MacBook-Drosselung: Rückmeldungen zum Update im Überblick

Gestern Abend veröffentlichte Apple ein Update, welches die viel diskutierte Taktraten-Drosselung der gerade erst vorgestellten MacBook-Pro-Modelle beheben soll. In den Medien und der Apple-Community schlug die Problematik hohe Wellen, da die aktuellen Modelle in Performance-Tests mit hoher CPU-Last teilweise langsamer waren als die Vorgängergeneration.


Apples Stellungnahme
Apple erklärt, dass ein fehlender digitaler Schlüssel in der Firmware der 2018er-Modelle der Grund für die Problematik ist. Dieser Schlüssel soll Auswirkungen auf das thermische Management der Geräte haben, so dass die CPU heruntergetaktet wurde. Ob der Schlüssel für die Regulierung des gestern diskutierten Spannungsregulators, die Lüftersteuerung oder eine weitere Komponente verantwortlich ist, verrät Apple nicht.

Größe des Updates
Viele Nutzer zeigten sich verwundert über die Größe der Aktualisierung: Diese erfordert einen Download von 1,3 GB. Der Grund dahinter ist allerdings einfach: Das Update umfasst nicht nur den Patch für das thermische Management, sondern auch das gesamte macOS 10.13.6-Combo-Update - auch wenn 10.13.6 schon auf den Macs installiert ist.

Taktfrequenz unter Last
Nachdem nun viele Nutzer das Update installierten, liegen ausreichend Daten für eine Beurteilung vor. Apple scheint mit dem Patch die Probleme wohl vollständig behoben zu haben. Aus diversen Quellen ist zu hören, dass der Prozessor sich nun genau so verhält wie zu erwarten ist:


Auf der linken Seite ist ein Test zu sehen, bevor der Patch eingespielt wurde. Die rechte Seite zeigt den Taktfreqenz- und Temperaturverlauf nach Installation der Aktualisierung. Vor dem Update schwankte die Taktfrenquenz unter Vollast der CPUs dramatisch - der Prozessor taktete sich immer wieder herunter. Natürlich schwankte durch den schnellen Wechsel der Taktfrequenz die Temperatur gleichermaßen. Nach der Aktualisierung blieb die Taktfrequenz stabil und auch die Temperatur konnte von den Lüftern im grünen Bereich gehalten werden.

Benchmarks
Viele Nutzer führten Benchmark-Tests durch: So sank auf einem MacBook Pro 15" i9 in Adobe Premiere die benötigte Zeit zum Exportieren eines 4K-Projekts von 80 auf 72 Minuten - ein MacBook Pro 2.9 GHz i7 nahm sich 90 Minuten Zeit. Der Cinebench-Score stieg bei allen Nutzern von 800-900 Punkten auf die zu erwartenden 1000-1100 Punkte, getestet mit der i9-CPU. Wichtig ist, dass selbst bei aufeinanderfolgenden Tests die CPU nicht gedrosselt wurde - das Hitze-Management in den neuen Geräten funktionierte so wie es zu erwarten ist.

John Poole, bekannt als Entwickler von Geekbench, testete natürlich auch sofort das Update. Er konnte eine leichte Performance-Steigerung feststellen, aber keine dramatische. Dies könnte damit zusammenhängen, dass Geekbench zwischen den einzelnen Tests kurze Pausen macht - daher kam der Fehler im thermischen Management nicht so stark zum Tragen. Poole merkte ferner an, dass das i9-MacBook in Multi-Core-Benchmarks genau so abschnitt wie das i7-Modell. In Tests mit einem CPU-Kern war das i9-Modell aber um ein ganzes Stück schneller.

Dave Lee, der zuerst die CPU-Drosselproblematik letzte Woche aufdeckte, steuerte auch Testergebnisse bei. Vormals war ein i9-MacBook in Tests durchgeführt mit Adobe Premiere deutlich langsamer als das i7-Vorgängermodell. Lee gibt nun bekannt, dass das MacBook Pro 15" mit i9-Chip nach Installation des Updates das i7-Modell deutlich überholt - so wie man es erwartet hatte.

Lüfterlärm?
Wenige Nutzer merkten an, dass die Lüfter nach dem Update bei Last früher anspringen. Die meisten allerdings konnten keine merkliche Änderung des Lüfterverhaltens feststellen. Sicher ist, dass Apple das Lüfterverhalten nicht derart dramatisch alterierte, um das vormals leise Gerät zu einem Fön mutieren zu lassen.

