Fünf Gründe für den Abschied von Intel – und einige dagegen

Fünf Gründe sprechen laut einem kürzlich erschienenen Meinungsartikel dafür, sich von Prozessor-Lieferant Intel zu trennen. Bisher setzt Apple bei der kompletten Mac-Reihe auf die Chips aus Santa Clara. Wir haben uns die Argumentation angesehen und einige Anmerkungen gemacht.

Grund 1: Apples A-Prozessoren sind (bald) schneller als Intel Core
Es ist kein Geheimnis mehr, dass der iPhone-Produzent hinter verschlossenen Türen an einer Implementation der eigenen Prozessoren für die Mac-Reihe arbeitet. Seit Jahren entwickelt das Apple-Team die Eigengewächse weiter und hat sich damit an die Performance-Spitze der Smartphones gesetzt. Ed Hardy von Cult of Mac legt dar, dass die Leistung der iPads bereits fast das Niveau von MacBooks mit Intel-Ausstattung erreicht habe und demnächst in Sachen Prozessor-Performance schlagen werde.


Mithilfe dieses Diagramms soll bewiesen werden, dass die iPads noch innerhalb der nächsten Jahre MacBooks mit Intel-Prozessoren leistungstechnisch übertreffen.

Zu Grund 1: Intel-Prozessoren zu schwach dargestellt
Schon auf den ersten Blick scheint der Wert für das schnelleste MacBook nicht zu stimmen: Es erhält bei Geekbench 4 durchgehend über 26.000 Punkte. In Hardys Diagramm stehen deutlich unter 25.000. Das MacBook besitzt auch im Gegensatz zum iPad nicht den neuesten Prozessor des Herstellers, sondern ein Intel-Herz der achten Generation, aktuell ist die neunte. Wenn alle Macs mit A-Chips ausgestattet werden sollen, sind auch die Zahlen der Desktop-Modelle interessant: Der iMac erreicht 38134 Multicore-Punkte, der iMac-Pro mit zwei Jahre alten XEON-Chips fast 56.000. Das sind dreimal so viele wie das iPad. Auch die Prognose ist fraglich, schließlich hat Intel den Umstieg auf den 7-nm-Prozess noch vor sich.

Grund 2: Keine Engpässe mehr
Apple sei bei weitem nicht Intels größter Kunde. Daher stehe Tim Cook nicht in vorderster Reihe, wenn es um die Zuteilung ging. Das soll der CEO im letzten Quartal gemerkt haben und dadurch nach eigenen Angaben auf 5 Prozent Mac-Umsatz verzichten. Und Cook glaubt, ohne die Lieferengpässe hätte Apple sogar mehr Macs als im Vergleichsquartal 2018 verkauft. Von 263 Millionen Dollar entgangenem Umsatz war die Rede. Bei der A-Serie sähe die Situation anders aus: Apple sei TSMCs größter Kunde und die Taiwansesen lieferten immer pünktlich und ausreichender Menge.

Zu Grund 2: Apples Position gegenüber Intel ist stark
Sicher profitiert der iPhone-Hersteller von seiner Position gegenüber dem vergleichsweise kleinen Fertigungsunternehmen. Intel produziert noch für viele andere Hersteller und daher sind die Spezifikationen zudem nicht genau an die Mac-Hardware angepasst, wie das bei eigenen Chip-Designs der Fall wäre. Auf der anderen Seite ist Apples Einfluss auch nicht so gering, wie der Autor weismachen möchte. Der Anteil am Intel-Umsatz soll so groß sein, dass der Chip-Hersteller ohne den iPhone-Produzent keinen Gewinn mehr schreiben würde. So liegen die Engpässe wohl eher an Intels Unfähigkeit, dem Markt genügend Chips zur Verfügung zu stellen.

Grund 3: Sinkende Preise
Apples Verhandlungsposition gegenüber TSMC führe zusätzlich zu niedrigeren Preisen. Bei Intel erhalte Apple aufgrund der „niedrigen“ Abnahmemenge vermutlich nicht die besten Stückpreise, vermutet Hardy.

Zu Grund 3: Mengenvorteile sprechen zusätzlich für ARM
Es stimmt, dass Apple mit TSMC wohl besser verhandeln kann als mit Intel. Zusätzlich könnten die Fertigungskosten pro Einheit auch durch die Mengenvorteile sinken. Wenn Apple also bei TSMC neben den Prozessoren für die iOS-Geräte auch welche für macOS-Computer bestellt, könnten die Einzelpreise entsprechend sinken. Ob der Konsument am Ende etwas von den Kosteneinsparungen hätte, sei einmal dahin gestellt.

Grund 4: Bessere Akkulaufzeit für MacBooks
Hardy legt dar, dass das 12,9" iPad Pro bei ähnlicher Performance eine viel höhere Akkulaufzeit im Vergleich zum 13" MacBook Pro aufweist: 13 Stunden zu 9 Stunden. Das liege hauptsächlich am Prozessor, der 7-nm-Chip Apples erreiche eine viel bessere Energieeffizienz als Intel 14-nm-Produkt. Zudem brauche man eventuell keinen Lüfter oder müsse diesen seltener einsetzen – und spare damit wieder Strom.

