Einschätzung: 2020 könnte ein schwaches Hardware-Jahr für Apple werden

iPhone 2007, iPad 2010, Apple Watch 2015, modularer Mac Pro 2019… und nun?

Man muss Apple großen Respekt dafür zollen, in einem relativ kurzen Zeitraum gleich mehrmals die Welt mit außerordentlich innovativen und wohl durchdachten Hardware-Produkten verändert zu haben. Die ersten Drei der eingangs genannten Technikinnovationen haben nicht nur massiven Einfluss auf die gesamte Tech-Industrie und das tägliche Leben von Millionen Nutzern gehabt, sondern wurden im Laufe der vergangenen Jahre stetig weiter verbessert. Heute sind sie auf einem Niveau angelangt und haben eine Marktdurchsättigung erreicht, dass man sie als alltägliche Hilfsmittel wahrnimmt und vielleicht gar nicht mehr so sehr wertschätzt, wie sie es verdienen.


iPhone, iPad und Watch: Was kommt danach?


Das Rad kann aber nicht jedes Jahr neu erfunden werden. Auch nicht von einem Billionen-Konzern wie Apple. Derzeit sind keine Technologien in Sicht, die einen ähnlichen impact haben könnten. VR-Brillen? Augmented Reality? Das klingt nett, doch ich persönlich sehe darin – mit den heutigen technischen Möglichkeiten – kein Produkt, das zu einem ähnlichen Massenphänomen werden könnte. iPhones mit faltbarem Display? Nicht spruchreif für Apple. Zu verspielt, zu anfällig, unausgereift.


Das erste Jahr des dritten Jahrzehnts im dritten Jahrtausend dürfte daher nach meiner Einschätzung technologisch ein eher ernteschwaches werden. Mit mehr als ein paar Produkt-Auffrischungen sollte man nicht rechnen. iPhones mit 5G und nochmals verbesserter Kameratechnik, mehr MacBook-Modelle mit verbesserter Tastaturmechanik und iPads mit noch mehr Leistung sind so gut wie sicher, ein verbesserter Mac mini durchaus wahrscheinlich, eine Apple Watch mit Geruchssensor zumindest eine Möglichkeit.

Natürlich wird in den Forschungslaboren permanent weiter nach dem „Next Big Thing“ gesucht. Und wer weiß? Vielleicht gelingt es Apple erneut, uns mit einer wirklich nützlichen technischen Neuerung zu überraschen, doch in 2020 würde ich nicht darauf wetten.

Vielleicht ist es daher an der Zeit, das Vorhandene einfach noch praktischer und vielseitiger zu machen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Apple TV mit integriertem, HomeKit-fähigem Router und leistungsstarker NAS-Funktion mit mindestens zwei HDD/SSD-Slots, die auch für Offline-Inhalte von ATV und als private iCloud genutzt werden können? Oder mit einem neu designten iMac, der über ein randloses 6K Display um 30“ verfügt (als iMac Pro Nachfolger)? – Solange es den Preis des iMac nicht in den fünfstelligen Bereich treibt. Toll wäre auch eine Apple Watch, deren Akku mindestens eine Woche durchhält, und ein spürbar leichteres iPad (ohne Leistungseinbußen).

Mac Pro und Pro Display XDR: Lecker, aber nur ein Nischenprodukt.

Klar, das sind Träumereien, nicht allzu realistisch und auch nicht sonderlich tief durchdacht. Ich glaube selbst nicht daran, dass auch nur eines davon real wird. Ideen gäbe es zwar durchaus genug, aber was davon ist technisch realisierbar und hätte Apple selbst überhaupt Interesse daran?

Das zeigt vielleicht auch das verfahrene an der Gesamtsituation auf. Selbst relativ bescheidene Wünsche sind entweder technisch schwer oder gar nicht umsetzbar (extrem lange Akkulaufzeiten), oder so speziell, dass es sich in der Masse vermutlich kaum verkaufen ließe, oder es entspricht einfach nicht Apples Strategie.

