das Gendern ab und zum Thema Befindlichkeiten habe ich mich schon geäußert, die können nicht der Maßstab sein. Die Ablehnung nimmt in der Bevölkerung übrigens zu. Den meisten Leuten war es irgendwann mal egal, bis man angefangen hat, ihnen den Kram quasi überall reinzuwürgen, da ist irgendwann bei den meisten Menschen das Maß voll und dann gibt es da dieses psychologische Phänomen namens „Reaktanz“. Ja, ich bin ein Mann und ich kenne im erweiterten Bekanntenkreis exakt eine Frau, die Gendern geil findet. Der Rest findet es zum kotzen und wenn man sich mit der einen Unterhält, hat man inzwischen diesen Tom-Cruise-Scientology-Video-Vibe, so dass man den Kontakt dann auch eher minimiert… Wie gesagt, die Befindlichkeiten solcher Leute sind uninteressant. Ob ein Blinder evtl. Vor Wut seinen Screenreader Schrotten will, wenn er diesem Müll hören muss, der ihn unnötig Zeit und Nerven kostet, nicht und ich gehöre nicht zu den woken, die meinen, dass die Geburtsmerkmale einer Person mehr zählen als ihr Argument. Insofern ist mein Geschlecht völlig egal.
Weia
incredibleole
Ja, exakt so ist es. Sie bildet sich das im wesentlichen Ganze ein.
Ich gehe davon aus, dass Du ein Mann bist. Du sprichst also einem jedenfalls nicht unwesentlichen Teil einer Gruppe von 50% der Gesamtbevölkerung, zu der Du nicht gehörst, ihre Wahrnehmungen und Empfindungen rundheraus schlicht ab.

Unter dieser Voraussetzung ist Deine Position bezüglich Gendering natürlich recht schlüssig.

Dir muss doch aber klar sein, dass das eine extreme Voraussetzung ist, mit der Du in dieser Form niemals zu einem gesellschaftlichen Konsens wirst kommen können?

Solch drastische Unterstellungen, die für die andere Seite zwangsläufig ausgesprochen verletzend sein müssen – was soll das bringen? Ich verstehe Dich da nicht, aber gut, ich verstehe ja die Emotionalität dieser Debatte insgesamt nicht.
+1
Schnitter
Schnitter21.09.2119:57
Weia
Du sprichst also einem jedenfalls nicht unwesentlichen Teil einer Gruppe von 50% der Gesamtbevölkerung, zu der Du nicht gehörst, ihre Wahrnehmungen und Empfindungen rundheraus schlicht ab.

Hat er nicht getan. Er hat eine vernünftige Einordnung vorgenommen. Aber das ist eben Framing a la Weia, wenn es argumentativ eng wird. Kennen wir schon.
„Jeder ist ein Planet und wird von einem Menschen bewohnt.“
+2
DogsChief
DogsChief21.09.2119:58
beanchen

Ich hab das Problem mit dem Männlein und Weiblein und Mäblein und Weinlein verstanden. Es ist aber so, dass ein Mann ein Mann ist, eine Frau eine Frau ist und ein Mann, der eine Frau sein möchte, dennoch biologisch ein ein Mann bleibt und eine Frau, die ein Mann sein möchte, biologisch eine Frau bleibt. Deren Genetik ändert sich auch durch eine Geschlechtsumwandlung nicht. XX bleibt XX, XY bleibt XY. Von daher ist die komplette Sexus-Debatte überflüssig.

Die Genus-Debatte wird doch noch verrückter, wenn man DIE Möhre ( phallisches Symbol ) ab sofort DER Möhre nennen sollte. Man könnte aber zukünftig Einzahl DAS Möhre verwenden, während man für die/der/das Mehrzahl dann DIE MöhreN sagen würde.

Achtung Scherzmodus: Man könnte natürlich auch, um die Gefühle der Möhre nicht zu verletzen, Möhr:innen sagen und schreiben. Scherzmodus aus.

