iPad Pro M1 im Kameratest: Apples Tablet besitzt "versteckte fotografische Superkraft"

Es hat bereits eine lange Tradition: Wenn ein neues iPhone oder iPad erscheint, unterziehen die Experten von Lux Optics die Geräte einem eingehenden Kameratest. Die Entwickler der populären iOS-App Halide Mark II nehmen dabei nicht nur die nackten technischen Werte der Haupt- und Selfiekameras unter die Lupe, sie loten darüber hinaus eingehend die fotografischen und kreativen Möglichkeiten aus. Jetzt war das neue iPad Pro 12,9" mit M1-Chip an der Reihe.


Hauptkameras ohne technische Veränderungen
Dabei stellte sich heraus, dass Apple das rückseitige Kameramodul im Vergleich zum 2020er iPad Pro technisch unverändert übernommen hat. Dem Blogbeitrag von Sebastiaan de With zufolge unterscheiden sich die Fotos, welche mit dem neuen Tablet angefertigt werden, in der Qualität bestenfalls in kaum wahrnehmbaren Nuancen von Bildern der vorigen Generation. Das gilt sowohl für das Weitwinkelobjektiv mit seiner auf Kleinbildformat umgerechneten Brennweite von 28 Millimetern als auch für die Ultraweitwinkel-Linse mit 14 Millimetern. Sebastiaan de With vertritt daher der Auffassung, dass Apple das Kamerasystem der Highend-iPads für gut genug erachtet und zudem mangels ernstzunehmender Konkurrenz auch keinen Druck für weitere Verbesserungen verspürt.


Quelle: Sebastiaan de With

Selfie-Kamera des iPad Pro M1 wurde überarbeitet
Ganz anders stellt sich das beim Selfie-Modul des iPad Pro M1 dar. Dieses hat Apple gründlich überarbeitet. Zur Überraschung der Halide-Experten meldet das Tablet zwei Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten, obwohl lediglich ein Objektiv vorhanden ist. Geschuldet ist das unter anderem dem neuen Feature namens "Center Stage", das bei Videotelefonaten den Nutzer stets im Mittelpunkt des Bildes hält. Kamera-Apps steht dadurch unter iPadOS die Möglichkeit eines per Software realisierten stufenlosen Zooms zur Verfügung. Das geht zwar leicht zu Lasten der Bildschärfe, die Resultate sind laut Sebastiaan de With aber dank Apples "Computermagie" immer noch beeindruckend gut. Ganz ohne Verzerrungen sind die Bilder allerdings prinzipbedingt naturgemäß nicht.


Quelle: Sebastiaan de With

Extreme Makro-Aufnahmen mit der Hauptkamera
Das rückseitige Kamerasystem des iPad Pro M1 verfügt laut de With zusätzlich über eine "versteckte Superkraft". Das System fokussiert nämlich selbst dann noch korrekt, wenn das abzulichtende Objekt sich fast unmittelbar vor der Linse befindet. Das ermöglicht extreme Makro-Aufnahmen, die sich etwa mit einem iPhone 12 Pro nicht realisieren lassen. "Das iPad Pro ist sozusagen ein Mikroskop", so der Halide-Experte. Seinen Blogbeitrag hat er mit etlichen Großaufnahmen illustriert, welche die Fähigkeiten von Apples neuem Tablet eindrucksvoll demonstrieren. Allerdings erfordert die Anfertigung von Makrofotos einiges Geschick und gutes Augenmaß, denn zuweilen behindert der LiDAR-Sensor das korrekte Scharfstellen. Mit einer geeigneten Kamera-App lässt sich dieses Problem allerdings durch die Umschaltung auf manuelle Fokussierung lösen.

Kommentare

jumpseat27.05.21 18:01
Mit der Makrofunktion scheint das falsch vom Original-Beitrag übernommen worden zu sein. Soweit ich das sehe bezieht sich das doch auf die Hauptkamera und nicht auf die Selfie-Kamera?
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Dupondt27.05.21 18:41
Danke für den Hinweis, da lag ein Missverständnis vor. Ist korrigiert.
+3

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