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M1: Wie schnell sind eigentlich die Energiesparkerne?

Schon seit Längerem setzt Apple bei den Apple-A-Chips auf asymmetrische Kerne (AMP, Asymmetric Multiprocessing). Dies bedeutet, dass mehrere Prozessoren oder Kerne zusammenarbeiten, welche nicht identisch sind. Bis zu der Einführung der M1-Macs waren alle Macs mit identischen Kernen oder Prozessoren ausgestattet – der M1 war der erste Chip in einem Mac, welcher mit unterschiedlichen Kernen daher kam.


Feuer und Eis
Macs und iOS-Geräte erledigen im Hintergrund viele Aufgaben, welche nicht zeitkritisch sind – so zum Beispiel der Upload und Download von iCloud-Daten oder das Abrufen von neuen E-Mails. Der M1 bringt zwei unterschiedliche Kern-Arten mit: Die vier Firestorm-Kerne sind auf Performance getrimmt, die vier Icestorm-Kerne auf Energieeffizienz. Erledigt der Mac nun eine nicht zeitkritische Hintergrundaufgabe, verwendet er hierfür die Icestorm-Kerne. Wartet der Nutzer auf die Erledigung einer Aufgabe, kommen die schnelleren Firestorm-Kerne zum Einsatz.

Apple dokumentiert nichts
Leider lässt sich Apple weder bei den A- noch bei den M-Chips in die Karten schauen: Nur durch geschicktes Reverse-Engineering wurde Genaueres bekannt – wie zum Beispiel Details zur Mikroarchitektur, welche Dougall Johnson veröffentlichte. Johnson erklärt hier, wie sich einzelne Instruktionen auf den Firestorm- oder Icestorm-Kernen verhalten.

Wie schnell sind die Icestorm-Kerne?
Doch wie sehr unterscheiden sich die Firestorm- von den Icestorm-Kernen – und besonders: Wie schnell sind sie? Dieser Frage ging eclecticlight.co nach und hat mit einem recht simplen Test gemessen, um wie viel Prozent die Icestorm-Kerne hinterherhinken. Dazu verwendete die Webseite vier Ansätze zur Errechnung des Skalarprodukts/Punktprodukts: "Von Hand" in Assembler programmiert mit SIMD-Befehlen (Single-Instruction, Multiple-Data), in Swift mit Apples SIMD-Bibliothek, einfache und unoptimierte Schleife in Swift und einen optimierteren Ansatz in Swift mit map und reduce. Relativ zu den Firestorm-Kernen arbeiteten die Energiesparkerne um folgende Prozentangaben langsamer (100 Prozent würde bedeuten, die Kerne wären gleich schnell – 200 Prozent bedeutet doppelt so langsam/halb so schnell):

  • 190 Prozent beim Ausführen der Assembler-Variante
  • 330 Prozent beim Ausführen mittels der SIMD-Bibliothek in Swift
  • 280 Prozent beim Ausführen der einfachen und umoptimierten Swift-Schleife
  • 550 Prozent beim Ausführen des optimierten Swift-Ansatzes mit map/reduce

In einem vorherigen Test hat eclecticlight.co bereits gemessen, wie sich die Firestorm- und Icestorm-Kerne beim Komprimieren von Daten schlagen: Hier war die relative Performance mit 717 Prozent schlechter Errechnen des Skalarproduktes.

Deutlich weniger Energie
Schaut man sich die obigen Werte an, hat es den Anschein, als seien die Icestorm-Kerne lahme Schnecken. Doch betrachtet man die Performance in Relation zum Energieverbrauch, wird deutlich, dass der Einsatz dieser Kerne sehr lohnend ist: Maynard Handley berichtete, dass die Icestorm-Kerne nur 25 Prozent der Energie der Firestorm-Kerne benötigen. Für nicht zeitkritische Hintergrundprozesse oder kontinuierliche Aufgaben, welche nicht die Geschwindigkeit der Firestorm-Kerne benötigen, sind die Icestorm-Kerne eine sehr gute Wahl, da deutlich weniger Energie benötigt wird und somit auch weniger Abwärme entsteht.