Zu Grund 4: Vorsprung steht – jedoch für wie lange?
Eigentlich liegt hier das Kernargument des Artikels: Der Miniaturisierungsvorsprung Apples gegenüber Intel. Doch ob dieser noch lange anhält, kann man bezweifeln, da Intel mit Hochdruck und schon lange an der Produktion im 10-nm- und im 7-nm-Bereich arbeitet. Fakt ist: Beim derzeitigen Stand geht die Medaille für hohe Energieeffizienz definitiv an den Konzern aus Cupertino.

Grund 5: Kompatibilität zwischen iPhone/iPad und Macs
Projekt Marzipan deutet es auch denjenigen an, die es lange nicht gesehen haben: macOS und iOS steuern aufeinander zu. Der Vorteil liegt auf der Hand: Unzählige günstige, praktische und moderne Apps aus dem iOS-Universum finden ihren Weg auf den Mac. Für Entwickler wäre es weiterhin viel einfacher und interessanter, auf die Plattform zu kommen. Bisher bedienen sie mit ihren Apps Millionen iPhone-Nutzer, ohne einen hohen Mehraufwand könnten Millionen Mac-Anwender hinzu kommen.

Zu Grund 5: Windows-Kompatibilität erschwert oder unmöglich
Das Gegenargument hat nur ein Wort: Windows. Während viele Mac-Anwender nicht unbedingt iOS-Apps auf ihren Computern brauchen, verwenden andere jedoch täglich das Betriebssystem aus Redmond. Schon immer waren viele Nutzer an Windows gebunden und ließen es mithilfe von Emulatoren und als eigenständige System-Partition auf ihren Rechnern mit dem angebissenen Apfel laufen. Zahlreiche professionelle Programme gab es nie auf dem Mac oder sie wurden wieder eingestellt und sind nur noch für Windows erhältlich. Mit einem Wechsel auf die ARM-Architektur wäre es extrem erschwert, sie noch auf macOS-Rechnern auszuführen. Ältere Windows-Programme (32-Bit) kämen auf Macs gar nicht mehr zum Einsatz.

Kommentare

NikNik06.05.19 13:13
Das Problem ist doch: Was ist, wenn plötzlich TSMC Lieferschwierigkeiten bekommt oder einen neuen Fertigungs-Prozess nicht auf die Reihe kriegt? Dann knickt nicht nur eine Teilsparte von Apple etwas ein, sondern alles.

Und ich mein, AMD baut auch 7nm CPUs bei TSMC. Ist ja nicht so als ist Intel der einzige CPU Hersteller für x86 Prozessoren. Bei AMD könnten sie sogar ihre eigene Custom CPU/GPU Kombi bestellen so wie es Microsoft, Google und Sony tun.
+7
mikeboss
mikeboss06.05.19 13:15
die multi-core performance interessiert doch bloss am rande. einer CPU zusaetzliche cores hinzuzufuegen ist keine kunst. was wirklich zaehlt ist die single-thread performance. und die laesst sich bei den CPUs von Apple sicher problemlos steigern wenn das teil in einen desktop eingebaut wird: der strombedarf ist da nicht so ein riesenthema wie in tablets oder spartphones. zudem kann man da auch viel einfacher kuehlen.
+3
ThorsProvoni
ThorsProvoni06.05.19 13:17
Interessanter Artikel.
Zu Grund 1 gebe ich zu bedenken, dass ein ARM-Prozessor, der für ein Notebook designed wurde, vermutlich eine höhere Performance aufweisen könnte als ein Prozessor für ein nur passiv gekühltes Tablet. Oder man stattet den Prozessor mit noch ein paar zusätzlichen Kernen aus und erreicht damit dann noch ganz andere Dimensionen.

Zu Grund 5: "Windows-Kompatibilität erschwert oder unmöglich" ist bestimmt für einige User ein wichtiges Kriterium, aber die Mehrzahl der Mac-User wird vermutlich kein Bootcamp oder eine virtuelle Maschine haben. Andere können sich vielleicht mit einem Windows Virtual Desktop in der Cloud behelfen. Die meisten Bekannten, die Windows unter Bootcamp einsetzen, nutzen das für PC-Spiele. Für diese ist dann eventuell Cloud Gaming eine Alternative (dazu Heise: Sind Spiele-PCs und Konsolen bald am Ende? ).

Auch beachtenswert sind die Bemühungen von Microsoft, Windows on ARM zu etablieren. Craig Ward hat den aktuellen Stand ganz gut zusammen gefasst: "Windows on ARM: Where we are now and what the future holds" . Möglicherweise läuft Windows dann mit Bootcamp nativ in der ARM-Version - natürlich reine Spekulation
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freeroot
freeroot06.05.19 13:19
Windows wird doch zur Zeit angepasst damit es auch auf ARM Prozessoren perfekt läuft. Ich denke Apple wartet den Moment eventuell noch etwas ab und wechselt dann die Plattform.

