Praxistest Riva Turbo X: Mobiler Bluetooth-Lautsprecher mit Nachbrenner

Beschreibung Riva Turbo X

Was macht einen gelungenen mobilen Bluetooth Lautsprecher aus? Natürlich sollte er möglichst kompakt und leicht sein, dabei möglichst nicht nach leerem Joghurtbecher klingen, und er muss natürlich unabhängig von der Steckdose spielen, wobei die Ausdauer eine wichtige Rolle spielt. Allerdings sind diese Dinge nicht so leicht unter einen Hut zu bringen. Beispielsweise kann man einen Lautsprecher nicht beliebig klein machen und gleichzeitig einen Klang wie von großen HiFi-Boxen erwarten. Und je mehr Power und Ausdauer er hat, desto größer (und schwerer) fällt der Akku aus. Man muss also mit allen Mitteln tricksen und an den Grenzen des machbaren angekommen eine gute Balance zwischen klein genug und gut genug/stark genug finden.


Die Macher hinter dem Riva Turbo X betonen auf Ihrer Webseite, wie wichtig ihnen Innovation bei der Entwicklung des Riva Turbo X war. Das Produkt sollte nicht nur mit Leistung, sondern auch mit Funktionalität glänzen.

Kommen wir erstmal zu den Fakten. Das Gehäuse misst rund 23 (b) x 10,5 (H) x 9 (T) cm bei einem Gewicht (ohne Netzteil und Kabel) von 1.485 g. Dazu gibt es eine praktische und innen weich gepolsterte Transporttasche für Lautsprecher, Netzteil und Kabel, die an einen Objektivköcher für ein 70-200 mm f/2,8 Vollformat-Zoom erinnert. Das ist einerseits klein und leicht genug, um den Turbo X im Strandgepäck oder im Rucksack mitzunehmen, anderseits auch nicht zu klein, um einen vernünftigen Klang und ausreichend Ausdauer von vornherein auszuschließen.


Natürlich ist Bluetooth an Bord, womit sich der Riva mit nahezu jedem heute gängigen Musikplayer drahtlos verbinden lässt. Zusätzlich gibt es an der Rückseite einen analogen Aux-Eingang, um ihn mit anderen Quellen wie z.B. einem Fernseher oder CD-Player verbinden zu können. Soweit nichts besonderes.

Allerdings ist im Riva ein ungewöhnlich kräftiger Akku verbaut. Eine genaue Kapazitätsangabe habe ich bisher nicht gefunden, aber der Hersteller gibt eine Ausdauer von über 26 Stunden (bei normaler Abhörlautstärke von ca. 75 dB) an! Die meisten BT-Lautsprecher kommen nur auf ca. 10 bis maximal 20 Stunden. Über eine USB-Buchse an der Rückseite kann man die Akku-Leistung außerdem dazu nutzen, um sein Smartphone oder Tablet aufzuladen (funktioniert auch mit dem iPad). Ich habe den Turbo X mehrere Arbeitstage im Akkubetrieb auf dem Schreibtisch genutzt. Zwar habe ich kein Stechuhr-Protokoll geführt, aber die vom Hersteller angegebene Ausdauer scheint tatsächlich realistisch zu sein.

Ein auch nicht alltägliches Feature des Turbo X ist die Möglichkeit, den Akku per Taste an der Rückseite komplett zu deaktivieren. Wer den Lautsprecher hauptsächlich am Stromnetz betreibt oder ihn für längere Zeit nicht nutzt, schont damit den Akku.


Um auch klanglich mehr als die Konkurrenz bieten zu können, haben die Entwickler neben Bluetooth mit aptX einen recht kräftigen Dreikanal-Verstärker mit insgesamt 45 W Sinusleistung verbaut. Dieser treibt insgesamt sieben Chassis, zwei davon seitlich, drei in der Front und zwei hinten verbaut. Über eine Schaltung namens "Trillium Surround" lässt sich die Klangbreite erweitern und eine Art virtueller Surround-Sound erzeugen. Und wer die Grenzen des Systems richtig fordern will, kann in den namensgebenden "Turbo EQ Boost"-Modus schalten, womit zusätzliche Verstärkerleistung mobilisiert wird und in dem man einen Schallpegel bis über 100 dB erreichen können soll.


Auch bei der Bedienung und den weiteren Funktionen haben sich die Macher einiges einfallen lassen, worauf ich auf der nächsten Seite noch näher eingehen werde. Ein Telefon-Freisprechmodus mit Geräuschkompensation ist ebenfalls an Bord und macht den Turbo X zu einem sehr kräftigen Konferenzlautsprecher.

Alles in Allem bietet der Riva Turbo X damit zwar keine nie dagewesenen Features, aber in dem kleinen Gesamtpaket untergebracht sind die Daten doch recht vielversprechend.


Kommentare

gorgont
gorgont25.07.15 17:42
Wie machst du immer diese super Fotos?
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Maccabee
Maccabee27.07.15 11:15
Das hätte mich auch interessiert.
If you are not paying for it, you’re not the customer; you’re the product being sold.
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sonorman
sonorman27.07.15 17:34
"Technisch" gesehen ganz einfach:

Gute Digitalkamera / gutes Objektiv + stabiles Stativ + weiße Foto-Folie als Hohlkehle + Tageslicht durchs Fenster (kein Blitz, keine Studiolampen) + etwas Nachbearbeitung … Fertig.

Kostet aber trotzdem immer viel Zeit.
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