Von daher bleibt kaum ein anderer Schluss, dass 2020 kein besonders aufregendes Jahr für Apple Hardware werden dürfte. Zumindest nicht, wenn man auf revolutionäres hofft. Natürlich lasse ich mich gerne eines besseren Belehren und nehme jede neue revolutionäre Technik mit Kusshand entgegen, halte meine Erwartungen aber sicherheitshalber auf kleinster Flamme. So kann ich auch nicht wirklich enttäuscht werden.

Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass 2020 insgesamt langweilig wird. Es gibt viele größere und kleinere Dinge zu erwarten. Einiges davon haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

In diesem Sinne wünsche ich allen MTN-Lesern einen gesunden und entspannten Start ins neue Jahr und viel Spaß mit hoffentlich zahlreichen spannenden Rewind-Meldungen und Berichten, nicht nur aus der Apple-Welt.

Kommentare

Arne 204.01.20 09:26
Das dritte Jahrzehnt beginnt 2021...
-2
vismed.
vismed.04.01.20 09:41
„The next big thing“, ist schon längst da. Es sind die Services. Bei der Hardware wird vorerst soviel nicht kommen denke ich. Ich hoffe immer noch, dass Apple vielleicht mit einem revolutionären Gerät den Zeitungs-, Zeitschriftenmarkt aufmischt. Aber hier scheint die Technik noch weit entfernt davon zu sein ...
+1
Wiesi
Wiesi04.01.20 09:52
son
iPhone 2007, iPad 2010, Apple Watch 2015, modularer Mac Pro 2019… und nun?

Was ist an einem modular aufgebauten Computer innovativ?
Etwa, dass er von Apple kommt?
Oder gar der Preis?
Everything should be as simple as possible, but not simpler
+2
BarbedAndTanged04.01.20 10:01
Arne R.
Das dritte Jahrzehnt beginnt 2021...
Nope. Wir sind bereits im ersten Jahr des dritten Jahrzehnt‘s. Im Jahr 2021 ist das erste Jahr bereits vollendet.
+4
eiq
eiq04.01.20 10:07
Wikipedia
Das Jahr 2020 liegt, entgegen weit verbreiteter Definition, noch im 202. Jahrzehnt nach Christus, da auf das Jahr 1 v. Chr. das Jahr 1 n. Chr. und nicht das Jahr 0 folgte. Am Freitag, den 1. Januar 2021, beginnt das 203. Jahrzehnt. Bereits mit dem 1. Januar 2020 begann jedoch, abweichend von der geschichtlichen Einteilung, das Jahrzehnt der 2020er Jahre.
+11
gorgont
gorgont04.01.20 10:21
FaceID in MacBooks und Monitoren, Hardware Upgrades in allen Devices, HomeKit, iPad, iPhone, AppleWatch, neues 13“ MacBookPro, Consumer Mac... ich denke da kann noch einiges kommen.
Das 16er MBP und der MacPro haben gezeigt wohin die Reise geht.
touch eyeballs to screen for cheap laser surgery
+2
Wiesi
Wiesi04.01.20 10:57
Die Cyberkriminalität nimmt von Jahr zu Jahr zu und bedroht unsere Infrastruktur massiv. Der große Blackout rückt näher. Deswegen wäre ein von Grund an auf Sicherheit ausgelegtes Paket aus Hard- und Software das Gebot der Stunde.

Allerdings hat Apple das (zufällige) Plus, daß seine Systeme zwar nützlich und schick sind, aber sehr selten an lebenswichtigen Plätzen eingesetzt werden. Deswegen bieten sie kein lohnendes Ziel. Aber sie sind natürlich genauso unsicher wie die anderen Systeme am Markt auch. Und statt endlich mal den Focus von der Geschwindigkeit auf die Sicherheit zu lenken, verbreitet die IT-Industrie die These, es ginge eben nicht besser, weil es absolute Sicherheit nicht gibt.

