Fehlerhafte Butterfly-Tastaturen: Staub und Krümel nicht die Hauptprobleme?

Apples berüchtigte Butterfly-Tastaturen, die das Unternehmen seit 2015 im MacBook und seit 2016 auch im MacBook Pro verbaut, sorgen seit Jahren für hitzig geführte Diskussionen. Zahlreiche Nutzerberichte über Probleme wie funktionsuntüchtige Tasten und Apples Serviceprogramm zum Gratistausch betroffener Geräte nagen seit langem am Ruf des „Butterfly“ genannten Tastatur-Mechanismus.

Bislang galt die hohe Fehleranfälligkeit beim Eindringen von Staub und Krümeln als Hauptnachteil der Hardware-Komponente – Apple implementierte bei der dritten Generation der Butterfly-Tastatur entsprechend Silikon-Membranen zum besseren Schutz vor Schmutzpartikeln. Doch Reddit-Nutzer „cil3x“ zufolge hat die Tastatur eine weitaus größere Schwachstelle: Das Hardware-Design der Butterfly-Technologie sorge für eine rasche Materialermüdung häufig verwendeter Tasten, was wiederum Ausfälle hervorrufe.


Doppelte Eingaben nicht durch eindringenden Schmutz zu erklären
„cil3x“ nennt in seinem ausführlichen Beitrag zwar nicht seinen Namen, arbeitete eigenen Angaben zufolge die letzten drei Jahre aber als Techniker bei einem Apple Authorized Service Provider (AASP). Über seine Tätigkeit habe er sehen können, welchen „Mist“ Apple in die Wege leitet, um Hardware-Reparaturen für Nutzer und nicht-authorisierte Werkstätten so schwer wie möglich zu gestalten. Bezüglich der Butterfly-Schwierigkeiten kann „cil3x“ zwar trotz seines Teardowns und der dazugehörigen Untersuchungen keine abschließende Antworten über die genaue Ursache geben – Staub und Schmutz scheiden für ihn als Hauptgrund aber aus. Das große Problem doppelter (oder noch mehr) Eingaben des jeweiligen Zeichens beim einmaligen Druck auf bestimmte Tasten ließe sich dadurch nicht erklären.


Quelle: Imgur

Zudem trete der Fehler – für den es inzwischen sogar einen inoffiziellen Softwarefix eines Drittanbieters gibt – auch bei der dritten Generation der Butterfly-Tastatur auf, die durch die Silikon-Membranen eigentlich besser vor Partikeln geschützt sein soll. Apple entschuldigte sich unlängst für die bestehenden Fehler bei den 2018er MacBook Pros und früheren Geräten.


Materialermüdung durch fehlerhaftes Hardware-Design?
Vielmehr tippt der Autor auf eine Materialermüdung, die sich aufgrund eines fehlerhaften Tastendesigns ergebe. Das Problem könne entsprechend nur durch größere Änderungen beim Mechanismus behoben werden. Für komplett stichhaltige Resultate fehle dem Reddit-Nutzer zwar das nötige, professionelle Equipment – doch ein zweiter Beitrag mit weiteren, noch umfangreicheren Analysen ist bereits in Planung.

Kommentare

MikeMuc03.05.19 17:28
Neulich war doch auch schon mal „zuviel Wärme von unten“ als mögliche Ursache in der Gerüchteküche. Das passt auch zu daraus resultierender Materialermüdung...
@Apple: baut endlich anständige Kühlungen in die Laptops... dann wären wohl viele Probleme der letzten 10 Jahre keine Probleme gewesen... und wenn die Dinger dafür 5mm dicker werden müssen, ich könnte damit leben
+19
barabas03.05.19 18:13
Mögliche Ursachen scheint es viele zu geben und im Grund löst eine Spekulation die andere ab oder ergänzt diese, für mich gilt indes eigentlich nur eine Ursache, - das Ding ist Mist von Grund auf und sollte nicht weiter verbaut werden. Anstatt dessen aber baut Apple unverdrossen weiter dieses Fehlteil in seine teuren mobilen Geräte ein und rüstet sogar noch weitere damit aus, wie letztens erst das neue Air.
Ergo, - solange Apple stur weiter darauf beharrt uns mit ihren Butterfly Tastaturen beglücken zu müssen gibt es keinen neue mobilen Rechner.
+16
My2Cent03.05.19 18:20
Dieses und viele andere Probleme könnte Apple vermeiden, wenn die Techniker bei der Geräteentwicklung ein größeres Mitspracherecht bekämen und dafür das Mitspracherecht der Designer beschnitten würde.

