TechTicker: Cooler Streaming-Amp von Cambridge Audio, magnetisches Akkupack für iPhone, Ladeset von Xlayer und mehr

CAMBRIDGE AUDIO EVO ALL-IN-ONE STREAMINGVERSTÄRKER
6.000 Euro – Das war meine erste Schätzung beim Blick auf den neuen EVO von Cambridge Audio. Doch erfreulicherweise bewegt sich der äußerst schick gestylte All-In-One Streamingverstärker klar unterhalb dieser Marke. Doch der Reihe nach…


Produktdesign ist immer Geschmacksache, doch der Look des EVO dürfte ziemlich breite Zustimmung finden. Das 305 mm breite Gerät verbindet Zurückhaltung mit moderner Formensprache und einer Eleganz, die auch noch nach vielen Jahren ein Hingucker sein dürfte. Meiner Meinung nach. Besonders nett gemacht: Das Gerät wird mit zwei Arten von Seitenpaneelen geliefert. Ein Paar aus echtem Walnussholz, das andere mit einer schönen Struktur in Schwarz aus sogenanntem Richlite. Das ist ein teilweise aus Papier recyceltes Material. Die Paneele sind magnetisch am Gehäuse befestigt und können so nach Bedarf und Geschmack leicht getauscht werden.


Cambridge bietet den EVO in zwei Varianten an: EVO 150 mit 150 W pro Kanal an 8 Ohm, und EVO 75 mit – zweimal dürfen Sie raten – 75 W pro Kanal. Über die größere Verstärkerleistung hinaus bietet der 150er EVO auch noch XLR-Eingänge und einen Phono-Input für MM-Systeme. Ein weiteres kleines Unterscheidungsmerkmal: Der EVO 75 arbeitet mit einem ESS Sabre ES9016K2M DAC-Chip, sein größerer Bruder ist mit dem ESS Sabre ES9018K2M ausgestattet. Ansonsten teilen sich beide Modelle einen äußerst großen Funktionsumfang. Dazu gehört bei der Hardware das große 6,8" Farbdisplay und die Hypex NCore Class-D-Verstärkermodule.


Dazu gibt sich der EVO auch für lokale Quellen äußerst Anschlussfreudig. Der EVO 150 ist noch deutlich umfangreicher ausgestattet. Digital stehen 2x Toslink (EVO 75 1x), 1x Coax und HDMI ARC sowie asynchrones USB (nur EVO 150) bereit. Das größere Modell hat zudem zwei Lautsprecherausgänge (A und B), sowie die schon erwähnten XLR- und Phono-Anschlüsse, plus einen Trigger-Ausgang.


Auch in Sachen Streaming ist alles Wichtige an Bord. Beide Geräte sind Roon Ready, unterstützen Hi-Res-Dienste wie TIDAL inklusive MQA sowie TIDAL Connect, dazu Spotify Connect, sowie die Übertragungsprotokolle Chromecast und Apple AirPlay 2. Auch Bluetooth mit aptX HD ist vorhanden, und zwar bidirektional. Das heißt, der EVO kann Musik an Bluetooth-Kopfhörer streamen. Zur Netzwerkverbindung stehen LAN und WLAN (2,4 und 5 GHz) bereit.


Zur Vervollständigung des Systems kommen später in diesem Jahr noch ein CD-Transport im passenden Design und die Kompaktlautsprecher EVO S ins Angebot.

Der Cambridge Audio EVO 150 kostet 2.499 Euro, der kleinere EVO 75 wird für 1.999 Euro angeboten. Beide sind ab sofort über den Cambridge Audio Web-Shop erhältlich. Ein Test ist geplant.


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XTORM MAGNETIC WIRELESS POWER BANK 5000MAH (FS400)
Mit der Einführung der neuen MagSafe-Generation in Apple iPhones eröffneten sich für Zubehörhersteller neue Möglichkeiten. Neben mehr oder weniger gelungenen Kopien von Original Apple MagSafe-Produkten oder (Lade-) Halterungen in allen Formen kommen nun auch magnetisch am iPhone haftende Powerbanks vermehrt in den Handel.


Der Hersteller Xtorm bietet ab sofort mit der FS400 Magnetic Wireless Power Bank 5000 genau so ein Utensil an. Der Zusatzakku hat eine Kapazität von 5000mAh und soll das iPhone 12 mindestens 1,5x nachladen können. Dazu wird der Akku einfach ähnlich der MagSafe iPhone Wallet huckepack magnetisch am Rücken des iPhones angedockt.


Die Ausrichtung am iPhone erfolgt automatisch durch das Magnet-Array. Der Hersteller verspricht eine ausreichend starke Haftung auch im Gebrauch – zumindest wenn das iPhone ohne Case genutzt wird. Die Magnetic Wireless Power Bank 5000 ist ab sofort für 39 Euro im Xtorm Online-Shop erhältlich. (Xtorm-Produkte bei Amazon.)