Aber wir erwarten ja keine absolute Sicherheit sondern nur eine Verbesserung in Form einer neuen Sicherheitsarchitektur. Hier hat Apple alle Voraussetzungen für eine wirkliche Innovation an Stelle einer immer währenden Kette von Patches an Systemen, bei denen die Sicherheit stets nur die zweite Geige spielt.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
-2
addicted to mac
addicted to mac04.01.20 11:08
Meiner Meinung nach kann es nicht schaden, mal das Tempo etwas herauszunehmen. Technisch befinden wir uns auf einem derartig hohen Niveau, dass man sich fragen muss, was müssen die Geräte denn noch alles unbedingt können? Mir fällt gerade nicht so wirklich viel ein, was ich an neuen Innovationen dringend vermisse.

Ganz oben stehen bei mir so Sachen wie Akkulaufzeit, Speicherkapazität, Ecosystem, Onboardfähigkeiten und Design.

Gut, beim iPhone gibt 5G den nächsten Schritt vor, aber sonst? Akkulaufzeit wie früher, also mehrere Tage mit einer Ladung. Das wäre super. Von mir aus müssen die Phones nicht noch dünner werden. Das gleiche gilt natürlich auch für die Watch und die anderen Geräte. Auch finde ich es schade, dass man bei den Phones eigentlich immer eine Hülle haben muss, um die Oberflächen zu schützen. Die Geräte sehen ohne so geil aus, aber man traut sich ja gar nicht mehr wirklich ohne Hülle, doch mit Hülle ist das Design kaputt. 256 GB als Standard. Kleiner ist heutzutage schon bocklos. Das gilt übrigens gerade auch bei den MacBooks.

Bei den MacBooks finde ich die Rückkehr zum Magic Keyboard Klasse. Und randlosere Displays. Das 16 Zoll MBP ist echt ein Meilenstein. Und in der Standard Konfiguration gleich mit 16/500 GB. So wird's gemacht. Bei den Macs hoffe ich in ein paar Jahren auf den Umstieg auf die hauseigenen A-Prozessoren. Ich weiss noch damals, wie das bei dem Switch auf Intel war. Das war ein großer Schritt.

Ich weiß, das ist ne Preisfrage, aber der Kauf solcher Geräte sollte ruhig für mehrere Jahre attraktiv sein. Den Jahreszyklus gerade bei den Phones finde ich bedenklich. Man hat nach einem Jahr immer schon das Gefühl, man läuft mit ner alten Möhre rum. Bei den Macs ist das durchaus entspannter.

Die Kommunikation unter den Geräten, Thema Handoff & Co., läuft auch nicht ganz reibungslos. Ich war immer ein Fan der Idee, eine Arbeit mit dem iPhone anzufangen und sie dann mit dem Mac abzuschließen oder umgekehrt. Ich weiß nicht, wie es bei euch so ist. Bei mir hat sich das iPhone so in den Vordergrund gespielt, dass ich oft darauf verzichte, die anderen Geräte zu nutzen. Das ist kein Apple-Problem, aber Apple hätte das Zeug dazu, diese Fähigkeit zu forcieren. Ich mache das jetzt gerade mal ganz bewusst. Habe den Text auf dem iPad angefangen und schreibe jetzt auf dem Macbook weiter. Ich benutze übrigens Drafts, weil hier der Handoff über die Cloud ganz gut funktioniert. Die Verbindung unter den Geräten, von der Watch bis zum Mac ist zwar angelegt, aber hier ist noch viel Luft nach oben.

Und Software ist das nächste Thema. Ich finde es auf der einen Seite natürlich gut, dass es so viele Apps von anderen Anbietern gibt und ich will denen auch das Geschäft nicht kaputt wünschen. Aber Apple hätte das Zeug, so Apps wie Ulysses, Evernote, Spark usw. unnötig zu machen. Was mich bei Mail ärgert, ist zu Beispiel, dass ich die Mails in iOS nicht einfach teilen oder PDFs machen kann, oder sie mir auf einen anderen Tag legen kann, wie zum Beispiel bei Spark, oder habe ich was übersehen? Notizen ist ne kleine Katastrophe. Oder was haltet ihr von einem Messenger von Apple? Die gute alte SMS aufbohren. Warum benutzen wir WhatsApp?

