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Was passiert mit dem Vermögen von Steve Jobs? Laurene Powell Jobs hat die Hälfte gespendet

Steve Jobs mochte zwar bei Apple nur ein symbolisches Gehalt von einem Dollar bezogen haben, erhielt bei Apple aber auf andere Weise üppige Vergütungen – nämlich durch das bis dato größte je an einen CEO vergebene Aktienpaket. Sein Vermögen erzielte er dennoch weniger mit Apple (ca. 2 Milliarden Dollar Zuwachs) als mit Pixar/Disney. Zum Zeitpunkt des Verkaufs von Disney erhielt er Aktien im Wert von 3,9 Milliarden Dollar, die aber ganz erheblich im Wert stiegen. Seiner Ehefrau vermachte er nach seinem Tod damit rund 10 Milliarden Dollar. Der Wunsch des Apple-Mitgründers: Das Geld möge uns nicht überleben, sondern solle der Gesellschaft zurückgegeben werden.


Fünf Milliarden des 10-Milliarden-Erbes gespendet
Einem aktuellen Bericht zufolge ist das zumindest mit der Hälfte jener rund 10 Milliarden Dollar bereits geschehen. Das Geld fließt unter anderem über Emerson Collective (Impact-Investments und Philanthropie in den Bereichen Bildung, Migration, Umweltgerechtigkeit, Gesundheit, Medien) sowie die Waverley Street Foundation (Klima- und Umweltprojekte). Dennoch liegt das Vermögen der Jobs-Witwe laut Forbes noch bei fast 14 Milliarden Dollar, zu Spitzenzeiten waren es gar 20 Milliarden Dollar. Powell Jobs hatte aber in früheren Interviews bereits ausgeführt, dass sie kein "dynastisches Milliardenvermögen für die Kinder" aufbauen wolle – idealerweise solle alles in Stiftungen und Projekte umgeleitet werden. Mehrere Milliarden sind hierfür bereits verbindlich zugesagt.

Powell Jobs gilt als Kritikerin "moderner Philanthropie"
Im vergangenen Herbst übte sie zudem deutliche Kritik daran, wie andere Milliardäre Philanthropie handhaben. So kam der Salesforce-Gründer Marc Benioff in ihrem Essay nicht gut weg – denn hinter dessen Projekten stünden in Wahrheit sein eigenes Image und seine Machtbasis. Spenden sollten keine Auktion sein, in der die Preise an den höchsten Bieter gehen. Dies war eine direkte Reaktion auf Benioff Aussage, er sehe Wohltätigkeit als Wettbewerb an. Man beobachte "stille Korruption" in moderner Philanthropie, indem Interessen mit Geldgeschenken durchgesetzt würden, so Powell Jobs.

Kommentare

Kehrblech03.02.26 12:45
Mit den Spendenwettbewerben ist ja fast wie beim Adel im 18. Jhdt. … Na dann, auf zur französische Revolution, kann ich nur sagen. Und hoffentlich bald! Schrecklich ist nur, dass sich die Demokratie bei uns diskreditiert hat, in dem sie sich von den Reichen korrumpieren ließ, ihnen eine Gesetzgebung nach Maß zu servieren.
Und: mehr Frauen an die Macht!, denn Powell Jobs und die Ex Frau Bezos machen es viel richtiger als bisher jeder Mann!
+16
funkenforcer03.02.26 14:07
Nun ja, die bürgerlich-parlamentarische Demokratie hatte noch nie wirklich etwas mit der gerechten Beteiligung aller im Sinn. Sie funktioniert schon so wie es angedacht war. Keiner sollte Glauben, dass ein paar weisse Sklavenhalter, die keine Steuern mehr zahlen wollten, das Wohl der Allgemeinheit im Sinn hatten, als sie eine Verfassung entwarfen.
Die Geschichte des Wählens in Europa ist eher beeinflusst von mittelalterlichen, kirchlichen Institutionen, als der als Legitimationstapete aufgekleisterten Demokratie im griechischen Sinne. Zu dieser gibt es auch keinerlei historische Kontinuität, im Gegensatz zu kirchlichen Wahlverfahren und Prozessen. Zusätzlich ist das Ideal der griechischen Demokratie das Los und nicht die Wahl. Für Aristoteles galt die Wahl als etwas den Nepotismus förderndes.
-1
MacNu9203.02.26 14:16
Ich persönlich habe überhaupt nichts gegen Reichtum generell. Ein Problem habe ich aber mit der damit verbundenen Macht(konzentration) und dem damit meist verbundenen Extremkonsum, der stark zulasten von Umwelt und Ressourcen geht.