Ich sehe der Kommentator über mir kam mir zuvor 😊
vertrauen sie mir, ich habe einen mac 8-)
+7
macStefan06.05.19 13:24
Wenn Windows auf ARM läuft bedeutet das aber noch lange nicht, dass es von vielen Softwareanbietern unterstützt wird. Für den neuen Befehlssatz müsste sämtliche Software neu kompiliert und ausgeliefert werden. Diesen Zusatzaufwand werden die meisten Firmen nicht für einige vereinzelte Macbook-Bootcamp-Nutzer investieren. Erst recht nicht die ganzen Spieleanbieter, bei denen auch jetzt schon viele Engines verwenden, die ohne Probleme mehr Betriebssysteme/APIs/Befehlssätze unterstützen könnten. Zusätzliches Qualitätsmanagement und der anschließende Support werden als zu teuer angesehen.
+3
ssb
ssb06.05.19 13:30
Windows-SW auf ARM. Ich glaube auch ein Emulator für x86/x64 wäre möglich ala Rosetta. Man glaubt gar nicht, wie effizient LLVM mit einem JIT-Compiler x86-Code in ARM-Code umwandeln könnte - immerhin hat man keine Probleme mit der Endianess wie damals bei x86 und PPC. Klar gibt es Performanceeinbußen, aber es wäre machbar.
-1
mikeboss
mikeboss06.05.19 13:30
die daemme fuer Windows on ARM koennten brechen wenn

A) genug billige PC hardware auf ARM basis verfuegbar werden sollte.

und

B) wenn Microsoft anfaengt ihr Office paket nativ fuer ARM anzubieten.

x86 (Windows) sofware wird funktionieren (tut sie ja jetzt schon) aber halt grottenlahm auf der emulation.
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ThorsProvoni
ThorsProvoni06.05.19 13:46
mikeboss
die daemme fuer Windows on ARM koennten brechen wenn
A) genug billige PC hardware auf ARM basis verfuegbar werden sollte.
und
B) wenn Microsoft anfaengt ihr Office paket nativ fuer ARM anzubieten.
x86 (Windows) sofware wird funktionieren (tut sie ja jetzt schon) aber halt grottenlahm auf der emulation.
Definitiv. HUAWEI bringt wohl demnächst das MATEBOOK E 2019 auf den Markt, das Lenovo's Yoga C630 gibt es schon (ist aber genauso teuer wie Intel-Laptops).

Zu B) Da MS Office - zumindest in der Android-Version - bereits auf ARM läuft, müsste MS das auf jeden Fall hinbekommen. Wäre für viele ein Killer-Feature.

Es gibt sogar bereits einige Hacker, die Windows in ARM bereits auf Ihren Handys zum Laufen bekommen haben
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aggi
aggi06.05.19 13:48
*Gedankengänge*
ARM etablieren, und wenn Windows darauf läuft wird TSMC gekauft und zack ist man Chip Hersteller. Auch für die Windows-Welt!
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ThorsProvoni
ThorsProvoni06.05.19 14:00
macStefan
Wenn Windows auf ARM läuft bedeutet das aber noch lange nicht, dass es von vielen Softwareanbietern unterstützt wird. Für den neuen Befehlssatz müsste sämtliche Software neu kompiliert und ausgeliefert werden.
Tja, das ist die Preisfrage. Seit November 2019 mit Visual Studio 15.9 native ARM Apps bauen: "officially supported SDK and tools for creating 64-bit ARM (ARM64) apps. In addition, the Microsoft Store is now officially accepting submissions for apps built for the ARM64 architecture." Inzwischen gibt es bereits native Versionen von Firefox und Chromium, angeblich soll auch eine native Asphalt 9 Version kommen. Bin auf die ersten Berichte gespannt, wie aufwändig die Portierungen waren.
+2
ThorsProvoni
ThorsProvoni06.05.19 14:04
aggi
*Gedankengänge*
ARM etablieren, und wenn Windows darauf läuft wird TSMC gekauft und zack ist man Chip Hersteller. Auch für die Windows-Welt!
Ich glaube, TSMC liegt so bei 200 Milliarden $ - das wird auch für Apple nicht aus der Portokasse zu bezahlen sein.
+5
Dubidu06.05.19 14:25
Vorteil von Intel: Da alle anderen Desktop-Hersteller auf Intel oder AMD setzen, wird Apple niemals wieder ein Geschwindigkeitsproblem gegenüber der Wintel-Fraktion haben. Ob die auf ARM basierten A-Prozessoren sich auch in Zukunft recht gut schlagen werden, steht hingegen in den Sternen.
+6
Wiesi
Wiesi06.05.19 14:34
Ich hoffe sehr, daß Apple sich mit dem Umzug auf ARM auch die Kompetenzen erwirbt, ein neues, wirklich sicheres Gesamtsystem zu schaffen. Denn hier liegt die Zukunft:

Alle jetzigen Hardware/Software-Architekturen sich inhärent unsicher und werden zunehmend gehackt. Irgendwann wird der Schaden unerträglich, und der erste, der dann ein mehr auf Sicherheit als auf Geschwindigkeit angelegtes Gesamtsystem anbietet, der macht das Rennen. Leider läuft das Streben nach immer höherer Rechenleistung grade in die umgekehrte Richtung. Ein Paradigmenwechsel ist hier dringen nötig. Ein Problem ist nur: Ein ein vollständig sicheres System ist leider auch unbedienbar. Hier ist Gehirnschmalz gefragt!