Problematik für alle Modelle behoben?
Bisher meldete sich nach der Aktualisierung kein Nutzer zu Wort, der auch nach dem Update mit erheblichen Taktfrequenzschwankungen zu kämpfen hat. Das Update behebt die Problematik sowohl bei den 13"- wie auch bei den 15"-Modellen erfolgreich, völlig gleich ob eine i5-, i7- oder i9-CPU verbaut ist.

Fazit
Es ist begrüßenswert, dass Apple das Problem durch ein Software-Update beheben konnte. Die Kommunikationspolitik ließ aber zu Wünschen übrig: Hätte Apple früher darüber aufgeklärt, dass es sich bei den Verhalten um einen Bug handelte, wären dem Konzern viele Unterstellungen bezüglich einer Fehlkonstruktion erspart geblieben.

Kommentare

gegy
gegy25.07.18 09:33
Es ist begrüßenswert, dass Apple das Problem durch ein Software-Update beheben konnte. Die Kommunikationspolitik ließ aber zu Wünschen übrig: Hätte Apple früher darüber aufgeklärt, dass es sich bei den Verhalten um einen Bug handelte, wären dem Konzern viele Unterstellungen bezüglich einer Fehlkonstruktion erspart geblieben.

Nun, es benötigt ja auch Zeit um festzustellen wo der Fehler liegt und ob es sich um einen Hardware oder Software Fehler handelt.
Gebt den Menschen doch ein wenig mehr Zeit, es muss ohnehin schon alles so schnell wie möglich passieren.
+17
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck25.07.18 09:42
gegy
Natürlich ist eine gewisse Zeit erforderlich - allerdings wird der Grund hinter dem Fehler schon lange bekannt gewesen sein, bevor Apple die Aktualisierung veröffentlichte. Apple braucht ja auch eine gewisse Zeit, das Update zu erstellen, zu testen und freizugeben. In dieser Zeit ist sich Apple ja schon bewusst gewesen, dass ein SW-Fix möglich ist - zu diesem Zeitpunkt hätte sich der Konzern eine Menge an negativen Schlagzeilen ersparen können.
+3
JoMac
JoMac25.07.18 09:44
gegy
Es ist begrüßenswert, dass Apple das Problem durch ein Software-Update beheben konnte. Die Kommunikationspolitik ließ aber zu Wünschen übrig: Hätte Apple früher darüber aufgeklärt, dass es sich bei den Verhalten um einen Bug handelte, wären dem Konzern viele Unterstellungen bezüglich einer Fehlkonstruktion erspart geblieben.

Nun, es benötigt ja auch Zeit um festzustellen wo der Fehler liegt und ob es sich um einen Hardware oder Software Fehler handelt.
Gebt den Menschen doch ein wenig mehr Zeit, es muss ohnehin schon alles so schnell wie möglich passieren.

Theoretisch: Ja.
Wir gehen aber ja nun mal davon aus, dass Apple seine Geräte vor Ausgabe auch einem größeren Test unterzieht.
Von daher dachten die allermeisten (ich auch), dass das ggf. gar kein "Bug" wäre.

Ich finde diesen "Aufstand" trotzdem richtig - weil man aus der Vergangenheit gewohnt ist, dass Apple bei Problemen manchmal sonst nichts unternimmt.
+1
Peacekeeper2000
Peacekeeper200025.07.18 09:46
Klingt ein wenig nach dem Software Update beim Dieselgate. Das thermische Design (also die HW) zu ändern wäre wohl besser, aber auch teurer für Apple.
Na immerhin fällt er jetzt nicht auf Traktor Niveau zurück, wenn er mal schaffen muss.
-4
Mendel Kucharzeck
Mendel Kucharzeck25.07.18 09:53
Peacekeeper2000
Jetzt verhalten sich die neuen Modelle ja exakt so wie die ältere Generation - daher ist eine Hardware-Anpassung hier überhaupt nicht erforderlich.
+3
Schneewolf
Schneewolf25.07.18 10:23
Ich finde es trotzdem rätselhaft warum ein derart teueres Gerät so unausgereift auf den Markt gebracht wird.Normalerweise müsste man doch annehmen dass diese Books in der Abteilung QS und Mangement doch vorher eingehenden Belastungstests unterzogen werden.
Schliesslich ist die Kundschaft ja nicht nur Otto-Normalverbraucher sondern Leute die mit diesen Books ihr Geld verdienen oder sehe ich das falsch ?
+2
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex25.07.18 10:27
Schneewolf
Naja... wie kann es sein, dass es Smartphones mit explosiven Akkus auf dem Markt, Autos mit nicht mehr funktionierenden, elektrischen Bremssystemen oder andere Rückrufaktionen verursachende Produkte am Markt gibt?

