Macs mit ARM statt Intel: Die Risiken

Große Architekturwechsel kommen bei Apple nicht häufig vor. Der letzte liegt nun schon 12 Jahre hinter uns, damals erschienen die ersten Macs mit Intel-Prozessoren. Weitere 12 Jahre zurück stellte Apple von 68k- auf PowerPC-Prozessoren um. Vor allem im Falle der Entscheidung pro Intel und contra IBM/Motorola, die Apple auf der WWDC 2005 verkündet hatte, tobten wahre Glaubenskriege in den Foren. Den Umstieg selbst bewerkstelligte Apple dann wesentlich schneller als zunächst verkündet - und Entwicklern wurden es relativ einfach gemacht, sich auf die neue Apple-Welt einzustellen. Wir diskutieren in diesem Artikel, was der Schritt weg von Intel hin zu ARM für alle Mac-Nutzer bedeutet und gehen einmal davon aus, dass die Berichte () der Wahrheit entsprechen. Im ersten Teil unserer Analyse werfen wir einen Blick auf die Risiken, die sich Apple mit der Intel-Abkehr ins Haus holt - etwas später erscheint dann der zweite Teil, dieser beleuchtet die Chancen.


Windows auf dem Mac und Virtualisierung

Viele Käufer schätzen den Mac, da sich seit 2006 nicht nur OS X bzw. macOS, sondern auch Windows oder Linux in einer virtuellen Maschine parallel ohne große Performance-Einbußen betreiben lässt. Wird eine Windows-Anwendung benötigt, startet man auf einem Intel-Mac einfach eine Virtualisierungslösung wie Parallels oder VMWare, in der ein komplettes Windows gebootet wird - somit lässt sich darin auch die benötigte Windows-App starten und nutzen. Ein Wechsel zu Mac-Anwendungen ist mit einem Klick möglich.

Falls der Nutzer auf Windows angewiesen ist, wird eine Emulation eines kompletten x86-Systems selbst auf einen selbst sehr schnellen ARM-Chip zum täglichen Arbeiten kaum ausreichend sein - zu groß sind die Leistungseinbußen (ganz grober Richtwert: Eine Emulation ist meist um den Faktor 3-5 langsamer). Apple ist sich dieses Mankos bei einem Umstieg auf ARM-Chips in Macs definitiv bewusst. Grundsätzlich hat Apple hier vier theoretische Möglichkeiten, darauf zu reagieren:

  • Käufer müssen sich damit abfinden, kein Windows oder Linux mehr auf dem Mac virtualisieren zu können. Dies könnte den Mac-Absatz massiv negativ beeinflussen, da viele Kunden auf Windows-Anwendungen angewiesen sind, die es auf dem Mac nicht gibt.
  • Apple könnte in Macs neben dem eigenen A-X-Prozessor einen energiesparsamen Intel-x86-Prozessor zusätzlich einbauen. Dies steigert allerdings die Komplexität der Architektur deutlich und würde bei Kunden und auch bei Apple für Mehrkosten sorgen.
  • Moderne Intel-Chips (seit dem Pentium Pro im Jahr 1995) bestehen aus einem RISC-Kern und bieten nach außen trotzdem den bekannten x86-CISC-Befehlsschatz. Dies wird durch eine besondere Hardware ermöglicht, die die CISC-Befehle dynamisch in RISC-Befehle übersetzt. Eine ähnliche Strategie könnte Apple verwenden, um x86-Befehle in ARM-Befehle zu übersetzen - allerdings wäre dies schwieriger, da sich die x86-Befehle deutlich von ARM-Befehlen unterscheiden.
  • Bei Computerspielen findet derzeit ein Rennen statt, welcher Hersteller die erste erfolgreiche Plattform aufbaut, bei der Spiele nicht mehr lokal auf dem Rechner ausgeführt werden, sondern auf einem Server - die Bilder werden dann über das Internet auf den heimischen Rechner übertragen. Somit muss der lokale Computer nicht sonderlich schnell sein, um aufwändige 3D-Spiele zu ermöglichen. Apple könnte für das Ausführen von virtuellen Maschinen eine ähnliche Strategie verfolgen - dies würde allerdings eine ständige Internet-Verbindung voraussetzen und laufende Kosten erzeugen.