Schuster bleib bei deinem Leisten:

Statt an autonomen Autos zu basteln, sollte der Gehirnschmalz (falls überhaupt vorhanden) den sicheren Systemen dienen. Andernfalls werden unsere Computer schon in nächster Zeit von autonomer Malware gesteuert.
-2
Gerry
Gerry06.05.19 14:51
Wenn der Rest der PC Welt da nicht mit zieht ist das wohl keine gute Idee.
Bei Laptop vielleicht. Bei Desktop? Man darf nicht vergessen das AMD in ca. einen Monat 12 wenn nicht so gar 16 Kerner vorstellen wird. Das beutet 24 oder 32 logische Kerne bei 40 Lans im Konsumerbereich.
Die Frage ob Apple da mit halten kann.
Denke besser wäre Apple setzt da eher auf AMD und scheidet sich so nicht selbst ab.

Wie gesagt hängt halt davon ab was der Rest macht.
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Scrembol
Scrembol06.05.19 15:14
Ich denke auch, unabhängig aller überwältigender Softwarenachteile,
Wäre es rein von der rechenpower sicher von Vorteil einen Mac mit einem A-Chip zu haben. Ich würde jedoch niemals von der Leistung eines iPhones Chips ausgehen, wie die Leistung im Mac aussieht. Apple wird definitiv mindestens einen 3. Chip für den Mac herausbringen, wie es bereits einen weiteren beim iPad gibt.
Der MacChip, bzw. die Mac-Chips können ja von vielerlei Dingen profitieren, die in einem
Smartphone gar nicht möglich sind. Selbst bei passiv gekühlten Macs ist die Kühlleistung deutlich größer, als in dem engen iPhone und deutlich größere Akkus stehen zur Verfügung. Und bei gekühlten Macs, wie iMacs oder dem neuen MacPro, steht eine permanente Stromquelle zur Verfügung. Damit würden ja Prozessoren möglich sein, die in fast nichts mehr vergleichbar mit denen eines iPhones sind.

Die Vorteile wären also: Hard und Software aus eigener Hand und besser aufeinander abgestimmt, als jemals zuvor.

Ich sehe aber auch derzeit noch unüberwindbare Nachteile für die Software. Wie der Artikel so schön schreibt: wozu brauche ich einen Mac, der mit weitestgehend unbrauchbarer iPhone-Software überschwemmt wird. Viel wichtiger ist Software, die auch wirklich zu etwas nutze ist, die ich über Windows installiere, oder die wenigstens optimiert sind für ein Betriebssystem mit Tastatur und Maus.
Mein Album WAY HOME - Eric Zobel ab sofort streamen! iTunes, YouTube, Spotify uvm.
+1
AppleUser2013
AppleUser201306.05.19 15:30
ich sehe das ganz einfach... Es gibt einen massiven Unterschied zwischen den Wechsel von PPC zu X86 und AMD64 und jetzt eben von diesen auf Arm.

Der Umstieg auf Intel war für viele Softwareschmieden relativ einfach. Da es eben schon Versionen für Windows auf X86 und 64 Basis gab, war es relativ einfach die Software für OSX zu portieren.
Beim Wechsel auf Arm sieht die Sache anders aus. Und da könnte ein Problem liegen, da die Software teils from scratch neu gemacht werden muss um auf Arm Code Basis zu laufen...

Mein pessimistisches Szenario sieht dann so aus. Was ist, wenn viele Softwarehersteller sagen; Wir haben nicht die Zeit und das Geld und die Resourcen, um eine adequate Portierung zu ermöglichen. Dann werden viele Programme für Mac eingestellt und halt nur mehr für Windows angeboten... Es mag sein, daß MS Office auf Arm portiert, aber die Welt besteht nicht nur aus Office oder?

Mal sehen, was die Zukunft bringt...
+6
forscher06.05.19 16:09
Ich habe nun schon 2 Prozessorwechsel mitgemacht. Es war jedesmal ein Graus weil man ja nicht plötzlich alle seine Apps in der neuesten Version hat, wenn es die denn überhaupt für den neuen Prozessor gibt. Ansonsten hat man Emulation und die ist oft Grotten langsam und wackelig.
Der PC-Markt wird auf absehbare Zukunft weit größer sein als der Mac Markt. Daher werden Intel und AMD immer die Menge auf ihrer Seite haben und so auf lange Sicht günstigere und schnellere Prozessoren liefern können als Apple, die kompetitive Prozessoren für ihre leistungsstarken Macs immer extra entwickeln müssten. Ein Prozessorwechsel wäre daher das definitive Aus für "Pro" Macs. Nur für Consumer Laptops könnte man die iPad Prozessoren verwenden.
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Michael Lang06.05.19 16:46
Sehe ich auch so. A-Chips sehe ich derzeit maximal in ultraportablen Notebooks von Apple (Air-Serie). Damit könnte man anfangen.