Im ernst: Ich habe letztens versucht ein Hörbuch zu hören, in dem massiv gegendert wurde. Ich habe es nicht geschafft, das Buch bis zum Ende anzuhören, weil mir der Bruch bei jedem ":innen" den Hörspaß verdeubelt hat. Wenn man sich nämlich wirklich streng an die Vergenderungsregeln hält, werden Texte nahezu unlesbar und definitiv unhörbar. :'(
„Es ist besser beim zweiten Mal zu scheitern, als es erst gar nicht versucht zu haben. ( Bear Heart )“
+2
Weia
Weia21.09.2120:02
incredibleole
Die Mehrheit aller Frauen lehnt das Gendern ab
Hast Du da eine Statistik? Du behauptest eine ganze Menge Sachen ziemlich apodiktisch.

Ich verstehe aber auch nicht, warum es hier um Mehrheiten gehen soll. Nur eine Minderheit der Menschen stottert, aber auf diese Menschen willst Du offenkundig dennoch Rücksicht nehmen. Warum nicht auf Frauen, die damit nicht klarkommen, in der Sprache vielfach nicht aufzutauchen?
und zum Thema Befindlichkeiten habe ich mich schon geäußert, die können nicht der Maßstab sein.
Und warum nicht? Um den Stotterer kümmerst Du dich, der Klaustrophobiker hingegen ist Dir egal, denn Angst ist ja „nur“ eine Befindlichkeit?
Die Ablehnung nimmt in der Bevölkerung übrigens zu.
Und die nächste apodiktische Behauptung, mit einem lässigen übrigens eingestreut. Quelle?

Falls es auf Beobachtungen Deinerseits basiert: Ich beobachte in meinem Umfeld genau das Gegenteil. Und ich selbst bin in der Frage des Genderns wie gesagt mehr oder weniger neutral. Wo ich überhaupt nicht neutral bin, das ist die anmaßende Art und Weise, wie Du Deine Position hier zur allein Seligmachenden hochstilisieren willst und Andersdenkende übel beschimpfst.
ich kenne im erweiterten Bekanntenkreis exakt eine Frau, die Gendern geil findet.
Bei mir praktisch genau umgekehrt. Und nun?
Wie gesagt, die Befindlichkeiten solcher Leute sind uninteressant.
Deine Arroganz gegenüber Menschen mit anderer Wahrnehmung ist schon erschreckend. Wie es Menschen geht, ist niemals uninteressant. Es interessiert Dich vielleicht nicht; das ist dann schon schlimm genug, aber als allgemeines Statement und Maßstab für politische Entscheidungen kann ich über so einen Satz nur den Kopf schütteln.

Bei so viel Erregung ergibt eine weitere Diskussion dann auch nicht mehr viel Sinn.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Weia
Weia21.09.2120:08
Schnitter
Weia
Du sprichst also einem jedenfalls nicht unwesentlichen Teil einer Gruppe von 50% der Gesamtbevölkerung, zu der Du nicht gehörst, ihre Wahrnehmungen und Empfindungen rundheraus schlicht ab.
Hat er nicht getan
Was bitte ist es denn anderes, wenn er schreibt, die Frauen würden sich ihre Probleme nur einbilden?
Er hat eine vernünftige Einordnung vorgenommen.
Das ist eine vernünftige Einordnung?
Aber das ist eben Framing a la Weia, wenn es argumentativ eng wird. Kennen wir schon.
Und jetzt auch noch mit ad hominem gewürzt. Da haben wir ja das volle Programm zusammen … 🙄

Eine Enge in meiner Argumentation kann ich nirgendwo erkennen. Kannst Du sie mir zeigen?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Kapeike
Kapeike21.09.2120:12
Elmo300
Ein exzellenter Leserbrief in der FAZ zum Thema "gendern". Sehr lesenswert!



Wir haben es hier mit etwas zu tun, was man in der Sprachwissenschaft "Synonymie" nennt. Synonyme sind gleichlautende Wörter, die aber unterschiedliche Dinge meinen. Ein "Flügel" kann beispielsweise der Teil eines Vogels sein, der Teil einer Fußballmannschaft oder ein Klavier.

Einen Artikel als exzellent zu bezeichnen, der Synonymie mit einem Wort erklärt, das ein Homonym ist, ist hoffentlich als Witz gemeint.