Software-Umstellung
Altgediente Mac-Nutzer können sich bestimmt noch daran erinnern, wie die letzten beiden Architektur-Wechsel abliefen. Zwar war jeweils auch Software der älteren Plattform direkt ausführbar (beispielsweise via Rosetta), dennoch brachte dies bisweilen empfindliche Performance-Einbußen mit. Die Stärken der neuen Architektur konnten erst dann genutzt werden, wenn die jeweiligen Programme nativ vorlagen. Dies wird sich zweifelsohne wiederholen. Auch nach Erscheinen der ersten ARM-Macs haben sicherlich noch nicht alle Hersteller ihre Programme aktualisiert. Unserer Einschätzung nach dürfte die Migration noch unkomplizierter als die weitgehend problemlose Umstellung von PowerPC auf Intel vonstatten gehen.

Es gibt für Drittanbieter immer weniger Notwendigkeit, hardwarenah zu entwickeln, um damit die jeweiligen Eigenheiten einer speziellen Architektur auszunutzen. Noch mehr Programmen als vor 15 Jahren ist es daher schlichtweg egal, auf welchem Chip sie laufen. Außerdem fallen damals erforderliche Anpassungen wie beispielsweise die Umkehrung der Byte-Reihenfolge weg (Little Endian bei Intel vs. Big Endian bei PowerPC) - anders als PowerPC und x86 beherrschen ARM-Chips nämlich beide Modi. Fazit: Aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Rentabilität wird wohl kaum ein Anbieter entscheiden, nicht mehr für ARM zu kompilieren. Allerdings kann es durchaus passieren, dass schlecht gepflegte Programme irgendwann nicht mehr laufen.

Kommentare

nacho
nacho03.04.18 10:51
Wenn ich auf Windows angewiesen bin kaufe ich sicher keinen Mac.

Für mich ist es nice to have, aber sicher kein muss.
-1
NikNik03.04.18 10:54
nacho
Wenn ich auf Windows angewiesen bin kaufe ich sicher keinen Mac.

Du glaubst gar nicht wie viele Leute sich einen Mac wegen des Designs holen und dann Windows installieren. In Firmen mit gewisser Sichtbarkeit nach Außen recht oft der Fall.
+18
sffan03.04.18 11:05
Abwarten und Tee (oder Kaffee) trinken. Nicht das erste Mal, daß dieses Gerücht lanciert wird.
AMD wurde auch schon mal als wesentlich leichter umzusetzende Alternative ins Spiel gebracht.
Jedenfalls gut um Druck auf Intel zu machen. Vielleicht stehen wieder neue Liefervertäge mit an?
+3
Dante Anita03.04.18 11:08
Viel dreht sich ja um die Risiken für Apple. Aber wie schauts mit der Zukunftssicherheit für den Kunden aus (im Artikel dankenswerterweise angesprochen)?