Es gab mal Konzepte, dass du ein iPhone an ein anderes Gerät - Tastatur/Bildschirm - anschließt und dann quasi nur noch ein Gerät hast. Das wäre auch ne schöne neue Welt, aber dann schon ein wirkliches Gamechanging.

Also ich brauche keine wirklichen Innovationen dieses Jahr, aber eine Rückbesinnung auf den Ecosystem-Gedanken fände ich stark.
life´s too short to smoke bad cigars
+7
Nerone04.01.20 11:45
BarbedAndTanged

Arne hat Recht das sogenannte „Zaunpfahlproblem“ 👍🏼

Es gibt eben kein „nulltes Jahrzehnt“ oder „nulltes Jahrhundert“ sonder nur der 1. Jahrhundert und dieses beinhaltet die Jahren von 0 bis 100.

Folgerichtig beginnt das dritte Jahrzehnt im 2021.
+1
Frank Drebin
Frank Drebin04.01.20 11:58
Ich finde es muss nicht unbedingt an der Hardware gearbeitet werden in 2020. Apple hat sehr gute Produkte auf dem Markt und sollte nun alles dran setzen in 2020 die Software und Services zu verbessern, damit das Gesamtpaket wieder richtig "Apple-like" wird.

Hardwaretechnisch würde ich mich persönlich über ein 14" MacBook Pro freuen (im Prinzip das kleinere Pendant zu dem 16" MacBook Pro).
+1
sonorman
sonorman04.01.20 12:10
Nerone
BarbedAndTangedArne hat Recht das sogenannte „Zaunpfahlproblem“ 👍🏼

Es gibt eben kein „nulltes Jahrzehnt“ oder „nulltes Jahrhundert“ sonder nur der 1. Jahrhundert und dieses beinhaltet die Jahren von 0 bis 100.

Folgerichtig beginnt das dritte Jahrzehnt im 2021.
Faaaalsch!

Das Initialereignis linearer Abläufe definiert den Nullpunkt.
Bei Zaunpfählen beginnt man allerdings, logischerweise, mit 1.
2020 definiert den Beginn eines neuen Jahrzehnts. Der 1. Januar 2020 um 0 Uhr ist der Nullpunkt. Am 31. Dezember 2020 um 24 Uhr ist das erste Jahr des neuen Jahrzehnts vollendet. Alles davor (bis zum 01.01.2020) ist aber schon im positiven Bereich, also „größer Null“.

Beispiel: Nehmen wir mal an, die Vorstellung des iPads im Jahr 2010 hätte eine neue Zeitrechnung eingeläutet. Und gehen wir mal davon aus, das iPad wurde am 01. Januar um 0:00:00 Uhr (Mitternacht) vorgestellt. Dann ist das das Initialereignis und der Nullpunkt. Exakt ab diesem Punkt läuft das erste Jahrzehnt nach dem iPad. Einen Monat später wären 0,1 Jahre (quatsch, 1 Monat natürlich) des ersten Jahres nach dem iPad vergangen. Und zwölf Monate danach genau 1 Jahr. Dann bricht das zweite Jahr n.i. (nach iPad) an. Und so weiter.

Ist aber schon erstaunlich, wie sehr gerade dieses Thema die Menschen zu bewegen scheint.
+1
aMacUser
aMacUser04.01.20 12:30
sonorman Du hättest dann recht, wenn nach dem Jahr "1 vor Christus" das Jahr 0 gekommen wäre, ist es aber nicht, sondern direkt das Jahr "1 nach Christus". Somit waren die ersten zehn Jahre unserer Zeitrechnung die Jahre 1 bis 10. Somit begann das zweite Jahrzehnt mit dem Jahr 11 und ging bis zum Jahr 20. Das dritte Jahrzehnt begann nach Adam Ries somit im Jahr 21, und so weiter. Somit ist das Jahr 2020 das letzte Jahr des 202. Jahrzehnts. Da braucht man keine Theorien und Prinzipien aufstellen, es reicht, wenn man zählen kann.
Außer du bist Astrologe und benutzt die astronomische Zeitrechnung und nicht die allgemeine christliche, denn da gibt es ein Jahr 0.
+2
sonorman
sonorman04.01.20 12:36
aMacUser
sonorman Du hättest dann recht, wenn nach dem Jahr "1 vor Christus" das Jahr 0 gekommen wäre, ist es aber nicht, sondern direkt das Jahr "1 nach Christus". …
Eben nicht, denn Null ist eine unendlich kleine Einheit und kein Zeitraum. Im Falle der Zeitrechnung eben das Initialereignis.