Bei Interviews habe ich kürzlich zweimal eine Aussage gehört, der ich im Fall der deutschen Politik zustimmen würde: Wir sollten in D nicht Reichtum bekämpfen, sondern Armut!
+4
Kehrblech03.02.26 14:35
Ich rede von zeitgenössischen Verfassungen, nicht von griechischen Sklavenhaltergesellschaften (auf die wir allerdings wieder zusteuern. Es hat diesbezüglich schon Fortschritte gegeben, nur gibt es immer wieder (insb. männliche) pathologische Narzissten, die ihren persönlichen Reichtum als wichtiger ansehen, als eine stabile, gleichberechtigte Gesellschaft (und damit meine ich nicht nur Trump!). Und manchmal frage ich mich, ob man klinisch diagnostizierte pathologische Narzissten nicht von der gemeinschaftlichen Willens- und Entscheidungsbildung ausschließen sollte. Und auch Reichtum oberhalb einer festzulegenden Grenze (irgendwas bei 10 Mio €/US$ wäre mein Vorschlag – jedenfalls nicht mehr, als ein Mensch in seinem Leben erarbeiten kann) sollte begrenzt werden. Unternehmen, die mehr als das wert sind sollten in Gemeinschaftseigentum überführt werden (Genossenschaft, AG, was auch immer). Ganz einfach, weil jeder Mensch spüren können muss, wie es den anderen und auch dem Planeten geht. Denn das, was Reiche am liebsten tun, ist, Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Jobs, die man aus diesem Grund verbieten sollte, wären häusliche Serviceleistungen von der Putzfrau bis zum Koch und Gärtner, um die Notwendigkeit und Bedeutung bestimmter essentieller Tätigkeiten praktisch im Bewusstsein zu verankern. Keine gesundheitlichen Vorzugsbehandlungen für Privatversicherte oder andere Finanzierungswege. Umverteilung der riesigen Überschüsse, um Bedürftigen eine partizipative Existenz zu ermöglichen (individuelle Verteilung) bzw. an die Gemeinschaft, um den Lebensstandard grundsätzlich für alle anzuheben.
Weitere Vorschläge sind willkommen!
Unsere Gesellschaft wäre mit einem Schlag gerechter, ausgeglichener und weniger von Selbstdarstellern geprägt.
Es gilt inzwischen als weitgehend akzeptiert, dass die menschlichen Urgesellschaften individuellen Reichtum und individuelle Bereicherung als Verbrechen angesehen haben und streng sanktionierten. Diese Einstellung dürfte also mehr mit unseren biologischen Anlagen zu tun haben, als der gegenwärtige pervertierte Kapitalismus und die Menschen in der Masse sicher glücklicher machen.
+4
Kehrblech03.02.26 14:40
MacNu92
Ich persönlich habe überhaupt nichts gegen Reichtum generell. Ein Problem habe ich aber mit der damit verbundenen Macht(konzentration) und dem damit meist verbundenen Extremkonsum, der stark zulasten von Umwelt und Ressourcen geht.

Bei Interviews habe ich kürzlich zweimal eine Aussage gehört, der ich im Fall der deutschen Politik zustimmen würde: Wir sollten in D nicht Reichtum bekämpfen, sondern Armut!
Armut bekämpfen ist sicherlich richtig, aber bei der Menge an Ressourcen, die durch Reichtum sinnfrei gebunden sind (ich weiß nicht mehr ob die vier oder die zehn reichsten Menschen inzwischen soviel besitzen, wie die sog. ärmere Hälfte der Weltbevölkerung) wird es nur möglich sein, Armut quantitativ zu bekämpfen, in dem auch diese Ressourcen für die Gemeinschaft nützlich gemacht werden.
+8
truth
truth03.02.26 15:45
MacNu92
[…]
Bei Interviews habe ich kürzlich zweimal eine Aussage gehört, der ich im Fall der deutschen Politik zustimmen würde: Wir sollten in D nicht Reichtum bekämpfen, sondern Armut!