Die alten IBM-Tasten sind lange nicht so stylisch wie die Apple-Tastaturen, aber dafür sind die IBM-Tastaturen fast unkaputtbar. Und darum geht es doch letztlich. Der Kunde will darauf schreiben.
+13
verstaerker
verstaerker03.05.19 19:25
also 5 mm fände ich schon n bisschen dolle .. aber ich denke mit 2mm könnte man wieder ne ordentliche Tastatur einbauen und deutliche bessere Belüftung sorgen

eigentlich wollte ich Ende letzten Jahres mein 2016er MBP durch das 2018er ersetzen .... aber da die Tastatur leider immer noch genauso Scheiße ist, hab ich mir das geschenkt. Vielleicht gibts ja dieses Jahr was besseres.
+11
Deichkind03.05.19 19:59
Klingt plausibel. Apple selbst hat zur Version "2018" ja auch nur gesagt, dass die Silikonscheibe der Geräuschdämmung dient. Den Aspekt "Staubschutz" haben Kommentatoren eingebracht.
+5
Fehler 11
Fehler 1103.05.19 20:14
Woran das Fehler liegt ist eigentlich vollkommen irrelevant. Zumindest für uns. Wichtig ist nur, das Apple den Fehler findet, abstellt und ein zukünftiges Produkt auf den Markt bringt, das seinen Preis gerechtfertigt ist.
+10
misc03.05.19 20:41
MikeMuc
Neulich war doch auch schon mal „zuviel Wärme von unten“ als mögliche Ursache in der Gerüchteküche,

Nicht unbedingt. Das Macbook 12" von 2015 war sehr stark betroffen und da ist unterhalb der Tastatur nur sehr wenig Mainboard. Außerdem hatten manche Leute (Unbox Therapy auf Youtube z.B.) schon nach 2-3 Wochen defekte Tasten auf dem 2018er MBA. Für Wärme-Defekte ist das zu schnell.

Es ist einfach so, daß die Tasten aktuell eine fragile Scheisskonstruktion sind.
+9
doggda
doggda03.05.19 22:31
noch ein Grund mehr mit meinem 2011er Unibody 17 ´´weiterzuarbeiten... alles was danach kam war mir zu wenig erweiterbar und hatte nciht mehr die Solidität der alten MBP.
+6
Apple@Freiburg
Apple@Freiburg03.05.19 22:36
doggda

Und was nützt dir all deine Erweiterbarkeit, wenn bereist ein MacBook 2017 (ohne Erweiterbarkeit), mehr „Bums“ hat? Und BTW. mein MacBook Pro 2018 ist mehr als doppelt so schnell wie dein 17er aus längst vergangenen Tagen.

Und erweiterbar??? Deutlich besser...

Wie viele 5k Displays kannst du anhängen? Keins?!
Du hast Thunderbolt 3, samt all den „Sünden der Erweiterbarkeit“ die dieser Port mit sich bringt?

Wie schnell kann deine interne SSD werden? Langsamer als die externe erweiterbare von 2017 und von dem internen Spreche ich nicht.

What about graphics... Wie schnell kann deine Grafikkarte sein? Langsamer als eine interne von 2012?? Na klar! Aber kein Problem es gibt ja eGPU.... Ach, nicht für 2011. Also welches MacBook 2011 ist erweiterterer als die seit TB3???

Ich würde dich komplett verstehen wenn ein 2011 erweiterbar wäre, sodass es heutige Geräte kompensieren könnte. Das kann es nicht, nicht mal in die Nähe kommt es.

Die heutigen Geräte sind auch nicht erweiterbar? Trifft nur auf den RAM und CPU zu. Speicher, Graphics, Geräte? Besser den je! Un flexibler denn je!

Also zu dem was 2011 besser war... RAM erweitern... auf bis zu 16 GB? Sorry, brauch ich nicht habe 32 GB.

CPU? Nicht mal halb so schnell brauch nicht! Und bis Intel was leisten kann das doppelt so schnell ist, ist das aktuelle MBP abgeschrieben.