Aber wie auch bereits gesagt: die Software müßte angepaßt werden. IOS-Apps müssen auch mit Maus und Trackpad gescheit bedienbar sein. Das wiederspricht sich oftmals.

Und man wird sicherlich nicht einfach die vorhandenen A-Chips verbauen, sondern wohl aufgebohrte CPUs um mehr Leistung als iPads zu generieren (Warum brauchte man sonst Laptops?).
Und ein großer Punkt (zumindest beim Desktop) sind die GPUs. Was soll Apple nutzen?
man kann nur auf die eigenen integrierten Lösungen zugreifen. Die sind nicht schlecht aber sicherlich nicht mit AMD/Nvidia-Lösungen vergleichbar. Und da selber auch noch zu entwickeln halt eich für zu teuer/aufwändig.

Also wird man bei Desktop und HigEnd Laptop (ab Midrange) bei Intel bleiben. AMD wäre zumindest eine Alternative, aber da will Apple irgendwie nicht ran...

Aber wer weiß warum der neue MacPro so lange auf sich warten läßt, vielleicht kommt der ja mit 40-Core-A-pro-CPU?! /Scherzmodus aus/

Fazit: ich kann immer noch nicht dran glauben, dass bei Macs ein Wechsel auf ARM (kurz) bevorsteht. Das ist noch ein langer Weg, wenn der überhaupt ernsthaft beschritten wird....
- Das größte Maul und das kleinste Hirn,wohnen meist unter derselben Stirn. - Hermann Oscar Arno Alfred Holz, (1863 - 1929), deutscher Schriftsteller
+3
ThorsProvoni
ThorsProvoni06.05.19 17:00
forscher
[...] Ein Prozessorwechsel wäre daher das definitive Aus für "Pro" Macs. Nur für Consumer Laptops könnte man die iPad Prozessoren verwenden.

Das glaube ich eigentlich nicht. In den Macs wird Apple auch keinen iPad Prozessor verwenden, sondern einen speziell dafür designten ARM Prozessor (auf Basis des A13).

Nur mal als Beispiel: Amazon hat einen eigenen ARM Prozessor für ihre Server entwickelt (Graviton). Die Instanzen mit 8 Kernen werden um 40% günstiger als ein Intel XEON mit 8 Kernen angeboten. In dem YouTube Video "Is Amazon's New ARM CPU Faster than Intel?" wird auf beiden Instanzen ein paar Millionen Primzahlen berechnet. Ist jetzt kein umfassender Performance-Test, aber rate mal, welche Instanz schneller ist.

Wenn man sich dann noch die Performance-Entwicklung der A1X-Chips in den letzten Jahren ansieht (die Macwelt hast das mal ganz gut zusammengefasst ), dann ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass die Performance von einem ARM-Mac eher am oberen Ende anzusiedeln sind - dafür aber billiger und mit geringerem Verbrauch.

Ich glaub ja nicht, dass Apple für einen neuen Mac Pro mehrere Jahre braucht, wenn man irgendwie nur ein paar Standard-Komponenten mit einer Intel-CPU zusammenschraubt. Da kommt definitiv mehr...
-3
ThorsProvoni
ThorsProvoni06.05.19 17:11
Michael Lang
[...] Und ein großer Punkt (zumindest beim Desktop) sind die GPUs. Was soll Apple nutzen?
man kann nur auf die eigenen integrierten Lösungen zugreifen. Die sind nicht schlecht aber sicherlich nicht mit AMD/Nvidia-Lösungen vergleichbar. Und da selber auch noch zu entwickeln halt eich für zu teuer/aufwändig.
Och, so schlecht sind die GPUs gar nicht: "In the synthetic tests, the iPad Pro scored higher than the Vega GPU, albeit at a lower precision, but regardless, there’s little doubt that the GPU in the iPad Pro is quite powerful. Add in the efficiency and the lower TDP, and results are even stronger." Quelle: Anandtech .
Und was spricht eigentlich dagegen, dass man einen ARM-Prozessor mit einer AMD oder NVIDIA-GPU kombiniert?

Wie aber bereits richtig angemerkt wurde: Ohne angepasste SW geht nichts. Aber immerhin hat Apple schon Erfahrungen mit erfolgreichen Prozessor-Wechseln.
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Maniacintosh
Maniacintosh06.05.19 18:55
ThorsProvoni
Zu Grund 5: "Windows-Kompatibilität erschwert oder unmöglich" ist bestimmt für einige User ein wichtiges Kriterium, aber die Mehrzahl der Mac-User wird vermutlich kein Bootcamp oder eine virtuelle Maschine haben. Andere können sich vielleicht mit einem Windows Virtual Desktop in der Cloud behelfen. Die meisten Bekannten, die Windows unter Bootcamp einsetzen, nutzen das für PC-Spiele. Für diese ist dann eventuell Cloud Gaming eine Alternative (dazu Heise: Sind Spiele-PCs und Konsolen bald am Ende? ).