Was des Einen Reichtum, ist des Anderen Armut.

Solch obszönen Reichtum über den wir hier sprechen, baust du nur auf, indem du andere Menschen arm machst/hältst.
In diesem Sinne: Aus Milliardären Millionäre machen!
+5
MacNu9203.02.26 20:28
@truth:
Ja, aber mir geht es um den Fokus: Reichtum zu bekämpfen bedeutet eben nicht, fokussiert Armut zu bekämpfen. Das beste Beispiel ist unser Staat, der jährliche Rekordsteuereinnahmen sinnlos verpulvert, anstatt Armut zu bekämpfen. Dann noch so Aussagen wie "die Unternehmer sind unsere Feinde" (Bas). Die Unternehmer sind nicht unsere Feinde, sondern vor allem unsere Arbeitsplatzschaffer, Arbeitgeber und Arbeitbezahler. In Deutschland sind wir gerade dabei, diese Gruppe bzw. vielmehr ihre Unternehmen in die Pleite oder ins Ausland zu treiben.

Bitte nicht falsch verstehen: Das ist KEIN Plädoyer und KEINE Verteidigung für Superreichtum. Aber Enteignung und Staatslenkung sehe ich nicht als Lösung der Kluft zwischen Reich und Arm.
+2
Nebula03.02.26 22:14
Ist das die Wiedergutmachung dafür, dass dank Apple endgültig die Smartphone-Seuche über die Menschheit hereingebrochen ist? Was hat es uns denn gebracht? Unnötige Verkehrstote, Smombies, U-Bahnfahrten ohne jeglichen Blickkontakt, Handy-Dates, noch mehr Rücken, Daumenkrämpfe, schlechten Sound bei Ghetto-Kids, Umsatzeinbruch in der Taschenlampenindustrie, massenhaft Billo-Apps, Bildschirmzeitfetisch, Detox-Trends, Abgesang von Flash, zahllose Ladekabel im Haushalt, Siri, Lebensphasen ohne Copy & Paste, Liquid Glass … 😉
+1
Schens
Schens04.02.26 08:42
truth
Solch obszönen Reichtum über den wir hier sprechen, baust du nur auf, indem du andere Menschen arm machst/hältst.
In diesem Sinne: Aus Milliardären Millionäre machen!

Super Mindset, gratuliere. Ist zwar beides weitgehend - im besten Falle - unüberlegt geäußert und sachlich falsch, aber egal.
-4
gfhfkgfhfk04.02.26 11:23
Im Kontext dieser Meldung ist es interessant was im englischen Original für die deutsche Übersetzung Stiftung stand: Trust oder Foundation? Der Unterschied ist gewaltig.

Kehrblech
Der Weg in die Hölle ist mit guten Vorsetzen gepflastert. Deine Affinität für den Sozialismus in Ehren, aber es gibt keine menschenverachtendere Ideologie auf den Planeten. Historisch betrachtet ist ausnahmslos jeder Versuch den Sozialismus in die Realität umzusetzen gescheitert. Die Folge waren immer Massenverarmung und viele Tote, meistens riesige Leichenberge. Anscheinend ist der Untergang der DDR schon vergessen. Sie zerbrach am totalen wirtschaftlichen Zerfall. Deshalb gab es auch keine "chinesische Lösung" mehr, da das Geld für alles fehlte. Egon Krenz reiste nach Moskau. Krenz und Gorbatschow schauten sich gegenseitig entsetzt an, weil man jeweils vom anderen Kredite haben wollte, und keiner der beiden dazu in der Lage war. Daher fiel die Mauer am 9. November 1989. Die DDR hätte die Konsumgüterproduktion fast zu 100% ins Ausland verkaufen müssen, um wirtschaftlich überleben zu können. Das hätte drastische effektive Lohnkürzungen bedeutet. Die Mark der DDR war de facto wertlos, weil es in den Läden an Konsumgüter kaum etwas zu kaufen gab. Die dauerhaft leeren Regale sind wohl vergessen. Der Begriff Bück-Dich-Ware existierte ja nicht ohne Grund.