Kommentare

mikeboss
mikeboss02.09.21 12:10
wie ich hier kuerzlich ausgefuehrt habe, wird man auf Apple silicon mit dem Low power mode in macOS Monterey extremst strom sparen koennen. in relation zum verlust an performance ist es sehr eindruecklich: der M1 goennt sich unter vollast noch etwa 4,5 W waehrend es im normalfall auch mal 21 W sein koennen.
+11
steve.it02.09.21 12:17
Durch das angekündigte Rumschnüffeln auf den Geräten, ist mein Interesse an Apple Silicon und Apple Produkten stark gesunken.
-25
maybeapreacher
maybeapreacher02.09.21 12:26
steve.it : Stimme Dir prinzipiell zu. Bin mal gespannt was das Asahi Linux Projekt auf die Beine stellt. Der Linux Kernel hat ja offiziell M1 support bekommen, und Asahi bootet mittlerweile eine GUI auf den M1 Kisten. Und Apple unterbindet nicht das ausführen oder booten anderer Kernel, es muss also nichts gehackt, gerootet oder sonst wie geknackt werden. Es geht "nur" um Treiber für die Komponenten wie GPU, WLAN, Bluetooth etc. pp. Das könnte die M1 Plattform auch außerhalb von macOS interessant machen. Mal schauen was die Zukunft bringt. https://asahilinux.org/about/
+4
steve.it02.09.21 12:45
maybeapreacher:
Das Thema Linux auf dem M1 finde ich bisher maximal am Rande interessant.

- Ich habe Zweifel, ob das jemals richtig rund ohne Ecken und Kanten laufen wird. "Nur" Treiber ist gut, insbesondere wenn es um eine GPU geht, die es nur von Apple gibt und Apple keine wirklichen Details für Treiberentwicklung rausrückt.
- Wenn man kein macOS einsetzt, ist man in der Auswahl der Hardware wesentlich flexibler und muss sich nicht erneut völlig unnötig abhängig vom Apple machen, die bekanntlich recht teuer sind (insbesondere wenn man mehr RAM, SSD oder sonst was haben möchte) und alles verdongeln/verkleben/integrieren. Ob da jetzt eine ARM oder x86_64 CPU drin steckt und die eine etwas langsamer oder schneller ist, ist am Ende des Tages nebensächlich. Finde AppleSilicon eigentlich schon gut und spannend. Aber das hat einen guten Dämpfer bekommen.
Beispiel :

Ja, aber nicht verkehrt, wenn es Fortschritt gibt, als Option usw.
-7
blackboxberlin02.09.21 13:15
Finde AppleSilicon eigentlich schon gut und spannend. Aber das hat einen guten Dämpfer bekommen.

Hier


steht aber, das der MacMini günstiger als der Asus PC ist … und ein Monitor fehlt auch noch!

Was mir am Apple M1 gefällt, ist die Kombination aus sehr guter Leistung & geringem Energieverbrauch!
Und das ist bisher einmalig!

Das weiß Apple auch und lässt sich den technologischen Vorsprung gut bezahlen (ganz billig war die Entwicklung sicher auch nicht)!

Ansonsten sehe ich bei den Desktop CPU‘s keine Steigerung mehr, außer das sie noch heißer und die Lüfter noch lauter werden!

Die Leistungssteigerungen (auf jeden Fall in der Bild-/Videobearbeitung) gab‘s ja eher durch neue, bessere GPU‘s!!

Aber es stimmt: fürs Büro reicht die alte, graue Kiste unterm Schreibtisch!
+2
Perlensucher
Perlensucher02.09.21 13:45
Die Karten bei den Prozessoren werden gerade heftig gemischt. Bin auf die Reaktion von Google, mit deren neuen CPU Tensor, gespannt. Intel und Co. werden sich verdammt warm anziehen müssen. Die Zukunft wird sehr spannend.
+2
steve.it02.09.21 13:45
blackboxberlin:
Das war nur ein Beispiel. Aber um mal beim Beispiel zu bleiben.
Du hast wohl nicht richtig geschaut.
Der verlinkte Asus hat 64 GB Ram und insgesamt 3TB Speicher in Form von zwei SSDs. Stromverbrauch im IDLE ist auch irgendwo unter oder um die 10W.
Der Monitor fehlt beim Mac mini ebenfalls ...