Kauft man sich jetzt z.B. einen iMac Pro um > 5.000 Euro, was ist dann mit dem in 3 Jahren? Habe ich dann ein sauteures System, auf dem OS X emuliert wird bzw. für das es keine OS X Updates mehr gibt?
+1
Stereotype
Stereotype03.04.18 11:08
sffan
Abwarten und Tee (oder Kaffee) trinken. Nicht das erste Mal, daß dieses Gerücht lanciert wird.
Außerdem fehlen in dem Artikel gänzlich die Stellung und Planung Microsofts zum Thema ARM.
-1
sffan03.04.18 11:13
Stereotype
Außerdem fehlen in dem Artikel gänzlich die Stellung und Planung Microsofts zum Thema ARM.
Na ja. MS hat sich mit ARM bzw. Multiplattform zuletzt erneut eine blutige Nase geholt. hat immerhin mit 68k und PowerPC schon zwei erfolgreiche Wechsel hinter sich.
MS ist höchstens als Lieferant von SW, also nachgelagert, von Interesse. Wenn man denn auf MS-Software steht oder das unbedingt benötigt..
+1
ColoredScy
ColoredScy03.04.18 11:24
Bedenkt man das, was Apple im letzten Jahrzehnt an Workstations und Arbeitsgeräten veröffentlich hat, so gibt ganz wichtige Punkte, welche man in solche Spekulationen einfließen lassen muss:
– Apple ist es vollkommen egal, was sie wann wie drastisch ändern, welche Konsequenzen Kunden daraus ziehen oder ob sie überhaupt was ändern.
– Apple ist es egal, wie viele Rechner sie verkaufen. Ein einzelnes Gerät, das bei einer einzelnen Usergruppe gut ankommt ist mehr als genug.
– Style und Kontrolle ist immer wichtiger, als Funktion und Freiheit.
Man darf bei Apple nicht den Fehler machen, zu versuchen, betriebswirtschaftlich zu denken. Apple mach so unglaublich viel Kohle mit dem iPhone. Da kommt erst mal lange nichts, dann kommt das iPad, der Rest ist Prestige…
Hey Siri, niemand versteht mich!
+1
Metty03.04.18 12:01
Lasst uns doch mal viele Jahre in die Zukunft spekulieren. Dazu schauen wir auch ein wenig zurück.
Früher hatten wir dicke Desktop oder Tower Gehäuse, die brummend unseren Schreibtisch oder den Platz darunter blockierten. Je mehr Rechenpower benötigt wurde, desto mehr Platz brauchte man.
Heute werden zum größten Teil Notebooks verkauft. Die kann man ganz komfortabel im Rucksack mitnehmen. Nur jemand der einen großen Hunger nach Rechenpower hat, kauft sich einen iMac Pro.
Auf der anderen Seite kamen in den letzten Jahren Mobilgeräte in der Form von iPhone und iPad. Man hatte eine mobile Lösung, aber mit reduzierter Rechenpower. Dafür wurden ARM Prozessoren entwickelt, die weniger energiehungrig waren.
In ein paar Jahren, wenn ARM Prozessoren leistungsfähiger geworden sind, könnte ich mir vorstellen, dass Notebooks und iPads zusammen wachsen. Warum sollte die nächste Generation Mac nicht ultra-portabel sein? Wenn man unterwegs ist, dann ist die Touch-Oberfläche aktiv. Stelle ich das Ding zu Hause bei mir auf den Schreibtisch, dann kann ich Maus, Tastatur sowie externe Monitore und Speichermedien nutzten. Man kauft sich nur noch ein Gerät, mit dem man im Büro und unterwegs richtig arbeiten kann. Keine doppelte Datenhaltung, keine Synchronisierung mehr.
Und wer andere Betriebssystem darauf nutzen will, warum nicht? Für weniger rechen-aufwändige Operationen kann man Emulieren. Und für den schellen Bedarf kann man auf externen virtuellen Servern das System seiner Wahl installieren und Remote bedienen. Cloud basierte Dienste kommen immer mehr.
Die Kunst besteht eher darin auf einem Universalgerät eine Benuzteroberfläche zu schaffen, die Toch-orientiert und Maus-orientiert im gleichen Maße gut funktioniert. Microsoft ist damit gescheitert. Aber wenn Apple sich auf seine alten Stärken besinnt und gute Benutzerschnittstellen neu erfindet, ja dann ...
-2
Deichkind03.04.18 12:04
NikNik
nacho
Wenn ich auf Windows angewiesen bin kaufe ich sicher keinen Mac.