Der Erstkäufer ist mittlerweile sehr oft der Beta Tester.
-3
barabas25.07.18 10:43
Die Hardware etwas später veröffentlicht, ausgeliefert dann gleich mitsamt dem aktualisierten OS 10.13.6 und es wäre überhaupt kein Thema gewesen. Wenn jetzt auch noch die überarbeitete Tastatur das hält was sich Apple davon verspricht dann wäre zumindest vorläufig alles gut.
-1
sonorman
sonorman25.07.18 10:47
JoMac
…Ich finde diesen "Aufstand" trotzdem richtig - weil man aus der Vergangenheit gewohnt ist, dass Apple bei Problemen manchmal sonst nichts unternimmt.
Probleme müssen beim Namen genannt werden. Das ist richtig. Aber auch hier macht der Ton die Musik. Statt dummes Apple-Bashing und halbgare oder gar unsachliche Vorverurteilungen wäre es anständig gewesen, wenn sich die Community darauf beschränkt hätte, den Fehler zu isolieren und so schnell und exakt wie möglich an Apple zu melden. Ist ja nicht so, dass man deswegen mit den Geräten gar nicht mehr arbeiten konnte.

Die erste Meldung dazu kam (wenn ich mich nicht irre) am 18.07. Heute haben wir den 25. Also nach nur einer Woche wurde das Problem von Apple identifiziert und behoben. Ich finde, das ist eine ziemlich schnelle Reaktion, wenn man bedenkt, dass man so einen Patch auch nicht mal eben mit der heißen Nadel stricken darf, um sich keine weiteren Bugs einzufangen.
+11
Troubadixderdritte25.07.18 10:50
sonorman
JoMac
…Ich finde diesen "Aufstand" trotzdem richtig - weil man aus der Vergangenheit gewohnt ist, dass Apple bei Problemen manchmal sonst nichts unternimmt.
Probleme müssen beim Namen genannt werden. Das ist richtig. Aber auch hier macht der Ton die Musik. Statt dummes Apple-Bashing und halbgare oder gar unsachliche Vorverurteilungen wäre es anständig gewesen, wenn sich die Community darauf beschränkt hätte, den Fehler zu isolieren und so schnell und exakt wie möglich an Apple zu melden. Ist ja nicht so, dass man deswegen mit den Geräten gar nicht mehr arbeiten konnte.

Die erste Meldung dazu kam (wenn ich mich nicht irre) am 18.07. Heute haben wir den 25. Also nach nur einer Woche wurde das Problem von Apple identifiziert und behoben. Ich finde, das ist eine ziemlich schnelle Reaktion, wenn man bedenkt, dass man so einen Patch auch nicht mal eben mit der heißen Nadel stricken darf, um sich keine weiteren Bugs einzufangen.

👍👍👍
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JoMac
JoMac25.07.18 10:52
sonorman
JoMac
…Ich finde diesen "Aufstand" trotzdem richtig - weil man aus der Vergangenheit gewohnt ist, dass Apple bei Problemen manchmal sonst nichts unternimmt.
Probleme müssen beim Namen genannt werden. Das ist richtig. Aber auch hier macht der Ton die Musik. Statt dummes Apple-Bashing und halbgare oder gar unsachliche Vorverurteilungen wäre es anständig gewesen, wenn sich die Community darauf beschränkt hätte, den Fehler zu isolieren und so schnell und exakt wie möglich an Apple zu melden. Ist ja nicht so, dass man deswegen mit den Geräten gar nicht mehr arbeiten konnte.

Die erste Meldung dazu kam (wenn ich mich nicht irre) am 18.07. Heute haben wir den 25. Also nach nur einer Woche wurde das Problem von Apple identifiziert und behoben. Ich finde, das ist eine ziemlich schnelle Reaktion, wenn man bedenkt, dass man so einen Patch auch nicht mal eben mit der heißen Nadel stricken darf, um sich keine weiteren Bugs einzufangen.
Auf jeden Fall darf das nicht mit der heißen Nadel gestrickt sein, und dafür ist eine Woche m.E. schon sehr gut.
Ich mag kein Bashing, sondern konstruktive Hinweise. Ich von meiner Seite finde die Rückmeldungen dennoch natürlich - denn ich hätte mein Gerät bereits zurückgeschickt. Es kann passieren (dürfte es dennoch nicht), dass die Geräte ohne rechtzeitigem Update in den Verkauf gingen.