Und wenn ich selber baue, würde ich eher bei der "guten alten Kiste unterm Schreibtisch" bleiben (die nicht grau sein muss).

Wie auch immer:
Für ein Linuxer ist ein M1 uninteressant. Bezweifle, dass sich das ändert.
-7
RyanTedder
RyanTedder02.09.21 15:47
Die Icestorm Kerne arbeiten bis zu 7 mal langsamer aber sparen nur um das 4-fache an Strom?
+1
glider02.09.21 15:58
Die Icestorm Kerne arbeiten bis zu 7 mal langsamer aber sparen nur um das 4-fache an Strom?

Wie beim Auto: 100 PS-Motor verbraucht im Vergleich zum 200 PS-Motor auch nicht nur die Hälfte...
0
steve.it02.09.21 16:28
steve.it
Durch das angekündigte Rumschnüffeln auf den Geräten, ist mein Interesse an Apple Silicon und Apple Produkten stark gesunken.
16 mal Daumen runter um 16:26.


Leute, die nicht verstehen, was es wirklich mit dem Feature auf sich haben kann... selbst jetzt ist noch unklar, ob und wann wirklich gescannt wird.

... und das alles bei einer Firma, die sich angeblich für Privacy einsetzt und dafür Werbung macht.
0
Gedankenschweif02.09.21 17:00
steve.it
... selbst jetzt ist noch unklar, ob und wann wirklich gescannt wird.
Doch, es ist seit Anfang an klar das nie gescannt wird.
Denn es wird lediglich einen Vergleich von Hashwerten geben und das ist von dem Scannen, das Google, Microsoft u.a. in ihren Clouds veranstalten, ganz weit entfernt.
-3
steve.it02.09.21 17:11
Gedankenschweif
steve.it
... selbst jetzt ist noch unklar, ob und wann wirklich gescannt wird.
Doch, es ist seit Anfang an klar das nie gescannt wird.
Denn es wird lediglich einen Vergleich von Hashwerten geben und das ist von dem Scannen, das Google, Microsoft u.a. in ihren Clouds veranstalten, ganz weit entfernt.
Ja, das ist in der Tat ganz weit entfernt. Denn die scannen auf ihrer Cloud, die man nicht nutzen muss (IMHO auch nicht nutzen sollte). Apple hingegen auf dem Gerät...

"Apple’s method of detecting known CSAM is designed with user privacy in mind. Instead of scanning images in the cloud, the system performs on-device matching using a database of known CSAM image hashes provided by NCMEC and other child safety organizations."

"The device creates a cryptographic safety voucher that encodes the match result along with additional encrypted data about the image. This voucher is uploaded to iCloud Photos along with the image."

https://www.apple.com/child-safety/

Also werden alle Dateien gescannt... klingt so - unabhängig von iCloud. Bei iCloud-Nutzung wird dann der Voucher hochgeladen. Gescannt wird aber scheinbar immer.

Und völlig unabhängig davon: Das System ist dann da und kann nach und nach ausgeweitet werden. Das ist ja gerade die Gefahr dabei und wurde schon in x-Foren diskutiert.
0
RyanTedder
RyanTedder02.09.21 18:00
glider
Die Icestorm Kerne arbeiten bis zu 7 mal langsamer aber sparen nur um das 4-fache an Strom?

Wie beim Auto: 100 PS-Motor verbraucht im Vergleich zum 200 PS-Motor auch nicht nur die Hälfte...

Du hast bei Transistoren aber keinen Drehmoment oder andere physische Kräfte die Wirken.
0
Gedankenschweif02.09.21 19:13
steve.it
Du hast das System kein Stück verstanden und breitest hier nur dein Unwissen aus.