Du glaubst gar nicht wie viele Leute sich einen Mac wegen des Designs holen und dann Windows installieren. In Firmen mit gewisser Sichtbarkeit nach Außen recht oft der Fall.
Das Windows-Powermanagement wirkt zumindest auf Macs unterentwickelt. Ob das an Windows liegt oder an Apples EFI vermag ich nicht zu sagen. Ich kann das zur Zeit allerdings nur für MacBooks beurteilen, die bis 2013/2014 erschienen sind. Einen Mac für die ausschließliche Nutzung mit Windows zu kaufen, würde ich mir nicht leisten wollen, obwohl mir nicht entgangen ist, dass die PC-Hersteller große Mühe hatten, ihre ersten Modelle mit Kaby-Lake-Prozessor fit für Windows 10 zu machen.
-4
herrMartin03.04.18 12:04
somit wird windows immer mehr zur content creation plattform, schade.
aber genau dafür brauch man die dicken kisten. was viele nicht kapieren, die intel cpus stehen der effizenz dem apple arm nichts nach wenn man sie runter drosselt, ergo wenn arm performance will brauchen die auch ordentlich pfump.
+3
gritsch03.04.18 12:12
Deichkind
NikNik
nacho
Wenn ich auf Windows angewiesen bin kaufe ich sicher keinen Mac.

Du glaubst gar nicht wie viele Leute sich einen Mac wegen des Designs holen und dann Windows installieren. In Firmen mit gewisser Sichtbarkeit nach Außen recht oft der Fall.
Einen Mac für die ausschließliche Nutzung mit Windows zu kaufen, würde ich mir nicht leisten wollen, obwohl mir nicht entgangen ist, dass die PC-Hersteller große Mühe hatten, ihre ersten Modelle mit Kaby-Lake-Prozessor fit für Windows 10 zu machen.

Für dich vielleicht, aber in einem Hotel bei der Rezeption spielt es keine Rolle ob Rechner+Monitor 300 € mehr oder weniger kosten - hauptsächlich es sieht gut aus und tut seinen Dienst!
+4
McErik03.04.18 12:29
Metty
Lasst uns doch mal viele Jahre in die Zukunft spekulieren. Dazu schauen wir auch ein wenig zurück.
Früher hatten wir dicke Desktop oder Tower Gehäuse, die brummend unseren Schreibtisch oder den Platz darunter blockierten. Je mehr Rechenpower benötigt wurde, desto mehr Platz brauchte man.
Heute werden zum größten Teil Notebooks verkauft. Die kann man ganz komfortabel im Rucksack mitnehmen. Nur jemand der einen großen Hunger nach Rechenpower hat, kauft sich einen iMac Pro.
Auf der anderen Seite kamen in den letzten Jahren Mobilgeräte in der Form von iPhone und iPad. Man hatte eine mobile Lösung, aber mit reduzierter Rechenpower. Dafür wurden ARM Prozessoren entwickelt, die weniger energiehungrig waren.
In ein paar Jahren, wenn ARM Prozessoren leistungsfähiger geworden sind, könnte ich mir vorstellen, dass Notebooks und iPads zusammen wachsen. Warum sollte die nächste Generation Mac nicht ultra-portabel sein? Wenn man unterwegs ist, dann ist die Touch-Oberfläche aktiv. Stelle ich das Ding zu Hause bei mir auf den Schreibtisch, dann kann ich Maus, Tastatur sowie externe Monitore und Speichermedien nutzten. Man kauft sich nur noch ein Gerät, mit dem man im Büro und unterwegs richtig arbeiten kann. Keine doppelte Datenhaltung, keine Synchronisierung mehr.
Und wer andere Betriebssystem darauf nutzen will, warum nicht? Für weniger rechen-aufwändige Operationen kann man Emulieren. Und für den schellen Bedarf kann man auf externen virtuellen Servern das System seiner Wahl installieren und Remote bedienen. Cloud basierte Dienste kommen immer mehr.
Die Kunst besteht eher darin auf einem Universalgerät eine Benuzteroberfläche zu schaffen, die Toch-orientiert und Maus-orientiert im gleichen Maße gut funktioniert. Microsoft ist damit gescheitert. Aber wenn Apple sich auf seine alten Stärken besinnt und gute Benutzerschnittstellen neu erfindet, ja dann ...