Wie war es denn früher mit der Erweiterbarkeit? Besser.... Ich habe mit ihr mein PowerBook deswegen auch ein G5 gelötet und hab da... na? Auch 32 GB RAM und boah ne SSD Nvme über 8 GTS angebunden, weil man da die Chips und die Controler austauschen konnte. Und als Graphic die neuste VEGA (okay wenn ich Gamen würde wäre es eine Nvidia geworden).
-21
AidanTale03.05.19 22:55
Tja beim 2011 Unibody fällt dafür der Grafikchip aus, dann ist der Spass wirklich vorbei. Zudem was heißt wenig erweiterbar? Über USB-C kann man mittlerweile alles mögliche anschließen. Die neuen Macbook (Pros) haben aus meiner Sicht nur ein Problem, den komplett übertriebenen Preis.
+3
mschue03.05.19 23:15
Hmm... ich bin mit meinem 2016er MacBook 12" sehr glücklich.

Es ist nicht der schnellste Rechner, den ich je besessen habe, aber mit Abstand das transportabelste Laptop. Gut, Dell XPS 13 ist vielleicht besser, hat aber das falsche Betriebssystem Das MacBook nehme ich zusammen mit DER SPIEGEL ins Café - gleiche Größe!

Meine Tastatur funktioniert bislang, das MacBook ist allerdings auch nur Zweitrechner neben dem 2012er i7-Mini auf meinem Schreibtisch.

Grüße - Matthias
+2
Der echte Zerwi04.05.19 01:20
mschue
Hmm... ich bin mit meinem 2016er MacBook 12" sehr glücklich.

Auch bei mir keine Probleme. Aber das 2016er MB 12“ ist bei mir auch nur Zweitrechner. Eine Sache hasse ich aber an dem Ding: Das erbärmliche Tippgefühl. Als wenn Du auf ein Holzbrett einhackst.
0
Appletiser
Appletiser04.05.19 07:44
Ich bin etwas stutzig geworden als ich lass, dass es zu ungewollten mehrfach Erzeugen von Zeichen kommt…
Ich habe noch ein älteres MacBookPro-Retina von 2012 und nutze dieses auch im Kombination mit einem Thunderbolt-Display und einer separaten Bluetooth-Tastatur.
Diese Verhalten der ungewollten mehrfach Eingaben konnte ich hier sowohl mit einer Magic-Key Tastatur als auch mit Tastaturen anderer Hersteller beobachten (Matias, Satechi, etc.), dass plötzlich die Eingaben eines Zeichens, Leertaste, rückwärts Löschen, etc. mehrfach erfolgten…

Kann es sein, dass es sich einfach um eine Software-Problem in den Betriebssystem handelt, also mit den Treibern, die evtl. unter bestimmen Konstellationen zu solchen Irrläufern führen?!?

Damit will ich aber nicht behaupten wollen, dass es keine Hardware-Problem gäbe, aber ich glaube das es hier auch in der Software-Ebene ein Problem zu geben scheint.
+1
macusr04.05.19 11:32
Ein Plastikteilchen, welches sich beim Drücken verbiegt, diesem Umstand als "Feder" für einer Tastatur zu verwenden, das kann man gut in einem Kindernotebook tun.
Als der Butterfly-Mechanismus präsentiert wurde, hatten viele das Gefühl, das kann nicht gut gehen. MMn lässt sich das Problem nur durch Neuentwicklung einer hochwertigen Tastatur, bzw. Verwenden des Vorgängers beheben. Was allerdings nicht in diesem Gehäuse funktioniert. Apple sollte das Gehäuse wieder dicker konstruieren und dabei auch den den Klebstoff weglassen. Die Ausfallraten kenne ich nicht, aber mein Gefühl sagt, wer keine Probleme hat, ist im Glück, mit dem Beigeschmack, wann er wohl dran sein könnte. Und mit diesem Gefühl kann man schlecht etwas kaufen. AppleCare sollte jedem Besitzer dieser Tastatur zugestanden werden. Selbst mit 3 Jahren Garantie würde ich mich hüten, einen Serienfehler kaufen. Dazu sind die Geräte und Reparaturen die vielleicht nur vorübergehend halten, einfach zu teuer. Apple sollte schleunigst was für die Produktqualität tun. Schlechte Tastaturen, brechende Flexkabel, sich auflösende Bildschirmbeschichtungen. Wir reden nicht von 300 Euro Notebooks ohne System vom Selbstbedienungsstapel im Elektronikmarkt.
+7
NONrelevant
NONrelevant04.05.19 11:39
Ich weiß nicht, was dazu führt, dass die Tastaturen reihenweise ausfallen.
Ich weiß nur, dass ich mir wegen der vielen Berichte über die Mängel auch noch kein MacBook oder gar das neue Air gekauft habe.
Denn ich brauche den Computer zum Schreiben und dafür brauche ich eine vernünftige Eingabequelle.
Es ist ja auch schön, dass Apple die Tastatur tauscht! Das heißt aber auch, dass mein Laptop für eine gewisse Zeit weg ist. Und dann?
Hab zwar ein iPad, aber ich brauche daheim (und ich will vor allem!!!) einfach einen Laptop.
NONrelevant - Wer nicht selber denkt, für den wird gedacht.
+5
misc04.05.19 11:45
NONrelevant
Ich weiß nicht, was dazu führt, dass die Tastaturen reihenweise ausfallen.
Ich weiß nur, dass ich mir wegen der vielen Berichte über die Mängel auch noch kein MacBook oder gar das neue Air gekauft habe.