Siehe früher die Tastatur-Probleme - es hat lange Zeit gedauert, bis Apple eine (vielleicht) qualitativ angemessene Tastatur herausgebracht hat.
Und wenn dies (Drossel-Probleme) an dieser Stelle auch ausgesessen worden würde (hätte hätte..) .. von daher , wie gesagt, ist es meinerseits verständlich, dass die Community empfindlich reagiert.
0
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex25.07.18 11:16
JoMac
Und wenn dies (Drossel-Probleme) an dieser Stelle auch ausgesessen worden würde (hätte hätte..) .. von daher , wie gesagt, ist es meinerseits verständlich, dass die Community empfindlich reagiert.

Kann ich mir nicht vorstellen.
Wer zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder mit mehr Kernen im Notebookmarkt auftritt, der weiß, dass sich sehr viele bekannte und unbekannte Namen die Finger danach lecken, die neue Leistung auf Herz und Nieren zu testen.

Vor allem, wenn man so gezielt damit wirbt.
+2
Megaseppl25.07.18 11:18
sonorman
Aber auch hier macht der Ton die Musik. Statt dummes Apple-Bashing und halbgare oder gar unsachliche Vorverurteilungen wäre es anständig gewesen, wenn sich die Community darauf beschränkt hätte, den Fehler zu isolieren und so schnell und exakt wie möglich an Apple zu melden.
Glaubst du Apple hätte das Problem so schnell behoben wenn dies nur in irgendeinem Bug-Report gelistet und in technischen Foren diskutiert worden wäre?
Die Geschichte (z.B. die alten iMac-WLAN-Probleme, das iPhone 6-Batterieproblem, aber auch meine eigenen Bug-Reports) zeigt dass es ohne Druck nicht gut funktioniert - ohne diesen ist Apple träge.
+4
JoMac
JoMac25.07.18 11:24
Gammarus_Pulex
JoMac
Und wenn dies (Drossel-Probleme) an dieser Stelle auch ausgesessen worden würde (hätte hätte..) .. von daher , wie gesagt, ist es meinerseits verständlich, dass die Community empfindlich reagiert.

Kann ich mir nicht vorstellen.
Wer zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder mit mehr Kernen im Notebookmarkt auftritt, der weiß, dass sich sehr viele bekannte und unbekannte Namen die Finger danach lecken, die neue Leistung auf Herz und Nieren zu testen.

Vor allem, wenn man so gezielt damit wirbt.
Da hast Du recht.
Nur.. es gab auch nicht wenige Probleme mit der Tastatur (ich hatte 2 2016er Modelle gekauft und Retoure gesendet). Und Apple hatte damals auch mit der schönen neuen Butterfly-Tastatur geworben.

Und so eine Tastatur (im Allgemeinen) ist bei einem Notebook ja nicht unwesentlich
Von daher bin ich mit Erwartungen bzgl. Apple sehr entspannt geworden.
0
Hot Mac
Hot Mac25.07.18 11:41
Erst mal kann man ja schon von einem begrüßenswerten Umstand sprechen, dass Apple „so“ schnell reagiert hat. Das wurde auch schon mal anders gehandhabt.

Auf der anderen Seite muss man aber auch diejenigen verstehen, die sich für einen Haufen Kohle einen Mac gekauft und nicht das erhalten haben, was sie erwartet hatten.

Ich kann mir vorstellen, dass der ein oder andere ein wenig kon­s­ter­niert aus der Wäsche geschaut hat.
+4
Gammarus_Pulex
Gammarus_Pulex25.07.18 11:42
JoMac
Von daher bin ich mit Erwartungen bzgl. Apple sehr entspannt geworden.

Alles andere sorgt auch nur für hohen Blutdruck und Unzufriedenheit.
Beides nichts, was ich will oder brauche, mir aber nur selber bescheren kann.
+1
MCKG25.07.18 11:51
Fiktion:
Hätte Apple von dem Fehler gewusst und die MacBooks bewusst zurückgehalten, bis das Update draußen ist und das auch so kommuniziert, würde man hier diskutieren, wie gemein Apple ist, die Geräte zurückzuhalten. Mann hätte Sie doch auch gleich ausliefern können ....