Bei Zaunpfählen macht es keinen Sinn mit beispielsweise 0,1 Pfählen anzufangen. Man nimmt immer einen ganzen Zaunpfahl. Bei linearen zeitlichen Abläufen beginnt man aber bei Null. Schon eine Femtosekunde nach Null läuft das erste Jahr (oder Jahrzehnt, Jahrhundert etc.) Daher kann man sagen, wir befinden uns im ersten Jahr des neuen Jahrzehnts, auch wenn es noch nicht vollendet ist.
0
becreart
becreart04.01.20 12:37
Ich würde mich auf einen 32” 6k iMac freuen!

Genau am 01.01.2021 beginnt das neue Jahrzehnt. Hier noch die Grafik dazu.



aMacUser: „Zeitenwende“ wäre im Allgemeinen passender wie „Christus“
0
Nerone04.01.20 12:40
sonorman

Mit deiner Aussage „Das Initialereignis linearer Abläufe definiert den Nullpunkt“ und deiner Erklärung wäre ich einverstanden, und für die Meisten ja intuitiver, aber wir befinden uns bei der Zeitrechnug:

Das Problem entsteht, weil die Die christliche Zeitrechnung kein Jahr null kennt, sondern geht vom Jahr 1 v. Chr. direkt ins Jahr 1 n. Chr. über. In der astronomischen Zeitrechnung wird dagegen das Jahr 1 v. Chr. als Jahr null gerechnet.

Beispiel: Ein Jahrhundert umfasst immer die hundert Jahre, die mit dem entsprechenden vollen Jahr ENDEN.
Entsprechend wird der Zeitraum vom 1. Januar 1901 bis zum 31. Dezember 2000 als das 20. Jahrhundert bezeichnet, und das 21. Jahrhundert begann am 1. Januar 2001.

Somit beginnt das nächste Jahrzehnt am 1. Januar 2021 👍🏼
+4
aMacUser
aMacUser04.01.20 12:41
sonorman das hat nichts damit zu tun, ob es Sinn macht, ob man Zaunpfähle bei 0 oder 1 zu zählen beginnt. Es geht darum, dass es ein Fakt ist, dass das erste Jahrzehnt die Jahr 1 bis 10, das zweite 11 bis 20, das dritte 21 bis 30, das zweihundertzweite 2021 bis 2030 ist. Das hat nichts mit irgendwelchen Argumentationen zu tun, sondern ist stumpfes abzählen, und damit ein Fakt.
+2
Steffen Stellen04.01.20 12:43
Also ich denke 2020 könnte in Sachen iPhones sehr erfolgreich werden. Warum?