Warum der Sozialismus immer scheitert und ausnahmslos in Gewalt endet, kannst Du in Friedrich von Hayeks "The Road To Serfdom" nachlesen.

Besteuerung und maximal Vermögen
Jeder mit einem etwas Verstand, wird sein Vermögen vorher in Sicherheit bringen, sprich die Firma wird dann rechtlich von einer Stiftung, Holding o.ä. aus dem Ausland besessen. Es fällt dann einmalig die Wegzugsbesteuerung an, aber eben nur einmal und danach nie wieder. Sprich keine Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, niedrigere Kapitalertragssteuer etc. in der Zukunft. Weil man dann tief bis in den Mittelstand die Bürger verärgert hat, wird die Bereitschaft extrem sinken in Deutschland überhaupt noch Steuern zu zahlen. Sprich die erzwungene Umwandlung in ausländische Kapitalgesellschaften wird sich auch auf das Steueraufkommen in Deutschland auswirken, sprich es wird daraufhin optimiert die Steuern in Ausland zahlen zu müssen, da dort die Steuersätze niedriger sind. Es gibt hinreichend viele Staaten in der EU, die deutlich niedrigere Steuersätze haben, und keinerlei Interesse daran etwas zu ändern, da sie von den "Steuerflüchtigen" enorm profitieren. Aber das auch nur solange es sich überhaupt noch lohnt in Deutschland zu produzieren. Durch den Ökosozialismus in Deutschland wird es immer unattraktiver in Deutschland zu produzieren. Mercedes z.B. produziert den CLA nun in Ungarn – in Viktor Orbans Ungarn. Das macht man nicht, weil Orban ein so netter Menschen ist, sondern weil es erheblich günstiger ist.

Die Tyrannei der schwarzen Null
Die Linke (als Sammelbegriff – nicht als Parteiname) kotzt sich regelmäßig über die Tyrannei der schwarzen Null aus, weil man nicht gewillt ist, mit den Einnahmen auszukommen. Linke sind sehr groß darin einen Bedarf zu definieren, und dann anschließend entsetzt festzustellen, dass die Einnahmen fehlen. Nur kürzt man die Ausgaben nicht auf das Mögliche, sondern schmeißt das Geld mit eine Wonne aus dem Fenster als wenn das keine Konsequenz hätte. Das ist nur möglich, weil man wie ein Drogensüchtiger von seinem Dealer Stoff bezieht, sprich Staatsschulden aufnimmt und dann dieselben als Sicherheit für neue Kredite der Geschäftsbanken bei der EZB akzeptiert.

Die Geldmengenerhöhung ohne Deckung durch eine gewachsene Volkswirtschaft sorgt für Inflation, und sie sorgt dafür, dass die Reichen reicher werden. Sprich der kleine Mann verliert durch die Neuverschuldung beständig an Kaufkraft, und das Geld akkumuliert sich bei den wenigen Superreichen. Da Superreiche ihr Vermögen jederzeit transferieren können, kann man sie auch nicht mehr durch Steuern von ihrem Vermögen trennen. Oder willst Du den totalen Krieg gegen jede Steueroase führen? Also, anstatt auf die Steuern zu verzichten wird kurzer Hand Luxemburg, Österreich, Irland, Schweiz, ... militärisch besetzt?
-3
MacNu9204.02.26 12:15
@gfhfkgfhfk:
Ich stimme dir in weiten Teilen zu und möchte nur ergänzen:

Das, was Arme oder Ottonormalmenschen zusätzlich arm macht oder arm hält, ist der Umstand, dass sie das bisschen Geld, das sie besitzen, auch in Geld halten. Sprich in Euro auf Girokonto, Tagesgeldkonto oder auch Festgeldkonto. Dort wird die Kaufkraft aber real um mindestens 3% pro Jahr weginflationiert.