Hier genauso. Ich hatte ein 2012er MBA und bin 2015 auf einen iMac gewechselt. So langsam könnte ich wieder einen Laptop gebrauchen, aber in der aktuellen Situation sind MacBooks für mich nicht kaufbar. Selbst wenn Apple demnächst ein MacBook mit einer neu konstruierten Tastatur vorstellt, ist erstmal das Vertrauen weg und weiteres Abwarten angesagt.

Es kann sein, daß ich notfalls ein Ultrabook von Lenovo kaufen werde.
+4
barabas04.05.19 11:52
NONrelevant
Ich weiß nicht, was dazu führt, dass die Tastaturen reihenweise ausfallen.
Ich weiß nur, dass ich mir wegen der vielen Berichte über die Mängel auch noch kein MacBook oder gar das neue Air gekauft habe.
Denn ich brauche den Computer zum Schreiben und dafür brauche ich eine vernünftige Eingabequelle.
Es ist ja auch schön, dass Apple die Tastatur tauscht! Das heißt aber auch, dass mein Laptop für eine gewisse Zeit weg ist. Und dann?

Eben, "und dann?", - es wäre ja noch akzeptabel wenn Apple die defekten Tastaturen gegen fehlerfreie Neue ersetzen würde, aber im Grunde sind es ja wieder genau Dieselben die nach einiger Zeit wiederum ausfallen können.
Irgendwann ist auch jede Garantie/Gewährleistung mal am Ende und hier kommt das "und dann... ?" erst recht zum tragen. Vor allem wenn man bedenkt das Apple seine Notebook mittlerweile so konstruiert, das ein einfacher Austausch einer einzelnen Taste oder der gesamten Tastatur praktisch unmöglich ist und die Reparaturkosten ein vielfaches deren Wertes übersteigen. Das ganze Konstrukt ist von Grund auf einfach nur noch Irrsinn und macht Apple Notebooks aktuell eigentlich zu einem No-Go.
+10
wpxxl04.05.19 15:13
So viele Gedanken und Spekulationen zu einem eher trivialen Sachverhalt. Wie viele Books sind denn betroffen? Ich nutze meines ca. 9 Stunden am Tag, nahezu jeden Tag, nutze auf Grund des großen Bedarfs an Leistung auch immer die aktuelle Variante in entsprechender Ausstattung. Da ich es viel mitnehme, überall einsetzte, ist es auch entsprechend beansprucht. Probleme hatte ich bislang aber eher mit andern Komponenten als der Tastatur. Letztlich ist es Technik die verschleisst, klar manche hält länger als andere. Um mal auf den Ausgangsartikel einzugehen, ein AASP Techniker der MacBook Pros als in der Konstruktion "Mist" sieht und unzufrieden ist schafft es wirklich zu seinem Artikel... Oh Mann, klar es gibt robustere Konstruktionen die sind dann aber auch nicht so flach und leicht wie es das MacBook Pro ist. Apple konstruiert sie auch sicher nicht aus Rache am Techniker bewusst so wie sie sind sondern weil der Kunde, der sie hinterher einsetzt, entsprechende Bedürfnisse hat. Einfach mit der Meute zu heulen ist einfach ebenso wie gegen etwas zu sein und Schuld zuzuweisen, für etwas zu sein, das sachlich und realistisch begründen zu können und konstruktiv etwas besseres daraus zu machen eine ganz andere Nummer. Apple war nie perfekt und wird es nie sein also auch deren Produkte nicht aber welcher Hersteller ist es dann und welches Book sollte man