Nein, es werden keine Dateien gescannt! Scannen bedeutet, öffnen der Bilder und bearbeiten mit diversen Analysetools. Und genau das findet – im Gegensatz zu den Clouddiensten von Google, Microsoft, u.a. – bei diesem Verfahren von Apple nicht statt!
Wenn man Bilder in die iCloud-Fotomediathek hochlädt - und nur dann, werden Hashwerte der Bilddateien gegen eine Datenbank mit Hashwerten von bereits bekannten KiPo-Bildern abgeglichen. Kommt es zu einer Übereinstimmung , wird ein "cryptographic safety voucher" erstellt, der mit dem Bild in die Cloud geladen wird. Erst wenn der Grenzwert von 30 Bildern mit Übereinstimmung erreicht wird, kann ein Mitarbeiter mit Hilfe der "cryptographic safety voucher" in die 30 zu diesen Vouchern passenden Bilder gucken und überprüfen, ob es sich bei diesen Bildern wirklich um KiPo-Material handelt.
Die Mitarbeiter von Apple erhalten damit ausschliesslich Zugang zu diesen 30 Bilddateien, der gesamte Rest der iCloud-Fotomediathek bleibt Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Im Gegensatz zu den Cloud-Lösungen von Google, Microsoft u.a., denn hier kann nichts verschlüsselt sein, weil die nämlich jede hochgeladene Datei scannen, also öffnen und analysieren und dazu benötigen sie selbstverständlich den vollen Zugang zu den Bilddateien.
-2
steve.it02.09.21 19:19
Du hast das System kein Stück verstanden und breitest hier nur dein Unwissen aus.

Das gilt wohl eher für Dich?
Scannen habe ich als Synonym verwendet. Ein normaler Hash-Abgleich ist das nicht.
Wenn man Bilder in die iCloud-Fotomediathek hochlädt - und nur dann, werden Hashwerte der Bilddateien gegen eine Datenbank mit Hashwerten von bereits bekannten KiPo-Bildern abgeglichen.
Das steht in dem von mir zitierten Apple Text aber anders. So lese ich das jedenfalls.
Und ich bin nicht der Einzige, der das so liest.

Und selbst wenn es anders ist, dann ist das nur ein "Bit" weg von dem anderen, der jederzeit gekippt werden kann.
Kommt es zu einer Übereinstimmung , wird ein "cryptographic safety voucher" erstellt, der mit dem Bild in die Cloud geladen wird.
Steht da aber anders.
[i]"Apple’s method of detecting known CSAM is designed with user privacy in mind. Instead of scanning images in the cloud, the system performs on-device matching using a database of known CSAM image hashes provided by NCMEC and other child safety organizations."

"The device creates a cryptographic safety voucher that encodes the match result along with additional encrypted data about the image. This voucher is uploaded to iCloud Photos along with the image."[/I]

Zumindest drückt sich hier Apple anders aus... wie auch immer: Selbst wenn wirklich nur bei Upload "gescannt" wird: Das ist schnell auf das komplette iPhone ausgeweitet. Die Gefahr ist da. Denn das System ist vorhanden.
Im Gegensatz zu den Cloud-Lösungen von Google, Microsoft u.a., denn hier kann nichts verschlüsselt sein, weil die nämlich jede hochgeladene Datei scannen, also öffnen und analysieren und dazu benötigen sie selbstverständlich den vollen Zugang zu den Bilddateien.
Bei Apple ist auch nichts verschlüsselt. Jedenfalls nicht E2E. Apple könnte das genau so wie die anderen machen, was wesentlich Datenfreundlicher ist. Denn die Klaut muss man nicht nutzen. Auf dem Device hingegen zu scannen/hash-Agleich, ist eine ganz neue Dimension.