Ein Synonym ist ein Wort, das sich mit einem anderen Wort eine gleiche oder weitestgehend gleiche Bedeutung teilt. Synonyme sind besipelsweise die Paare Apfelsine/Orange oder Postbote/Briefträger. Flügel hingegen ist wie Schloss1 (für die Tür) oder Schloss2 (auf einem Berg), Bank1 (fürn Hintern) oder Bank2 (fürs Geld) ein Homonym, womit ein Wort bezeichnet wird, das sich mit einem anderen Wort die Lautung teilt, aber keineswges und nie und nimmer die Bedeutung.
+10
marm21.09.2120:16
Umfragen Gendern
MDR 18 % der Frauen halten gendersensible Sprache für wichtig
FAZ Große Mehrheit gegen Gendern
Spiegel Hälfte der Deutschen befürwortet Genderverbot für staatliche Stellen
Focus nicht mal Grüne sind dafür
Weia
Hast Du da eine Statistik? Du behauptest eine ganze Menge Sachen ziemlich apodiktisch.
Wobei ich mit den Links nicht unterstelle, dass die Mehrheit immer recht hat. Zu einer Demokratie gehören nicht nur Mehrheiten, sondern auch Recht und Minderheitenschutz.
0
Weia
Weia21.09.2120:16
Kapeike
Einen Artikel als exzellent zu bezeichnen, der Synonymie mit einem Wort erklärt, dass ein Homonym ist, ist hoffentlich als Witz gemeint.
Ich fürchte nein, denn der Artikel ist in diesem Thread jetzt drei- oder viermal verlinkt worden. Ob da irgendwo ein Linknest ist?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
0
micheee21.09.2121:03
Was ich bezeichnend finde ist, wie persönlich die Leute, egal ob für oder gegen gendern, Sprache nehmen.

Die Diskussion wird sofort unglaublich emotional, allein das zeigt doch, wie wichtig die Diskussion dann doch ist!

Wenn jemand sagt, „das stört mich im Lesefluss wenn irgendwo »die Ärzt:innen« steht“, kann ich das genauso gut verstehen, wie wenn eine Frau sagt: „wenn da steht »die Ärzte*« fühle ich nicht nicht wirklich mit angesprochen.

So gesehen wäre es sicher besser ein wenig aufeinander zuzugehen und den ein oder anderen Kompromiss zumindest gedanklich zuzulassen um ihn ganz nüchtern zu bewerten. Stört es den Lesefluss wirklich oder bin ich das nur nicht gewöhnt, denke ich bei Professoren wirklich auch zu gleichen Teilen an die mitgemeinten Forscherinnen oder doch eher an ne Horde Typen mit weißen Bärten?
Oft tut es ja gut, wenn man von so emotionalen Themen etwas Abstand nimmt!

*Ausgenommen ist die Band »Die Ärzte«
+3
Weia
Weia21.09.2121:26
marm
Umfragen Gendern
MDR 18 % der Frauen halten gendersensible Sprache für wichtig
FAZ Große Mehrheit gegen Gendern
Spiegel Hälfte der Deutschen befürwortet Genderverbot für staatliche Stellen
Focus nicht mal Grüne sind dafür
Weia
Hast Du da eine Statistik? Du behauptest eine ganze Menge Sachen ziemlich apodiktisch.
Wobei ich mit den Links nicht unterstelle, dass die Mehrheit immer recht hat. Zu einer Demokratie gehören nicht nur Mehrheiten, sondern auch Recht und Minderheitenschutz.
Stimmt. Und danke für die Linksammlung!

FAZ und Fokus berichten, wenn ich das richtig sehe, über ein- und dieselbe Umfrage von Infratest Dimap. Demnach lehnen 59% der Frauen Gendering ab; leider geht aus den Artikeln nicht hervor, ob die restlichen 41% (das wäre ja doch eine erhebliche Minderheit) Gendering befürworten oder ob sich das nochmals in Befürworterinnen und Neutrale aufteilt.