Ja! Aber dann braucht das kleine Universalgerät eine allgemeine Dateiverwaltung (Finder). Nur so kann man gemischte Ordner anlegen und vernünftig externe Speicher verwalten. Also sozusagen ein MacPad Pro!
+1
Apple@Freiburg
Apple@Freiburg03.04.18 12:31
Ich würde das Experiment mit ARM erst mal auf dem iPad fortsetzen und iOS weiter vorantreiben, um besser abschätzen zu können in welche Richtung der ARM wandert.

Das iPhone oder das iPad besitzen mehr Leistung als ein 13er MacBook Pro, MacBook Air und erst recht als die MacBooks und das mit den im iPhone verbauten, lüfterlosen, engergiesparenden Chips.

Was wäre möglich, wenn man stärkere Chips mit Lüfter verbaut?

Windows ist ein Thema, nicht für mich, aber für einige schon. Wie wird man damit umgehen.

Richtig ist, das Apple unabhängiger wäre und nicht darauf warten muss das Intel liefern kann und auch nicht bangen muss das sich rechtzeitig liefern können.

AMD als CPU? Da ist der ARM Leistungstechnisch wahrscheinlich überlegener.

Ich finde das Thema spannend. Nicht unbedingt für den Mac, mich interessiert viel mehr ob Apple den rapiden Performance-Anstieg beim iPad beibehalten kann und ob man bereits dieses Jahr in der Lage sein wird die Performance eines MacBook Pro 15 bzw. iMacs zu erreichen bzw. zu topen, A11X?!

In welche Richtung wird Apple iOS weiter wandern lassen?
-2
piik
piik03.04.18 12:40
Apple@Freiburg
Das iPhone oder das iPad besitzen mehr Leistung als ein 13er MacBook Pro, MacBook Air und erst recht als die MacBooks und das mit den im iPhone verbauten, lüfterlosen, engergiesparenden Chips.
Für solche extrem steilen (und falschen) Behauptungen würde ich doch sagen, ist die Forderung nach Belegen nicht unverschämt oder?

Es handelt sich schlicht um eine urban legend, nichts weiter. Leute glauben auch an die Jungfrau Maria und ähnliches.
Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...
+4
piik
piik03.04.18 12:44
Es würde sich massiv was ändern, sollte Apple so verrückt sein, und diesen Schwenk machen. Eine klare Folge wären noch weniger Mac-Kunden, mehr Ärger bei den verbleibenden, noch mehr Aufwand bei den Software-Herstellern und somit wäre der Anfang vom Ende des Mac schon gemacht.
Ich z.B. wäre sofort weg, denn den Stress tue ich mir nicht an, denn wenn die tolle Hardware bei den Books nicht mehr gut nutzbar ist, wende ich mich der anderen Mutter zu, die auch ne schöne Tochter hat.
Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...
+4
piik
piik03.04.18 12:50
sffan
[MS ist höchstens als Lieferant von SW, also nachgelagert, von Interesse. Wenn man denn auf MS-Software steht oder das unbedingt benötigt..
Ganz sicher. Wenn es kein Office auf Mac mehr gibt, ist die Mac-Plattform auch tot. So einfach ist das.
Hardware ist seltener schlecht drauf - Software macht schon häufiger Mucken...
+1
cfkane03.04.18 12:54
Apple@Freiburg
Das iPhone oder das iPad besitzen mehr Leistung als ein 13er MacBook Pro, MacBook Air und erst recht als die MacBooks und das mit den im iPhone verbauten, lüfterlosen, engergiesparenden Chips.
Und das stimmt? Nachweise?
Apple@Freiburg
Was wäre möglich, wenn man stärkere Chips mit Lüfter verbaut?
Oder auch: Wie leistungsfähig könnten die Laptops sein, wenn nicht nur die kleinen Intel-Y-Prozessoren verbaut werden würden?
Apple@Freiburg
Richtig ist, das Apple unabhängiger wäre und nicht darauf warten muss das Intel liefern kann und auch nicht bangen muss das sich rechtzeitig liefern können.
Ach so, Apple hätte den MacMini schon so gerne seit Jahren aktualisiert, wartet aber nur auf Intel ...
Der Haken nur: je unabhängiger Apple wird, um so abhängiger wird wahrscheinlich der Kunde, also wir, werden.
Apple@Freiburg
AMD als CPU? Da ist der ARM Leistungstechnisch wahrscheinlich überlegener.
In der Allgemeinheit läßt sich das wohl kaum sagen. Derzeit scheint's eher so zu sein, daß ARM den unteren Leistungsbereich energiesparender liefern kann. Aber wenn du richtig Power willst/brauchst, sieht ARM kein Land hinter Intel und AMD.
Kann natürlich sein, daß der ARM-Leistungsbereich für E-Mail und Youtube einfach ausreicht. Wäre aber schade, wenn der Mac zum reinen Konsumiergerät verkommt.
+3
iGod03.04.18 13:23
Für die meisten hier sind Macs doch schon fast unbrauchbar seit dem sie verklebt sind und jetzt wo sie auch kein USB 3.0 mehr haben sind sie doch komplett ungeeignet.
-8
pünktchen
pünktchen03.04.18 13:40
Also bei Benchmarks spielen iPads und iPhones in derselben Liga wie die ganzen MB, MBA und MBP mit zwei Cores. Nur das grosse MBP mit vier Cores ist bedeutend schneller. Und ich würde jetzt nicht sagen dass man auf einem kleinen MBP nur Youtubevideos ankucken kann.
-3
Pixelmeister03.04.18 13:42
iGod
Für die meisten hier sind Macs doch schon fast unbrauchbar seit dem sie verklebt sind
Für mich ist das z.B. so. Allerdings finde ich macOS immer noch besser als Windows. Und solange macOS auf Intel läuft, kann ich mir notfalls aus Standard-Bauteilen einen Hackintosh selbst zusammenklöppeln. Mir ist klar, dass das nicht im Sinne von Apple ist. Aber vielleicht ist ihnen ein macOS-User, an dem sie nichts verdienen, immer noch lieber als ein Windows-User.