denn kaufen das all dies e Perfektion in sich vereint? Sich für Apple zu entscheiden bedeutet sich für ein Gesamtpaket zu entscheiden in dem die Vorteile die Nachteile deutlich überwiegen. Wenn dann Komponenten versagen werden sie eben repariert oder ersetzt und wenn der Hersteller zu Schwachstellen mittels Reparaurerweiterungsprogramm steht ist das etwas von dem auch solche Techniker nicht zuletzt leben. Techniker die in einem AASP Books nach Vorgaben schrauben sind aber keine Ingenieure oder Produktdesigner und auch keine Experten zur Materialprüfung. Interessant ist das sich in diese ganze Thematik am meisten Personen rein steigern für die Apple Notebooks ein No-Go sind, die uralte Modelle ihr eigen nennen und der Schwächen erfolgreich verdrängt haben oder selber gar kein solches Modell einsetzen geschweige denn selber ein Problem haben. Noch weniger wohl von Personen die aus eigener Erfahrung die Produktqualität von Apple und die Service-Reparaturdienstleistungen mit anderen Markenherstellern vergleichen können. Zum Glück leben Hersteller aber von Kunden die sich an ihren eigene Erfahrungen und nicht an permanenten Bedenkenträgern und Spekulationen orientieren und die einfach zu dem Zeitpunkt wo sie es bauchen das passende Modell kaufen. Die wenigen Prozent die danach den Service in Folge eines Defektes in Anspruch nehmen scheinen zu über 90% damit sehr zufrieden zu sein (mir ist zumindest keine Statistik unter gekommen die das Gegenteil belegen würde). Welcher andere Hersteller ist denn für den Endkunden so unmittelbar über eigene Stores oder aber eben AASP greifbar, repariert in wenigen Tagen und versteckt sich nicht hinter Call Center und Versandoptionen. Die Welter der Konzerne ist so schrecklich... Munter bleiben und vielleicht auch mal das große ganze sehen...
-1
Appletiser
Appletiser04.05.19 15:47
Generell mal zu Tastaturen.
Als Onsite-Supporter in großen Unternehmen kommen mir natürlich auch immer wieder nicht nur Apple-Geräte unter die Finger.
Lenovo, Dell, HP, etc.
Wie soll ich sagen, es ist bei weitem nicht nur Apple der Probleme mit Tastaturen hat. Speziell die so hochgelobten Lenovos sind eine Katastrophe. Da wackelt und schlabbert alles, vom Trackpad, dass sich vollkommen billig anfühlt, bis über die dazu gehören Tasten (ergonomisch sinnfrei oberhalb des Trackpads angeordnet), bis hin zu den Tasten selber, fühlen sich die ganzen Geräte wie eine 250,- EUR Sonderposten Teil aus dem Lebensmittelgroßhandel an - und Ausfälle bei der Tastatur gibt es hier ebenfalls zu beobachten… Vielleicht sind sie schneller zu tauschen, aber von Qualität kann man hier auch nicht wirklich sprechen. Im speziellen rede ich hier von den T400 Serie…

Und wenn man solche Geräte dann einfach mal im direkten Vergleich nebeneinander stellt (von Apple bis Lenovo), dann sind das vollkommen verschiedene Gerätekategorien. Das Trackpad eine MacBooks ist über jeden Zweifel erhaben, da kann keine PC-Hersteller nur ansatzweise "mitstinken" - auch von der Ergonomie.

Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass Apple hier absolut in der Pflicht ist hier endlich eine Lösung zu entwickeln, die solche Probleme aus der Welt schaffen, doch in Summe sind Haptik, Funktionalität, Ergonomie (Rechts-/Linshänder) unübertroffen…
Wenn Apple es schafft die nächste Generation mit entsprechend optimierter Tastatur auszustatten und gleichzeitig die sonstige haptische wie ergonomische Gestaltung beizubehalten, dann gibt es aus meiner Sicht keinen Grund nicht einen Apple-Laptop zu kaufen.
0
cps04.05.19 16:10
Um mal auf den Ausgangsartikel einzugehen, ein AASP Techniker der MacBook Pros als in der Konstruktion "Mist" sieht und unzufrieden ist schafft es wirklich zu seinem Artikel

Wenn das MB raus muss, um die WLP zu wechseln, dann ist das nicht so richtig Wartungsfreundlich. Oder die Konstruktion, dass beim Wechseln eines Verschleißteils (Akku) die Oberschale mit getauscht werden muss. Das MB mit SSD, CPU, RAM und GPU ist ja auch ein Ersatzteil.
+4
barabas04.05.19 16:53
Appletiser
Wenn Apple es schafft die nächste Generation mit entsprechend optimierter Tastatur auszustatten und gleichzeitig die sonstige haptische wie ergonomische Gestaltung beizubehalten, dann gibt es aus meiner Sicht keinen Grund nicht einen Apple-Laptop zu kaufen.

Tja, wenn das Wörtchen "Wenn" nicht wäre.
Im Grunde baut Apple diese Tastatur seit 2015 in ihre Notebooks ein und trotz aller Kritik auch letztens erst noch in das neue Air. Was soll uns das sagen, - in jedem Fall ist meine Hoffnung nicht allzu gross das Apple hier in absehbarer Zeit nun etwas ändert. Bestenfalls vielleicht das man auch in diesem Jahr wieder versucht mit irgendwelchen halbherzigen Aktionen wie im vergangenen Jahr dem Einbau einer Membran, an den Symtomen herumzudoktern anstatt hier eine wirkliche und nachhaltige Lösung anzubieten.

Nochmals, - wir schreiben hier nicht etwa über ein Notebook vom Grabbeltisch eines Discounters zum Aktionspreis, sondern von einem Hochpreismodell welches nicht zu unrecht High-End Erwartungen weckt die diese nicht erfüllen kann, - aktuell weder von der Konstruktion noch von der Servicefreundlichkeit.
+4
fadenschein04.05.19 17:35
wpxxl
So viele Gedanken und Spekulationen zu einem eher trivialen Sachverhalt.
Das liest sich wie eine Klage über zu viele Gedanken und dann kommt der bislang längste Beitrag dazu...
wpxxl
Interessant ist das sich in diese ganze Thematik am meisten Personen rein steigern für die Apple Notebooks ein No-Go sind, die uralte Modelle ihr eigen nennen und der Schwächen erfolgreich verdrängt haben oder selber gar kein solches Modell einsetzen geschweige denn selber ein Problem haben.
Ist das nicht etwas spekulativ und pauschalisierend?
wpxxl
Welcher andere Hersteller ist denn für den Endkunden so unmittelbar über eigene Stores oder aber eben AASP greifbar, repariert in wenigen Tagen und versteckt sich nicht hinter Call Center und Versandoptionen. Die Welter der Konzerne ist so schrecklich... Munter bleiben und vielleicht auch mal das große ganze sehen...
Ja stimmt, man darf auch mal die positiven Seiten benennen.

Dass das Thema 'Tastaturprobleme an tragbaren Rechnern' erst mit Einführung der Butterfly Tastaturen mehr und mehr Bedeutung bekam, könnte man zumindest als Indiz dafür sehen, dass sich die Technik der Tastaturen mit Butterfly nicht verbessert, sondern verschlechtert hat. Insofern würde ich nicht unterstellen, dass die betroffenen unter Hypochondrie leiden. Ich selbst bin nicht betroffen, aber kenne im engsten Freundeskreis zwei User deren Butterfly Tastatur erhebliche Schwierigkeiten macht.
Für mich ist das durchaus ein Grund, zu hoffen, dass sich die Technik verbessert, bis ich ein neues Macbook brauche.
+5
Appletiser
Appletiser06.05.19 06:38
barabas
Nochmals, - wir schreiben hier nicht etwa über ein Notebook vom Grabbeltisch eines Discounters zum Aktionspreis, sondern von einem Hochpreismodell welches nicht zu unrecht High-End Erwartungen weckt die diese nicht erfüllen kann, - aktuell weder von der Konstruktion noch von der Servicefreundlichkeit.