Der Spiegel schlüsselt die Antworten nur nach Parteizugehörigkeit auf, nicht nach Geschlecht, was ich bei diesem Thema extrem seltsam finde.

Beim MDR sind 18% der Frauen, also eine klare Minderheit, für Gendering, aber nur Menschen aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt wurden befragt und Ergebnisse aus diesen Bundesländern sind für die Bundesrepublik insgesamt oftmals wenig repräsentativ.

Du hattest zunächst auch noch eine Wikipedia-interne Umfrage verlinkt , bei der es um die Gendering-Frage in Wikipedia-Artikeln ging. Klar ist das was anderes, aber das Ergebnis sollte die Gendering-Ablehner:innen hier eigentlich freuen: Es standen sage und schreibe 17 verschiedene Varianten von Sprachregelung zur Wahl und nur eine einzige Variante erreichte überhaupt eine Mehrheit von Befürworten, dafür gleich eine heftige: satte 75% sprachen sich für das generische Maskulinum aus.

Aber natürlich ist eine Frage, welchen Stellenwert solche Umfragen überhaupt haben. Ist das eher eine demokratische Willensentscheidung, bei der die Mehrheit den Ausschlag geben sollte, oder eher eine fachwissenschaftliche Entscheidung, wo Experten den Ausschlag geben sollten?

Ich verlinke hier mal noch eine ganz andere Art von Statistik: Umfrage zur Wahrnehmung von gendergerechter Sprache in Deutschland 2020.

Hierbei handelt es sich um eine soziologische Untersuchung, nicht um eine Meinungsumfrage.

Der empirische Test verlief wie folgt: Die Teilnehmer wurden in 3 Gruppen aufgeteilt und jeder Gruppe wurde im Prinzip dieselbe Aufgabe gestellt: Sie sollten Prominente aus verschiedenen Bereichen (Musiker, Schauspieler, …) auflisten, die ihnen einfallen.

Der Unterschied bestand darin, wie die Frage exakt formuliert wurde. Gefragt wurde nach
1. Schauspielern, Musikern, …
2. Schauspielern und Schauspielerinnen, Musikern und Musikerinnen, …
3. Schauspieler*innen, Musiker*innen, …

Die Auswertung erfolgte danach, ob nur Frauen, Frauen und Männer oder nur Männer von einer Testperson in ihrer jeweiligen Antwort genannt wurden.

Ergebnis:
1. 08%20% – 72%
2. 12%33% – 55%
3. 16%29% – 54%

Man mag jetzt möglicherweise diese spezifische Untersuchung in Methode und Durchführung kritisieren können, aber man könnte ja mehrere Untersuchungen dieser Art machen.

Wenn die alle zu einem ähnlichen Ergebnis kommen sollten, dann ließe sich aus meiner Sicht die Behauptung, das generische Maskulinum würde von den Menschen auch tatsächlich als solches verstanden (ganz unabhängig davon, welche sprachliche Präferenz sie selbst explizit äußern), empirisch schlicht nicht aufrechterhalten.

Und dann wäre natürlich die Frage, was hier für eine Sprachregelung ausschlaggebend sein sollte: mehrheitliche persönliche Präferenzen oder wissenschaftliche Ergebnisse?

Bei dieser Frage kann ich mich positionieren: Da würde ich immer für die Wissenschaft votieren.
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
+2
Hanterdro21.09.2121:36
Weia

Der empirische Test verlief wie folgt: Die Teilnehmer wurden in 3 Gruppen aufgeteilt und jeder Gruppe wurde im Prinzip dieselbe Aufgabe gestellt: Sie sollten Prominente aus verschiedenen Bereichen (Musiker, Schauspieler, …) auflisten, die ihnen einfallen.

Der Unterschied bestand darin, wie die Frage exakt formuliert wurde. Gefragt wurde nach
1. Schauspielern, Musikern, …
2. Schauspielern und Schauspielerinnen, Musikern und Musikerinnen, …
3. Schauspieler*innen, Musiker*innen, …

Die Auswertung erfolgte danach, ob nur Frauen, Frauen und Männer oder nur Männer von einer Testperson in ihrer jeweiligen Antwort genannt wurden.