Ich hatte mich über Apple aufgeregt, obwohl ich kein neues Book habe, aber den Kauf in Erwägung gezogen hatte. Aufgrund der panikmachenden Artikel war ich verunsichert.
Wenn ich mir das jetzt in Ruhe durch den Kopf gehen lasse, sollte ich zukünftig einfach weniger auf voreilige Meldungen geben. Meist erledigt sich das Zeugs durch Zeitablauf.
+2
OpDraht
OpDraht25.07.18 11:56
Letztendlich finde ich es gut dass das Problem auf einem per Update behebbaren Fehler basierte. Rückschauend betrachtet zahlt sich das Warten auf das zweite Facelift immer aus: die Modelle sind ausgereifter und zuverlässiger.
+2
McFisch25.07.18 12:07
Ich frage mich, ob man das Problem bei internen Tests vor der Auslieferung vom MBP nicht hätte bemerken müssen. Wenn schon mit der erhöhten Leistung geworben wird, könnte man ja ein paar Benchmarks auf einem seriennahen Prototyp laufen lassen und bemerken: "Hoppla, Leistungseinbussen nach x Minuten Dauerlast"
Oder wir sowas nicht gemacht!?
+4
Dante Anita25.07.18 12:12
sonorman

Ich stimme deinem Standpunkt zu. Zum Glück für Apple war es ein Softwareproblem, und kein Problem der physischen Komponenten. Gut, dass es jetzt schnell gelöst wurde.

Allgemein war bei den jüngsten Produktvorstellungen aber fast immer ein Haar in der Suppe. Da Apple sehr ansehnliche Preis aufruft, seine Kunden mit unsäglich langen Produktzyklen nervt (Mini, MacPro) und in der Vergangenheit auf Probleme nicht oder nur sehr zögerlich reagiert hat (z.B. Tastatur MacBook, Drosselung der iPhones bei schwacher Batterie) wundert es mich nicht, dass die Kunden immer kritischer werden. Manchmal wird da übers Ziel hinausgeschossen, aber das wird Apple schon noch aushalten.
0
cps25.07.18 12:43
Notebookcheck, der i7-8850H im Cinebench-Dauertest: https://www.notebookcheck.com/MacBook-Pro-2018-Software-Upda te-fuer-mehr-Leistung-im-ersten-Test.318230.0.html
0
PaulMuadDib25.07.18 13:24
McFisch
Ich frage mich, ob man das Problem bei internen Tests vor der Auslieferung vom MBP nicht hätte bemerken müssen. Wenn schon mit der erhöhten Leistung geworben wird, könnte man ja ein paar Benchmarks auf einem seriennahen Prototyp laufen lassen und bemerken: "Hoppla, Leistungseinbussen nach x Minuten Dauerlast"
Oder wir sowas nicht gemacht!?
Nun. Wenn wir unterstellen, dass es sich tatsächlich um ein Zertifikat gehandelt hat, so könnte das schlicht noch beim Testen vorhanden, nicht abgelaufen oder nicht nötig gewesen sein. Wer weiß das schon?

In großen Firmen gehen leider sehr schnell und leicht Kleinigkeiten schief. Erst selbst wieder erlebt: eines unserer internenen Zertifikate lief ab. Leider wurde der entsprechende Hinweis nicht an die ganze Gruppe, sondern einer einzelnen Person geschickt. Und der war Prompt im Urlaub. Und so nahm das Schicksal seinen Lauf …

Ich will das jetzt hier nicht verteidigen, aber ich finde es ätzend, wenn bei solchen Ereignissen sofort „Schrott!“ gebrüllt wird. Erst einmal sollte dafür gesorgt werden, dass der Hersteller von dem Problem überhaupt weiß. Das alleine Dauert schon. Oder glaubt ihr, das wird sofort die Taskforce zusammengetrommelt, wenn ein paar Einzelne ein Problem haben, von dem Apple vermutlich davon ausgegangen ist, das es nicht existiert?

Die Wahrheit wird sowieso niemand erfahren. Aber vielleicht war es auch genau so.
+1
AppleUser2013
AppleUser201325.07.18 14:12
Auch wenn die Taktschwankungen behoben sind, sehe ich dennoch das Problem, dass die CPU schnell locker über 90 Grad heiß wird. Das Problem dabei...Das Material dehnt sich aus und zieht sich zusammen beim Abkühlen. Da nun aber alles verlötet ist, kann es sein, dass sich die Lötstellen lösen und der Chip den Kontakt zum Board verliert. Das hatten wir bei Apple schon oft bei Grafikchips. Da half nur eine Reparatur oder das Backen im Ofen...
Weiters kommt hinzu, dass die Wärmeleitpaste schneller trocknet, wenn die CPU so schnell und dauerhaft über 90 Grad erreicht.
Wir werden sehen, wie lange die MBPros halten bei anhaltender starker Nutzung. Das wird aber erst die Zukunft zeigen...
+3
eliotmc25.07.18 14:45
Apple scheint nach wie vor, ein riesen QM Problem zu haben.
0
G4cube25.07.18 14:57
eliotmc
Apple scheint nach wie vor, ein riesen QM Problem zu haben.