Kein Reicher der Welt besitzt Bargeld in nennenswertem Umfang. Sie besitzen Unternehmen (egal ob Gbr, GmbH, AG oder oder oder) oder Unternehmensanteile. Dabei handelt es sich also immer um Produktivkapital. Will man einem Reichen sein Geld wegnehmen, heißt das, sein(e) Unternehmen(santeile) zu verstaatlichen (nachweislich gleichbedeutend mit wettbewerbsUNfähig machen) oder es zwangszuliquidieren (denn woher soll sonst das Geld kommen). In beiden Fällen würde man also die Arbeitsplätze, die das Unternehmen bietet, abschaffen.

Ich persönlich sähe die einzige Lösung für das Problem möglicherweise in einem weltweit einheitlichen Steuersystem, das das Gemeinwohl fördert, indem es extremen Reichtum so besteuert, wie es früher vielerorts üblich war: mit Steuersätzen von 70 oder gar bis zu 90%. Damit Superreiche dem nicht ausweichen können, muss es aber wirklich weltweit gleich sein und es darf keine Ausnahmen und Schlupflöcher geben.
0
gfhfkgfhfk04.02.26 21:18
MacNu92
Ich persönlich sähe die einzige Lösung für das Problem möglicherweise in einem weltweit einheitlichen Steuersystem,
Schon innerhalb der EU ist kein einheitliches Steuersystem durchsetzbar, da es stark unterschiedliche Interessen gibt. Wie will man da international ein einheitliches Steuersystem einführen? Hier sei an die Steuergeschenke an Apple in Irland erinnert. Da brauchte es auch lange bis Apple den Mindeststeuersatz von 10% zahlen musste, und das liegt deutlich unter den Steuersätzen in Frankreich und Deutschland für Unternehmen.
MacNu92
... mit Steuersätzen von 70 oder gar bis zu 90%. ...
Das sind historische Ausnahmen, und wirken sich extrem leistungsfeindlich aus. Wer durch solche Steuersätze im Einkommen gedeckelt wird, hat keinerlei Interesse daran mehr als das Erlaubte zu verdienen, es lohnt sich dann halt nicht mehr. Warum noch mehr arbeiten, wenn anschließend alles von der Steuer aufgefressen wird?
-3
Kehrblech05.02.26 11:06
gfhfkgfhfk


Kehrblech
Der Weg in die Hölle ist mit guten Vorsetzen gepflastert. Deine Affinität für den Sozialismus in Ehren, aber es gibt keine menschenverachtendere Ideologie auf den Planeten. Historisch betrachtet ist ausnahmslos jeder Versuch den Sozialismus in die Realität umzusetzen gescheitert. Die Folge waren immer Massenverarmung und viele Tote, meistens riesige Leichenberge. Anscheinend ist der Untergang der DDR schon vergessen. Sie zerbrach am totalen wirtschaftlichen Zerfall. Deshalb gab es auch keine "chinesische Lösung" mehr, da das Geld für alles fehlte. Egon Krenz reiste nach Moskau. Krenz und Gorbatschow schauten sich gegenseitig entsetzt an, weil man jeweils vom anderen Kredite haben wollte, und keiner der beiden dazu in der Lage war. Daher fiel die Mauer am 9. November 1989. Die DDR hätte die Konsumgüterproduktion fast zu 100% ins Ausland verkaufen müssen, um wirtschaftlich überleben zu können. Das hätte drastische effektive Lohnkürzungen bedeutet. Die Mark der DDR war de facto wertlos, weil es in den Läden an Konsumgüter kaum etwas zu kaufen gab. Die dauerhaft leeren Regale sind wohl vergessen. Der Begriff Bück-Dich-Ware existierte ja nicht ohne Grund.
Ich habe weder den Begriff Sozialismus gebraucht noch irgendetwas vergleichbares gefordert. Und schon gar nicht in irgendeiner menschenverachtenden Variante. – Aber es erstaunt mich auch nur wenig, dass jemand beim Thema auf seine Reptiliengehirn zurückgeworfen wird und von der Begrenzung des Reichtums (auf nicht eben kümmerliche Werte) sofort auf Massenmord und diktatorische Systeme kommt, ohne die reale Situation des real existierenden Kapitalismus auch nur zu reflektieren. Wenn du jemals mehr als 10 Mio. € brauchen solltest, um irgendwas zu kaufen, was in dieser Welt käuflich sein sollts, melde Dich wieder. Diese Welt ist endlich. Wir werden nur in ihr überleben, wenn wir lernen uns zu beschränken.
0
Schens
Schens05.02.26 12:04
Kehrblech
Wir werden nur in ihr überleben, wenn wir lernen uns zu beschränken.

