Praxistest Riva Turbo X: Mobiler Bluetooth-Lautsprecher mit Nachbrenner

Praxis und Klang

Wie eingangs schon angedeutet, können so kleine Lautsprecher wie der Turbo X kaum die Klangqualität großer Stereolautsprecher erreichen. Da hilft auch keine noch so trickreiche DSP-Unterstützung. Aber manchen Herstellern ist es inzwischen gelungen, aus den ehemals als Brüllwürfel verschrienen Kleinstboxen heute einen wirklich brauchbaren Klang für entspannte bis tanzbare Unterhaltung zu zaubern. Ein gutes Beispiel für so ein Gerät ist der in Rewind 406 getestete SoundLink Mini, der sogar noch kleiner als der Riva ist, allerdings nicht ganz dessen Systemleistung bringt.


Der Riva Turbo X kann sich von den mir bekannten und getesteten BT-Lautsprechern vergleichbarer Größe auf jeden Fall in Sachen Ausgangspegel ein Stück weit absetzen, denn was aus diesem kleinen Sound-Brikett (der übrigens auch in Schwarz erhältlich ist) an unverzerrtem Maximalpegel herauskommt, ist wirklich verblüffend. Das reicht locker, um unbeteiligte Personen in der Nähe auf die Palme zu bringen und ohne Rücksicht auf Verluste und Ruhestörungsanzeigen eine nette kleine Party zu schmeißen. Natürlich hält der Akku mit zunehmender Lautstärke nicht mehr so lange durch, aber für ein paar Stunden volle Partybeschallung sollte es reichen.

Klanglich gefällt am Riva sein recht klares und gut aufgelöstes Mittel- und Hochtonspektrum, gepaart mit einem respektablen Grundton- und Bassbereich. Bei letzterem verzichten die Macher wohl bewusst auf das letzte Quäntchen Tiefbass, denn je niedriger die Frequenz, desto mehr Leistung muss reingepumpt werden. Es wäre ziemliche Energieverschwendung, wegen ein paar Hertz mehr Tiefgang, die aus so einem kleinen Gehäuse sowieso nur mit extrem hohem Aufwand zu zaubern sind, an kostbarer Akkuausdauer einzubüßen. Der Turbo X wandelt seine Kapazitäten lieber in „nützlicheren“ Schalldruck um.

Der Trillium Surround-Modus bringt, je nach Aufstellung, mal mehr, mal weniger an virtueller Räumlichkeit. Wie alle kleinen One-Box-Systeme kann auch der Riva nicht zaubern und keine große und klar umrissene Stereobühne erzeugen, wie man sie mit einem Paar Stereolautsprechern im Stereodreieck aufgestellt erleben kann. Stellt man den Riva aber in einer Ecke auf und nutzt die seitlichen Wände als Reflektoren, lässt sich schon ein recht beeindruckendes Klangfeld mit dem Kleinen erzeugen.

Der Turbo EQ Boost-Modus erhöht offenbar nicht nur die Ausgangsleistung und damit den Pegel, sondern ändert – wie das Kürzel „EQ“ in der Bezeichnung ja schon vermuten lässt – auch noch ein wenig den Frequenzgang. Dramatisch ist der Unterschied beim Umschalten (von der Pegeländerung abgesehen) aber nicht. Auch ohne Turbo und mit entsprechend aufgedrehter Lautstärke macht der Riva mächtig Spaß. Seine rund um das Gehäuse verteilten sieben Chassis sorgen zudem dafür, dass auch bei freier Aufstellung und während man sich um den Lautsprecher herum bewegt in praktisch jeder Richtung eine weitgehend ausgeglichene Klangbalance herrscht. Der Hersteller spricht zwar nicht explizit von omnidirektionaler Abstrahlung, aber der Turbo X kommt dem näher, als so man anderer Vertreter seiner Art, der extra damit wirbt.

Wirklich toll finde ich auch die zugehörige Transporttasche. Mit wenigen Handgriffen ist der Lautsprecher samt Kabel und Netzteil verstaut und bestens für den Transport geschützt.




Kommentare

gorgont
gorgont25.07.15 17:42
Wie machst du immer diese super Fotos?
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Maccabee
Maccabee27.07.15 11:15
Das hätte mich auch interessiert.
If you are not paying for it, you’re not the customer; you’re the product being sold.
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sonorman
sonorman27.07.15 17:34
"Technisch" gesehen ganz einfach:

Gute Digitalkamera / gutes Objektiv + stabiles Stativ + weiße Foto-Folie als Hohlkehle + Tageslicht durchs Fenster (kein Blitz, keine Studiolampen) + etwas Nachbearbeitung … Fertig.

Kostet aber trotzdem immer viel Zeit.
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