Das ist relativ.

Wenn ich bedenke, wie viele Macs und iOS-Geräte ich in den letzten zwölf Jahren hatte, dann kann ich überhaupt nicht über die Qualität meckern.

Zwei iMacs, zwei MacBooks, ein MPB, ein Mac Pro, Cinema Display, sogar gebrauchte PPCs (QS, Cube, iMac G4...), dazu drei iPads und (zusammen mit meiner Frau) 6 iPhones

Bei einem MacBook gab es mal ein Logicboardproblem, was innerhalb der Garantie gemacht wurde und bei einem iMac ist nach 9 Jahren die Festplatte verreckt (9 Jahre als Bürorechner benutzt)

Sonst gab es nicht ein Problem.

Und nur weil in letzter Zeit nicht alles läuft heißt das noch lange nicht, dass sie da ein Riesen QM Problem haben. Es gibt Probleme, aber riesig ist meines Erachtens da falsch
+1
atlantide25.07.18 15:39
Sie haben so schnell reagiert, weil es ein hochpreisiges Produkt ist, von dem sie möglichst schnell möglichst viele verkaufen wollen.
Ganz anders sieht es aus, wenn sich ein halbes Jahr, nachdem das Modell durch ein neueres ersetzt wurde, in "Einzelfällen" die GPUs entlöten oder Kondensatoren in der Stromversorgung ausfallen...
+2
Oxymoron25.07.18 15:45
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht - da wird viel Wind von Leuten gemacht, die keines der betroffenen Geräte besitzen oder auch nur bestellt haben.

Von dem Hitzeproblem wurde doch praktisch kein normaler Endkunde betroffen - schließlich kann man hier in Deutschland erst seit Montag eines der neuen Geräte in den Händen halten - zumindest als normaler Kunde, der wie ich 15 Minuten nach der Ankündigung der neuen Geräte eines bestellt hat.

Alle anderen sind Journalisten, Tester und Influencer, die die Geräte nicht für den Eigenbedarf gekauft, sondern zum Testen bevorzugt zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Übrigens bleibt das 2018er MacBook Pro mit i9 aussen kühler als mein altes Late 2013 - zumindest bei normaler Benutzung und 30 Grad Umgebungstemperatur und das sogar noch ohne das Update.
-3
Johnny6525.07.18 16:06
Oxymoron
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht - da wird viel Wind von Leuten gemacht, die keines der betroffenen Geräte besitzen oder auch nur bestellt haben.

Weil man gerade im Vorfeld der Entscheidung, 5500 Euro auszugeben, gerne wüßte, ob sich diese Ausgabe lohnt oder man sie schnell bereuen würde?
Übrigens bleibt das 2018er MacBook Pro mit i9 aussen kühler als mein altes Late 2013 - zumindest bei normaler Benutzung und 30 Grad Umgebungstemperatur und das sogar noch ohne das Update.

Das ist allerdings erfreulich zu hören.
+4
ilig
ilig25.07.18 17:51
Ich benutze Apple-Rechner als Grafikdesigner seit 32 Jahren. Aufälle gab es zwei. Macintosh Plus: Nach 4 Jahren starb der Trafo. Da hatte ich zum Glück schon den Macintosh II. PowerBook G4 17": Da verabschiedete sich nach 5 1/2 Jahren das Display. Da hatte ich aber schon seit einem knappen Jahr ein MacBook Pro 17".

So unterschiedlich können die Erfahrungen sein.

Hin und wieder gab es Probleme mit Programmen oder Systemen. Trotzdem habe ich immer recht entspannt damit mein gutes Geld verdient.
0
strellson25.07.18 18:24
Ähnlich bei mir. Bin seit 15 Jahren selbständig und täglich auf den Rechner angewiesen und auch min 8 Stunden jeden Tag in Gebrauch. Es gab nie ein Totalausfall. Einmal wurde eine knisternde Audiobuchse ausgetauscht und einmal Staingate … aber nichts Akutes.
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