Da wäre ich mir gar nicht so sicher, ob das wirklich die Mehrzahl ist. Ein gewisser Anteil an Macs wird auch überhaupt nur gekauft, weil optisch ansprechend und werden quasi ausschließlich mit Windows betrieben.
Auch beachtenswert sind die Bemühungen von Microsoft, Windows on ARM zu etablieren. Craig Ward hat den aktuellen Stand ganz gut zusammen gefasst: "Windows on ARM: Where we are now and what the future holds" . Möglicherweise läuft Windows dann mit Bootcamp nativ in der ARM-Version - natürlich reine Spekulation

Ein Windows für ARM ist ja nun keine Magie - zumindest für MS nicht. Als Windows RT gab es das ja vor gar nicht all zu langer Zeit doch schon mal für Tablets. Lief nicht so wirklich erfolgreich, da eben die ganzen Windows x86-Apps nicht liefen. Office gab es ja auch, aber je spezieller es wurde, desto eher lief es nicht. Windows NT gab es eine Zeit lang ja sogar auch als PPC-Version. Auch sehr begrenzt erfolgreich. Es fehlten halt die Anwendungen. Programme benötigen ja nicht nur das richtige Betriebssystem, sondern auch die passende Hardware-Architektur um zu laufen. Ein ARM-Windows wird nicht die gleichen Anwendungen ausführen können, wie ein x86_64-Windows. Genauso, wie ein MacOS x86_64 nicht alle für MacOS PPC gebauten Anwendungen ausführen kann. Die meisten funktionierten dank Rosetta, aber gerade prozessornah programmierte Programme liefen gerade nicht.

Windows alleine ist gar nicht interessant, interessant ist die Möglichkeit den unüberschaubaren Markt an Windows/x86 und Windows/x86_64-Anwendungen ohne Performance-Einbussen durch Emulation nutzen zu können.
ThorsProvoni
forscher
[...] Ein Prozessorwechsel wäre daher das definitive Aus für "Pro" Macs. Nur für Consumer Laptops könnte man die iPad Prozessoren verwenden.

Das glaube ich eigentlich nicht. In den Macs wird Apple auch keinen iPad Prozessor verwenden, sondern einen speziell dafür designten ARM Prozessor (auf Basis des A13).

Auch hier steht es primär mit den Software-Entwicklern: Ziehen sie mit und portieren sie die Anwendungen auf ein macOS/ARM? Wenn ja kann es klappen, wenn nein werden ARM-Macs einen Totgeburt. Portiert z.B. Adobe die CC nicht, sehe ich schwarz.
Nur mal als Beispiel: Amazon hat einen eigenen ARM Prozessor für ihre Server entwickelt (Graviton). Die Instanzen mit 8 Kernen werden um 40% günstiger als ein Intel XEON mit 8 Kernen angeboten. In dem YouTube Video "Is Amazon's New ARM CPU Faster than Intel?" wird auf beiden Instanzen ein paar Millionen Primzahlen berechnet. Ist jetzt kein umfassender Performance-Test, aber rate mal, welche Instanz schneller ist.

Amazon wird aber auf ihren Servern relativ viel Linux/Unix-Software und Open Source einsetzen. Das kompiliert man sich auf seiner Wunscharchitektur neu und fertig. Viele weitere Software wird von Amazon selbst entwickelt werden, auch da: Kleine Anpassungen und dem Compiler sagen, dass er nun für Prozessor XY übersetzen soll. Mit kommerzieller Software wird das so nicht klappen. Entwickelt man seine Mac-App vollständig in Xcode und am besten nur gegen Apple-APIs, wird es nur ein Häkchen in Xcode sein und die Software fällt für Mac/ARM hinten aus dem Build-Prozess. Je weiter wir von diesem Ideal abweichen, desto mehr Arbeit wird es für den Entwickler.
Wenn man sich dann noch die Performance-Entwicklung der A1X-Chips in den letzten Jahren ansieht (die Macwelt hast das mal ganz gut zusammengefasst ), dann ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass die Performance von einem ARM-Mac eher am oberen Ende anzusiedeln sind - dafür aber billiger und mit geringerem Verbrauch.

Aber auch Apple kocht nur mit Wasser: Dieses Performance-Wachstum wird nicht ewig so weitergehen. Aufholen auf den Spitzenreiter ist relativ einfach, Einholen wird schon schwerer, ist aber machbar, Überholen ist sicher auch nicht unmöglich, aber auf Dauer den Vorsprung ausbauen, dürfte illusorische sein. Auch intel entwickelt seine Architektur weiter.
Ich glaub ja nicht, dass Apple für einen neuen Mac Pro mehrere Jahre braucht, wenn man irgendwie nur ein paar Standard-Komponenten mit einer Intel-CPU zusammenschraubt. Da kommt definitiv mehr...