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XLAYER FAST CHARGING STARTER-SET FÜR IPHONE
Eine andere Ladelösung für das iPhone kommt vom Münchener Unternehmen Xlayer in Form eines "Starter Sets". Neben einem Fast-Charging-Netzteil mit PD3.0 Technologie ist hierin zusätzlich ein Qi-zertifiziertes 10W Wireless Charging Pad und ein MFI-zertifiziertes (für Apple-Geräte zugelassenes) USB-C-auf-Lightning-Kabel enthalten.


Das neue XLayer Netzteil Dual Typ C & USB QC3.0 20W lädt zwei Geräte gleichzeitig. Es stellt an beiden Anschlüssen (USB-C und USB QC3.0) die jeweils für das angeschlossene Gerät optimale Ladeleistung zur Verfügung. Die Gesamtleistung beträgt bis zu 20 Watt und unterstützt PD3.0, womit Akkus bis zu vier Mal schneller wieder bei 100 Prozent als mit herkömmlichen Ladegeräten sein sollen. Endgeräte erreichen damit laut Xlayer schon innerhalb von 30 Minuten etwa 50 Prozent ihrer Ladung.


Im Set enthalten ist außerdem ein Wireless Ladepad, mit dem Qi-fähige Geräte wie das neue iPhone, das iPhone SE und Modelle ab der Serie 8 mit bis zu 10 Watt kabellos aufgeladen werden können. Der Ladevorgang beginnt mit dem Auflegen. Eine magnetische Halterung ist nicht enthalten, aber ein gummierter Ring am Pads soll für rutschfesten Halt sorgen. Drittes Utensil im Set ist das MFI-zertifizierte Lightning-auf-Typ-C-Kabel.

Das Set ist zum Preis von 29,95 Euro im Xlayer Online-Shop erhältlich. Alle Produkte sind auch einzeln erhältlich. Die Summe der Einzelpreise ergäbe 40,95 Euro. Die Ersparnis beim Kauf des Sets liegt also bei 10,90 Euro. (Xlayer-Produkte bei Amazon.)


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RING STELLT FLOODLIGHT CAM WIRED PRO VOR
Die neue Ring Floodlight Cam Wired Pro basiert auf der bereits bekannten Ring Floodlight Cam, bietet jedoch einige neue Funktionen, wie zum Beispiel:

  • Eine 3D-Bewegungserkennung, die durch einen Radarsensor noch besser Objekte erkennen und dem Nutzer dadurch mehr Kontrolle über Bewegungs-Benachrichtigungen bieten soll
  • Anzeige in Vogelperspektive, durch die Bewegungsereignisse auf einer Übersichtskarte angezeigt werden, wodurch man den Weg eines Besuchers auf dem Grundstück nachvollziehen kann.
  • 1.080p HDR Video und eine Nachtsichtfunktion in Farbe
  • Gegensprechfunktion mit Audio+ (Echo-Unterdrückung und ein Array-Mikrofon, das Klangverzerrungen minimiert)
  • Bei der Ring Floodlight Cam Wired Pro sind 30 Tage Testzeitraum von Ring Protect enthalten, sodass Nutzer zusätzliche Funktionen wie den Nur-Personen-Modus oder ergänzte Benachrichtigungen ausprobieren können.


Die Ring Floodlight Cam Wired Pro soll in den kommenden Monaten für 249 Euro (UVP) auf Ring.com und Amazon verfügbar sein. Die erste Generation der Ring Floodlight Cam ist jetzt zum Preis von 199 erhältlich.

Ebenfalls neu angekündigt wurde die Ring Video Doorbell 4 mit Funktionen wie Bewegungserfassung, Farb-Pre-Roll-Technologie, verbesserter Dual-Band-WLAN-Konnektivität, Gegensprechfunktion, anpassbaren Privatsphäre-Einstellungen und 1.080p HD Video. Die Farb-Pre-Roll-Technologie bietet dem Nutzer eine zusätzliche 4-Sekunden-Video-Vorschau in Farbe von jedem Bewegungsereignis.


Die Ring Video Doorbell 4 wird ab 5. Mai für 199 Euro erhältlich sein.

Kommentare

struffsky
struffsky11.04.21 09:20
Der Evo 150 gefällt mir sehr gut. Am liebsten hätte ich ihn als Evo 0. ohne Endstufe
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Sindbad11.04.21 10:03
Auf den Test vom Evo 150 bin ich schon gespannt.
Insbesondere im Vergleich mit dem gerade getesteten Cambridge Audio DacMagic 200M oder dem iFi Audio ZEN DAC.

Bisher tendierten integrierte Streamer eher zu einem guten Kompromiss.
+1
Krypton11.04.21 10:06
Sindbad
Auf den Test vom Evo 150 bin ich schon gespannt.
Da kann ich mich nur anschließen. Sieht spannen aus, das kleine Ding.
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Peter Eckel11.04.21 10:57
So wie die Ring-Kamera im Aufmacherfoto abgebildet ist, sieht sie aus wie ein Schafskopf.