Insbesondere wenn viele Macuser das einfach dulden und weiter kaufen, wird Apple sich hier kaum bremsen lassen...
+6
Gedankenschweif02.09.21 19:32
steve.it
Der Gedanke "Das ist schnell auf das komplette iPhone ausgeweitet" ist doch völlig daneben, weil all das, worauf das angeblich ausgeweitet werden kann, doch schon seit Beginn der Smartphones in zunehmendem Maße gemacht wird.
Wenn man WhatsApp installiert, diese App Zugriff auf das Adressbuch verlangt und im Anschluss alle Adressen aus diesem Adressbuch auf die WhatsApp-Server hochlädt, dann haben wir hier schon ein Vielfaches an Missachtung der Privatsphäre, wie du es hier Apple für eine spekulative Zukunft unterstellst.
Auch der Großteil der Apps, die Zugriff auf die Standortdaten des Gerätes haben wollen, sammeln diese und senden sie an Server der Entwickler, um diese zu analysieren.
Daten auf den Geräten sammeln und sie irgendwo hinzuschicken ist also nichts, was Apple erst neu als Funktion implementieren muss, dass wird von etlichen App-Entwicklern heute schon intensiv genutzt.
-2
steve.it02.09.21 19:48
Ich bin müde die ganzen "Argumente" erneut zu widerlegen oder wenigstens mal zu hinterfragen.
Das Thema wird in vielen Foren behandelt.
Du bist viel zu unkritisch und blauäugig meiner Meinung.

Mag sein, dass es dabei bleibt. Die Garantie hat man aber nicht. Und China & Co reiben sich vermutlich schon die Hände.


Übrigens: WhatsApp hatte ich noch NIE genutzt. Ich hatte noch nie einen Whats_App-Account, weil ich das von Anfang an gesehen habe, was da abgehen kann mit den Telefonnummern (zudem war WhatsApp am Anfang ein Security-Desaster).
+3
Gedankenschweif02.09.21 20:08
steve.it
Ich bin keinesfalls unkritisch.
Um seriös über einen Sachverhalt zu diskutieren, muss man aber auch die Fakten klar auf den Tisch legen.
Und diese sind zum Einen, dass Apple in dem vorgestellten Konzept eben nicht scannen will, sie ein Verfahren gewählt haben, dass eben ein Mindestmaß an Eingriff vorsieht, im Gegensatz zu den Maßnahmen, die die anderen Mitspieler im Kampf gegen KiPo anwenden.
Im ganzen Feld des Vorgehens gegen KiPo ist Apples Weg der, mit den geringsten Eingriffen in die Privatsphäre der Nutzer.
Darüber hinaus sind die schon etablierten "Schnüffelpraktiken" die von vielen Firmen seit Jahren angewendet werden nicht weniger problematisch, als das, was du an Befürchtungen gegenüber Apple für eine mögliche Zukunft ansehen willst.
Eine nüchterne Diskussion zu diesem Thema muss sich also – unabhängig von irgendwelchen Firmen – zum einen damit beschäftigen, wie weit man die Unschuld der Nutzer für den Kampf gegen Verbrechen wie KiPo einschränken will und auf der anderen Seite, welche Möglichkeiten der Überwachung, Ausspähung, Analyse, etc. die heutigen Geräte ab Werk mitbringen und wie man diese einschränken kann und sollte.
-3
steve.it02.09.21 20:18
"Im ganzen Feld des Vorgehens gegen KiPo ist Apples Weg der, mit den geringsten Eingriffen in die Privatsphäre der Nutzer."

Nein. Der Eingriff betrifft bei Apple sogar die Leute (wie mich), die keine (i)Cloud nutzen. Denn der Kram ist auf dem Device.

So wie du argumentierst, kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass du im Thema tiefer drinsteckst bzw. dich damit richtig auseinandergesetzt hast...

Auch mal an den Edward denken, der in Russland fest sitzt...
+6
Gedankenschweif02.09.21 20:34
steve.it
In diesem Video-Interview mit dem WallStreet Journal erklärt Craig Federighi sehr detailliert, wie die Prozesse ablaufen:

https://www.wsj.com/video/series/joanna-stern-personal-technology/apples-software-chief-explains-misunderstood-iphone-child-protection-features-exclusive/573D76B3-5ACF-4C87-ACE1-E99CECEFA82C
-2
steve.it02.09.21 21:09
Gedankenschweif
steve.it
In diesem Video-Interview mit dem WallStreet Journal erklärt Craig Federighi sehr detailliert, wie die Prozesse ablaufen:

https://www.wsj.com/video/series/joanna-stern-personal-technology/apples-software-chief-explains-misunderstood-iphone-child-protection-features-exclusive/573D76B3-5ACF-4C87-ACE1-E99CECEFA82C
Das Video soll detailliert sein? Da bleibt vieles unbeantwortet oder wird ausweichend beantwortet. Gibt auch Links dazu... muss leider noch für die Arbeit etwas fertig machen. Muss mich daher ausklinken...
+2
AtariOnMac03.09.21 10:39
RyanTedder
Die Icestorm Kerne arbeiten bis zu 7 mal langsamer aber sparen nur um das 4-fache an Strom?