1. 5,4 Zoll iPhone wird das Smartphone für iPhone 6-8-Besitzer, vielleicht sogar SE-Besitzer. Keim Jammern mehr über die Größe.
2. Mehr Modelle. Auch wenn es alles ein wenig unübersichtlich macht, können mehr Modelle für bessere Verkäufe sorgen, wenn sie gut differenziert sind.
3. Einiges an spannenden Verbesserungen. 90 oder 120 Hz Display, Touch ID im
Display, 5G, OLED auch in den Non Pro-Modellen, usw.
4. Weniger Notch. Auch wenn hier nicht klar wie weit Apple hier kommt, ist für mich das Potential da viele Interessenten von Kauf zu überzeugen.
0
aMacUser
aMacUser04.01.20 12:44
becreart
aMacUser: „Zeitenwende“ wäre im Allgemeinen passender wie „Christus“
Wieso? Die offizielle Einteilung ist "vor Christus" und "nach Christus".
Und unabhängig davon, ob man an die Bibel glaubt oder nicht, ist es ein historischer Fakt, dass damals ein "Jesus von Nazareth" gelebt hat. Ob dieser jetzt der war, den die Bibel beschreibt oder nicht, ist historisch zwar nicht belegt, ist aber auch irrelevant für die Zeitrechnung.
Und bitte diskutiere nicht darüber, es sind halt einfach die offiziellen Bezeichnungen.
0
sonorman
sonorman04.01.20 12:44
Fakt ist auch, dass das erste Jahr des neuen Jahrzehnts bereits läuft, auch wenn es noch nicht vollendet ist.

Ein viel größeres Problem ist doch eigentlich, dass unsere Zeitrechnung auf einem unscharfen Ereignis (Christus) beruht, von dem keiner genau beweisen kann, wann genau das war und ob der Typ überhaupt existiert hat.
-3
becreart
becreart04.01.20 12:47
sonorman
Fakt ist auch, dass das erste Jahr des neuen Jahrzehnts bereits läuft, auch wenn es noch nicht vollendet ist.

Nein, eben genau nicht. Das letzt Jahr vom aktuellen Jahrzehnt läuft jetzt noch.

aMacUser
Ich bevorzuge n. d. Z. und v. d. Z.
0
Nerone04.01.20 12:48
sonorman

Eben kein Fakt:

sonorman:
Fakt ist auch, dass das erste Jahr des neuen Jahrzehnts bereits läuft, auch wenn es noch nicht vollendet ist.

Es ist das letzte Jahr vom jetzigen Jahrzehnts 😉


Oh, becreart war schneller 👌🏼🚀
+3
sonorman
sonorman04.01.20 13:02
becreart
sonorman
Fakt ist auch, dass das erste Jahr des neuen Jahrzehnts bereits läuft, auch wenn es noch nicht vollendet ist.

Nein, eben genau nicht, das letzt Jahr vom aktuellen Jahrzehnt läuft jetzt noch.
Schön, dass wir uns da uneinig sind.

Das Ereignis war das (angenommene) Geburtsjahr Jesus Christus. Klar, es gibt ein Davor und Danach. Aber die Geburt definiert keinen Zeitraum, sondern kann mathematisch nur als Nullpunkt definiert werden. Fünf Minuten VOR Christus Geburt lief auch schon das erste Jahr vor Christus, auch wenn das Jahr noch nicht vollendet war.

Ich denke, bei dem Streit kommt es nur darauf an, wie man vollendete und bereits angebrochene Jahre interpretiert. Ein laufendes Jahr ist kein volles Jahr, aber wir befinden uns innerhalb des bereits laufenden Jahres. Es ist also angebrochen. So wie eine noch nicht ganz aufgegessene Tafel Schokolade. Die fängt auch nicht erst an zu schmecken, wenn man sie ganz verdrückt hat.

Da bin ich jetzt mal stur.
-7
becreart
becreart04.01.20 13:07
sonorman
Wikipedia
Beim Bestimmen von Differenzen, die sich über dieses Bezugsjahr erstrecken, ist zu berücksichtigen, dass das Jahr 1 n. Chr. ohne ein Jahr null (die Geburt Jesu dauerte schließlich kein ganzes Jahr, sondern markiert einen Zeitpunkt) unmittelbar auf das Jahr 1 v. Chr. folgte. So regierte Augustus von 27 v. Chr. bis 14 n. Chr. nicht 41, sondern 40 Jahre lang als Princeps. Astronomen und andere Wissenschaftler, die mit größeren Zeiträumen rechnen, vermeiden dieses Problem, indem sie das Jahr 1 v. Chr. als Jahr 0, das Jahr 2 v. Chr. als Jahr -1, das Jahr 3 v. Chr. als Jahr -2 usf. benennen.



