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Microsoft entwickelt eigene ARM-Chips – vorerst aber nur für die Cloud

Microsoft wird von einer breiten Öffentlichkeit zwar nach wie vor als Softwarehersteller wahrgenommen, das klassische Geschäftsfeld von Windows und Office nimmt aber heutzutage nur noch einen Teil der Aktivitäten ein. Hardware wie Mäuse, Tastaturen und Xbox gehören schon sehr lange zum Angebot, vor einigen Jahren gesellten sich mit den Surface-Geräten auch Tablets und Notebooks hinzu. Zudem gab es in der Vergangenheit Ausflüge in die Welt der MP3-Player und den Smartphone-Sektor, welche allerdings bekanntlich nicht von Erfolg gekrönt waren. Anders die Cloud-Sparte des Unternehmens: Microsoft gehört mit Azure zu den weltweit größten Anbietern internetbasierter Dienste und verdient damit eine Menge Geld.


Microsoft Azure Cobalt 100: CPU für Rechenzentren
Die Cloud hatte Microsoft auch im Blick bei der Entwicklung der ersten beiden ARM-Chips, welche das Unternehmen jetzt vorstellte. Die Arbeit daran wurde in Redmond bereits seit einigen Jahren im Geheimen vorangetrieben, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Im Rahmen der „Ignite“-Konferenz enthüllte Microsoft zum einen den Prozessor namens „Azure Cobalt 100“, welcher für allgemeine Cloud-Aufgaben in Rechenzentren gedacht ist. Besonderen Wert legten die Entwickler dabei auf die Energieeffizienz, bekanntlich eine der Stärken der ARM-Architektur im Vergleich zu x64-Chips. Microsoft erhofft sich dadurch erhebliche Einsparungen bei gleichzeitig steigender Leistung. Erstmals zum Einsatz kommen werden die neuen CPUs in einem Datacenter im US-Bundesstaat Washington.


Quelle: Microsoft

Maia 100: Spezieller Chip für KI-Anwendungen
Speziell für KI-Anwendungen hat Microsoft den „Maia 100“ entwickelt. Er soll die entsprechenden Dienste des Unternehmens wie etwa den neuerdings in Windows 11 enthaltenen „Copilot“ beschleunigen. Der Chip basiert unter anderem auf Erfahrungen, welche Microsoft durch die Zusammenarbeit mit OpenAI sammeln konnte, dem Hersteller des KI-Chatbots ChatGPT. Zum Einsatz kommen wird der „Maia 100“ in eigens dafür entwickelten Racks, die Serverboards wurden ebenfalls von Grund auf neu designt und für die Anforderungen in den Microsoft-Rechenzentren optimiert. Die beiden neuen Chips sollen ab 2024 Verwendung finden, stehen zunächst allerdings ausschließlich für Microsofts eigene Dienste zur Verfügung. Azure-Kunden müssen folglich etwas länger warten, bis auch sie von „Cobalt 100“ und „Maia 100“ profitieren können.

Kommentare

Retrax16.11.23 16:58
Kann man sagen, dass MS eine ähnliche ARM-Lizenz besitzt wie Apple?
Eine Lizenz welche signifikante Änderungen am ARM-Design erlaubt?

Das wird dann sicher viel Geld in die Kasse von ARM spülen.
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Mr.Tee16.11.23 17:34
Microsoft ist iwie in allem gefühlt 2 Lichtjahre zurück, so ein Konzern das nur Windows kann.
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Nebula
Nebula16.11.23 18:02
Mr.Tee
ein Konzern das nur Windows kann.
Wenn sie es denn könnten. Windows NT4 war das einzige gute Windows. Das lief früher bei uns jahrelang ohne einen einzigen Absturz oder Leistungseinbußen, obwohl da noch Software für AFP installiert war. Die wenigen Neustarts waren ausnahmslos Updates geschuldet. Später wechselten wir zu OS X Server. Es gab zwar weniger Probleme mit ungewöhnlichen Dateinamen, aber sonst war immer wieder mal ein Neustart nötig, weil irgendwie alles langsamer wurde oder der Speicher überlief. Der Mac war eigentlich deutlich potenter als die alte Intel-Maschine für NT4, sofern Apple uns mit dem PowerPC nicht alle verarscht hat.
»Wir werden alle sterben« – Albert Einstein
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gfhfkgfhfk17.11.23 10:52
Mr.Tee
Microsoft ist iwie in allem gefühlt 2 Lichtjahre zurück, so ein Konzern das nur Windows kann.
Die Xenix Episode ist da wohl jemanden entgangen.
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