Genau das Selbe habe ich mir beim Lesen des Artikels auch gedacht. Das lässt im ersten Moment schon an der Sinnhaftigkeit der Icestorm-Kerne zweifeln. Denn das würde ja bedeuten, dass man die vom Verbrauch her gesehen auch durch einen Firestorm ersetzen könnte bei ähnlicher oder sogar höherer Performance. Und ein Firestorm-Kern braucht auch deutlich weniger Fläche auf dem Chip als die 4 Icestorm-Kerne...
-2
AtariOnMac03.09.21 10:56
Und um das weiterzuführen:

So gesehen müsste eine M1-CPU mit keinen Icestorm-Kernen und z.B. 6 Firestorm-Kernen deutlich schneller sein bei nur wenig mehr Leistungsaufnahme und das bei ähnlicher Chipgröße.

Wobei ich gerade noch gelesen habe, das Apple selbst angibt, dass ein Icestorm-Kern nur 1/10 der Energie eines Firestorm-Kerns benötigt. Was das Blatt dann wieder wenden würde...
0
mikeboss
mikeboss03.09.21 11:11
habe das gerade eben mal nachgemessen:

Mac mini M1 mit 800% load auf den CPUs
1420 mW fuer die insgesamt 4 efficiency cores
21500 mW fuer die insgesamt 4 performance cores

somit 15x weniger stromverbrauch!
+2
Solaris
Solaris03.09.21 20:26
Seit den den M1 habe, kann ich den ganzen Abend lang coden (Docker, PHPStorm, Browser, Webpack)
- ohne dass das Gerät auch nur handwarm wird
- ohne dass der Akku nach einer Stunde bereits einen Drittel verloren hat
- ohne dass irgendein Lüfter zu drehen beginnt

Alleine DIES macht das MacBook Pro für mich zu einer freudigen Sache. Die Leistung ist eine Sache, aber die Sparsamkeit macht es möglich, das Gerät 2..3 Tage nicht zu laden - wie ein iPad. Perfekt!

PS: Ich sage nicht, dass es das perfekte Gerät ist, sondern nur, dass es äusserst praktisch ist.
+3
Solaris
Solaris03.09.21 20:30
AtariOnMac
RyanTedder
Die Icestorm Kerne arbeiten bis zu 7 mal langsamer aber sparen nur um das 4-fache an Strom?

Genau das Selbe habe ich mir beim Lesen des Artikels auch gedacht. Das lässt im ersten Moment schon an der Sinnhaftigkeit der Icestorm-Kerne zweifeln. Denn das würde ja bedeuten, dass man die vom Verbrauch her gesehen auch durch einen Firestorm ersetzen könnte bei ähnlicher oder sogar höherer Performance. Und ein Firestorm-Kern braucht auch deutlich weniger Fläche auf dem Chip als die 4 Icestorm-Kerne...

Naja es geht ja um die effektiv gesparte Energie für Prozesse, die eben nicht zeitkritisch sind, von daher gestaltet sich die obige Argumentation in Wirklichkeit etwas schwieriger. Es geht nicht darum, dass die Icestorm Kerne mehr Leistung pro Watt bringen sollen, sondern mehr darum, wieviel Energie (in Bezug auf die Batterielaufzeit) man sparen kann, wenn nicht wichtige Prozesse auf langsameren Kernen laufen.
+2
Murkel201204.09.21 00:21
blackboxberlin
Finde AppleSilicon eigentlich schon gut und spannend. Aber das hat einen guten Dämpfer bekommen.