Dann lies den Originalbericht vom Club Of Rome. Bis heute zutreffend: nix. Null. Nada. Alle Horrorszenarien trafen nicht im Ansatz ein.
-3
gfhfkgfhfk06.02.26 09:21
Kehrblech
Ich habe weder den Begriff Sozialismus gebraucht noch irgendetwas vergleichbares gefordert.
Die Versozialisierung/Verstaatlichung von Betrieben und das entschädigungslose Enteignen sind typische sozialistische Forderungen, und gerade keine sozialdemokratischen Forderungen.
Kehrblech
Und schon gar nicht in irgendeiner menschenverachtenden Variante.
Du hast das nicht gefordert, aber darin kulminiert es immer! Weil Sozialismus niemals funktioniert hat, und es nicht tut, und es nie tun wird.
Kehrblech
... Reptiliengehirn zurückgeworfen wird ...
Die Entmenschlichung ist ein typisches Stilmittel von Extremisten.
+2
Kehrblech06.02.26 10:27
Schens
Kehrblech
Wir werden nur in ihr überleben, wenn wir lernen uns zu beschränken.

Dann lies den Originalbericht vom Club Of Rome. Bis heute zutreffend: nix. Null. Nada. Alle Horrorszenarien trafen nicht im Ansatz ein.
Genau, es gibt ja keine Klimaerwärmung …
Hast Du seit dem Bericht vielleicht auch mal in einen IPCC-Bericht geguckt? Und Dich vielleicht auch sonst von dem Jahr 1970 gelöst?
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Kehrblech06.02.26 10:44
gfhfkgfhfk
Kehrblech
Ich habe weder den Begriff Sozialismus gebraucht noch irgendetwas vergleichbares gefordert.
Die Versozialisierung/Verstaatlichung von Betrieben und das entschädigungslose Enteignen sind typische sozialistische Forderungen, und gerade keine sozialdemokratischen Forderungen.
Kehrblech
Und schon gar nicht in irgendeiner menschenverachtenden Variante.
Du hast das nicht gefordert, aber darin kulminiert es immer! Weil Sozialismus niemals funktioniert hat, und es nicht tut, und es nie tun wird.
Kehrblech
... Reptiliengehirn zurückgeworfen wird ...
Die Entmenschlichung ist ein typisches Stilmittel von Extremisten.
Wie dicht bist Du denn an den 10 Mio., dass dich da ein Großhirn stoppender Panikeffekt befällt? Du hast keine Ahnung von Anatomie und der Funktionsweise Deines Kopfinhalts und bezeichnest mich als entmenschlichend, nur weil ich Dir Dein Stammhirn mit einer gebräuchlichen Bezeichnung plastischer zu machen versuche? (Der Begriff ist phylogenetisch begründet und wird zur Charakterisierung der Aufgaben der ältesten Teile des Gehirns herangezogen. Z.B. hier:
Extremist bin ich allerdings, allerdings nicht in Deinem Sinn, sondern in Hinblick auf das Überleben dieses Planeten und der Menschheit – und natürlich bei der Gerechtigkeit.
-2
Schens
Schens06.02.26 11:51
Kehrblech
Hast Du seit dem Bericht vielleicht auch mal in einen IPCC-Bericht geguckt? Und Dich vielleicht auch sonst von dem Jahr 1970 gelöst?

Es gibt in der Galerie ein Bild namens "Klimawandel", da habe ich meine Position ausführlich mit Quellen dargelegt. Unter anderem auch, dass der Leiter der letzten Iterationen des IPCC weitgehend der selben Ansicht ist. ***

Also bevor Du weiter rumpöbelst (der Kommentar zu gfhfgfjfjh ist hochgradig beleidigend), setze deine These auf, verlinke die Quelle dazu. Deine Freude an Panik und Vernichtung ist Dein Ding, ersetzt vermutlich eine Lücke religiöser Art.