Wenn du mit dem Jahr Null rechnest, dann sind wir heute beim 04.01.2019 und immer noch im 202. Jahrzehnt
+4
Wiesi
Wiesi04.01.20 13:20
Höchst interessante Rechthaberei über die Bezeichnung der Jahrzehnte.
Könnte von mir sein.
Everything should be as simple as possible, but not simpler
+2
marcel15104.01.20 13:45
Ist einfach Auslegungssache. Da mich das ganze Jesusgedöhns nicht interessiert ist die Jahreszahl für mich einfach eine willkürlich festgelegte Zahl und daher gilt für mich wie oben geschrieben das Jahrzehnt der 2020er Jahre.
Typisch deutsche Diskussion, wie schwer will man es sich noch machen?
-6
teorema67
teorema6704.01.20 14:16
Wiesi
Höchst interessante Rechthaberei über die Bezeichnung der Jahrzehnte.
Könnte von mir sein.

Na ja, mit Rechthaberei hat das wenig zu tun. Die eine Variante stimmt, die andere nicht. Die, die stimmt, ist die in Wikipedia angegebene. Das lernt man hierzulande auch in der Schule so

Wir haben soeben die 2020er Jahre begonnen. Das 203. Jahrzehnt beginnt erst 2021. Ähnlich wie in Italien: "Il Settecento" sind die Jahre 1700 bis 1799, "il 18. secolo" dagegen 1701 bis 1800
Amerikaner können fett UND arm sein. Das macht uns so großartig! (Nelson Muntz)
+6
Nerone04.01.20 14:24
sonorman

Ach Sonorman, du schreibst so viele gute Artikeln, weisst so viel über Technik und Physik 🏆,
aber deine noch nicht ganz aufgegessene Tafel Schokolade ist noch nicht fertig. 🍫Du kannst sie noch einen fast ganzen Jahr geniessen, bis du ab dem 1.01.2021 eine neue anbrechen kannst 😋

Ich verstehe deine Sturheit, deine Theorie wäre für alle einfacher, ist aber nicht so.
+4
Arne 204.01.20 14:26
Stur stellen bei Definitionen bringt halt nix. Man kann zu grün auch rot sagen - wenn dein Umfeld das akzeptiert ok, aber wenn du bei rot geblitzt wirst, nützt es dir auch nichts, wenn du die Farben anders nennst

Wikipedia: "Das Jahr 2020 liegt, entgegen weit verbreiteter Definition, noch im 202. Jahrzehnt nach Christus, da auf das Jahr 1 v. Chr. das Jahr 1 n. Chr. und nicht das Jahr 0 folgte. Am Freitag, dem 1. Januar 2021, beginnt das 203. Jahrzehnt."
+3
subjore04.01.20 14:29
Was ist mit ARM Macs? Das ist ja definitiv ein spannendes Hardware Upgrade, dass Apple ja angeblich dieses Jahr umsetzen soll. Mal gucken wie schnell sie ihre Produktpalette umstellen.
+1
Tirabo04.01.20 14:32
Das gleiche Missverständnis mit der „Zeitrechnung“ erlebe ich auch immer wieder in der Musik bei den Takten:

Als Beispiel mal ein 4/4 Takt:

Viele Menschen zählen zum Ende eines Musikstückes im 4/4 Takt beispielsweise so:

Eins - zwei - drei - vier. Hören also auf der 4 auf.

Es muss aber so gezählt werden:

Eins- zwei - drei - vier- eins.

Denn erst mit der Eins des nächsten Taktes (den es am Ende eines Stückes optisch nicht mehr gibt) ist der 4/4 Takt zeitlich erst vollendet. Anders ist es natürlich, wenn es zu Beginn einen Auftakt gab oder wenn eine Fermate am Ende steht, aber das soll jetzt nicht alles unnötig komplizierter machen.

Viele Menschen glauben dann, es müsste dann ein 5/4 Takt sein, weil man ohne Probleme die Zahl 5 nennen könnte. Es ist aber die zeitliche Vollendung wichtig, nicht die gezählte.
-1
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