Hier


steht aber, das der MacMini günstiger als der Asus PC ist … und ein Monitor fehlt auch noch!

Was mir am Apple M1 gefällt, ist die Kombination aus sehr guter Leistung & geringem Energieverbrauch!
Und das ist bisher einmalig!

Das weiß Apple auch und lässt sich den technologischen Vorsprung gut bezahlen (ganz billig war die Entwicklung sicher auch nicht)!

Ansonsten sehe ich bei den Desktop CPU‘s keine Steigerung mehr, außer das sie noch heißer und die Lüfter noch lauter werden!

Die Leistungssteigerungen (auf jeden Fall in der Bild-/Videobearbeitung) gab‘s ja eher durch neue, bessere GPU‘s!!

Aber es stimmt: fürs Büro reicht die alte, graue Kiste unterm Schreibtisch!

Und wieder mal ein Äpfel mit Birnen Vergleich 🙄 Es ist eigentlich nur der Vergleich zwischen den Macs interessant, da nur hier MacOS und die gewohnten Anwendungen laufen. Den M1 Prozessor sollte man, wenn überhaupt, eher mit den mobilen x64 CPUs / APUs vergleichen, die ebenfalls sehr Energieeffizient arbeiten und die nächste Generation wird rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft bereit stehen.
Da bin ich mal gespannt, ob Apple da mithält 🤔
Der Asus PC muss sich mit Windows PCs messen und die Auswahl ist sehr unübersichtlich.
Einen PC würde ich immer selber zusammenbauen, da ich so die gewünschte Funktionalität und Leistung bekomme. Wer das nicht kann, der findet bestimmt jemanden der hilft. Es gibt aber auch Firmen die das anbieten.
Wer aber "nur" einen Office PC braucht, kann sich auch mal bei Aldi (Medion) umsehen.
Da wird aktuell einer für ca. 550€ angeboten, der mit einer flotten Intel Core i5 der 11. Generation bestückt ist. 🧐
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Murkel201204.09.21 00:58
Gedankenschweif
steve.it
Ich bin keinesfalls unkritisch.
Um seriös über einen Sachverhalt zu diskutieren, muss man aber auch die Fakten klar auf den Tisch legen.
Und diese sind zum Einen, dass Apple in dem vorgestellten Konzept eben nicht scannen will, sie ein Verfahren gewählt haben, dass eben ein Mindestmaß an Eingriff vorsieht, im Gegensatz zu den Maßnahmen, die die anderen Mitspieler im Kampf gegen KiPo anwenden.
Im ganzen Feld des Vorgehens gegen KiPo ist Apples Weg der, mit den geringsten Eingriffen in die Privatsphäre der Nutzer.
Darüber hinaus sind die schon etablierten "Schnüffelpraktiken" die von vielen Firmen seit Jahren angewendet werden nicht weniger problematisch, als das, was du an Befürchtungen gegenüber Apple für eine mögliche Zukunft ansehen willst.
Eine nüchterne Diskussion zu diesem Thema muss sich also – unabhängig von irgendwelchen Firmen – zum einen damit beschäftigen, wie weit man die Unschuld der Nutzer für den Kampf gegen Verbrechen wie KiPo einschränken will und auf der anderen Seite, welche Möglichkeiten der Überwachung, Ausspähung, Analyse, etc. die heutigen Geräte ab Werk mitbringen und wie man diese einschränken kann und sollte.

Es geht um die Haltung von Apple gegenüber einer treuen, zahlenden und vertrauenden Kundschaft.
Das sie von derartigen Fotos wissen, zeigt ja, das sie schon längere Zeit in unseren Daten herumschnüffeln.
Ich gehe mal davon aus, das es in Wirklichkeit um etwas ganz anderes geht, aber das verkneife ich mir hier.
Die eMails werden wohl auch durchsucht 🤔
OK, Google macht das zwar auch, aber die nehmen wenigstens kein Geld von mir.
Da die meisten meiner Apps wahrscheinlich nicht für den M1 aktualisiert werden, werde ich meine alten Geräte weiter nutzen und mir einen Leistungsfähigen Linux-PC zusammenstellen. 🧐
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