Abwarten, ich befürchte einen ARM-Mac Pro. Gerade als Start in die neue Welt, wäre das in meinen Augen keine weise Wahl. Denn gerade die Pro-User sind auf funktionierende Software angewiesen.
+6
Gerry
Gerry06.05.19 20:00
AppleUser2013
ich sehe das ganz einfach... Es gibt einen massiven Unterschied zwischen den Wechsel von PPC zu X86 und AMD64 und jetzt eben von diesen auf Arm.

Das würde ich auch so in der Art sagen. Ein Argument von Apple auf Intel war ja BootCam. Das würde dann weg fallen.
Alleine Windows auf ARM nutz da gar nichts. Wenn die Softwareschmieden da nein sagen hat sich das. Da braucht nur Adobe sagen, also nö Jung schon wieder jetzt haben wir echt keine Lust mehr. Dann wäre das schon schlimm. Klar die nur für Apple entwickeln würden das schon mit machen. Aber es kommt halt auch auf den Rest an.
Und wie es schon angesprochen wurde. Weder INTEL noch AMD schlafen in der Pendeluhr. Auch wenn INTEL zur Zeit Schwierigkeiten hat wird das nicht immer so bleiben. AMD ist da gerade voll dabei. 7nm in einen Monat mit ZEN2. An ZEN2+ also 7nm+ ist man voll dran. Auch bei ZEN3 gibt sich AMD zuversichtlich. Das wir halt dann 5nm oder so was in der ART:. Die Leistung geht immer mehr über die Kerne. Auch da muss man sehen wie man mit kann.

Aber wie gesagt das muss sich alles zeigen wie es wird.

PS:Das erinnert mich gerade an was. An einen Artikel der hier mal stand. Wo stand das wir in Zukunft 8, 16, 32 und mehr Kerne haben werden. Damals hab ich gesagt das wird die Zukunft. Worauf die Entwickler hier gemeint haben nö oder willst sagen wir die mit dabei sind können die Zukunft nicht sehen. Ich glaube ich hab damals drauf geschrieben ja das glaube ich.
0
mikeboss
mikeboss06.05.19 20:05
das wort "modular" haben die leuts bei Apple ja explizit in den mund genommen. vielleicht kann man ja, wie beim klassischen Mac Pro, ein CPU board reinmachen: entweder mit intel oder ARM. und ja, dass der neue Mac Pro gleich mit ARM kommen koennte, denke ich auch. so lange wie die da dran rumgedoktert haben...
Maniacintosh
Abwarten, ich befürchte einen ARM-Mac Pro. Gerade als Start in die neue Welt, wäre das in meinen Augen keine weise Wahl. Denn gerade die Pro-User sind auf funktionierende Software angewiesen.
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AppleUser2013
AppleUser201306.05.19 20:08
Das ist aber Apple unlike... Bastel die entweder ein Arm oder Intel Board rein...
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cps06.05.19 20:52
Scrembol
Die Vorteile wären also: Hard und Software aus eigener Hand und besser aufeinander abgestimmt, als jemals zuvor.
Das könnte aber auch eine Black Box werden, bei der Apple alles kontrollieren kann. Angefangen bei der Hardware bis hin zur Software, die der Käufer installieren darf.
+1
piik
piik06.05.19 23:44
Nur ein Wort: Quatsch.
Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...
-1
Thyl07.05.19 08:25
ThorsProvoni
Interessanter Artikel.
Zu Grund 1 gebe ich zu bedenken, dass ein ARM-Prozessor, der für ein Notebook designed wurde, vermutlich eine höhere Performance aufweisen könnte als ein Prozessor für ein nur passiv gekühltes Tablet. Oder man stattet den Prozessor mit noch ein paar zusätzlichen Kernen aus und erreicht damit dann noch ganz andere Dimensionen.

Zu Grund 5: "Windows-Kompatibilität erschwert oder unmöglich" ist bestimmt für einige User ein wichtiges Kriterium, aber die Mehrzahl der Mac-User wird vermutlich kein Bootcamp oder eine virtuelle Maschine haben. Andere können sich vielleicht mit einem Windows Virtual Desktop in der Cloud behelfen. Die meisten Bekannten, die Windows unter Bootcamp einsetzen, nutzen das für PC-Spiele. Für diese ist dann eventuell Cloud Gaming eine Alternative (dazu Heise: Sind Spiele-PCs und Konsolen bald am Ende? ).

Auch beachtenswert sind die Bemühungen von Microsoft, Windows on ARM zu etablieren. Craig Ward hat den aktuellen Stand ganz gut zusammen gefasst: "Windows on ARM: Where we are now and what the future holds" . Möglicherweise läuft Windows dann mit Bootcamp nativ in der ARM-Version - natürlich reine Spekulation
Eine höhere Performance, aber eben auch mit einem deutlich höheren Stromverbrauch. Ich glaube da nicht an Wunder, ich glaube, eine Leistungserhöhung würde dazu führen, dass die ARMs soviel Strom ziehen wie gleichstarke x86 im selben Prozess. Und ob ARM wirklicih dieselben Werte erreicht wie Intel? Macht ja wenig Sinn, einige MacOS-Produkte mit ARM zu verkaufen, andere mit Intel, wie zB den künftigen Mac Pro.