Sehr passend
Ceterum censeo liberum facierum esse delendum.
+2
Holger111111.04.21 11:25
Moin,
eine kleine Frage: Können die beiden EVOs auch Qobuz streamen? Habe auf der Seite von Cambridge nix gefunden.

Gruß: Holger
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sonorman
sonorman11.04.21 11:43
Holger1111
Moin,
eine kleine Frage: Können die beiden EVOs auch Qobuz streamen? Habe auf der Seite von Cambridge nix gefunden.

Gruß: Holger
Doch, wird unterstützt.
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Holger111111.04.21 12:47
sonorman
Doch, wird unterstützt.
[/quote]

Merci
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janos_ad
janos_ad11.04.21 14:22
Mich würde mal die aktuelle "professionelle" Meinung zu Class-D Amps interessieren. Klassischerweise haben Class-A bzw. Class-AB Amps ja den besseren Ruf, aber um ganz ehrlich zu sein, scheint es mir bei digitalen Eingängen, die ja ohnehin DA-gewandelt werden, auch aus Signalübertragungssicht egal zu sein, solange ein guter Tiefpass verbaut ist. Außerdem halte ich es für massive Energieverschwendung, einen dauerhaften Bias drauf zu schalten, der dann wieder weggekühlt werden muss.
+1
MikeMuc11.04.21 14:34
Was wohl alles in dem zukünftigen Gehäuse für den CD-Spieler drin sein muß . Bei einem Gerät ohne CD-Lade müßte es doch möglich sein, das Teil in 1,5cm Höhe unterzubringen? Sonst wird einem viel teuere Luft in einem Gehäuse verkauft
+2
exi
exi11.04.21 21:19
Bei den Ring-Produkten frag ich mich spontan, wie oft man sich diese im Jahr neu kaufen muss. Sicher hängt das ein bisschen von Stadtteil und Stockwerk ab.
+3
sonorman
sonorman12.04.21 13:27
MikeMuc
Was wohl alles in dem zukünftigen Gehäuse für den CD-Spieler drin sein muß . Bei einem Gerät ohne CD-Lade müßte es doch möglich sein, das Teil in 1,5cm Höhe unterzubringen? Sonst wird einem viel teuere Luft in einem Gehäuse verkauft
Du kannst selbstverständlich auch jeden vorhandenen CD-Player oder auch ein 20-Euro CD-ROM-Laufwerk mit passendem Ausgang an den EVO anschließen. Es besteht kein Kaufzwang für den Silberscheibendreher im passenden Design.
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karlimann
karlimann12.04.21 20:19
Bei dem Akku-Pack steht leider nirgends die Ladeleistung. Man muß wohl doch auf Apple warten, bis das mit 15W klappt.
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Krypton13.04.21 09:04
karlimann
Bei dem Akku-Pack steht leider nirgends die Ladeleistung. Man muß wohl doch auf Apple warten, bis das mit 15W klappt.
Auf der oben verlinkten Produktseite, gleich rechts unter: Merkmale: 5 W kabelloser Ladevorgang.
Ob man jetzt bei einem tragbaren Produkt, dass man ans tragbare Gerät magnetisch anheften kann unbedingt den schnellsten Ladevorgang braucht, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich vermute aber, dass auch Apple (wenn denn was von denen kommt) nicht voll aufdrehen wird, da selbiges mehrere Nachteile hat, die einem mobilen Akku im Weg stehen. Einerseits muss das Ding klobiger und schwerer werden (größere Ladespule, größere Leistungselektronik) zum anderen wird das Ding deutlich wärmer (größere Verlustleistung der Spule/Elektronik) und dadurch möglicherweise ineffizienter (weniger real nutzbare Akkukapazität). Alles Dinge, die bei einem stationären Ladepuck nicht so wichtig sind, mobil aber eben nicht so schön.

Bin dennoch gespannt.
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stargator23.04.21 13:48
Die Evo 150 wird sicher nicht die Qualität des T&A R1000E erreichen, aber ich denke wenn die Tests so positiv ausfallen werde ich sie mir holen. Ich frage mich bloß welche Kapazität der Phono Eingang hat, 100 pf bräuchte ich für einen AT 540ML. Und ob die Bedienung wirklich so toll ist. Mein Marantz NA8005 ist hier echt doof in der Bedienung (klingt dafür wirklich gut). Da hat mir die billige Logitech Squeezebox Bedienung besser gefallen für den Streamer (Gerät und app) die klang nicht ganz so gut. Aber das sind ja auch verschiedene Preisklassen. Na wann gibt es den Test?
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froyo5204.05.21 21:46
Habe inzwischen den EVO 75 in Betrieb, ein phantastisches Teil!
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