Je weiter Apple sich von Hardware-Standards entfernen sollte (bei weiterhin teuren und Reparatur/Aufrüstungs-unfreundlichen Macs), desto mehr muss ich mich mit dem Gedanken anfreunden, meine Software unter Windows zu betreiben. Ich werde das sicherlich nicht gerne tun – aber wenn ich quasi dazu gezwungen werde, muss ich wohl in den sauren Apfel beißen (und jetzt schon in der Virtualisierung üben).
+4
Apple@Freiburg
Apple@Freiburg03.04.18 14:26
pünktchen

Genau so ist es. In Sachen Videoschnitt zum Beispiel ist mein iPad Pro deutlich schneller als jedes MacBook 12, MacBook Air und sogar als jedes 13er MacBook Pro.

Ebenso in Sachen Fotobearbeitung mit Affinity.

Und bei einem MacBook Pro oder Air drehen die Lüfter (notwendiger Weise) auf. Bei meinem iPad Pro hört man keine😋

Was wäre denn wenn Apple 64 Kerne einsetzen würde bei 2,5 GHz? Womöglich bedarf es dann auch einen Lüfter, wo Läge die Leistung. Ich weiß es nicht! Aber es wäre interessant zu wissen.

Mein iPad hat einen 2,3 GHz Prozessor mit 3 Kernen bei dieser Taktung, lüfterlos, dünn, energieeffizient. Benchmark 9190

MacBook Pro 3,1 GHz, 2 Kerne. Benchmark 8962. Lüfter!

MacBook Pro 3,5 GHz, 2 Kerne. Benchmark 9647.

iPhone A11, 2,4 GHz, 2 Kerne bei dieser Taktung, Benchmark 10132!

iPad Pro 2018 A11X, Benchmark ????

Man beachte das diese 3 Prozessoren von ARM Ultramobil und ohne aktive Kühlung betrieben werden. Was wäre wenn man mehr Prozessoren verbaut und eine Kühlung hinzufügt?