Die vernünftige, rationale Mehrheit hat sich jetzt lange genug von der irrationalen Minderheit (der du anzugehören scheinst) bevormunden und anlügen lassen. Es ist wieder Zeit für Fakten und Rückschlüsse. Und solange du hier nur Buzzwords reinwirfst, welche du ungeprüft von deinen religiösen Führern wiedergibst, wird Dich wohl keiner ernst nehmen können.

***Brian O'Neil, der am AR4, AR5 und AR6 als Leitautor mitwirkte und als einer der wenigen Koryphäen auf dem Gebiet gilt, sagte "... dass IPCC-Prognosen keine apokalyptischen „Mad Max“-Kollaps-Szenarien (Chaos, Zusammenbruch) enthalten, sondern moderate bis hohe Risiken mit anhaltendem Wohlergehen, beeinträchtigt durch Klimawandel."
0
Kehrblech06.02.26 13:45
@Schens.
Bei „Deine Freude an Panik und Vernichtung …“ habe ich aufgehört zu lesen, da Du mich offensichtlich mit jemand anderem verwechselst. Es muss der Name „Kehrblech“ über dem Posting stehen, wenn er von mir ist! Vielleicht könntest Du durch Zitate aus meinen Postings belegen, was Du hier meinst.

Ach, und zu gfh…: Wie schön, dass Dir meine durchaus intendierte Schärfe in der Replik aufgefallen ist. Die war durchaus beabsichtigt, nachdem er mir grundlos vorgeworfen hat, menschenverachtende Systeme zu unterstützen, ohne auch nur an die Möglichkeit zu denken, dass ein Unterschied zwischen „sozial“ und „Sozialismus“ besteht (denn das ursprüngliche Thema war mal der Reichtum).
0
gfhfkgfhfk09.02.26 19:08
Kehrblech
Wie dicht bist Du denn an den 10 Mio., dass dich da ein Großhirn stoppender Panikeffekt befällt?
Dein Problem ist, dass du keinerlei Ahnung von Ökonomie und auch von Verfassungsrecht hast. Ein ganz zentrales Element des demokratischen Rechtsstaats ist das Rückwirkungsverbot. Sprich Du kannst nicht rückwirkend die Spielregeln ändern zum Nachteil der Bürger.

Nehmen wir an das von dir geforderte Gesetz würde auf den Weg gebracht. Dann weiß ein jeder mit einem Vermögen größer dem Schwellwert, dass er schnellstmöglich sein Vermögen ins Ausland transferieren muss. Da es sich entweder um liquide Mittel handelt oder nur um Firmenanteile, ist das in erster Linie Papier was bearbeitet werden muss. Und glaube ja nicht, dass Firmen nicht schon Notfallpläne in der Schublade haben. Je mehr von diesem Unsinn geredet wird, desto mehr Vorbereitungen werden getroffen bzw. es wird schon gehandelt z.B. in dem Investitionen in Deutschland unterbleiben.

Beim Verschieben von Firmenanteilen ins Ausland fällt die Wegzugssteuer an, die es effektiv im Bereich von 27-28%. D.h. wer mehr als 14-15 Millionen besitzt wird dann schnellstmöglich sein Vermögen aus dem deutschen Privatbesitz in eine ausländische Stiftung übertragen. Wenn es um Firmenanteile geht, werden diese meist in eine Holding transferiert, und diese Holding ist dann im Besitz einer Stiftung. Die Steuerzahlungen wandern dann meist auch ins Ausland, da die Gewinne nicht mehr in Deutschland versteuern werden. Da du die Bürger so richtig verärgert hast, brauchst du nicht darauf zu setzen, dass dann keine Steueroptimierung betrieben werden wird.

Deutschland hat das internationale Investitionsschutzabkommen unterzeichnet, d.h. die Enteignung von ausländischen Besitzern von Firmenanteilen in Deutschland ist ökonomischer Selbstmord, da vor einem internationalen Schiedsgericht Deutschland zu Entschädigungszahlungen im Bereich des Marktwertes verurteilt werden würde. Diese Zahlungen nicht zu leisten, hätte den direkten Staatsbankrott zur Folge.

Was du willst ist absoluter Unfug!
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