Da hast Du absolut recht und ich wollte auch nicht zu tief in die Whataboutismus Klamottenkiste greifen

So eine Produktionsumstellung inkl. Neukonstruktion und der ganzen dahinter liegenden Logistikkette stellt man jedoch auch nicht mal so eben um. Ich denke, dass ist auch ein wenig das Dilemma in dem Apple steckt, bzw. jedes größere Unternehmen in Bezug auf Massenfertigung…

Mit dem 2015/16 Modell hat man grundsätzlich eine Neukonstruktion auf die Beine gestellt, die wahrscheinlich auch auf eine längere Laufzeit ausgelegt war/ist.
Nun hat sich ein eklatanter Konstruktionsfehler herausgestellt und darauf muss Apple reagieren, denn wie dargestellt ist das Problem ja nicht trivial.

Jetzt könnte man natürlich fragen, warum baut man diese Tastatur jetzt auch noch ins Air ein… auch das wird einfach etwas mit Entwicklungs- und Logistikketten zu tun haben.
Was jetzt mal interessant wäre, wie sich die Tastatur denn im Air so schlägt – gibt es hier entsprechende Vergleiche/Erfahrungen?

Wenn die Tastatur sich im Air weniger auffällig verhalten würde, könnte das auch mit ein Indiz sein, dass es vllt. mit der Wärmeentwicklung in den MacBookPro-Modellen doch einen größeren Zusammenhang gibt.

Noch mal abschließend ein Wort zur Nutzung von Tastaturen. Wie erwähnt bin ich u.a. im Onsite-Support tätig und es manchmal einfach nur widerlich, was man da so auf den Tisch bekommt, wenn NutzerInnen ihren Laptop abgeben…
- Fettschichten von Handcreme
- Klebrige Tasten durch Fruchtsaft-Spritzer (Apfel, Tomate, etc.)
- uvm…

Da möchte ich auch gar nicht wissen, warum eine Tastatur wirklich den Geist aufgibt – es gibt halt auch immer zwei Seiten der Medaille.

Das wichtigste Utensil: Handdesinfektionsmittel.

vg.
-1
barabas06.05.19 09:07
@ Appletiser

Also wenn 5 Jahre nicht ausreichen um ein fehlerhaftes Teil endlich einmal zu ersetzen oder in einen brauchbaren Zustand zu versetzen dann weiß ich auch nicht...🤔

Indes bezüglich des Airs, bereits wenige Wochen nach der Vorstellung tauchten die ersten negativen Erfahrungen diverser User auf die genau über selbiges Tastaturverhalten berichteten wie bei den Pros, wieso auch sollte es sich anders verhalten wenn es doch genau dieselbe Technik ist ?

Notebooks sind Mobile Geräte die auch mal an Orten Verwendung finden die nicht jenen von sauberen Büros entsprechen und wo das nächste Handwaschbecken wohl auch nicht immer gerade nebenan steht. Im Grunde müssten sie gerade deshalb mechanisch robuster ausgelegt sein als Desktop PCs, bei Apple hingegen scheint es sich eher andersrum zu verhalten.
Mein mittlerweile altes Apple MacBook und Air haben diesbezüglich schon einiges hinter sich und all dies von Seiten der Tastaturen schadlos überstanden. Etwas was ich den aktuellen Geräten nicht mal Ansatzweise zutrauen würde.
+1
Appletiser
Appletiser06.05.19 09:48
@barabas.
Die MacBookPro mit Butterfly sind Oktober 2016 rausgekommen - das sind jetzt gerade 2,75 Jahre - keine 5.
Letztes Jahr gab es dann das upgrade.

Keine Frage, knapp drei Jahren sind auch schon eine gewisse Zeitspanne, jedoch hat das vorige Design quasi von 2011 bis 2016 "gelebt" und solange wurde auch entsprechende Standardteile verbaut. Hier sprechen wir als von einem Produktzyklus von gut fünf Jahren.

Wenn Apple hier grundlegend auch für die neuen Tastaturen für fünf Jahre geplant hat (Zulieferer, Material, Logistik, Ersatzteile, etc.), dann kann man evtl nachvollziehen, dass sie hier nicht gleich alles "wegschmeißen" können oder wollen… was dem Käufer aber letztlich egal sein muss, er/sie will halt einfach ein verlässliches Gerät.

Deswegen will ich Apple hier auch gar nicht unnötig in Schutz nehmen - die MacBooks kosten viel Geld und man kann eben zu Recht auch entsprechende Qualität verlangen - das hast Du ja auch schon geschrieben. Absolut d'accord.

vg.
0

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