Klar, Windows wird nie in der selben Performance laufen wie unter Intel. Wie gesagt, mich interessiert erstmal nur was mit von Apple entwickelten ARM möglich wäre.

Performance per Watt.
-1
gfhfkgfhfk03.04.18 14:32
Apple@Freiburg
Was wäre denn wenn Apple 64 Kerne einsetzen würde bei 2,5 GHz?
Du wärst nicht glücklich, weil die ARMs mit maximal 2,5GHz herumkrebsen bei Singlethread während der Intel Xeon mit seinen 28 Kernen dann rabiat auf 4GHz auf einem Kern hochtaktet. Sprich die Interaktion mit dem System bliebe ziemlich lahm.
+2
maczock03.04.18 15:00
Es gibt überhaupt keinen nachvollziehbaren Grund, warum Apple umsteigen sollte.

1. Keine ernstzunehmende Desktop-Software ist auf einem Tablet nutzbar. Dazu gehören massenhaft Menüs und eine Mouse mit 3 Tasten. Wer meint das wäre anderes, der soll sich bitte mal bitte Software wie Maya anschauen, denn ich rede nicht von simplen Programmen, die auch auf Tablets umgesetzt werden könnten, denn dafür braucht man keine Macs.

2. Als einer der größten Abnehmer haben sie die besten Konditionen bei Intel und die Konkurrenz bekommt auch nichts schnelleres angeboten.

3. Die Hauptprobleme des Macs bestehen aus den Plattformen, die von Apple nur unzulänglich gepflegt werden. Mac Pro und Mac mini, das sind hausgemachte Probleme.

4. Schreiberlinge leben davon Clicks zu bekommen.

Es fehlt der entscheidende Faktor. Der Vorteil. Nur einmal statt zweimal 30% bei Apps abzukassieren ist übrigens ganz klar kein Vorteil.
-4
pünktchen
pünktchen03.04.18 15:09
Niemand redet davon macOS durch iOS zu ersetzen. Es geht darum ob Apple die Intel Chips durch eigene Chips ersetzen kann. Und wenn die zumindest im den bei weitem den grössten Teil der Verkäufe ausmachenden Laptopbereich etwas schneller und sparsamer sowie deutlich billiger sind dann sind das doch wohl handfeste Argumente. Klar, die mangelnde Kompatibilität zur Windowswelt ist der grosse Nachteil.
+1
cfkane03.04.18 15:16
pünktchen
Niemand redet davon macOS durch iOS zu ersetzen.
Noch nicht. Bei der iPad-Begeisterung von Tim Cook kann das gut und gerne als mögliches Fernziel dastehen.
pünktchen
Es geht darum ob Apple die Intel Chips durch eigene Chips ersetzen kann. Und wenn die zumindest im den bei weitem den grössten Teil der Verkäufe ausmachenden Laptopbereich etwas schneller und sparsamer sowie deutlich billiger sind dann sind das doch wohl handfeste Argumente. Klar, die mangelnde Kompatibilität zur Windowswelt ist der grosse Nachteil.
Vorteil für wen? Wird Apple die Laptops entsprechend der gesparten CPU-Kosten günstiger anbieten oder die Differenz selber einsacken? Wird der geringere Verbrauch in längere Laufzeiten münden oder die Geräte nur dünnisieren?
Kann passieren, daß die Vorteile bei Apple bleiben und die Nutzer den großen Nachteil bekommen. Gerecht geteilt
+2
TFMail1000
TFMail100003.04.18 15:29
Kaum jemand kommt mal auf die Idee, dass das MacOS und das iOS zusammengeschmolzen in Zukunft auch in den Macs läuft und darum sehr gut mit den Arm Prozessoren harmonisieren wird.
Office für Mac läuft da doch bereits, manch einer macht sich dennoch sorgen und sieht schon den Untergang von Apple, weil Office nicht funktionieren könnte... frag mal dein iPad ob es das nicht heut schon kann
May the force be with you
-3
wolfgag
wolfgag03.04.18 17:38
Apple@Freiburg
Mein iPad hat einen 2,3 GHz Prozessor mit 3 Kernen bei dieser Taktung, lüfterlos, dünn, energieeffizient. Benchmark 9190

MacBook Pro 3,1 GHz, 2 Kerne. Benchmark 8962. Lüfter!