Auch schätze ich den Aspekt der Windows-Kompatibilität gerade für Switcher offensichtlich wichtiger ein als Du; gerade in der Anfangszeit einer Umstellung. Und im geschäftlichen Umfeld.

Windows auf ARM zu portieren heißt noch lange nicht, dass schwupp di wupp Millionen Programme von Windows auf ARM laufen. Gibt es überhaupt schon fat binaries bei Windows? Neu kompiliert werden muss auf jeden Fall; Altsoftware good bye.

Ich glaube, der Wunsch von Vielen nach einer Umstellung auf ARM gründet mehr auf einer Ablehnung Intels als auf soliden Argumenten.
+1
Thyl07.05.19 08:30
AppleUser2013
ich sehe das ganz einfach... Es gibt einen massiven Unterschied zwischen den Wechsel von PPC zu X86 und AMD64 und jetzt eben von diesen auf Arm.

Der Umstieg auf Intel war für viele Softwareschmieden relativ einfach. Da es eben schon Versionen für Windows auf X86 und 64 Basis gab, war es relativ einfach die Software für OSX zu portieren.
Beim Wechsel auf Arm sieht die Sache anders aus. Und da könnte ein Problem liegen, da die Software teils from scratch neu gemacht werden muss um auf Arm Code Basis zu laufen...

Mein pessimistisches Szenario sieht dann so aus. Was ist, wenn viele Softwarehersteller sagen; Wir haben nicht die Zeit und das Geld und die Resourcen, um eine adequate Portierung zu ermöglichen. Dann werden viele Programme für Mac eingestellt und halt nur mehr für Windows angeboten... Es mag sein, daß MS Office auf Arm portiert, aber die Welt besteht nicht nur aus Office oder?

Mal sehen, was die Zukunft bringt...
das glaube ich, bei alles Skepsis was ARM anbelangt, nicht. NeXTStep ist mehrfach portiert worden, und jeder neue Port brauchte lediglich eine Neukompilierung seitens der Software-Anbieter. Die Fat Binary Architektur von NeXTstep war da schon ziemlich genial. Und die ist noch vorhanden. NeXTstep-Programme waren auch sofort nach den Port auf die Mac-Plattform verfügbar. nur das leider dann alles anders würde, weil die Mac-Anwender gemauert haben.
+1
Michael Lang07.05.19 09:14
Ihr glaubt also allen Ernstes an einen Mac Pro mit ARM?

Das ist dann aber nur eine Experimentierkiste als Technologieträger und nichts für ernsthafte Pro-Anwender, da es keine Software dazu geben wird.
Das wäre in der Tat um Pros anzusprechen der falsche Seg, wie schon einige Vorredner ebenfalls bemerkt haben.

Eenfalls macht es kaum Sinn einen kleinen Teil (zB. MacBook Air) mit ARM zu bringen und den Rest mit Intel. Entweder oder, da die Entwickler sonst noch mehr Aufwand haben.

Also muß apple vom iPad Prozessor bis zum Desktop Prozessor alles fertig in der Schublade haben. Das bedarf großer Entwicklungsarbeit. Eine Desktop-CPU ist doch noch ne andere Hausnummer.
Es stellt sich auch die Frage ob eine solche CPU in Punkto Stromverbrauch auch immer noch so viel besser (als Intel) wäre. Denn einfach nur A-CPUs in die Macs schrauben ist wohl nicht. Dazu gehören dann Motherboars mit entsprechenden Schnittstellen etc.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Apple das mal eben aus dem Hut zaubert und das alles bis zur Enthüllung geheim halten kann.

BTW: warum nicht bei Intel bleiben?
Man hat immer aktuelle Prozessoren (man muß die nur verbauen in regelmäßigen A ständen)und hinkt nie zurück. Man hat ne Riesen Auswahl Softwarefür die Kunden. Man kann auf Standardbauteile für Boards etc. Zurückgreifen. Man könnte aktuelle GPUs verbauen.
Es ist doch viel einfacher in der Intelwelt zu verbleiben. Was für Riesenvorteile bringt ein Architekturwechsel auf Arm?
Wirklich so viel mehr Performance?
Unabhängigkeit (bedeutet immensen Entwicklungsaufwand und Fertigungsaufwand)?
Bessere Abstimmung Soft-Hardware? (‚twas würde da so viel besser?)

Man hätte sicherlich mehr Designfreiheit, aber was brings das im Endeffekt für den Kunden?
Reicht denen nicht einfach ein Kasten mit Bildschirm der gut zu bedienen ist?
Modular/aufrüstbar, auf aktuellem Stand....mehr will die Mehrheit der Nutzer doch gar nicht und das kann Apple auch oder gerade mit Intel. Ein paar streckbare Prozessoren, GPUs und ein Großteil der User wäre glücklich und würde gar nicht über ARM diskutieren. Es wäre so einfach...
- Das größte Maul und das kleinste Hirn,wohnen meist unter derselben Stirn. - Hermann Oscar Arno Alfred Holz, (1863 - 1929), deutscher Schriftsteller
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