Ergebnis:
1. 08%20% – 72%
2. 12%33% – 55%
3. 16%29% – 54%

Man mag jetzt möglicherweise diese spezifische Untersuchung in Methode und Durchführung kritisieren können, aber man könnte ja mehrere Untersuchungen dieser Art machen.

Wenn die alle zu einem ähnlichen Ergebnis kommen sollten, dann ließe sich aus meiner Sicht die Behauptung, das generische Maskulinum würde von den Menschen auch tatsächlich als solches verstanden (ganz unabhängig davon, welche sprachliche Präferenz sie selbst explizit außerdem), empirisch schlicht nicht aufrechterhalten.

Und dann wäre natürlich die Frage, was hier für eine Sprachregelung ausschlaggebend sein sollte: mehrheitliche persönliche Präferenzen oder wissenschaftliche Ergebnisse?


Das mag zwar sein, das das generische maskulin nicht von allen so verstanden wird, wie es richtig ist. Gendern wird das Problem aber nicht lösen.

In England ist der Scientist sowas von Genderneutral. Trotzdem denkt eine Mehrheit bei Scientist an einen Mann.
Das liegt einfach daran das den Frauen in wissenschaftlichen Bereichen die Medienpräsenz fehlt. Ich denke, dass sollte man ändern, anstatt die deutsche Sprache zu vergewaltigen.

Quelle:
+4
marm21.09.2121:39
Weia
Du hattest zunächst auch noch eine Wikipedia-interne Umfrage verlinkt
Nun, den Link habe ich wieder entfernt, da es mir dann doch nach einer Wiki-Community-Diskussion aussah. Und ich habe ja nur 10 Minuten Zeit

Hier noch ein Link zu Infratest dimap selbst mit einem Vergleich von 2021 zu 2020.

In der Tat glaube ich, dass sich die Befragung sehr stark triggern lässt. Eine Pro-Gendern-Seite führt das auch als Einwand an. Aber deren Vorschlag man möge fragen: "Ist es Ihnen wichtig, so zu sprechen, dass sich Menschen aller Geschlechter angesprochen fühlen?" zeigt nur, dass das Geschicktgendern-Team nicht verstanden hat, dass mit einem generischen Maskulinum/Femininum/Neutrum alle Menschen angesprochen werden.
Am Fühlen mag es hapern und dort müsste den Ursachen auf den Grund gegangen werden. Nehmen wir mal das Wort "schwul". Vor Jahrzehnten ein höchst anrüchiges, pejoratives Wort. Die Homosexuellen haben es jedoch geschickt ins Positive gewendet. So sollte es sein. Die Assoziationen, die mit einem Wort verbunden sind, sind das Problem - nicht das Wort selbst.

Mir wäre im Grunde die Diskussion sogar recht, wenn es ingesamt zu mehr Sprachsensibilität führen würde. Es müssen schließlich nicht alle gleicher Meinung sein.
Aber analog zu deiner Argumentation bzgl. Fotoscan befürchte ich, dass das Gendern von NGOs, Behörden (insbesondere zahlreiche Gemeinden!) und in der Politik nur ein Einfallstor sein könnte, welches dazu führt, dass ich demnächst Anträge an Behörden in solch einem gebrochenen Deutsch schreiben muss. Davor graust es mir.
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Weia
Weia21.09.2121:48
Hanterdro
Das mag zwar sein, das das generische maskulin nicht von allen so verstanden wird, wie es richtig ist. Gendern wird das Problem aber nicht lösen.
Aber wenn das Experiment repräsentativ ist, zeigt es doch in aller denkbaren Deutlichkeit, dass Gendern genau das tut:

Beim generischen Maskulinum in der Frage zählen satte 72% der Befragten nur Männer auf, sobald Frauen über zusätzliche Nennung oder Genderstern explizit erwähnt werden, sinkt der Anteil auf 55%. Das lässt sich doch nicht wegdiskutieren?
„Not every story must end with a battle (Ophelia, in der umwerfend guten feministischen Adaption des Hamlet-Stoffes in dem Film „Ophelia“)“
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