MacBook Pro 3,5 GHz, 2 Kerne. Benchmark 9647.

iPhone A11, 2,4 GHz, 2 Kerne bei dieser Taktung, Benchmark 10132!

Mit synthetischen Benchmarks verdienen aber die wenigsten Anwender ihr Geld. Entscheidend wäre wie Photoshop, Cinema, After Effects und andere komplexe Programme auf ARM laufen, dafür gibt es mangels ARM Versionen aber momentan keine Zahlen.

Fakt ist, daß alles an Pro Software, zuerst mal auf Intel CPUs optimiert wird. Die Problematik dürften alle noch kennen, die schon zu PowerPC Zeiten oder früher auf dem Mac gearbeitet haben (ich sag nur Altivec ). Mit Apple-eigenen Prozessoren hätten wir höchstwahrscheinlich wieder genau den selben Salat, daß sich für viele Softwarefirmen eine Mac optimierte Version nicht rentiert und auf Windows alles doppelt so schnell läuft.
+6
wolfgag
wolfgag03.04.18 17:48
Metty
Früher hatten wir dicke Desktop oder Tower Gehäuse, die brummend unseren Schreibtisch oder den Platz darunter blockierten. Je mehr Rechenpower benötigt wurde, desto mehr Platz brauchte man.
Heute hat Apple die nicht mehr im Angebot und viele User die Rechenpower und Erweiterbarkeit brauchen haben deshalb auf Windows oder Hackintosh gewechselt. Es lebe der Fortschritt.
+3
Jethro100003.04.18 18:48
Für mich persönlich und auch in unserer Firma wären dies das Ende der Mac Ära. Sollte sich Apple wirklich dahingehend Entscheiden nur noch ARM Prozessoren zu verbauen, wären wir nicht mehr in der Lage in Windows VMs performante Leistungstest durchzuführen. Entwickelt wird bei uns in Java was weniger ein Problem wäre, aber viele professionelle Testframeworks gibt es nur unter Windows. Dann werden wir die 210 Mac einfach auslaufen lassen und dann auf Linux umsteigen. Da brauche ich mir dann keine Gedanken zu machen, da Java unter Linux läuft und die VMs ebenfalls und das ohne eine x86 Emulation. Tja, schade aber die Geschichte wiederholt sich. Als Steve weg war, ging es mit Apple bergab. Tim trägt gerade dazu bei das sich das wiederholt. Nur diesmal gibt es keinen Steve der den Karren wieder aus dem Dreck zieht
+3
Barbarossa
Barbarossa03.04.18 18:49
wolfgag
Mit synthetischen Benchmarks verdienen aber die wenigsten Anwender ihr Geld. Entscheidend wäre wie Photoshop, Cinema, After Effects und andere komplexe Programme auf ARM laufen, dafür gibt es mangels ARM Versionen aber momentan keine Zahlen.

Wenn man bedenkt wie faul Adobe schon mit Bugfixes und Unterstützung von mehreren Prozessorkernen oder Grafikkarten seit der Einführung des Abo-Systems und der Entdeckung des Data-Harvesting geworden ist, kann man schon seine Zweifel daran haben, ob oder wie sorgfältig sie ihre Software für neue ARM-Architektur optimieren werden. Vielleicht kauft man dann doch eine Windows-Workstation, wenn man wirklich Power braucht. Es wäre allerdings schade.
+1
Weitere News-Kommentare anzeigen

Kommentieren

Sie müssen sich einloggen, um die News kommentieren zu können.

OK MacTechNews.de verwendet Cookies unter anderem für personalisierte Inhalte, Seitenanalyse und bei der Auslieferung von Google-Anzeigen. Dies war zwar schon immer so, auf Wunsch der EU muss nun jedoch explizit darauf hingewiesen werden. Durch Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden. Weitere Informationen