Großer Führungswechsel in Apples Management: Chefanwalt Bruce Sewell geht in Ruhestand

Seit Bruce Sewell vor ziemlich genau acht Jahren zu Apple kam, um dort die Position als Chefanwalt (genaue Bezeichnung: »General Counsel« und »Senior Vice President of Legal and Global Security«) zu besetzen, musste sich Apple in einer ganzen Reihe von größeren und kleineren Rechtsstreitigkeiten behaupten. Zum Jahresende wird er nun in den Ruhestand gehen. Das kündigte Apple am Wochenende an.


Neue Chefanwältin
Die Nachfolge steht bereits fest: Katherine Adams wechselt vom US-Mischkonzern Honeywell nach Cupertino. Sie wird nach Angela Ahrendts als zweite Frau mit der Position eines Senior Vice Presidents in der Chefetage sitzen. „Wir freuen uns sehr Kate in unserem Team begrüßen zu dürfen. Sie ist eine erfahrene Führungskraft mit hervorragendem Urteilsvermögen, die weltweit in einer Vielzahl von Rechtsfällen tätig war. Während ihrer gesamten Karriere war sie auch eine Verfechterin einer Vielzahl an Werten, die uns bei Apple am Herzen liegen“, sagte Tim Cook zur neuen Mitarbeiterin.


Abschied von Bruce Sewell
Auch für Sewell hat Cook einige lobende Worte zum Abschied. „Bruce begleiten unsere besten Wünsche für seinen Ruhestand, nach acht Jahren engagierter Tätigkeit für Apple und einer überaus erfolgreichen Karriere. Er hat unermüdlich unser geistiges Eigentum, das Recht unserer Kunden auf Privatsphäre und unsere Werte verteidigt. Bruce hat einen neuen Standard in der allgemeinen Rechtsberatung gesetzt und ich bin stolz darauf, mit ihm zusammengearbeitet zu haben und ihn als Freund gewonnen zu haben.“


Sewells Amtszeit: Viel zu tun für Apples Rechtsabteilung
Bruce Sewell wechselte im September 2009 von Intel zu Apple. Seitdem musste er sich in vielen kleinen, aber auch einigen medienwirksam großen juristischen Auseinandersetzungen engagieren. Am prominentesten ist wohl der viele Jahre andauernde Patentstreit mit Samsung, in dem es im Kern darum geht, ob die Galaxy-Smartphones im Wesentlichen eine iPhone-Kopie darstellen. 2016 eskalierte ein Rechtsstreit zwischen Apple und dem FBI über die Frage nach dem iPhone eines Terroristen. Die Frage war, ob die Aufklärungsarbeit der Ermittlungsbehörden oder die Privatsphäre von iPhone-Nutzern höher zu werten war. Außerdem gab es in den acht Jahren eine ganze Reihe von Klagen gegen Apple von sogenannten Patenttrollen, die teilweise abgewehrt werden konnten, manchmal aber auch in Strafzahlungen endeten.

Weiterführende Links:

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.

OK MacTechNews.de verwendet Cookies unter anderem für personalisierte Inhalte, Seitenanalyse und bei der Auslieferung von Google-Anzeigen. Dies war zwar schon immer so, auf Wunsch der EU muss nun jedoch explizit darauf hingewiesen werden. Durch Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen